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KUlinarisches Titelthema Südtirol
Südtiroler
Genussgipfel
Bauerngröstl mit Fleckerln
und rindfleisch
Gröstl diente den Bauern nach
schwerer Arbeit als einfaches,
sättigendes und schmackhaftes Gericht. Wunderbar
rustikal und lecker ist auch
diese Variation, am besten
direkt aus der Pfanne!
Rezept Seite 14
Faszinierende Bergwelt,
urige Hütten, herzliche
Gastfreundschaft und
kulinarische Vielfalt –
Südtirol ist einfach
einzigartig. Willkommen
auf dem Gipfel des
guten Geschmacks!
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Fotos: Maike Jessen für ARD Buffet Magazin/burdafood.net, Foodstyling: Adam Koor, Styling: Meike Stüber
Hier ist Lebensfreude Programm! Die Südtiroler Küche ist einfach
und doch raffiniert, vereint regionale Spezialitäten und
mediterranes Flair. Wo Tradition, Experimentierfreude und Liebe
zum Detail aufeinandertreffen, erfüllen sich alle kulinarischen Wünsche
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KUlinarisches Backen mit Nüssen
Hier ist die Nuss
ein Muss
Saftiger HaselnussOrangen-Rührkuchen
Für ca. 12 Stücke: 150 g geschälte HaselHasel
nusskerne in einer Pfanne ohne zusätzliches
Fett rösten, bis sie zu duften anfangen.
Auf einem Teller auskühlen lassen. 125 g
der gerösteten Nüsse fein hacken. Mit
250 g Mehl, 2 TL Backpulver, 1 TL Ingwer
Ingwerpulver und fein abgeriebener Schale von
1 Bio-Orange in eine Rührschüssel geben.
Den Backofen auf 170 Grad vorheizen
(Umluft: 150 Grad/Gasherd: Stufe 2). Eine
Springform (Ø 20 cm) fetten oder mit
Backpapier auslegen. 150 g Butter und
1 Prise Salz mit 100 g hellem Rübensirup
und 75 g Demerara-Zucker (Rohrohrzucker)
in einem kleinen Topf leicht erhitzen und
schmelzen lassen. 150 g Schmand unter­
unter­
rühren. Etwas abkühlen lassen, dann 2 Eier
(Gr. M) unterquirlen. Mischung gründlich
unter die anderen Zutaten rühren. Teig in
der Form verstreichen, übrige geröstete
Nüsse grob hacken, mit 2 EL Zucker mi­
schen und über den Teig streuen. Kuchen
im heißen Backofen ca. 50 Minuten backen.
1 Orange auspressen, Saft mit 5 EL Puderzucker verrühren. Den noch heißen Kuchen
damit beträufeln, auskühlen lassen.
Wenn Mandeln aromatisch Baiser und sahne verfeinern, Pekan- und
Paranuss sich in zarten schokoschmelz schmiegen und haselnüsse in saftigem
rührteig versinken, entsteht köstlicher Knabberspaß für die Kaffeestunde
Baisertorte mit Mandelsahne
Für 12 Stücke: 100 g weiche Butter, 1 Prise Salz, 100 g Zucker und 1 TL Vanilleextrakt-Pulver
hellcremig schlagen. 4 Eier (Gr. M) trennen. Eigelbe einzeln unter die Butter rühren. 100 g
Mehl, 75 g gemahlene Mandeln und ½ TL Backpulver mischen, kurz darunterrühren. In 2 mit
Backpapier belegten Springformen (Ø 22 cm) verstreichen. Eiweiß und 190 g Zucker sehr steif
schlagen. 1 TL Zitronensaft darunterschlagen. Baiser auf die Teige streichen, je 2 EL gehackte
Mandeln daraufstreuen. Bei 175 Grad (Umluft: 150 Grad/Gas: Stufe 2) ca. 30 Minuten backen.
Auskühlen. 400 g Sahne, 2 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 5 EL Mandellikör (oder etwas AromaAroma
sirup) und 2 Pck. Sahnefestiger steif schlagen. 100 g gehackte, geröstete Mandeln unterziehen.
Auf einen Boden streichen. Zweiten Boden daraufsetzen. Torte bis zum Servieren kühl stellen.
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Fotos: SockFood (2)/CIROWO, Holly Pickering; www.timeincukcontent.com/Maja Smend
Paranuss-Toffee-Blondies
Für ca. 24 Stücke: 200 g Paranusskerne
leicht anrösten, auskühlen lassen. Nüsse
bis auf etwa 6 Stück grob hacken. Den
Backofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft:
160 Grad/Gasherd: Stufe 2–3). Brownie­
form (ca. 20 x 30 cm) fetten. 150 g weiße
Schokolade hacken und mit 100 g Butter
über dem heißen Wasserbad schmelzen.
50 g Mehl und 1 gestrichenen TL Backpulver
mischen und sieben. 75 g gemahlene
Mandeln untermischen. 4 Eier (Gr. M),
80 g Zucker und 1 Prise Salz ca. 2 Minuten
dickschaumig aufschlagen. Schokoladen­
mischung unter die Eicreme rühren, Mehl­
mischung und gehackte Nüsse kurz unter
unter­
rühren. Teig in der Form verstreichen, ca.
25–30 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Für den Belag 180 g Zucker in einem Topf
goldgelb karamellisieren, vom Herd
nehmen. 60 g Butter in Stückchen nach
und nach einrühren. Dann 1½ TL feine
Meersalzflocken (Fleur de Sel) einrühren.
275 g Crème fraîche untermischen. Unter
Rühren ca. 5 Minuten sacht köcheln lassen.
Toffeecreme etwas abgekühlt auf dem
Kuchen verteilen, fest werden lassen. Rest­
liche Paranüsse und 25 g weiße Schokolade
fein hobeln, Stücke damit garnieren.
DekorAtiveS Kreativ-Ideen
Der Herbst schmückt
Haus & Garten
„Der frühling hat es angefangen, der Sommer hat’s vollbracht“, schrieb
einst August heinrich hoffmann von fallersleben in seinem herbstlied.
Jetzt dürfen wir das ergebnis genießen in seiner ganzen farbenfrohen
Pracht. Lassen Sie sich zu schönen Dekorationen anregen
DekorAtiveS Duo So unterschiedlich und doch verwandt: die
längliche rote Hagebutte der Hundsrose und die kugelrunde
schwarze der Bibernell-Rose. Die Glasglocke rundet das Bild ab.
Ab inS körbchen Hier findet alles Platz, was wir beim Gang
durch Natur oder Garten finden: Efeu, Brombeeren, Hortensien.
Das i-Tüpfelchen: ein Kranz aus Zieräpfeln (auf Draht gezogen).
StAnDhAft Die schwarzen Ligusterbeeren kommen auf dem
silbernen Teller toll zur Geltung. Die Zweige so binden, dass der
Strauß eine große Standfläche hat, dann unten gerade schneiden.
Fotos: House of Pictures/Minna Mercke Schmidt
Bunte Akzente
Warmes rostrot,
leuchtendes orange,
tiefes Gelb – das
farbenspiel der natur
erreicht gerade seinen
höhepunkt. Geschickt
platziert, verleihen
kürbisse, Äpfel und
blätterkranz selbst
unscheinbaren ecken
rustikalen charme
Lichter-Schmuck Schlicht und schön: Bunte Blätter beim
Spaziergang sammeln, um eine Kerze legen und mit Bast fixieren.
Apart für den heimischen Tisch und auch als Gastgeschenk.
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Land & Leute ... ganz persönlich
„Jetzt bist du über den Berg“
Sie ist die Frau der ersten Stunde, moderiert seit 1998
mit viel Esprit das ARD-Buffet. Woher sie ihre Energie
nimmt und wie sie schwierige Momente meistert, verriet uns
Evelin König bei einer Wanderung auf ihren Lieblingsberg
Evelin König: Ich liebe diesen Ort, weil
er so nah ist und doch so fern. Der Blick
geht in die Weite – und öffnet das Herz
und die Gedanken. Wenn man sich in
eine Idee verrennt, nicht weiterkommt,
und dann hier hochwandert … Schon
das Vorangehen, Schritt für Schritt, das
leert den Kopf. Und hier oben anzukommen ist wie ein Befreiungsschlag. Die
Stadt liegt dir zu Füßen, der Schwarzwald im Blick, das Elsass, der Pfälzerwald, das ist einfach schön.
Die Berge sind also Dein Sehnsuchtsort?
EK: Schon mit meinen Eltern waren wir
immer in den Bergen. Ich bin in Oberschwaben aufgewachsen, dort hat man
die Berge je nach Wetterlage immer
gesehen. So einen Blick auf die Alpengipfel haben wir ganz oft gehabt. In den
Bergen fühle ich mich schon sehr wohl.
Es ist einfach genial, wie schnell man
dort runterkommt, nur der nächste
Schritt zählt und das Ziel. Man kommt
dann auch in so ein meditatives Stapfen
und Gehen hinein …
Auch ein besonders prägendes Ereignis in
Deinem Leben hat mit Bergen zu tun …
EK: Damals war ich noch nicht allzu lange in Baden-Baden, etwa drei Jahre, davon etwa zwei Jahre verheiratet. Und
dann kam dieses Wahnsinnsangebot:
die Besteigung der Eigernordwand unter Livebedingungen zu übertragen.
Und der Redakteur damals setzte auf
mich als Jungspund. Hinzu kam, dass
mein Mann Michael es als Radiomoderator gewohnt war, lange Strecken zu
moderieren, so wurden wir beide engagiert. Hier am Battert haben wir uns vorbereitet, sind wirklich in die Wand eingestiegen. Wir wollten ein Gefühl dafür
bekommen, was ein Fels ist, wie das
ganze Kletterequipment funktioniert, all
die Techniken haben wir hier mit einem
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Kletterlehrer ausprobiert. Das hat uns
ein unglaubliches Gefühl gegeben für
die Situation, in der die Bergsteiger sich
da befinden.
Wie war es dann am Eiger?
EK: Nach einem längeren Vorlauf war
es dann endlich so weit. Am 9. 9. 1999
um 9 Uhr 9 ist der erste Bergsteiger
in die Eigernordwand eingestiegen.
33 Stunden dauerte die Übertragung –
eine unfassbare Sendestrecke. Das war
schon eine Wahnsinnsherausforderung.
Und wie war das für Euch als Ehepaar?
Evelin König
WaNDERLuST Auf ihrem Weg zu den
Battert-Felsen erzählt Evelin König
Chefredakteurin Gabriele Mühlen von
besonderen Momenten ihres Lebens
sie beim DAV Unterricht nehmen lassen, damit sie es richtig lernen. Jetzt gehen beide mit großem Spaß in die Kletterhalle. Am Battert klettern sie zur
Sicherheit nur mit Trainer, denn hier
wäre es alleine viel zu gefährlich.
EK: Das Eiger-Projekt war auch für uns
als Paar sensationell. Wir konnten uns
gemeinsam vorbereiten – das wäre sonst
eine harte Belastungsprobe für die Beziehung gewesen, wenn einer so tief in
ein Projekt eintaucht und nichts anderes
mehr hört und sieht neben dem normalen Job. Und es hat gut funktioniert,
weil die Rollen gut verteilt waren. Er hat
die langen Strecken kommentiert und
ich habe die Interviews mit den Gästen
vor Ort gemacht. Das hat uns sogar noch
näher zusammengebracht.
Du hattest 2014 einen schweren Skiunfall – hat man da nicht erst einmal
genug von den Bergen?
Was bedeutet das Erlebnis am Eiger
heute für Dich?
Mein Lebensmotto
EK: Wenn ich heute zum Beispiel vor
einer schwierigen Livesendung Befürchtungen habe, ob alles klappt, erinnere ich mich an den Eiger. Dann denke
ich: Das hast du auch gepackt, dann
sollte das jetzt doch wohl auch noch zu
machen sein … Das hat mir unglaublich
viel Energie und positiven Input gegeben. Und es ist schön, dass mich heute
noch Menschen darauf ansprechen.
Und jetzt klettern am Battert Eure
Söhne Nick, 11, und Fritz, 14 …
EK: Finde ich schön! Wir waren schon,
als sie klein waren, mit ihnen am Battert
und haben sie immer ans Seil genommen, weil sie über die Kanten klettern
wollten und dabei natürlich keine Angst
vor nichts hatten. Und dann haben wir
❶
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EK: Als ich im letzten Jahr zum ersten
Mal wieder auf meinen beiden Beinen
auf den Battert gehen konnte, hatte ich
das Gefühl, jetzt bist du über den Berg,
jetzt hast du es geschafft! Und ich war
auch mit den Jungs letztes Jahr am
Berg, sie fuhren Ski, ich blickte hinunter und dachte: Das willst du doch wieder haben, davon kannst du nicht lassen.
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❶ ErinnErung Das Buch zum
TV-Projekt „Eiger Nordwand
Live“ hält Evelin in Ehren
❷ DiE nächstE gEnEration
Welche Pläne hast Du?
EK: Am Eiger haben wir uns damals vor
vorgenommen, den Gipfel über den Westgrat
zu erklimmen. Aber erst, wenn mein Bein
wieder in Ordnung ist und ich trittsicher
bin. Beruflich wäre es schön, wenn ich das
ARD-Buffet noch lange moderiere, daran
habe ich nach wie vor großen Spaß! Und
daneben bin ich gespannt auf neue Gipfel
und Herausforderungen des Lebens …
Fotos: API/Jessica Kassner; Fotolia; PR; Iris Rothe (3)
Warum sind wir hier auf dem Battert?
Was macht diesen Ort für Dich aus?
sönlich
nz per
Ga
Sohn Nick, 11, teilt Mamas
Leidenschaft für die Bergwelt
und klettert am Battert
❸ PowEr-Paar … in den
Bergen wie beim Medienpreis:
Evelin und ihr Mann, Radiomoderator Michael Wirbitzky