Donauschneckenpost Februar 2016 Liebe Mitglieder und Freunde unseres Conviviums, Was ist ein gutes Lebensmittel? Diese Frage stellt sich vielen von uns. Diese Frage wird an Slow Food von seinen Mitgliedern, aber vor allem auch von außerhalb sehr häufig gestellt. Nach einer Umfrage des oekom-verlages, der unser Slow Food Magazin herausgibt, ist es der Problemkreis, der unsere Mitglieder wie auch die Abonnenten und Leser unseres Magazins, am meisten bewegt. Was also ist ein gutes Lebensmittel im Sinne von >> Gut, Sauber, Fair << ? Um es vorweg zu nehmen, die eine gültige Antwort darauf gibt es nicht. Auch Slow Food liefert die nicht. Wir müssen uns alle zusammen auf den Weg machen, die Antwort zu suchen und darauf zu hoffen, dass wir sie auch finden werden. Das Programm unseres Conviviums für dieses Jahr, unsere geplanten Aktivitäten, soll uns auf diesem Weg begleiten. Da sind zum einen die von uns so genannten „internen“ Veranstaltungen. Die sind gedacht für Euer Mitmachen, Wohlfühlen, Zusammenhocken, Lernen. Wir treffen uns im wunderbaren Garten von Inge und Dieter Mähr auf dem Hochsträß zum vegetarischen Picknick, wir wursten und grillen im Schlachthäusle von Bermaringen und im herrlichen Garten von Gabi und Günther an der Lauter. Wir laden zur Tafelrunde. Wir lernen beim Platzmetzger Kühle in Weißenhorn ein Schlachttier zu zerlegen. Wir treffen uns monatlich zum Stammtisch, der in diesem Jahr über unsere Conviviumsregion verteilt mit unterschiedlichen Schwerpunkten stattfinden wird. Wir wollen Euch Erzeuger „guter Lebensmittel“ durch Besuche auf Höfen und in Betrieben vorstellen. Dazu werden wir die eine oder andere Reise in die Region unternehmen. Erika Göttgens wird das in die Hand nehmen und dabei auf ihre Erkenntnisse aus der Gestaltung des Einkaufsführers bauen. Diesen Einkaufsführer wollen wir stetig erweitern und hoffen da auch auf Eure Zuarbeit. „Gutes Essen“ in unserer Region. 2016 erscheint nach einjähriger Pause wieder der Genussführer von Slow Food. Auch in unserem Convivium gibt es eine Testgruppe für diesen Führer unter der Leitung von Robert Friedenberger. Mehrere Restaurants wurden in der Vergangenheit schon getestet, zwei davon haben den Eingang in den Genussführer gefunden, weitere werden sicher noch folgen. „Gute Weine“ wollen wir im neuen Weinkreis kennenlernen. Dieter Mähr wird den organisieren. Ziel wird sein, unsere näheren Weinlandschaften gustorisch und durch Besuche kennenzulernen. Dabei stehen nicht die europäischen Spitzenweine im Fokus, sondern vielmehr die Vielfalt unserer erweiterten Wein-Heimat. Gemeinsames Kochen und Genießen soll eines der zentralen Themen unseres Conviviums bleiben. Wir wollen zusammen kochen in kleinen Kochwerkstätten. Bisher scheiterte das an verfügbaren Küchen. Inzwischen tun sich da einige Möglichkeiten auf, über die wir in unmittelbarer Zukunft informieren werden. So wichtig die Pflege unserer „internen“ Vereinskultur ist, wollen wir darüber aber nicht unser Wirken nach „außen“ vergessen. Vor zwei Jahren hatten wir die auch medial stark beachtete Veranstaltung „Was gehört (nicht) ins Brot“ im Haus der Begegnung in Ulm. In Fortsetzung planen wir für dieses Jahr „Was gehört (nicht) in die Wurst“. 2014 haben wir uns erstmals am internationalen Donaufest in Ulm/Neu-Ulm beteiligt. Die phänomenale Beteiligung unserer Mitglieder bei diesem Auftritt vor einer sehr großen Öffentlichkeit hat uns ermutigt, auch 2016 bei diesem Fest wieder dabei zu sein. Die Bauchschmerzen einiger Mitglieder unseres Conviviumsvorstandes will ich nicht verheimlichen, mehrheitlich sind wir aber der Auffassung „wir packen das“, vor allem wieder mit Euer Hilfe. Die Präsenz beim Donaufest ist der sichtbare Teil eines Projektes, das wir, sehr ambitioniert, für die nächsten Jahre in Angriff nehmen wollen. „Essen an der Donau – vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer“. Die Idee, uns damit zu beschäftigen wurde vor zwei Jahren vom Donaubüro an uns herangetragen. Wir haben dann sehr schnell gemerkt, dass die Erarbeitung dieses Themas die Kapazitäten unseres Conviviums weit überfordert. In das Projekt eingebunden sind jetzt alle Slow Food Convivien an der Donau, Slow Food Deutschland, Slow Food international, die danubenetworkers, das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm, und wir gehen davon aus, dass weitere dazukommen, gehen vor allem davon aus, dass Eure Mitarbeit dazukommt. Sodele, das war jetzt ein recht langer Conviviumsbrief. Ein Brief, der auch deutlich macht, wie engagiert unser kleines Convivium auftritt. Ein Engagement, das ohne Eure intensive Mitarbeit nicht möglich ist. Ihr ward in der Vergangenheit mit Herzblut dabei und wir vertrauen darauf, dass Ihr Euch auch in Zukunft für die Ideen von Slow Food einsetzt. Die aktuellen Informationen zu den Aktivitäten unseres Conviviums seht Ihr auf unserer Web-Seite. http://www.slowfood-schwaebische-donau.de/ Schaut doch bitte regelmäßig darauf. Friedrich Pieper gibt sich viel Mühe, die Seite übersichtlich zu gestalten und zeitnah zu pflegen. Herzliche Grüße von der Schwäbischen Donau Euer Sigi Körner Diese Seite ist sicher ein bisschen lang, auch ein bisschen sehr theoretisch, zeigt aber deutlich, worum wir uns bemühen sollten. https://www.slowfood.de/slow_food_messen/m arkt_des_guten_geschmacks_die_slow_food_me sse/qualitaetskrite Internationales Donaufest 2016 Was planen wir Einkauftour Donauwiesen am 12. März 2016 Unser Convivium wird sich zusammen mit Partner aus Nachbarconvivien am Donaufest Ulm/Neu-Ulm mit einem Stand beteiligen. Wir nehmen damit die Chance war, die Ideen von Slow Food vor einem Publikum von 300.000 Besuchern zu präsentieren. Wir werden wieder Speisen und Weine aus Donauländern anbieten. Daneben werden wir umfassend über die Kultur des Essens entlang der Donau aus historischer und heutiger Sicht informieren. Das wird ein Kraftakt werden für unser Convivium, wir sind aber davon überzeugt, zusammen mit Euch packen wir das. näheres finden Sie unter http://www.slowfood-schwaebischedonau.de/events/2016-0312%20Einkaufstour.pdf Was sind gute Lebensmittel Slow Food Messe in Stuttgart http://www.messestuttgart.de/marktdesgutengeschmacks/ Auf dieser einzigartigen Genussmesse lässt sich die Slow Food Idee für gute Lebensmittel anschaulich und unmittelbar erfahren und erleben. Essen an der Donau Kulinarik vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer Das wird eine große Geschichte, die uns zusammen mit vielen Partnern über ein paar Jahre beschäftigen wird. Wir wollen damit eine Übersicht erarbeiten darüber, wie sich Esskultur an der Donau entwickelt hat und heute darstellt. Darüber hinaus wollen wir über gemeinsames Erleben, gemeinsames Kochen, gemeinsames Essen einen Beitrag leisten zu Verständigung der Menschen, die durch diesen großen europäischen Fluss verbunden sind.
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