9. Senat - Bundessozialgericht

Bundessozialgericht
Anhängige Rechtsfragen des 9. Senats
Stand: 6. August 2015
B 9 BL 1/14 R
Vorinstanz: LSG München, L 15 BL 5/11
Welche grundsätzlichen Kriterien gelten für die Beurteilung der einzelnen
Wahrnehmungsmodalitäten im Rahmen der Feststellung einer spezifischen Sehstörung (als
Voraussetzung für den Anspruch auf bayerisches Landesblindengeld)?
Ist die Einschätzung von Entwicklungsunterschieden zwischen verschiedenen
Wahrnehmungsmodalitäten anhand von standardisierten Griffith-Entwicklungsskalen (GES) zur
Ermittlung des Entwicklungsalters eine geeignete Methode, um (im Hinblick auf die Berechtigung
von Landesblindengeld) eine spezifische Sehstörung bei mehrfach behinderten Kindern
festzustellen?
B 9 SB 1/14 R
Vorinstanz: LSG Essen, L 10 SB 154/12
Können auch psychische Störungen das Vorliegen einer erheblichen Beeinträchtigung der
Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr iS von §§ 145 Abs 1, 146 Abs 1 SGB 9 (Merkzeichen G)
begründen?
B 9 SB 2/14 R
Vorinstanz: LSG München, L 15 SB 226/13
Kann von einem dauernden Außerstandesein eines einseitig Oberschenkelamputierten, ein
Kunstbein zu tragen, auch dann auszugehen sein, wenn er die Prothese nur noch eine geringe Zeit
(hier: zu einem Zeitanteil von knapp über 10 vH) tragen kann?
B 9 SB 1/15 R
Vorinstanz: LSG Celle-Bremen, L 10 SB 102/12
Unter welchen Voraussetzungen können Personen, die unter der Parkinson-Krankheit leiden, dem
in Abschnitt II Nr 1 S 2 Halbs 1 zu § 46 Abs 1 Nr 11 VwV-StVO genannten Personenkreis
gleichgestellt werden?
B 9 SB 2/15 R
Vorinstanz: LSG Stuttgart, L 8 SB 2523/14
Steht die Zehn-Jahres-Frist des § 45 Abs 3 S 3 SGB 10 der Aufhebung eines Verwaltungsakts mit
Dauerwirkung nach § 48 Abs 1 S 1 SGB 10 für die Zukunft entgegen, wenn die Behörde die
Möglichkeit hatte, im Wege der Amtsermittlung die anspruchsbegründenden Tatsachen zu
ermitteln?
B 9 V 1/14 R
Vorinstanz: LSG München, L 15 VG 2/09
Wie ist die Tatbestandsvoraussetzung des § 10a Abs 1 S 1 Nr 1 OEG auszulegen, die im Hinblick
auf Schädigungen vor dem 15.5.1976 verlangt, dass die Personen "allein infolge dieser
Schädigung" schwerbeschädigt sind?
Inwieweit muss zur Bejahung eines tätlichen Angriffs iS des § 1 Abs 1 S 1 OEG in tatsächlicher
Hinsicht die konkrete Ausgestaltung des Angriffs feststehen?
Ist der Grundsatz des § 4 Abs 4 OEG, wonach die durch Hinzutreten einer weiteren Schädigung
verursachten Kosten von dem für die Versorgung wegen der weiteren Schädigung zuständigen
Leistungsträger zu übernehmen sind (Zuständigkeitstrennung), auch für die Fälle anzuwenden, in
denen mehrere Schädigungen nach dem OEG in unterschiedlichen Ländern stattfinden?
B 9 V 1/15 R
Vorinstanz: LSG Mainz, L 4 VS 11/12
Zu welchem Zeitpunkt gilt der Grad der Schädigungsfolgen (GdS) als festgestellt iSv § 62 Abs 3 S 1
BVG?
B 9 V 2/15 R
Vorinstanz: LSG Celle-Bremen, L 10 VE 28/11
Inwieweit obliegt die Feststellung der relativen Wahrscheinlichkeit im Rahmen der
Glaubhaftmachung nach dem abgesenkten Beweismaßstab des § 15 KOVVfG der richterlichen
Würdigung, wenn das Gericht einen aussagepsychologischen Sachverständigen mit der Erstellung
eines Glaubhaftigkeitsgutachtens beauftragt?
B 9 V 3/15 R
Vorinstanz: LSG Celle-Bremen, L 10 VE 25/13
Inwieweit obliegt die Feststellung der relativen Wahrscheinlichkeit im Rahmen der
Glaubhaftmachung nach dem abgesenkten Beweismaßstab des § 15 KOVVfG der richterlichen
Würdigung, wenn das Gericht einen aussagepsychologischen Sachverständigen mit der Erstellung
eines Glaubhaftigkeitsgutachtens beauftragt?