28. Oktober 2015 „ZEITENWENDE – VON DER - Bröhan

28. Oktober 2015
„ZEITENWENDE – VON DER BERLINER SECESSION ZUR NOVEMBERGRUPPE“
Ausstellung vom 19. November 2015 bis 3. April 2016 im Bröhan-Museum, Berlin
Der PRESSETERMIN zur Ausstellung, zu dem wir Sie herzlich einladen, findet statt am
Dienstag, 17. November 2015, 11 Uhr, im Bröhan-Museum.
Vom Impressionismus über Expressionismus, Kubismus und Futurismus zur Neuen Sachlichkeit und dem
Konstruktivismus: Die Ausstellung „Zeitenwende – Von der Berliner Secession zur Novembergruppe“ widmet sich dieser schnellen Abfolge der künstlerischen Umwälzungen in Berlin im Zeitraum
von 1898 bis 1919.
Das Berliner Kunstschaffen von 1898 bis 1919 steht exemplarisch für die Entwicklung moderner
Kunstströmungen im gesamten Deutschen Reich, doch werden in der neuen Hauptstadt die Konflikte
zwischen Tradition und Moderne besonders deutlich. Um etwas Neues zu schaffen, musste man sich
vom Alten abgrenzen – und so war auch das Berliner Kunstmilieu von gleichzeitig existierenden
Gegensätzen geprägt. 1898 gründete sich die Berliner Secession in Opposition zu der
institutionalisierten Kunstpolitik des Kaiserreichs. Doch bereits 1910 stellte eine Gruppe junger Künstler
das vom Impressionismus dominierte Kunstverständnis in Frage. Es kam zur Gründung der Neuen
Secession. Vier Jahre später eskalierten die kunstpolitischen Auseinandersetzungen innerhalb der
Berliner Secession erneut, die Ausgetretenen vereinigten sich zur Freien Secession, so dass für eine
kurze Zeit 1914 gleich drei Berliner Secessionen parallel existierten. Die Erschütterungen des Ersten
Weltkrieges beschleunigten die Entwicklungen in der Kunst nochmals. Die im Zuge der
Novemberrevolution 1918 gegründete Novembergruppe betonte nun den politischen Aspekt in der
Kunst und suchte nach einer neuen Kunst für die Weimarer Republik. 1919 waren die unterschiedlichen
Kunstströmungen und Künstlergruppen dann erstmals wieder in einem Gebäude vereint. In der
Kunstausstellung Berlin präsentierten sich Berliner Secession, Freie Secession und Novembergruppe
gemeinsam und zeigten wie in einem Panoptikum die künstlerischen Positionen Impressionismus,
Expressionismus, Kubo-Futurismus, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit. Diese Gleichzeitigkeit des
Ungleichzeitigen – die Ausstellung 1919 – bildet den Abschluss der Schau im Bröhan-Museum.
Abgesehen von wenigen Künstlerstars sind die Werke der Berliner Secessionen und auch der
Novembergruppe selbst in Berlin kaum zu sehen. Das Bröhan-Museum will mit der Ausstellung diese
wichtigen Künstlergruppen in neuen Kontexten betrachten und die Vielfältigkeit der künstlerischen
Positionen aufzeigen. Gezeigt werden Bilder von Walter Leistikow, Karl Hagemeister, Hans Baluschek,
Max Liebermann, Philipp Franck, Käthe Kollwitz, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert,
Friedrich Peter Drömmer, César Klein und vielen weiteren Künstlern. Die Schau, die sich über zwei
Etagen erstreckt, vereint mit etwa 250 Exponaten wertvolle Leihgaben aus bedeutenden Museen und
Privatsammlungen mit dem eigenen Bestand des Bröhan-Museums.
Die Ausstellung wird gefördert von: Hauptstadtkulturfonds, Ernst von Siemens Kunststiftung.
Der Katalog wurde durch eine Spende der „Freunde des Bröhan-Museums e.V.“ ermöglicht.
Medienpartner: Wall AG, rbb Fernsehen, rbb kulturradio, Weltkunst, zitty, tip Berlin, Dinamix.
Kulturpartner: Dussmann.
BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG
Kostenlose öffentliche Führungen an jedem Sonntag (zzgl. Museumseintritt), 15 Uhr, Anmeldung nicht
erforderlich
Kostenlose öffentliche Kuratorenführungen an jedem 1. Mittwoch im Monat (zzgl. Museumseintritt), 16
Uhr, Anmeldung nicht erforderlich
Kostenlose Führungen in Gebärdensprache für Gehörlose (zzgl. Museumseintritt)
27.11.2015 und 18.3.2016, jeweils 16 Uhr, Anmeldung erforderlich unter: [email protected]
Die Konzertreihe „Junge Musiker begegnen dem Jugendstil“ an jedem 1. Donnerstag im Monat, 14 Uhr,
ist von Dezember bis März thematisch auf die Ausstellung abgestimmt, Anmeldung nicht erforderlich
„Ein bisschen Revolution ist mitunter gar nicht übel.“ – Ein Abend mit Kunst, Musik und Literatur
18.2.2016, 18 Uhr, 8,– €/erm. 5,– €, Anmeldung nicht erforderlich
Symposium „Kampf der Secessionen“
11.3.2016, 16 Uhr, 8,– €/erm. 5,– €, Anmeldung nicht erforderlich
Wochenend-Workshop für Kinder von 10-14 Jahren: „Wie siehst Du mich? Wie sehe ich Dich? Ein
Porträt kreativ selbst gestalten“
9.-10.1. und 27.-28.2.2016, jeweils 10-13 Uhr, 15 € p. P., Infos und Buchung über Tel.
030/32690625, E-Mail: [email protected]
Winterferien-Workshop für Kinder von 8-12 Jahren: „Gesichter in der Expression. Der Linolschnitt – eine
ausdrucksstarke Drucktechnik“
2.-5.2.2016, 10-15 Uhr, 62,- € p.P., Infos und Buchung über Jugend im Museum e.V., Tel.:
030/266422242
Osterferien-Workshop für Kinder von 8-12 Jahren: „ Hinaus in die Natur. Landschaftsmalerei auf dem
Weg in die Moderne. Eine Neuentdeckung in Acrylfarben“
29.3.-1.4.2016, 10-15 Uhr, 68,- € p.P., Infos und Buchung über Jugend im Museum e.V., Tel.:
030/266422242
Workshop für Schulklassen (ca. 14-18 Jahre): „Wie siehst Du mich? Wie sehe ich Dich? Ein
Klassenporträt kreativ selbst gestalten“
Dauer: ca. 3 h, 60,- € pro Klasse, Infos und Buchung über Tel. 030/32690625, E-Mail:
[email protected]
Workshop für Schulklassen (ca. 6-11 Jahre): „Kunst und Geometrie. Eine kubistische Entdeckungsreise
mit Kugel, Kegel und Quader“
Dauer: ca. 90 min., 60,- € pro Klasse, Infos und Buchung über die Museumsinformation Berlin
(Kulturprojekte GmbH), Tel.: 030/24749888
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Kurator der Ausstellung: Dr. Tobias Hoffmann
Ausstellungsgestaltung: Katleen Arthen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Corinna Kleis M.A.
Museumspädagogik: Stefanie Köhler M.A.
Öffnungszeiten: Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen (24. + 31.12. + Ostermontag
geschlossen)
Eintritt: 8,- €, erm. 5,- €. Der eintrittsfreie 1. Mittwoch im Monat entfällt für die Dauer der Ausstellung.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag, 272 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen,
Preis: 29,- € an der Museumskasse
Anfragen, auch bezüglich weiterer Informationen und Bildmaterial, bitte an Corinna Kleis,
E-Mail: [email protected], Telefon: +49/(0)30/32690612