Klausur vom Juli 2003

Aufgabe
Punkte
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3
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5
6
7
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5
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14
16
20
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1. Skizzieren Sie den Aufbau einer Elektrolysehalbzelle (Schichtenmodell) und
beschreiben Sie die einzelnen Bereiche ausführlich im Hinblick auf die jeweils
charakteristischen Vorgänge & Einflüße.
2. Erklären Sie die Funktionsweise eines Mediators. Nennen Sie ein Beispiel.
3. Beschreiben Sie den Elektronenübertragungsschritt für die Reduktion mit Hilfe des
Grenzorbital-Modells.
4. Skizzieren Sie den Aufbau einer monopolaren und geteilten Elektrolysezelle.
Beschreiben Sie die einzelnen Bausteine und deren Funktion unter Angabe der Vor- und
Nachteile einer solchen Anordnung.
5. An Graphitelektroden lassen sich elektronenreiche Methylaromaten in guten
Ausbeuten und selektiv methoxylieren.
Geben Sie den Mechanismus der Reaktion an einem Beispiel wieder und kommentieren
sie die einzelnen Schritte mit Hilfe der Konvention für elektrochemische
Reaktionssequenzen.
Welche Haupt- und Nebenprodukte erwarten Sie?
6. Die folgende Carbonsäure wird in Methanol als Lösungsmittel elektrochemisch
umgesetzt.
Auf den Weg a) und b) entstehen unterschiedliche Hauptprodukte.
O
O
NH
O
HN
a)
NH
O
COOH
b)
NH
OMe
Um welchen Reaktionstyp handelt es sich?
Geben sie möglichst umfassend die Reaktionsbedingungen für a) und b) an.
Zeigen Sie an hand der Reaktionsmechanismen welche weiteren Nebenprodukte Sie für a)
bzw. b) erwarten.
7. Zur Herstellung von Benzonitril aus Benzylamin wird eine Anlage geplant. Die
Kapazität soll 715 t jato erreichen.
Der Prozess soll mit folgenden Parametern geplant werden:
Substrat:
107 g/mol
Produkt:
103 g/mol
Ausbeute:
92 %
Stromausbeute:
63,9 %
Tonnage:
Stromdichte:
Laufzeit:
715 t jato
16 mA/cm²
30 Tage / Monat
11 Monate / Jahr
Faradaykonstante:
96485 As
Geben Sie den Reaktionsmechanismus der Reaktion an.
Geben Sie mögliche Nebenprodukte an.
Berechnen Sie die benötigte Elektrodenfläche in [m²].
Hinweis berechnen Sie zunächst die benötigte theoretische und reale Strommenge in [Ah].