Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“

LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig
„produzierbar“
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG: DIE GELDPOLITIK IST GEFORDERT –
IN DEN EINZELNEN LÄNDERN DER WELT STARK UNTERSCHIEDLICH
Seite 1
1. INFLATION UND ARBEITSLOSIGKEIT: DIE „GEIßELN“ DER MAKROÖKONOMIE
Seite 2
2. DAS VERHÄLTNIS VON INFLATION UND ARBEITSLOSIGKEIT
IN DEN INDUSTRIESTAATEN
Seite 4
3. FAZIT: MIT INFLATION LÄSST SICH ARBEITSLOSIGKEIT NICHT BEKÄMPFEN
Seite 6
Einleitung: Die Geldpolitik ist gefordert – in den
einzelnen Ländern der Welt stark unterschiedlich
Wie es aussieht, steht die US-Notenbank unmittelbar vor einem historischen Schritt.
Wenn die Zeichen nicht trügen, wollen die Währungshüter in Washington
Mitte Dezember ihre Leitzinsen anheben. Es wäre der erste Schritt aufwärts seit
mehr als neun Jahren und die erste US-Leitzinsveränderung überhaupt seit sieben
Jahren. An Argumenten für eine Drosselung der expansiven geldpolitischen Gangart
in Übersee herrscht kein Mangel. Die US-Arbeitslosenquote signalisiert mit Werten
um die 5% eine Normalauslastung der Volkswirtschaft. Zudem driften die Löhne in
den Vereinigten Staaten peu à peu aufwärts; allmählich rückt das Ziel, die Preisniveaustabilität zu wahren, stärker in den Fokus der Währungshüter. Zu einer
solchen Gesamtsituation will eine Nullzins-Politik der Fed nicht mehr passen, zumal
die realwirtschaftliche Entwicklung robust scheint.
Im Euroraum sieht die Welt gänzlich anders aus. Hier machen sich Mario Draghi und
viele seiner Kollegen im EZB-Rat ernsthaft Gedanken darüber, wie der monetäre
Expansionsgrad ein weiteres Mal erhöht werden kann. Im Gespräch ist unter
anderem, den Einlagesatz noch ein wenig tiefer als schon bisher in negatives Terrain
zu drücken, vielleicht noch im Verlauf dieser Woche. Am Ende mag es regelrechte
„Strafzinsen“ geben für das „Delikt“, Liquidität bei der Notenbank zu parken. Als
Hauptargument für Maßnahmen dieser Art wird eine enttäuschend niedrige
Preisniveauentwicklung im Euroraum genannt. Darüber hinaus fasst die
Realwirtschaft nur mühsam Tritt, und die Arbeitslosenquote liegt für den Euroraum
als Ganzen, trotz zweifellos fallender Tendenz, weiterhin im zweistelligen
Prozentbereich – zu hoch für Mario Draghi und seine Getreuen.
UWE BURKERT
CHEFVOLKSWIRT
(+49) 711 127-73462 [email protected]
DR. THOMAS MEISSNER
MANAGING DIRECTOR
(+49) 711 127-73574 [email protected]
BITTE BEACHTEN SIE DEN DISCLAIMER UND WICHTIGE OFFENLEGUNGSTATBESTÄNDE IM APPENDIX.
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
Die Diskrepanzen, einerseits in der gesamtwirtschaftlichen Lage der einzelnen
Volkswirtschaften rund um den Globus, andererseits in der jeweils zugehörigen
geldpolitischen Ausrichtung, werden nicht geringer, wenn wir den Blickwinkel über
die Vereinigten Staaten und den Euroraum hinaus weiten. Im Vereinigten Königreich
dürfte die dortige Notenbank über kurz oder lang dem Beispiel der Fed folgen und
die Leitzinsen gleichfalls allmählich anheben. Hingegen suchen speziell in vielen
durch Rohstoffexporte geprägten Ländern wie Norwegen oder Australien die Notenbanker eher nach Wegen, der Realwirtschaft noch heftiger unter die Arme zu
greifen, als dies schon jetzt der Fall ist. Die schwedische Notenbank wiederum
sucht, ähnlich wie die EZB oder die Bank von Japan, ihr Heil in mächtigen Anleihekaufprogrammen und stark negativen Leitzinsen. Im Falle der Schweiz stehen
gelegentliche Käufe fremder Währung zur Schwächung des Frankens auf dem Plan.
2015/2016:
Geldpolitische Ausrichtungen
rund um den Globus so unterschiedlich
wie schon lange nicht mehr
Viele Länder und Währungsräume der Welt kämpfen weiterhin mit Hinterlassenschaften der Weltfinanzkrise, die Mitte 2007 ihren Ausgang nahm. Daneben haben
sich, gerade auch in den unmittelbar zurückliegenden Monaten, einige grundsätzliche Rahmenparameter der Weltwirtschaft geändert. So erfordern ein anhaltender
Verfall vieler Rohstoffpreise und eine spürbare Beruhigung der Realwirtschaft in
China allerorten Anpassungen, womit sich viele Wirtschaftsakteure offensichtlich
schwer tun, gerade auch in einigen der „klassischen“ Industriestaaten. Mehr Licht
als Schatten zeigen, verglichen hiermit, speziell die Vereinigten Staaten und das
Vereinigte Königreich.
Bestimmten Ländern geht es gut,
andere haben mit Widrigkeiten
zu kämpfen
Im Ergebnis präsentiert sich gerade auch die geldpolitische Landschaft der Welt
aktuell so bunt gescheckt wie seit Jahrzehnten nicht. Zum einen marschieren die
einzelnen Notenbanken in teilweise diametral entgegengesetzte Richtungen. Zum
anderen lotet die Geldpolitik immer neue Extreme in ihren Strategien aus, beileibe
nicht nur in Japan oder im Euroraum. Es drängt sich die Frage auf, ob die geldpolitisch Verantwortlichen rund um den Globus noch nach einem gemeinsamen, übergeordneten Paradigma arbeiten. Bei genauerem Hinsehen findet sich tatsächlich
etwas Derartiges.
Entsprechend präsentiert sich die
geldpolitische Landschaft der Welt
recht bunt gescheckt
Gemeinsames Paradigma
der Währungshüter?
Doch, es gibt etwas Derartiges!
1. Inflation und Arbeitslosigkeit: die „Geißeln“ der
Makroökonomie
Um die ausgedehnte Gruppe der Industriestaaten in deren momentan sehr weit
streuenden gesamtwirtschaftlichen Konstellationen einzeln zu charakterisieren, wird
an dieser Stelle zunächst auf ein ganz bestimmtes Instrument zurückgegriffen: auf
den sogenannten „Misery-Index“. Dieses Konzept geht in seiner ursprünglichen
Variante auf Robert Barro zurück. Es kombiniert in einer simplen Addition die
laufende Inflationsrate eines betreffenden Währungsraums oder eines betreffenden
Landes mit der zugehörigen laufenden Arbeitslosenquote. Niedrige Werte des
Misery-Index‘ deuten auf eine geringe Betroffenheit durch die beiden makroökonomischen „Geißeln“ Inflation und Arbeitslosigkeit hin; ein hoher Wert spricht für eine
hohe Betroffenheit. Bei der Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Diskrepanzen
Ein Instrument zur Beschreibung
der Lage in einer Volkwirtschaft:
der „Misery-Index“ – …
2 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
innerhalb der Gruppe der Industriestaaten konzentrieren wir uns auf die elf im
LBBW Makro-Research im Vordergrund der Analyse stehenden Währungsräume:
auf den Euroraum, auf Japan, die Schweiz und das Vereinigte Königreich,
in Skandinavien auf Dänemark, Schweden und Norwegen sowie schließlich
im Dollar-Raum auf Kanada, Australien, Neuseeland und die Vereinigten Staaten.
… Summe aus (Kern-)Inflationsrate
und Arbeitslosenquote
Tabelle: Kerninflationsrate und Arbeitslosenquote für ausgewählte Industrieländer
(jeweils aktuellste Werte).
Arbeitslosenquote
Teuerungsrate (Kernrate)
„Misery-Index“
5,9
2,1
8,0
Dänemark
3,9
1,2
5,1
Euroraum
10,8
1,1
11,9
Australien
Großbritannien
2,3
1,1
3,4
Japan
3,1
0,8
3,9
Kanada
7,0
2,1
9,1
Neuseeland
6,0
0,3
6,3
Norwegen
2,9
3,0
5,9
Schweden
6,7
1,1
7,8
Schweiz
3,4
-0,8
2,6
Vereinigte Staaten
5,0
1,9
6,9
Hinweis: Die Zeitreihendefinitionen folgen den jeweiligen nationalen Usancen.
Quellen: Thomson Reuters Datastream; Berechnungen des LBBW-Research‘.
Eine graphische Veranschaulichung der Misery-Indizes für die hier betrachteten
Währungsräume im Zeitablauf verdeutlicht: Es gibt zwischen den Industriestaaten
traditionell große Unterschiede im makroökonomischen „Verhalten“, und diese
Unterschiede machen sich gerade auch am aktuellen Rand bemerkbar.
Die größte „Toleranz“ gegenüber der Kombination aus Teuerung und Unterbeschäftigung legt innerhalb der Industrieländer für die Zeit seit dem Jahr 2000 der
Euroraum an den Tag. Im Durchschnitt über die hier betrachteten mehr als 15 Jahre
liegt der Misery-Index für den Euroraum im zweistelligen Bereich; die Arbeitslosenquote betrug im Durchschnitt 9,4%, die Kerninflationsrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie 1,5%, unterhalb der EZB-eigenen
Zielvorgabe von knapp unter 2% in der Jahresveränderung. (Diese Vorgabe richtet
sich in der Realität zwar auf die weit gefasste Teuerung für den HVPI. Dort sind
aktuell jedoch gewisse Einmalfaktoren zu beobachten, so Effekte stark gesunkener
Energiepreise. Hiervon sei an dieser Stelle abstrahiert.) Die niedrigsten MiseryIndizes für die Arbeitslosenquote und die Kerninflationsrate über die Zeit seit dem
Jahr 2000 zeigen die Schweiz und Japan. In diesen beiden Ländern trifft eine
Arbeitslosenquote von im Durchschnitt weniger als 5% auf ein Preisumfeld mit stark
Misery-Index im Zeitablauf:
Es gibt Verhaltensmuster
in den einzelnen Ländern
Euroraum mit einer ausgeprägten
„Toleranz“ gegenüber den beiden
makroökonomischen „Geißeln“
3 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
deflationären Tendenzen.
Graphik: „Misery-Indizes“ für ausgewählte Währungsräume.
15
15
12
12
9
9
9
6
6
6
3
3
15
12
Japan
Schweiz
Kanada
Norwegen
0
2000
2005
2010
2015
0
2000
Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten
Australien
Neuseeland
3
Dänemark
2005
Euroraum
Schweden
2010
2015
0
2000
2005
2010
2015
Hinweise: Misery-Indizes ermittelt als rechnerische Addition aus laufender Arbeitslosenquote und laufender Kerninflationsrate.
Quellen: Thomson Reuters Datastream; Berechnungen des LBBW-Research‘.
Bemerkenswert sind nicht nur die Unterschiede im Niveau der Misery-Indizes.
Bemerkenswert ist des Weiteren, dass die meisten hier betrachteten Länder, wenn
auch nicht alle, eine große Beharrungstendenz in ihrem makroökonomischen Verhalten präsentieren. So schwanken die Misery-Indizes für Japan, Kanada, Norwegen
und die Schweiz besonders wenig. Eine valide Interpretationsmöglichkeit an dieser
Stelle: In diesen betroffenen Ländern hat sich, über längere Zeiträume betrachtet,
nahezu eine 1:1-Beziehung zwischen der Preisniveauentwicklung und der Arbeitslosigkeit herausgebildet. Eine hohe Arbeitslosigkeit geht mit einem niedrigen
Preisdruck im Land einher und umgekehrt. Grundsätzlich lässt sich dies für die
überwältigende Mehrheit der Industriestaaten konstatieren, auch wenn die
Beziehungen nicht überall und zu allen Zeiten im 1:1-Modus abläuft. Gewisse
Sonderfälle bilden die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich. Hier sind,
schon bei einer graphischen Inspektion, nennenswerte Amplituden im jeweiligen
Misery-Index festzustellen. Über die Finanzkrise hinweg stiegen die betreffenden
beiden Graphen um gut und gerne vier Prozentpunkte an, nur um anschließend
wieder stark nachzugeben. Vergleichbare Entwicklungen sind in keinem anderen der
hier betrachteten elf Währungsräume zu beobachten gewesen.
Geringe Schwankungsbreite
in Japan, Kanada, Norwegen
und in der Schweiz, …
… eine größere in Großbritannien
und in den Vereinigten Staaten
2. Das Verhältnis von Inflation und Arbeitslosigkeit
in den Industriestaaten
Über die gesamte Gruppe der genannten elf Währungsräume hinweg erscheinen die
Misery-Indizes als alles in allem hinlänglich stabil; Ausreißer nach oben oder unten,
so hat es den begründeten Anschein, sind lediglich vorübergehender Natur. Anlass
genug, in der Analyse nun umzuschwenken, und zwar weg von der Kombination aus
Arbeitslosenquote und Teuerungsrate, hin zum Verhältnis zueinander zwischen
diesen beiden Größen.
Wie steht es um das Verhältnis
aus Arbeitslosenquote
und Kerninflationsrate?
Die Paarbeziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation nimmt in der volkswirtschaftlichen Literatur einen breiten Raum ein. Ausgangspunkt hierfür war die
4 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
empirische Beobachtung Irving Fishers, dass in Zeiten niedriger Arbeitslosigkeit die
Löhne und die Preise der Tendenz nach stärker steigen als in Zeiten einer
grassierenden Arbeitslosigkeit. Alban Phillips brachte dies mit der im Zeitablauf
unterschiedlichen Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer in Verbindung; bei einem
„leergefegten“ Arbeitsmarkt können die Arbeitnehmer, so seine These, höhere
Lohnsteigerungen durchsetzen als bei großer Konkurrenz um freie Stellen in Zeiten
einer hohen Erwerbslosigkeit.
Ein Faszinosum
der Volkswirtschaftslehre:
die sogenannte „Philipps-Kurve“
Viele Diskussionen in der Volkswirtschaftslehre kreisen unter anderem darum, ob
die sogenannte „Philipps-Kurve“ überhaupt existiert oder es sich hierbei lediglich um
eine „Schimäre“ handelt. Gefragt ist danach, ob es über einen hinlänglich langen
Zeitraum einen stabilen Zusammenhang gibt nach der Art „Arbeitslosigkeit runter –
Löhne und Preise rauf“. Im hier vorliegenden Zusammenhang soll diese Frage nicht
abschließend beurteilt werden. An dieser Stelle sei als gegeben vorausgesetzt, dass
mit einer Philipps-Kurve empirisch gearbeitet werden darf. Gefragt ist vor diesem
Hintergrund dann nach der Stärke des postulierten Zusammenhangs in der Realität:
Um wie viel liegt die Kerninflationsrate höher, wenn die Arbeitslosenquote um
beispielsweise einen Prozentpunkt nachgegeben hat?
Existiert sie,
oder existiert sie nicht?
Bedeutsam ist die Kenntnis der Stärke eines Zusammenhangs zwischen Arbeitslosenquote und Inflationsrate für die Geldpolitik nicht zuletzt im Euroraum. Wüsste
Mario Draghi mit Sicherheit, dass sich der aktuelle Trend einer rückläufigen Arbeitslosenquote für den Euroraum in den nächsten Monaten und Jahren fortsetzt, ließe
sich recht sicher vorhersagen, wann die Teuerung im Euroraum wieder an die Marke
von 2% heranreichen wird. Janet Yellen wiederum könnte mit Hilfe einer als stabil
identifizierten Philipps-Kurve überzeugend darlegen, dass die US-Notenbank tatsächlich bei einer Arbeitslosenquote von 5% wie derzeit zinspolitisch zur Tat
schreiten muss, um die Preisnveaustabilität zu wahren.
An dieser Stelle von Interesse:
die Stärke des Zusammenhangs
zwischen den beiden Größen
Graphik: Kerninflation und Arbeitslosigkeit für zwei ausgewählten Volkswirtschaften:
Vereinigte Staaten von Amerika (links) und Japan (rechts).
1,0
0,5
0,5
-0,5
0,0
-1,0
0,0
-1,5
-2,0
-0,5
-2,5
-3,0
-1,0
-3,5
-1,5
-4,0
0
2
4
6
8
10
12
0
1
2
3
4
5
6
Hinweise: Vierteljährliche Daten ab dem Jahr 2000; x-Achse: Arbeitslosenquote (in %); y-Achse: Verfehlung des offiziellen Inflationsziels der
Notenbank (in Prozentpunkten). Quellen: Thomson Reuters Datastream; Berechnungen des LBBW-Research‘.
Wir haben die Daten zur Arbeitslosenquote und zur Kerninflationsrate auf Quartalsbasis, zurück bis zum Jahr 2000, für die hier interessierenden elf Währungsräume
gepoolt. Den Spezifika der einzelnen Währungsräume ist hierbei Rechnung getragen
worden (für die Expertenzunft: Pooled-Regression mit sogenannten „fixed effects“).
Aussagekräftige Ergebnisse mittels
„Poolen“ der Daten zu elf Ländern
5 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
Die Analyse liefert – bei aller gebotenen Vorsicht in der Interpretation – als zentrales
Ergebnis einen Koeffizienten von -0,18. Dies sagt aus: Sinkt die Arbeislosenquote
eines Industriestaates um einen Prozentpunkt, erhöht sich die Kernrate um knapp
ein Fünftel eines Prozentpunktes. (Durch die Nutzung der Kernrate in der Analyse
muss auf Sondereffekte wie auf einen gegenwärtig stark verminderten Rohölpreis
hier nicht näher eingegangen werden.)
Wir stellen fest: Der Zusammenhang
zwischen der Arbeitslosenquote und
der Kerninflationsrate …
… ist eng, aber nicht sehr stark
3. Fazit: Mit Inflation lässt sich Arbeitslosigkeit nicht
bekämpfen
Die hier vorgenommene Analyse belegt: Wenn sich im Euroraum die Arbeitslosenquote von heute gut und gerne 10% in den kommenden Monaten und Jahren
verringert auf ihre Niveaus aus der Zeit vor der Weltfinanzkrise – mithin auf etwas
über 7% –, zöge die Kerninflationsrate unter ansonsten unveränderten Bedingungen
von aktuell 1,1% gerade einmal bis auf 1,7% an. Dies stünde nach Lesart Mario
Draghis streng genommen noch nicht wieder ganz im Einklang mit der EZB-eigenen
Vorgabe von „knapp unter 2%“. (Diese Vorgabe richtet sich in der Realität zwar auf
die weit gefasste Teuerung für den HVPI. Dort sind aktuell jedoch gewisse Einmalfaktoren zu beobachten, so Effekte stark gesunkener Energiepreise. Hiervon sei an
dieser Stelle abstrahiert.) Zudem: Damit die Arbeitslosigkeit im Euroraum um rund
3,5 Prozentpunkte zurückgeht, dürfen keine neuerlichen großen makroökonomischen Störungen auftreten. Alles muss optimal laufen, und dies über einen
längeren Zeitraum: Verringert sich die Euroraum-Arbeitslosenquote mit der in den
zurückliegenden Monaten gesehenen Geschwindigkeit, bedarf es eines Zeitraums
von rund sechs Jahren, um auf das Niveau vor der Weltfinanzkrise 2007ff. zu
kommen. Mario Draghi wird lange warten müssen, wenn mittels einer zurückgehenden Arbeitslosigkeit das Inflationsziel von „knapp unter 2%“ wieder erreicht
werden soll.
Für die Vereinigten Staaten lässt sich aus der hier angestellten Analyse ableiten:
Sollte die Arbeitslosenquote dort unter das derzeit erreichte Niveau von 5% fallen,
dürfte der Preisdruck im Lande weiter zulegen, über die Marke von 2% hinaus. Im
Jahr 2000 touchierte die US-Arbeitslosenquote kurzzeitig die Marke von 3,8%. Für
eine Wiederholung dieser Situation wäre für die US-Kerninflationsrate ein Wert von
2,1% zu erwarten – für Janet Yellen wohl kein großes Malheur.
Außerhalb des Euroraums gibt es nicht viele Industrieländer, die momentan unter
einer außerordentlich prekären Arbeitslosigkeit leiden. Stattdessen wird vielerorten
über eine nur unzureichende Preisniveauentwicklung geklagt. Vor dem Hintergrund
der hier unternommenen Untersuchung erscheint es für viele Länder müßig, darauf
zu hoffen, dass die Inflation hinlänglich anspringt, wenn nur die Arbeitslosigkeit
weiter abnimmt. Die Industriestaaten scheinen auf dem Weg in eine Welt mit einem
strukturell sehr niedrigen Preisdruck („Lowflation“).
Mario Draghi wird lange warten
müssen, wenn über eine
zurückgehende Arbeitslosigkeit …
… das Inflationsziel von „knapp unter
2%“ wieder erreicht werden soll
Frau Yellen würde die hier gefundenen
Erkenntnissen eher entspannt
zur Kenntnis nehmen
Die Industriestaaten insgesamt
scheinen auf dem Weg
in Richtung „Lowflation“
Speziell im Euroraum wäre viel erreicht, wenn die Arbeitslosigkeit weiter zurück-
6 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Inflation ist derzeit nicht beliebig „produzierbar“
ginge, unabhängig von den zugehörigen Inflationsbewegungen. Für einen höheren
Beschäftigungsgrad in Europa bedarf es weiterer angebotsseitiger Reformen in den
betroffenen Ländern. Anlass, auf eine Inflation gemäß EZB-Zielvorstellung zu hoffen,
ergibt sich hieraus nicht zwangsläufig. Gleichfalls wenig sinnvoll erscheint es dieser
Tage, darauf zu hoffen, mittels eines größeren Preisdrucks eine adäquat niedrige
Arbeitslosigkeit zu erreichen.
Ein hoher Beschäftigungsstand:
zu erreichen am ehesten
über Strukturreformen
7 / 10
CREDIT RESEARCH
COVERED BONDS/FINANCIALS
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Appendix
Disclaimer
Bitte beachten Sie
Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Postfach 16 03 19, 60066 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin),
Postfach 1253, 53002 Bonn / Postfach 50 01 54, 60391 Frankfurt. Die LBBW hat Vorkehrungen getroffen, um Interessenkonflikte bei der Erstellung und Weitergabe von
Finanzanalysen soweit wie möglich zu vermeiden oder angemessen zu behandeln. Dabei handelt es sich insbesondere um:
- institutsinterne Informationsschranken, die Mitarbeitern, die Finanzanalysen erstellen, den Zugang zu Informationen versperren, die im Verhältnis zu den betreffenden
Emittenten Interessenkonflikte der LBBW begründen können,
- das Verbot des Eigenhandels in Papieren, für die oder für deren Emittenten die betreffenden Mitarbeiter Finanzanalysen erstellen und
- die laufende Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Pflichten durch Mitarbeiter der Compliance-Stelle.
Diese Studie und die darin enthaltenen Informationen sind von der LBBW ausschließlich zu Informationszwecken ausgegeben und erstellt worden. Sie wird zu Ihrer privaten
Information ausgegeben mit der ausdrücklichen Anerkenntnis des Empfängers, dass sie kein Angebot, keine Empfehlung oder Aufforderung zu kaufen, halten oder verkaufen
und auch kein Medium, durch das ein entsprechendes Wertpapier angeboten oder verkauft wird, darstellt. Sie wurde ungeachtet Ihrer eigenen Investitionsziele, Ihrer finanziellen
Situation oder Ihrer besonderen Bedürfnisse erstellt. Die hierin enthaltenen Informationen sind vertraulich. Jede Vervielfältigung dieses Informationsmaterials in Gänze oder in
Teilen ist verboten, und Sie dürfen dieses Material ausschließlich an Ihre Berater oder Angehörige der Berufsstände weitergeben, die Ihnen dabei helfen, die Wertpapiere zu
bewerten. Diese Information dient ausschließlich Informationszwecken und sollte keine verlässliche Grundlage zum Zwecke der Entscheidungsfindung bilden, in dieses
bestimmte Wertpapier zu investieren. Mögliche Investoren sollten Informationen zugrunde legen, die im Emissionsprospekt zu finden sind, sowie auf andere öffentlich
zugängliche Informationen zurückgreifen. Die Informationen in dieser Studie sind von der LBBW aus Quellen geschöpft worden, die für zuverlässig gehalten werden, evtl.
einschließlich des vorläufigen Emissionsprospektes. Die LBBW kann allerdings solche Informationen nicht verifizieren, und aufgrund der Möglichkeit menschlichen und
technischen Versagens unserer Quellen, der LBBW oder anderen wird nicht erklärt, dass die Informationen in dieser Studie in allen wesentlichen Punkten richtig oder vollständig
sind. Die LBBW schließt jegliche Haftung bezüglich der Genauigkeit, Angemessenheit oder Vollständigkeit jeglicher Information aus und ist für Irrtümer oder Auslassungen oder
das Resultat der Nutzung dieser Informationen nicht verantwortlich. Die hierin enthaltenen Aussagen sind Äußerungen unserer nicht verbindlichen Meinung, jedoch keine
Darlegung von Tatsachen oder Empfehlungen, ein Wertpapier zu kaufen, zu halten oder zu verkaufen. Änderungen einer Einschätzung können wesentliche Auswirkungen auf
die ausgewiesene Wertentwicklung haben. Informationen über die Wertentwicklung in der Vergangenheit weisen nicht auf zukünfti ge Wertentwicklungen hin. Die LBBW kann in
der Vergangenheit andere Studien herausgegeben haben und in Zukunft andere Studien herausbringen, die mit den Informationen in dieser Studie nicht übereinstimmen und
andere Schlussfolgerungen ziehen. Diese Studien spiegeln die verschiedenen Annahmen, Ansichten und analytischen Methoden der Analysten wider, die sie erstellt haben, und
die LBBW ist in keinster Weise verpflichtet sicherzustellen, dass ein Empfänger dieser Studie Kenntnis von diesen weiteren St udien erhält. Die hierin enthaltenen Informationen
sind vorläufiger Natur und stellen lediglich eine Zusammenfassung der Konditionen einer möglichen Form, die ein Wertpapier annehmen kann, dar, das ausgewählten Anlegern
angeboten werden kann und dessen Konditionen letztendlich als Reaktion auf die Nachfrage durch die Anleger abgeändert, modifiziert oder ergänzt werden können, und sie
geben nicht vor, vollständig zu sein oder alle Konditionen und Risiken darzulegen, die mit der endgültigen Form des Wertpapiers einhergehen oder sich daraus ergeben können.
Dieses Material gibt nicht vor, allumfassend zu sein oder alle Informationen zu enthalten, die ein möglicher Anleger zu erhalten wünschen mag, und jede hierin enthaltene
Information wird gegebenenfalls berichtigt und in Gänze ersetzt durch die Konditionen und Informationen in Bezug auf die Wertpapiere, die in der endgültigen und definitiven
Bekanntgabe und den Zeichnungspapieren dargelegt werden, die jeder Zeichner eines Wertpapiers erhält.
Dieses Dokument wurde unabhängig von jeglicher geplanten Wertpapieremission erstellt und daher darf nicht angenommen werden, dass es vom Emittenten der hierin
beschriebenen Wertpapiere autorisiert oder gebilligt sei. Jede Entscheidung, in das hierin beschriebene Wertpapier zu investi eren, sollte erst getroffen werden, nachdem die
endgültigen Emissionsunterlagen geprüft wurden; solcherlei Prüfungen sind durchzuführen, wie es für notwendig gehalten wird. Endgültige Emissionsunterlagen beinhalteten
Daten, die zu ihrem Veröffentlichungstermin aktuell sind und nach ihrer Veröffentlichung nicht mehr vollständig oder aktuell sein mögen.
Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung
Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen.
Wir weisen darauf hin, dass die LBBW oder mit ihr verbundene Unternehmen innerhalb der letzten 12 Monate an der Führung eines Konsortiums für eine Emission im
Wege eines öffentlichen Angebots beteiligt waren.
Aktuelle Angaben gemäß §5 Abs. 4 Nr. 3 FinAnV finden Sie unter http://www.LBBW.de/finanzanalyseverordnung.
8 / 10
CREDIT RESEARCH
COVERED BONDS/FINANCIALS
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Appendix
Disclaimer
Nichts in dieser Studie stellt einen anlagerelevanten, rechtlichen, buchhalterischen oder steuerlichen Rat dar oder gibt vor, dass eine Anlage oder Strategie Ihren individuellen
Umständen entspricht oder für diese geeignet ist oder anderweitig eine persönliche Empfehlung an Sie ausmacht. Diese Studie richtet sich lediglich an und ist nur gedacht für
Personen, die sich hinreichend auskennen, um die damit einhergehenden Risiken zu verstehen, also solche, die sich beruflich mit dem Wertpapiermarkt beschäftigen. Diese
Veröffentlichung ersetzt nicht die persönliche Beratung. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, sollten Sie Ihren unabhängigen Anlageberater bezüglich weiterer und
aktuellerer Informationen über spezielle Anlagemöglichkeiten und für eine persönliche Anlageberatung bezüglich der Angemessenheit der Anlage in ein Wertpapier oder einer
Anlagestrategie aus dieser Studie konsultieren.
Die LBBW gibt nicht vor, dass in Zukunft ein Sekundärmarkt für diese Wertpapiere, falls emittiert, existieren wird. Anleger sollten sowohl die Möglichkeit als auch die Absicht
haben, solche Wertpapiere auf unbestimmte Zeit zu halten. Strukturierte Wertpapiere sind komplexe Instrumente, beinhalten in der Regel hohe Risiken und sind nur für den
Verkauf an erfahrene Anleger gedacht, die fähig sind, die mit ihnen einhergehenden Risiken zu verstehen und einzugehen. Ein möglicher Anleger muss feststellen, ob der
Erwerb der Wertpapiere sich mit seinen finanziellen Bedürfnissen, Zielen und Bedingungen deckt, mit allen darauf anwendbaren Richtlinien und Einschränkungen vollständig
übereinstimmt und es sich um eine angemessene und geeignete Anlage handelt, ungeachtet der klaren und hohen Risiken, die mit einer Anlage in die Wertpapiere einhergehen.
Die hierin enthaltenen Informationen umfassen teilweise sehr hypothetische Analysen. Diese Analyse basiert auf bestimmten Annahmen bezüglich zukünftiger Ereignisse und
Bedingungen, die per se unsicher, unvorhersehbar und dem Wandel unterworfen sind. Es wird keine Aussage über die tatsächliche Wertentwicklung der Transaktion getroffen
und Anleger sollten sich nicht darauf verlassen, dass die Analyse auf die tatsächliche Wertentwicklung der Transaktion verweist. Tatsächliche Ergebnisse werden, vielleicht
wesentlich, von der Analyse abweichen. Anleger sollten die Analysen unter dem Gesichtspunkt der zugrunde liegenden Annahmen, die hierin enthalten sind, betrachten, um ihre
eigenen Schlüsse zu ziehen bezüglich der Plausibilität dieser Annahmen und um die Analyse dieser Betrachtungen zu bewerten. Eine Anlage in dieses bestimmte Wertpapier
beinhaltet gewisse spezifische Risiken. Mögliche Anleger in dieses bestimmte Wertpapier sollten die Informationen, die in dem vorläufigen Emissionsprospekt enthalten sind,
sorgfältig prüfen, einschließlich des Abschnittes “Risikofaktoren”.
Das bestimmte Wertpapier, auf das hierin Bezug genommen wird, kann ein hohes Risiko beinhalten, darunter Kapital-, Zins-, Index-, Währungs-, Kredit-, politische, Liquiditäts-,
Zeitwert- Produkt- und Marktrisiken und ist nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertpapiere können plötzliche und große Wertverluste erleiden, die Verluste verursachen, die
dem ursprünglichen Anlagevolumen entsprechen, wenn diese Anlage eingelöst wird. Jede ausgeübte Transaktion beruht ausschließlich auf Ihrem Urteil bezüglich der Finanz-,
Tauglichkeits- und Risikokriterien. Die LBBW gibt nicht vor, unter solchen Umständen beratend tätig zu werden, noch sind ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu befugt.
Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.
Mitteilung zum Urheberrecht: © 2014, Moody’s Analytics, Inc., Lizenzgeber und Konzerngesellschaften ("Moody’s"). Alle Rechte vorbehalten. Ratings und sonstige Informationen
von Moody’s ("Moody’s-Informationen") sind Eigentum von Moody’s und/oder dessen Lizenzgebern und urheberrechtlich oder durch sonstige geistige Eigentumsrechte
geschützt. Der Vertriebshändler erhält die Moody’s-Informationen von Moody’s in Lizenz. Es ist niemandem gestattet, Moody’s-Informationen ohne vorherige schriftliche
Zustimmung von Moody’s ganz oder teilweise, in welcher Form oder Weise oder mit welchen Methoden auch immer, zu kopieren oder anderweitig zu reproduzieren, neu zu
verpacken, weiterzuleiten, zu übertragen zu verbreiten, zu vertreiben oder weiterzuverkaufen oder zur späteren Nutzung für einen solchen Zweck zu speichern. Moody’s® ist
ein eingetragenes Warenzeichen.
9 / 10
LBBW RESEARCH
01.12.2015
Appendix
Ansprechpartner
SALES
SALES SPARKASSEN & REGIONALBANKEN
SALES BANKS & FREQUENT BORROWERS
SALES ASSET MANAGER
SALES INSTITUTIONALS
SALES SHORT TERM PRODUCTS
INTERNATIONAL SALES
SALES SPEZIAL- & PUBLIKUMSFONDS
SALES EQUITY PRODUCTS
SALES CAPITAL MARKETS LONDON
RESEARCH
+49 0711 127–7565
+49 0711 127–75670
+49 0711 127–75322
+49 0711 127–75291
+49 0711 127–7574
+49 0711 127–78847
+49 0711 127–75358
+49 0711 127–25333
+44 020 7826–8175
SALES CORPORATES
SALES LARGE CORPORATES
SALES KEY ACCOUNTS
SALES RP BANK / SACHSEN BANK
SALES ZINS-/WÄHRUNGS-/ROHSTOFFMANAGEMENT SPARKASSENKUNDEN
SALES STRUKT. RETAILPRODUKTE
DEBT CAPITAL MARKETS
CORPORATE CAPITAL MARKETS
+49 0711 127–75679
+49 0711 127–78709
+49 0711 127–75679
+49 0711 127–27888
+49 0711 127–7552
+49 0711 127–25501
+49 0711 127–78746
+49 0711 127–78825
TEAM ECONOMICS
UWE BURKERT
DR. GUIDO ZIMMERMANN
DR. JENS-OLIVER NIKLASCH
JULIAN TRAHORSCH
GROUP CHIEF ECONOMIST
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 –73 46 2
SENIOR ECONOMIST
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 –71 64 0
EUROZONE, ECB
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 –76 37 1
CHINA, EUROZONE
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 –76 68 3
[email protected]
[email protected]
[email protected]
[email protected]
SOVEREIGNS/
FINANCIAL RESEARCH
SOVEREIGNS/SUBSOVEREIGNS/AGENCIES
FINANCIALS/COVERED BONDS RESEARCH
DR. THOMAS MEISSNER
JAN HOFMEISTER
ALEXANDRA SCHADOW, CPA
ANNA-JOY KÜHLWEIN
MANAGING DIRECTOR
GROUP HEAD
GROUP HEAD
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 –73 57 4
[email protected]
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 93 92
[email protected]
FINANCIAL INSTITUTIONS & COVERED BONDS
NETHERLANDS, REGULATION
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 89 51
[email protected]
FINANCIAL INSTITUTIONS IRELAND, PORTUGAL,
SPAIN, UK
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 21 14
[email protected]
DIRK CHLENCH
USA, UK, AUSTRALIA, CANADA
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 61 36
[email protected]
MATTHIAS KRIEGER
JAPAN, SOUTH KOREA, SOUTH-EAST ASIA,
SOUTH AFRICA, ARGENTINA, BRAZIL,
VENEZUELA
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 30 36
[email protected]
DR. KATJA MÜLLER
EUGEN EICHWALD
FINANCIAL INSTITUTIONS & COVERED BONDS
BELGIUM, DENMARK, FINLAND, NORWAY,
SWEDEN
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 92 01
[email protected]
INGO FROMMEN
FINANCIAL INSTITUTIONS GERMANY
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 46 48
[email protected]
SWITZERLAND, NORDICS
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 21 06
[email protected]
MARCEL GAUPP
EASTERN EUROPE (EX EUROZONE), RUSSIA
COVERED BONDS AUSTRIA, IRELAND, ITALY,
PORTUGAL, SPAIN
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 01 58
[email protected]
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 28 16
[email protected]
RALPH HERRE
MANFRED WOLTER
FINANCIAL INSTITUTIONS NETHERLANDS
TORBEN SKOPNIK
SUBSOVEREIGNS, SUPRANATIONALS,
AGENCIES GERMANY, NETHERLANDS,
AUSTRIA, SPAIN
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 21 13
[email protected]
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 64 74
[email protected]
BRIGITTE MARTINEAU-TRAUNER
FINANCIAL INSTITUTIONS AUSTRIA, FRANCE,
COVERED BONDS FRANCE
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 41 52
[email protected]
MARTIN PETER
FINANCIAL INSTITUTIONS & COVERED BONDS
AUSTRALIA, CANADA, SWITZERLAND, USA
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 4 27 46
[email protected]
KARSTEN RÜHLMANN
FINANCIAL INSTITUTIONS GERMANY,
COVERED BONDS GERMANY, UK
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 03 18
[email protected]
WERNER SCHIRMER
INSURANCE COMPANIES,
FINANCIAL INSTITUTIONS ITALY
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 78 89
[email protected]
TOBIAS KELLE-CHONG, CFA
Bloomberg: LBBK <go>
SUBSOVEREIGNS, SUPRANATIONALS,
AGENCIES FRANCE, BELGIUM, NORDICS
+ 49 / (0) 7 11/ 1 27 – 7 19 70
[email protected]
10 / 10