PM_38_2016_Zumeldung Bildungsmonitor_20160818

PRESSEINFORMATION 38/2016
Presseinfo
Zumeldung zum heute veröffentlichten Bildungsmonitor
Südwesten muss bei Bildung noch besser werden
Mehr als 94 Prozent bestehen Abschlussprüfung der dualen Ausbildung
Stuttgart, 18. August 2016 - „Das relativ gute Abschneiden Baden-Württembergs in
vielen Bildungsbereichen laut aktuellem Bildungsmonitor darf nicht darüber
hinwegtäuschen, dass es auf einigen Feldern auch Nachholbedarf gibt", sagt Bernd
Engelhardt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
(IHK) Region Stuttgart und Federführer Ausbildung der IHKs in Baden-Württemberg.
So sei bei den Berufsschulen im Land der Anteil an Schülern mit Fremdsprachenunterricht mit knapp 24 Prozent unterdurchschnittlich im Vergleich zum Bund mit ca. 33
Prozent. „Eine Umfrage bei IHK-Ausbildungsbetrieben im Land bestätigt das“, so
Engelhardt. So beklagen rund 43 Prozent der 2.000 teilnehmenden Betriebe in BadenWürttemberg (Bund 37 Prozent) Ausfälle in Fremdsprachen (vor allem Englisch). Diese
Einschätzung werde von 41 Prozent der Lehrkräfte bestätigt. Engelhardt weiter: „Hier
muss das Land nachbessern und mit gut geplanter Stellenausschreibung sowie
Anwerbung von Fachkräften für weniger Unterrichtsausfälle sorgen.“
Auch bei der Ganztagsbetreuung sei noch Luft nach oben. Das zeige laut
Bildungsmonitor das schlechte Abschneiden des Südwestens mit dem bundesweit
niedrigsten Anteil der Drei- bis Sechsjährigen an der Ganztagsbetreuung von 21
Prozent (Bundesschnitt: 44 Prozent). Die IHKs fordern deshalb einen stärkeren Ausbau
der Kinderbetreuung, sonst bleibe Baden-Württemberg bei der Ausschöpfung der
Fachkräftepotenziale bei Müttern und Vätern weit unter seinen Möglichkeiten. Auch die
Ganztagsbetreuung im Grundschul- und Sekundarbereich sei verbesserungswürdig.
Als erfreulich bewertet Engelhardt das Abschneiden des Landes bei den
Abschlussprüfungen der dualen Ausbildung. Mit einer Erfolgsquote von 94 Prozent ist
der Südwesten bundesweit führend. Engelhardt: „Das Ergebnis steht für die
hervorragende Arbeit aller, die an der dualen Ausbildung beteiligt sind - den
Auszubildenden, Eltern, Betrieben, Berufsschulen, ehrenamtlichen Prüfern und
Kammern.“
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