P resseinfo - Baden-Württembergischer Industrie

PRESSEINFORMATION 29/2016
Presseinfo
Zumeldung zur heutigen Regierungspressekonferenz zum BVWP
Nachholbedarf bei Bundesverkehrswegen
BWIHK: Wirtschaft fordert mehr Einsatz für Schienenwege und Autobahnen
Stuttgart, 7. Juni 2016 – Die Wirtschaft teilt die Einschätzung des Landes, dass
Finanzierung und Realisierung der geplanten Bundesverkehrswege-Projekte eine
große Herausforderung darstellen. Der Baden-Württembergische Industrie- und
Handelskammertag (BWIHK) fordert den Bund daher auf, den Sanierungsstau an
Bundesverkehrswegen und die Beseitigung von gravierenden Engpässen rasch
anzugehen. Noch fehlten im Bundeshaushalt für 2016 und die Folgejahre erforderliche
Finanzmittel in Milliardenhöhe. „Ich appelliere an das Land, sich weiter mit Nachdruck
beim Bund für die wichtigen Projekte und eine ausreichende Finanzausstattung
einzusetzen“, fordert Dr. Peter Kulitz, Präsident des BWIHK.
Der neue Bundesverkehrswegeplan berücksichtige durchaus einen Großteil der für
Baden-Württemberg wichtigen Aus- und Neubauprojekte, wie auch das Land in seiner
Regierungspressekonferenz betont habe. Hierzu gehörten die Sanierung und
Verlängerung der Neckarschleusen, der weitere Aus- und Neubau der Rheintalbahn
Karlsruhe – Basel, die Elektrifizierung der Südbahn Ulm – Friedrichshafen sowie der
sechsspurige Ausbau von einigen Autobahnabschnitten. Um den Autobahnausbau
zukünftig schneller voranzubringen, sei aber auch das Land selbst gefragt. Die
Straßenbauverwaltung müsse effizienter und schlagkräftiger werden. „Die Wirtschaft
erwartet hierzu Vorschläge des Landes aus der beauftragten Effizienzuntersuchung
der Straßenbauverwaltung sowie die Offenheit für neue Strukturen“, so Kulitz.
Auch der neue Bundesverkehrswegeplan gewährleiste noch nicht, dass die
Schienenzulaufstrecken Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Basel und Stuttgart –
Singen – Zürich zum neu eröffneten Gotthard-Tunnel zügig ausgebaut würden. Nicht
nachvollziehbar sei, dass sich der Bund immer noch nicht auf eine Bewertung und
Einstufung der Gäubahn Stuttgart – Singen festgelegt habe. Der BWIHK befürchtet
massive Engpässe für den Güterverkehr, wenn nicht bald Tempo beim Ausbau der
Nord-Süd-Schienenstrecken gemacht werde. Unverständlich sei auch, dass der Bund
den Ausbau der Autobahnen A 5 südlich von Offenburg und der A 6 zwischen
Weinsberg und der Landesgrenze zu Bayern nicht vorrangig eingestuft habe.
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