Was ein Kind lernt - Waldschule Obertshausen

Was ein Kind lernt
Ein Kind, das wir ermutigen, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit.
Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung.
Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt
Freundschaft.
Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt zu lieben und
zu umarmen und die Liebe dieser Welt zu empfangen.
Mathe
ganz einfach!?!
Elternthemenabend
Waldschule Obertshausen
Stefanie Grohnert/Elke John
22.2.2011
Themen des Abends
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Selbstversuch
Stufenmodell der mathematischen Entwicklung
Wichtige mathematische Grundbegriffe
Hilfen im Regelunterricht
Unterstützung zuhause
Fördern
Mathematik im Alltag
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Mathe ganz einfach – Konkret !
- Fingerrechnen
- Blitzrechenkartei / PC Programm
- Spiele
- Büchertisch
Selbstversuch
• Sie stellen sich bitte vor, es gäbe keine Zahlen
und Zahlennamen, statt dessen rechnen Sie
bitte mit Hilfe unserer Buchstaben a, b, c, d, e…
Selbstversuch
• Sie stellen sich bitte vor, es gäbe keine Zahlen
und Zahlennamen, statt dessen rechnen Sie bitte
mit Hilfe unserer Buchstaben a, b, c, d, e…
• Aufgabe: c + d = ??
Selbstversuch
• Sie stellen sich bitte vor, es gäbe keine Zahlen
und Zahlennamen, statt dessen rechnen Sie
bitte mit Hilfe unserer Buchstaben a, b, c, d, e…
• Aufgabe:
oder aber
c + d = ??
i – d = ??
Selbstversuch
• Sie stellen sich bitte vor, es gäbe keine Zahlen
und Zahlennamen, statt dessen rechnen Sie bitte
mit Hilfe unserer Buchstaben a, b, c, d, e…
• Aufgabe: c + d = ??
oder aber i – d = ??
• Beim Abzählen erwischt??
Selbstversuch
• Sie stellen sich bitte vor, es gäbe keine Zahlen
und Zahlennamen, statt dessen rechnen Sie
bitte mit Hilfe unserer Buchstaben a, b, c, d, e…
• Aufgabe:
oder aber
c + d = ??
i – d = ??
• Beim Abzählen erwischt??
• Aber jetzt: ef + l ??
Stufenmodell der mathematischen Entwicklung
(nach G. Röpert in Anlehnung an K.Fuson in E. Moser Opitz: Zählen, Zahlbegriff, Rechnen)
Stufe 1:
Undifferenzierte Zahlbegriffe
- Zahlwortreihe als Ganzheit „einszweidreivierfünf.....“
- Vergleich kleiner Mengen durch direkte Wahrnehmung
- Undifferenzierter Begriff der Menge wie viel, wenig, mehr,
weniger, groß, klein, größer, kleiner
Fördermaßnahmen:
•Alle Formen des Sortierens und Klassifizierens
•1-zu-1-Zuordnung
•Zahlwortreihe
•Fingerspiele
•Einfache Muster legen und malen
Stufe 2:
Zahlwortreihe mit 1-zu-1-Zuordnung ohne Anzahlbegriff
- Mengenvergleiche durch Auszählen
- Aufsagen der Zahlreihe nur von vorn bei eins beginnend
- Mächtigkeit wird vom Rangplatz abgeleitet
Fördermaßnahmen:
• Zählen am Körper
• Zählen vorwärts (und rückwärts)mit Fingern (auch in 2erSchritten)
• Mengenbilder (bis fünf) mit den Fingern darstellen
• Rhythmisches Zählen vorwärts (und rückwärts)
• Muster legen und malen
Stufe 3:
Zahlwortreihe mit ersten Verknüpfungen zum Anzahlbegriff
- Erste Verknüpfung von Zahlen zu Anzahlen
- Anzahlbegriff für die Zahlen bis 4
- Fähigkeit zur Bestimmung von Teilmengen
- Weiterzählen von einer beliebigen Zahl aus (auch rückwärts)
- Benennen von Vorgänger und Nachfolger
Fördermaßnahmen:
•Vorwärts und rückwärts zählen mit Fingern und
Zehnerbündeln
•Simultanerfassung bis 4 bzw. 5 trainieren
•Fingerrechnen
•Strukturierte Mengenbilder bis 10
•Rhythmisiertes Finger-Kettenrechnen mit 2
Stufe 4:
Fortschreitende Integration von Mengenbegriff und Zahlenreihe
- Anzahlbegriff für immer mehr Zahlen
- Von einer beliebigen Zahl aus kann um eine bestimmte Menge
weitergezählt werden (allmählich auch rückwärts)
- Erste Zahlzerlegungen und Ergänzungen sind möglich
Fördermaßnahmen:
•Strukturierte Mengenbilder bis 20
•Zahlzerlegung bis 10 mit Fingern und Material
•Zahlergänzung bis 10
•Anzahlen im Zehnerfeld darstellen
•Verdoppeln
•Verbinden von Zahlwort, Zahl und Menge bis 10
•Rhythmisiertes Finger-Kettenrechnen mit 3, 4, 5
Stufe 5:
Vollständige Integration von Mengenbegriff und Zahlenreihe
-Die Zahlenreihe kann flexibel und schnell von jeder Seite aus vorwärts
und rückwärts durchlaufen werden
-Zahlzerlegung bis 20
-Addition und Subtraktion bis 20
- Verständnis für Tauschaufgaben und Platzhalteraufgaben
Fördermaßnahmen:
•Verbinden von Zahlwort, Zahl und Menge bis 20
•Anzahlen im Zwanzigerfeld darstellen
•Zahlzerlegung bis 20 (Zahlenhäuser)
•Zahlergänzung bis 20
•Rhythmisiertes Kettenrechnen mit 6, 7, 8, 9
•Halbieren
•Übungen am Zahlenstrahl
•Zahlenmauern
Wichtige mathematische Grundbegriffe welche Teilleistungsstörungen können
sich dahinter verbergen?
Wichtige mathematische Grundbegriffe welche Teilleistungsstörungen können
sich dahinter verbergen?
Um rechnen zu können, müssen folgende
Fähigkeiten vorhanden sein:
- Klassifikation
- Seriation
- Zählen !! Vorwärts, rückwärts, ab einer bestimmten Zahl,
in Schritten …
- Erfassung von Mengen
- Eins-zu eins-Zuordnung
- Sicherheit in der mathematischen Sprache: vorne,
hinten, weniger, mehr, vorher, nachher
Beispiele
Schreibe die Nachbarzehner:
_____ , 54 , 60
30 , 42 , 50
Wie geht es weiter?
56, 57, 58 , 59 , 60 , 61
75, 78 , 80 , 83 , 86 , 89 , 91
98, 97, 96 , 95 , 94 ,
Ergänzen bis 100 !
45 + 65 = 100
37 + 73 = 100
85 , 83 , ______ , _______
Rechne !
98 – 23 = 75
73 – 28 = 55
67 – 39 = 32
Wie kann man die Kinder unterstützen?
Wichtig: Strukturen !!!!!
 Ohne eine äußere Struktur fehlt den Kindern auch die
Möglichkeit, für sich eine innere Ordnung zu schaffen!
- Struktur im Tagesablauf – hier auch Eltern gefordert
 Strukturen beim Lernen
Rahmenbedingungen
Zeit
freier Arbeitsplatz
notwendige Materialien bereit
Heftführung!
Datum, Seite, Nummer
Rand
Heft fortlaufend führen, das erleichtert das „Finden“
„Hilfen“ im Regelunterricht
Bestätigung – Loben direkt im Zeitfenster
Übersichtliche, klar strukturierte Arbeitsblätter und Arbeitsmaterialien
Hilfsmittel, die das Rechnen auf der Handlungsebene unterstützen
„Nebenrechnungsblätter“
Frühe Einführung schriftlicher Rechenverfahren
Veränderte Aufgabenformen
Umfang reduzieren
Mehr Zeit
Unterstützende Lernmethoden:
- Fingerrechnen
- Anschauungsmaterial
- 20er-/ 100er Feld
- 10er Stangen
- Ziffernkarten, Stellenwertkarten
- Karteikarten
T
H
Z
E
1
1
1
0
1
0
0
0
0
0
Fördern
 Jede Förderung beginnt bei der „Null-Fehler-Grenze“
 Eine positive Lernsituation ist wichtig
 Regelmäßig, häufig und überschaubar
 Auf der richtigen Handlungsebene
Fördermöglichkeiten im Alltag
 Rechnen lernt man nur durch rechnen !
Analog schwimmen, Rad fahren, lesen
 Basiserfahrungen sollten schon im Kindergartenalter und auch zuhause
gemacht werden !
Bsp. Wahrnehmen, orientieren, rechts/links, vorne/hinten …
Allgemeine Organisation
 Arbeitsplatz leer bis auf die benötigten Dinge
 Lage von Dingen beschreiben (Das Heft liegt vor/hinter…)
 Termine in einen Kalender!
- Selbstorganisation
- Zeiten selbst abschätzen, ablesen(vor Weihnachten/ nach Ostern …)
- Tage nach Ereignissen benennen (Turntag, Musiktag)
- Uhrzeiten immer nennen
Fördermöglichkeiten im Alltag
Küche
• Planung: Tisch decken, wie viele, was extra, Menge an Brotscheiben,
Platzierung auf dem Tisch, falten von Servietten
• Backen: wiegen, zuwiegen, abmessen
- Flüssigkeiten messen, Umgang mit Bruchzahlen
- Mengenvorstellung!
• Bewusstes Hantieren, auch wenn es langsam geht!
• Schälen von Kartoffeln und Äpfeln (Feinmotorik)
• Mengen umrechnen: 1 Pizza – 3 Pizzen ?? Dreisatz
• Vorräte: Strichlisten!!
Fördermöglichkeiten im Alltag
Kinderzimmer
• Lego- / Duplosteine
- Mengen verdoppeln, halbieren
- +/- Spiele mit Steinen und Würfeln
- Menge x im Beutel, 3 Stück nehmen
- Multiplikation: 2-er Häuser bauen, analog 3-er, 4-er etc.
- Division: Wie viel 3-er Häuser aus x Steinen??
• Ordnen aller Dinge in verschiedene Kisten/Körbe,
zählen (Bücher, Barbieschuhe …),
sortieren
Generell gilt:
• Nutzen Sie jede Gelegenheit zum Zählen, zum Merken, zum Umgang mit
Zahlen !!!
Kassenzettel, Verfallsdaten, Wäschestücke, Preise
• Kim-Spiele
• Fühlspiele
• Massagen
Mathe
ganz einfach!?!
Fragen ???
Danke für Ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß beim Ausprobieren
an den einzelnen Stationen!