Effizient verpackt - K

Automobilbau
VDI-Kongress
stellt Schnittstelle
Mensch – Maschine in den Fokus
Seite 13
Messen
Die Composites
Show JEC Europe
in Paris zieht
nächstes Jahr um
Compounds & Recompounds
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DIE ZEITUNG DER KUNSTSTOFF- UND KAUTSCHUKINDUSTRIE
Effizient verpackt
In den vergangenen Jahren wurden durch die Weiterentwicklung von
Verpackungen aus Kunststoff Millionen Tonnen Material eingespart
46. JAHRGANG
Ausgabe 6 | 27. März 2015
POLYME ( H ) R
Leichtbau extrem
Der Name Harley-Davidson erzeugt viele Assoziationen. Leichtigkeit ist eher nicht darunter. Das könnte sich jetzt ändern.
Ein englischer Industriedesigner hat eine Harley Duo-Glide aus
Kunststoff als Bausatz nachgebaut – in Originalgröße. Das fertige Modell wiegt rund 16 kg und kostet gerade einmal gut 700
EUR. Der Zusammenbau dauert allerdings etwa 23 Stunden.
AUS DEM INHALT
WIRTSCHAFT
Lanxess verbessert das Konzernergebnis��������������������������� 6
BRANCHE
TTIP: Mikrotechnikbranche begegnet dem Handelsabkommen positiv mit Vorbehalt������������������������������������������ 9
MESSEN + AUSSTELLUNGEN
In den vergangenen Jahren sind Verpackungen aus Kunststoff erheblich leichter geworden.
Daraus ergibt sich eine erhebliche Einsparung an Material Foto: Fotolia/rdnzl
HMI: Stäubli präsentiert Robotergeneration TX2�������������� 15
TECHNOLOGIE
Filterkassette von Nordson Kreyenborg erhöht Standzeit 27
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Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 18,31 Mio. m² Dach- und
Dichtungsbahnen aus Kunststoff verkauft. Damit wurde der
Vorjahreswert beinahe punktgenau
eingestellt. Dies meldet der Industrieverband Kunststoff-Dach- und
Dichtungsbahnen (DUD). Das Jahr
habe furios begonnen, der Sommer
sei allerdings schlecht verlaufen.
Für das laufende Jahr 2015
hofft DUD-Vorstandsvorsitzender
Joachim Gussner auf steigende
Absatzzahlen. Das Umfeld für den
Verkauf von Dach- und Dichtungsbahnen sei positiv. Allerdings sei die
geopolitische Lage ein Unsicherheitsfaktor.
18,31 Mio.
DIE ZAHL DER WOCHE
Gewichtserparnis Im Jahr 1991
wurden in Deutschland rund 1,6
Mio. t Kunststoffverpackungen
verbraucht. 2013 wäre der Verbrauch auf über 3,7 Mio. t angestiegen, wären Werkstoffe und
Verpackungen nicht ständig weiter optimiert worden, so eine aktuelle Studie der Gesellschaft für
Verpackungsmarktforschung.
Tatsächlich stieg der Verbrauch
nur auf 2,7 Mio. t an. Die Studie
„Entwicklung der Effizienz von
Kunststoffverpackungen in
Deutschland 1991 bis 2013“ hat
die wesentlichen Effekte, die zu
dieser Entwicklung geführt haben,
erstmals identifiziert und quan-
tifiziert: den Mengen-, den Struktur- und den Gewichtseffekt.
Ohne die erreichten Innovationen
wäre demnach aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Jahr 2013
Fortsetzung auf Seite 02
Ruhe nach Explosion
EIN HAUCH VON
Pro-K erwartet weitere Beruhigung bei der
Rohstoffversorgung mit Fluorkunststoffen
Preise Die Mitglieder der Fluor-
polymergroup des Pro-K Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.
gehen für das laufende Jahr 2015
von einer Stabilisierung bei der
Rohstoffversorgung für die Herstellung von Fluorkunststoffen
aus. Die aktuelle Lageeinschätzung für 2015 bleibt vorsichtig
optimistisch.
Nachdem die Rohstoffpreise für
S- und E-PTFE nach 2010 regelrecht explodiert waren und sich
bis Ende 2011 annähernd verdoppelt hatten, hat sich die Situation
im Markt wieder sukzessive normalisiert. Einer der wesentlichen
Gründe für die dramatische Situation war, dass die Förderkapazitäten des Rohstoffs Flussspat
(CaF₂) mit der sich stetig vergrößernden Nachfrage nicht Schritt
halten konnten. Doch das Rohstoffangebot hat sich jetzt wieder
deutlich verbessert.
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Trendfarbe 2015:
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Im Gegenzug hat der Rückgang
der Rohstoffpreise zu einem Rückgang im Umsatz bei den meisten
Unternehmen geführt. Als Folge
des schwachen Euros muss allerdings ein erneuter leichter Preisanstieg bei Importware berücksichtigt werden.
Mangel an Fachkräften
bereitet Sorge
Über ihren regelmäßig durchgeführten Branchentrend kann sich
die Fluoropolymergroup ein gutes
Bild der Lage verschaffen. Sorge
bereitet den Unternehmen der
immer deutlicher werdende Fachkräftemangel. Fast alle Mitgliedsunternehmen bilden mittlerweile
ihren eigenen Fachkräftenachwuchs aus. Die Besetzung der
angebotenen Ausbildungsplätze
mit qualifizierten Bewerbern wird
aber immer schwieriger. mg
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WIRTSCHAFT
2
27. März 2015 | Ausgabe 6
EDITORIAL
Effizienz-Weltmeister
Die viel gescholtene Kunststoffbranche ist vielen
anderen Branchen in Sachen Effizienz weit voraus
Kaum eine Branche steht so im Kreuzfeuer der schinen – mit bis zu 70 Prozent geringerem Ener(Nicht-Fach-)Medien und der (Noch-weniger-Fach-) gieverbrauch gegenüber früheren MaschinentechJournalisten wie die Kunststoffverarbeitung. Es nologien – können Teile wesentlich kostengünstivergeht kein Tag, an dem nicht irgendeine mehr ger gefertigt werden.“
oder weniger seriöse Meldung verbreitet wird, mit Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie weit manche
der das „unsägliche Plastik“ verunglimpft wird – Kunststoffverarbeiter die Effizienz ihrer Fertigung
gerne verbunden mit dem Aufruf, auf das Teufels- heute treiben, ist das französische Unternehmen
zeug so weit wie möglich zu verzichten.
A. Raymond, einer der Marktführer für ClipbefesVor allem die Verpacker haben es alles andere als tigungen aus Kunststoff und Metall und Gewinner
einfach, gegen die vielen Vorurteile anzukämpfen. des Arburg Energieeffizienz-Awards 2015.
Nach vielen schlechten Erfahrungen haben sogar Wie Arburg-Vertriebsleiter Helmut Heinson in
manche große Hersteller von Kunststoffverpackun- seiner Laudatio betonte, ist A. Raymond nicht nur
gen den Kampf gegen die vielen „Anti-Kunststoff- „mit seinen Produkten vorbildlich, sondern auch
Journalisten“ der Tages- und Wirtschaftspresse und vor allem in Sachen Produktionseffizienz und
aufgegeben und die ÖffentRessourcenschonung, und
lichkeitsarbeit im eigent­
dies weltweit an allen
lichen Sinn praktisch einStandorten“.
gestellt.
Für A. Raymond ist die
kontinuierliche Steigerung
Dabei gibt es rein fachlich
und technisch überhaupt
der Energieeffizienz eines
keinen Grund, sich zu verder wichtigsten Unternehstecken – ganz im Gegenmensziele und das gilt
teil. Wenn die Kunststoffselbstverständlich für alle
verpacker in den letzten
37 unabhängigen GesellJahren nicht mit viel Mühe,
schaften. Schon während
Fleiß und Herzblut ihre
der Planungsphase für neue
Verpackungen ständig weiProjekte werden sehr sorgterentwickelt und effizienfältig verschiedene KonGünter Kögel | Chefredakteur
ter gemacht hätten, würden
zepte im Hinblick auf Enerheute in Deutschland nicht
gie- und Ressourcenopti2,7 Millionen, sondern 3,7 Million Tonnen Kunst- mierung überprüft und dann entsprechend umgestoff zu Verpackungen verarbeitet. Wenn das kein setzt.
Muster an Effizienz ist (mehr dazu auf der Titel- Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel der Einseite dieser Ausgabe).
satz von energieeffizienten hybriden und elektriAber nicht nur in der Verpackung, sondern auf schen Spritzgießmaschinen, Wärmeisolation von
allen Gebieten der Kunststoffverarbeitung wird Maschinen und Anlagen sowie die Nutzung von
ständig und mit viel Elan an der Effizienz gearbei- Abwärme und Regenwasser.
tet. Wie sehr sich zum Beispiel die Effizienz bei den Weitere Beispiele für effiziente Lösungen finden
Spritzgießmaschinen verbessert hat, bringt Alfred sich in vielen Beiträgen dieser Ausgabe. Eine ganz
Schiffer, geschäftsführender Gesellschafter bei andere, aber leider sehr hoch entwickelte Form der
Dr. Boy, in seinem Interview über den Sinn und Effizienz hätte übrigens fast verhindert, dass wir
Unsinn des Gebrauchtmaschinenkaufs auf den demnächst über weitere effiziente Lösungen von
Punkt (Seite 23).
der NPE berichten können: Hätte es doch eine kleiDenn wie er unserer Redakteurin Sabine Koll er- ne Horde fürstlich bezahlter und früh pensionierklärte, entscheiden nicht die Investitionskosten, ter Lufthansa-Piloten fast geschafft, unsere Reise
sondern die Maschinenstundensätze über die Wirt- nach Orlando zu verhindern – aber nur fast. Deshalb:
schaftlichkeit. Und hier hat sich – dank deutlich mehr über effiziente Systeme und Lösungen der
gesteigerter Effizienz – viel getan. Alfred Schiffer: NPE demnächst in der K-ZEITUNG.
„Bei den Lebenszykluskosten einer Spritzgießmaschine geht man von 20 Prozent Investitionskosten
und 80 Prozent Folgekosten aus. Bei neuen Ma-
Boom der großen Automärkte
Westeuropa, die USA und China legten auch im Februar zu /
­Russland und Brasilien weiter auf Talfahrt
Die wichtigen Pkw-Märkte weltweit steigern deutlich den Absatz: Stoßfängerproduktion in Landshut
mit gestengesteuerter Qualitätsprüfung Foto: BMW
Fahrzeugbau Die drei großen Auto­
mobilmärkte Westeuropa, USA
und China setzten im Februar
ihren Wachstumskurs fort. Westeuropa und China legten jeweils
um knapp 8 % zu, die USA verzeichneten ein Plus von gut 5 %.
Die Pkw-Neuzulassungen auf dem
westeuropäischen Markt stiegen
im Februar auf 886.100 Neufahrzeuge. Alle Top-5-Märkte lagen
im Plus, wobei die Nachfrage in
Spanien (+26 %), Italien (+13 %)
und Großbritannien (+12 %) jeweils zweistellig wuchs. Der deutsche Markt verzeichnete einen
Zuwachs von knapp 7 %. In den
ersten beiden Monaten stieg das
Neuzulassungsvolumen in Westeuropa insgesamt auf gut 1,8 Mio.
Pkw (+7 %).
USA, China und Indien
mit Vorwärtsdrang
Im Februar legte der US-Markt
um gut 5 % auf 1,25 Mio. Light
Vehicles (Pkw und Light Trucks)
zu, insbesondere die Light Trucks
erreichten ein Plus von 11 %. Positiv wirkten sich weiterhin das
hohe Konsumentenvertrauen und
die gute Beschäftigungssituation
auf die Nachfrage aus.
In Indien setzte sich die Stabilisierung weiter fort. Im Februar
erhöhten sich die Pkw-Verkäufe
um gut 6 % auf 231.200 Fahrzeuge. Im bisherigen Jahresverlauf
betrug der Zuwachs knapp 6 %
(461.800 Einheiten).
In China erreichte der Pkw-Markt
im Februar mit +8 % ein Absatzvolumen von knapp 1,3 Mio. Einheiten. In den ersten beiden Monaten stieg die Pkw-Nachfrage um
11 % auf gut 3,2 Mio. Neufahr­
zeuge.
Russland verliert
ein Drittel
Auf dem japanischen Pkw-Markt
gingen die Neuzulassungen hingegen um knapp 16 % auf 413.200
Einheiten zurück. Allerdings war
das erste Quartal 2014 noch von
Vorkaufseffekten geprägt, da im
April 2014 die Mehrwertsteuer in
Japan anstieg.
In Russland hingegen beschleunigte sich der Rückgang, auf dem
Light-Vehicle-Markt sank die
Nachfrage um knapp 38 % auf
128.300 Einheiten. In den ersten
beiden Monaten wurden 243.800
Neufahrzeuge in Russland abgesetzt. Damit ging der Markt um
rund ein Drittel (–32 %) zurück.
Auch in den neuen EU-Ländern
zeigt sich ein Gefälle zu Westeuro­
pa, die Pkw-Neuzulassungen erhöhten sich im Februar nur um
1 % auf 72.000 Neuwagen. Im
Einzelnen konnten Tschechien,
Ungarn, Rumänien und Slowenien zwar kräftig zulegen; Polen
jedoch, der größte Markt in den
neuen EU-Ländern, ging um
knapp 13 % zurück. Auch die balti­
schen Staaten waren im Minus.
Der brasilianische Light-VehicleMarkt befindet sich weiterhin auf
Talfahrt und musste einen Rückgang um gut ein Viertel auf 179.200
Einheiten hinnehmen. gr
www.vda.de
Effizient verpackt
Fortsetzung von Seite 01
der reine Materialverbrauch für
Kunststoffverpackungen um 1,8
Mio. t höher gewesen als 1991
(Mengeneffekt).
Dazu kommt die Menge, die sogenannten Struktureffekten geschuldet ist: So entwickelte sich
etwa die Füllgrößenstruktur zugunsten kleinerer Füllgrößen,
Kunststoffdosen verdrängten in
bestimmten Segmenten die Folien­
verpackungen und der Verbrauchernutzen spielte eine immer
größere Rolle. Solche Struktur­
effekte bedeuten gegenüber dem
Stand von 1991 einen weiteren
Anstieg des Kunststoffbedarfs für
Verpackungen von mehr als
300.000 t. Mengen- und Struktureffekt zusammen hätten damit
einen Mehrverbrauch von über
2 Mio. t zur Folge gehabt.
Dass es nicht zu diesem Verbrauch
kam, liegt der GVM zufolge an den
technologischen Innovationen der
letzten 20 Jahre, die zu enormen
Materialeinsparungen geführt
haben (Gewichtseffekt). Deutlich
geringere Wand- und Folienstärken zählen ebenso dazu wie die
Optimierung von Herstellungsverfahren für Verpackungen. Solche Maßnahmen halfen, nahezu
1 Mio. t Kunststoff einzusparen,
so dass 2013 tatsächlich nur rund
2,7 Mio. t Kunststoffverpackungen
verbraucht wurden.
Die GVM-Studie „Entwicklung
der Effizienz von Kunststoffverpackungen von 1991 bis 2013“
basiert auf einer Auswertung der
umfassenden GVM-Datenbanken zum Verpackungsmarkt und
zu Packmittelmustern, die durch
eine Befragung von Verpackungserzeugern sowie Musterkäufe und
Verwiegungen ergänzt wurde.
Erstmalig wurden in dieser Tiefe auch gewerbliche Verpackungen in die Erhebung mit einbezogen. pl
www.gvmonline.de
Entwicklung 1991 bis 2013 Gesamtverbrauch
Gesamtverbrauch =
privater Endverbrauch +
gewerblicher Verbrauch
Quelle: GVM
WIRTSCHAFT
27. März 2015 | Ausgabe 6
3
Wasserstrahlschneidzentrum in Schweinfurt
Maximator Jet baut Kompetenzzentrum / Eröffnung mit Wasserstrahl-Innovationstag
Wasserstrahlschneiden Nach 15
Jahren erfolgreichen Wirkens im
Schweinfurter Gründerzentrum
Gribs hat sich die Maximator Jet
GmbH erfolgreich als Full-ServiceSpezialist für hochkomplexe Sonderanfertigungen von Wasserstrahlanlagen etabliert. Aufgrund
anhaltend zweistelliger Wachstumsraten hat das Unternehmen
ein komplett neues Kompetenzzentrum in direkter Nachbarschaft
zum Gribs gebaut, das am 24. April 2015 feierlich eröffnet wird.
Seit 1999 entwickelt und realisiert
das Schweinfurter Unternehmen
schwerpunktmäßig hochspezialisierte Wasserstrahlschneidesysteme für Sonderanwendungen aller
Art. Zu diesem Zweck sowie aufgrund der hohen Qualität und
Zuverlässigkeit arbeitet Maximator
Jet ausschließlich mit Seriensystemen von STM. Das Portfolio der
Maximator Jet GmbH umfasst
neben 2D- und 3D-Schneidsystemen aus eigener Produktion auch
Standardanlagen des österreichi-
schen Systempartners, Hochdruckpumpen bis 6.200 bar, Hochdruckkomponenten, Betriebsmittel sowie
einen entsprechend umfassenden
Support und Wartungsservice. gk
www.maximator-jet.de
www.stm.at
Das neue Gebäude der Maximator Jet GmbH Foto: Maximator Jet
Neueste Trends
und Innovationen
Im Rahmen der offiziellen Einweihung wird auch der erste
Schweinfurter „WasserstrahlInnovationstag“ abgehalten, der
interessierten Fachleuten die neusten Trends zur Wasserstrahltechnologie im Allgemeinen und die
jüngsten Innovationen aus dem
Hause Maximator Jet und STM
im Speziellen anschaulich macht.
Die Veranstaltung soll künftig alle
zwei Jahre im Frühjahr stattfinden
und Schweinfurt als eines der
führenden europäischen Wasserstrahlforen etablieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund bildet die
Veranstaltung auch die Geburtsstunde der „Waterjet Alliance“, die
von der Maximator Jet GmbH und
dem österreichischen Systempartner STM gegründet wurde, um die
europäischen Vordenker der Branche an einen Tisch zu holen und
die Wasserstrahltechnologie auf
höherer Ebene noch effektiver
voranzutreiben.
Wirtschaftlich und
zukunftsfähig
Produktionseffizienz zählt! Auf die umfassende Perspektive kommt es an:
Täglich entstehen weltweit rund 3,5 Mrd. hochwertige Kunststoffteile auf ALLROUNDERn – da ist
höchste Produktionseffizienz gefragt. Wenn Sie so effizient produzieren wollen, sind Sie mit uns ganz
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Sven Anders, Inhaber und Geschäftsführer von Maximator Jet,
kommt seinem unternehmerischen Ziel mit dieser Investition
einen deutlichen Schritt näher: „Es
gibt kaum eine Technologie, die
wirtschaftlich, technisch und ökologisch so zukunftsfähig ist wie
die Wasserstrahltechnologie. Das
haben schon viele Industrien verstanden, aber längst noch nicht
alle. Unsere Mission ist ganz klar,
diese Technologie interdisziplinär
zu etablieren und so letztlich auch
unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Produktion zu leisten. Es
gibt viel zu tun, packen wir’s an!“
Das neue Wasserstrahlschneidzentrum Schweinfurt liegt im
Nordwesten der Stadt in der Alois-­
Türk-Straße und umfasst insgesamt 2.000 m 2 . Dazu gehören
420 m2 Test- und Montagebereich
mit Raum für bis zu vier Demoanlagen. Hier können Kunden die
Anlagen im Einsatz sehen und ihre
eigenen Werkstücke kostenlos
testschneiden lassen. Zusätzlich
bietet es Einsteigern in diese Fertigungsmethode die Möglichkeit,
im Rahmen von regelmäßig im
neuen Schulungszentrum stattfindenden „Hands on“-Workshops
die Bedienung und Anwendungsmöglichkeiten direkt an der Anlage kennenzulernen.
Die Maximator Jet GmbH ist ein
europaweit agierender Innovator
im High-Performance-Segment der
Wasserstrahlschneideindustrie.
WIRTSCHAFT
4
27. März 2015 | Ausgabe 6
Gebündelte Kompetenzen
Die SME, Society of Manufacturing Engineers, und Demat beschließen strategische Partnerschaft
für die Euromold zur Stärkung der additiven Fertigung und des 3D-Drucks
design, Werkzeug-, Modell- und
Formenbau und Produktentwicklung weiter voranzubringen. Wir
freuen uns auf eine langfristige
Partnerschaft, um Innovationen
aus den USA nach Europa zu bringen und damit die gesamte Industrie in die ,Fabrik der Zukunft‘.“
Seit den ersten Tagen des Rapid
Prototyping vor 25 Jahren waren
die SME-Mitglieder die Experten
und Vordenker in dieser Technologie. SME bietet den Experten
und Unternehmen die umfassendsten Informationen und Programme für die 3D-Technologie.
Von vielen wird SME als die höchste Autorität für additive Fertigung
und 3D-Druck angesehen.
Strategische
Partnerschaften
Terry Wohlers, Präsident
von Wohlers Associates:
„Ich freue mich sehr,
mit SME und Demat zusammenzuarbeiten“
Foto: Rapidmade
Vom Design über den Prototypen bis zur Serie soll die Euromold Produkte und Dienstleistungen, Technologien und Innovationen und Trends für die Märkte der Zukunft bieten
Foto: Demat
Additivfertigung SME, die in den
USA führende Organisation mit
der größten Erfahrung und Expertise in Additive Manufacturing
und 3D-Druck und in der Durchführung von Veranstaltungen für
diesen Bereich, hat bekannt gegeben, dass sie sich mit der Demat
auf eine langfristige strategische
Partnerschaft verständigt hat, um
die additive Fertigung und den
3D-Druck innerhalb der Euromold zu unterstützen. Die strategische Partnerschaft SME/Demat
wird zusätzlich die Position der
Euromold als Weltleitmesse für
die additive Fertigung und den
3D-Druck weiter stärken.
„SME freut sich sehr auf die Partnerschaft mit der Demat und die
Teilnahme an der Euromold“, sagt
Debbie Holton, Direktorin für
Industrie Strategie und Events.
„Die Zusammenarbeit zwischen
den USA und Europa ist entscheidend für die Weiterentwicklung
der additiven Fertigung, da diese
Märkte die größten für die 3DTechnologie sind“, führt Holton
weiter aus. Komplexe Anwendun-
gen, Maschinenanlagen und zusätzliche Technologien im Zusammenhang mit der additiven Fertigung werden ständig neu entdeckt und lanciert.
Wissen und Kenntnisse
vermitteln
Durch diese Bündelung der Kompetenzen und zusätzlich mit der
Erfahrung und dem Fachwissen
in anderen Bereichen der Produktentwicklungsprozesskette
bleibt die Euromold laut eigenen
Angaben weiter die führende Plattform, um auf globaler Ebene Experten, Fachbesucher und Aussteller zusammenzubringen, Innovationen zu präsentieren und damit
die Technologie weiter voranzutreiben.
SMEs Rolle in dieser Partnerschaft
ist es, Wissen und Kenntnisse über
die additive Fertigung den Teilnehmern der Euromold im Rahmen einer neuen, stark erweiterten
Konferenz und Spezialausstellung
näherzubringen. Darüber hinaus
wird SME Start-ups und weitere
führende Firmen dabei unterstützen, zum Weltmarkt für additive
Fertigung zu gelangen.
„Wir sind über die Partnerschaft
mit SME, einer hoch angesehenen
und führenden Organisation für
additive Fertigung und 3D-Printing, begeistert“, sagt Diana Schnabel, geschäftsführende Gesellschafterin von Demat. „Dies ist
ein wichtiger Meilenstein für
unser Unternehmen, um die Euro­
mold, zusammen mit SME, als
Weltmesse und Konferenz für
additive Fertigung, Industrie-
Demat hat kürzlich auch die strategische Partnerschaft mit Woh­
lers Associates verkündet, die für
die langfristige Planung für die
additive Fertigung innerhalb der
Euromold verantwortlich zeichnen werden. Die 17. internationale Wohlers Konferenz findet auf
der Euromold 2015 statt.
„Die Hinzunahme von SME als
strategischer Partner der Euromold wird das Programm stark
erweitern und eine enorme Wissensverbreiterung der additiven
Fertigung mit sich bringen“, sagt
Terry Wohlers, Präsident von
Wohlers Associates. „Ich freue
mich sehr, mit SME und Demat
zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir weiterhin die
additive Fertigungsindustrie beeinflussen und dabei helfen, sie
auf ein neues und aufregendes
Niveau zu bringen.“ sl
www.euromold.com
Der Platz wird knapp, die Spannung steigt
Die Moulding Expo wird vom 5. bis 8. Mai ihre Premiere in Stuttgart feiern – und das, so wie es im Moment aussieht, mit Erfolg
Werkzeug- und Formenbau Auf der
Moulding Expo, die eine Leistungsschau im Zwei-Jahres-Turnus des Werkzeug-, Modell- und
Formenbaus sein soll, gibt es die
komplette Bandbreite dessen zu
entdecken, was das Metier an
Hightech zu bieten hat – von Formen für den Spritz- und Druckguss über Stanz- und Umformwerkzeuge bis hin zu den neuesten
Entwicklungen im Modell- und
Prototypenbau oder bei additiven
Fertigungsverfahren.
„Die Zahlen zeigen, dass die
Moulding Expo zum richtigen
Zeitpunkt am richtigen Ort entsteht“, sagt Ulrich Kromer von
Baerle anlässlich der jüngsten
Pressekonferenz. „Die Unternehmen haben uns ihr Vertrauen
geschenkt und so die Frage beantwortet, ob der Markt überhaupt eine weitere Werkzeug-,
Modell- und Formenbaumesse
benötigt. Unser Fokus liegt nun
darauf, für Aussteller und Besucher gleichermaßen eine ideale
Veranstaltung umzusetzen. Wir
arbeiten konzentriert daran, dass
die Moulding Expo auch die Leistungsschau der Branche wird, als
die sie geplant wurde“, erklärt der
Geschäftsführer der Messe Stuttgart weiter.
Die Messelandschaft in der Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche verändert sich und Stuttgart steht mit seinem 2007 bezogenen modernen Messe- und
Kongresszentrum bereit, der
Branche ein adäquates „Zuhause“
zu bieten. Die Premiere im Mai
2015 wird ein Erfolg, das belegen
die äußerst positiv stimmenden
Ausstelleranmeldungen. Über
20 % der Unternehmen, die im Mai
in Stuttgart ihre Innovationen
zeigen, kommen aus dem Ausland.
Den größten Anteil unter diesen
26 Nationen nehmen Portugal,
Italien, die Schweiz, Frankreich
und die USA ein.
Aktuell sind die drei avisierten
Messehallen 4, 6 und 8 bereits mit
550 Ausstellern belegt und der
Platz ist knapp geworden. Bis
Anfang Mai wird eine komplette
Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart Foto: Messe Stuttgart
Auslastung der verfügbaren Fläche von insgesamt 31.500 m 2
erwartet.
Kooperationen
Die Messe Stuttgart ist Dienstleister und hat für die inhaltliche
Ausprägung der Moulding Expo
die vier wichtigsten Branchenverbände als Partner mit ins Boot
geholt: den Verband Deutscher
Werkzeug- und Formenbauer
(VDWF), den Bundesverband
Modell- und Formenbau, den Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau und den Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken. „Von der Branche für die
Branche“ lautet die Idee der Moulding Expo.
Auch bezüglich der von der Messe Erfurt organisierten Rapid.Area
hat die Messe Stuttgart für die
Moulding Expo eine Kooperation
vereinbart. Die Sonderschau wird
in Stuttgart das Thema generative
Fertigungsverfahren umfassend
abbilden. Eine weitere wichtige
Kooperation ging die Messe Stuttgart mit der Landesagentur für
Leichtbau Baden-Württemberg
ein. Die Besucher der internationalen Fachmesse für Werkzeug-,
Modell- und Formenbau können
sich zu diesem Themenkomplex
auf dem 2. Technologietag Hybrider Leichtbau über neueste
Trends und Entwicklungen in
diesem Technologiefeld informieren. Auf der Sonderschau des
Innonet Kunststoff – eines Unternehmernetzwerks, das fast 70
Betriebe der Kunststoffbranche
in Baden-Württemberg vereint
– werden im Rahmen der Moulding Expo einzelne Verarbeitungsschritte der Wertschöpfungskette
präsentiert: vom Formenbau über
die Kunststoffverarbeitung bis hin
zur Bedruckung von Bauteilen.
Klarer Themenfokus
Der Werkzeug-, Modell- und Formenbau steht in allen drei Hallen
im Mittelpunkt des Messeprogramms – sei es mit begleitenden
Fachveranstaltungen wie dem
Einkäuferforum Werkzeuge des
Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik sowie
den drei Vortragsforen oder mit
dem Moulding-Expo-Infostand
bei den parallel in Halle 9 stattfindenden Azubi- und Studien­
tagen. „Dieses Rahmenprogramm
und viele weitere Besonderheiten
haben wir über die inhaltliche
Auseinandersetzung mit den
Branchenverbänden erarbeitet“,
sagt Kromer von Baerle.
„Umso akribischer beschäftigen
wir uns auch damit, dass die Veranstaltung gerade die Kunststoffverarbeiter sowie die Blechumformer und die Stanzer aus allen
Ländern anzieht – diejenigen also,
von denen die Unternehmen der
Branche schließlich ihre Aufträge
erhalten. Denn der Erfolg wird sich
nur dann einstellen, wenn Aussteller und Besucher gleichermaßen zufrieden sind.“
In Halle 4 wird man einen Schwerpunkt zum Modell- und Prototypenbau finden. Dort werden auch
die additiven Fertigungsverfahren
angesiedelt sein. In Halle 6 trifft
man die Werkzeug- und Formenbauer selbst an und auch Zulieferer wie zum Beispiel Normalienoder Heißkanalanbieter. Und in
Halle 8 geht es dann um Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Spannmittel, aber auch um
Werkzeugmacher, die ganz nah
am Metall dran sind und zum
Beispiel Umform- oder Stanzwerkzeuge präsentieren. sl
www.messe-stuttgart.de
WIRTSCHAFT
27. März 2015 | Ausgabe 6
5
Arburg bleibt weiter auf Rekordkurs
Mehr Umsatz und mehr Mitarbeiter als je zuvor / Neubauten schaffen Platz für weitere Expansion
Spritzgießen Bei den Technologie-
Tagen 2015 gab Arburg neben
einem umfassenden Überblick
über den Stand der Technik wie
gewohnt auch einen Einblick in
die wirtschaftliche Entwicklung
des Familienunternehmens. Und
die kann sich sehen lassen, denn
obwohl noch nicht alle Zahlen im
Detail vorliegen, ist bereits abzusehen, dass im Jahr 2014 mit rund
540 Mio. EUR ein neuer Rekordumsatz erreicht wird.
Umsatz wächst
auf 540 Millionen Euro
So war es auch Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter
und Sprecher der Geschäftsführung von Arburg, trotz der bekannten schwäbischen Zurückhaltung bei seiner Ansprache
deutlich anzusehen, dass das Familienunternehmen mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2014
überaus zufrieden ist: „Aus heutiger Sicht können wir schon sagen,
dass der konsolidierte Umsatz
zusammen mit unseren weltweiten
Töchtern im Jahr 2014 bei rund
540 Millionen Euro liegt. Das ist
ein Rekord für Arburg.“
Dass die positive Entwicklung
anhält, lässt sich an den Auftragseingängen ablesen, die wertmäßig
auf Basis des Euros von 2013 auf
2014 um über 15 % gesteigert werden konnten. Wie Michael Hehl
betonte, wurden 92 % der Auftragseingänge dabei über die eigenen Organisationen erzielt. Auf
die verschiedenen Bereiche bezogen, betrugen die wertmäßigen
Steigerungen 10 % bei den elektrischen, 28 % bei den hybriden und
25 % bei den hydraulischen Allrounder Baureihen. Bei den großen Allroundern bis 5.000 kN
Schließkraft waren es 16 % und
bei Turnkey-Anlagen stolze 34 %.
Die Struktur des Produktmix ist
dabei nach Worten von Michael
Hehl nahezu konstant geblieben.
So gab es 2014 bei den Anteilen
der verschiedenen Maschinenbereiche am Auftragseingang keine
bedeutenden Veränderungen. Die
elektrischen Alldrive und Edrive
Maschinen lagen bei 23 %, die
hybriden Hidrive Maschinen bei
15 % und die hydraulische Baureihen S und Golden Edition zusammen bei 51 %. Die großen
Allrounder erreichten 19 % und
die Turnkey-Anlagen 16 %.
Zahlreiche
Baumaßnahmen
Die Voraussetzungen, dass für das
stark wachsende und sehr platz­
intensive Projektgeschäft genügend Montagefläche zur Verfü-
Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung von Arburg (l.),
Heinz Gaub, Technikgeschäftsführer (M.), und Vertriebsgeschäftsführer Helmut Heinson (r.) zeigten
sich mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden Foto: K-ZEITUNG
gung steht, werden gerade geschaffen. Auf der Baustelle der neuen
Montagehalle für große Allrounder bis 5.000 kN und TurnkeyAnlagen läuft alles nach Plan. Die
Halle mit einer Nutzfläche von
rund 18.600 m² wird voraussichtlich im Herbst 2015 bezogen und
vergrößert dann die Gesamtfläche
des Loßburger Stammwerks um
rund 13 % auf knapp 165.000 m².
Auch an anderen Arburg-Standorten wird derzeit kräftig gebaut
und auch dort wird zusätzlicher
Platz für das zunehmende Projektgeschäft geschaffen. Der Erweite-
rungsbau in Tschechien wird am
21. April offiziell eingeweiht, der
Neubau der US-Zentrale in Rocky
Hill wird am 16. Juni feierlich seiner Bestimmung übergeben und
die Niederlassung in Polen wird
in der zweiten Jahreshälfte 2015
ihr neues Gebäude beziehen.
So erfreulich die Entwicklung
beim Projektgeschäft ist, so klar
ist für Heinz Gaub, Technik­
geschäftsführer von Arburg, dass
„darunter die Standardmaschinen
nicht leiden dürfen und auch nicht
leiden werden“. Mehr noch: Die
Standardmaschinen profitieren
sogar vom Projektgeschäft, denn
– so Gaub – „mit den hoch automatisierten Hightechanlagen
bauen wir unsere technische Kompetenz kontinuierlich aus, und dies
kommt auch den Standardmaschinen zugute.“
Überraschend gut in
Südeuropa unterwegs
Was die Entwicklung in den einzelnen Märkten betrifft, gab es die
eine oder andere Überraschung.
Denn dass für Arburg der Geschäftsverlauf in Deutschland
2014 sehr gut war und die Erwartungen sogar übertroffen hat, war
absehbar. Aber für die Loßburger
liefen auch die Geschäfte in Westund sogar in Südeuropa ausgezeichnet und Zentraleuropa zeigte sich auf sehr hohem Niveau
stabil. Dazu Vertriebsgeschäftsführer Helmut Heinson: „Die
wirtschaftliche Entwicklung in
Südeuropa ist überhaupt nicht auf
die Situation von Arburg abbildbar. Wir haben unser Budgetziel
in Italien, Spanien und Frankreich
übertroffen.“ Vor allem Systeme
für die Verpackung erfreuen sich
im Süden großer Nachfrage.
Größter Auslandsmarkt für Arburg sind weiterhin die USA. Hier
soll auch die Präsenz zielgerichtet
weiter ausgebaut werden. In Asien
profitiert Arburg von der kontinuierlichen Expansion der Aktivitäten, an der ebenfalls weiter
gearbeitet wird.
Insgesamt hat Arburg 2014 15,8
Mio. EUR investiert – 20 % mehr
als 2013. Gestiegen ist auch die
Anzahl der Mitarbeiter, die zum
Jahresende 2014 weltweit bei exakt
2.400 und damit 6,4 % über dem
Vorjahreswert lag (mehr zu den
Technologietagen von Arburg
lesen Sie auf Seite 10 sowie im
Schwerpunkt Spritzgießen in Ausgabe 7/2015 der K-ZEITUNG). gk
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WIRTSCHAFT
6
27. März 2015 | Ausgabe 6
Lanxess verbessert Ergebnis – Umsatz rückläufig
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg auf 808 MillionenEuro. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 47 Millionen Euro.
Die Optimierung der Kautschukerzeugung wurde eingeleitet. Die Erwartungen für das laufende Jahr sind verhalten positiv
Spezialchemie Der Konzernumsatz
ging im Geschäftsjahr 2014 gegen­
über dem Vorjahr um 3,5 % auf
rund 8 Mrd. EUR zurück. Bedingt
war dies laut Lanxess insbeson­
dere durch niedrigere Verkaufs­
preise vorwiegend im Segment
Performance Polymers. Leicht
gestiegene Absatzmengen auf
Konzernebene konnten diese nicht
ausgleichen.
Das Konzernergebnis lag mit 47
Mio. EUR um 206 Mio. EUR über
dem negativen Vorjahreswert.
Ursächlich waren insbesondere
geringere außerplanmäßige Ab­
schreibungen. Dem standen je­
doch 2014 rund 180 Mio. EUR
Sonderaufwendungen gegenüber,
die im Wesentlichen für das Neu­
ausrichtungsprogramm anfielen.
Das Ebitda vor Sondereinflüssen
stieg im Vergleich zum Vorjahr
um 9,9 % auf 808 Mio. EUR. Dies
entspricht den Ende Januar 2015
veröffentlichten vorläufigen Zah­
len. Alle Segmente trugen zum
Ergebnisanstieg bei. Diese trotz
niedrigerer Verkaufspreise posi­
tive Entwicklung war insbeson­
dere auf eine gesunkene Kosten­
basis, eine bessere Auslastung
sowie vorteilhafte Wechselkurs­
effekte zurückzuführen.
Segmente im Plus
Der Umsatz des Segments Perfor­
mance Polymers ging im Ge­
schäftsjahr 2014 gegenüber dem
Vorjahr um 8,0 % auf rund 4,1
Mrd. EUR zurück. Maßgeblich
Bald Vergangenheit: EPDM-Produktion in Marl Foto: Lanxess
waren der Preisrückgang über alle
Geschäftsbereiche aufgrund von
geringeren Rohstoffkosten und
des anhaltend herausfordernden
Marktumfelds sowie geringfügig
niedrigere Absatzmengen, heißt
es von Lanxess. Auch die Wech­
selkurse wirkten sich über das Jahr
gesehen negativ auf den Umsatz
aus. Das Ebitda vor Sondereinflüs­
sen des Segments lag mit 392 Mio.
EUR knapp 1 % über dem Niveau
des Vorjahres.
Der Umsatz des Segments Ad­
vanced Intermediates lag im Ge­
schäftsjahr 2014 mit rund 1,6 Mrd.
EUR nahezu auf dem Niveau des
Vorjahres. Gestiegene Absatzmen­
gen glichen dabei die rohstoff­
preisgetriebene Anpassung der
Verkaufspreise aus. Insbesondere
die Nachfrage nach Agrochemi­
kalien entwickelte sich erfreulich.
Das Ebitda vor Sondereinflüssen
des Segments stieg um 5,9 % auf
303 Mio. EUR.
Im Segment Performance Chemi­
cals stieg der Umsatz im Ge­
schäftsjahr 2014 um 2,9 % auf rund
2,2 Mrd. EUR. Grund dafür waren
gestiegene Absatzmengen sowie
geringfügig höhere Verkaufsprei­
se, die leicht negative Wechsel­
kurseffekte überkompensierten.
Das Ebitda vor Sondereinflüssen
des Segments stieg gegenüber dem
Vorjahr um 18,6 % auf 274 Mio.
EUR.
erste Stufe zur Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit seiner Ge­
schäfts- und Verwaltungsstruktur,
die den Abbau von rund 1.000
Stellen weltweit beinhaltet, hat der
Konzern weitgehend abgeschlos­
sen. Ab Ende des Jahres 2015 will
Lanxess durch die Maßnahmen
der ersten Stufe rund 120 Mio.
EUR, ab Ende 2016 jährlich 150
Mio. EUR sparen.
Im Rahmen der zweiten Stufe, die
auf die Verbesserung der operati­
ven Wettbewerbsfähigkeit zielt,
hat der Konzern erste Maßnahmen
eingeleitet.
Der Konzern beabsichtigt, die
EPDM-Kautschuk-Produktion am
Standort Marl Ende des Jahres
2015 zu beenden.
Seine Nd-PBR-Produktion will der
Konzern im Laufe des Jahres 2016
auf die Standorte Dormagen und
Singapur fokussieren. Die NdPBR-Anlagen an den Standorten
Orange TX/USA und Cabo de
Santo Agostinho/Brasilien werden
dann ausschließlich die jeweilige
Region bedienen.
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Neuausrichtung
im Plan
Im August 2014 hatte der Konzern
ein dreistufiges Programm zur
Neuausrichtung vorgestellt. Die
Für die Neuaufstellung seiner
Produktionsnetzwerke für EPDMund Nd-PBR-Kautschuke rechnet
der Konzern insgesamt mit einem
Abbau von etwa 140 Stellen und
Sonderaufwendungen von rund
55 Mio. EUR. Ab Ende 2016 er­
wartet Lanxess Einsparungen von
jährlich 20 Mio. EUR.
Ausblick 2015
Für das Geschäftsjahr 2015 geht
Lanxess von einem anhaltend he­
rausfordernden Wettbewerbsum­
feld insbesondere für syntheti­
schen Kautschuk aus. Zwar erwar­
tet der Konzern für das Segment
Performance Polymers im Ver­
gleich zum Vorjahr eine leichte
Nachfrageverbesserung, rechnet
jedoch insbesondere für EPDMund Butylkautschuk mit anhal­
tendem Preisdruck. Für das Ge­
schäft mit Leichtbaukunststoffen
geht Lanxess von einer weiterhin
positiven Entwicklung aus.
Für das Segment Advanced Inter­
mediates erwartet der Konzern im
laufenden Geschäftsjahr eine gute
Nachfrage aus den wesentlichen
Kundenindustrien. Im Segment
Performance Chemicals sieht Lan­
xess eine leichte Verbesserung der
Nachfragesituation. Der anhal­
tend starke US-Dollar wird vor­
aussichtlich insgesamt positive
Impulse für die Geschäfte geben.
Auch bei den Rohstoffen geht
Lanxess von einer volatilen Ent­
wicklung aus. pl
www.lanxess.de
Neue Anteilseigner für Oechsler
Zuverlässige Peripherie für Südamerika
Spritzgießverarbeiter findet Finanzinvestor mit Erfahrung in der
Automobilzulieferindustrie / Mehrheit bei Familiengesellschaftern
Motan-Colortronic do Brasil im Bundesstaat
São Paolo eröffnet
Finanzinvestor Die Deutsche Be­
teiligungs AG, Frankfurt am
Main, und der von ihr verwaltete
DBAG Expansion Capital Fund
beteiligen sich mit 20 % der Ak­
tien an der Oechsler AG, Ansbach,
einem verarbeitenden Unterneh­
men der Kunststofftechnik mit
einem Kundenschwerpunkt in der
Automobilzulieferindustrie. Die
DBAG wird künftig 8,4 % der
Oechsler-Aktien halten, der DBAG
Expansion Capital Fund 11,6 %.
Sie erwerben Anteile, die seit mehr
als zehn Jahren zwei andere Fi­
nanzinvestoren gehalten hatten.
Die Transaktion soll im ersten
Quartal des Jahres 2015 abge­
schlossen sein.
Für den Erwerb wenden DBAG
und DBAG Expansion Capital
Fund rund 27 Mio. EUR auf. Die
übrigen 80 % der Aktien verbleiben
in den Händen der Familienge­
sellschafter.
80 Prozent Umsatz mit
Autozulieferindustrie
Oechsler, ein mehr als 150 Jahre
altes Traditionsunternehmen,
stellt Präzisionsteile in Spritzgieß­
technik her sowie elektromecha­
nische Baugruppen. Rund 80 %
des Umsatzes werden mit der
Automobilzulieferindustrie er­
zielt. Ein wichtiges Produkt ist die
elektronische Parkbremse, in der
mechanische und elektronische
Komponenten mit Kunststoff­
spritzgussteilen kombiniert wer­
den. Weitere typische Produkte
sind Gehäusekomponenten für
Funkschlüssel und Scheinwerfer­
module sowie spritzgegossene
Keramikbauteile.
Traditionsunternehmen seit mehr als 150 Jahren: 20 % von Oechsler befinden sich heute in der Hand der DBAG Foto: Oechsler
Hightechlaufsohlen für Sport­
schuhproduzenten und Visiere für
Feuerwehrhelme sind Beispiele
technischer Produkte für andere
Branchen (rund 15 % Umsatz­
anteil). Daneben gehören diverse
Präzisionskomponenten für me­
dizinische Geräte zum Produkt­
portfolio (rund 5 %).
Das in sechster Generation mehr­
heitlich im Familienbesitz befind­
liche Unternehmen ist in den zu­
rückliegenden Jahren stark ge­
wachsen. Der Konzernumsatz hat
sich zwischen 2009 und 2013 mehr
als verdoppelt, von 117 Mio. EUR
auf 250 Mio. EUR. Die Beteili­
gungsgesellschaft VR Equitypart­
ners, die seit 2000 Anteile am
Unternehmen gehalten hatte,
verweist sogar auf weit mehr als
eine Verdreifachung des Umsatzes
zwischen 2000 und 2014, von
83 Mio. EUR auf zuletzt 280 Mio.
EUR. Die globale Aufstellung und
das verbreiterte Produktsortiment
verringerten die Abhängigkeit von
regionalen Marktentwicklungen.
An fünf Produktionsstandorten
auf drei Kontinenten beschäftigt
Oechsler heute rund 2.200 Mit­
arbeiter, davon 1.290 in Deutsch­
land an den fränkischen Standor­
ten Ansbach und Weißenburg. gr
www.deutsche-beteiligung.de
www.oechsler.com
Dezentral „Unsere Kunden können
sich weltweit auf die Qualität made
by Motan verlassen“, verspricht
Sandra Füllsack, neben Ulrich
Eberhardt Geschäftsführerin der
Motan-Holding, Deutschland. Mit
der Motan-Colortronic do Brasil
werde das Fundament für den
Ausbau und die nachhaltige Ent­
wicklung des südamerikanischen
Marktes gelegt, so die dezentrale
Strategie des Unternehmens. Ser­
vice vor Ort sei es, was das Team
um Frank Medgyesy, Leiter der
Verkaufsregion Süd, sowie die
beiden Geschäftsführer der neuen
brasilianischen Niederlassung,
Jefferson Macedo und Beat Am­
rein, leisten wollen.
Bereits Ende 2014 fand die Ein­
weihungsfeier der Motan-Color­
tronic do Brasil Ltda in Piracicaba
im Bundesstaat São Paolo statt. Die
Neueröffnung lockte die gesamte
regionale K-Industrie in die jüngs­
te Niederlassung: Antonio Dotto­
ri vom südamerikanischen Kunst­
stoffverband Abimaq – brasilia­
nische Vereinigung der Maschinen
und Anlagen, Thomas Ulbrich
vom VDMA Brasilien sowie zahl­
reiche Vertreter der SchaefflerGruppe, von Toyota, TE Connec­
tivity, Krauss Maffei, Engel, Pall­
mann und vielen anderen Kunden­
unternehmen.
In Brasilien vor Ort: Sandra Füllsack (v.r.), Beat Amrein, Frank
Medgyesy, Jefferson Macedo und Ulrich Eberhardt Foto: Motan
Tomás Martins, Geschäftsführer
von Gerresheimer Brasilien, hob
in seiner Ansprache die Zuverläs­
sigkeit und die Rezepttreue in der
Medizintechnik hervor, welche die
Produkte von Motan-Colortronic
gewährleisteten. Und wie wichtig
es sei, diese Beratung und den
Service von nun an vor Ort zu
erhalten.
Die Motan-Gruppe mit Sitz in
Konstanz am Bodensee bietet Lö­
sungen für Spritzgießen, Blasfor­
men, Extrusion und Compoun­
dierung. Zum applikationsorien­
tierten Produktspektrum gehören
modulare Systemlösungen für die
Lagerung, Trocknung und Kris­
tallisation, zum Fördern, Dosieren
und Mischen von Rohstoffen für
die kunststoffherstellende und
-verarbeitende Industrie.
Die Fertigung erfolgt an verschie­
denen Produktionsstandorten in
Deutschland, Indien und China.
Über ihre sechs Regionenzentren
vertreibt Motan die Produkte und
Systemlösungen. Mit derzeit über
450 Mitarbeitern wird ein Jahres­
umsatz von rund 110 Mio. EUR
erzielt. Insgesamt ist Motan in über
120 Ländern mit Verkauf und
Service aktiv. gr
www.motan-colortronic.com/de
WIRTSCHAFT
27. März 2015 | Ausgabe 6
7
Neue Halle für Pöppelmann
Fertigung von Funktionsteilen und Verpackungen für die Lebensmittelindustrie ab Ende nächsten Jahres
Erweiterung An der Pöppelmann­
straße im norddeutschen Lohne
entsteht derzeit ein 10.000 m²
großer Neubau mit rund 6.000 m²
Produktionsfläche. Begonnen
hatte die Produktion im Werk 3
für den Geschäftsbereich Famac
mit Produkten für die Pharma-,
Medizin- und Kosmetikbranche
bereits im Jahr 2011 in Halle 32.
Nun stehen schon die Außenwän­
de der neuen Halle 33 und spätes­
tens ab Anfang 2016 sollen dort
auch Kunststoffteile und Verpa­
ckungen für die Lebensmittel­
branche gefertigt werden. Zum
Umfang der Investition wollte sich
Die neue Halle am Werk 3, Ansicht der Unterflurversorgung
Fotos: Pöppelmann
das Unternehmen auf
Nachfrage nicht äußern.
Die Gebäude- und An­
lagentechnik für den
Neubau wird den An­
gaben zufolge genau auf
die Produktionsanfor­
derungen von Kunst­
stoffbauteilen und -bau­
gruppen für die jewei­
ligen Zielmärkte abge­
stimmt. Eine zentrale
Unterflurversorgung
mit Material, Kühlwasser, Druck­
luft und Energie sorgt im Zusam­
menspiel mit optimierten Wandund Bodenstrukturen, Transport-
und Schleusensystemen sowie
Klimatisierungs-, Belüftungs- und
Filteranlagen dafür, dass jegliche
Sauberkeits- und Lärmschutzan­
forderungen voll und ganz erfüllt
werden, so das Unternehmen. Die
vollautomatische Materialversor­
gung könne für jede Spritzgieß­
maschine individuell eingestellt
werden. Logistische Prozesse
laufen im neuen Werk 3 teilweise
vollautomatisch ab. Geplant sind
darüber hinaus 33 Doppelkam­
mer-Außensilos mit jeweils 2 ×
30 t Kapazität für eine sichere
Chargentrennung. pl
www.poeppelmann.com
Ziele erreicht, weiter zuversichtlich
Krones steigert Umsatz 2014 um knapp fünf Prozent. 2015 wird ein
Umsatzwachstum von vier Prozent erwartet
Anlagenbau Krones hat vorläufi­
gen Zahlen zufolge im Geschäfts­
jahr 2014 seine Prognosen erfüllt.
Mit einem Umsatzanstieg um
4,9 % auf 2,95 Mrd. EUR übertraf
das Unternehmen sein Umsatzziel
von +4 %. Das Unternehmen pro­
starke Wettbewerbsposition des
Unternehmens in den Schwellen­
ländern aus. Der Umsatzanteil,
den Krones in den Emerging
Markets erwirtschaftet, kletterte
2014 von 58,2 % im Vorjahr auf
60,4 %.
Die Krones-Zentrale in Neutraubling Foto: Krones
fitierte dabei von seinem breiten
Produkt- und Dienstleistungs­
angebot sowie der internationalen
Aufstellung, heißt es aus Neu­
traubling. Positiv wirkte sich die
Trotz eines unverändert wettbe­
werbsintensiven Preisniveaus
verbesserte der Abfüllspezialist im
Geschäftsjahr 2014 die Ertrags­
kraft deutlich. Ausschlaggebend
hierfür waren den Angaben zu­
folge Maßnahmen des Strategie­
programms Value, mit denen die
Effizienz des Unternehmens ge­
steigert wurde. Das Ergebnis vor
Steuern (EBT) kletterte 2014 im
Vergleich zum Vorjahr um 13,1 %
von 169,7 Mio. EUR auf 191,8 Mio.
EUR. Die EBT-Marge, also das
Ergebnis vor Steuern im Verhält­
nis zum Umsatz, verbesserte Kro­
nes von 6,0 % im Vorjahr auf 6,5 %.
Damit hat das Unternehmen die
Prognose von 6,2 % übertroffen.
Das Ergebnis nach Steuern legte
im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vorjahr um 13,6 % auf 135,7
Mio. EUR zu.
Bei einem Umsatz von rund 2,5
Mrd. EUR entwickelte sich die
EBT-Marge im Kernsegment mit
7,8 % weiterhin positiv. Die beiden
kleineren Segmente erreichten im
Gesamtjahr 2014 operativ schwar­
ze Zahlen. Die Prozesstechnik
erzielte mit einem Umsatz von
358,7 Mio. EUR eine EBT-Marge
von 1,0 %. Im Segment Kosme
drückte eine Restrukturierungs­
rückstellung das operativ ausge­
glichene Ergebnis bei einem Um­
satz von 102,0 Mio. EUR auf eine
EBT-Marge von –4,6 %. Damit
erfüllte das Segment die Erwar­
tungen.
Alle genannten Zahlen sind vor­
läufig und können sich im Rahmen
der Prüfung durch den Wirt­
schaftsprüfer noch ändern.
Auf Basis der derzeitigen gesamt­
wirtschaftlichen Aussichten und
der Entwicklung der für Krones
relevanten Märkte erwartet das
Unternehmen für 2015 im Kon­
zern ein Umsatzwachstum von
4 %. Die Ertragskraft des Unter­
nehmens soll im laufenden Jahr
erneut steigen. So prognostiziert
Krones, dass 2015 die EBT-Marge
auf 6,8 % zulegen wird. Damit
kommt Krones dem Ziel von 7 %,
das sich das Unternehmen bei der
Auflage des Value-Programms
mittelfristig gesetzt hatte, sehr
nahe. Die dritte Zielgröße, den
ROCE, will das Unternehmen im
laufenden Jahr auf rund 17 % stei­
gern. Den Geschäftsbericht 2014
sowie den Bericht über das erste
Quartal 2015 veröffentlicht Krones
am 30. April 2015. pl
www.krones.com
SGL Carbon erwartet Aufschwung
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Umsatz mit Carbonfasern im Plus, aber Preisdruck bei
Grafitelektroden drückt Gesamtumsatz
Sparmaßnahmen 2014 war für SGL
Carbon trotz einer Stabilisierung
beziehungsweise leichten Verbes­
serung in einigen Bereichen im
zweiten Halbjahr geprägt von
schwierigen Rahmenbedingungen
insbesondere im Kerngeschäft
Grafitelektroden, so das Unter­
nehmen. Bedingt durch den Um­
satzrückgang im Segment Perfor­
mance Products, der nur teilwei­
se durch die positive Umsatzent­
wicklung bei Graphite Specialties
und Carbon Fibers & Materials
kompensiert wurde, sank der Kon­
zernumsatz um 6 % auf 1.335,6
Mio. EUR (2013: 1.422,6 Mio.
EUR). Das EBIT vor Sonderein­
flüssen lag bei 2,7 Mio. EUR (2013:
22,8 Mio. EUR). Die EBIT-Marge
ging von 1,6 % auf 0,2 % zurück.
Die Sondereinflüsse im Jahr 2014
sanken auf 51,2 Mio. EUR (2013:
122,8 Mio. EUR) und bestanden
in der Berichtsperiode im Wesent­
lichen aus Restrukturierungsauf­
wendungen in Verbindung mit
dem Sparprogramm SGL 2015.
Der Konzern hat die Sparziele
nochmals erhöht von 200 Mio.
EUR auf 240 Mio. EUR.
Carbonfasern steigern
Umsatz
Der Umsatz im Berichtssegment
CFM legte 2014 um 18 % auf 296,4
Mio. EUR (2013: 251,5 Mio. EUR)
zu. Ursächlich hierfür waren laut
SGL hauptsächlich die um rund
40 Mio. EUR höheren Umsätze bei
SGL ACF, dem Joint Venture mit
der BMW Group. Aber auch der
Geschäftsbereich Carbon Fibers
& Composite Materials (CF/CM)
hat aufgrund der gestiegenen
Nachfrage zum Umsatzanstieg
EKO Serie
Granulattrocknung auf
höchstem Niveau – mit bis
zu 40% Energieeinsparung!
tung. Die Kosteneinsparungen aus
SGL 2015 beliefen sich auf insge­
samt 6,2 Mio. EUR, davon basier­
ten 3,9 Mio. EUR auf SGL Excel­
lence. Das EBIT nach Sonderein­
flüssen beläuft sich daher auf –33,0
Mio. EUR(2013: –70,1 Mio. EUR).
Verbesserung 2015
Die SGL-Zentrale in Wiesbaden
Foto: SGL Group
beigetragen. Das EBIT vor Son­
dereinflüssen verbesserte sich auf
–22,5 Mio. EUR (2013: –27,5 Mio.
EUR). Problematisch blieben das
unbefriedigende Preisniveau bei
Carbonfasern sowie die anhaltend
unzureichende Kapazitätsauslas­
Für das laufende Jahr stellt SGL
eine spürbare Erholung in Aus­
sicht. Die Einsparungen sollen im
mittleren zweistelligen MillionenEuro-Bereich liegen. Dem sollen
niedrigere Restrukturierungsauf­
wendungen gegenüberstehen. Bei
stabilem Umsatz will man EBIT
und EBITDA vor Sondereffekten
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FORSCHUNG
8
27. März 2015 | Ausgabe 6
Belastungs- und verschnittoptimiert
Das Fraunhofer IPT stellte auf der diesjährigen JEC Europe ein automatisiertes
System für die Fertigung von Organoblechen vor
Verbundwerkstoffe Organobleche
sind Kunststoffhalbzeuge aus Fa‑
sergeweben, die in eine thermo‑
plastische Kunststoffmatrix ein‑
gebettet sind und sich deshalb
durch Erwärmung umformen
lassen. Im Forschungsprojekt
„E‑Profit“ hat das FraunhoferInstitut für Produktionstechno‑
logie IPT aus Aachen gemeinsam
mit Partnern eine automatisierte
Produktionsanlage für die Her‑
stellung solcher belastungs- und
verschnittoptimierter Organo­
bleche aus unidirektionalen faser‑
verstärkten Tapes entwickelt. Auf
der europäischen Leitmesse für
Faserverbundtechnologien, der
JEC Europe 2015 in Paris, stellte
das Fraunhofer IPT die Techno‑
logie erstmals vor.
Besonders der Automobil-, Flug‑
zeug- und Maschinenbau zeigen
bereits großes Interesse am Einsatz
belastungsoptimierter Organo­
bleche. Denn gegenüber vielen
herkömmlichen Leichtbauwerk‑
stoffen lassen sich diese schneller,
ressourcenschonender und ener‑
giesparender verarbeiten – bei
gleichen oder sogar besseren tech‑
nischen Bauteileigenschaften. Die
Produktion von Bauteilen aus
konventionellen Duroplast-Mat‑
rixsystemen mit Faserverstärkun‑
gen ist hingegen aufgrund der
erforderlichen Injektions- und
Autoklavverfahren für viele An‑
wendungen heute noch zu ener‑
gie-, zeit- und personalintensiv.
Ein wesentlicher Vorteil der Or‑
Technologieträger aus Organoblech, in dem Fall hinterspritzt mit faserverstärktem Polyamid Foto: Krauss Maffei
ganoblechhalbzeuge mit thermo‑
plastischer Matrix liegt in der
Warmumformfähigkeit und den
daraus resultierenden kürzeren
Prozesszeiten. Ein automatisiertes
System für die Herstellung belas‑
tungs- und verschnittoptimierter
Organobleche aus thermoplasti‑
schen Tapes war jedoch bisher am
Markt nicht erhältlich und wurde
nun erstmals im Projekt „E‑Profit“
entwickelt und aufgebaut.
Flexible Anlagentechnik
für die Serienfertigung
Das Fraunhofer IPT und seine
Partner entwickelten deshalb im
Projekt „E‑Profit“ eine sichere und
robuste Anlage, die Infrarotstrah‑
Anlage zur Herstellung von belastungs- und verschnittoptimierten
Organoblechen Foto: Fraunhofer IPT
ler als Wärmequelle zum Ver‑
schweißen der einzelnen Lagen
nutzt. Dieses eigenständige System
kommt ohne Zusatzausrüstung
wie Roboter oder Umhausungen
aus und bietet durch seine varia‑
ble, flächige Konsolidierstrecke
eine große Vielfalt an Einsatzfel‑
dern. So lassen sich sowohl Koh‑
lenstoff- als auch Glasfasertapes
mit verschiedenen Matrixmateria­
lien kombinieren.
Die Anlage arbeitet bereits heute
mit Ablagegeschwindigkeiten bis
zu 1 m/s und kann Organobleche
mit einer Gesamtbreite von ma‑
ximal 1 m herstellen. Da die Kon‑
solidierung bereits im Herstel‑
lungsprozess inbegriffen ist, ent‑
fällt dieser sonst häufig nachge‑
schaltete Prozessschritt. Die La‑
minate lassen sich durch beliebig
einstellbare Faserorientierungen
genau an den jeweiligen Anwen‑
dungsfall und die gewünschte
Belastungsfähigkeit anpassen. Mit
der Anlage aus dem Projekt
„E‑Profit“ gelingt nun erstmals
eine automatisierte Herstellung
belastungs- und verschnittopti‑
mierter Organobleche einschließ‑
lich deren Umformung, Funktio‑
nalisierung und Besäumung.
Anlagen- und
Prozessentwicklung
Das Fraunhofer IPT bietet inter‑
essierten Unternehmen jetzt an,
entsprechende Produktionsanla‑
gen individuell auszulegen, zu
konstruieren, aufzubauen und für
die Inbetriebnahme zu qualifizie‑
ren. Auf Basis der Projekterfah‑
rungen kann das Fraunhofer IPT
für seine Kunden die vollständige
Prozessentwicklung und -opti‑
mierung zur Herstellung belas‑
tungs- und verschnittoptimierter
Organobleche aus thermoplasti‑
schen Tapes übernehmen. Dazu
zählen auch die lokale Verstärkung
herkömmlicher Halbzeuge zu be‑
lastungsoptimierten Organo­
blechen, die Fertigung von Prüf‑
körpern und anwendungsnahen
Demonstratorbauteilen sowie die
Qualifizierung und der Vergleich
unterschiedlicher Bauteil- und
Laminatqualitäten.
Die Anlage wurde im Rahmen des
Projekts „E‑Profit – energieeffi‑
ziente Produktion funktionsinte‑
grierter thermoplastischer Faser‑
verbundbauteile“ entwickelt. Das
Forschungs- und Entwicklungs‑
projekt wurde mit Mitteln des
Bundesministeriums für Bildung
und Forschung (BMBF) im Rah‑
menkonzept „Forschung für die
Produktion von morgen“ gefördert
und vom Projektträger Karlsruhe
(PTKA) betreut. sl
www.ipt.fraunhofer.de
Formgedächtnis-Kunststoff
Tiefziehen trifft Hinterspritzen
Körperwärme bewegt Kunststoff: Wiederholter Formwechsel
jetzt auch zwischen 20 und 37 Grad Celsius
IKV und TU Dortmund erforschen gemeinsam
Verfahrenskombination
Werkstoffe Forscher des Helm‑
holtz-Zentrums Geesthacht – Zen‑
trum für Material- und Küsten‑
forschung haben einen Formge‑
dächtnis-Kunststoff vorgestellt,
der sich bei 20 °C zusammen‑
krümmt und bei 37 °C entspannt
– und das immer wieder.
Dieses reversible Bewegen war
bisher nur bei Temperaturände‑
rungen im Bereich von über 42 °C
möglich. Für Anwendungen, die
die Körperwärme nutzen, ist das
jedoch zu hoch.
Den neuen Werkstoff hat ein vier‑
köpfiges Team am Institut für
Biomaterialforschung in Teltow
bei Berlin entwickelt, das zum
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
gehört. „Die Herausforderung
bestand darin, neben den form‑
bestimmenden Komponenten
auch solche einzubauen, die die
reversible Bewegung ermögli‑
chen“, sagt der Leiter des Teltower
Instituts, Professor Andreas Lend‑
lein.
Reversible Bewegung
Diese reversible Bewegung errei‑
chen die Forscher, indem sie zwei
Der neue Formgedächtnis-Kunststoff krümmt sich bei 20 °C zusammen und nimmt bei 37 °C wieder die ursprüngliche Form an.
Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar Foto: HZG-Biomaterialforschung
unterschiedliche Segmenttypen
verwenden, deren Molekülketten
an bestimmten Punkten verknüpft
sind. Die für die Bewegung zu‑
ständigen Aktuatorkomponenten
schmelzen bei 37 °C und kristal‑
lisieren wieder bei 20 °C.
Die zweite Komponente unter‑
stützt die Beibehaltung der mole‑
kularen Orientierung in der Ak‑
tuatorkomponente auch im auf‑
geschmolzenen Zustand. Damit
trägt sie zur Erhaltung der Bewe‑
gungsgeometrie bei.
Einsatz in der
Medizin denkbar
Eine denkbare Anwendung der
Formgedächtnis-Kunststoffe sind
zum Beispiel sich selbst faltende
Führungsvorrichtungen für Ner‑
venelektroden, die in der mini‑
malinvasiven Chirurgie gebraucht
werden.
Eine Idee aus dem Bereich der
Gerontechnologie zur Verbesse‑
rung der Lebensqualität von alten
Menschen sind Verschlusssysteme
für Schuhe oder andere Kleidungs‑
tücke, die sich durch bloßes Auf‑
legen der Hand öffnen. gk
www.hzg.de
http://biomaterialien.hzg.de
Leichtbau Für die Herstellung hy‑
brider Kunststoff-Metall-Struk‑
turbauteile erforscht das IKV
gemeinsam mit dem Institut für
Umformtechnik und Leichtbau
(IUL) der Technischen Universität
Dortmund die Verfahrenskom­
bination Tiefziehen und Hinter‑
spritzen.
Solche hybriden Bauteile werden
derzeit verstärkt als leichte, tra‑
gende Strukturen im Kraftfahr‑
zeug eingesetzt. Die Strukturen
bestehen aus einer tiefgezogenen
Blechkomponente mit einer Dicke
von circa 1 mm, die mit einer
Kunststoffkomponente hinter‑
spritzt wird. Diese dient dabei zur
Versteifung. Sie kann auch Funk‑
tions- und Befestigungselemente
enthalten. Voraussetzung für die
werkstoffgerechte Herstellung
dieser hybriden Bauteile ist ein
Haftvermittler, der zunächst auf
die Blechkomponente aufgetragen
wird. Damit entsteht eine stoff‑
schlüssige Verbindung, die für
einen homogenen Spannungsver‑
lauf im hybriden Bauteil sorgt.
Dieses kombinierte Verfahren
nutzt zur Umformung des Metall‑
blechs die Schließbewegung des
Spritzgießwerkzeugs. Denn die
Kinematik eines Spritzgießwerk‑
zeugs ähnelt der eines Tiefzieh‑
Probekörper zur Untersuchung des kombinierten Tiefzieh- und
Hinterspritzprozesses Foto: IKV
werkzeugs. Dadurch wird ein
Prozessschritt eingespart. Ein
Metalleinleger wird so während
des integrierten Prozesses erst
durch Tiefziehen vorgeformt und
anschließend mit der Kunststoff‑
schmelze weiter ausgeformt.
Kern des Kombinationsverfahrens
bildet die kombinierte Werkzeug‑
technik, welche die Elemente eines
Tiefziehwerkzeugs mit denen eines
Spritzgießwerkzeugs vereint.
Ziehstempel und -matrize sind
dabei die formgebenden Elemen‑
te. Ein unabhängig von der
Schließeinheit der Spritzgießma‑
schine steuerbarer Niederhalter
sorgt für ein kontrolliertes Nach‑
fließen des Bleches und vermeidet
die Faltenbildung am tiefgezoge‑
nen Bauteil. Das kombinierte
Spritzgießwerkzeug wurde bei
Herrmann Rausch Formenbau,
Hösbach, gefertigt und steht ab
sofort für die Untersuchung der
Verfahrenskombination den Pro‑
jektpartnern IUL und IKV zur
Verfügung.
Die systematische Analyse dieses
Kombinationsverfahrens wird
über die Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereini‑
gungen vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie ge‑
fördert. sk
www.ikv-aachen.de
Kunststoffverarbeitung
Auf den Technologie-Tagen
bei Arburg herrschte reger
Besucher­andrang Seite 10
BRANCHE
27. März 2015 | Ausgabe 6
TTIP-Chancen: Ja, aber
Die Mikrotechnikbranche begegnet geplantem Handelsabkommen positiv mit Vorbehalt
9
AUS DEM INHALT
Kunststoff-Waschanlage von Lindner für den US-Markt����������������11
Gneuß veranstaltet Open House auf PET-Recycling-Forum������������11
Windmöller & Hölscher wurde erneut als wachstumsstarker
Mittelständler ausgezeichnet�����������������������������������������������������������11
VDI-Wissensforum informiert über aktuelle Methoden und
Techniken von blasgeformten Teilen������������������������������������������������12
Krones: Christoph Klenk wird Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Volker Kronseder���������������������������������������������������������12
Bernhard Ide: Thomas Ide übergibt Nachfolge an seinen
Sohn Alexander Ide����������������������������������������������������������������������������12
Reduction Engineering-Scheer: Generationswechsel bei
Granuliertechnikspezialist����������������������������������������������������������������12
Mannheim: Fachkongress „Kunststoffe im Automobilbau“ stellt
die Schnittstelle Mensch – Maschine in den Mittelpunkt���������������13
Junior 2C
Über zwei Drittel der Mikrotechnikunternehmen meinen, sie würden von TTIP profitieren, sogar drei Viertel erwarten von der transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft positive Einflüsse auf die Wirtschaft Foto: Zerbor – Fotolia.com
Transatlantisch Die geplante trans-
atlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA ruft
bei den KMU der Mikrotechnikbranche gemischte Gefühle hervor. Die Unternehmen versprechen sich von dem Abkommen
durchaus einen Nutzen, lehnen es
aber in der derzeit angedachten
Form eher ab.
InderjährlichenWirtschaftsdaten­
erhebung des IVAM Fachverbands
für Mikrotechnik im Februar 2015
gaben gut zwei Drittel (69 %) der
befragten Unternehmen an, dass
ihr Unternehmen von TTIP profitieren würde. Ein noch höherer
Anteil (75 %) meint, dass TTIP die
Wirtschaft des eigenen Landes
ankurbeln würde. Vor allem Unternehmen mit einem Exportanteil
von über 50 % am Umsatz versprechen sich wirtschaftliche Vor­
teile durch das Freihandelsabkommen.
Den größten Nutzen erwarten die
Unternehmen durch den Abbau
von Zöllen und administrativen
Hürden. Vor allem, wer bereits in
den USA am Markt ist, verspricht
sich Vorteile durch transparentere Einfuhrbestimmungen und
einen leichteren Zugang zu Aufträgen; kühler bewerten das Unternehmen ohne laufendes USAGeschäft. Diese versprechen sich
mehr von der gegenseitigen Anerkennung von Standards und der
Vereinheitlichung von Regularien.
Im Patentrecht
Nachteile befürchtet
Doch einige Aspekte von TTIP
lassen die Branche am uneingeschränkten Nutzen des Abkommens für Hightech-KMU in Euro­
DIE BR ANCHENZAHL
Neue Zielmärkte für Mikrotechnik
pa zweifeln: Unterschiede im
Patentrecht der USA und Europas,
die ohne Angleichung europäische
Unternehmen benachteiligen würden; ebenso die Ungewissheit beim
Thema Investitionsschutz, dessen
Verhandlung immer wieder aufgeschoben wird, ist ein häufig
genannter Kritikpunkt.
Dem Ansehen von TTIP könnte
es in der europäischen Mikrotechnikbranche demnach also nicht
schaden, wenn die Ziele dieses
Abkommens aktiver kommuniziert würden, mehr Transparenz
in die Verhandlungen käme und
kontroverse Themen mit Vorrang
geklärt würden.
Die europäische Mikrotechnikbranche hat zuletzt wieder mehr
investiert. Laut Datenerhebung,
des IVAM hat 2014 knapp ein
Drittel der Unternehmen mehr
investiert als im vorangegangenen
Zahnwalzenmühlen-Serie
Zahn
ahn
nwalzenm
wa zenmühlen-Se
walze
wa
zenmü
mühl
hlen Seri
erie
re
Jahr. Damit zeigte sich die Branche
investitionsfreudiger als der
Durchschnitt der europäischen
Wirtschaft.
Es wird investiert
Auch 2015 wollen viele Mikrotechnikunternehmen noch einmal
mehr Mittel für Technologie­
entwicklung und Unternehmenswachstum in die Hand nehmen:
35,8 % planen mehr Investitionen
als im Vorjahr.
Märkte in China und Osteuropa
haben für die Mikrotechnikbranche Europas seit 2013 nachdrücklich an Bedeutung gewonnen. Das
Russlandgeschäft hat trotz der
Wirtschaftssanktionen nicht
nachgelassen. Dort ist heute sogar
ein höherer Anteil Unternehmen
aktiv als noch vor zwei Jahren. gr
www.ivam.de
KURZ BERICHTET
Pallmann USA: Neuer Verkaufsleiter
Jeff Taylor ist neuer nationaler Verkaufsleiter für den US-amerikanischen
Markt von Pallmann Industries USA. Auch in seiner Vergangenheit hat
Taylor für zahlreiche amerikanische Unternehmen als Vertriebsleiter
gearbeitet. Nach Angaben des Unternehmens bringt der neue Mann an
der amerikanischen Vertriebsspitze umfangreiche Erfahrungen aus dem
Kunststoff- und Recyclingmarkt mit. Taylor geht von einem wachsenden
amerikanischen Markt für Recyclingtechnologien aus und erwartet, von
dieser Entwicklung profitieren zu können. grz
Formnext 2015: Terminänderung
Die wichtigsten Zielmärkte der europäischen Mikrotechnikbranche
2013 und 2015 laut Erhebung des Fachverbands. Vor allem Medizintechnik und Automobilindustrie gewinnen an Bedeutung. Quelle: IVAM
Auf Wunsch der Aussteller wird die Formnext 2015 um eine Woche nach
vorne gezogen und findet vom 17. bis 20. November 2015 statt. Der
Veranstaltungsort, die Halle 3 auf dem Frankfurter Messegelände, bleibt
unverändert bestehen.
„Thanksgiving in der Woche des ursprünglichen Termins hätte die
Teilnahme vieler Amerikaner verhindert. Der neue Termin ermöglicht Ausstellern und Besuchern aus den USA, zur Formnext zu kommen“, erklärt
Johann Thoma, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mesago Messe
Frankfurt GmbH, Veranstalter der Formnext. Thanksgiving ist in den USA
ein hoher Feiertag, in dessen Woche internationale Geschäftsreisen
vermieden werden. Die USA mit ihrer wieder erstarkenden Industrie und
traditionellen Innovationsfreude sind für die gesamte Prozesskette von
der Produktidee bis zur Produktion ein wichtiger Markt. sl
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BRANCHE
10 27. März 2015 | Ausgabe 6
Vier Tage Besucherandrang
Technologie-Tage bei Arburg diesmal nicht mit Besucherrekord – Verfahrenstechnik-Highlight Profoam geht in Serie –
erste Serienmaschinen des Freeformers kurz vor der Auslieferung
Hausmesse Mehr als 5.900 Gäste
aus 49 Ländern haben die Arburg
Technologie-Tage 2015 Mitte März
besucht, um sich einen Überblick
über Branchentrends und Highlights des Unternehmens zu verschaffen. Im Fokus stand produktionseffiziente Verarbeitungstechnik vom Einzelteil bis zum Großserienprodukt, vom Freeformer
für die additive Fertigung bis zum
breiten Produktprogramm an
Allrounder-Spritzgießmaschinen.
Zwar waren an den vier Tagen gut
1.000 Besucher weniger nach Loßburg gekommen als noch vor einem Jahr. Doch schon im Rekordjahr 2014 hatte Michael Hehl,
geschäftsführender Gesellschafter
und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung, gesagt: „Qualität
geht über Quantität.“ Und so galt
für ihn dieses Jahr umso mehr:
„Wir können uns hier im Vergleich
zu den Fachmessen noch intensiver und individueller um unsere
Kunden kümmern.“
Rund 45 % der Besucher kamen
dieses Jahr aus dem Ausland. Die
größten Gruppen stammten aus
Europa: Aus der Schweiz kamen
rund 280, aus Frankreich rund
210, aus Tschechien rund 160 und
aus Polen rund 130 Teilnehmer.
Bedeutende Gruppen waren auch
aus Übersee angereist, speziell aus
den USA (rund 140 Besucher) und
China (rund 100).
Über 40 Allrounder Exponate mit
einem breiten Branchen- und Anwendungsspektrum waren zu
sehen. Zu den Highlights gehörte
dabei eine spezielle Mikroproduktionszelle rund um einen elektrischen Allrounder 270 A. Er arbeitete mit der neuen Mikrospritzeinheit der Euromap-Größe 5.
Zusammen mit einem linearen
Robotsystem Multilift H 3+1 entstand eine flexibel einsetzbare
Systemlösung für die reproduzierbare Fertigung von Mikrobauteilen, hier für 0,004 g leichte Mikro­
zählräder. Die neue Mikrospritzeinheit kombiniert die präzise
Regelung kurzer Fahrwege mit
einer hohen Fülldynamik. „Die
Handhabungstechnik ist in dieser
Fertigungszelle ganz elementar,
denn die ultrakleinen Bauteile
prozesssicher zu entnehmen und
zu handhaben stellt eine große
Herausforderung dar“, erklärte
Technikgeschäftsführer Heinz
Gaub. Wesentlich sei dabei auch,
dass die Zelle durch die Ausstattung mit einem Reinraummodul
von Alpha Ionstatex quasi in einer
Reinraumatmosphäre arbeite.
Serienprodukte – seit Oktober
2014 kann der Freeformer in
Deutschland offiziell bestellt werden – liefert Arburg in diesem
Monat an Kunden aus, nachdem
bislang nur Null-Serien-Maschinen verkauft und geliefert worden
waren. „Die Anzahl der erhaltenen
Aufträge ist sehr erfreulich“, erklärte Hehl auf der Pressekonferenz, ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen.
Prototyper sind scharf
auf den Freeformer
Über 5.900 Kunststofffachleute aus aller Welt kamen vom 11. bis 14. März 2015 zu den Arburg Technologie-Tagen nach Loßburg, um sich
über Trends und Innovationen in der Kunststoffverarbeitung zu informieren Foto: Arburg
Trexel, das Engel und Krauss
Maffei beispielsweise anbieten,
sowie zum Cellmould-Verfahren
von Wittmann Battenfeld. Der
Unterschied: Bei Profoam wird
Kunststoffgranulat in einer Granulatschleuse vor der Spritzeinheit
mit Treibfluid angereichert. „Im
Gegensatz zu Mucell kann man
aber bei Profoam Standard-Zylindermodule und Spritzeinheiten
verwenden. Insofern kann man
eine Serienmaschine verwenden,
die man auch für die Herstellung
nicht geschäumter Bauteile verwenden kann. Lediglich eine Ab-
deckung der Schnecke nach hinten
ist notwendig sowie natürlich ein
Gas- und Dosierbehälter“, erklärte Gaub während des Rundgangs
durch das Kundencenter. „Und
selbst lange Fasern lassen sich
verarbeiten, da wir in der Spritzen­
einheit vorne kein Scher- und
Mischteil einsetzen. Insofern kann
man mit Profoam doppelten
Leichtbau realisieren.“
Letzteres wurde auch gleich live
und in Aktion auf den Technologie-Tagen präsentiert: Auf einem
elektrischen Allrounder 820 A
wurden leichte, stabile und ver-
Riesen-Allrounder mit
Würfelwerkzeug
Im Bereich Verpackung sorgte ein
hydraulischer ZweikomponentenAllrounder 920 S für großes Aufsehen. Er stellte mit einem Würfel­
werkzeug von Foboha Verschlusskappen für Fünf-Gallonen-Wasserflaschen her. In einer Zykluszeit
von nur rund 10 s wurden auf vier
Seiten des Würfels jeweils 32 Vorspritzlinge gefertigt, abgekühlt,
die zweite Komponente gespritzt
und Fertigteile während des
Spritzgießzyklus entnommen. Der
Materialdurchsatz betrug über
120 kg/h – weshalb die Maschine
während der Technologie-Tage
auch nur zweimal am Tag für eine
Stunde in Betrieb war.
Auf großes Interesse bei den Besuchern stieß auch der Freeformer
für die additive Fertigung von
Bauteilen. Neugierige konnten
einen Blick in die Endmontage der
Maschinen werfen. Die ersten
Energieeffizienz-Award für A. Raymond
Arburg Technikgeschäftsführer Heinz Gaub zeigte auf dem Rundgang das serienreife Profoam-Verfahren. Auf einem Allrounder
wurden damit Airbaggehäuse aus faserverstärktem PP gefertigt
Foto: K-ZEITUNG
Profoam als neue
Mucell-Konkurrenz
Aus anwendungstechnischer Sicht
war das Profoam-Verfahren das
Highlight. Das Verfahren hat Arburg zusammen mit dem Institut
für Kunststoffverarbeitung (IKV)
aus Aachen erforscht und weiterentwickelt – und auf den Technologie-Tagen gab Gaub die Serienreife bekannt. Es handelt sich um
ein physikalisches Schäumverfahren und tritt damit in den Wettbewerb zum Mucell-Verfahren von
zugsarme Bauteile mit homogener
Schaumstruktur hergestellt, nämlich Airbaggehäuse aus faserverstärktem PP.
Auch die Freeformer waren immer umlagert. Gaub hier mit einer
Fahrradkette, die auf der Maschine additiv gefertigt wurde
Foto: K-ZEITUNG
Freuen sich über den Arburg Energieeffizienz-Award 2015: Jürgen Trefzer, François Raymond (v.l.), Dominique Roullet-Revol
und Tomas Cerman (v.r.) – alle von A. Raymond – zusammen
mit dem geschäftsführenden Arburg-Gesellschafter Michael
Hehl (M.) Foto: Arburg
Preiswürdig Der Arburg Energieeffizienz-Award 2015 ging an A. Raymond, bekannt vor allem für Clipbefestigungen. Basierend auf internen
Umweltleitlinien treibt das französische Familienunternehmen das Thema
Umweltschutz in allen 37 unabhängigen Gesellschaften voran. Um den Energiebedarf zu reduzieren, wird zum Beispiel überwiegend in elektrische und
hybride Spritzgießmaschinen investiert. „Mit dem diesjährigen Preisträger
verbindet uns eine jahrzehntelange, sehr fruchtbare Partnerschaft. Und dies
nicht nur in Deutschland und Europa“, sagte Helmut Heinson, Vertriebsgeschäftsführer bei Arburg. Auch in Asien und Amerika sei man gemeinsam
erfolgreich unterwegs. Aktuell sind rund 250 Allrounder-Spritzgießmaschinen in den Produktionswerken in China, Deutschland, Frankreich, Indien,
Italien, Tschechien, in der Türkei und in den USA im Einsatz. Hinzu kam im
Herbst 2014 ein Freeformer für die additive Fertigung. Umweltschutz und
Energieeffizienz spielen bei A. Raymond seit über zehn Jahren eine sehr
wichtige Rolle und werden weltweit kontinuierlich vorangetrieben. sk
www.araymond.com
Bei den Freeformer-Kunden handelt es sich laut Gaub auch um
Firmen, die Arburg mit seinen
Spritzgießmaschinen bislang nicht
auf der Kundenliste hatte: „Vor
allem Prototyping-Dienstleister
stehen bei uns vor der Tür. Und
dies sind nicht unbedingt kleine
Unternehmen, wie ein Prototyper
aus Belgien mit 800 Mitarbeitern
zeigt.“ Für Prototyper sei der Freeformer vor allem deshalb interessant, weil man den gleichen Kunststoff einsetzen könne, der später
für die Serienfertigung verwendet
werden soll. „Sogar Zugfestigkeit
und Elastizitätsmodul reichen bis
zu 80 Prozent an das spätere klassische Spritzgussbauteil heran“, so
Gaub.
Europaweit startet der Verkauf in
Europa und in den USA dieser
Tage, in Asien mit der Chinaplas
im Mai. Der Maschinenbauer hat
für den weltweiten Rollout auch
das Freeformer-Team entsprechend ausgebaut: Neben Entwicklern und Technologieberatern, die
eng mit den Kunden zusammenarbeiten, gibt es auch sogenannte
Manager Additive Manufacturing.
Sie sollen künftig die Kunden vor
Ort in Deutschland, Tschechien,
China und den USA betreuen, und
zwar in Freeformer-Laboren. Dabei handelt es sich um Anwendungstechniker, die zugleich für
den Verkauf als Vertriebsunterstützung fungieren.
Auch in der sogenannten Effizienz-Arena stand der Freeformer
im Mittelpunkt: Am Beispiel einer
Büroschere konnten die Gäste die
Kombination von Spritzgießen
und additiver Fertigung unter
Einbeziehung von Industrie-4.0Technologien erleben. Die Besucher wählten dazu eine Variante
eines Scherenrohlings aus. Ein
Allrounder spritzte die Griffe an
die Schere an, dann wurde ein
Code zur eindeutigen Rückverfolgbarkeit sowie zur Anzeige
aller relevanten Prozessdaten aufgelasert. An der Freeformer-Station wurde schließlich ein individueller, erhabener 3D-Schriftzug
aus PP additiv auf die Schere
aufgebracht. sk
www.arburg.com
Fotos vom Arburg
Event
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BRANCHE
27. März 2015 | Ausgabe 6 11
Erneut unter den Top 100
Windmöller & Hölscher ausgezeichnet
Wachstumsstärke Der deutsche
Mittelstand wird nicht nur als
„Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ bezeichnet, sondern die
deutschen Mittelständler gelten
auch als die großen Gewinner der
Globalisierung. Nach Aussage des
Wirtschaftsforschungsinstituts
Prognos habe Deutschland neben
Finnland, Dänemark und Japan
in den vergangenen 30 Jahren am
stärksten von der Internationalisierung der Wirtschaft profitiert,
so war jüngst in der Wirtschafts
Woche zu lesen. In einem Ranking,
das die Wirtschafts Woche zusammen mit dem Münchener Unternehmensberater Bernd Vernohr
erstellte, werden die 100 wachstumsstärksten mittelständischen
Unternehmen aufgelistet. Nach
2014 erreichte Windmöller & Hölscher bereits zum zweiten Mal die
Top 100 und belegt einen hervorragenden 55. Platz.
International ganz
vorne mitspielen
Gegenstand der Untersuchung
sind die deutschen Mittelständler
mit einem Umsatz von 50 Mio. bis
1 Mrd. EUR, die in ihrem Geschäftsfeld zu den Global Champions gehören, das heißt, international ganz vorn mitspielen. Das
Ranking listet die 100 wachstumsstärksten globalen Champions für
den Zeitraum von 2002 bis 2012
auf. Um eine Vergleichsbasis für
die Wachstumsstärke dieser Un-
ternehmen zu bekommen, bedient
sich die Wirtschafts Woche des
sogenannten Birch-Index, der das
Umsatzplus mit dem entsprechenden prozentualen Zuwachs multi­
pliziert. Dieses Berechnungsverfahren wurde von dem Ökonomen
David L. Birch vom renommierten
amerikanischen Massachusetts
Institute of Technology entwickelt.
Auf die Frage, wie die Zukunft für
die deutschen Mittelständler aussieht, heißt es in der Wirtschafts
Woche: „Den Niedergang des
globalen Geschäfts müssen
Deutschlands Champions nicht
fürchten. Wer sich richtig aufstellt,
kann von den weltweit entstehenden Mittelschichten in den Schwellenländern profitieren. Dort hat
,made in Germany‘ noch immer
einen guten Klang.“ Dies gelte
nicht nur für China und Indien,
sondern gleichermaßen auch für
Afrika und Lateinamerika, eine
Beobachtung, die auch Windmöller & Hölscher bestätigen kann.
Windmöller & Hölscher ist ein
international führender Hersteller
von Maschinen und Ausrüstungen
für die Industrie flexibler Verpackungen mit Sitz in Lengerich,
Deutschland. Das Produktprogramm umfasst Blas- und Gießfolienanlagen, Flexo- und Tiefdruckmaschinen, Maschinen für
die Veredelung und Verarbeitung
von Papier, Folien und Kunststoffgeweben sowie FFS-(Form-, Fill- &
Seal-)Absackanlagen. sl
www.wuh-group.com
Kunststoff-Waschanlage für US-Markt
Optimierter Durchsatz – hohe Produktqualität
USA Aus Post-Consumer-Abfällen
lassen sich hochwertige Rezyklate herstellen, wenn alle Aufbereitungsschritte optimal aufeinander
abgestimmt sind. Ein wesentlicher
Faktor für das erreichbare Kostenund Qualitätsniveau ist die Effizienz beim Waschen und Trocknen der zerkleinerten Kunststoffabfälle. Die Lindner Washtech
GmbH, Großbottwar, entwickelt
und fertigt kunden- und anwendungsspezifisch ausgelegte
Waschanlagen. Cedar Poly LLC,
USA, hat kürzlich eine KunststoffWaschanlage des Unternehmens
in Betrieb genommen.
Mehrstufiger Aufbau
Cedar Poly setzt die neue Anlage
als Teil seiner Recyclinglinie für
Post-Consumer-PE-HD ein, das
überwiegend in Form entleerter
Behälter und Flaschen anfällt. Mit
der alten Anlage konnte der Rezyklierer höchstens 300 kg/h
durchsetzen, die erreichte Reinigungswirkung genügte nicht, um
ein direkt weiterzuverarbeitendes
Rezyklat herzustellen. Die kundenspezifisch konzipierte neue
Waschanlage ist mehrstufig aufgebaut. Zu Beginn durchlaufen die
geschredderten PE-HD-Flakes
eine Vorwäsche, in der das Material eingeweicht und Störstoffe wie
Steine, Metalle oder Glas abgetrennt werden. Das Abtrennen von
Papieranhaftungen und weiteren
Modulare Kunststoff-Waschanlage für Post-Consumer-Abfälle Foto: Lindner
Verunreinigungen erfolgt mit zwei
Friktionswäschern des Typs LF
600. Die Wäscher sind mit austauschbaren Paddeln und Sieben
ausgestattet. Der neu entwickelte
Rotor sorgt dank optimierter Verweildauer des Materials für eine
hohe Reinigungswirkung. Die
schwereren Kunststofffraktionen
wie PET, ABS oder PVC werden
in einer weiteren Separatorstufe
abgetrennt.
Anschließend durchläuft der
Kunststoff einen schonend arbeitenden mechanischen Trockner
vom Typ LMD 2000/1200. Letzte
Stufe ist ein Air-Wash-System, in
dem die noch verbliebenen Feinanteile sowie Folienanteile separiert werden.
Beim abschließenden Abfüllen in
Bigbags liegt die Restfeuchtigkeit
der so gewaschenen und getrockneten PE-HD-Flakes unter 1 %. Die
Im Kreis der Wiederverwertung
Im Rahmen des PET-Recycling Forums von Dr. Thiele Polyester
Technology veranstaltete Gneuß sein Open House
VON KLEINSTEN BIS ZU
GRÖSSTEN MENGEN
Auf der Open-House-Veranstaltung tummelten sich über 150 Teilnehmer aus der Branche Foto: K-ZEITUNG
Recycling Als Teil der stofflichen
Wiederverwendung trägt die
Polyester-Recyclingindustrie wesentlich zur Reduzierung des Verbrauchs an erdölbasierten Kunststoffen bei. Dabei sind die Rohstoffströme, vor allem die gesammelten PET-Flaschen, einer stetigen Entwicklung und Veränderung in Menge, Verfügbarkeit,
Qualität und Zusammensetzung
unterworfen. Diesen Herausforderungen begegnet die Recyclingindustrie mit ständigen Innovationen in allen Teilbereichen.
Während der fünfstündigen Präsentation bei Gneuß wurden auf
der Tiefziehfolienanlage mit einem
Extruder MRS 90 und dem Rota-
ry Filtriersystem RSF genius 90
circa 2 t von 100 %igen PET-Bottle-Flakes zu einer lebensmitteltauglichen Folie von 400 µm Dicke
und einer Breite von 600 mm nach
Randbeschnitt verarbeitet. Das
Multirotationssystem (MRS) von
Gneuß eröffnet neue Möglichkeiten zur effizienten Entgasung und
Extrusion von Kunststoffschmelzen. Begleitend oder alternativ
hierzu können Gase oder Füllstoffe homogen in die Schmelze eingebracht werden. Auf einer zweiten Anlage zum direkten Industrieabfallrecycling wurden POYAbfälle, die mit Spinnölen versetzt
sind, rezykliert. Über 3 t der
Faser­ballen wurden in der Zeit der
Veranstaltung zu Pellets für die
Weiterverspinnung verarbeitet.
Das Polyester Recycling Forum
bot mit einer breiten Auswahl an
vortragenden Firmen den Besuchern die Gelegenheit, sich beginnend mit profunden Marktinformationen über den neuesten
technologischen und technischen
Stand der Aufarbeitung und Verarbeitung von PET-Abfallströmen
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Betriebskosten der Waschanlage
sind niedrig, weil eine thermische
Trocknung entfallen kann und der
Wasserverbrauch bei nur circa
5 m³/h liegt. Die Anlage erreicht
Durchsätze von bis zu 2.500 kg/h.
Ein Argument für die Wahl von
Lindner Washtech war auch die
lokale Präsenz der Lindner Gruppe mit zwei US-Niederlassungen
in Raleigh/SC und Atlanta/GA. grz
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BRANCHE
12 27. März 2015 | Ausgabe 6
PERSONEN
IMPRESSUM
Generationswechsel bei deutschem
Granuliertechnikspezialisten
Experten sprechen
über aktuelle Erkenntnisse bei der Fachtagung „Blasformen
2015“ in Köln
Foto: VDI Wissensforum/Fotolia
Was gibt es Neues?
Über aktuelle Methoden und Techniken von blasgeformten Teilen
berichten Experten auf der Fachtagung am 19. und 20. Mai 2015
Wissensforum Beim Blasformen
sind neben den Abmessungen der
zu zerkleinernden Kunststoffteile mittlerweile auch Mahlguttemperierung, Materialrückführung
und Energieeffizienz von großer
Bedeutung. Bei der Fachtagung
„Blasformen 2015“ am 19. und
20. Mai 2015 in Köln sprechen
Experten über alle relevanten Aspekte. Veranstalter ist das VDI
Wissensforum mit Sitz in Düsseldorf. Seit mehr als 50 Jahren ist
die VDI Wissensforum GmbH
einer der führenden Weiterbildungsspezialisten für Ingenieure
sowie für Fach- und Führungskräfte im technischen Umfeld.
Die Veranstaltung eröffnet Tagungsleiter Christian Müller von
W. Müller. Direkt im Anschluss
spricht Dr. Dagmar Dirzus vom
Verein Deutscher Ingenieure
(VDI) über die Industrie 4.0. Sie
erläutert dabei die Sicherung des
Produktionsstandorts Deutschland sowie die zukünftigen Möglichkeiten der Automation.
Materialien für
Verpackungsbehälter
Unter dem Themenschwerpunkt
Materialien und Systeme für Verpackungsbehälter spricht Christian Burkhart von Clariant Chemical Masterbatches über den
Vergleich von Masterbatch zu
Liquid Colours. Er thematisiert in
seinem Vortrag die aktuellen Entwicklungen und erklärt, wie sich
Dosiersysteme einsetzen lassen.
Wie sich elektrische Blasmaschinen auf die Produktion auswirken,
erläutert ein Vertreter von AST
Kunststoffverarbeitung. Neben
der Wiederholgenauigkeit und der
Prozesssicherheit greift er die Kosten auf und vergleicht sie mit der
hydraulischen Blasmaschine.
Am zweiten Veranstaltungstag
liegt der Fokus auf blasgeformten
technischen Teilen. Maik Hentschel von pro.f.i.t. – pro future
innovative technology sieht die
Anforderungen an technische
Teile vor allem im Anspruch an
die innovativen Fertigungstechniken. Dabei spielen die Losgröße
und Qualität im Wandel eine
wichtige Rolle. Zudem zeigt Hentschel die Kriterien zur erfolgreichen und ergebnisorientierten
Anlagenkonfiguration auf.
Zum Abschluss der Fachtagung
spricht ein Referent von Bielomatik Leuze über die flexible Endbearbeitung von blasgeformten
Kunststoffbehältern sowie deren
Möglichkeiten in der Bearbeitung
von Blasformteilen. Dabei vergleicht er die konventionellen
Techniken mit flexiblen Konzepten. sl
www.vdi.de/blasformen
PERSONEN
Veränderungen im Vorstand der Krones AG
Christoph Klenk
Vorstandsvorsitzender
Foto: Krones
Krones Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG, hat
sich entsprechend den internen Regelungen des Unternehmens entschlossen, seinen am 31. Dezember 2015 endenden Vorstandsvertrag
nicht zu verlängern. Volker Kronseder will auch künftig seinen Beitrag
zur positiven Entwicklung des Unternehmens leisten und weiterhin
Verantwortung in der Krones AG übernehmen.
Nachfolger von Volker Kronseder wird Christoph Klenk, den der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zum Vorstandsvorsitzenden
der Krones AG ernannte. Christoph Klenk ist seit 1994 für die Krones
AG tätig. Nach Führungspositionen im Vertrieb für die Region Asien-Pazifik wurde Christoph Klenk 2003 Vorstandsmitglied des Unternehmens.
Bis 2011 war er als Vorstand für die Bereiche Forschung & Entwicklung
sowie Produktsparten verantwortlich. Seit 2012 ist Christoph Klenk
Finanzvorstand der Krones AG.
Als Nachfolger von Christoph Klenk im Amt des Finanzvorstands
bestellte der Aufsichtsrat einen externen Kandidaten, der in einem
internationalen Konzern seine Eignung erfolgreich bewiesen hat und
über langjährige Erfahrung in der Verpackungsindustrie verfügt.
Dritte Generation übernimmt bei Bernhard Ide GmbH & Co. KG
Alexander Ide
Geschäftsleitung
Foto: Ide
Bernhard Ide GmbH & Co. KG Zum Jahreswechsel hat Thomas
Ide beim Ostfilderner Maschinen- und Anlagenbauer das operative
Geschäft in der Unternehmensleitung an seinen Sohn Alexander
übergeben. Damit bleibt IDE 57 Jahre nach der Firmengründung in
Familienhand, wobei Seniorchef Thomas Ide weiterhin als beratender
Geschäftsführer tätig sein wird. Alexander Ide übernimmt damit
die Verantwortung für ein Unternehmen, das sich als Werkzeug-,
Maschinen- und Anlagenbauer in der Kunststoffextrusion national wie
international einen Namen gemacht hat.
Alexander Ide, der Enkel des Firmengründers, leitet nun seit Jahresbeginn die Geschicke des Betriebs. Dabei ist er aber bei Weitem kein unbeschriebenes Blatt in der Firma: Seit nunmehr zehn Jahren gehört er
der Firmanleitung an und konnte sich in Zusammenarbeit mit seinem
Vater gründlich in seine Aufgaben einarbeiten. Unterstützt wird er dabei
von seiner Ehefrau, der Diplom-Ökonomin Silke Ide. Gemeinsam wollen
sie das große Erbe der vorangegangenen Generationen pflegen und für
eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens Sorge tragen.
Reduction Engineering-Scheer
Mit der seit 1. Februar 2015
wirksamen Bestellung der neuen Geschäftsführung vollzieht
der baden-württembergische
Granulieranlagenbauer Reduction Engineering-Scheer, Teil der
amerikanischen Reduction Engineering Inc. in Kent OH/USA, den
geplanten Generationswechsel.
Dabei wird mit der Ernennung
des bisherigen Verkaufsleiters der Asien-Organisation,
Paul Merich (35), zum neuen
operativen Geschäftsführer auf
Kontinuität gesetzt. Er folgt in
Paul Merich
dieser Position dem seit rund 40
Geschäftsführer
Jahren mit dem Unternehmen
Foto: Reduction Engineering-Scheer
verbundenen Ludwig Zollitsch
(68) nach, der noch bis Mitte
dieses Jahres begleitend zur
Verfügung stehen wird.
Die Personalentscheidung ist der Abschluss einer rund zweijährigen
Restrukturierungsphase, in deren Fokus die Betriebsverlegung
von einem räumlich ausgeschöpften Mietobjekt in Stuttgart in ein
größeres Besitzobjekt in Korntal-Münchingen stand. Parallel dazu
wurden die Maschinen- und Montagekapazitäten erweitert und das
Vertriebsnetzwerk ausgebaut. Damit stehen die Weichen nun wieder
klar in Richtung Stärkung und Ausbau der Marktführerschaft.
Werkzeugbau des Jahres
Bewerbungsfrist um den Titel „Werkzeugbau des Jahres“ läuft noch bis zum 7. April
Wettbewerb Bereits zum zwölften
Mal suchen das WZL der RWTH
Aachen und das Fraunhofer IPT
auch in diesem Jahr den besten
Werkzeug- und Formenbau im
deutschsprachigen Raum. „Damit
bieten wir den Unternehmen der
Branche wieder die Gelegenheit,
sich kostenlos und anonym mit
dem Wettbewerb zu messen“, so
Martin Bock, Geschäftsfeldleiter
Werkzeugbau am Fraunhofer IPT.
„Alle Teilnehmer erhalten eine
wertvolle Auswertung, die in dieser Form weltweit einmalig ist“,
beschreibt Martin Bock das Leistungspaket. Sowohl selbstständige Werkzeugbaubetriebe als auch
interne Werkzugbauabteilungen
innerhalb produzierender Unternehmen können teilnehmen.
nehmen selbst vor Ort in Augenschein, um sich von ihrer Leistungsfähigkeit zu überzeugen.
Dokumentierte
Leistungsfähigkeit
Die Finalisten erhalten ein Gütesiegel, das ihre Leistungsfähigkeit
gegenüber Kunden, Lieferanten
Verlag:
Giesel Verlag GmbH
Hans-Böckler-Allee 9, 30173 Hannover
Tel. 0511 7304-0, Fax 0511 7304-157
www.giesel.de, www.k-zeitung.de
[email protected]
Geschäftsführung: Klaus Krause
Herausgeber: Joachim Rönisch
Tel. 0511 7304-136
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Chefredaktion:
Günter Kögel (gk) (verantw.)
Tel. 0821 319880-50
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Redaktion:
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(stv. Chefredakteur)
Tel. 0511 7304-152
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Organisationsmanagement/CvD:
Jürgen Lindemann (jl)
Tel. 0821 319880-55
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Freie Mitarbeiter:
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Tel. 0176 10428359
[email protected]
Dipl.-Ing. Gabriele Rzepka (rz)
Tel. 06172 8689940
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Teamassistenz:
Sofia Matula, Tel. 0511 7304-110
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Petra Wildner, Tel. 0821 319880-13
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Leitung Industriemedien:
Franz Krauß
Tel. 0821 319880-41
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Anzeigenleitung:
Axel Gerhartz
Tel. 0821 319880-52
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Zurzeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 36
vom 1. 10. 2014 gültig.
Druckunterlagen:
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Fax 0511 8550-2401
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Postbank Hannover (BLZ 250 100 30),
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Commerzbank Hannover (BLZ 250 400 66),
Konto 150 022 200,
IBAN DE03 2504 0066 0150 0222 00,
BIC COBADEFFXXX
Herausforderung
für die Besten
Der Wettbewerb basiert auf einem
wissenschaftlich fundierten und
praxiserprobten Kennzahlenmodell. Prozesse, Ressourcen, Organisation, Strategie und Führung der Unternehmen fließen
ebenso in die Bewertung ein wie
finanzielle, kundenbezogene Ergebnisse. Er dient damit seit Langem als Gradmesser für die Leistungsfähigkeit von Unternehmen
und Abteilungen aus dem Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau.
Alle Teilnehmer erhalten eine
schriftliche Auswertung ihrer
individuellen Ergebnisse. Sie erfahren so, wie sie in den einzelnen
Teildisziplinen gegenüber dem
Wettbewerb aufgestellt sind und
wo Stärken und Verbesserungschancen liegen. Zusätzlich nehmen die Experten von WZL und
Fraunhofer IPT die besten Unter-
Die K-ZEITUNG (früher K-Plastic & Kaut­
schuk-Zeitung) ist die einzige Zeitung
der Kunststoff- und Kautschukbranche.
Sie enthält aktuelle Nachrichten über
Produktion, Verkauf, Verarbeitung und
Anwendung von Kunststoffen und
­Elastomeren in allen Industriezweigen.
Bereits zum zwölften Mal
suchen das WZL der RWTH
Aachen und das Fraunhofer IPT
auch in diesem Jahr den besten Werkzeug- und Formenbau
im deutschsprachigen Raum
Foto: Fraunhofer IPT
und Mitarbeitern dokumentiert.
In einer feierlichen Preisverleihung wird der Gesamtsieger mit
einem wertvollen Pokal geehrt,
der seine herausragende Leistung
bestätigt. Im vergangenen Jahr
erhielt die Gerresheimer Regensburg GmbH die begehrte Siegertrophäe. Das Unternehmen mit
Standort in Wackersdorf hatte mit
seiner hervorragenden Leistung
die Jury auf vielfache Weise überzeugt. sl
www.wzl.rwth-aachen.de
www.ipt.fraunhofer.de
www.excellence-in-production.de
Die K-ZEITUNG erscheint 2015 mit 23 Aus­gaben. Sie dient der freien Meinungsbildung.
Die Beiträge geben daher nicht immer die
Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck nur
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Sinne des § 54 (2) UrhG hergestellt werden,
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erhalten 50 Prozent Rabatt gegen Vorlage der
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Das Abonnement verlängert sich jeweils um
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Erfüllungsort ist Hannover.
46. Jahrgang. ISSN 1436-6401
Angeschlossen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der
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BRANCHE
27. März 2015 | Ausgabe 6 13
Schnittstelle Mensch – Maschine
Mannheim: Kunststoffe im Automobil 2015 – Kongress und Fachausstellung
Fahrzeugtrends Automobilbau
ohne Kunststoff oder Faserverbundkunststoff ist längst nicht
mehr denkbar. Deshalb erstaunt
es nicht, dass zum diesjährigen
Fachkongress „Kunststoffe im
Automobilbau“ des VDI wieder
über 1.400 Kongressteilnehmer
nach Mannheim anreisten. Fast
100 Aussteller ergänzten die in
diesem Jahr dreizügigen Vortragsveranstaltungen, bei denen neben
den Kunststoffanwendungen in
Pkw auch die Kunststoffe in Nutzfahrzeugen zu ihrem Recht kamen.
Das Touchpad ist in der Mittelkonsole mehrerer Mercedes
Fahrzeuge integriert
Foto: Rzepka
Kongressleiter Prof. Rudolf Stauber, Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Kunststoffe im Automobilbau, betont die immer größere Bedeutung der Kunststoffe
im Fahrzeuginterieur: „Der Siegeszug der Kunststoffe im Exterieur hat schon vor Jahren stattgefunden. Durch die Ansprüche
an das Cockpit der Zukunft müssen die Hersteller neue Werkstoffe entwickeln. Moderne Kommunikationsmittel, die Vernetzung
mit der Informationswelt und der
Wunsch des Kunden, seine Be­
dienelemente aus der gewohnten
Smartphone-Welt auch im Fahrzeug wiederzufinden, werden das
Interieur in den nächsten Jahren
deutlich verändern.“
Lösungen der Cockpitgestaltung
stehen auch bei BMW ganz oben
auf der Agenda. Die Konzepte und
Ansätze des virtuellen Cockpits,
das auf eine zentrale Bildschirm­
einheit mit intuitiver Bedientechnik fokussiert, beschäftigt Jürgen
Gugg, Gruppenleiter Interieurwerkstoffe bei BMW: „Wir brauchen Werkstoffe, mit denen sich
unsere Ansprüche an das Cockpit
der Zukunft im Fertigungsprozess
darstellen lassen. Gleichzeitig
müssen sie jedoch auch alltagstauglich im Hinblick auf Lang­
lebigkeit und Kratzfestigkeit sein.“
Forschern unisono im Mittelpunkt. Schon heute geht es vielen
Autofahrern um die Funktionen
in ihrem Pkw, um den Wohlfühlfaktor und weniger um die reine
Freude an der Fortbewegung.
Angebote wie das Carsharing gehören schon jetzt zur Gegenwart,
autonomes Fahren ist längst nicht
mehr nur Gegenstand der ScienceFiction-Literatur. Wolfgang Müller Pietralla, Leiter der Abteilung
Zukunftsforschung und Trend­
transfer bei VW, ist sich sicher:
„Die Menschen erwarten, dass sich
die Technik ihren Bedürfnissen
und bestimmten Umweltkontexten anpasst. Die Lebensqualität
steht im Mittelpunkt des 21. Jahrhunderts. Die gesetzlichen CO₂Absenkungen werden ebenfalls
die Fahrzeugkonzepte verändern.“
Der Zukunftsforscher sieht einen
eindeutigen Trend hin zur multifunktionalen Fahrgastzelle mit
Entertainment bei noch leichteren
Fahrzeugen. Elektromobilität
wird zu einer veränderten Struktur in Städten, Carsharing zu ver­
ändertem Nutzerverhalten führen.
Funktionsintegrierte Kunststoffe
gehören zu diesen Entwicklungen
unabdingbar dazu. Den Innenraum der Zukunft gestalten die
Kunden möglicherweise individuell nach ihren Wünschen und
Bedürfnissen, denn mithilfe des
3D-Drucks rücken maßgeschneiderte Lösungen immer mehr in
Richtung Alltag.
Derzeit besteht ein Pkw aus etwa
20 Gew.-% Kunststoff. Der Anteil
der Kunststoffe wird zunehmen,
davon ist Pietralla überzeugt. Dafür sorgen die nach wie vor zuneh­
menden Anforderungen des
Leichtbaus, den die Elektromobilität ebenfalls befeuert, und die
hohe Individualisierung des Innenraums. Der Trend lässt sich
laut Pietralla bei VW an den Mitarbeitern erkennen: „Haben die
Autobauer früher überwiegend
Metallwerker beschäftigt, so sind
das heute Kunststofffachleute.“
Materiallösungen
Auch Dr. Guiscard Glück, Vice
President Performance Materials,
BASF, schließt sich an: „Neue
Fahrzeugkonzepte und neue Designkonzepte verlangen nach neuen Werkstoffen. Dazu gehören
elektrische Anwendungen und
intelligente Smartoberflächen aus
Kunststoff. Möglicherweise brauchen wir auch Fahrzeuginnenräume, die sich einfach reinigen lassen, wenn wir an das Thema
Carsharing denken.“
Zahlreiche Vorträge streiften immer wieder die Vision des autonomen Fahrens. Erste Probefahrten haben schon ihre Feuertaufe
bestanden, Verkehrsminister
planen Teststrecken und in der
Stadt der Zukunft holen die selbstfahrenden Autos ihre Gäste vor
der Haustür ab und bringen sie
ans Ziel, ohne Stau, ohne Unfall,
tiefenentspannt.
Bis diese Konzepte wahr werden,
wird es noch ein wenig dauern.
Doch in den Köpfen der Auto­
mobilkonzerne nehmen diese
Szenarien schon lange Gestalt an;
und so auch die Frage nach dem
geeigneten Werkstoffmix. Faserverbundstrukturbauteile, schwin-
Hingucker während der Ausstellung und auf der Straße: der BMW i8 lässt sein Faserverbundmaterial
an den Strukturbauteilen sehen und ist erklärter Liebling zahlreicher Besucher Foto: Rzepka
gungs- und geräuschdämpfende
Materialien bei Elektrofahrzeugen, funktionalisierte Kunststoffe, elektrisch leitend mit integrierter Sensorik, berührungsempfindliche Oberflächen – der Fantasie
sind keine Grenzen gesetzt. Glück
bringt es auf den Punkt: „Das Potenzial an innovativen Materiallösungen ist noch längst nicht
ausgeschöpft.“
Vorteilhaft für den Kunststoff
wirken sich darüber hinaus die
steigenden Designansprüche der
Kunden aus. Bequem, schön und
funktional wollen es längst auch
die Käufer von Mittelklassewagen.
Jörg Friedrich, Geschäftsführer
Car Men, liefert die Erklärung:
„Durch Designelemente des Premiummarktes werten Hersteller
von preiswerteren Fahrzeugklassen diese auf. Die Kunden werden
älter, sind besser informiert und
deren Design- und Qualitäts­
ansprüche wachsen. Das führt zu
einer Art Premium light.“ Dekoelemente in größerer Auswahl, die
die Kunden individuell auswählen
können, geben auch Mittelklassewagen den individuellen Touch.
Ohne Kunststoff wäre dieser Trend
kaum zu realisieren.
Bei allen neuen Konzepten für den
Fahrzeuginnenraum bleibt jedoch
auch das Thema Leichtbau nach
wie vor hochaktuell. Die Elektromobilität wird kommen, spätestens in zehn Jahren, ist sich Gugg
sicher. Verbundfasern lassen sich
heute schon offen in Strukturbauteilen sehen wie beim BMW i8.
Gugg erklärt: „Materialauthentizität durch sichtbar tragende
Strukturen sind für den Kunden
ein Erlebnis.“ grz
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Technik muss sich
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Design und Komfort im Fahrzeug­
innenraum, seine Funktion als
Schnittstelle zwischen Mensch
und Maschine, stehen bei Werkstoffherstellern, Zulieferunternehmen, Automobilbauern und
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entsprechender App anvisieren
MESSEN + AUSSTELLUNGEN
14 27. März 2015 | Ausgabe 6
Die JEC Europe in Paris zieht um
Die JEC Europe in Paris ist so erfolgreich, dass diese Composites Show nächstes Jahr umzieht und sich einen neuen Namen gibt
Frédérique Mutel, Präsidentin
und CEO der JEC-Gruppe, auf
der JEC Europe 2015 in Paris:
„Aus JEC Europe wird JEC
World“ Foto: K-ZEITUNG
Treffpunkt Knapp 1.300 Aussteller
(1.200 im Jahr 2014) präsentierten
Mitte März in Paris auf der JEC
Europe ihre Produkte und Verfahren rund um die Verbundwerkstoffe (
Seite 18, 19). Damit
bleibt die JEC Show Paris – die
jetzt ihren 50. Geburtstag hatte
– die mit Abstand größte Messe
für Composites in der Welt. Allein
die Nettoausstellungsfläche ist in
den letzten sechs Jahren um mehr
als 50 % gewachsen. Insgesamt
35.727 registrierte Besucher aus
88 Ländern komplettierten das
Messezentrum Paris Porte de Versailles auch dieses Jahr zum Nabel
der Compositewelt.
Nachfrage nimmt zu
Damit übertraf die Veranstaltung
abermals alle bisherigen. Zurück-
zuführen ist der Erfolg der JEC
Show Paris auf die weiterhin zunehmende Nachfrage nach Verbundwerkstoffen weltweit. Für die
kommenden Jahre rechnet der
Messeveranstalter JEC mit einer
weiteren Steigerung. Frédérique
Mutel, Präsidentin und CEO der
JEC-Gruppe, erklärte dazu in Paris: „Mit einem weiter steigenden
Automatisierungsgrad bei der
Verarbeitung und immer besser
werdenden FEM-Simulationen
rechnen wir im Markt für Verbundmaterialien weltweit mit
einem Wachstum von sechs Prozent jährlich, um 2018 ein Marktvolumen von rund 90 Milliarden
Euro bzw. 11,4 Millionen Tonnen
zu erreichen.“ (gegenüber 61 Mrd.
EUR bzw. 8,8 Mio. t 2014)
Treiber für dieses Wachstum sind
nach Ansicht von Mutel neue Anwendungen dank neuer Technologien und Designs sowie deutlich
größere Volumen in den wachstumsstarken Ländern Asiens.
Tragende Säule
ist der Fahrzeugbau
Wesentliche Wachstumsfelder
sind laut Mutel der Fahrzeugbau
und die Windenergie. Insbesondere für CFK werden hier bis zum
Jahr 2020 sehr hohe jährliche
Wachstumsraten prognostiziert
(Fahrzeugbau 29,2 %; Windenergie 18,9 %). Das spiegelte sich auch
auf der Messe in sieben verschiedenen Anwendungsbereichen
wider. Insbesondere das Thema
men- und Werkzeugbau die wichtigsten Trends bei der Bewertung.
JEC Europe zieht um
und wird zur JEC World
Innovative Branche: Auf der JEC Europe 2015 durften gleich 18 Unternehmen den JEC Innovation
Award entgegennehmen Foto: K-ZEITUNG
Leichtbau im Fahrzeugbau war
eine tragende Säule der Veranstaltung. Weitere Themen auf der
Messe waren die Einsatzbereiche
Windenergie, Luft- und Raumfahrt, Transport im Allgemeinen,
Sport und Freizeit sowie Schiffbau.
Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit erhielt das Thema Biocomposites wie bereits in den
letzten Jahren besondere Beachtung.
18 Auszeicnungen
Die Branche gibt sich besonders
innovativ: Gelungener Abschluss
des ersten Messetags war die Verleihung des JEC Innovation
Awards. Diesmal erhielten gleich
18 Firmen und ihre Partner – darunter vier Unternehmen aus
Deutschland – die begehrte Auszeichnung für ihre neuen Ideen
auf dem Gebiet der Verbundwerkstoffe. Automatisierung und damit
ein wichtiger Schritt zur Großserientauglichkeit waren neben dem
Einsatz umweltfreundlicher Materialien und dem modernen For-
Für die JEC Europe rechnet Mutel
mit weiter steigenden Besucherund Ausstellerzahlen. Sie kündigte daher auf der diesjährigen JEC
Europe eine Expansionsphase an:
„Für die künftig zu erwartende
Anzahl an Ausstellern und Besuchern reichen die 58.000 Quadrat­
meter der Halle 7 in Paris Porte­
de Versailles nicht mehr aus. Sie
wird daher auf das Messegelände
Villepinte verlegt, das sich im
Norden von Paris in unmittelbarer Nähe des Flughafens Roissy
Charles de Gaulle befindet.“ Hier
stehen der Veranstaltung dann
62.000 m² Ausstellungsfläche zur
Verfügung.
Der Branchentreff wird nicht nur
umziehen, der Veranstalter gibt
ihm auch noch einen neuen Namen: Aus JEC Europe wird künftig JEC World. „Dies ist die einzige Veranstaltung, die alle Akteure und Märkte der gesamten
Wertschöpfungskette im Bereich
der Verbundwerkstoffe zusammenbringt“, begründete Mutel
diesen Schritt. Und schon jetzt
kämen 30 % der Aussteller und
20 % der Besucher außerhalb Euro­
pas nach Paris.
Die nächste Show findet dann als
JEC World vom 8. bis 10. März 2016
in Paris Nord Villepinte statt. mg
www.jeccomposites.com
„Hightechschäume in großem Maßstab“
PA-Carbon in die Anwendung
Solvay und 3A Composites besiegeln in Paris Allianz zur Fertigung leichter Schäume
SGL und BASF beenden Materialforschung
Kooperation Es war eine der über-
raschenden Meldungen auf der
JEC Europe in Paris: Solvay, Spezialist für Hochleistungspolymere, und 3A Composites, Spezialist
für die industrielle Produktion von
Schaumstoffen, bündeln ihre
Kräfte. Ziel dieser Kooperation ist
die Fertigung innovativer Spezial­
schaumstoffe in großer Serie.
Kostengünstige
Alternative zu Waben
Wenn zwei Spezialisten, die in
ihren Bereichen zu den Marktführen zählen, ihre Kompetenzen
sinnvoll zusammenlegen, führt
dies zu einer klassischen Win-winSituation. „Es ist sogar eine Triple-­
win-Situation“, betonte Armin
Klesing, Development Manager
für Aerospace & Composites bei
Solvay, auf der JEC Europe. „Denn
diese Allianz bringt vor allem für
die Kunden deutliche Vorteile mit
sich.“ Als Beispiel nannte er den
Flugzeugbau, in dem in vielen
gewichtssparenden Anwendungen
bislang Wabenstrukturen zum
Einsatz kommen, die in der Nachbearbeitung sehr arbeitsintensiv
sind. „Erstmals können wir mithilfe der Allianz künftig kostengünstige Schaumlösungen als
Substitution anbieten, und das in
großen Stückzahlen weltweit“.
Roman Thomassin (l.), 3A Composites, und Armin Klesing, Solvay
Specialty Polymers, besiegeln auf der JEC Europe in Paris ihre Allianz zur Serienproduktion von Schäumen aus Hochleistungskunststoffen Foto: K-ZEITUNG
»Unsere Allianz mit 3A Composites ist ein echter
Durchbruch im Markt« Armin Klesing, Solvay Specialty Polymers
Die Partner werden zunächst
Sandwichmaterialien auf der Basis von Radel-Schaum herstellen,
wie sie im Airbus A350 und im
Leichtflugzeug Solar Impulse eingesetzt werden. Radel ist ein Poly­
phenylsulfon (PPSU) von Solvay,
ein besonders zäher, transparenter
Kunststoff mit einer sehr guten
Wärmeformbeständigkeit (HDT
207 °C) und außergewöhnlich
guter Chemikalienbeständigkeit.
Später soll das Portfolio auf weitere geschäumte Hochleistungskunststoffe ausgedehnt werden.
„Unsere Allianz ist ein echter
Durchbruch im Markt, denn sie
macht Hightechschäume in großem Maßstab verfügbar. Das gibt
den Herstellern einen größeren
Konstruktionsspielraum für ebenso feste wie isolierfähige Bauteile
auf höchstem Brandschutzniveau“,
betonte Klesing in Paris.
„Die Airlines wollen technisch
bessere und kostengünstigere
Lösungen haben“, unterstrich
Roman Thomassin, CEO von 3A
Composites. „Mit der Allianz
werden wir genau das anbieten
können.“ Er bekräftigte: „Unser
Unternehmen steht an vorderster
Front im Aufbau von Fertigungslösungen für Spezialschäume in
hohen Losgrößen. Durch die
Partnerschaft mit Solvay entsteht
damit ein technologischer Marktführer im High-End-Segment mit
Schaumstoffen.“
Die Anwendungen der neuen Spezialschaumstoffe in Form von
Sandwichmaterialien liegen vor
allem bei Transportmitteln wie
Verkehrsflugzeugen oder Hochgeschwindigkeitszügen. Die gewichts- und kostensparenden
Beispiele reichen von der Kabinenausstattung über Kabel- und Luftkanäle bis hin zu Servierwagen.
Die weltweiten Fertigungs- und
Entwicklungsstätten beider Partner sichern die globale logistische
und regionale Unterstützung der
Allianz. 3A Composites rechnet
für 2016 mit der Inbetriebnahme
zusätzlicher Schaumextrusionskapazitäten in den USA und wird
den Markt mit seinen bestehenden
Produktlinien weiter bedienen. mg
www.solvay.com
www.3ACCorematerials.com
Kooperation SGL Group und BASF
haben gemeinsam ein Carbon­
faser-Werkstoffsystem auf Basis
von reaktivem Polyamid (PA)
entwickelt. Der Transfer in konkrete Anwendungen für die Auto­
mobilindustrie soll nun als nächster Schritt folgen. Das Materialsystem soll die kosteneffiziente
Herstellung von thermoplastischen Carbonfaser-Verbundwerkstoffen im Injektionsverfahren
(T-RTM: thermoplastisches Resin
Transfer Moulding) sowie im reaktiven Spritzguss ermöglichen.
Die SGL Group entwickelte im
Rahmen der Zusammenarbeit
hierzu eine neue Schlichteformulierung für die Carbonfaser. Weiterhin wurden darauf abgestimmte Prozesse zur Fertigung von
carbonfaserbasierten Textilien wie
Geweben, Gelegen oder Geflechten
entwickelt. Für die Herstellung von
Multiaxialgelegen werden dabei
passende Nähgarne verwendet, die
eine Verarbeitung im reaktiven
Polyamidsystem ermöglichen.
BASF hat die neu entwickelten
Carbonfasern im T-RTM-Prozess
verarbeitet sowie umfassend chemisch und mechanisch charakterisiert. Die Forschung der BASF
arbeitet weiter intensiv an der
Entwicklung von thermoplastischen Reaktivsystemen auf Basis
von Caprolactam.
Tilo Hauke, Konzernforschungsleiter der SGL Group, sagte: „Von
zentraler Bedeutung für innovative Verbundwerkstoffe auf Basis
von reaktivem Polyamid ist das
Zusammenspiel aller Komponenten.“
Josef R. Wünsch, Leiter der Forschung Structural Materials and
Systems bei der BASF: „In enger
Kooperation mit Anlagenherstellern sowie Verarbeitern und Auto­
mobil-OEMs arbeiten wir an der
Entwicklung von robusten Polyamid-6-Carbonfaser-Verbundwerkstoffsystemen. Wir arbeiten
derzeit mit Hochdruck an der
Erweiterung unserer Simulationskompetenzen für Reaktivsysteme,
um unsere Kunden kompetent bei
der Bauteilauslegung und -optimierung zu unterstützen.“
Carbonfaser-Verbundwerkstoffe
auf Basis von Thermoplasten kombinieren Carbonfasereigenschaften wie hohe Steifigkeit und geringes Gewicht mit den klassischen Verarbeitungsvorteilen der
Thermoplaste. Sie lassen sich
umformen, rezyklieren und verschweißen. Damit stärken sie die
Entwicklung der Carbonfasertechnik zur Großserientauglichkeit in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen. mg
www.basf.com
www.sglgroup.com
MESSEN + AUSSTELLUNGEN
27. März 2015 | Ausgabe 6 15
Stäubli präsentiert Robotergeneration TX2
Nach Redefining Performances präsentiert Stäubli mit seiner neuen TX2-Generation
zur Hannover Messe vom 13. bis 17. April schnellere und flexiblere Sechsachser
Sechsachser „Redefining Perfor-
mances heißt, wir haben alle Leistungsmerkmale unserer Sechsachser auf den Prüfstand gestellt und
neu definiert. Wir wollten den
besten Stäubli-Roboter aller Zeiten
bauen und das ist uns gelungen“,
verkündet Gerald Vogt, Geschäftsführer Stäubli Robotics,
selbstbewusst. Das Ergebnis ist die
neue 6-Achser-Generation TX2.
Auf den ersten Blick ist der Leistungssprung den neuen 6-Achsern
der drei Modellreihen TX2-40,
TX2-60 und TX2-90 nicht anzusehen. Die Neuen machen aus den
Die nächste Generation des Handbediengeräts mit einer HTMLbasierten Oberfläche vereinfacht die Interaktion mit
dem Roboter Foto: Stäubli
Genen ihrer Vorfahren keinen
Hehl, sehen hier und da ein wenig
nachgeschärft und dynamischer
aus. Geblieben ist die kompakte
Bauweise mit einer jetzt noch
schlankeren Linienführung. Damit sind die Maschinen, die den
Traglastbereich von 2 bis 15 kg bei
Reichweiten von 515 bis 1.450 mm
abdecken, auch künftig für Applikationen unter beengten Platzverhältnissen gemacht.
Dynamischer und
zugleich rücksichtsvoll
Erst bei näherer Betrachtung entpuppt sich, dass die neuen Maschinen leichter und stärker motorisiert sind, damit noch dynamischer und durch eine Vielzahl von
Maßnahmen auch energieeffizienter. Der technologische Quantensprung liegt in der Sicherheitstechnik. Hier ist es gelungen,
bahnbrechende Safety-Funktionen zu integrieren. Mit der TX2Baureihe und der CS9-Steuerung
schlägt Stäubli Robotics ein neues Kapitel der Mensch-MaschineKooperation auf.
Begriffe wie Safe Speed, Safe Stop,
Safe Zone und Safe Tool weisen
den Weg in ein neues Robotikzeitalter. Künftig steht der direkten
Zusammenarbeit von Mensch und
Maschine ohne Schutzzaun nichts
mehr im Weg. „Wenn wir von
sicherer Mensch-Maschine-Kooperation sprechen, meinen wir
keine Sicherheitskomponenten aus
dem Zulieferregal, sondern eigenentwickelte, technologisch führende Safety-Lösungen. So verfügen die Sechsachser der TX2Baureihe über einen eigenen digitalen Sicherheitsencoder pro
Achse und ein integriertes Safety­
board. Alle Sicherheitsfunktionen
sind TÜV-zertifiziert und erfüllen
die strengen Anforderungen der
Sicherheitskategorie SIL3-/PLe.
Damit sind perfekter Schutz für
Bediener und teure Prozessausrüstung gewährleistet“, betont
Vogt.
Die nächste Generation der
TX-Roboter, eine Kombination aus Präzision, Geschwindigkeit, Steifigkeit, Größe und
Arbeitsbereich Foto: Stäubli
digen Neustart absolvieren. Kommt
der Bediener
dem Roboter zu
nahe, verlangsamt der
Roboter seine Geschwindigkeit weiter
oder verharrt komplett im
Sicherheitsmodus.
Stäubli setzt bei der TX2-Baureihe auf konfigurierbare I/OModule sowie auf EchtzeitEt hernet-Feldbussysteme.
Weiteres Highlight: Mit den
Funktionen Safe Tool und Safe
Zone lässt sich ein bestimmter
Bereich um das End-of-armWerkzeug genau definieren und
permanent überwachen. Wird
innerhalb der festgelegten Sicherheitszone ein Hindernis
erkannt, stoppt der Roboter
vollautomatisch. Schäden an
teuren Handhabungssystemen oder an der Prozessausrüstung lassen sich damit
sicher vermeiden.
In Personennähe macht
der TX2 langsam
Jede Bewegung des Roboters wird
sensorisch überwacht, dazu werden sämtliche Koordinaten sowie
Geschwindigkeit und Beschleunigung in Echtzeit erfasst. Nähert
sich ein Mensch dem Arbeitsbereich des Roboters, reduziert dieser seine Geschwindigkeit automatisch auf ein Sicherheitslevel.
Der große Vorteil dabei: Der
Roboter kann seine Arbeit mit
niedriger Geschwindigkeit fortsetzen, geht nicht in den Not-AusBetrieb und muss keinen aufwen-
Yumi-Roboter arbeitet dem Menschen zu
Zweiarmroboter von ABB mit Visionsystem und berührungsempfindlicher Sensorik /
Einsatz in Kleinteilmontage / Roboter-Schulungszelle auf weniger als einem Quadratmeter
Kollaboration ABB präsentiert auf
der Hannover Messe den zwei­
armigen Roboter Yumi, den weltweit ersten echt kollaborativen
Zweiarmroboter. Damit erfolgt
zugleich die kommerzielle Markteinführung dieses Roboters, der
für eine neue Ära der Automatisierung konzipiert wurde, in der
Mensch und Roboter Hand in
Hand arbeiten. Yumi steht laut
ABB für „you and me“ und damit
für Zusammenarbeit zwischen
Mensch und Roboter.
Yumi wurde entwickelt, um in
erster Linie schnell und flexibel
auf die Fertigungsanforderungen
in der Elektronikindustrie, beispielsweise in der Kleinteilmontage, reagieren zu können. Es ist
ein kollaboratives Montagesystem
mit präzisem Visionsystem, Greifer, berührungsempfindlicher
Sensorik und integrierten Sicherheitskomponenten.
über Fertigungsverfahren und
Industrieprozesse wird man dank
Yumi neu überdenken müssen“,
sagt Per-Vegard Nerseth, Leiter
des globalen Geschäftsbereichs
Robotik. „Yumi wird zahllose neue
Sicherheitsgerichtetes
Verhalten
Die Programmierung wurde für
den Anwender möglichst vereinfacht und dem System wohnt ein
sicherheitsgerichtetes Verhalten
inne. Laut ABB wird so eine gefahrlose Zusammenarbeit von
Mensch und Roboter Seite an
Seite möglich. „Viele Annahmen
Das kollaborative Montagesystem Yumi ist mit präzisem Vision­
system, berührungsempfindlicher Sensorik und integrierten Sicherheitskomponenten explizit für die Zusammenarbeit mit
menschlichen Kollegen ausgelegt Foto: ABB
Einsatzmöglichkeiten bieten, womit wir am Beginn einer neuen
Phase der industriellen Automation stehen.“
Der Roboter verfügt bereits über
reale Produktionserfahrung und
ist im Vorfeld der Kommerzialisierung in unterschiedlichen Anwendungsfeldern getestet worden.
Beispielsweise war das Modell
viele Monate in der Fertigung in
einem ABB-Niederspannungsbereich im Einsatz. Dort wurden
Zigtausende Not-Aus-Schalter
und Doppelsteckdosen jeweils in
enger Zusammenarbeit mit einem
Mitarbeiter montiert. Zwei YumiRoboter und zwei Arbeiter fertigten in echter Kooperation bis zu
zehn Teile in 220 s. Hochflexibel
kann die Produktion an unterschiedliche Losgrößen angepasst
werden.
So unterstützt beispielsweise ein
Yumi-Roboter die Montage des
Grundbauteils und verdoppelt
dadurch die Produktionsrate. Ein
zweiter Yumi-Roboter ist in der
Endmontage und Verpackung
beschäftigt, wo er seine Aufgaben
mit einem weiteren menschlichen
Kollegen koordiniert. So entsteht
ein agiles Produktionsszenario,
welches ohne hohe Investitionskosten für zusätzliche Automatisierung und Sicherheitstechnik
realisiert werden kann.
Auf gerade einmal 0,88 m² Fläche
bietet ganz neu eine komplette
Schulungszelle den Einstieg in die
Welt der ABB-Robotertechnologie. Sie materialisiert die Erfahrungen Tausender Roboteranwender und die der Experten des
ABB-Unternehmensbereichs Ro­
botics, Friedberg. Mit einem industrieerprobten Roboter IRB 140
oder IRB 120, der ebenfalls bewährten Steuerung IRC5 und
ausgewähltem Zubehör steigt der
Lernende in die Automatisierungspraxis ein. Greifen oder
Picken, Halten, Sortieren, Ablegen, Simulieren von Bearbeitungsprozessen und Teachen kann er
so geschützt erlernen.
In Produktionsbetrieben gehören
Roboter zu den hochproduktiven
Arbeitsmitteln. Ihr Gebrauch zu
Schulungs- oder Testzwecken
mindert deshalb die Produktivität
deutlich. Hier hilft die Schulungszelle mehrfach. Sie ist speziell für
das Erlernen des Roboter-Basiswissens konzipiert. Ihre Ausstattung erschließt mit einem Werkzeugwechselsystem und zwei
Werkzeugen die Grundfunktionen industrieller Roboter: Ein
Werkzeug dient zum Greifen und
dem Handling der Schulungsbauteile, ein zweites zum Simulieren
von Bearbeitungsvorgängen. gr
www.abb.de/robotics
Einsatz selbst in
schwieriger Umgebung
Auf der mechanischen Seite verfügen die neuen 6-Achser wie
schon ihre Vorgänger über die
typische geschlossene Struktur in
Schutzart IP65, das Handgelenk
ist gar in IP67 gehalten und damit
wasserdicht. So ist die TX2-Baureihe prädestiniert für Einsätze
unter anspruchsvollen Reinraumund Hygieneanforderungen sowie
für Applikationen unter harten
Umgebungsbedingungen wie beispielsweise in Werkzeugmaschinen. Alle 6-Achser der TX2-Generation verfügen über eine vertikale Kabeldurchführung und
können an Boden, Wand oder
Decke montiert werden. gr
www.staubli.com
Mensch-RoboterKollaboration
Industrial Automation Wer auf
der Hannover Messe, 13. bis 17.
April, dem roten Teppich der Automation & IT Tour folgt, kommt
unweigerlich am Forum Industrial
Automation vorbei. In Halle 14
werden über alle Messetage
Vorträge und Podiumsdiskussionen zur kompletten Bandbreite
der Fertigungs- und Prozessautomation veranstaltet. Das
Forum startet am Montag gleich
mit einem zentralen Thema der
diesjährigen Industrieschau: der
Mensch-Roboter-Kollaboration.
Klassische Industrieautomation,
Robotik und deren Verknüpfung
mit industrieller Bildverarbeitung
sind die Themen des zweiten
Tages auf dem Forum. Höhepunkt
des Tages wird die Verleihung
des diesjährigen Robotics Awards
durch Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr, und Dr. Jochen Köckler, Vorstand Deutsche
Messe.
Lösungen für die Prozessautomation stehen im Mittelpunkt der
Vorträge am Mittwochmorgen
sowie Donnerstagnachmittag.
Eine interessante Netzwerkveranstaltung „Composites meet
Automation“ mit Podiumsdiskussion zum Thema „Integrative
Produktionstechnik – Chance
für die deutsche CompositesIndustrie!?“ findet am Donnerstag
statt.
MESSEN + AUSSTELLUNGEN
16 27. März 2015 | Ausgabe 6
Mehr Effizienz durch Oberflächentechnik
Forum Surface Technology erstmals mit Gemeinschaftsstand „Micro, Nano & Materials“
Technology in Halle 2, die sich auf
forschungsorientierte Anwendungen und Themen der Nanotechnologie konzentriert.
Die Präsentation zu Mikromaterialbearbeitung und Mikrosystemtechnik im Rahmen der Surface Technology wird organisiert
vom internationalen Fachverband
für Mikrotechnik, Nanotechnologie, Neue Materialien und Optik
& Photonik (IVAM). Die Aussteller des IVAM-Gemeinschaftsstands zeigen die Bandbreite der
sogenannten Key Enabling Technologies, mit denen industrielle
Produkte und Prozesse schneller,
günstiger und effizienter gestaltet
werden können.
Großflächig schweißen
Inline mikrofein gereinigt und benetzbar aktiviert: Reinigung und Vorbehandlung einer CFK-Motor­
haube mittels Plasmastrahl Foto: Plasmatreat
Enabling Technologies Mit einigen
Neuerungen und einem interessanten Forumsprogramm zeigt
sich die Surface Technology 2015
in Halle 3 der Hannover Messe.
So nehmen zwölf Unternehmen
an der Premiere des Gemeinschaftsstands „Micro, Nano &
Materials“ teil. Auf einer Fläche
von rund 350 m² wird dieser zen-
traler Anlaufpunkt für Anwender
der Mikro- und Nanotechnologie
sein. Eine enge thematische Synergie besteht an dieser Stelle zur
„World of Nano“ bei Research &
So eröffnen beispielsweise die Dio­
denlasersysteme der LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH
neue Möglichkeiten beim Kunststoffschweißen im Automobilbereich und in der Medizintechnik.
Mit den Lasermaterialbearbeitungslösungen von LIMO lassen
sich Bearbeitungsergebnisse dank
flexibler Strahlformung, erhöhter
Prozesssicherheit, intelligenter
Prozesswerkzeuge und energiesparender Lasermodule verbessern. Auf der Messe zeigt LIMO
zudem Linienlaser und spezielle
Strahlformungssysteme, die sehr
schmale, homogene Linien zur
großflächigen Oberflächenbearbeitung generieren.
Zerstörungsfreie und prozessbegleitende Messmethoden werden
für Industrie und Forschung wichtiger. Die Nano Focus AG zeigt
Lösungen für eine große Bandbreite von Messaufgaben auf nahezu allen Oberflächen. Die Messsysteme verwirklichen DIN-ENISO-konforme Rauheitsmessungen, Defekterkennung sowie die
Bestimmung von Form, Welligkeit, Volumen, Stufenhöhen und
sonstigen Oberflächenmerkmalen.
Ebenfalls neu ist das Event „Surface meets Supply“, das die Synergien zur benachbarten Messe
zur Industrial Supply betont. Am
Messemittwoch um 17 Uhr beginnt auf der Fläche des Forums
Surface Technology die Networking-Veranstaltung, deren Ziel es
ist, die Aussteller beider Messen
Industrie 4.0 in der Prozesskette
gital Factory“ in Halle 7 auf der
Hannover Messe wird in diesem
Jahr erstmals die „Additive Manufacturing Plaza“ mit Arburg als
Exklusivpartner veranstaltet.
Diese Sonderschau setzt sich mit
der Umsetzung additiver Verfahren in der industriellen Fertigung
auseinander.
Prototypen aus dem
3D-Drucker
Technik und Know-how aus den
Bereichen additive Fertigung und
Spritzgießen von Serienprodukten sowie die Vernetzung der
Abläufe über ein Leitrechnersystem kommen von Arburg. Projektpartner sind neben Gira
(Produkt­design und Werkzeug-
bau) die Unternehmen Trumpf
(Laserbeschriftung der Bauteile),
Fuchs Engineering (Qualitäts­
prüfung) und Fpt Robotik (Auto­
mation).
Im Durchlauf wird die gesamte
Prozesskette Entwicklung – Produktion – Einsatz in Form einzelner Prozessbausteine demonstriert. Die Prozessschritte beginnen mit dem Produktdesign,
gefolgt von Auftragserfassung
und Spritzgießfertigung inklusive Laserbeschriftung sowie
Qualitätsprüfung. Daran schließt
sich der zentrale Schritt der additiven Bauteilindividualisierung
an. Hinzu kommen das Verpacken und die Demonstration
einer umfassenden Rückverfolgbarkeit über eine Leitrechneranbindung.
Auf der Hannover Messe bringt Arburg additive Fertigung und
Spritzgießen zusammen, um Großserienteile zu individualisieren
Foto: Arburg
Die Station Produktdesign, zu der
ein CAD-Arbeitsplatz und ein
Freeformer gehören, zeigt die Produktion von Prototypenbauteilen.
Spritzgussteile additiv
individualisiert
Die Prozesskette zur Herstellung
der Lichtschalterwippen startet an
einer PC-Station, an der die einzelnen Aufträge erfasst werden
und der Besucher seine persön­
liche Symbol-Namens-Kombination auswählt. Der Lichtschaltergrundkörper wird mit einer Allrounder-Spritzgießmaschine in
Serie gefertigt. Diese ist Teil einer
automatisierten Fertigungszelle,
die auch eine Teileprüfung und
Laserbeschriftung integriert. Über
den aufgelaserten DM-Code lassen
sich bei jedem Spritzteil dessen
Prozess- und Qualitätsparameter
online abrufen – den Vorgaben der
einzelteilbezogenen Nachverfolgbarkeit von Industrie 4.0 folgend.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das
Arburg-Leitrechnersystem.
Zum Unikat wird jede Lichtschalterwippe durch den Freeformer,
der die individuelle Symbol-Namens-Kombination aus Kunststoff
additiv aufbringt. Im nächsten
Schritt wird in einer Roboterzelle
das fertige Produkt in seine Verpackung eingelegt. Diese wird
inline der Prozesskette zugeführt
und der zugehörigen Lichtschalterwippe entsprechend mit der
Symbol-Namens-Kombination
und einem QR-Code bedruckt,
über den die Produktparameter
ebenfalls online abrufbar sind. gr
www.arburg.com
Umweltschonende
Vorbehandlung
Insgesamt umfasst das Spektrum
der aktuellen Surface Technology
die zentralen Themenschwerpunkte der Branche wie Energieeffizienz und Einsparpotenziale,
Material- und Ressourceneffizienz über den gesamten Beschichtungsprozess sowie eine umweltschonende Vorbehandlung. Die
Themen, die mehr und mehr an
Bedeutung gewinnen, sind außerdem Abluft und Abwasser. Hierzu haben zahlreiche Unternehmen einen Beitrag zu leisten. Die
Surface Technology im Rahmen
der Hannover Messe ist eine von
drei Oberflächentechnik-Messen
der Deutschen Messe AG. Die
beiden anderen Veranstaltungen
sind die Parts 2 Clean, internatio­
nale Leitmesse für industrielle
Teile- und Oberflächenreinigung,
sowie die O&S, internationale
Fachmesse für Oberflächen und
Schichten. gr
www.messe.de
Zentrales Forum
zu Industrie 4.0
Mit dem Freeformer demonstriert Arburg additive Veredelung in
Großserie / Sonderschau „Additive Manufacturing Plaza“
3D-Drucker Im Rahmen der „Di-
noch enger miteinander in Kontakt zu bringen.
Kollisionserkennung schützt die sensiblen Körperteile des
menschlichen Kollegen auch bei Routinearbeiten Foto: Kuka
Greifer-Hand in Hand
Kuka zeigt Trends zur Fabrik der Zukunft
Zusammenarbeit Bei Kuka können
sich die Besucher der Hannover
Messe mit der zunehmenden Digitalisierung der Produktion und
der kooperativen Vernetzung von
Mitarbeitern und Maschinen auseinandersetzen. Mit effizienten,
flexiblen und vor allem sicheren
Produktionssystemen entstehen
zukunftsfähige Automatisierungskonzepte, welche die Zusammenarbeit mit dem Produktionsmitarbeiter berücksichtigen.
Industrie 4.0-ready
Mit dem LBR Iiwa und seiner
Steuerung Sunrise bietet der Roboterhersteller nun Produkte, die
laut Kuka „Industrie 4.0-ready“
sind. Das unterstützen unter anderem eine Vielzahl an externen
Kommunikationsports, ein offenes und modulares Steuerungsframework oder auch die Anbind-
barkeit an externe Systeme und
Steuerungen.
Mensch im Zentrum
Dass in der Smart Factory von
morgen nicht die Maschine, sondern der Mensch im Mittelpunkt
steht, wird auch in Anwendungen
rund um den innovativen, serientauglichen kollaborativen Leichtbauroboter LBR Iiwa deutlich. Die
direkte Zusammenarbeit von
Mensch und Roboter steht auch
beim Kuka Innovation Award im
Vordergrund. Aufgabe der Bewerber war es, eine Anwendung mit
dem LBR Iiwa zu entwickeln. Die
Finalisten unter den Forscherteams stellen ihre Applikationen
auf der Hannover Messe aus. Hier
wird Kuka dann auch den mit
20.000 Euro dotierten Preis verleihen. gr
www.kuka-robotics.com
Vernetzt „Integrated Industry
– Join the network!“ heißt das
Leitthema der Hannover Messe
2015. Damit rückt das Forum
Industrie 4.0 in Halle 8 besonders
ins Rampenlicht. Dort steht die
vernetzte Fertigung im Mittelpunkt. Hinzu kommen Praxisbeispiele und spannende Diskussio­
nen zur Fabrik von morgen.
Mit der Umbenennung des vor­
maligen Forums Industrial IT in
Forum Industrie 4.0 setzt die
Hannover Messe ein deutliches
Zeichen: Die vernetzte Fertigung
steht ganz oben auf der Agenda.
Erstmals nehmen die Organisa­
toren den Montagvormittag
sowie den Freitagnachmittag
für Vorträge hinzu – und können
dennoch nicht alle Anfragen
berücksichtigen.
Den Besucher erwarten Vorträge
zur Integrated Industry, der Blick
auf Geschäftsmodelle und Organisationsfragen. Zudem stehen
Open Source und Open Standards
auf dem Programm. Spannend
wird es an den Nachmittagen.
Talk@1 und Talk@3 heißen die
Podiumsdiskussionen, bei denen
jeweils ab 13 und 15 Uhr Experten
aus Industrie und IT die aktuellen
Herausforderungen besprechen.
Organisiert werden diese Runden
vom Hightechverband Bitkom,
vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
oder auch vom Zentralverband
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Ein neues Format
schließt sich jeweils um 16.30
Uhr an: der Expertenstammtisch
„Industrie 4.0 und Mittelstand“.
Der Freitag im Forum Industrie
4.0 ist Beispielen aus der Praxis
vorbehalten.
Spritzgießtechnik
Auch manche Hersteller
bieten Gebrauchtmaschinen
zum Kauf an Seite 22
TECHNOLOGIE
27. März 2015 | Ausgabe 6 17
Multi-Material-Head
Systemlösung für die automatisierte Verarbeitung von Faserverbundkunststoffen
AUS DEM INHALT
Verbundwerkstoffe: 3D-Schaum in Serie von Evonik und Litecon18
Verbundwerkstoffe: Benteler-SGL produziert Compositeblattfedern für Volvo��������������������������������������������������������������������������������� 19
Werkstoffe: Solvays Mikroschläuche und Monofilamente aus
Hochleistungspolymeren sind zunehmend gefragt������������������������ 21
Spritzgießen: Gebrauchtmaschinen sind letztlich die teurere
Wahl – neue Maschinen arbeiten effizienter���������������������������������� 23
Im FO US
Extrusion: Neueste Technologien für Compoundieren und
Schüttguthandling von Coperion����������������������������������������������������� 25
Extrusion: Krauss Maffei Berstorff zeigt große Produktvielfalt
auf der NPE���������������������������������������������������������������������������������������� 26
Extrusion: Battenfeld-Cincinnati präsentiert effiziente, flexible
Komplettlösungen in Orlando���������������������������������������������������������� 27
Der Multi-Material-Head ist auch als individualisierbare Systemlösung erhältlich und bietet alle erforderlichen Komponenten für die Verarbeitung von Halbzeugen aus Faserverbundkunststoffen (FVK) Foto: Fraunhofer
Verbundwerkstoff Für die automa-
tisierte Verarbeitung aller gängigen unidirektionalen Halbzeugmaterialien aus Faserverbundkunststoffen hat das FraunhoferInstitut für Produktionstechnolo­
gie IPT ein roboterbasiertes FiberPlacement-System entwickelt: den
Multi-Material-Head. Auf der
europäischen Leitmesse für Faser­
verbundtechnologien, der JEC
Europe 2015 in Paris, präsentierte das Institut das flexible und
modulare System als individualisierbare Systemlösung für die
Produktion von Kleinserien sowie
für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
Der Multi-Material-Head ist auch
als individualisierbare System­
lösung erhältlich und bietet alle
erforderlichen Komponenten für
die Verarbeitung von Halbzeugen
aus Faserverbundkunststoffen.
Das System ist in der Lage, sowohl
thermoplastische Tapes und duro­
plastische Prepregs als auch DryFiber-Rovings zu verarbeiten.
Dazu kann das Fiber-PlacementSystem mit unterschiedlichen
Wärmequellen – vor allem Heißluftsystemen, Infrarotstrahlern
oder Laser – ausgestattet werden.
Der Multi-Material-Head lässt sich
schnell und kostengünstig in bestehende Anlagen integrieren und
kann an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Er
eignet sich damit für die Produktion von Kleinserien oder auch für
das schnelle Umrüsten zu Forschungs- und Entwicklungszwe-
DIE TECHNOLOGIEZAHL
In Deutschland verkaufte CD- und DVDRohlinge (in Mio. Stück)
cken. In Zusammenarbeit mit dem
Fraunhofer IPT können Kunden
die einzelnen Komponenten und
Module für eigene Fertigungsumgebungen passend auswählen. So
lässt sich der Multi-Material-Head
als Endeffektor an allen marktüblichen Robotern und Portalsystemen einsetzen. Zur Herstellung
von Hohlprofilen oder Laminaten
aus faserverstärkten Kunststoffen
können Wickelachsen oder auch
Ablegeformen ergänzt werden.
Zusätzlich berät das Fraunhofer
IPT zum Einsatz von Laserschutzkabinen. Diese optionalen Module – einschließlich Roboter, Wickelachsen und Ablegeformen
sowie geeigneter Laserschutzkabinen, wenn ein Laser als Heizquelle genutzt wird – liefert das
Fraunhofer IPT auf Wunsch als
Gesamtsystem an die Anwender
des Multi-Material-Head.
Unterstützung im
gesamten Prozess
Das Fraunhofer IPT unterstützt
Industriekunden im gesamten
Prozess: von der Fertigung anwendungsnaher Demonstratorbauteile, Anlagenkonzeption und Prozessentwicklung über Konstruktion und Aufbau des Gesamtsystems bis zur Inbetriebnahme.
Neben der Implementierung von
Industrie-Standard-Steuerungshardware und -software bietet
man Anwendern zudem eine ausführliche Schulung vor Ort. sl
www.ipt.fraunhofer.de
KURZ BERICHTET
Neue Version
PTC bringt eine neue Version seiner Software für Konstruktionsberechnungen, PTC Mathcad Prime 3.1, auf den Markt. Damit lassen sich
wichtige Konstruktionsberechnungen erstellen, analysieren, dokumentieren und austauschen. Die neue Version ermöglicht es den Anwendern,
ihre Konstruktionsberechnungen in anderen Applikationen und Prozessen
direkt zu nutzen. Dazu gehören neben PTC Creo 3.0 auch Fremdprodukte. sl
Bestmöglicher Temperiereffekt
Der mittlerweile geringe Preis und die enorme Speicherkapazität von
USB-Sticks, Festplatten und Cloud-Speichern haben die Verkäufe von
CDs und DVDs in den vergangenen Jahren einbrechen lassen.
Quelle: CEMIX
Die hochwertig verarbeitete Edelstahlkühldüse E 21192 ist ab sofort
bei Meusburger erhältlich. Für den Einbau der Düse ist wenig Platz
erforderlich, wodurch der Kühldüsenabstand so gering wie möglich
gehalten wird. Der verfügbare Raum wird somit optimal genutzt. Die
neue Kühldüse garantiert durch den gleichbleibenden Querschnitt einen
bestmöglichen Temperiereffekt. Temperierbohrungen mit Durchmessern
von 2,5 bis 13 mm können mit dem Neuprodukt von Meusburger ideal
abgedeckt werden. Kühldüsen mit großem Durchmesser können sowohl
parallel als auch seriell verbaut werden, während eine kleinere Düse
wegen Druckverlusts ausschließlich parallel verwendet wird. Da keine
Passbohrung erforderlich ist, bleibt der Einbauaufwand minimal. Das Aufnahmegewinde kann mit einem metrischen Gewindebohrer eingebracht
werden. sl
Matthias Gutbrod
Zuständig für den Bereich
Verbundwerkstoffe
TECHNOLOGIE
VERBUNDWERKSTOFFE
0511 7304-132
[email protected]
18 27. März 2015 | Ausgabe 6
Berührungslos geprüft
3D-Schaum für die Serie
Luftultraschallprüfung für Hybridwerkstoffe –
geeignet für Bauteildicken von wenigen Zentimetern
Dreidimensionale Schaumstoffkerne für die Serienfertigung von
Kohlefaserverbunden ohne CNC-Fräsen wirtschaftlich herstellen
Luftultraschall: Ein mit dem Ultraschallprüfsystem verbundener
Industrieroboter tastet das Bauteil ab Foto: Uwe Bellhäuser
Materialprüfung Für die berüh-
rungslose und damit kontaminationsfreie Fehlerprüfung auch von
stark dämpfenden Hybridwerkstoffen haben Ingenieure des
Fraunhofer IZFP in Saarbrücken
mit der Luftultraschallprüfung ein
zerstörungsfreies Prüfverfahren
weiterentwickelt. Gezeigt wurde
es auf der JEC Europe 2015 in Paris.
„Die an unserem Institut entwickelten Prüfköpfe ermöglichen
eine im Vergleich zu den Produkten der Mitbewerber höherfrequente Untersuchung dünner
Werkstoffe. Damit wird ein besseres und optimiertes Fehlernachweisvermögen erzielt“, erklärt
Thomas Waschkies, Ingenieur am
Fraunhofer IZFP. „Aufgrund des
verbesserten Aufbaus unserer
Prüfköpfe und des hierdurch er-
reichten hohen Schallpegels sind
selbst stark dämpfende HybridAnzeige
werkstoffe kontaminationsfrei
untersuchbar.“
Durch die niedrige Prüffrequenz
ist bei der Luftultraschallprüfung
die Dämpfung des Schalls im Material deutlich geringer als bei
konventioneller Prüfung, wodurch auch stark dämpfende Hybridwerkstoffe prüfbar werden,
welche zum Teil in Tauchtechnik
nicht mehr untersucht werden
können.
Jede Prüfanwendung hat ihre besonderen Anforderungen bezüglich der Zugänglichkeit, des Fehlerauf lösungsvermögens, der
Robustheit gegenüber Umgebungseinflüssen sowie der speziellen Prüfkopfart. Aus diesem
Grunde werden die Luftultraschallwandler am Fraunhofer
IZFP maßgeschneidert für die
entsprechende Anwendung aufgebaut.
Die Luftultraschallprüfung eignet
sich insbesondere zur Prüfung von
dünnen Bauteilen mit Dicken von
wenigen Zentimetern, wobei prinzipiell alle Materialien untersucht
werden können, welche auch aktuell in modernen Strukturbauteilen wie im Automobil- oder
Flugzeugbau eingesetzt werden.
Typischerweise sind dies CFK,
GFK, hochfeste Stähle und Leichtmetalle, welche oft auch in Kombination zu Hybridbauteilen gefertigt werden. sk
www.izfp.fraunhofer.de
In-situ-Schäumen Bisher werden
polymere Hartschaumstoffe für
Sandwichbauteile meist in Blöcken
hergestellt und durch einen weiteren Bearbeitungsschritt, etwa
CNC-Fräsen, in die gewünschte
le F von Evonik werden nun auch
3D-Schaumkerne in kommerziellen Mengen möglich. Hierzu hat
Evonik ein neues In-mould-Foaming-Verfahren (IMF) für den
Hartschaumstoff entwickelt. Für
Werner Stöger, Marketing Director Litecon: „Mit Rohacell Triple F
können komplexe Geometrien mit integrierten Inserts und gezielt
eingestellter Dichte gefertigt werden“ Foto: K-ZEITUNG
Form gebracht. Durch das hohe
Maß an manueller Formung und
den relativ hohen Verschnitt sind
die Herstellkosten für eine Produktion in großem Maßstab zu
hoch.
In-mould Foaming
für Hartschaumstoff
Mit dem Polymethacrylimid(PMI-)Hartschaum Rohacell Trip-
Rohacell Triple F wird ein PMIGranulat in der gewünschten
Dichte in einer 3D-Form zum
fertigen Schaumstoffkern ausgeschäumt. Metallische Einsätze,
beispielsweise Gewindeinserts,
können direkt während des Aufschäumprozesses integriert werden. Das PMI-Granulat ist mit
handelsüblichen Harzen, zum
Beispiel Epoxidharz, kompatibel.
Aber auch thermoplastische Ma-
terialien können als Deckschicht
direkt in die Form eingelegt werden.
Geeignet für HP-RTM
oder Nasspressen
Auf der JEC in Paris präsentierte
Evonik mit seinem Joint Venture
Litecon entsprechend geschäumte, komplexe dreidimensionale
Strukturkerne für CFK-Sandwichbauteile in der industriellen Serienfertigung. Durch die auch bei
erhöhter Temperatur herausragenden mechanischen Eigenschaften
lässt sich dieser PMI-Hartschaum
auch mit Hochdruck-RTM oder
im Nasspressverfahren zu einem
Sandwich weiterverarbeiten, so
dass nun Sandwichbauteile für die
Automobilindustrie, beispielsweise in den Karosserien, Fahrgestellen und Anbauteilen, schnell und
effizient mit leichten Schaumstoffkernen produziert werden können.
Sandwichbauteile mit einem in
situ geschäumten Kern aus
Rohacell Triple F werden von dem
2013 gegründeten Unternehmen
Litecon angeboten, einem Joint
Venture von Evonik und Secar
Technology. Litecon vereint die
Werkstoffkompetenz von Evonik
mit dem Prozess-Know-how zur
Herstellung von Bauteilen für die
Verbundwerkstoffindustrie von
Secar. mg
www.rohacell.com
Ganz exakt ablegen
Kante inklusive
Sofort lackieren
Imprägnierte Faserbündel perfekt abwicklen
One-Shot-Prozess bis zur Endkante bei Frimo
Große PUR-Composites bei Krauss Maffei
Einstufenprozess Mit dem Verfor-
Towpreg aus Carbonfasern für
anspruchsvolle Wickel- und Ablegeprozesse Foto: SGL
Genauigkeit Zum ersten Mal zeig-
te die SGL Group in Paris vorimprägnierte Towpregs, das sind
Faserbündel aus Carbon- bzw.
Glasfasern, die sich dank ihres
hervorragenden Abwickelverhaltens und ihrer konstanten Breite
für anspruchsvolle Wickel- und
Ablegeprozesse eignen. Die spezifischen Merkmale der Sigrapreg
Towpregs verleihen Bauteilen
nicht nur sehr gute mechanische
Eigenschaften, sie ermöglichen
auch ein wesentlich gleichmäßigeres Ablegen von höchster Genauigkeit. Darüber hinaus bieten
Towpregs Vorteile gegenüber dem
Standard-Nasswickeln.
Eine weitere Neuheit der SGL
Group war eine Carbon-Endlosfaser für faserverstärkte Thermoplaste.
Ein weiteres Highlight war die
Präsentation des Sigrapreg Pre­
pregs mit einem neu entwickelten
transparenten Harzsystem, welches insbesondere für Sichtbauteile eingesetzt wird. In Verbindung mit neuen Sigratex DesignGeweben der SGL Group entstehen
Bauteile mit höchster Oberflächen­
qualität und edler Optik.
Peter Weber, Vice President Sales
und Marketing des Geschäftsbereichs Carbon Fibers & Composite Materials, resümierte: „Besonders stolz waren wir in diesem Jahr
darauf, als Blickfang den BMW i8
auf unserem Stand zu präsentieren,
dessen gesamte Fahrgastzelle aus
unseren Carbonfaser-Verbundmaterialien hergestellt wird.“ mg
www.sglgroup.com
men und Hinterspritzen in einem
Schritt, dem sogenannten OrganoSheet-Injection-(OSI-)Verfahren,
hat Frimo schon vor einigen Jahren eine Möglichkeit geschaffen,
die Herstellung von Faserhalbzeugen mit thermoplastischer Matrix
wirtschaftlicher zu gestalten.
Dabei stellen jedoch die Kantenbereiche der Bauteile eine Herausforderung dar, die bislang nicht
gelöst werden konnte.
Nun stellte Frimo in Paris ein neu­
es Verfahren vor, welches das OSI
um einen wesentlichen Prozessschritt erweitert. Dabei können
Bauteile aus Faserhalbzeugen bzw.
Organosheets in einem Prozessschritt verformt, beschnitten,
hinterspritzt und die beschnittene
Endkante umspritzt werden.
„Durch diesen neuen Schritt wird
das Verfahren zu einem echten
Einstufenprozess“, erklärte Thomas Rübsam, bei Frimo Leiter
Geschäftsfeld Composites. „Der
Aufwand für das Nacharbeiten der
Beschnittkante wird reduziert; es
kann ein Bauteil mit einer sauberen Endkante entnommen werden.“ Darüber hinaus sei die Integration weiterer Funktionalisierungen möglich. So könnten
Rippen bis an die Beschnittkante
geführt werden.
Das erweiterte Verfahren ist für
alle Arten von Faserhalbzeugen
(Naturfaser, Glasfaser, Carbon­
faser …) mit thermoplastischer
Matrix einsetzbar. Auf der JEC
präsentierte Frimo einige beispielhafte Anwendungen. mg
www.frimo.com
Nicolas Beyl, Geschäftsführer Reaktionstechnik bei Krauss Maffei,
zeigt einen großen Kotflügel aus PUR-Faserverbund Foto: K-ZEITUNG
Dünnwandig Auf der JEC zeigte
Krauss Maffei einen Kotflügel aus
Polyurethan-Faserverbund für
Landmaschinen des Kunden Parat. Das großformatige Bauteil
zeichnet sich nicht nur durch
dünne Wände mit sehr niedrigem
Gewicht bei gleichzeitig sehr hoher Steifigkeit aus. Es ist zudem
sofort lackierfähig, wenn es nach
kurzer Zykluszeit aus dem Werkzeug kommt.
LFI kombiniert mit R-RIM
Thomas Rübsam, Frimo: „Es kann ein Bauteil mit einer sauberen
Endkante entnommen werden“ Foto: K-ZEITUNG
Möglich macht dies ein Zusammenspiel zweier Technologien: das
LFI-(Long-Fiber-Injection-)Verfahren, das mit dem R-RIM-Verfahren (Reinforced Reaction Injection Moulding) kombiniert
wird.
„R-RIM ist das einzige Verfahren
für PUR-Faserverbunde, bei dem
das Verstärkungsmaterial direkt
in einer Komponente enthalten ist.
Es zeichnet sich durch einen hohen
Automatisierungsgrad und damit
kurze Zykluszeiten aus“, so Nicolas Beyl, Geschäftsführer Reaktionstechnik bei Krauss Maffei. „Die
niedrigen Viskositäten der Komponenten erlauben die Fertigung
komplexer, dünnwandiger großflächiger Bauteile.“
Und diese verfügen bereits über
exzellent lackierfähige Oberflächen. In Kombination mit den
langen Fasern des Long-Fiber-In­
jection-Verfahrens zeichnen sich
die Teile zudem durch eine hohe
Temperaturfestigkeit und eine
exzellente Schlagzähigkeit aus. mg
www.kraussmaffei.com
TECHNOLOGIE
VERBUNDWERKSTOFFE
27. März 2015 | Ausgabe 6 19
Mehr Natur im Auto
CFK-Felge in Serie
BASF zeigte auf der JEC neues Bindemittel für höheren Anteil
von Naturfasern und ein PUR-System für ultraleichte Masten
Hennecke zeigte in Paris eine Autofelge aus CFK als mögliche
neue Serienanwendung seiner Dosiertechnik für HP-RTM
Dr. Michael Kalbe, BASF, zeigt auf der JEC ein funktionalisiertes
Naturfaser-Leichtbauteil auf Basis eines neuen Bindemittels, das
einen sehr hohen Faseranteil ermöglicht Foto: K-ZEITUNG
Fasern Auf der JEC Composites
Show 2015 in Paris zeigte die BASF
Leichtbaulösungen, unter anderem ein funktionalisiertes Naturfaser-Leichtbauteil auf Basis eines
neuen Bindemittels sowie einen
neuen Typ besonders leichter und
windfester Strommasten auf Basis
des Polyurethansystems Elastolit.
Mit Acrodur Power 2750 X führt
BASF ein neues Bindemittel in den
Markt ein. Die Acrodur-Bindemittel werden zum Verfestigen von
Naturfaserwerkstoffen eingesetzt,
bevor diese zu einem Formteil
weiterverarbeitet werden. Sie kommen bei der Fertigung von Naturfaser-Verbundwerkstoffen in Tür­
innenverkleidungen oder Ablagen
im Auto zum Einsatz. Das Produkt
kann thermoplastisch verarbeitet
werden und verleiht den Bauteilen
eine hohe mechanische Stabilität.
Es stellt eine emissionsarme Alter­
native zu formaldehydbasierten
Reaktivharzen dar.
Bis zu 75 Prozent
Naturfaser
„Das neue Acrodur Power 2750 X
ermöglicht, anders als bei gängigen
Bindemitteln auf Polypropylenbasis, einen bis zu 75-prozentigen
Anteil von Naturfasern“, erläuterte Dr. Michael Kalbe, Senior Technical Manager im Bereich Fiber
Bonding bei der BASF. „Darüber
hinaus sind das Umformen der
vorimprägnierten Naturfasern
und das Anspritzen von Funktionselementen mit Polyamid in
einem Schritt möglich.“
Erst kürzlich wurde das Bindemittel Acrodur 950 L mit dem
Innovation Award der JEC Group
ausgezeichnet. Der französische
Automobilzulieferer Faurecia
hatte das Produkt zur Verstärkung von Langflachsfasern eingesetzt.
Darüber hinaus stellte BASF einen
neuen Typ besonders starker und
windfester Strommasten vor, die
mit dem PUR-System Elastolit
hergestellt sind. Die Technologie
ist in China bereits im Einsatz und
jetzt auch in Europa erhältlich.
Die auf einer Faserwickeltechnik
basierenden Masten sind wesentlich leichter und mindestens 2,5mal windfester als Betonmasten,
die üblicherweise in Mittelspannungsnetzen zum Einsatz kommen. Dank ihres äußerst geringen
Gewichts kann beim Errichten der
Masten auf schwere Technik verzichtet werden. Ihre Windfestigkeit haben die PUR-Masten während des Taifuns „Rammasun“ in
China unter Beweis gestellt. Der
Taifun beschädigte 2014 mehr als
70.000 Beton- und Metallstrommasten, von den PUR-Masten
wurde jedoch kein einziger in
Mitleidenschaft gezogen. mg
www.basf.com
Serienproduktion Autofelgen aus
CFK sind an sich keine Neuheit,
aber deren Herstellung in großer
Serie schon: Hennecke zeigte in
Paris anhand eines Prototypen,
dass die leichtgewichtigen Felgen
im High-Pressure-RTM-Verfahren durchaus in großen Stückzahlen zu fertigen sind.
Auf der diesjährigen JEC Europe
in Paris konnten Kunden erleben,
welche Produkte hiermit bereits
realisiert werden können – unter
anderem die leichtgewichtige
Auto­felge aus Carbon.
Glasfasergewebe belegt. Im Anschluss folgt der Matrixauftrag,
ein thermisch aktivierbares PURSystem, im CSM-Sprühverfahren.
Anschließend wird das Bauteil
innerhalb der Form verpresst und
CFK-Felge in weniger
als zehn Minuten
„Bei der CFK-Autofelge sind Zykluszeiten unter zehn Minuten realisierbar“, erklärte Tobias Jansen,
Sales Manager bei Hennecke, auf
der JEC. „Möglich wird dies durch
ein intelligentes, kontrolliertes
Injizieren des Epoxidharzes.“
Konkret heißt dies bei Hennecke:
Die Dosiermaschine vom Typ
Streamline ist an die HP-RTMProduktionsparameter perfekt
angepasst. Sie sorgt für die sekundenschnelle Hochdruckinjektion
von reaktivem Gemisch in eine
Bauteilform. Die intelligente
Hochdruckdosiermaschine injiziert dabei nicht nur das Matrixmaterial, sondern überwacht
gleichzeitig auch den kompletten
Füllprozess. Dabei wird über eine
eingebaute Sensorik der Form­
innendruck überwacht und der
Injektionsprozess aktiv gesteuert
und im sogenannten „Closedloop-Verfahren“ in Echtzeit geregelt.
Leichtgewicht: Tobias Jansen, Sales Manager bei Hennecke, erklärt, wie sich CFK-Felgen künftig in Serie herstellen lassen
Foto: K-ZEITUNG
Ebenfalls zu bestaunen war bei
Hennecke eine Motorhaube, die
nicht nur besonders leicht ist, sondern zudem einen hohen Fußgängerschutz bietet. Die drei Partner­
unternehmen Magna Steyr, Rühl
Puromer und Hennecke haben
gemeinsam diese Motorhaube mit
Wabenkern in Honeycomb-Struktur entwickelt. Für die Herstellung
wird der Wabenkern beidseitig mit
ausgehärtet. Als nächster Schritt
wird im RIM-Verfahren die lackierfähige Class-A-Oberfläche
hergestellt.
Diese neue Bauweise lässt sich auch
auf viele andere Exterieurteile wie
Heckklappen, Türen und Dächer
übertragen. Das neue Dach für den
Smart Fortwo wurde bereits derartig realisiert. mg
www.hennecke.com
Leicht wie eine Feder
Superdünn und supersteif
Benteler-SGL produziert Compositeblattfedern für den neuen Volvo XC90
PC-Composites für leichte Tabletgehäuse
Harz Loctite Max 2 lässt sich aufgrund seiner niedrigen Viskosität
schnell in das Werkzeug füllen und
durchdringt das Fasermaterial
leicht und schonend, wodurch
kurze Injektionszeiten ermöglicht
werden. In Kombination mit der
im Vergleich zu Epoxidharzen
wesentlich schnelleren Aushärtung führt das insgesamt zu kürzeren Taktzeiten“, erläuterte Dr.
Andreas Ferencz, Manager Polyurethanes bei Henkel. Auf diese
Weise habe sich die PUR-Matrix
bereits seit 2013 in der Serienproduktion von Blattfedern bewährt.
PUR-Technik hat noch
deutliches Potenzial
Frank Kerstan (l.), Manager Automotive Composites, und Dr. Andreas Ferencz, Manager Polyure­
thanes, zeigen in Paris auf dem Henkel-Stand eine Compositeblattfeder für die Großserie Foto: K-ZEITUNG
Fahrzeugbau Compositebauteile
großserientauglich zu produzieren ist in Bezug auf Automatisierung und Taktzeit eine der zentralen Herausforderungen. Im
Fahrwerk des neuen Volvo XC90
kommt jetzt eine faserverstärkte
Blattfeder auf Basis des Polyurethan-Matrixharzes Loctite Max 2
von Henkel zum Einsatz. Das neue
Hinterachsenkonzept fungiert
dabei als Plattform für weitere
Modellreihen.
Neu an dem Fahrwerk des Volvo
XC90 ist der Einsatz einer quer
eingebauten faserverstärkten
Compositeblattfeder anstatt der
sonst üblichen Schraubenfedern.
Auf diese Weise konnten eine sehr
kompakte Bauweise und damit
eine Gewichtseinsparung von
circa 4,5 kg realisiert werden.
„Diese Blattfeder wird bei dem
Automobilzulieferer BentelerSGL mit einer Stückzahl von
mehreren Hunderttausend Bau-
teilen pro Jahr produziert“, erklärte Frank Kerstan, Manager Automotive Composites bei Henkel,
auf der JEC in Paris. „Es handelt
sich hierbei also um eine echte
Großserie.“
In die Partnerschaft mit BentelerSGL hat Henkel insbesondere sein
Prozess-Know-how in Bezug auf
das RTM-Verfahren eingebracht,
um so die Zykluszeiten bei der
Herstellung der faserverstärkten
Bauteile zu optimieren. „Das PUR-
Im aktuellen Projekt werden darüber hinaus abgestimmte Additive eingesetzt, mit denen sich der
Härtungsprozess flexibel und
schneller einstellen lässt. „Im Entwicklungsverbund mit BentelerSGL und Volvo Cars wurde das
mit unserem Polyurethanharz
hergestellte Bauteil ausgiebigen
automobilspezifischen Versuchen
und Validierungen unterzogen“,
so Frank Kerstan. „Das aktuelle
Projekt zeigt, dass wir mit dem
Leichtbaukonzept der Blattfeder
nicht nur das Nutzfahrzeug-, sondern auch das Pkw-Segment bedienen können. Wir sehen mit der
PUR-Technologie deutliches Potenzial, weitere Anwendungen im
Automobil zu erschließen.“ mg
www.henkel.com
Flammwidrigkeit Die Lanxess-
Tochter Bond-Laminates zeigte in
Paris neue Composites der Marke
Tepex. Es handelt sich um eine
endlosfaserverstärkte und halogenfrei flammgeschützte Variante mit Polycarbonatmatrix.
„Unsere neuen Tepex FR-Typen
zeichnen sich durch eine exzellente Flammwidrigkeit in Tests nach
der Brandschutznorm UL94 aus.
Sie sind mit der besten Klassifizierung V-0 bei Prüfkörperdicken
von 0,4 bis zwei Millimeter gelistet“, so Dr. Michael Münker, Global Tepex Business Manager bei
Lanxess. Tepex FR wird hauptsächlich in Dicken von 0,5 bis
1,2 mm angeboten. Die plattenförmigen Composites zeigen sehr
gute mechanische Kennwerte. So
liegen die Biegemodule der carbonfaserverstärkten Typen je nach
Fasergehalt zwischen 40 und 54
GPa, die der glasfaserverstärkten
Typen zwischen 20 und 24 GPa.
Damit bieten sich die neuen Composites zur Fertigung großer,
dünnwandiger und dabei hochsteifer Gehäuseteile etwa von
Notebooks, Tablet-PCs und TVSets an. „Im Vergleich zu Aluminium und Magnesium sind sie
dabei einfacher zu verarbeiten“,
so Münker. mg
www.lanxess.de
Dr. Michael Münker, Lanxess: Hochsteife Gehäuse für Notebooks
und Tablet-PCs auch in extrem dünnen Wanddicken Foto: K-ZEITUNG
Matthias Gutbrod
Zuständig für den Bereich
Werkstoffe
TECHNOLOGIE
WERKSTOFFE
0511 7304-132
[email protected]
20 27. März 2015 | Ausgabe 6
Perfekter Schutz
Ein neues TPU vereint gute Zugeigenschaften mit extrem hoher Kerbschlagzähigkeit
Mit seiner niedrigen Dichte und den mechanischen Werten empfiehlt sich der Einsatz des neuen TPU für die Produktion von Protektoren Foto: Geba
Polyurethane Die Entwicklungs­
abteilungen der Geba Kunststoff­
compounds und von Bayer Mate­
rial Science freuen sich über eine
gelungene Materialentwicklung.
Bei der neuentwickelten Kunst­
stoffserie Desmovit DP R CF han­
delt es sich um esterbasierte,
thermoplastische Polyurethane
mit Carbonfaserverstärkung.
Der neue Kunststoff besitzt viele
der guten Eigenschaften unver­
stärkter thermoplastischer Poly­
urethane. Er überzeugt mit
einer hohen Verschleißfestig­
keit und ist gut beständig
gegen viele Öle und Fette,
Heißluft und Hydrolyse.
Durch seine mechanischen
Werte setzt sich das TPU mit Koh­
lenstofffaserverstärkung deutlich
von den existierenden glasfaser­
verstärkten TPUs ab. Die Zugfes­
tigkeit liegt je nach Verstärkungs­
grad zwischen 70 und 135 MPa
(ISO 527) und beim Biegemodul
werden Werte von bis zu 5.700 MPa
(ISO 178) erreicht. Durch die Kom­
bination der sehr guten Zugeigen­
schaften mit einer hohen Schlagund Kerbschlagzähigkeit ist der
neue Werkstoff für Produkte von
Bedeutung, bei denen das Abfan­
gen von Schlägen und Stößen eine
wichtige Rolle spielt. Eine weitere
nennenswerte Eigenschaft ist, dass
der neue Kunststoff erst ab einer
Streckdehnung von 17,5 % irre­
parabel beschädigt ist. Mit seiner
niedrigen Dichte und den mecha­
nischen Werten empfiehlt sich der
Einsatz des neuen TPU für die
Produktion von Protektoren sowie
Schutzhüllen für zum Beispiel
Tablets und Smartphones. Das
Material verhindert das Durch­
dringen von spitzen Gegenstän­
den, absorbiert die Aufprallkraft
und verringert die noch einwir­
kende Restkraft. Auch für Sport­
artikel und in langlebigen Gehäu­
sen für zum Beispiel Werkzeuge,
Uhren und Ferngläser ist seine
Verwendung sehr gut vorstellbar.
So gewährleistet der Werkstoff bei
Ferngläsern, dass die optische
Technik nicht durch Erschütte­
rungen und Stöße geschädigt wird.
Das carbonfaserverstärkte TPU
ist ab einem gewissen Verstär­
kungsgrad auch antistatisch und
eignet sich dadurch zur Verwen­
www.prooptima.de
Neues Masterbatch vervielfacht UV-absorbierende Wirkung von Gewächshausfolien,
deren Nutzungsdauer sich damit erhöht
UV-Folien halten statt
einem nun drei Jahre
Selbst geringe Mengen des neuen Masterbatches UV4120PE
reichen­aus, um die Nutzungsdauer von UV-absorbierenden
Gewächs­hausfolien zu vervielfachen Grafik: Tosaf
Gartenbau UV4120PE ist ein neu­
entwickeltes Masterbatch von
Tosaf, das die Nutzungsdauer von
UV-absorbierenden Gewächs­
hausfolien vervielfachen kann.
Dies ist das Ergebnis umfangrei­
cher Bewitterungstests über einen
Zeitraum von 9.000 Stunden.
Während dieser Zeit sank die UVFilterwirkung bei herkömmlichen,
mit einem organischen UV-Ab­
sorber und einem Nickel-Quen­
cher (Ni-Q) ausgerüsteten Folien
auf rund 30 % des Ausgangswerts,
Sehr ähnliche Ergebnisse lieferte
die Prüfung an Folien, die einen
organischen UV-Absorber und
einen NOR-HALS (N-alkoxy hin­
dered amine light stabilizer)
enthielten. Folglich kann, je nach
Region, die Gesamtnutzungsdau­
er von Gewächshausfolien von
üblicherweise einem auf mehr als
drei Jahre steigen.
Betreibern von Gewächshäusern,
die eine UV-absorbierende, mit
dem neuen UV4120PE Master­
batch hergestellte Folie einsetzen,
bieten sich mehrfache Vorteile.
dung in Rollen, Rädern und Ge­
häusen, bei denen es nicht zu
elektrostatischen Entladungen
Anzeige
Dauerhaft effektiver UV-Schutz
weil die organischen Moleküle
stark abbauten. Bereits bei einer
Zugabe von nur 0,7 % UV4120PE
blieben 80 % der ursprünglichen
UV-Absorption erhalten. Bei ei­
nem Masterbatchanteil von 2 %
stieg dieser Wert am Ende des Tests
sogar auf sehr gute 90 %.
Die Kombination von extrem hoher Kerbschlagzähigkeit und Zugfestigkeit des neuen Carbonfaser-TPU Desmovit DP R CF kann keiner der über 43.000 Materialtypen einer sehr bekannten Datenbank für Materialeigenschaften aufbringen Quelle: Geba
Über die Verlängerung der Wetter­
schutzwirkung hinaus bleibt auch
der erwünschte, mit einer hohen
UV-absorbierenden Wirkung ver­
bundene Antiviruseffekt über die
gesamte Einsatzdauer weitgehend
konstant. Dieser Effekt beruht auf
der Tatsache, dass viele Insekten,
die potenzielle Virenträger sind
wie Thripse oder Mottenschild­
läuse, UV-Licht zur Orientierung
benötigen. Sie werden darum nicht
weit in Bereiche einfliegen, die mit
einer UV-absorbierenden Folie
überdacht sind. (Daher eignen sich
solche Folien nicht für die Auf­
zucht von Pflanzen, die Bienen
zum Bestäuben benötigen, denn
auch diese sind auf UV-Licht an­
gewiesen.) Ein spezieller Vorteil
für Züchter roter Rosen ist, dass
UV-absorbierende Folien sehr
effizient verhindern, dass sich
deren empfindliche Blütenblätter­
spitzen schwarz färben. mg
www.tosaf.com
Schrauben mit Präzision
kommen darf. So kommt es selbst
für einen Einsatz im Bergbau oder
in der chemischen Industrie sowie
für industrielle Zahnräder infra­
ge. Aufgrund der Wärme- und
Kältestabilität des Materials bietet
es sich auch für den Einsatz in
verschiedenen Außenanwendun­
gen an. mg
www.geba.eu
100 Prozent reine Pellets
System für Inspektion und Sortierung
von Kunststoffpellets
Verunreinigungen Ein Highlight auf
dem Messestand von Sikora, Bre­
men, auf der US-Kunststoffmesse
NPE 2015 war der Purity Scanner,
ein System für die Onlineinspek­
tion und -sortierung von Kunst­
stoffpellets.
Verunreinigungen ab 50
Mikrometern erkannt
Die Reinheit von Kunststoffpellets
ist insbesondere wichtig für Her­
steller von Polymeren, für Com­
pounder, für die weiterverarbei­
tende Industrie sowie Rezyklierer
in der Kunststoffindustrie. Der
Purity Scanner erkennt Verunrei­
nigungen ab 50 µm in Pellets, wie
sie beispielsweise in der Medizin­
technik, in der Automobil- und
Luftfahrtindustrie oder in Hoch­
spannungs- und Unterseekabeln
genutzt werden, wo eine 100%ige
Reinheit gefordert ist. Verunrei­
nigte Pellets werden separiert und
aussortiert, so dass ausschließlich
reine Pellets in den Extrusions­
prozess gelangen. Die Pelletins­
pektion erlaubt die Detektion von
organischen und metallischen
Verunreinigungen sowohl in dem
Pellet als auch auf dessen Ober­
fläche durch die Verwendung
einer speziellen Kombination von
Röntgentechnologie und einem
optischen System.
Daneben zeigt der Messtechnik­
spezialist auf der Messe in Florida
seine Laser Series 2000 für die
klassische Durchmessermessung
in zwei oder drei Ebenen für Pro­
duktdurchmesser von 0,05 bis
500 mm.
Auch wird die High-End Laser
Series 6000 zu sehen sein: Die
Messköpfe erfüllen alle Ansprüche
hinsichtlich Genauigkeit, Schnitt­
stellenoptionen und Zuverlässig­
keit für eine Qualitätskontrolle bei
der Rohr- und Schlauchextrusion.
Die hohe Genauigkeit erlaubt auch
die Detektion von Knoten und
Einschnürungen. Drei High-EndMessköpfe sind für Produktdurch­
messer von 0,2 bis 78 mm verfüg­
bar. sk
www.sikora.net
Metallersatz bei Schrauben aus PEEK in der Halbleiter- und Arzneimittelindustrie
Hochleistungskunststoff Nippon
Chemical Screw & Co. verwendet
Vestakeep neuerdings auch für die
Herstellung von Präzisionsschrau­
ben in Inch-Größe. Vestakeep ist
der Handelsname für das Hoch­
temperaturpolymer Polyether­
etherketon (PEEK) von Evonik.
Das Schraubendesign in InchGröße wird für verschiedene In­
dustrien in Nordamerika herge­
stellt, darunter insbesondere in
der Produktion von Halbleitern
und Arzneimitteln.
Je nach Anwendung werden spe­
zielle Anforderungen an Vesta­
keep PEEK gestellt. So wird in der
Halbleiterherstellung eine hohe
Reinheit gefordert, während das
Material bei Kontakt mit Lebens­
mitteln oder Arzneimitteln die
jeweils geltenden Vorschriften
erfüllen muss.
In der Produktion anderer Indus­
triezweige muss der Werkstoff
zudem diverse weitere Anforde­
rungen erfüllen, darunter Chemi­
kalienresistenz, hohe mechanische
Festigkeit oder Ermüdungswider­
stand.
Schrauben aus dem
Spritzguss
Zu den Eigenschaften von Vesta­
keep PEEK gehören außerdem eine
gute Dimensionsstabilität und eine
gute Verarbeitbarkeit im Spritz­
guss. Dies wiederum führt zu einer
effizienten und wirtschaftlichen
Produktion. PEEK eignet sich zur
Herstellung von Bauteilen, die für
den Einsatz unter härtesten Bedin­
gungen vorgesehen sind. Diese
Bauteile werden zum Beispiel in
der Ölförderung, in Fahrzeugen
und in der Luftfahrt einge­setzt.
Als Implantatmaterial wird es da­
rüber hinaus für dauerhafte Kör­
perimplantate eingesetzt.
Die Vestakeep PEEK Schrauben
sind in Nordamerika über Solid
Spot (Santa Clara CA/USA) erhält­
lich. mg
www.evonik.de
www.vestakeep.de
Ein Sikora Highlight auf der NPE 2015 war der Purity Scanner für
eine 100-%-Inspektion von PE-Pellets Foto: Sikora
TECHNOLOGIE
WERKSTOFFE
27. März 2015 | Ausgabe 6 21
Klein, kleiner, am kleinsten
PEEK oder PEI
in der Schnecke?
Mikroschläuche und Monofilamente aus Hochleistungspolymeren sind zunehmend gefragt
Schneckenreinigung in Minuten
bei Hochleistungskunststoffen
Reinigung Der Anbieter von Rei­
nigungsgranulaten, Dreychem,
stellt zwei neue Brandex Hochtem­
peratur-Reinigungsgranulate vor,
die bei Temperaturen bis zu 450 °C
verarbeitet werden können – mehr
als mit anderen marktüblichen
Reinigungsgranulaten bisher er­
reichbar ist. Während Brandex
C10 für leichtfließende Thermo­
plaste ausgelegt ist, eignet sich der
Typ CA10 für höherviskose Spritz­
gusscompounds. Damit können
jetzt auch Verarbeiter von Hoch­
leistungskunststoffen wie PEEK,
PEI, PES, PSU und PPS Rückstän­
de, Ablagerungen und Vercra­
ckungen von den Schnecken,
Düsen und Zylindern ihrer Spritz­
PEI, natur, vor dem Reinigen
Metallersatz International Polymer
gießmaschinen schnell, gründlich
und kosteneffizient entfernen.
Erste Praxistests haben überzeu­
gende Ergebnisse geliefert. So
reichten zum Beispiel auf einer
650-t-Spritzgießmaschine 25 kg
Brandex C10 zur vollständigen
Ausreinigung von PEEK bei
420 °C. Der gesamte Vorgang dau­
erte einschließlich eines abschlie­
ßenden Spüldurchgangs mit Ori­
ginalmaterial weniger als 45 min.
Das mechanische Reinigen der
80-mm-Schnecke erfordert im
Vergleich dazu rund 24 Stunden
Stillstandzeit.
Große Bandbreite an
Reinigungsgranulaten
Dazu Kerstin Brunken, Geschäfts­
führerin von Dreychem: „Mit
unseren Brandex Hochleistungs­
typen, den für die PolyolefinExtrusion entwickelten Clean X
Spülgranulaten von Polytechs und
dem für die Standardreinigung
von Heißkanälen und Werkzeugen
bestimmten Supernova ST haben
wir jetzt Reinigungsgranulate für
nahezu alle Aufgaben im Bereich
der Verarbeitung von Kunststoffen
im Programm. Damit können wir
der gesamten Branche die Reini­
gungsgranulate anbieten, die in
der spezifischen Anwendung Ma­
terialverluste bei Werkstoff- und
Farbwechseln minimieren und
Ausschuss vermeiden, der entste­
hen kann, wenn sich Ablagerungen
von Oberflächen lösen und im
Formteil sichtbar werden.“ mg
www.dreychem.com
Engineering (IPE), ein Hersteller
thermoplastischer Rohre, Schläu­
che und Profile mit Sitz in Tempe
AZ/USA, hat kürzlich eine breit­
gefächerte neue Reihe von Micro­
bore-Schläuchen, Monofilamen­
ten und Profilen aus Hochleis­
tungsthermoplasten von Solvay
Specialty Polymers eingeführt.
Vor allem in der Medizintechnik
hat IPE einen starken Trend fest­
gestellt, Metalle und duroplasti­
sche Materialien durch Thermo­
plaste zu ersetzen, so Jonathan
Jurgaitis, Melt Extrusion Manager
bei IPE.
„Die Nachfrage unserer Kunden
unterstreicht die Erfolgsgeschich­
te dieser Hochleistungsmateriali­
en, die in zahlreichen Anwendun­
gen vieler Branchen eine Option
darstellen“, sagt Jurgiatis. „In
enger Zusammenarbeit mit Solvay
hat IPE Produkte entwickelt, die
den hohen Anforderungen an­
spruchsvoller Endanwendungen
in der Medizintechnik, in Luftund Raumfahrt und im Militär­
wesen entgegenkommen.“
Maßgeschneiderte
Präzisionsextrudate
IPE entschied sich unter anderem
für Sulfonpolymere von Solvay,
die ausgezeichnete Transparenz,
Steifigkeit und Dampfsterilisier­
barkeit bieten. So fertigt das Un­
ternehmen Monofilamente mit
0,5 mm Durchmesser aus Udel
Polysulfon (PSU) sowie Monofila­
mente mit 1,5 und 2,8 mm Durch­
messer aus Radel Polyphenylsul­
fon (PPSU). Radel PPSU wird
IPE hat eine neue Reihe Mikroschläuche, Monofilamente und Profile aus Hochleistungsthermoplasten
für Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Industrie eingeführt Foto: Solvay
außerdem für 1,27-mm-Micro­
bore-­Schläuche mit einem Außen­
durchmesser (AD) von 0,3 mm
und einem Innendurchmesser
(ID) von 0,25 mm eingesetzt.
In zunehmendem Maße verwen­
det IPE auch Spire Ultrapolymere
von Solvay. Zu den umfassenden
Vorteilen dieser Materialien zäh­
len hohe Steifigkeit und Härte
sowie ausgezeichnete Beständig­
keit gegen Chemikalien und hohe
Temperaturen. Von IPE gefertig­
te Mikroschläuche aus Ketaspire
Polyetheretherketon (PEEK) ver­
fügen beispielsweise über eine
höhere Festigkeit und Steifigkeit
als vergleichbare Schläuche aus
Polytetrafluorethylen (PTFE) und
sind leichter zu bearbeiten als
Schläuche aus Edelstahl. Diese
Mikroschläuche zielen auf unter­
schiedliche medizinische Anwen­
dungen wie Katheter, endoskopi­
sche Arbeitskanäle und laparosko­
pische Instrumente ab. Ketaspire
PEEK ist eines der chemikalien­
beständigsten Polymere im Markt
mit ausgezeichneter Festigkeit,
sehr guter Ermüdungsbeständig­
keit und einer Dauergebrauchs­
temperatur von 240 °C. IPE setzt
das Material für Mikrofilamente
unterschiedlicher Größen sowie
für Microbore-Schläuche mit AD
0,3 mm und ID 0,25 mm ein.
Kunststoffe für
extreme Anwendungen
Darüber hinaus nutzt IPE auch
Avaspire Polyaryletherketon
(PAEK) von Solvay zur Extrusion
von Monofilamenten mit 1,5 mm
Durchmesser. Des Weiteren hat
das Unternehmen 1,5-mm-Mono­
filamente aus Torlon Polyamid­
imid (PAI) eingeführt, das die
höchste Festigkeit und Steifigkeit
aller Thermoplaste bis 275 °C bie­
tet. Hinzu kommen Monofilamen­
te aus Primospire, einem selbst­
verstärkenden Polyphenylen
(SRP), das als eines der weltweit
steifsten und festesten unverstärk­
ten Polymere gilt. Dank ausge­
zeichneter Chemikalienbestän­
digkeit und Gleitfähigkeit spezi­
fiziert IPE für 1,5-mm-Monfila­
mente auch Halar Ethylenchlor­
trifluorethylen (ECTFE), ein
teilfluoriertes schmelzbares Poly­
mer von Solvay. mg
www.solvay.com
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Sie suchen ein schlüsselfertiges und produktorientiertes Anlagenkonzept für Ihre
Serienfertigung von Faser verbundbauteilen?
Gemeinsam mit unseren Systempartnern
stellen wir die Komplettlösung für das Hochdruck-Harz-Injektionsverfahren (HP-RTM)
bereit.
nach der 1. Grundreinigung mit
Brandex CA10 bei 410 °C
Ihr Vorsprung:
– Leichtbauteile, ca. 50 % leichter als Metalle
– Lackierfähige Carbonbauteile
– Sichtteile mit hochwertiger Carbon-Optik
– Vollautomatisierbarer Prozesskreislauf
Brandex CA10, sauber nach der
2. Grundreinigung bei 390 °C
Die neuen Brandex C10 und
CA10 Reinigungsgranulate
stellen ihre Effizienz bei Temperaturen bis zu 450 °C unter
Beweis Foto: Dreychem
Leicht ist gar nicht schwer
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Engineering Passion
Sabine Koll
Zuständig für den Bereich
Spritzgießtechnik
TECHNOLOGIE
SPRITZGIESSTECHNIK
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22 27. März 2015 | Ausgabe 6
Augen auf beim Gebrauchtmaschinen-Kauf
Auch Spritzgießmaschinenhersteller vermarkten Secondhandware – unterschiedliche Ansätze und Servicetiefe –
Retrofits als Modernisierungsansatz
Gebrauchte Spritzgießmaschinen werden nicht nur auf der Messe Usetec gehandelt. Auch direkt bei den Maschinenherstellern selbst
kann man sie zum Teil kaufen Foto: Usetec
Secondhand Gebrauchte Spritz-
gießmaschinen sind für Kunststoffverarbeiter nicht nur eine
Option, um bei Neuanschaffungen
Geld zu sparen. Auch kann die
schnelle Verfügbarkeit ein Grund
sein: Auf neue Maschinen wartet
man heute leicht mehrere Monate. Gebrauchtmaschinen kann
man dabei nicht nur bei spezialisierten Händlern beziehen, sondern auch direkt bei einigen Herstellern.
„Wir stellen einen großen Bedarf
an gebrauchten Spritzgießmaschinen im Markt fest. Der Anteil des
Gebrauchtmaschinengeschäfts ist
wachsend“, sagt Fritz Beglinger,
der bei Netstal den Verkauf von
Gebrauchtmaschinen leitet. Der
Schweizer Spritzgießmaschinenhersteller und seine deutsche Muttergesellschaft Krauss Maffei sind
die einzigen Hersteller im deutschsprachigen Raum, die ihre „Secondhandware“ auf breiter Basis
selbst vermarkten.
„Wir verstehen unser Engagement
als eine Serviceleistung für unsere Kunden, die eine gebrauchte
Maschine verkaufen wollen oder
die auf der Suche nach günstigeren
Georg Tinschert, Geschäftsführer Wittmann Battenfeld:
„Gebrauchte Maschinen
dienen bei uns vor allem zur
Überbrückung von Engpässen bis zur Lieferung von
Neumaschinen“
Foto: Wittmann Battenfeld
Maschinen sind“, erklärt Ralph
Lindner, Abteilungsleiter KHS
Handels- und Service Gruppe bei
Krauss Maffei. „Gebrauchte Maschinen von uns als Hersteller sind
ohne technisches Risiko zu einem
günstigeren Preis zu bekommen.
Neustarter können mit einem geringeren Invest beginnen. Auch
bei vielen anderen Projekten ist
ein geringerer Invest notwendig,
um Aufträge bekommen zu können. So sind Gebrauchtmaschinen
immer wieder eine Alternative, die
man prüfen sollte.“
Teilweise handelt es sich bei den
Gebrauchtmaschinen von Krauss
Maffei um Rückläufer von Kunden, die neue Maschinen kaufen.
Doch ist dies für den Münchner
Maschinenbauer kein K.-o.-Kriterium. Genauso wie bei Netstal
ist der Ankauf einer gebrauchten
Maschine nicht vom Kauf einer
neuen abhängig. „Meist handelt
es sich schon um Rückläufer, aber
es gibt auch Kunden, die ältere
Maschinen nicht mehr ersetzen
und uns ihre Gebrauchte überlassen“, so Netstal-Experte Beglinger.
Wittmann Battenfeld und auch
Arburg fahren hingegen die Stra-
tegie, nur dann mit Gebrauchtmaschinen zu handeln, wenn
unbedingt notwendig. „Wir bieten
selbst eigentlich nur solche Maschinen an, die vorher einige Zeit
in unseren internationalen Kundencentern, Vorführräumen oder
Schulungsbereichen genutzt worden sind“, stellt Helmut Heinson
klar, Geschäftsführer Vertrieb bei
Arburg. Hinzu kommen Messemaschinen, die zu besonderen
Konditionen angeboten werden.
„Ansonsten bringen unsere Kunden die Maschinen, die sie gerne
verkaufen wollen, in Eigenregie
an den Markt.“
Wittmann Battenfeld verkauft
ebenfalls Vorführ- oder Technikumsmaschinen, nimmt aber auch
beim Kauf neuer Maschinen gebrauchte von Kunden entgegen,
arbeitet diese auf und verkauft sie
dann wieder am Markt. „Diese
Gebrauchten dienen beim Kunden
zur Überbrückung von Engpässen
bis zur Lieferung von Neumaschinen“, betont Georg Tinschert,
Geschäftsführer bei Wittmann
Battenfeld. „Außerdem machen
Gebrauchte Sinn bei mittelfristig
nicht absehbarer Auslastung in
dem erforderlichen Leistungs­
bereich, der aus strategischen
Gründen aber dennoch abgedeckt
werden soll.“
Ansonsten überlässt der österreichische Maschinenbauer das Geschäft mit den Gebrauchten gerne
anderen: „Wir arbeiten zusätzlich
mit ausgewählten Partnern zusammen, die überwiegend unsere
Maschinen vertreiben und einen
einwandfreien Ruf in Bezug auf
die Funktionstüchtigkeit und zu
erwartende weitere störungsarme
Einsatzdauer der ihrerseits vertriebenen Gebrauchtmaschinen
genießen“, so Tinschert.
Helmut Heinson, Geschäftsführer Vertrieb Arburg: „Wir
bieten Maschinen an, die einige Zeit in unseren internationalen Kundencentern,
Vorführräumen oder Schulungsbereichen genutzt
worden sind“ Foto: Arburg
Ralph Lindner, Abteilungsleiter KHS Handels- und
Service Gruppe Krauss
Maffei: „Gebrauchte von
uns als Hersteller sind ohne
technisches Risiko zu einem günstigeren Preis zu
bekommen“ Foto: Krauss Maffei
Fritz Beglinger, Leiter Verkauf Gebrauchtmaschinen
Netstal: „Unsere Kundschaft sitzt vorrangig in
Wachstumsmärkten, insbesondere in Lateinamerika
verzeichnen wir derzeit eine
starke Nachfrage“ Foto: Netstal
die Maschinen CE-konform sein
müssen.
Krauss Maffei macht keine konkreten Angaben dazu, wie alt die
Gebrauchtmaschinen sind, die
angekauft und wiederverkauft
werden. Nur so viel verrät Lindner:
„Der Markt wünscht sehr junge
Maschinen. Maschinen älter als
Baujahr 2000 sind schwierig zu
verkaufen. Allerdings gestaltet sich
der Ankauf von jungen Maschinen
als schwierig, da diese Maschinen
selten und relativ teuer sind.“ Sehr
alte Maschinen und Sonderanlagen kauft Krauss Maffei daher nur
zurück, wenn das Unternehmen
eine Vermarktungsmöglichkeit
sieht. „Ist das nicht gegeben, unter­
stützen wir den Kunden trotzdem
bei der Entsorgung der Anlagen“,
sagt Lindner.
Der Münchner Maschinenbauer
verkauft gut die Hälfte der Gebrauchtmaschinen an deutsche
Verarbeiter, der Rest verteilt sich
laut Lindner weltweit. Netstals
Kundschaft sitzt nach Aussagen
von Beglinger vorrangig in Wachstumsmärkten, insbesondere in
Lateinamerika verzeichne man
derzeit eine starke Nachfrage.
Anzeige
Junge Gebrauchte
sind stark gefragt
Technikums- und Mietmaschinen, die Wittmann Battenfeld
gebraucht veräußert, sind zwischen drei und fünf Jahre, in Zahlung genommene Maschinen
zwischen sieben und zehn Jahre
alt. Bei Netstal ist das Durchschnittsalter der Oldies höher: Es
liegt zwischen zehn und 20 Jahren.
Die einzige Limitierung beim Ankauf ist bei den Schweizern, dass
Die Katze im Sack muss kein Verarbeiter fürchten, wenn er eine
Gebrauchtmaschine direkt bei
einem der Spritzgießmaschinenhersteller kauft. Alle kümmern
sich vor dem Verkauf um die Funktionsfähigkeit der Maschinen –
wenn auch in unterschiedlichem
Ausmaß: „Vor der Lieferung an
den Kunden werden die Maschinen einer bei uns üblichen kompletten Qualitätskontrolle unterzogen, wobei natürlich auch ein
Austausch aller Verschleißteile
vorgenommen wird“, sagt ArburgGeschäftsführer Heinson.
Bei Wittmann Battenfeld werden
vor dem Verkauf folgende Arbeiten durchgeführt: Öltankreinigung, Überprüfung der erzielten
Öl-Reinheitsklasse nach Neubefüllung sowie ein kompletter
Check aller Leistungsdaten. In
Abhängigkeit von diesem Ergebnis werden relevante Komponenten gegen neue oder überholte
Teile ausgetauscht. Auch eine
Überprüfung aller sicherheitstechnisch relevanten Ausrüstungen findet statt. Zudem erfährt der
Kunde den Zustand der Schne-
ckenzylindereinheit, bei Knie­
hebelmaschinen findet eine Überprüfung und, falls erforderlich,
eine Überarbeitung des kompletten Kniehebelsystems statt. Üblicherweise gibt Wittmann Battenfeld eine Garantie von sechs Mona­
ten auf die Maschine – ausgenommen sind davon Verschleißteile.
Bei Krauss Maffei werden die Gebrauchtmaschinen in drei Gruppen angeboten: zum Ersten wie
gesehen, zum Zweiten werks­
geprüft und zum Dritten generalüberholt mit Gewährleistung. „Es
sind aber alle Zwischenvarianten
je nach Kundenwunsch möglich“,
sagt Lindner.
Bei Netstal werden die Maschinen
immer revidiert und überarbeitet.
„Wir unterscheiden hier zwischen
einer Komplettrevision oder einer
Teilrevision“, erklärt Beglinger.
Bei der Teilrevision werden vor
allem Dichtungen, Schläuche etc.
kontrolliert und gegebenenfalls
ersetzt sowie alle Teile gründlich
gereinigt. Bei einer Komplett­
revision geht es dann um eine
vollständige Überarbeitung.
Auch Retrofits sind
möglich
Doch damit nicht genug: Auch die
Modernisierung, Um- und Nachrüstung von Secondhandmaschinen ist bei den Herstellern möglich: „So sind die Maschinen
wieder zeitgemäß und den Bedürfnissen der Kunden angepasst“, sagt
Lindner, Krauss Maffei. „Technisch gibt es dabei kaum Grenzen.
Neueste Technologien können in
der Regel umgesetzt werden. Ein
deutlicher Trend ist zudem der
Wunsch nach sehr speziellen Maschinenausstattungen bis hin zu
projektierten Anlagen nach Lastenheft.“
Netstal rüstet die Gebrauchten auf
Wunsch des Kunden ebenfalls mit
neuen Technologien auf. Das kann
dann zum Beispiel ein Update
einer Steuerung sein. „Retrofits
werden immer gewünscht. Nachgerüstet werden hauptsächlich
Luftventile und Kernzüge“, so
Beglinger.
Wittmann Battenfeld-Geschäftsführer Tinschert zählt als Nachrüstmöglichkeiten auf: die Erneuerung der Steuerung durch aktuell in Neumaschinen eingesetzte
Steuerungssysteme zur Sicherstellung der späteren Ersatzteilverfügbarkeit, energiesparende Servoantriebe, Pumpensysteme, Umrichter sowie Schnittstellen für den
Einsatz von Handlinggeräten.
Um das Ersatzteilgeschäft müssen
sich die Kunden bei den Gebrauchten zudem wenig Sorgen machen:
Netstal verfügt über Original­
ersatzteile für bis zu 30 Jahre alte
Maschinen. Und Krauss Maffei
hält Ersatzteile auch noch für sehr
alte Maschinen vor – sogar noch
für solche aus den 60er-Jahren.
Dabei handelt es sich also um
wahre Oldtimer. Sabine Koll
www.arburg.com
www.kraussmaffei.de
www.netstal.com
www.wittmann-group.com
TECHNOLOGIE
SPRITZGIESSTECHNIK
27. März 2015 | Ausgabe 6 23
INTERVIEW
»Gebrauchte sind keine Schnäppchen«
Gebrauchtmaschinen sind letztlich die teurere Wahl – neue Maschinen arbeiten effizienter –
niedriges Zinsniveau spricht für den Neukauf
Schiffer: Auch eine Maschine, die
innerhalb der EU verkauft wird,
muss den damaligen, bei der Herstellung der Spritzgießmaschine
umgesetzten technischen Richtlinien und der Maschinenausrüstung des Herstellers entsprechen.
Wurden zwischenzeitlich Fremdbauteile in die Maschine eingebaut, so ist der Betreiber – in dem
Fall der Käufer des gebrauchten
Schnäppchens – für die Betriebssicherheit der Maschine letztlich
verantwortlich. Ein Risiko, dessen
sich viele Käufer von Gebrauchtmaschinen oft nicht bewusst sind.
: Doch viele Maschinen werden heute generalüberholt am
Markt angeboten. Was soll daran verkehrt sein?
Schiffer: Wir beziehungsweise
te. Wird zum Beispiel eine gebrauchte Maschine aus einem
Nicht-EU-Land in die EU-Zone
eingeführt, dann muss die teilweise sehr betagte Maschine den
neuesten technischen und sicherheitstechnischen Regeln entsprechen. Eine Nachrüstung der gebrauchten Maschine bringt unserer Ansicht nach unter Umständen
einen sehr großen Kostenaufwand
mit sich.
unsere Kunden konnten feststellen, dass viele Maschinen zerlegt,
gereinigt und nachlackiert wurden, das heißt, in einen optisch
neuwertigen Zustand versetzt
wurden. Im Betrieb aber mussten
sie die Erfahrung machen, dass
alle Hauptkomponenten gealtert
waren. So fielen nach und nach
teure Leiterkarten beziehungsweise Steuerungskomponenten aus.
Ein weiteres Problem verursacht
oft ein perfekt durchgeführter Ölund Filterwechsel. Die Pumpen
geben unter den gereinigten Arbeitsbedingungen recht bald ihre
Funktion auf. So manch ein
Schnäppchenjäger war enttäuscht.
Alt bleibt alt, selbst mit neuer Farbe und neuen Dichtungen.
: Die meisten Firmen werden
sicher Maschinen aus der EU
kaufen, oder nicht?
: Sie raten Verarbeitern somit
nicht zum Kauf von Gebrauchten?
Alfred Schiffer, geschäftsführender Gesellschafter bei Dr. Boy
Foto: K-ZEITUNG
Wirtschaftlichkeit Alfred Schiffer,
geschäftsführender Gesellschafter
von Spritzgießautomatenhersteller Dr. Boy, rät Verarbeitern vom
Kauf gebrauchter Spritzgießmaschinen mit kleinen Schließkräften ab. Sein Argument ist die
fehlende Wirtschaftlichkeit.
: Herr Schiffer, anders als
mancher Mitbewerber verkauft
Boy keine gebrauchten Spritzgießmaschinen. Warum nicht?
Alfred Schiffer: Wir sehen im Han-
del von gebrauchten Spritzgießmaschinen auch negative Aspek-
Schiffer: Nicht nur zur Risikomi-
nimierung sollten eher neue Maschinen angeschafft werden, die
mit den neuesten Technologien
ausgerüstet sind. Neue Maschinen
bieten gegenüber Maschinen älteren Baujahrs eine Vielzahl an
Vorteilen. Neueste Antriebs-, Plas­
tifizier- und Steuerungstechnologien lassen den Spritzgießprozess
effizienter, präziser und leichter
bedienbar werden. Ebenso sind
verschleißbedingte Ausfallzeiten
bei neuen Maschinen sehr viel
seltener festzustellen. Durch den
Einsatz moderner Techniken können zudem neue Anwendungsgebiete erschlossen werden, die mit
älteren Maschinen nicht abgedeckt
werden können. So zum Beispiel
die Herstellung extrem dünnwandiger Teile mit langen Fließwegen,
die durch das Differentialeinspritz­
verfahren ermöglicht werden.
Stichwörter
• Materialfluss
• Lagerung
• Fördersysteme
• Materialversorgung
schinen nicht mehr praktikabel.
Daher sind Kunststoffverarbeitungsmaschinen heute überwiegend mit Saugfördergeräten
ausgerüstet.
Bei der Gelegenheit: Vielfach ist
in diesem Zusammenhang von
„Abscheidern“ die Rede, womit
jedoch nichts anderes als Fördergeräte gemeint sind.
Im einfachsten Fall mag ein Einzelfördergerät auf der Maschine
genügen. Zu berücksichtigen ist
allerdings, dass dazu dann ein
Gebinde mit dem Rohmaterial
neben der Maschine gehört.
Komplizierter wird es, wenn
Material aus größerer Entfernung,
etwa aus einer zentralen Aufgabestation, aus Silos oder einer
Trocknungsanlage, zur Maschine
gefördert werden soll. Für die
Konzeption einer betriebssicheren
und wirtschaftlichen Materialversorgung sind zahlreiche Fragen
zu klären. Relevante Stichworte
für die Auswahl der erforderlichen
Komponenten lauten Lagerung,
nach zu kurz gedacht, seine Investitionsmittel in alte, weniger
effizient arbeitende Maschinen zu
stecken. Kluge Unternehmen han-
www.dr-boy.de
CREATIVE
POLYMERS
densätze sind ausschlaggebend.
Bei den Lebenszykluskosten einer
Spritzgießmaschine geht man von
20 Prozent Investitionskosten und
80 Prozent Folgekosten aus. Bei
neuen Maschinen – mit bis zu 70
Prozent geringerem Energieverbrauch gegenüber früheren Maschinentechnologien – können
Teile wesentlich kostengünstiger
gefertigt werden. Legt man bei der
Artikelkalkulation die Maschinen­
stundensätze gebrauchter Maschinen zugrunde, muss oft ein wesentlich höherer Teilepreis veranschlagt werden oder die Gewinn-
Strahlenvernetzbare Polyamide
Mo erklärt Hintergründe und Details beim Fördern von Kunststoffen
In der Konzeption einer sicheren und wirtschaftlichen Materialversorgung sind einige Fragen zu klären Foto: Motan-Colortronic
: Sie raten also immer zum
Neukauf?
Schiffer: Es ist meiner Meinung
deln nach der Maxime: Wir arbeiten zu kostenorientiert, um
billig zu kaufen. Berücksichtigt
man dazu das derzeit sehr niedrige Zinsniveau und die stattlichen
Förderungen, ist eine Gebrauchtmaschine sehr häufig nicht das
wirtschaftlichste und nachhaltigste Produktionsmittel. sk
: Aber rechnet sich eine Gebrauchtmaschine nicht doch
wegen der niedrigeren Investitionskosten?
Schiffer: Nein, die Maschinenstun-
Was zählt beim Materialfluss?
Folge 23 Nachdem sich Mo’s Corner ausführlich mit dem Dosieren
und Trocknen von Kunststoffen
befasst hat, wird ab dieser Folge
mit dem Thema „Fördern“ das
dritte Kapitel beim Materialhandling aufgeschlagen.
Material von A nach B – genauer
vom Lagerort zur Verarbeitungsmaschine – zu bringen mag
vordergründig nicht weiter kompliziert erscheinen. Das traf sicher
auf die Anfänge der Kunststoffverarbeitung zu, als Eimer und Säcke
genügten. Doch mit zunehmender
Automatisierung, mit kürzeren
Zykluszeiten, anspruchsvolleren
Kunststoffen, den heute teils sehr
hohen Durchsätzen sowie aus
zahlreichen weiteren Gründen ist
die manuelle Versorgung der Ma-
spanne für den Betreiber reduziert
sich deutlich.
Materialaufgabe und -verteilung,
Art der Förderung, Fördergeschwindigkeit, Einzelförderung
oder zentrales Förder­system,
Vakuumversorgung, Fertigungsumgebung (Reinraum), Anlagensteuerung und -auslegung.
Nicht zu unterschätzen ist dabei
die Förderphysik unter Berücksichtigung der zu fördernden Produkte, die schließlich so schonend
wie möglich zur Verarbeitung
kommen sollen. Das verdeutlicht
ein kurzer Blick auf die Vielfalt an
Kunststofftypen, die zudem in den
unterschiedlichsten Materialarten
(Granulat, Pellets, Mahlgut, Flakes,
Fasern oder Pulver) mit jeweils
spezifischen Fließeigenschaften
vorliegen.
Welche Möglichkeiten für die Rohstoffversorgung in der Kunststoffverarbeitung bestehen und welche
Aspekte im Detail zu berücksichtigen sind, wird Mo’s Corner in den
kommenden Folgen kompakt und
verständlich vorstellen.
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Hohe mechanische Werte nach Wärmelagerung
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Kurze thermische Spitzen über 400°C möglich
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Kondensaten (pH 1,2)
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Verschweisbar vor oder nach der Strahlenvernetzung
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TECHNOLOGIE
K-ZEITUNG DIGITAL
24 27. März 2015 | Ausgabe 6
Meistgeklickt auf www.k-zeitung.de
Engel knackt 2014/15 Milliardenumsatzgrenze
Newsletter: Schnell und kompakt
Die wichtigsten Nachrichten kommen zu Ihnen
1
Unternehmen – Engel hat im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals die
Milliardenumsatzgrenze überschritten
und ist auch im laufenden Geschäftsjahr
optimistisch, wiederum schneller zu
wachsen als der Markt, erklärte jetzt Dr.
Peter Neumann gegenüber der K-ZEITUNG.
„Erstmals werden wir im Geschäftsjahr
2014/15 die Milliardenumsatzgrenze überschreiten. Aufgrund des bisherigen Auftragsbestands rechnen wir mit einem Gesamtumsatz zwischen 1,03 bis 1,05 Milliarden Euro“, betonte Dr. Peter Neumann,
CEO der Engel Holding GmbH, gegenüber
der K-ZEITUNG in Düsseldorf. …
Kuka-Umbau nach der Reis-Übernahme
2
Branche – Mit hoher Branchen­
erfahrung in der Führungsspitze
stärkt die Kuka AG, Augsburg, ihre Internationalisierung und Innovationsfähigkeit. Die neue Tochter Kuka Industries
nimmt die ehemalige Reis-Gruppe auf.
Kuka bündelt die Kompetenzen für Automatisierungskomponenten und -lösungen
der Kuka Systems GmbH – Sparte Technology Solutions und der Reis GmbH &
Co. KG Maschinenfabrik in dem neuen
Bereich Kuka Industries. Die Vorbereitungen für die notwendigen organisatorischen
Anpassungen laufen auf Hochtouren. …
Erster 3D-Drucker für Faserverbundwerkstoffe
3
Hilfstechnik – Im Pressezentrum
der Solidworks World 2015 in
Phoenix AZ/USA stand – leise vor sich hin
arbeitend – ein 3D-Drucker der besonderen Art: nach Angaben des Herstellers
Markforged Inc. der erste 3D-Drucker
der Welt, der mit Faserverbundwerkstoffen drucken und damit Teile mit sehr
hoher Festigkeit herstellen kann.
Mit dem Markforged Mark One-3D-Drucker können Kohlefasermaterialien, Kevlar,
Glasfasermaterialien und Nylon verarbeitet werden. Ausgestattet mit einem CFF-Druckkopf sowie einem
FFF-Druckkopf können sehr robuste Compositebauteile in 3D gedruckt werden, die teils wesentlich
höhere Festigkeiten aufweisen, als dies mit herkömmlichen Kunststoffmaterialien möglich wäre. …
Arburg auf Rekordkurs
4
Unternehmen – Bei den Technologie-Tagen 2015 gab Arburg neben
einem umfassenden Überblick über den
Stand der Technik wie gewohnt auch einen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung des Familienunternehmens.
Und die kann sich sehen lassen, denn
obwohl noch nicht alle Zahlen im Detail
vorliegen, ist bereits abzusehen, dass im
Jahr 2014 mit rund 540 Mio. EUR ein neuer Rekordumsatz erreicht wird.
Trotz der bekannten schwäbischen Zurückhaltung war Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung von Arburg, deutlich anzusehen, dass das
Familienunternehmen mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2014 sehr zufrieden ist. …
Der Porsche 911 von Playmobil ist auf dem Markt
5
Anwendungen – Mit dem Porsche
911 Carrera S nimmt Geobra
Brandstätter eine Sportwagenikone in
sein Sortiment auf. Erstmals gibt es damit ein real existierendes Automodell von
Playmobil.
Seit über 50 Jahren hat der Porsche 911 mit
seinem unverwechselbaren Design und
seiner legendären Performance einen festen
Platz in den Herzen der Sportwagenfans.
Der knallrote Miniatur-Flitzer von Playmobil ist seinem großen Vorbild detail­
getreu nachempfunden. …
Dreimal pro Woche (Montag, Mitt-
woch und Freitag) verschickt
K-ZEITUNG Online den kostenlosen Newsletter.
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der Branche sowie spannende
Technologie- und Anwendungs-
beispiele.Anmelden können Sie
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Stefan Lenz
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27. März 2015 | Ausgabe 6 25
Bewährte Technologie
Andritz Biax auf der NPE 2015
Folienextrusion Andritz Biax, Teil
des internationalen Technologiekonzerns Andritz, präsentierte ein
breites Portfolio an Lösungen für
die Herstellung biaxial verstreckter Folien auf der NPE in Orlando.
MESIM-Technologie: MESIM
(MEchanisch SIMultaneous) ist
eine patentierte Technologie für
die mechanische, simultane Folienverstreckung. Mit ihr können
jene hochwertigen Kunststoff­
folien produziert werden, die in
zahlreichen Anwendungen mit
besonderen optischen Eigenschaften und hervorragender Qualität
zum Einsatz kommen (zum Beispiel Folien für Displays, Multitouch-Bildschirme oder mobile
Endgeräte). Die MESIM-Technologie stellt auch eine passende
Lösung für die Produktion hochwertiger BOPA-Verpackungsfolien dar. Sie kann an individuelle
Kundenanforderungen einfach
angepasst werden und sorgt für
attraktive Kapitalrenditen sowie
niedrige Wartungskosten.
SEDYN-Technologie: Andritz
bietet zwei Linienarten für die
sequenzielle Verstreckung an: die
biaxline SEDYN excelle mit hoher
Kapazität und hochqualitativen
Produkteigenschaften und die
biaxline SEDYN axcess mit hoher
Kapazität für die Produktion flexibler Verpackungen. sl
www.andritz.com
Die FFS Verpackungsmaschine IBP 250
stellt mit ihren automatisierten Funktionalitäten
sicher, dass kristalline, granuläre, geperlte oder flockige
Produkte exakt gewogen, präzise dosiert und hygienisch verpackt werden Foto: Coperion
Umfassende Leistungsschau
<ŽŵƉůĞdžĞWƌŽďůĞŵĞ͍
&ůĞdžŝďůĞ>ƂƐƵŶŐĞŶŝŶ
Neueste Technologien für das Compoundieren und Schüttguthandling
von Coperion und Coperion K-Tron auf der NPE 2015
NPE 2015 Auf der diesjährigen
NPE, die vom 23. bis 27. März in
Orlando stattfand, präsentierten
Coperion und Coperion K-Tron
ihre jüngsten technologischen
Entwicklungen. Als Stellvertreter
ihres umfassenden Portfolios für
Compounding und Extrusion,
Schüttguthandling, Dosieren,
Verpacken und Service für Anlagen mit geringeren Durchsatzraten zeigen sie ein VakuumdruckWaggon-Entladesystem mit Doppelgebläse, die Differenzial-Einfachschnecken-Dosierwaage S100
und die Differenzial-Doppelschnecken-Dosierwaage T35, den
Doppelschnecken-Laborextruder
ZSK 26 Mc18, den Stranggranulator SP 100 EN sowie die FFS
Verpackungsanlage IBP 250. Für
das Schüttguthandling mit höherem Durchsatz zeigten Coperion
und Coperion K-Tron einen vollständig überarbeiteten Smart Flow
Meter, eine ZRD 400 Zellenradschleuse für starke Beanspruchung
sowie eine neue Waggon-Verteilertechnologie zum Verladen von
Polymerpellets. Darüber hinaus
wurden über eine innovative Technologie das gesamte Lieferprogramm sowie das Projektmanagement- und Engineering-Knowhow von Coperion und Coperion
K-Tron digital erlebbar gemacht.
Von der Förderluft
getrennt
Das Vakuumdruck-Waggon-Entladesystem mit Doppelgebläse von
Coperion K-Tron entlädt Pellets,
Pulver und Granulate pneumatisch aus Eisenbahnwaggons, mit
Förderraten von über 54.500 kg/h.
Die Systeme sind für Leitungsgrößen von bis zu 250 mm ausgelegt.
Aufgrund der separaten Anordnung der Vakuum- und Druckgebläse kann das Material mit
solch hohen Förderraten und über
längere Förderdistanzen entladen
werden. Ein Vakuumgebläse zieht
das Material aus dem Eisenbahnwaggon in einen Filterabscheider
der Serie Filtair von Coperion
K‑Tron, der das Material von der
Förderluft trennt. Unterhalb des
Abscheiders befindet sich eine
Aerolock Zellenradschleuse, die
das Produkt in den mit Druck
arbeitenden Teil des Entladesystems dosiert, um es an seinen
nächsten Bestimmungsort zu fördern.
Modular aufgebaut
Die modular aufgebauten Differenzialdosierwaagen von Coperion K-Tron eignen sich ideal für
Materialien mit variierender
Schüttdichte sowie für die Automatisierung des Materialhandlings. Mit der EinfachschneckenDifferenzialdosierwaage S100
werden Dosierleistungen von 10
bis 15.800 dm³/h erreicht. Sie verarbeitet rieselfähige Pulver, Granulate, Pellets und andere rieselfähige Materialien. Die Doppelschnecken-Differenzialdosierwaage T35 erzielt Dosierleistungen
von 1,25 bis 2.500 dm³/h. Sie ist
ideal für Pulver und schwer zu
dosierende oder klebrige Materialien. An beiden Dosiervorrichtungen wird die patentierte Smart
Force Transducer (SFT) Wägetechnologie präsentiert, die exakte Dosierung, Messung und Chargenbestimmung sichert.
Bedienungsfreundlich
Der vollständig überarbeitete ZSK
26 Mc18 Doppelschnecken-Laborextruder mit 25 mm Schneckendurchmesser von Coperion wird
auf der NPE erstmals in den USA
vorgestellt. Der Laborextruder
weist ein erhöhtes Drehmoment
von 15 Nm/cm³ auf und erreicht
bis zu 100 % höhere Durchsätze
als sein Vorgängermodell. Er ver-
eint alle Vorteile der ZSK Mc18Baureihe.
Uneingeschränkter
Zugang
Der Stranggranulator SP 100 EN
besitzt eine Arbeitsbreite von
100 mm und erreicht mit 20 Strängen Durchsatzraten bis 650 kg/h.
Die Schneidkopfabdeckung lässt
sich weit öffnen und ermöglicht
so uneingeschränkten Zugang
zum Innenraum des Granulators.
Durch das Lösen von lediglich zwei
Schrauben kann der Einzugsschacht schnell und einfach entfernt werden. Der Granulataustrag
ist über das Gehäuse des Schneidkopfs ohne Demontage gut zugänglich. Alle Innenflächen des
SP 100 EN sind glatt, um die Ansammlung von Rückständen auf
ein Minimum zu beschränken.
Geringer Platzbedarf
Die FFS Verpackungsmaschine
IBP 250 stellt mit ihren automatisierten Funktionalitäten sicher,
dass kristalline, granuläre, geperlte oder flockige Produkte exakt
gewogen, präzise dosiert und hygienisch verpackt werden. Die
Anlage zeichnet sich durch ihren
geringen Platzbedarf aus und kann
über einen Touchscreen intuitiv
bedient werden. Ihr modulares
Design erlaubt eine einfache Aufrüstung der Maschinenleistung,
ohne das gesamte System ersetzen
zu müssen. Kontrollwaagen, Metalldetektor, Sackkennzeichnungssystem und automatische
Reinigung können optional integriert werden.
Vollständig
überarbeitet
Der Smart Flow Meter bietet eine
äußerst präzise Dosierung bei sehr
hohen Dosierleistungen bis zu 200
m³/h. Anwendungen sind beispielsweise Materialflusskontrolle innerhalb einer Produktionslinie, Messen, Befüllen oder Entleeren von Materialien aus einem Silo,
Bestandsprüfung sowie quantitative Schüttgutmessung. Der Smart
Flow Meter zeichnet sich durch
einfache Handhabung, geringe
Wartungskosten sowie reduzierten
Bauhöhenbedarf aus und ist eine
kosteneffektive Lösung für integrierte Wägeanwendungen.
'Ƶŵŵŝͻ^ŝůŝŬŽŶͻdW
dŚĞƌŵŽƉůĂƐƚƐƉƌŝƚnjŐƵƘ
ĞƌĂƚƵŶŐͲ<ŽŶƐƚƌƵŬƟŽŶͲtĞƌŬnjĞƵŐďĂƵͲWƌŽĚƵŬƟŽŶ
^/K͘Θ͘^ŝŵŽŶ'ŵď,
'ƵŵŵŝͲƵŶĚ<ƵŶƐƚƐƚŽīǁĞƌŬ
<ĂƌůͲtŝŶŶĂĐŬĞƌͲ^ƚƌ͘ϭϬͲϭϮ
Ͳϯϲϯϵϲ^ƚĞŝŶĂƵĂ͘Ě͘^ƚƌ͘
ǁǁǁ͘ƐŝĐŽ͘ĚĞ
Für starke
Beanspruchung
Zellenradschleusen von Coperion
greifen auf jahrzehntelange Erfahrung, Prozess-Know-how sowie
Inhouse-Entwicklung und -Herstellung mit Materialien in Spitzenqualität zurück. Die ZRD 400
Demoschleuse veranschaulicht
spezielle Varianten für den Einsatz
in verschiedenen Industrien wie
etwa Kunststoffe, Chemie, Lebensmittel und Mineralstoffe. Sie wird
häufig als Austrag- und Dosierschleuse für die Förderung von
pulver- und granulatförmigen
Produkten verwendet.
Hoher Durchsatz
Diese neue Technologie, die Coperion auf der NPE vorgestellt hat,
wurde speziell für das Beladen von
Waggons mit Polyethylenpellets
mit hohem Durchsatz und hoher
Fülleffizienz entwickelt. Die hohe
Beladekapazität wird mit der bewährten Produktverteilertechnologie erreicht, die von der Erhard
Muhr GmbH, Deutschland, entwickelt und patentiert wurde.
Coperion und Muhr haben eine
exklusive Kooperation für die
Entwicklung, das Marketing und
die Realisierung der WaggonBeladesysteme für Polymerpellets
vereinbart. sl
www.coperion.com
silo
silo
flexible silo
container
• Füllstandmesstechnik
• PC-Visualisierung
• Trockenluftüberlagerung
• Silofilter
• Absaugkästen
• Austragshilfen
• Komplettmontage
• Transport
pipe systems
bigbag
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TECHNOLOGIE
EXTRUSION
26 27. März 2015 | Ausgabe 6
Ausgerichtet auf die Anforderungen
des US-Marktes
Krauss Maffei Berstorff zeigte auf der NPE 2015 in Orlando eine große Produktvielfalt
NPE in den amerikanischen Markt
ein. „Diese Steuerung ist eine intelligente Kombination aus bewährten Elementen und innovativen Softwarekomponenten“,
erklärt Matthias Sievering, Leiter
der Extrusionstechnik in USA.
„Gerade die Möglichkeit einer
schnellen und sicheren Zugriffsverwaltung durch berührungslose Identifizierung mittels RFIDLeser stößt bei Kunden auf große
Resonanz“, freut sich Sieverding.
„Außerdem lässt sie sich leicht in
ein zentrales Datenerfassungssystem integrieren. Bei etwaigen
Produktionsstörungen können
Parameteränderungen schnell
angepasst und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden“, so Sieverding weiter. Krauss
Maffei Berstorff zeigte auf der NPE
die frei verfahrbare Variante.
ten produzieren, um Materialkosten zu sparen. Aber auch Rohre
mit widerstandsfähiger Innenschicht sind mehr und mehr gefragt, zum Beispiel für Trinkwasseranwendungen mit starkem
Chlorzusatz. Zudem gewährleistet
das Konzept – eine Kombination
von Radial- und Helikalwendeln
– eine präzise Produktion von
Dünnschichten bei minimaler
Wanddickentoleranz.“ Das Exponat KM-3L RKW 74-250 IPC war
mit dem effizienten Rohrinnenkühlungssystem ausgerüstet, das
zusätzlich zur konventionellen
äußeren Kühlung das Rohr auch
von innen kühlt. Der Verarbeiter
Anzeige
Effiziente Produktion
Quick Switch Kalibrierkorb: Im Zusammenhang mit der Reduzierung von Produktions- und Materialkosten und der Steigerung der Lieferverfügbarkeit steht das Quick Switch System zum Inline-Dimensionswechsel auf Knopfdruck hoch im Trend Foto: Krauss Maffei Berstorff
Anlagenlösungen Krauss Maffei
Berstorff zeigte auf der NPE in
Orlando sein großes Produktspektrum und präsentiert sich somit
als Systemanbieter für Extrusions­
lösungen auf dem amerikanischen
Markt, der von wiederbelebter
Nachfrage gekennzeichnet ist.
Auf dem Messestand der Krauss
Maffei Gruppe konnten Fachbesucher das neueste Steuerungsmodell C6, den Mehrschichtrohrkopf
KM-3L RKW 74-250 IPC, einen
Quick Switch Kalibrierkorb für
den Inline-Dimensionswechsel
sowie denr Einschneckenextruder
KME 60 XS zur Produktion technischer Profile erleben.
Sicher und schnell
Krauss Maffei Berstorff führt die
C6-Steuerung, die erstmals auf der
K2013 vorgestellt wurde, ab der
„Verstärkte Nachfrage verzeichnen wir insbesondere nach Lösungen, die man unter dem Begriff
,smart pipe‘ zusammenfassen
kann“, sagt Sieverding. „Wir bieten
mit unserem Wendelverteilerrohrkopf ein sehr innovatives, komplexes und flexibles System, mit
dem der Kunde bedarfsgerecht für
unterschiedlichste Anwendungen
produzieren kann. Beispielsweise
wollen unsere Kunden verstärkt
Rohre mit gefüllten Mittelschich-
Neues Mischerkonzept
Motto „Rethinking Technology“
zeigte Reiloy Westland, ein Unternehmen der Reifenhäuer Gruppe, seine neusten Entwicklungen
und Systemtechnologien auf der
NPE 2015 in Orlando.
Die Eagle Mischschnecke wurde
1991 in den Markt eingeführt. In
den letzten 24 Jahren ist das Eagle
Design ständig verbessert worden
und ermöglicht die Verarbeitung
einer breiten Palette von Rohstoffen in der Kunststoffindustrie.
Ausgelegt als Mischschnecke mit
geringer Scherwirkung, ist sie sowohl für dispersives als auch distributives Mischen geeignet, verbessert die isothermische Schmelzequalität und erhöht den Durchsatz, was sie für viele Verarbeiter,
speziell für diejenigen mit strengen
Qualitätsstandards, besonders
interessant macht.
Neues MischerDesignkonzept
Auf der NPE 2015 stellte die Reiloy Westland Corporation ihr
www.busse.cc
Heiz- und Kühlplatten,
Heiz- und Kühltische
Postfach 1107 • 32325 Espelkamp • Telefon (0 57 72) 97 75-0
Telefax (0 57 72) 97 75-55 • [email protected]
Neues Mischer-Designkonzept von Reiloy, zu bewundern auf der
NPE in Orlando Foto: Reiloy Westland
neues zum Patent angemeldetes
Mischer-Designkonzept vor. Alles, was das Unternehmen von der
ursprünglichen Eagle Mischschnecke gelernt hat (und was den
Verarbeitern gefällt), hat Reiloy
hergenommen und im Konstruktionsprozess verwendet. Mit geringen Änderungen kann der
Mischer für Spritzguss, Extrusion,
Blasformen und andere Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung eingesetzt werden.
Die gewünschte Mischqualität
wird ohne größeren Schereintrag
erreicht, wodurch sich für den
Verarbeiter eine höhere Leistung
ergibt. Auf dem Messestand können Besucher ein Beispiel des
Flexibel reagieren
Im Zusammenhang mit der Reduzierung von Produktions- und
Materialkosten und der Steigerung
der Lieferverfügbarkeit steht das
Quick Switch System zum InlineDimensionswechsel auf Knopfdruck hoch im Trend. „Anknüpfend an die Verkaufserfolge in
Europa sehen wir eine wachsende
Tendenz bei Neuinvestitionen
kompletter Linien in den USA“,
so Sieverding. „Unsere Technologie bietet enorme Einsparpotenziale wie weniger Stillstands- und
Umrüstzeiten, weniger Materialkosten, geringe Kapitalbindung
sowie hohe Lieferverfügbarkeit
auch bei kleinen Losgrößen.“
Das Exponat KME 60 XS aus der
XS Serie steht stellvertretend für
die Verarbeitung von Sondermaterialien wie beispielsweise TPE,
TPU oder POM zur Herstellung
von technischen Profilen. Die ursprünglich für Standardrohranwendungen ausgelegte Maschine
kann speziell für kleine Ausstoßleistungen, die gerade bei der
Herstellung technischer Profile
vielfach gewünscht sind, optimal
eingesetzt werden. sl
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Durchsatz erhöht
Reiloy Westland präsentierte neue technische Lösungen für die Kunststoffindustrie
Schneckentechnologie Unter dem
kann dadurch die Ausstoßleistung
um bis zu 60 % erhöhen oder alternativ die Kühlstrecke um bis
zu 40 % reduzieren.
neuen Mischerkonzepts unter die
Lupe nehmen. Im Juli 2015 wird
unter anderem eine Weingärtner
mpmc 600-6000 Maschine an
Reiloy Westland Corporation ausgeliefert.
Dieses 5-Achs-Mehrzweck-Bearbeitungszentrum wird dann in der
Fertigung sowohl für das Produzieren von Zylindern als auch von
Schnecken eingesetzt. Es erhöht
auch die Kapazität hinsichtlich der
Abmessungen der von Reiloy
Westland Corporation hergestellten Produkte. Die mpmc Baureihe
von Weingärtner ist die aktuell
führende Bearbeitungstechnologie. sl
www.reiloy.com
Neue Messerkopf-Bauart für Granulatoren
Granulation Messerköpfe und Mes-
ser neuer Bauart für BKG Unterwassergranulatoren von Nordson
erhöhen den Durchsatz, verbessern den Abtransport der Granulate, vereinfachen die Montage der
Messer und bieten neue Möglichkeiten zur Verringerung von Verschleiß an Lochplatte und Messern. Die Messer sind hierbei in
einem Winkel von entweder 45°
oder 90° angeordnet. Die neue
Bauweise erhöht den Durchsatz,
indem sie bis zu 100 % mehr schräge Messer pro Messerhalter oder
54 % mehr gerade Messer aufnimmt.
Nordson führt die neue Bauart im
gleichen Metall aus wie die Standardmesserköpfe, die allerdings
gegossen statt gefräst werden, so
Adam Cowart, globaler Produkt-
manager. „Die neue Fertigungsmethode ermöglicht es nicht nur,
die maximale Anzahl der Messer
zu erhöhen, sondern hat es uns
auch erlaubt, den Abstand zwischen den Messern zu erhöhen,
das Gewicht des Messerkopfaufbaus zu verringern und für die
Befestigung der Messer am Messerhalter Senkschrauben zu verwenden“, sagte Cowart. „Als Ergebnis werden die Granulate bes­
ser abtransportiert, was die Effizienz steigert und die Granulatbil­
dung verbessert. Der Messerkopf
und die Messer der neuen Bauart
können bei jedem BKG Unterwassergranulator mit Durchsätzen
von 1.000 bis 35.000 Kilogramm
pro Stunde verwendet werden“,
führt Cowart weiter aus. sl
www.nordson.com
Die neue Bauweise erhöht den Durchsatz, indem sie bis zu 100 %
mehr schräge Messer pro Messerhalter aufnimmt Foto: Nordson BKG
TECHNOLOGIE
EXTRUSION
27. März 2015 | Ausgabe 6 27
Energieeffiziente, flexible Komplettlösungen
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Auf der NPE stellte Battenfeld-Cincinnati neue Anlagen vor und demonstriert seine Kompetenz bei der Großrohrextrusion
Hochleistungsextrusion Battenfeld-
Cincinnati kann auf mehr als 100
Jahre Erfahrung im Bereich Extrusion zurückblicken. Das Unternehmen liefert nicht nur Extruder
und Rohrextrusionswerkzeuge,
sondern auch modular abgestimmte Nachfolgekomponenten
für die Herstellung von Rohren,
Profilen und Folien, einschließlich
Vakuumtanks und Kühltanks,
Kalibriertischen, Abzügen, Trennvorrichtungen und Anfahrhilfen
für die Rohrextrusion. Das bedeutet, das Unternehmen bietet komplette Produktionsanlagen aus
einer Hand sowie Kundenbetreuung über deren gesamte Lebensdauer – vom ursprünglichen Anlagenkonzept bis zum Kundendienst nach Lieferung.
Neue Maschinengrößen
Die parallele Doppelschneckenextruder-Serie Twin Ex wurde
durch den Twin Ex 148-28 erweitert. Der Twin Ex 148-28 wurde
entwickelt und konstruiert, um
dem wachsenden Bedarf an PVCGroßrohrextrusion und Hochleistungsprofilextrusion auf dem
nordamerikanischen Markt Rechnung zu tragen. Er eignet sich auch
für Anwendungen mit geschäumter PVC-Platte. Feedback von
Kunden wurde bei der Entwick-
lung berücksichtigt, um einen
Extruder zu schaffen, der optimal
auf die Anforderungen des Marktes abgestimmt ist. Jede Maschine
wird im Interesse eines möglichst
wirtschaftlichen Ressourceneinsatzes mit maßgeschneiderten
Schnecken für die jeweilige Anwendung und das zu verarbeitende Material ausgestattet. Zudem
ist der Twin Ex 148-28 mit einem
z-förmigen Getriebe versehen,
wobei der Hauptmotor für einfache Wartung auf der Rückseite
montiert ist. Der Extruder ist in
der Lage, sowohl PVC-Neumaterial als auch Rezyklat mit Ausstoßleistungen von bis zu 2.000 kg/h
zu verarbeiten.
Die Hochleistungs-Einschneckenextruderserie Sol Ex bietet hohe
Ausstoßleistungen mit niedrigen
Massetemperaturen und guter
Schmelzehomogenität für Poly­
olefine. Auch diese Serie wurde
durch ein neues Modell erweitert,
den Sol Ex 150. Der neue Extruder
ist auf den Bedarf des Wachstumsmarktes für dickwandige Rohre
aus PO abgestimmt. DerSol Ex 150
ermöglicht einen Ausstoß von bis
zu 2.750 kg/h für PE-HD-Anwendungen. Mit stufenloser Drehzahlregelung, einem luftgekühlten
Bimetallzylinder und einer Einzugszone mit hoher Förderkapazität sowie einer speziell entwi-
ckelten Barriereschneckengeometrie ist der Sol Ex 150 für einen
energiesparenden Betrieb ausgelegt.
Komplettanlagen und
breite Auswahl
Der Twin Ex 148-28 ist ein Hochleistungs-Doppelschneckenextruder, der sowohl für die PVC-Rohrextrusion als auch für Profil- und
Folienanwendungen einsetzbar ist Foto: Battenfeld-Cincinnati
Das Multitouch-Glättwerk liefert höchste Endproduktqualität
durch absolut gleichmäßige Kühlung der Folie Foto: Battenfeld-Cincinnati
Als einer der Marktführer im Bereich der Großrohrextrusion bietet Battenfeld-Cincinnati Extrusionsanlagen für PE-Rohre mit
Durchmessern von bis zu
2.500 mm und PVC-Rohre mit
Durchmessern von bis zu
1.600 mm. Weltweit wurden bereits mehr als 100 Polyolefin- und
PVC-Rohrextrusionsanlagen für
Rohrdurchmesser ab 800 mm aufwärts erfolgreich installiert. Energieeffizienz und höchste Endproduktqualität sind entscheidende
Faktoren, um besonders für Dimensionen dieser Größenordnung
eine optimale Nutzung von Materialien und Energie sicherzustellen. Battenfeld-Cincinnati bietet
Lösungen für Komplettanlagen
einschließlich Extrudern mit hohen Ausstoßleistungen und optimaler Schmelzequalität, dazu eine
große Auswahl an Rohrwerkzeugen, die dank ihres patentierten
internen Kühlsystems für optimale Wanddickenverteilung und
Ovalitätswerte sorgen sowie für
minimales Sagging der Rohre.
Zum Thema Coextrusionslösungen präsentierte Battenfeld-Cincinnati zwei Beispiele auf der NPE.
Die Modelle der Con Ex-Serie mit
Schneckendurchmessern von 38
bis 63 mm eignen sich besonders
gut als Coextruder für Rohr- und
Profilanwendungen. Aus dieser
vielseitig verwendbaren konischen
Doppelschnecken-Extruderserie
wird ein auf einem Sockel montierter und auf vier Achsen verstellbarer Con Ex 63 in Coextrusionsaufstellung mit einem Twin
Ex 148-28 Extruder gezeigt. Diese Extruderkonfiguration könnte
beispielsweise für die Extrusion
von Dreischichtrohren mit
Schaumkern verwendet werden
oder in der Produktion von PVCZaun- und Hausverkleidungselementen.
Der Co Ex 25-20 ist ein kompakter, vielseitig verwendbarer Coextruder, der sich für die Extrusion von technischen Profilen mit
geringer Ausstoßleistung eignet
oder als Coextruder für das Anbringen von Farbstreifen. Er wird
bei Battenfeld-Cincinnati China
hergestellt, ist mit einem wartungsfreien Direktantrieb ausgestattet und um bis zu 350 mm
höhenverstellbar. Die Verfahrenseinheit ist um bis zu ±5° vertikal
schwenkbar. sl
www.battenfeld-cincinnati.com
Hohe Durchsätze, verbesserte Qualität
Nordson Kreyenborg Siebwechsler-Filterkassette erhöht Siebstandzeit
Keine metallischen
Verunreinigungen
Reco Star PET Recycling Line mit eingebauter Filterkassette von
Nordson Kreyenborg Foto: Nordson
Filtertechnik Eine Siebwechsler-
Filterkassette von Nordson
Kreyenborg, die darauf ausgelegt
ist, Verformungen zu widerstehen
und den Polymerfluss zu verbessern, hat es dem Betreiber einer
von Starlinger Recycling Technology gelieferten PET-Recycling­
linie ermöglicht, die Häufigkeit
von Filterwechseln zu verringern
und die Granulatqualität zu verbessern.
Rund um die Uhr in
Betrieb
Die in einer „Bottle-to-Bottle“Recyclinglinie eines europäischen
Unternehmens installierte Recyclinglinie Reco Star PET 165 HC
iV+ von Starlinger verfügt über
einen Kreyenborg Siebwechsler
des Typs K-SWE-4K-75/RS, der
zwischen dem Extruder und
dem Unterwassergranulator
montiert ist. Die Linie, die
ganzjährig rund um die
Uhr in Betrieb ist, macht
aus geschredderten PETFlaschen rPET, das laut
Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur
Herstellung von Flaschen
wiederverwendet werden
kann. Es hat anwendungsspezifisch einstellbare intrinsische
Viskositätswerte.
Als Starlingers Kunde ein Standard-Filtermedium im Siebwechsler gegen die neue Kreyenborg
Filterkassette austauschte, verlängerte sich die Siebstandzeit von
acht auf 72 h, so Christian Lov-
Die konstruktiven Innovationen
der neuen Filterkassette verlängern nicht nur die Siebstandzeit,
sondern entsprechen auch den
Anforderungen von Systemen mit
hohem Durchsatz wie zum Beispiel denen der 1.400 bis 1.600 kg/h
der Starlinger-Linie. „Die größere Sieboberfläche der Kassette und
die Beseitigung von Stagnationszonen verringern Druckschwan-
kungen, die die Granulatqualität
verschlechtern können“, sagte
Lovranich. „Zudem geht beim
Rückspülen weniger Material verloren, und es gibt keine metallischen Verunreinigungen.“
Zusätzlich zu einer beträchtlichen
Verlängerung der Siebstandzeit
wurde im Vergleich zum vorherigen System (ein herkömmlicher
Rückspülfilter) eine Verringerung
der Rückspülmenge um 40 % realisiert. Allein schon die daraus
resultierende Abfallreduzierung
führte zu einer kurzen Amortisationsdauer der Ersatzinvestition.
Die verfügbare Siebfläche beträgt
1.672 cm² und die Filtrationsfeinheit der verwendeten Siebe beträgt
50 µm.
Alternative
Die neue Filterkassette verlängert nicht nur die Siebstandzeit, sondern entspricht auch
den Anforderungen von Systemen mit hohem Durchsatz
Foto: Nordson
Die robuste und stabile Bauform der neuen Filterkassette verhindert Druckverluste und Verformungen des
Filtergewebes. Dadurch ist
sie in der Lage, auch hohen
mechanischen Belastungen
während der Anfahrphase
standzuhalten, so Christian
Schröder, Forschungs- und Anwendungsingenieur der Nordson
PPS GmbH.
„Unsere neue Filterkassette ist
eine Alternative zu herkömmlichen Filterdisks, bei denen die
Oberfläche durch Plissieren des
Filtergewebes erhöht wird – das
heißt, bei denen ein am Umfang
bzw. an der Oberfläche angeord-
netes Filtergewebe in Falten gelegt
wird“, so Schröder. „Durch das
Plissieren wird das Gewebe empfindlich für mechanische Belastungen, was die Effizienz der
Schmelzefiltration reduziert. Die
mechanischen Belastungen kön-
FED-MTS
ranich, Leiter Verfahrenstechnik
bei Starlinger Recycling Technology.
nen dazu führen, dass sich einzelne Plissierlagen während der
Produktion paarweise zusammenlegen bzw. zusammendrücken. Dies führt zudem zu verkürzten Siebstandzeiten.“ sl
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Telefon 06027/4665-0, Fax 06027/466517
E-Mail: [email protected]
Internet: www.rapidgranulator.de
Plastic Technologie Service
Marketing- & Vertriebs-GmbH
Hautschenmühle 3
D-91587 Adelshofen
Fon +49-(0)9865-821
Fax +49-(0)9865-720
[email protected]
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Temperatur-, Mess- und
Eintrag Bezugsquellenverzeichnis
Regeltechnik
AIC-Regloplas GmbH
D-81829 München
Tel. 089-99 26 99-0, Fax 089-99 26 99-26
[email protected], www.aic-regloplas.de
Trockeneisstrahlen
ASCO KOHLENSÄURE AG
8590 Romanshorn, Schweiz
www.ascojet.com, Tel.: +41 71 466 80 80
Trockenlufttrockner
KELVIPLAST GmbH & Co. KG
Sandweg 14, 63589 Linsengericht (Gro)
Tel. 06051/96 65-0, Fax 06051/96 65 65
[email protected], www.kelviplast.de
Hohe Steinert 7, 58509 Lüdenscheid
Tel: 02351/9292-92, Fax: 02351/9292-50
[email protected], www.weinreich.de
83022 Rosenheim
Tel.: 08031 / 35418-0
www.helios-systems.de
WERY GmbH, 66470 Zweibrücken, Pf. 2038
Tel. 06332/3345, Fax 06332/17506
Übrigens Ihre Bezugsquelle
Schweißmaschinen
Wafo Schnecken und Zylinder GmbH
Moselstr. 9, D-66955 Pirmasens
Tel. 06331 / 2736-0, Fax 06331 / 2736-50
Internet: www.wafo.de
Thermoplastische Elastomere
ALBIS PLASTIC GmbH
Mühlenhagen 35, 20539 Hamburg
Tel. 040 7 81 05-0
Techn. Spritzgussteile
sowie Formen und Teile
Saar-Hartmetall und Werkzeuge GmbH
Matthias-Nickels-Strasse 17A
66346 Püttlingen
Tel. 06806 / 30 89-262, Fax -30 89-279
Schnecken in Vollhartmetall, Zylinder mit
Hartmetallbüchsen und Rückstromsperren
Roboter
MEUSBURGER GEORG GMBH & CO KG
Kesselstr. 42, 6960 Wolfurt, Austria
Tel. 0043 (0) 5574/6706-0, Fax -11
www.meusburger.com
[email protected]
• Plastifiziereinheiten •
Am Lehmstich 12
32689 Kalletal
Tel. 0 52 64/6 56 61-0
Fax 0 52 64/6 56 61-20
Internet: www.GT-Plast.de
Stranggranulatoren
Messtechnik
Profana GmbH
Im Derrück 7, 76776 Neuburg
Tel.: 07273-94945-0, Fax: -59
www.profana.de, [email protected]
Thermo-Formmaschinen
Groche Technik GmbH
www.amis.de
Tel. 06226 7890-0
Fax 06226 7890-222
Schneidmühlen,
Shredder, Feinmühlen
Seegewann 2 · 60489 Frankfurt
Tel. (069) 78 33 26 · Fax (069) 78 40 29
Profil kühnplast GmbH + Co. KG
Ziegelfeldstr. 24, D-73563 Mögglingen
Tel. 07174/295, Fax 07174/6380
Internet: www.kuehnplast.de
Statische Mischer
Technische Kunststoffe
Schmelzepumpen
ROWA Masterbatch GmbH
D-25421 Pinneberg
Tel. +49 (0) 4101-706-01
www.rowa-masterbatch.de
ALPINE
Rohre
Zweigniederlassung der
Oerlikon Textile GmbH & Co. KG
Leverkuser Str. 65, 42897 Remscheid
Geschäftsbereich Pumpen
Tel.: 02191/67-0, Fax: 02191/67-1794
[email protected], www.pumpen.barmag.de
Profile
PolyOne Color & Additives Germany GmbH
Postfach 11 51
56155 Bendorf
Telefon 0 26 22/7 00 90
Telefax 0 26 22/1 48 52
DRUCKFLEX-KUCHENBROD GMBH
Karolinenstraße 3-5, D-63834 Sulzbach a. M.
Tel: 06028-9747-0 ∙ Fax: 06028-9747-47
www.druckflex.de ∙ [email protected]
Schlauchkupplungen aller Art
Schneidmühlen
Kreeb GmbH & Co, 73007 Göppingen
Tel. (07161) 9274-0, Fax 9274-14
E-Mail: [email protected]
Polyamide
www.color-service.de
Rohrbogen / Rohrverbinder
steht auch automatisch kostenlos online
unter:
www.K-Zeitung.de
www.cemas-germany.com
BEZUGSQUELLEN
Trocken- und
Warmlufttrockner
UltraschallSchweißmaschinen
Unterwasser-Granulieranlagen
Verpackungsmaschinen
Kunststofftechnik GmbH
Phone: +49 (0) 2581 78427-0
[email protected]
www.gerco-kunststofftechnik.de
Werner Koch
Maschinentechnik GmbH
Industriestraße 3
D-75228 Ispringen
Tel. 07231/8009-0
Fax 07231/800960
[email protected], www.koch-technik.com
LANCO GmbH
Moselstrasse 56-58, D-63452 Hanau
Tel. 06181-916000, Telefax 06181/9160040
Internet: www.lanco.de
Trockner, Fördergeräte, Temperiergeräte,
Dosier- und Mischanlagen, Schneidmühlen
SHINI Germany GmbH
Maichingerstr. 62
71106 Magstadt
Tel. +49 7159 9 33 22 44
Fax +49 7159 9 33 22 46
[email protected]
www.shinigermany.com
Zerkleinerungsanlagen
D-74081 Heilbronn
Tel. +49 (0)7131/505-0
www.illig.de
BRANSON T. 0 60 74/497-0 / Fax -199
www.branson.eu / [email protected]
www.cemas-germany.com
Walzen
GALA K+K Maschinen GmbH
Bruchweg 28-30, 46509 Xanten
Tel. 02801-9800, www.gala-europe.de
Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Zerkleinerungstechnik
Vibrations- und Reibschweißmaschinen
Wolfslochstr. 51, 66482 Zweibrücken
Tel.: 06332 802 0, Fax: 06332 802 521
E-Mail: [email protected]
Internet: www.pallmann.eu
BRANSON T. 0 60 74/497-0 / Fax -199
www.branson.eu / [email protected]
www.cemas-germany.com
Übrigens
Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG
Descostr. 3-9, 76307 Karlsbad
Tel.: +49 7248 79-0
[email protected]
www.herrmannultraschall.com
Ihre
Bezugsquelle
steht auch
Tel. 05 21/93 20 70, Fax 93 20 711
www.kvt-bielefeld.de
KVT Bielefeld GmbH
www.kvt-bielefeld.de
WIDOS W. Dommer Söhne GmbH
71254 Ditzingen – Heimerdingen
Tel.: 0 71 52 / 99 39-0, Fax: -40
[email protected], www.widos.de
Vorwärme-, Temperierund Industrieöfen
automatisch
MaschinenbauTechnologie-Herrde
Tiedenkamp 6
D-24558 Henstedt-Ulzburg
Tel. 04193-968530, Fax -968532
E-Mail: [email protected]
Internet: www: mth-online.com
kostenlos online
unter
www.K-Zeitung.de
RINCO ULTRASONICS AG
Industriestr. 4, 8590 Romanshorn / Schweiz
www.rincoultrasonics.com Tel:+41 71 466 41 00
HORO Dr. Hofmann GmbH
(Ultra-) Trocken-/Wärmekammern
Temperkammern
www.horo.eu
Vötsch Industrietechnik GmbH
www.voetsch-ovens.com • [email protected]
Wärmebehandlung
HORO Dr. Hofmann GmbH
(Ultra-) Trocken-/Wärmekammern
www.horo.eu
Zerkleinerungsmaschinenbau
Norken GmbH, D-57629 Norken
Tel. 02661 95 96 0, Fax 02661 95 96 47
E-Mail: [email protected], www.zeno.de
Wärmeschutzplatten
Brandenburger Isoliertechnik GmbH & Co. KG
76829 Landau, Tel. 06341/5104-0, Fax -155
[email protected], www.brandenburger.de
DOTHERM GmbH & Co. KG
Hesslingsweg 65-67, 44309 Dortmund
Tel.-Nr.: 0231/925000-0
www.dotherm.com
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ISOCOS GmbH & Co. KG
76865 Rohrbach, T 06349/93941-0, F – 101
[email protected], www.isocos.com
Zahnräder
Zertifizierung von
Management-Systemen
F-MORAT CO. GmbH
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SONOTRONIC Nagel GmbH
Becker-Göring-Str. 17-25 ▪ 76307 Karlsbad
Tel.: +49 72 48 91 66-0 ▪ Fax: -144 ▪ www.sonotronic.de
HORO Dr. Hofmann GmbH
Ultra-Trockenkammern
www.horo.eu
Der
Will & Hahnenstein GmbH
Talbahnstraße 1 · D-57562 Herdorf
Tel. 02744-9317-0 · Fax 9317-17
E-Mail: [email protected]
Internet: www.will-hahnenstein.de
swiss-sonic, CH-9320 Arbon
Tel.: +41 71 680 0805, www.swiss-sonic.ch
Wir beraten Sie gern!
Tel. 08 21 / 31 98 80 - 52
Trocknen von Halbzeugen
Vakuum-Formmaschinen
Weber Ultrasonics
Weld & Cut GmbH
www.wuwc.de
[email protected]
In der K-ZEITUNG
veröffentlichte Bezugsquellen
stehen auch automatisch
und kostenlos online.
D-74081 Heilbronn
Tel. +49 (0)7131/505-0
www.illig.de
KIEFEL GMBH, 83395 Freilassing
Tel. 08654/78-0, www.kiefel.com
Walzen
www.breitenbach.de
Walzenweg 60 · 57072 Siegen
Tel.: +49 (271) 37 58-0 · Fax: +49 (271) 37 58-290
E-Mail: [email protected]
Stellenmarkt
D-79871 Eisenbach/Hochschwarzwald
Tel. (0 76 57) 91 06-0, Fax (0 76 57) 9106-40
E-Mail: [email protected]
Internet: www.f-morat.de
Die nächstmögliche Ausgabe
für Ihren Bezugsquelleneintrag
oder Ihre Änderung
ist die Nr. 13/2015 vom 03.07.2015
Anzeigenschluss ist am 17.06.2015
der Kunststoffbranche
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Ihre Ansprechpartner
Redaktion
Günter Kögel,
Telefon +49 (0) 821 319880-50
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Telefon +49 (0) 821 319880-52
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www.k-zeitung.de
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WORLD OF PLASTICS
32 27. März 2015 | Ausgabe 6
Printshow in Berlin
Eine Veranstaltung der besonderen Art erstmals in Deutschland
3D-Druck Mit der 3D Printshow
kommt eine der – so der Veranstalter – „unvergesslichsten und
interaktivsten Veranstaltungen im
Bereich des 3D-Drucks“ nach Berlin.
Seit 2012 bietet die 3D Printshow
ihren fachspezifischen sowie ihren
allgemeinen Besuchern jedes Mal
aufs Neue die faszinierende Möglichkeit, sich mit der 3D-DruckTechnologie zu beschäftigen.
Einen kleinen Eindruck von den
vielfältigen Möglichkeiten des 3DDrucks im Bereich der Kunst und
der Mode sowie der besonderen
Präsentation auf der 3D Printshow
geben die Bilder von verschiedenen
Veranstaltungen der letzten Jahre.
Kerry Hogarth, Gründer der 3D
Printshow: „Es ist eine sehr aufregende Zeit für den 3D-Druck in
Europa. Wir können ein breitgefächertes Wachstum an Einsätzen
in der Technologie beobachten.
Damit sehen sich deutsche Firmen
nach Lösungen um, wie ihnen der
3D-Druck einen Vorsprung vor
der Konkurrenz verschaffen
kann.“
Am Puls der Entwicklung
Das erklärte Ziel der Veranstalter
der 3D Printshow: „Wir bleiben
am Puls der technologischen Entwicklung, Trends und der HypeKurven und können dadurch mit
unserer Reihe von internationalen Topevents eine starke Busi-
Exponate dieser (links unten) und vergangener
3D Printshows Fotos: 3D Printshow/Stratasys
ness- und Community-Plattform
für diejenigen anbieten, die mehr
über eine Auswahl verschiedener
vertikaler Märkte dieser Schlüsselindustrie lernen möchten.
Unsere Messestände sind der
ideale Ort, um führende Unternehmen der Industrie kennenzulernen, während das, was Sie bei
der Konferenz und unserem vielfältigen Ausstellungsprogramm
erleben, die 3D Printshow weltweit zu einer der unvergesslichsten und interaktivsten Veranstaltungen im Bereich des 3D-Drucks
macht.“
Die 3D Printshow Berlin bietet eine
Kunstgalerie, eine Klinik, eine
Kfz-Werkstatt, ein Business-Center, ein Labor (hier können die
Besucher selbst aktiv werden) und
ein Klassenzimmer (für Erziehung/Bildung).
Eine Eintrittskarte für den Ausstellungsbereich kostet 25 EUR.
Am Samstag, den 28. März, ist die
Ausstellung für alle Besucher geöffnet, vom Experten mit langjähriger Berufserfahrung bis zum
Technikfan, der mehr über die
Möglichkeiten dieser unglaublichen Geräte erfahren möchte. Eine
Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet
50 EUR.
Neben Berlin wird die 3D Printshow 2015 auch in Madrid, New
York, London, Kalifornien, Paris
und Dubai stattfinden. gk
www.3dprintshow.com