PM_17_2016_Studie Handel und - bwihk

PRESSEINFORMATION 17/2016
Presseinfo
Volle Kassen statt leerer Orte: Die Verbindung von Tourismus und
Einzelhandel sorgt für Umsatzzuwächse
BWIHK-Studie: Shopping-Touristen steigern Umsatz im Einzelhandel
Stuttgart, 22. März 2016 – Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) zeigt in seiner Studie die Potenziale der Kooperationen von
Tourismusunternehmen, Stadtmarketing und Einzelhandel auf. „Dies ist landesweit
einmalig“, wie BWIHK-Präsident Dr. Peter Kulitz betont: „Der Shoppingtourist steht hier
erstmals im Mittelpunkt. Denn der Einkaufsbummel zählt sowohl bei Tages- als auch bei
Übernachtungsreisen zu den wichtigen Freizeitaktivitäten.“ Jeder Gast sei dabei im
Prinzip ein durch die Freizeitlaune motivierter potenzieller Kunde für den Einzelhandel.
Die Tages- und Übernachtungsgäste in Baden-Württemberg geben jedes Jahr rund 20,3
Milliarden Euro im Land aus. Davon werden gut 7,2 Milliarden Euro, also mehr als ein
Drittel, für Einkäufe ausgegeben. Die Untersuchung zeigt erfolgreiche Praxisbeispiele
auf. Darüber hinaus wurden Konzepte entwickelt, um die Potenziale dieser Zielgruppe
besser zu erschließen. Die Zahlen basieren auf den Berechnungen und Studien des
Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität
München (dwif e.V.).
Ziel: Synergien durch Kooperationen
Die Akteure aus Handel wie auch Tourismus betrachten ihre Gäste und Kunden noch
ohne den nötigen Seitenblick auf Synergien. „Diese Potenziale gilt es jetzt zu
erschließen. Die Initiative sollte von Seiten des Handels ausgehen, da er einer der
Hauptprofiteure ist“, rät Kulitz. Innovative, einzigartige wie unverwechselbare Produkte,
die von sich reden machten, und herausragende authentische Produkte mit regionalem
oder überregionalem Bekanntheitsgrad seien verkaufsfördernd. Auch die regionale
Tourismusorganisation könne Prozesse anstoßen. „In den Tourist-Informationen sollte
das Personal die Attraktivität des örtlichen Einzelhandels kennen und empfehlen.“
Deutlich werde auch, dass nicht nur Städte oder Shopping-Outlets profitieren. Vielmehr
belebten gerade in den ländlichen Regionen Feriengäste, Tagestouristen und
Geschäftsreisende den Handel und damit das Stadtbild. So sichere der Tourismus auch
die Infrastruktur und mache die Region attraktiv.
Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag
Jägerstraße 40 l 70174 Stuttgart ‫ ׀‬Tel. (0711) 225500-60 ‫ ׀‬Fax (0711) 225500-77
E-Mail: [email protected] ‫ ׀‬Internet: www.bw.ihk.de
So viel wird ausgegeben
In Baden-Württemberg sorgen Tages- und Übernachtungstouristen bei insgesamt fast
530 Mio. Aufenthaltstagen jährlich für durchschnittliche Tagesausgaben über alle
Zielgruppen von 38,30 Euro pro Kopf für Umsätze von mehr als 20,3 Mrd. Euro. Eine
Gegenüberstellung der von Tages- und Übernachtungsreisen profitierenden
Wirtschaftszweige zeigt deutliche Unterschiede: Bei Tagesreisen überwiegen die
Ausgaben für Einzelhandelsprodukte; sie erreichen einen Anteil von 47,6 Prozent. Der
Gastronomie kommen fast 30 Prozent zugute. Bei Übernachtungsreisen dominieren
dagegen die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung, während auf den Einzelhandel
17,3 Prozent entfallen. Bei gezielten Shopping-Ausflügen wird mit Abstand am meisten
Geld im Zielgebiet gelassen. In unserem Land werden dabei pro Kopf über 80 Euro und
damit mehr als im Bundesdurchschnitt ausgegeben. Der Großteil dieser Ausgaben
kommt dem Einzelhandel zugute.
Diese und weitere Presseinformationen unter www.bw.ihk.de/veroeffentlichungen/
pressemitteilungen
Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter
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Ansprechpartner für die Redaktionen:
IHK Nordschwarzwald
BWIHK-Federführung Tourismus
Elke Schönborn
Tel.: 07441 86052-17
[email protected]
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf badenwürttembergischen Industrie- und Handelskammern (IHK). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die
Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die badenwürttembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame
Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie dem Deutschen
Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.
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