EVA-Infarkt - Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg

Dr. med. Klaus Edel
Innere Medizin - Kardiologie, Diabetologie, Sportmedizin, Notfallmedizin
Chefarzt des Zentrums für kardiologische Rehabilitation und Prävention
MERKBLATT
Der HERZINFARKT bei Frauen (EVA-Infarkt)
I.CA.Pat.008.00.Mi/F/Ed.11-08
Der Zeitpunkt
Frauen sind durch ihre Hormone (Östrogene) bis
zum Ausbleiben der Regelblutung relativ
geschützt und sind deshalb im Durchschnitt 10-15
Jahre älter beim Herzinfarkt als Männer
Frauen haben Angst vor Brustkrebs aber nur 1e
von 11 bekommt Brustkrebs ABER 1e von 2
Frauen stirbt an Herz-Kreislauferkrankungen
Die Entscheidung
Frauen und ihre Angehörige entscheiden sich oft
zu spät, beim Herzinfarkt den Arzt zu rufen!
Frauen schätzen ihr Herzinfarktrisiko oft falsch
zu tief ein
Die Beschwerden
Leitsymptome des Herzinfarktes bei Männern und
Frauen:
Starker einengender Brustschmerz mit
Ausstrahlung in Hals, Arme oder Rücken
Bei Frauen häufiger als bei Männern:
• Schmerzen im Oberbauch
• Übelkeit und Erbrechen
• Atemnot und Erschöpfung
Die Risikofaktoren
Gleicher Stellenwert wie bei Männern:
• Übergewicht
• Erhöhtes Cholesterin
• Bewegungsmangel
• Familiäre Belastung
Noch schädlicher als bei Männern:
• Rauchen, insbesondere bei Frauen,
die die "Pille" nehmen
• Bluthochdruck
• Zuckerkrankheit
Herzinfarkt ist KEINE Männersache
• Frauen sind im Durchschnitt 10-15 Jahre älter
als Männer beim Herzinfarkt
• Frauen mit Herzinfarkt gehen später zum Arzt
als Männer
• Ein besonderer Risikofaktor ist das Aufhören
der Regelblutung, auch die chirurgische
Entfernung der Eierstöcke oder der
Gebärmutter (2-3 facher Anstieg des
Herzinfarktrisikos)
• Frauen, die rauchen haben ein 4-fach erhöhtes
Herzinfarktrisiko
• Frauen, die zuckerkrank sind haben ein 6-fach
erhöhtes Herzinfarktrisiko
• Frauen, die die "Pille" nehmen haben ein
3-faches Risiko
• Frauen, die die "Pille" nehmen und rauchen
haben ein 40-faches Risiko
• Frauen mit Herzinfarkt kommen später ins
Krankenhaus als Männer
• Frauen bekommen im Krankenhaus seltener
die richtige Therapie