Schlafen in der Krippe

Seminar-Nr.: 161687SIK
Schlafen in der Krippe
Schlafen bzw. „Schlafengehen“ gehört zu den Schlüsselsituationen im Krippenalltag. Insbesondere für neue Kinder muss das
Schlafen in der Krippe als Herausforderung angesehen werden: In einer anderen Umgebung als der familiären zur Ruhe zu
kommen, gelingt nicht jedem Kind auf Anhieb. Das Zu-Bett-Bringen muss hier als wichtiger Teil der Beziehungspflege zwischen
Bezugsfachkraft und (neuem) Kind verstanden werden.
Für alle Kinder gilt, dass Schlaf eine wichtige, entwicklungsförderliche Funktion erfüllt und dass zu wenig Schlaf sich negativ aufs
Gesamtbefinden und die Explorationsfähigkeit auswirkt. Krippenfachkräfte stehen dementsprechend vor der Herausforderung, das
individuelle Schlafbedürfnis eines jeden Kindes im Alltag zu berücksichtigen und dabei eine beziehungsvolle Wohlfühlatmosphäre
herzustellen, um ein gutes und gesundes Einschlafen möglich zu machen.
Wie bei anderen Schlüsselsituationen im Tagesablauf auch, sind die Vorstellungen von Eltern zum kindlichen Schlafbedürfnis mit
jenen der pädagogischen Fachkräfte nicht immer sofort zusammenzubringen: Etwa bei der Frage nach dem Wecken oder
Weglassen des Mittagschlafs. Die pädagogische Fachkraft ist gefordert, die Wünsche der Eltern zu respektieren und gleichzeitig
einen Weg zu finden, der zum Wohle des Kindes ausgerichtet ist und die Grundorientierung der Einrichtung aufgreift.
Im Seminar setzen sich die TeilnehmerInnen neben den theoretischen Grundlagen zum Kinderschlaf vor allem auch mit
praktischen Gestaltungsmöglichkeiten zum Umgang mit der einrichtungstypischen Schlafsituation auseinander. Fragen zu
Einzelfällen, Schwierigkeiten und Problemen zum Thema finden im Seminar ebenso Raum wie Überlegungen zur Ausgestaltung
eines Elternabends oder Elterngespräches. Daneben werden auch Themen wie das „Ruhen statt Schlafen“ und stressreduzierende
Regulationsmöglichkeiten bei der Fachkraft bearbeitet.
Seminarinhalte
Kompetenzerwerb
 Theoretische Inhalte rund um den Schlaf
 Funktion von Schlaf, die Auswirkungen
von zu wenig Schlaf
 Das Schlafbedürfnis und Schlafmaß des
Krippenkindes in Bezug auf Tag- und
Nachtschlafzeiten
 Selbstregulation und Regulation von
außen beim Schlafengehen
 Schlaf als Beziehungs- und
Interaktionsthema
 Kindbezogene Ängste ums Einschlafen
 Wenn das Kind nicht schlafen will/kann
 Das Schlafengehen als Mikrotransition:
Übergang „Schlafengehen“ gestalten
 Des (sanfte) Wecken und/oder das
Weglassen von Schlaf
 Die organisatorische und räumliche
Herausforderung individueller
Schlafzeiten
 Umgang mit „Nichtschläfern“ (während
der Mittagsruhe) – Gestaltung von
Ruhephasen
 Zusammenarbeit mit Eltern: vom
Beratungsgespräch zum Elternabend
 Selbstberuhigungskompetenzen zur
Stressreduzierung
 Bearbeitung von Einzelfällen
Die TeilnehmerInnen
 kennen die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Bedeutung des
Schlafs, insbesondere beim Kleinkind, und verfügen somit auch über Wissen
zum negativen Entwicklungseinfluss von Schlafmangel.
 wissen um die inter-individuellen Schlafbedürfnisse von Kindern:
Schlafdauer, -eigenheiten, -bedürfnisse nach Alter und Entwicklungsstand.
 wissen, dass es einen Zusammenhang zwischen Tag- und Nachtschlafzeiten
gibt.
 sind sich bewusst, dass manche Kleinstkinder mehr als andere Unterstützung
beim Finden eines gesunden Schlaf-Wachrhythmus benötigen.
 verstehen, dass das müde Kleinkind sie als beziehungsfähige Bezugsperson
besonders benötigt.
 wissen, wie sie den Übergang „In den Schlaf hinein“ auf die Situation
abgestimmt gestalten können.
 können sich empathisch auf das individuelle Einschlafen des Kindes einstellen
und eine angemessene Unterstützung anbieten.
 können sich eine kindgemäße, vom jeweiligen Kind abhängige Meinung zum
Wecken und/oder Weglassen von Schlaf bilden und kennen in diesem
Zusammenhang Techniken des sanften Weckens.
 wissen, wie individuelle Schlafenszeiten in Alltags- und Raumgestaltung
berücksichtigt werden können.
 wissen, wie sie Kinder ohne Bedürfnis nach Mittagsschlaf in die notwendige
Ruhe führen und deren Betreuung ganz praktisch organisieren können.
 können ein Elterngespräch zum Thema professionell vorbereiten und
durchführen.
 können einen Elternabend zum Thema gestalten.
 kennen geeignete Selbstberuhigungsstrategien, um in einer stressigen
Situation die Ruhe zu bewahren.
 können schwierige Einzelfälle von Schlafverweigerern o.ä. einschätzen und
wissen um geeignete Maßnahmen, das Kind in den Schlaf/ zur Ruhe hin zu
begleiten.
bitte wenden
Teilnehmerkreis
Dozentin
Kosten
pädagogische Fach- und Führungskräfte in Krippen
Maren Kramer, Kindheitspädagogin M.A.
Dank der großzügigen Unterstützung durch die Dieter Schwarz Stiftung
gemeinnützige GmbH kann die aim diese Maßnahme unentgeltlich anbieten.
Termin
Montag, 14. und Dienstag, 15. März 2016,
jeweils von 08:30 bis 16:00 Uhr (16 UE)
AnsprechpartnerIn
Regina Killian, Tel.: 07131 39097-350
E-Mail: [email protected]
Marvin Rüttinger, Tel.: 07131 39097-395
E-Mail: [email protected]
Anmeldung
Internet:
E-Mail:
Fax:
Telefon:
Anschrift:
www.aim-akademie.org
[email protected]
07131 39097-399
07131 39097-0
Bildungscampus 7, 74076 Heilbronn