09. KW 29.02.16 bis 06.03.16

Programmvorschau
29. Februar bis 6. März 2016
Mitschnitt
Die mit M gekenn­zeichneten Sendungen sind
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Deutschlandradio Service GmbH, Hörerservice
Raderberggürtel 40, 50968 Köln
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Telefon 0221.345 - 1847
deutschlandradio.de
Hörerservice
Telefon 0221.345 - 1831
Telefax 0221.345 - 1839
[email protected]
9.
Mo 29. Februar 2016
0.00Nachrichten
0.05Deutschlandfunk Radionacht
0.05 Fazit Kultur vom Tage
(Wdh.)
1.00 Nachrichten
1.05 Kalenderblatt
1.10 Interview der Woche
(Wdh.)
1.35 Hintergrund
(Wdh.)
2.00 Nachrichten
2.05 Sternzeit
2.07 Kulturfragen
Debatten und Dokumente
(Wdh.)
anschließend ca.
2.30 Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person
(Wdh.)
3.00 Nachrichten
4.00 Nachrichten
4.05 Radionacht Information
4.30 Nachrichten
5.00Nachrichten
5.05Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00 Nachrichten
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
Programm-
8.30 Nachrichten
erläuterungen
8.35 Wirtschaft
siehe
8.47 Sport
Anhang
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
☛
9.05Kalenderblatt
Vor 180 Jahren:
Giacomo Meyerbeers Oper
›Die Hugenotten‹ wird
uraufgeführt
9.10Europa heute
9.30Nachrichten
9.35Tag für Tag Aus Religion und Gesellschaft
10.00Nachrichten
10.10Kontrovers
M Politisches Streitgespräch mit
Studiogästen und Hörern
Hörertel.: 00800.4464 4464
[email protected]
10.30 Nachrichten
11.00 Nachrichten
11.30Nachrichten
11.35Umwelt und Verbraucher
11.55 Verbrauchertipp
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.30 Nachrichten
12.50 Internationale Presseschau
13.00 Nachrichten
13.30Nachrichten
13.35Wirtschaft am Mittag
13.56 Wirtschafts-Presseschau
14.00Nachrichten
14.10Deutschland heute
14.30Nachrichten
14.35Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
15.30 Nachrichten
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
16.30Nachrichten
16.35Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
17.00Nachrichten
17.05Wirtschaft und Gesellschaft
17.30Nachrichten
17.35Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
1
18.10Informationen am Abend 18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.15Andruck – Das Magazin
für Politische Literatur
20.00Nachrichten
20.10Musikszene
* Great Highland Pipes
Die Dudelsack-Tradition in Schottland
Von Thomas Daun
21.00Nachrichten
21.05Musik-Panorama
Aus dem Konzerthaus Berlin
Wolfgang Amadeus
Mozart
Ouvertüre und Arie des Sesto aus
›Titus‹, KV 621
Ouvertüre zu ›Idomeneo‹, KV 366
Camille Saint-Saëns
Arie der Dalila und Bacchanale
aus ›Samson et Dalila‹
Serge j Prokofjew
Sinfonie Nr. 5 B-Dur, op. 100
Géraldine Chauvet,
Mezzosopran
Rundfunk-Sinfonieorchester
Berlin
Leitung: Diego Matheuz
Aufnahme vom 6.12.15 aus dem
Konzerthaus Berlin
22.00 Nachrichten
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.10Das war der Tag
Journal vor Mitternacht
23.57National- und Europahymne
Seewetterbericht inkl. Wasserstandsvorhersage täglich 1.05 • 6.40 • 18.10 auf Dokumente und Debatten
im Digitalradio DAB+ und DVB-S in ZDFvision • deutschlandradio.de
Di 1. März 2016
0.00Nachrichten
0.05Deutschlandfunk Radionacht
0.05 Fazit Kultur vom Tage
(Wdh.)
1.00 Nachrichten
1.05 Kalenderblatt
anschließend ca.
1.10 Hintergrund
(Wdh.)
anschließend ca.
1.30 Tag für Tag
Aus Religion und Gesellschaft
(Wdh.)
2.00 Nachrichten
2.05 Kommentar
(Wdh.)
anschließend ca.
2.10 Andruck – Das Magazin
für Politische Literatur
(Wdh.)
2.57 Sternzeit
3.00 Nachrichten
3.05 Weltzeit
anschließend ca.
3.30 Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
(Wdh.)
anschließend ca.
3.52 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
4.05 Radionacht Information
4.30 Nachrichten
5.00Nachrichten
5.05Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00 Nachrichten
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
8.30 Nachrichten
8.35 Wirtschaft
8.47 Sport
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 50 Jahren:
Der Physiker Friedrich Georg
Houtermans gestorben
9.10Europa heute
9.30Nachrichten
9.35Tag für Tag Aus Religion und Gesellschaft
10.00Nachrichten
10.10 Sprechstunde
M Alkoholismus und Entzug:
*Wenn das Leben im Rausch versinkt
Studiogäste: Dr. med. Hubert
Buschmann, Chefarzt der AHG
Klinik Tönisstein, Bad NeuenahrAhrweiler und Vorstands­vorsit­
zender des Fachverbandes Sucht,
Bonn, sowie Frank Stellmacher,
Anonyme Alkoholiker, Düsseldorf
Am Mikrofon: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800.4464 4464
sprechstunde@
deutschlandfunk.de
10.30 Nachrichten
11.00 Nachrichten
11.30Nachrichten
11.35Umwelt und Verbraucher
11.55 Verbrauchertipp
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.30 Nachrichten
12.50 Internationale Presseschau
13.00 Nachrichten
13.30Nachrichten
13.35Wirtschaft am Mittag
13.56 Wirtschafts-Presseschau
14.00Nachrichten
14.10Deutschland heute
14.30Nachrichten
14.35Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
15.30 Nachrichten
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
16.30Nachrichten
16.35Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
17.00Nachrichten
17.05Wirtschaft und Gesellschaft
2
17.30Nachrichten
17.35Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
18.10Informationen am Abend 18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.15Das Feature *www.anticapitalist.ru
Junge Linke in Russland
Von Antje Leetz
Regie: Wolfgang Rindfleisch
DLF 2016
20.00Nachrichten
20.10Hörspiel
*Hugo Wolf und drei Grazien,
letzter Akt
Von Gerhard Rühm
Regie: Gerhard Rühm
Mit Gerhard Rühm und
Monika Lichtenfeld
WDR 2015/ca. 49'
21.00Nachrichten
21.05Jazz Live
*Michel Camilo Trio
Michel Camilo, Piano
Charles Flores, Bass
Cliff Almond, Schlagzeug
Aufnahme vom 8.6.09 beim
Klavierfest Ruhr in Hattingen
Mit Harald Rehmann
22.00Nachrichten
22.05Musikjournal
Berichte – Informationen –
Kommentare
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.10Das war der Tag
Journal vor Mitternacht
23.57National- und Europahymne
Täglich aktualisierte Programminformationen im ARD- und PHOENIX-Text ab Tafel 480, im ZDF-Text ab Tafel 740
Mi 2. März 2016
0.00Nachrichten
0.05Deutschlandfunk Radionacht
0.05 Fazit Kultur vom Tage
(Wdh.)
1.00 Nachrichten
1.05 Kalenderblatt
anschließend ca.
1.10 Hintergrund
(Wdh.)
anschließend ca.
1.30 Tag für Tag
Aus Religion und Gesellschaft
(Wdh.)
2.00 Nachrichten
2.05 Kommentar
(Wdh.)
anschließend ca.
2.10 Aus Religion
und Gesellschaft
Thema siehe 20.10 Uhr
2.30 Lesezeit
Mit Tom Schulz,
siehe 20.30 Uhr
2.57 Sternzeit
3.00 Nachrichten
3.05 Weltzeit
(Wdh.)
anschließend ca.
3.30 Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
(Wdh.)
anschließend ca.
3.52 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
4.05 Radionacht Information
4.30 Nachrichten
5.00Nachrichten
5.05Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00 Nachrichten
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
8.30 Nachrichten
8.35 Wirtschaft
8.47 Sport
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 25 Jahren:
Der französische Chansonnier
Serge Gainsbourg gestorben
9.10Europa heute
9.30Nachrichten
9.35Tag für Tag Aus Religion und Gesellschaft
10.00Nachrichten
10.10Länderzeit
M Hörertel.: 00800.4464 4464
[email protected]
10.30 Nachrichten
11.00 Nachrichten
11.30Nachrichten
11.35Umwelt und Verbraucher
11.55 Verbrauchertipp
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.30 Nachrichten
12.50 Internationale Presseschau
13.00 Nachrichten
13.30Nachrichten
13.35Wirtschaft am Mittag
13.56 Wirtschafts-Presseschau
14.00Nachrichten
14.10Deutschland heute
14.30Nachrichten
14.35Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
15.30 Nachrichten
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
16.30Nachrichten
16.35Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
17.00Nachrichten
17.05Wirtschaft und Gesellschaft
17.30Nachrichten
17.35Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
3
18.10Informationen am Abend 18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.15Zur Diskussion
20.00Nachrichten
20.10Aus Religion und Gesellschaft
»Nie wieder Sklave des
Buchstabens«
Reformjuden treten für einen
zeitgemäßen Umgang mit der
Bibel ein
Von Daniel Cil Brecher
20.30Lesezeit
*Tom Schulz liest Gedichte aus ›Lichtveränderung‹
21.00Nachrichten
21.05Querköpfe * Kabarett, Comedy
& schräge Lieder
Frühling, Sommer, Herbst
und Tschirpke
Marco Tschirpke dichtet und
singt Miniaturen
Ein Porträt von Rainer Link
22.00Nachrichten
22.05Musikforum
*Frei von überlieferten Regeln
Der Kölner Organist
Dominik Susteck improvisiert
Von Ingo Dorfmüller
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.10Das war der Tag
Journal vor Mitternacht
23.57National- und Europahymne
Zahlreiche Sendungen können Sie unter deutschlandradio.de nachhören und nachlesen
Do 3. März 2016
0.00Nachrichten
0.05Deutschlandfunk Radionacht
0.05 Fazit Kultur vom Tage
(Wdh.)
1.00 Nachrichten
1.05 Kalenderblatt
anschließend ca.
1.10 Hintergrund
(Wdh.)
anschließend ca.
1.30 Tag für Tag
Aus Religion und Gesellschaft
(Wdh.)
2.00 Nachrichten
2.05 Kommentar
(Wdh.)
anschließend ca.
2.10 Zur Diskussion
(Wdh.)
2.57 Sternzeit
3.00 Nachrichten
3.05 Weltzeit
(Wdh.)
anschließend ca.
3.30 Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
(Wdh.)
anschließend ca.
3.52 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
4.05 Radionacht Information
4.30 Nachrichten
5.00Nachrichten
5.05Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00 Nachrichten
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
8.30 Nachrichten
8.35 Wirtschaft
8.47 Sport
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 20 Jahren:
Der französische
Kriminal­schriftsteller Léo Malet
gestorben
9.10Europa heute
9.30Nachrichten
9.35Tag für Tag Aus Religion und Gesellschaft
10.00Nachrichten
10.10Marktplatz
M Rund um den gelben Schein – *was Arbeitnehmer bei Krankheit wissen müssen
Am Mikrofon: Birgid Becker
Hörertel.: 00800.4464 4464
[email protected]
10.30 Nachrichten
11.00 Nachrichten
11.30Nachrichten
11.35Umwelt und Verbraucher
11.55 Verbrauchertipp
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.30 Nachrichten
12.50 Internationale Presseschau
13.00 Nachrichten
13.30Nachrichten
13.35Wirtschaft am Mittag
13.56 Wirtschafts-Presseschau
14.00Nachrichten
14.10Deutschland heute
14.30Nachrichten
14.35Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
15.30 Nachrichten
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
16.30Nachrichten
16.35Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
17.00Nachrichten
17.05Wirtschaft und Gesellschaft
17.30Nachrichten
17.35Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
4
18.10Informationen am Abend 18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.15DLF-Magazin
20.00Nachrichten
20.10Aus Kultur- und
Sozialwissenschaften
21.00Nachrichten
21.05JazzFacts *Die Kunst der heiteren
Gelassenheit
Der österreichische Pianist
Elias Stemeseder
Von Anja Buchmann
22.00Nachrichten
22.05Historische Aufnahmen *Selbstständiger Zwilling
Das Klavierkonzert von Edvard
Grieg in frühen Einspielungen
Von Christoph Vratz
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.10Das war der Tag
Journal vor Mitternacht
23.57National- und Europahymne
Den Hörerservice erreichen Sie unter Tel. 0221.345-1831, Fax 0221.345-1839
und unter der E-Mail-Adresse [email protected]
Fr 4. März 2016
0.00Nachrichten
0.05Deutschlandfunk Radionacht
0.05 Fazit Kultur vom Tage
(Wdh.)
1.00 Nachrichten
1.05 Kalenderblatt
anschließend ca.
1.10 Hintergrund
(Wdh.)
anschließend ca.
1.30 Tag für Tag
Aus Religion und Gesellschaft
(Wdh.)
2.00 Nachrichten
2.05 Kommentar
(Wdh.)
anschließend ca.
2.10 DLF-Magazin
(Wdh.)
2.57 Sternzeit
3.00 Nachrichten
3.05 Weltzeit
(Wdh.)
anschließend ca.
3.30 Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
(Wdh.)
anschließend ca.
3.52 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
4.05 Radionacht Information
4.30 Nachrichten
5.00Nachrichten
5.05Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00 Nachrichten
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
8.30 Nachrichten
8.35 Wirtschaft
8.47 Sport
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 100 Jahren:
Der Maler Franz Marc fällt bei
Verdun
9.10Europa heute
9.30Nachrichten
9.35Tag für Tag Aus Religion und Gesellschaft
9.55Koran erklärt
Vorstellung und Erläuterung von
Versen aus der Heiligen Schrift
des Islams durch Vertreterinnen
und Vertreter der Islamischen
Theologie oder der Islamwissen­
schaft
10.00Nachrichten
10.10Lebenszeit
M Hörertel.: 00800.4464 4464
[email protected]
10.30 Nachrichten
11.00 Nachrichten
11.30Nachrichten
11.35Umwelt und Verbraucher
11.55 Verbrauchertipp
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.30 Nachrichten
12.50 Internationale Presseschau
13.00 Nachrichten
13.30Nachrichten
13.35Wirtschaft am Mittag
13.56 Wirtschafts-Presseschau
14.00Nachrichten
14.10Deutschland heute
14.30Nachrichten
14.35Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
15.30 Nachrichten
15.50 Schalom
Jüdisches Leben heute
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
16.30Nachrichten
16.35Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft
und Technik
17.00Nachrichten
17.05Wirtschaft und Gesellschaft
17.30Nachrichten
5
17.35Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
18.10Informationen am Abend 18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.15Dossier *Strahlenfutter
Arbeiter in japanischen
Atomkraftwerken
Von Judith Brandner
Regie: Ulrike Bajohr
DLF/BR 2016
20.00Nachrichten
20.10Das Feature *Reading, Thinking, Looking
Eine Begegnung mit der
Schriftstellerin Siri Hustvedt
Von Janko Hanushevsky
DLF/BR 2016
21.00Nachrichten
21.05On Stage *Sona Jobarteh spielt die afrikanische Stegharfe Kora
Aufnahme vom 3.7.15 beim
TFF in Rudolstadt
Am Mikrofon: Jan Tengeler
22.00Nachrichten
22.05Lied- und Folkgeschichte(n)
*Music Fills the Air –
Nordthailändische Chansons
von Joe Rangsan
Von Regina Kusch
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.10Das war der Tag
Journal vor Mitternacht
23.57National- und Europahymne
Täglich aktualisierte Programminformationen im ARD- und PHOENIX-Text ab Tafel 480, im ZDF-Text ab Tafel 740
Sa 5. März 2016
0.00Nachrichten
0.05Mitternachtskrimi
*Der Joker (1/2)
Von Edgar Wallace
Bearbeitung: Florian Pauer
Regie: Rolf Dienewald
Musik: Max Steiner
Mit Horst Frank, Brigitte Frank,
Wolfgang Reinsch, Ingeborg
Steiert, Walter Laugwitz u.a.
SWF 1988/45'10
(Teil 2 am 12.3.16)
1.00Nachrichten
1.05Deutschlandfunk Radionacht
*Lied & Chanson
Lieder-Bestenliste des
Monats März
Singer/Writer im Gespräch:
»Der weibliche Tom Waits«:
Rachelle Garniez
Global Sound: neue Alben
Original und Cover
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause
2.00 Nachrichten
2.05 Sternzeit
3.00 Nachrichten
3.55 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
5.00 Nachrichten
5.30 Nachrichten
5.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
6.00Nachrichten
6.05Kommentar
6.10Informationen am Morgen
Berichte, Interviews, Reportagen
6.30 Nachrichten
M 6.35 Morgenandacht
Klaus Böllert, Hamburg
6.50 Interview
7.00 Nachrichten
7.05 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen
7.15 Interview
7.30 Nachrichten
7.35 Börse
7.56 Sport
8.00 Nachrichten
8.10 Interview
8.30 Nachrichten
8.35 Börse
8.47 Sport
8.50 Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 675 Jahren:
Der Kölner Karneval wird
erstmals schriftlich erwähnt
9.10Das Wochenendjournal 10.00Nachrichten
10.05Klassik-Pop-et cetera
*Am Mikrofon: Der Cellist Jean-Guihen Queyras
11.00Nachrichten
11.05Gesichter Europas
*Das Gold in der Flasche
Andalusien lebt vom Olivenöl Von Simonetta Dibbern und
Hans-Günter Kellner
12.00Nachrichten
12.10Informationen am Mittag Berichte, Interviews, Musik
12.50 Internationale Presseschau
13.00Nachrichten
13.10Themen der Woche
13.30Eine Welt Auslandskorrespondenten
berichten
14.00Nachrichten
14.05Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
[email protected]
15.00Nachrichten
15.05Corso – Kultur nach 3
16.00Nachrichten
16.05Büchermarkt
Bücher für junge Leser
16.30Forschung aktuell
Computer und Kommunikation
17.00Nachrichten
17.05Markt und Medien
17.30Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
6
18.10Informationen am Abend mit Sporttelegramm
18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.10Sport am Samstag
20.00Nachrichten
20.05Hörspiel des Monats
*writing through genesis
von Klaus Reichert
Regie & Komposition:
Alessandro Bosetti
hr 2015/43'54“
anschließend
Das Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der
akustischen Kunst
22.00Nachrichten
22.05Atelier neuer Musik
*Tre Generazioni
Als Komponist in Italien:
Luigi Nono,
Stefano Gervasoni und
Daniele Ghisi
Von Barbara Eckle
22.50Sport aktuell
23.00Nachrichten
23.05Lange Nacht
*»Die revolutionäre Pflicht
des Schriftstellers ist es,
gut zu schreiben«
Die Lange Nacht des Gabriel
García Márquez
Von Tom Noga
Regie: Sabine Fringes
23.57 National- und
Europahymne
Zahlreiche Sendungen können Sie unter deutschlandradio.de nachhören und nachlesen
So 6. März 2016
0.00 Nachrichten
0.05 Lange Nacht
»Die revolutionäre Pflicht
des Schriftstellers ist es,
gut zu schreiben«
Die Lange Nacht des Gabriel
García Márquez
Von Tom Noga
Regie: Sabine Fringes
1.00 Nachrichten
2.00Nachrichten
2.05Deutschlandfunk Radionacht
2.05 Sternzeit
2.07 Konzertmomente
Fr anz Schubert
Oktett F-Dur, D 803 für Klarinette,
Horn, Fagott, zwei Violinen, Viola,
Violoncello und Kontrabass
Consortium Classicum
Aufnahme von den Ludwigsburger
Schlossfestspielen am 28.6.15 im
Fürstensaal Bad Imnau,
Haigerloch
3.00 Nachrichten
3.05 Schlüsselwerke
Johann Sebastian Bach
Orgel-Triosonaten
Sonate Nr. 3 d-Moll, BWV 527
Sonate Nr. 6 G-Dur, BWV 530
Ton Koopman an der
Arp-Schnitger-Orgel von St. Jacobi
in Hamburg
3.55 Kalenderblatt
4.00 Nachrichten
4.05 Die neue Platte XL
5.00 Nachrichten
5.05 Auftakt
6.00Nachrichten
6.05Kommentar
6.10Geistliche Musik
Nicolaus Vetter
›Jesu, meine Freude‹. Partita
Rainer Goede, Orgel
Johann Philipp Krieger
›Ihr Christen, freuet euch‹.
Kantate für Sopran, Bass, Violine,
Viola da gamba und Basso continuo
Heidrun Luchterhandt, Sopran
Christfried Biebrach, Bass
Hamburger Ratsmusik
Leitung: Simone Eckert
Johann Sebastian Bach
›Jesu meine Freude‹. Motette für
fünfstimmigen Chor, BWV 227
Gli Angeli Geneve
Leitung: Stephan MacLeod
7.00Nachrichten
7.05Information und Musik
Aktuelles aus Kultur
und Zeitgeschehen
7.30 Nachrichten
7.50 Kulturpresseschau
8.00 Nachrichten
8.30Nachrichten
8.35Am Sonntagmorgen
M Religiöses Wort
Eine Gemeinde packt an:
Das Flüchtlingsprojekt
›Ich bin ein Viernheimer‹
Von Nadine Thielen, Duisburg
Katholische Kirche
8.50Presseschau
Aus deutschen und
ausländischen Zeitungen
9.00Nachrichten
9.05Kalenderblatt
Vor 150 Jahren:
Der Maler und Designer
Hans Christiansen geboren
9.10Die neue Platte
Alte Musik
9.30Essay und Diskurs
M Arbeitswelt 4.0
*Zur digitalen Zukunft
der Arbeit (1/4)
Die Informatikerin
Constanze Kurz im Gespräch
mit Hans-Jürgen Heinrichs
(Teil 2 am 13.3.16)
10.00Nachrichten
10.05Evangelischer Gottesdienst Übertragung aus der
Freien evangelischen Gemeinde
in Karlsruhe
Predigt: Pastor Wolfgang Kraska
11.00Nachrichten
11.05Interview der Woche
11.30Sonntagsspaziergang
Reisenotizen aus Deutschland
und der Welt
12.00 Nachrichten
13.00Nachrichten
13.05Informationen am Mittag
13.30Zwischentöne
* Musik und Fragen zur Person
Najem Wali, deutsch-irakischer Schriftsteller, im Gespräch mit
Joachim Scholl
14.00 Nachrichten
15.00Nachrichten
7
15.05Rock et cetera
*Lonelady: Post-Industrielles aus Manchester
Von Paul Baskerville
16.00Nachrichten
16.10Büchermarkt
Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
16.30Forschung aktuell
Wissenschaft im Brennpunkt
17.00Nachrichten
17.05Kulturfragen
M Debatten und Dokumente
17.30Kultur heute
Berichte, Meinungen, Rezensionen
18.00Nachrichten
18.10Informationen am Abend mit Sporttelegramm
18.40Hintergrund
19.00Nachrichten
19.05Kommentar 19.10Sport am Sonntag
20.00Nachrichten
20.05Freistil
*Showroom Gesicht
Bühne des Lebens und
Tarnkappe
Von Burkhard Reinartz
Regie: der Autor
DLF 2016
21.00Nachrichten
21.05Konzertdokument der Woche
* Von Zauberlehrlingen und
Feuervögeln
Eine Märchenreise mit dem
Alliage Quintett und der
Klarinettistin Sabine Meyer
Alexander Borodin
Polowetzer Tänze
Igor Str awinsky
Der Feuervogel
Paul Dukas
Der Zauberlehrling
Leonard Bernstein
Ouvertüre zu ›Candide‹
Alliage Quintett
Sabine Meyer, Klarinette
22.00 Nachrichten
23.00Nachrichten
23.05Das war der Tag
23.30Sportgespräch
23.57National- und Europahymne
Felix Mendelssohn
Bartholdy
Präludium und Fuge für Orgel
d-Moll, op. 37 Nr. 3
Ludger Lohmann, Orgel
Seewetterbericht inkl. Wasserstandsvorhersage täglich 1.05 • 6.40 • 18.10 auf Dokumente und Debatten
im Digitalradio DAB+ und DVB-S in ZDFvision • deutschlandradio.de
Programmerläuterungen
Mo 29. Februar
20.10Musikszene
Great Highland Pipes
Die Dudelsack-Tradition in Schottland
Von Thomas Daun
Der Dudelsackbläser im Kilt vor
der grandiosen Berglandschaft
der Highlands, das ist das klassische schottische PostkartenKlischee. Ohrenbetäubend laut
ist der Klang des Dudelsacks,
schrill und schmerzend sind
­seine Dissonanzen. Dass ganze
gegnerische Armeen mit dem
martialischen Getöse in die
Flucht geschlagen wurden, das
ist keine Legende, sondern
historisch belegt. Was Fremden
und selbst vielen Schotten nicht
bekannt ist: Es gibt eine in
mittel­alterliche Zeiten zurück­
reichende kunstvolle solistische
Tradition des Sackpfeifen-Spiels.
›Piobaireachd‹, so lautet das
­gälische Wort für diese alte Variationskunst. Ein einfaches Thema
wird mit verschiedensten Verzierungsmustern wiederholt, wobei
sich die Komplexität der Variationen von Strophe zu Strophe
steigert. Jahrhunderte lang lernte
man diese Variationen mit Hilfe
einer Silbensprache, die an die
indische Trommelsprache erinnert. Auch heute noch pauken
junge Dudelsackspieler diese
langen Silbenkombinationen.
Die Musikszene widmet sich der
schottischen Dudelsacktradition,
aber beleuchtet auch neuere
A
­ spekte wie etwa die Wettbewerbe
der Pipe-and-Drum-Bands oder
die Verwendung des Dudelsacks
in der gegenwärtigen Folk-, Jazzund Rockmusik.
Di 1. März
10.10 Sprechstunde
M Alkoholismus und Entzug
Wenn das Leben im Rausch versinkt
Studiogäste: Dr. med. Hubert
Buschmann, Chefarzt der AHG
Klinik Tönisstein, Bad NeuenahrAhrweiler und Vorstands­vorsit­
zender des Fachverbandes Sucht,
Bonn sowie Frank Stellmacher,
Anonyme Alkoholiker, Düsseldorf
Am Mikrofon: Carsten Schroeder
Alkoholmissbrauch zählt zu den
großen gesellschaftlichen Problemen. 1,3 Millionen Deutsche
sind laut dem Drogen- und
Suchtbericht der Bundesregierung
alkoholabhängig, knapp zehn
Millionen gefährden ihre Gesundheit durch riskanten Alkohol­
konsum. Im Mittel konsumiert
jeder Deutsche im Jahr etwa zehn
Liter reinen Alkohol. Bier steht
an erster Stelle, gefolgt von Wein,
Schaumwein und Spirituosen.
Die Folgen von Alkoholismus
sind gravierend. Organschäden,
Krampfanfälle, Kontrollverlust
sind nur einige Anzeichen der
­Alkoholkrankheit; hinzukommen
psychische Veränderungen und
eine höhere Gewaltbereitschaft.
Hörertel.: 00800.4464 4464
sprechstunde@
deutschlandfunk.de
19.15Das Feature www.anticapitalist.ru
Junge Linke in Russland
Von Antje Leetz
Regie: Wolfgang Rindfleisch
DLF 2016
Seit dem Zerfall der UdSSR sind
die Revolution von 1917, Marx
und Sozialismus in Russland
passé – dachte die Autorin. Aber
ein leiser Zweifel blieb: Sie traf
Menschen, die den Untergang
der Sowjetunion bedauerten. Der
Kapitalismus sei ungerecht und
unsozial. Bei manchen Jugendlichen entdeckte sie als Mode­
zeichen den roten Stern. Von
Linken aber vernahm sie nichts.
Als sie aber vor Kurzem auf YouTube sah, wie eine junge Frau
auf dem Petersburger NewskiProspekt die ›Internationale‹
sang, horchte sie auf: Da muss
es noch etwas geben. Also ist die
Idee von sozialer Gerechtigkeit
in Russland doch nicht gestorben. In Moskau, Petersburg und
Nischni Nowgorod traf sie auf
eine junge linke Generation, die
sich zu Marx, Trotzki und modernen sozialistischen Alternativen
bekennt.
8
20.10Hörspiel
Hugo Wolf und drei Grazien,
letzter Akt
Von Gerhard Rühm
Regie: Gerhard Rühm
Mit Gerhard Rühm und
Monika Lichtenfeld
WDR 2015/ca. 49'
Hugo Wolf verbrachte seine letzten Jahre in der Niederöster­
reichischen Landesirrenanstalt.
Das tragische Finale eines Komponistenlebens, in dessen Verlauf es drei intensive Liebes­
beziehungen gab: mit Vally Franck,
mit Melanie Köchert-Lang und
mit der Sängerin Frida Zerny.
­Diese biografische Konstellation
wäre andernorts die Basis für ein
Melodram oder realistisch-psychologisierendes Hörspiel. Nicht
so beim Pionier des intermedialen Spiels mit Texten. Gerhard
Rühm überträgt sein lang geheg­
tes Vorhaben eines Sprechstücks
für fünf Stimmen, von denen jede
nur Wörter mit einem der Vokale
U, O, A, E oder I spricht, auf die
Situation des späten Wolf. »Wolfs
Gedanken kreisen im ›Letzten
Akt‹ obsessiv um dieselben
­Begriffe, um drei emotional zentrale Beszugspersonen seines
Lebens (die drei ›Grazien‹) – ein
psychopathologisches Verhalten,
das unter die von Schizophrenen
bekannten Sprachphänomene
fällt: Verbigeration, das stereotype Repetieren aus dem Zusammenhang gerisssener Wörter und
Satzfragmente und ihre Begriffsverwischung, sowie Agglutination,
die zeitliche Isolierung einzelner
Wörter, der Zerfall des Redeflusses bis hin zum totalen
Sprachverlust.« (Gerhard
Rühm). Gerhard Rühm wurde
für das Stück mit dem Karl-­
Sczuka-Preis 2015 ausgezeichnet.
21.05Jazz Live
Michel Camilo Trio
Michel Camilo, Piano
Charles Flores, Bass
Cliff Almond, Schlagzeug
Aufnahme vom 8.6.9 beim
Klavierfest Ruhr in Hattingen
Mit Harald Rehmann
In seinem Heimatland, der Dominikanischen Republik, genießt er
den Status eines lebenden Kulturdenkmals – und die internationale Jazzszene feiert ihn als einen
der temperamentvollsten Pianovirtuosen überhaupt. Michel
Programmerläuterungen
­ amilo, der seit Langem schon in
C
New York lebt, verbindet in seinem brillanten Spiel modernen
Jazz-Mainstream mit afrokaribischer Klangkultur; außerdem
wird immer wieder sein Hintergrund als klassisch ausgebildeter
Musiker und Dirigent hörbar. So
betrachtet er auch sein Trio mit
Charles Flores am Bass und Cliff
Almond am Schlagzeug als
­Orchester in Miniatur-Ausgabe –
mit ausgetüftelter Rollenverteilung und einer Dynamik, die weit
über das in diesem Genre übliche
Klangbild hinausgeht. Aber es ist
nicht allein die zuweilen geradezu überbordende Spielintensität,
die frappierende Technik, mit der
Camilo seine Hörerschaft in aller
Welt so fasziniert. Es ist vor
allem die positive Ausstrahlung
des Pianisten, sein natürliches,
optimistisches Wesen, das sich
in seiner Musik überträgt – und
seine spürbare Freude, wenn das
Publikum solche ›good vibes‹
empfängt und zurückgibt.
Mi 2. März
20.30Lesezeit
Tom Schulz liest Gedichte aus ›Lichtveränderung‹
»Vergiss nicht, das Eichhörnchen zu reanimieren.« Tom
Schulz’ neue Gedichte verwandeln die Welt über die Lektüre hinaus. Tom Schulz ist der Romantiker
unter den jüngeren deutschen
Lyrikern. Er gestattet sich
­Emphase »nah am Wortrausch«,
hat den Mut, Mond, Reh und
Waldvögelein zu besingen. Doch
dann ist der Wald plötzlich »voll
von Schläuchen und Blutkonserven«. Tragödie oder Vorabend­
serie – die Schnitte sitzen tief.
Ob Reisebild, politisches Gedicht
oder Liebesklage, immer sind es
die Übergänge, die Tom Schulz
interessieren, wo die Lichtveränderung zum Aufbruch ins Un­
gewisse führt und sich die Dinge
grundlegend wandeln. In einer
Sprache, in der sich hoher Ton
mit Alltagsphrasen verbindet,
ruft Tom Schulz diese Veränderung der Wirklichkeit herbei:
»egal wie Du kommst, / ob als
Hund oder Schlüsselblume /
komm.« 21.05Querköpfe
Kabarett, Comedy
& schräge Lieder
Frühling, Sommer, Herbst
und Tschirpke
Marco Tschirpke dichtet und
singt Miniaturen
Ein Porträt von Rainer Link
Mal hintersinnig, mal feinsinnig,
oft irrsinnig – in jedem Fall immer
clever: So klingen die Lieder, die
der Klavierkabarettist Marco
Tschirpke darbietet. Der geborene
Brandenburger und heutige Wahlberliner schreibt kleinste LiedgutMiniaturen, die zunächst rein
und unschuldig klingen, aber
meist in Abgründe führen oder
in grotesken Paradoxien enden.
Er reimt Gedichte, die sich gattungstechnisch der modernen
Hochkomik zuordnen lassen:
Poetik in der Nachfolge der Neuen Frankfurter Schule. Egal ob
Song oder Poem, Marco Tschirpke
hat das zentrale Gesetz guten
Wortschaffens verinnerlicht: Du
sollst Deine Hörer nicht langweilen! Oder wie Harry Rowohlt mal
lobend schnarrte: »Wem Heinz
Erhardt zu kindlich-naiv, Robert
Gernhardt zu unpolitisch und
Goethe zu langohrig ist, der findet
in Marco Tschirpke auch keine
Alternative.«
22.05Musikforum
Frei von überlieferten Regeln
Der Kölner Organist
Dominik Susteck improvisiert
Von Ingo Dorfmüller
Kaum zu zählen sind die Stücke,
eigene und fremde, die der Kölner
Organist Dominik Susteck zur
Uraufführung gebracht hat.
Doch im Normalfall hat er keine
Noten vor sich, wenn er auf der
Orgelbank Platz nimmt: Dominik
Susteck improvisiert – aber nicht
nach den überlieferten Regeln
der akademischen Kirchenmusik.
Das würde zu ›seinem‹ Instrument auch kaum passen: Der
›Orgel für Neue Musik‹ in der
Kölner Kunst-Station Sankt Peter.
In der Liturgie wie in seinen Improvisationskonzerten, die inzwischen ein fester Bestandteil des
Kölner Musiklebens sind: Susteck
erprobt die Möglichkeiten der
freien Improvisation. Dabei kehren natürlich bestimmte Klanggestalten und Strukturideen wieder: Ihnen ist er auch in seinen
Kompositionen auf der Spur.
9
Do 3. März
10.10Marktplatz
M Rund um den gelben Schein – was Arbeitnehmer bei Krankheit wissen müssen
Am Mikrofon: Birgid Becker
Hörertel.: 00800.4464 4464
[email protected]
Den Normalfall kennt fast jeder
Arbeitnehmer. Wegen Husten,
Schnupfen, Gliederschmerzen
zum Hausarzt, der für die nächsten drei, vier Tage eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellt. Diesen gelben Schein erhält der Arbeitgeber, und alles
einschließlich der Lohnfortzahlung ist geregelt. Doch komplizierter kann es bei schwereren
Erkrankungen werden. Was passiert, wenn die Lohnfortzahlung
endet? Wann zahlt die Kasse
kein Krankengeld mehr? Wie
kann die Rückkehr in den Job
nach einer langen Krankheit gelingen? Wann ist der Job gefährdet? Um diese und weitere Fragen rund um den gelben Schein
geht es im ›Marktplatz‹ mit Birgid Becker.
21.05JazzFacts
Die Kunst der heiteren
Gelassenheit
Der österreichische Pianist
Elias Stemeseder
Von Anja Buchmann
Das Alter eines Musikers ist eigentlich nicht erheblich. Und
dennoch: Es ist beeindruckend,
wie der 1990 geborene österreichische Pianist Elias Stemeseder
bereits in jungen Jahren derart
reif, gelassen, und heiter klingen
kann – ohne dabei das Stürmende
und Drängende zu vernachlässigen. Elias Stemeseder gibt sich
mit seinem oft filigran perlenden
und gleichzeitig sehr perkussiven Spiel so selbstverständlich
und entspannt, als habe er sich
und anderen nichts zu beweisen.
Der Österreicher studierte zunächst an der Anton Bruckner
Privatuniversität in Linz, gewann
2008 mit seinem Trio den begehrten Joe Zawinul-Preis und
besucht seit 2010 das Jazz Institut Berlin. Der amerikanische
Schlagzeuger Jim Black, der ihn
bereits als 16-Jährigen bei einem
Workshop hörte, engagierte den
jungen Kollegen vom Fleck weg
Programmerläuterungen
und veröffentlichte mit ihm inzwischen zwei Trio-Alben. Außerdem tummelt sich Stemeseder
im Ensemble der Saxofonistin
Anna Webber und ihren Percussive Mechanics, im Robert
­Landfermann Quintett und in
seinem eigenen Quartett. Eine
junge musikalische Stimme, die
schon jetzt viel zu erzählen hat.
22.05Historische Aufnahmen Selbstständiger Zwilling
Das Klavierkonzert von Edvard
Grieg in frühen Einspielungen
Von Christoph Vratz
Die Tonträgerindustrie hat aus
den beiden Klavierkonzerten von
Robert Schumann und Edvard
Grieg oft so etwas wie siamesische Zwillinge gemacht, ein
Zusammenschluss, für den es
durchaus gute Gründe gibt, zumal Grieg sich von Schumanns
Klavierkonzert beeinflussen ließ.
Trotzdem steht sein Konzert für
sich, es lebt von einer ganz eigenen, nordisch geprägten Sprache
und wurde auf Anhieb ein Welterfolg. 1868 hatte Grieg die Partitur im Alter von nur 25 Jahren
ausgearbeitet. Ein Jahr später,
am 3. April 1869, wurde das Konzert mit großem Erfolg uraufgeführt und begründete seinen
Ruhm als Komponist. Von daher
ist es kaum begreiflich, dass sich
Grieg, trotz dieses Erfolges, nie
wieder mit dieser Gattung auseinandergesetzt hat. Einer der
namhaftesten Pianisten, der sich
ein Leben lang für dieses Werk
eingesetzt hat, war Arthur Rubinstein. In jungen Jahren schätzte
er das Konzert nur wenig und
nannte es sogar ›billiges Zeug‹.
Doch er spielte es bis ins hohe
Alter immer wieder. Insgesamt
fällt auf, dass die Einspielungen
aus den 40er-Jahren ein anderes
Grieg-Bild zeichnen, als die
­meisten später entstandenen
Aufnahmen. Der virtuose, nicht
der lyrische Aspekt stand damals
eindeutig im Vordergrund.
Fr 4. März
19.15Dossier
Strahlenfutter
Arbeiter in japanischen
Atomkraftwerken
Von Judith Brandner
Regie: Ulrike Bajohr
DLF/BR 2016
Am 11. August 2015 ist Japan zur
Atomenergie zurückgekehrt. Mit
dem AKW Sendai in Kyushu wurde erstmals seit der Katastrophe
von Fukushima wieder ein Reaktor ans Netz genommen. Der
Betrieb der Atomkraftwerke wird
von tausenden Arbeitern aufrechterhalten. »Im AKW büßen
die Menschen nicht nur ihre
­Gesundheit ein, sondern auch
ihre Sprache und ihr Recht auf
Selbstbestimmung. Von sich
selbst sprechen sie als Strahlenfutter«, schrieb Robert Jungk
1977. An diesem Befund hat sich
bis heute nichts geändert. Im
AKW Fukushima arbeiten seit der
Katastrophe vom 11. März 2011
täglich rund 14 000 Arbeiter, insgesamt waren es seit Beginn der
Krise mehr als 41 000. Der überwiegende Teil sind Tagelöhner
bei Sub- und Subsubfirmen der
Betreiberfirma TEPCO. Wenn sie
die zulässige Jahreshöchstdosis
an radioaktiver Strahlung abbekommen haben, werden sie ausgetauscht. Oft tritt die Mafia auf
den Plan und kassiert einen Teil
der Löhne. Dies musste Setsuya
Hayashi am eigenen Leib erfahren, der zweimal im AKW Fuku­
shima gearbeitet hat. Der Undercover-Journalist Shun Kirishima
traute den offiziellen Berichten
über die Lage im AKW Fukushima
nicht und heuerte als Arbeiter
an. Der schwerkranke, ehemalige
AKW-Arbeiter Seiji Saitoh gründete vor rund 30 Jahren trotz
massiver Bedrohungen die erste
und bislang einzige Gewerkschaft
für Atomkraftwerksarbeiter. Seit
deren Zerschlagung haben die
AKW-Arbeiter keine eigene Stimme mehr.
10
20.10Das Feature Reading, Thinking, Looking
Eine Begegnung mit der
Schriftstellerin Siri Hustvedt
Von Janko Hanushevsky
DLF/BR 2016
Wie sehen, wie erinnern, wie
­fühlen wir? Was bedeutet es, zu
schlafen, zu träumen und zu
sprechen? Es sind existenzielle
Fragen, denen sich die Schriftstellerin Siri Hustvedt in ihrem
essayistischen Werk widmet. Sie
hat sich mit Neurowissenschaften, Philosophie, Psycho­
analyse und Bildender Kunst
auseinandergesetzt. »Ich glaube
nicht«, sagt sie, »dass man den
Menschen aus der Perspektive
einer einzigen Disziplin heraus
verstehen kann.« Sich selbst bezeichnet sie als streunende Intellektuelle, kultiviert den Status
der Außenseiterin, die zwischen
den Disziplinen steht und nirgendwo dazugehört. Hustvedt
wurde 1955 in einer Kleinstadt in
Minnesota geboren. Die Mutter
war eine Immigrantin aus Norwegen, der Vater ein norwegi­
scher Amerikaner. »Wir haben
dazugehört und irgendwie auch
nicht«. Schon am Anfang steht
die Erfahrung des Fremdseins in
der vertrauten Umgebung, die
Sehnsucht nach dem ›anderswo‹. Als junge Frau wagt sie den
Sprung nach New York. Dort
lernt sie den unbekannten Dichter
Paul Auster kennen, mit dem sie
seit über 30 Jahren verheiratet
ist. Warum sie schreibt? »Ich bin
angetrieben von einer tiefen Neu­
gier, was es heißt, ein Mensch zu
sein.«
21.05On Stage
Sona Jobarteh spielt die afrikanische Stegharfe Kora
Aufnahme vom 3.7.15 beim
TFF in Rudolstadt
Am Mikrofon: Jan Tengeler
Sona Jobarteh stammt aus
­Gambia, sie ist Griotte und gehört damit zu den aus Westafrika
stammenden Musikern, die
­epische Geschichten und poeti­
sche Texte singend erzählen. Die
Griots prägten über Jahrhunderte
die musikalische und politische
Tradition des Landes, fungierten
als Berater der Könige und Stammesfürsten. Zu ihrem Instrumentenfundus gehörte die Kora,
eine afrikanische Stegharfe. ­
Programmerläuterungen
Sona Jobarteh hat schon mit
drei Jahren angefangen, dieses
21-saitige Instrument zu spielen.
Mit vier Jahren trat sie bereits das
erste Mal auf. Später studierte
sie Cello, Klavier, Harfe und
Komposition in London, spielte
in diversen Orchesterprojekten,
schrieb Filmmusiken und veröffentlichte 2008 ihre erste SoloCD: ›Afro Acoustic Soul‹. Beim
Weltmusikfestival in Rudolstadt
zeigte Sona Jobarte mit ihrem
Quartett, wie man die Griot-­
Tradition auch im 21. Jahrhundert
lebendig halten kann. Sie klingt
modern, ohne verwestlicht zu
sein und ohne ihre musikalischen Wurzeln zu vergessen.
22.05Lied- und Folkgeschichte(n)
Music Fills the Air –
Nordthailändische Chansons
von Joe Rangsan
Von Regina Kusch
Ob am Flughafen, am Bahnhof,
in Einkaufszentren oder bei Folkfestivals innerhalb der alten
Stadtmauern, die Musik von Joe
Rangsan Chaiya wird in diesem
Jahr überall in Chaing Mai zu
­hören sein. Die wichtigste Stadt
Nordthailands feiert 2016 ihr
740-jähriges Bestehen und hat
den Liedermacher und seine
Band Rasi Dib gebeten, zu diesem Anlass 74 neue Chansons
unter dem Motto ›Music fills
the air‹ aufzunehmen. Joe
­Rangsan hat musikalische Stil­
elemente aus der ganzen Welt
gesammelt, sie mit seiner Heimatmusik, dem Lana-Stil, kombiniert
und so eine neue Art Weltmusik
aus Nordthailand geschaffen. Er
will Themen, die ihn beschäftigen,
so präsentieren, wie man sie bisher noch nie gehört hat: Liebeslieder abseits des thailändischen
Herz-Schmerz-Mainstreams,
Tango gegen Korruption, Swing
mit einer viersaitigen Mandoline
zur Rettung der Natur oder ThaiRock’n’ Roll gegen IS-Terror.
Sa 5. März
0.05Mitternachtskrimi
Der Joker (1/2)
Von Edgar Wallace
Bearbeitung: Florian Pauer
Regie: Rolf Dienewald
Musik: Max Steiner
Mit Horst Frank, Brigitte Frank,
Wolfgang Reinsch, Ingeborg
Steiert, Walter Laugwitz u.a.
SWF 1988/45'10
(Teil 2 am 12.3.16)
Unter dem Decknamen Joker
­terrorisiert ein skrupelloser Erpresser die Londoner Unterwelt.
Sobald ein Ding gedreht wird,
fordert er unter Mordandrohung
neunzig Prozent der Beute. Ein
halbes Dutzend Gauner fielen
ihm schon zum Opfer. Sir John,
Chiefinspector Higgins und
­Superintendent Barbara Lane von
Scotland Yard wissen nur: Der
geheimnisvolle Unbekannte fährt
einen schwarzen Jaguar, hinterlässt bei seinen Mordopfern eine
Jolly-Joker-Karte und muss einen
Mittelsmann haben, über den er
immer als erster von den Raubzügen der Gauner erfährt. Während Higgins und Barbara nach
dem Joker suchen, hat er sie
längst gefunden.
1.05Deutschlandfunk Radionacht
Lied & Chanson
Lieder-Bestenliste des
Monats März
Singer/Writer im Gespräch:
»Der weibliche Tom Waits«:
Rachelle Garniez
Global Sound: neue Alben
Original und Cover
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause
Rachelle Garniez spielt Klavier,
Gitarre und Akkordeon und kann,
wenn sie singt, so diabolisch wie
melancholisch sein. Sie ist eine
musikalische Entertainerin der
besonderen Art. Die New York
Times nannte sie einen »weiblichen Tom Waits« – wohl nicht
zuletzt wegen der großen musikalischen Freiheit, die sie sich
nimmt. In ihren Songs treffen
Tango, Blues, Jazz und Chanson
aufeinander, Cajun, Pop, Country
und Polka gesellen sich hinzu
und was sonst noch gefällt, wird
einfach musikalisch integriert.
Rachelle Garniez liebt Wandlungen, schlüpft für jeden Song
11
in eine andere Rolle, singt ebenso
selbstverständlich über Ameisen
wie von Jean-Claude van Damme.
Am 7. März wird die New Yorkerin 50 und feiert ihren runden
Geburtstag auf DeutschlandTournee mit der Konzertreihe
›American Songbirds Festival‹.
10.05Klassik-Pop-et cetera
Am Mikrofon: Der Cellist Jean-Guihen Queyras
Jean-Guihen Queyras ist ein
­Cellist, der sich auf den verschiedensten Feldern tummelt – und
das auf höchstem Niveau. Er
spielt Vivaldi auf Darmsaiten, er
hat viele Jahre lang im Ensemble
Intercontemporain unter der
­Leitung von Pierre Boulez musiziert, dazu kommen eine Professur in Freiburg und die Mitgliedschaften in festen Kammermusikformationen wie dem Arcanto
Quartett zusammen mit Tabea
Zimmermann. Auch Festivalleiter
der Rencontres Musicales de
Haute Provence in Forcalquier
ist Jean-Guihen Queyras. Geboren
1967 in Montreal, studierte
Queyras in Freiburg, Lyon und an
der Juilliard School in New York.
Er hat u.a. die Cellokonzerte von
Dvořák und Elgar aufgenommen,
die Solo-Suiten von Johann
­Sebastian Bach, aber auch Zeitgenössisches von Philippe
­Schoeller und Gilbert Amy. JeanGuihen Queyras genießt seine
Rolle als Interpret, »als Bote zwischen der Welt des Komponisten
und der Vorstellungskraft des
Zuhörers«, so seine Worte.
11.05Gesichter Europas
Das Gold in der Flasche
Andalusien lebt vom Olivenöl Von Simonetta Dibbern und
Hans-Günter Kellner
Seit Jahrtausenden prägt der
­Olivenbaum die Landschaften
des Mittelmeerraums. Das Öl
seiner Früchte ist ein wichtiger
Rohstoff für die mediterrane
­Mythologie und die Küche. Einst
brachten die Phönizier die Olive
auf die iberische Halbinsel, heute
ist Spanien Weltmarktführer bei
der Olivenölproduktion. Die
größten Anbaugebiete befinden
sich in Andalusien, etwa 175 Millionen Olivenbäume stehen zwischen Córdoba und Sevilla,
Huelva und Almería. Meist sind
Programmerläuterungen
es Monokulturen. Über Jahrzehnte stand die Massenproduktion im Vordergrund. Ein Großteil des spanischen Olivenöls
wurde in riesigen Tanks in andere
Länder verkauft, um dort verschnitten zu werden. Inzwischen
setzen die andalusischen Bauern
jedoch längst nicht mehr nur auf
Quantität – und das hat Erfolg.
Das schlechte Image gehört der
Vergangenheit an. Mit Hilfe verfeinerter Pflück- und Produktionsmethoden ist spanisches ›Virgen
Extra‹ zu einer Qualitätsmarke
geworden. Aus Sicht der andalusischen Olivenbauern steht es
italienischen Ölen in nichts
mehr nach.
20.05Hörspiel des Monats
writing through genesis
von Klaus Reichert
Regie & Komposition:
Alessandro Bosetti
hr 2015/43'54“
anschließend:
Das Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der
akustischen Kunst
Die Begründung der Jury der
Deutsche Akademie der Darstellenden Künste: In diesem von
Klangkunst-Einreichungen dominierten Dezember fiel die Auswahl
auf die Sprachkomposition
­Writing Through Genesis, nach
einem Text von Klaus Reichert.
Der Anglist, Übersetzer und
­Lyriker nahm sich im Zuge der
Bibelreihe von hr2, die nach heutigen Perspektiven auf die alte
Schrift fragt, der Schöpfungs­
geschichte an. In Hommage an
seinen Freund John Cage und
dessen lautpoetische Texte Writing
through Finnegans Wakeübertrug
Reichert die von Cage benutzte
Methodik der Mesostics auf das
erste Kapitel der Genesis, in
­Hebräisch, Deutsch, Griechisch,
Latein, Französisch und Englisch.
Die vertikale Mittellinie ergibt jeweils die ersten beiden Wörter
der Bibel ›Im Anfang‹. Kein besserer als Alessandro Bosetti hätte
sich dieser vielsprachigen Textfragmente für eine Funkbearbeitung annehmen können. Denn
auf der Grenzlinie zwischen
Sprache und Musik balancieren
die meisten seiner Radiostücke.
Hier gelingt es ihm spielerisch,
assoziativ, indem er die vom
­Vokalensemble Maulwerker ein-
gesprochenen und eingesunge­
nen Worte auf Silben reduziert,
in Soundpartikel zerhackt, wiederholt und im Sinne der alten jüdi­
schen kabbalistischen Tradition
der Rekombination von Buch­
staben zu immer neuen Klangformationen und Texturen kombiniert. Die sich aus Lauten
unterschiedlicher Sprachen entwickelnde Komposition verweist
auf das Bibelzitat »Im Anfang
war das Wort« und auf den
Turmbau zu Babel und erinnert
an die Tatsache, dass die heilige
Schrift anfänglich eine oral tradierte war und dem Klang der
Silben eine göttliche Kraft zugesprochen wurde. Bosetti und
Reichert ist hiermit eine moderne
und eigenwillige Interpretation
der Schrift und liturgischer a
Cappella Gesänge gelungen,
dessen tieferer Sinn sich in den
O-Ton-Fragmenten am Ende des
Stücks offenbart: »Die frühen
Rabbiner, die Kabbalisten waren
der Meinung, dass in jedem
Wort der (...) in jedem Wort
dieses Werkes steckt das ganze
Werk drin.«
22.05Atelier neuer Musik
Tre Generazioni
Als Komponist in Italien:
Luigi Nono,
Stefano Gervasoni und
Daniele Ghisi
Von Barbara Eckle
Die italienische Nachkriegsavant­
garde, insbesondere Schaffen
und Persönlichkeit Luigi Nonos,
hat ihre Folgegeneration noch
maßgeblich geprägt. Das betrifft
weniger das Handwerk als vielmehr die Haltung, Musik als Ort
des Denkens und des Veränderns
zu verstehen. Stefano Gervasoni
beispielsweise beschloss nach
seiner ersten Begegnung mit
Nono, selbst Komponist zu werden. Heute als Lehrer das Konzept der ›Musik als Denk-Raum‹
an die nächste Generation zu
vermitteln, erweist sich für ihn
als schwierig. Italien steckt in einer Sinnkrise, was sich auch im
zeitgenössischen Musikleben
deutlich bemerkbar macht. Für
junge Komponisten, für Ensembles Neuer Musik gibt es zu wenig Mittel und zu wenig Öffentlichkeit. International tauchen
sie nur mehr vereinzelt auf. Eine
Gruppe junger Komponisten um
12
Gervasonis Schüler Daniele Ghisi
trotzt dieser Situation mit einer
Internet-Plattform namens
›NuThing‹. In regelmäßigen
Blogs und Beiträgen versuchen
sie die italienische Szene mehr
zu vernetzen, den Diskurs über
neue Musik anzuregen und
sichtbar zu machen, damit sie
auch als Teil der Gesellschaft
wahrgenommen werden kann.
23.05Lange Nacht
»Die revolutionäre Pflicht
des Schriftstellers ist es,
gut zu schreiben«
Die Lange Nacht des Gabriel
García Márquez
Von Tom Noga
Regie: Sabine Fringes
Die Dankesrede für seinen Nobel­
preis für Literatur 1982 nannte
Gabriel García Márquez (1927 –
2014) in Anspielung auf seinen
Bestseller ›Die Einsamkeit Latein­
amerikas‹. Mit dem Titel ›100 Jahre Einsamkeit‹ war er 15 Jahre
­zuvor über Nacht weltberühmt
geworden. Er beschrieb das
Trauma des Subkontinents, das
darin liegt, von der sogenannten
ersten Welt wahlweise bevormundet und ignoriert zu werden.
Vor allem aber brachte er das
­literarische Schaffen des 1927 in
Aracataca, im Hinterland der
­kolumbianischen Karibikküste
geborenen und 2014 in Mexico
City verstorbenen Schriftstellers
auf einen Nenner: die Einsamkeit Lateinamerikas und seiner
Bewohner. In 15 Romanen, sechs
Erzählbänden, drei Reportagen,
einer Kurzgeschichte, einer Autobiografie und je einem Drehbuch
und Theaterstück hat Gabriel
García Márquez dem Subkontinent eine Stimme gegeben und
gleichzeitig unser Südamerika­
bild geprägt. Wie kein anderer
Schriftsteller vor ihm war er aber
auch Popstar und Weltgewissen.
Er war mit den Mächtigen seiner
Zeit befreundet, mit Bill Clinton,
François Mitterand, Felipe González und vor allem mit Fidel
Castro, dessen Revolution er bis
zuletzt die Treue hielt. Und blieb
gleichzeitig tief verwurzelt in seiner karibischen Heimat.
Programmerläuterungen
So 6. März
9.30Essay und Diskurs
M Arbeitswelt 4.0
Zur digitalen Zukunft
der Arbeit (1/4)
Die Informatikerin
Constanze Kurz im Gespräch
mit Hans-Jürgen Heinrichs
(Teil 2 am 13.3.16)
Wie sieht sie aus, die Arbeitswelt,
in der die digitale Revolution
­Alltag geworden ist? Constanze
Kurz ist Datenschutzexpertin,
Leiterin des Ressorts ›Zukunft
der Arbeit‹ in der IG Metall und
Pressesprecherin des Chaos
Computer Clubs sowie Autorin
der FAZ-Kolumne ›Aus dem
­Maschinenraum‹. 2013 promovierte sie mit einer Arbeit zu
Wahlcomputern. Es stellen sich
viele gesellschaftliche und kulturelle Fragen für die Zukunft der
Arbeit, denn Information und
Vernetzung, Globalität und
­Mobilität führen auch zum Verlust
der traditionellen Berufe und der
Jobs der Mittelschicht. Das unbestimmte Verhältnis von Freizeit
und selbstbestimmter Arbeitszeit, die Utopie von Demokratie
und Hierarchiefreiheit in Unternehmen und Transparenz und
totale Überwachung machen
­Arbeit zu einem Experimentierfeld
ohne definitive Antworten.
13.30Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person
Najem Wali, deutsch-irakischer Schriftsteller, im Gespräch mit
Joachim Scholl
Er war 24, als sein Land 1980
­einen absurden Krieg gegen Iran
vom Zaum brach: Der junge
­Iraker Najem Wali wollte kein
­Kanonenfutter sein, fälschte seinen Pass und desertierte nach
Deutschland. Nach einem Studium der Germanistik in Hamburg
begann Najem Wali seinen Weg
als Schriftsteller und Journalist.
In Romanen, Erzählungen und
Reportagen hat Najem Wali immer wieder die Konflikte in und
mit der arabischen Welt reflektiert, zuletzt in seinem preisgekrönten Roman ›Bagdad. Marlboro‹. Von seinem Leben als
­irakischer UND deutscher Schrift­
steller erzählt Najem Wali in den
›Zwischentönen‹.
15.05Rock et cetera
Lonelady: Post-Industrielles aus Manchester
Von Paul Baskerville
Lonelady alias Julie Campbell
ist in Manchester geboren und
aufgewachsen, als Ende der
70er-, Anfang der 80er-Jahre
Postpunk-Klänge und Bands wie
Joy ­Division und A Certain Ratio
den Sound der Stadt prägten.
Während ihres Kunststudiums
fing Campbell an, Songs zu
schreiben. Zu intro­vertiert, um
eine Band zu gründen kaufte sie
sich also Vierspurrekorder und
Drumcomputer – so entstand
2010 ihr Debüt ›Nerve Up‹.
­Mittlerweile hat L­ onelady eine
Begleitband, aber sie tritt immer
noch ungern live auf. Auf ihrem
zweiten Album ›Hinterland‹ ist
sie vom architektonischen Erbe
der Industriellen Revolution in
Manchester inspiriert worden:
Ihr extrem reduktionistischer
­Ansatz aus Drumloops, Gitarre
und Stimme klingt souveräner.
Lonelady hat ihre ­Introvertiertheit
überwunden – und ihren ganz
­eigenen Charme behalten.
20.05Freistil
Showroom Gesicht
Bühne des Lebens und
Tarnkappe
Von Burkhard Reinartz
Regie: der Autor
DLF 2016
Das Allererste, worauf Menschen
achten, ist das Gesicht des Gegenübers. Es erzählt die Geschichte
seines Inhabers, spiegelt oft sein
Temperament und seine Gefühle.
Doch nicht immer zeigt das Antlitz den wahren Charakter. Der
menschliche Körper ist durch
Kleidung verborgen, das Gesicht
dagegen direkt sichtbar. Wie eine
Gallionsfigur trägt der Mensch es
vor sich her. Die anderen haben
im Alltag jederzeit optischen
­Zugriff und beurteilen Menschen
nach dem Ausdruck ihres Gesichtes. Die Konsumgesellschaft
produziert immer neue Gesichter
als Identifikationsfiktionen:
schön, selbstbewusst, perfekt,
sympathisch. Menschen beurteilen Politiker weniger nach ihrem
Aussehen als nach ihrer Mimik.
Das Gesicht ist der nackteste
Ort des Körpers und zugleich
der maskierteste: Bühne des
­Lebens und Tarnkappe zugleich.
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21.05Konzertdokument der Woche
Von Zauberlehrlingen und
Feuervögeln
Eine Märchenreise mit dem
Alliage Quintett und der
Klarinettistin Sabine Meyer
Alexander Borodin
Polowetzer Tänze
Igor Str awinsky
Der Feuervogel
Paul Dukas
Der Zauberlehrling
Leonard Bernstein
Ouvertüre zu ›Candide‹
Alliage Quintett
Sabine Meyer, Klarinette
Ungewöhnlich ist bereits die
­Besetzung des Alliage Quintetts,
bestehend aus vier Saxofonen
und einem Klavier. Doch für das
neue Programm luden die zweifachen ECHO-Klassik-Preisträger
eine der prägendsten Musikerinnen unserer Zeit ein: die Klarinettistin Sabine Meyer. Zusammen mit dem Alliage Quintett begibt sie sich auf eine musikalische
Märchenreise. Das Ensemble
sucht zugleich eine neue Klang­
synthese, kostet die sinfonischen
Möglichkeiten eines ganzen
­Orchesters aus und ertastet die
Intimität feinsinniger Kammermusik. Von Goethes Zauberlehrling und Voltaires reisendem
­Candide bis hin zum russischen
Märchen des Feuervogels reicht
die Auswahl der berühmten Stoffe.
Die Programmkonzeption der in
Koproduktion mit dem Deutschlandfunk aufgenommenen und
gerade erschienen CD ›Fantasia‹
folgt der Art und Weise eines
­Geschichtenerzählers, der Überliefertes immer wieder in neue
Zusammenhänge setzt. Die bekannten Kompositionen erklingen
durch die kammermusikalische
Besetzung in einer eigenwilligen
Tonsprache und werden spannungsvoll weitererzählt.