2015-09-22-kuehlschmierstoff-ohne

KENNZEICHNUNGSFREIER KÜHLSCHMIERSTOFF
INFO
CLP-VERORDNUNG
Eine der wichtigsten
Vorschriften im Umwelt- und Arbeitsschutzrecht ist die
europäische CLP-Verordnung (EG) Nr.
1272/2008 über die
Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung
von Stoffen und Gemischen. Seit Dezember
2010 gilt die Verordnung bereits für Stoffe,
seit dem 1. Juni 2015
müssen auch alle
Gemische (zum Beispiel Farben, Lacke)
entsprechend der
CLP-Verordnung eingestuft und gekennzeichnet werden.
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NEUER KÜHLSCHMIERSTOFF
OHNE KENNZEICHNUNGSPFLICHT
Mit strengeren Konzentrationsgrenzen für zahlreiche Inhaltsstoffe
hat die CLP-Verordnung dazu geführt, dass viele Kühlschmierstoffe
unter die Kennzeichnungspflicht fallen. Kühlschmierstoffe
ohne kritische Inhaltsstoffe lösen daher gleich mehrere Probleme.
Michael Obst
V
iele Anwender sind alarmiert, denn der Einsatz
kennzeichnungspflichtiger Stoffe ist stets mit
einem zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten
verbunden, etwa für die Schulung von Mitarbeitern und für Arbeitsschutzmaßnahmen. Aus
diesem Grund halten Schmierstoffexperten wie Rhenus Lub bereits heute neue Alternativen bereit: Rhenus FU 800 steht beispielhaft für eine neue Generation leistungsstarker und zukunftssicherer Kühlschmierstoffe, die auch nach der neuen CLP-Verordnung kennzeichnungsfrei sind.
Das grundsätzliche Ziel der Verordnung, gefährliche Stoffe und Mischungen auf lange Sicht weltweit
einheitlich zu kennzeichnen, ist gerade für Unternehmer angesichts globaler werdender Märkte sehr wichtig. Denn in einem sind sich Arbeitsschutzexperten
Michael Obst ist Firmensprecher bei der Rhenus Lub GmbH & Co
KG in 41179 Mönchengladbach, Tel. (0 21 61) 4 06 45-0, michael.
[email protected]
Rhenus FU 800 steht beispielhaft
für eine neue Generation leistungsstarker und zukunftssicherer Kühlschmierstoffe, die auch
nach der neuen CLP-Verordnung
kennzeichnungsfrei sind.
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Zerspanung
einig: Die Verantwortung für den Schutz der Beschäftigten liegt ausschließlich beim Unternehmer. Dabei
kommt der Wahl des richtigen Kühlschmierstoffs eine
zentrale Bedeutung zu. Offizielle Statistiken belegen:
Im Bereich der Metallverarbeitung sind Schmierstoffe Auslöser für jede dritte Hauterkrankung mit bestätigtem Verdacht auf eine Berufskrankheit. Berücksichtigt man, dass alleine 2012 bei fast 25.000 Hauterkrankungen das Arbeitsumfeld als Ursache vermutet
wurde, wird schnell die potenzielle Gefährdung durch
Kühlschmierstoffe deutlich. Der Unternehmer hat
jedoch nicht nur eine moralische Verpflichtung, seine
Mitarbeiter bestmöglich vor Gefahren zu schützen.
Beachtet er geltende Regeln und Gesetze nicht und
kommt jemand zu Schaden, kann ihm dies durchaus
als fahrlässige, grob fahrlässige oder sogar vorsätzliche
Körperverletzung ausgelegt werden.
KÜHLSCHMIERSTOFFE OHNE KRITISCHE
INHALTSSTOFFE SPAREN KOSTEN EIN
So löst der Einsatz von Kühlschmierstoffen, die ohne
kritische Inhaltsstoffe formuliert wurden und somit
keiner Kennzeichnungspflicht unterliegen, für Unternehmer gleich mehrere Probleme: Die neue CLP-Verordnung wird für sie gar nicht erst zum Thema. Sie
sparen Kosten für zusätzliche Arbeitsschutzmaßnahmen und ihre Mitarbeiter werden nicht durch drastische Piktogramme beunruhigt, sondern zugleich
wirkungsvoll vor Hautirritationen, Gesundheitsbeeinträchtigungen oder anderen Schäden geschützt. Damit wissen sich die Arbeitgeber rechtlich auf der sicheren Seite und erweisen sich zugleich als verantwortungsbewusst gegenüber ihren Mitarbeitern.
Dieser Verantwortung stellen sich auch Schmierstoffhersteller wie Rhenus Lub. Dr. Hans Jürgen
Schlindwein, Leiter Forschung & Entwicklung für
Kühlschmierstoffe bei Rhenus Lub, betont: „Wir verstehen modernen Arbeitsschutz als eine präventive
Maßnahme, die wir unseren Kunden, den Anwendern
in der Metall verarbeitenden Industrie, bieten.“ In modernen Labors forschen die Wissenschaftler konsequent an zukunftsfähigen Produkten, die keiner Kennzeichnungspflicht unterliegen und im Hinblick auf
Anwenderschutz und Leistungsstärke keine Kompromisse eingehen. Bei Rhenus FU 800 sind die Schmierstoffexperten einer neuen Philosophie gefolgt: Was
nicht im Produkt enthalten ist, kann erst gar nicht zu
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Zerspanung
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Hautirritationen, zu Gesundheitsbeeinträchtigungen
oder zu anderen Schädigungen führen. Daher verzichtet der neue wassermischbare Kühlschmierstoff konsequent nicht nur auf amin- und borsäurehaltige
Zugaben, sondern auch auf ein Formaldehyddepot.
Weder Chlor noch Nitrit oder Schwefel sind enthalten.
Zudem wurde eigens für Rhenus FU 800 ein neues
Emulgatorsystem entwickelt, das weniger schäumt
und ein gutes Rückspülvermögen aufweist.
AMINFREIE FORMULIERUNG VERHINDERT
BILDUNG VON NITROSAMIN
Bild: Rhenus Lub
Die konsequent aminfreie Formulierung des wassermischbaren Hochleistungs-Kühlschmierstoffes verhindert die gefürchtete Bildung von Nitrosamin bereits im Ansatz. Auch die Entstehung dieser kanzerogenen Verbindung aus Verunreinigungen,
die in Aminen enthalten sein
können, ist deshalb nicht möglich. Zugleich verzichtet Rhenus
FU 800 auf Borsäure, die nach
der neuesten Gesetzgebung der
Europäischen Union unter dem
Verdacht steht, reproduktionstoxisch und damit schädlich für
das menschliche Erbgut zu sein.
Das Formaldehyddepot, welches normalerweise dazu dient,
den Kühlschmierstoff gegen einen Bakterienbefall zu schützen, konnten die Forscher von
Rhenus Lub durch eine intelligente Kombination anderer
Substanzen ersetzen. Dadurch
erzielt der neue Kühlschmierstoff in der Praxis sogar deutlich
bessere Standzeiten, und das,
ohne den pH-Wert anzuheben.
Dieser bewegt sich je nach Einsatzbereich zwischen
8,5 und 9,4. Der neue Schmierstoff ist damit eine gute
Alternative für alle Anwender, die auf eine Kennzeichnungspflicht, aber nicht auf aktiven Gesundheitsschutz und hohes Leistungsvermögen verzichten
wollen. Das Zusammenspiel von Langzeitstabilität
und einer geringen Nachsatzkonzentration zwischen
1,5 und 2,5 % ist der Grund für die hohe Wirtschaftlichkeit des Produktes. Der Kühlschmierstoff ist dabei
vielseitig einsetzbar: vom Schleifen über schwere Zerspanungen von Stahl, Grauguss oder NE-Metallen bis
hin zur Aluminiumbearbeitung. Bei Letzterer verhindert das Fluid die Fleckenbildung, auch auf empfindlichen Aluminiumlegierungen, die beispielsweise
MM
häufig in der Luftfahrt verwendet werden.
In modernen Labors forschen
Schmierstoffexperten wie Rhenus
Lub konsequent an zukunftsfähigen Produkten, die keiner
Kennzeichnungspflicht unterliegen
und im Hinblick auf Anwenderschutz und Leistungsstärke keine
Kompromisse eingehen.
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