Reflexionshelfer – Die 12 Arten des Verlusts - Coaching

Bitte seien Sie so fair und löschen Sie nicht unsere Kopfzeile. Danke!
Reflexionshelfer – Die 12 Arten des Verlusts
Kurzbeschreibung:
Die 12 Arten des Verlusts bilden eine u.a. aus der Motivationsforschung abgeleitete und empirisch belegte Struktur von Verlustarten ab. Gleichzeitig wird zu
jeder Verlustart ein möglicher „konfligierender Wert“ abgebildet.
Anwendungsbereiche:
Geschaffen wurde das Tool für CHANGE.
Kognitiv ist es in der Regel nachvollziehbar, warum Change stattfindet – für die
Führungskraft und auch für die Mitarbeiter. Emotional wird der „Change“ jedoch häufig als unattraktiv empfunden, sodass eine erhoffte Veränderung nicht
eintritt.
So gibt es zwei Anwendungsbereiche:
1. Die Führungskraft, die aus der Auseinandersetzung mit dem möglichen Verlustempfinden der Mitarbeiter Lösungsideen ableiten kann.
2. Den Mitarbeiter, der durch die angebotene Struktur emotional „sprachfähig“
wird, d.h., selber begründen kann, warum er sich aktuell so verhält, und aus
dieser Erkenntnis Veränderung ableitet.
Zielsetzung / Effekte:
Die Wirkungsabsicht liegt im Erkenntnisgewinn über die Beeinflussung von
Entscheidungen durch das eigene Verlustempfinden und das anderer am
Change Beteiligter.
Aus dem Erkennen des Zusammenhangs zwischen aktuell erlebten Schwierigkeiten und dem Empfinden von Verlust können die Zielerreichung unterstützende Veränderungen abgeleitet werden.
In der Praxis zeigt sich das deutlich an einem veränderten / einer veränderten
(sensibleren) Umgang / Kommunikation mit den „Betroffenen“ sowie deren
Rückmeldung zum Verhalten „ihrer“ Führungskraft im Change.
Ein Effekt darf an dieser Stelle nicht vergessen werden und beruht auf einer
These: Je höher die Funktion im Management, desto weniger Wissen über
Führung (und Emotionen) ist vorhanden. Allein die Tatsache, dass es 12 Verlustarten gibt, ist für Führungskräfte oft der Impuls, sich im Change auch einmal mit Emotionen und Kultur auseinanderzusetzen.
Ausführliche
Beschreibung:
Die 12 Verlustarten basieren u.a. auf 10-jähriger Beobachtung im Coaching
von Change-Themen. Gleichzeitig wurden die Verlustarten fachlich abgeleitet.
Bsp.: Referenz – die klassischen "Big Three" der Motivation – Leistung, Macht,
Anschluss. Die Annahme oder die Tatsache, dass mit dem Change keine Möglichkeit mehr besteht, die „alten Kontakte zu pflegen, kann aufgrund des Anschlussmotivs zum Empfinden eines Beziehungs-Verlustes führen. Die Annahme oder Tatsache, dass zukünftig der „Einflussbereich“ beschnitten wird,
kann zum Empfinden von „Macht-Verlust“ führen.
Das „Kondensat“ dieser Überlegungen sind zwölf Kategorien von Verlust – die
12 Verlustarten.
Die Anwendung:
1. Überlegung, ob die 12 Verlustarten Relevanz haben.
2. Erklärung der Grafik, Beantwortung von Verständnisfragen (unbewertetes
faktisches Wissen zu Verlustarten)
3. Vorbeugung möglicher Manipulation: „Haben die 12 Verlustarten mit Ihrer
Situation zu tun?“ Kann der Klient hier keine Beziehung herstellen, ist das Angebot nicht relevant und abzubrechen.
04.11.2015
www.coaching-tools.de
1
Bitte seien Sie so fair und löschen Sie nicht unsere Kopfzeile. Danke!
4. Reflexion auslösen: „Was konkret haben die 12 Verlustarten mit Ihrer Situation zu tun?“ „Wie zeigt sich das?“ „Welche Werte sind betroffen (konfligieren)?“
5. Ableitung von Lösungsideen: „Wie müssten Sie, basierend auf dieser Erkenntnis, mit sich selbst / den Betroffenen umgehen? Wie müssten Sie im
Change kommunizieren?“
Voraussetzungen /
Kenntnisse:
Der Coach benötigt hier (analog zu einer „guten Führungskraft“) ein Menschenbild, das dem Menschen zutraut, selbst zu denken und selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Ist das Gegenteil der Fall, d.h., der Coach denkt z.B. für seinen Kunden, identifiziert der Coach selbst die aus seiner Sicht relevante(n) Verlustart(en) und
animiert dann noch zu einer Lösung, die er selbst für richtig hält. In der Regel
führt dieses Verhalten zu sehr starken Widerständen, da der Coach in seiner
Wahrnehmung der Situation einfach falsch liegen kann. Zudem entsteht so
keine Hilfe zur Selbsthilfe. Der Klient lernt schlichtweg nichts.
Persönlicher Hinweis /
Kommentar /
Erfahrungen:
Idealerweise werden die 12 Verlustarten einzeln nacheinander auf Karten angeboten. Durch diese einerseits haptische und andererseits komplexitätsreduzierende Unterstützung, fällt das Reflektieren in der Regel deutlich leichter.
Kombiniert werden kann dieses Tool mit der gesamten Reflexionshelferreihe
(1–12).
Psychologisch gesehen, geht mit dem Empfinden von Verlust (und Gewinn)
auch ein „Bias“ einher.
Einordnung in den
Coaching-Prozess
nach dem
COACH-Modell:
Das Tool kann drei Bereiche streifen:
Phase 3 (Analyse des Klienten(umfeldes)): Hier unterstützt es die Analyse:
„Haben die Verlustarten eine Relevanz und – wenn ja – welche?“
Phase 4 (Einsatz von Methoden zur Veränderung): Aus der Erkenntnis, welche
Relevanz „Verlust“ für die Veränderung hat, kann eine Einsicht in die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung erfolgen.
Phase 5 (Zielerreichung und Abschluss): Aus der Erkenntnis, die aus der Anwendung der 12 Verlustarten resultiert, können Strategien und Maßnahmen
zur Zielerreichung abgeleitet werden.
Technische Hinweise
und Anlagen:
Materialien: Grafik „12 Verlustarten“ oder 12 Karten mit jeweils einer Verlustart.
Quellen / Weiterführende Literatur:
Janßen, Axel (2013). Handbuch Management Coaching: Konsequent systemisch-konstruktivistisch in Theorie und Praxis. Werdewelt Verlags- und Medienhaus (16. Dezember 2013).
Dauer: 10–20 Minuten
Bei Amazon bestellen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/398153185X/cr
Autor:
Axel Janßen
Corporate Work
Institut für nachhaltige Kompetenzentwicklung
Dipl. Päd. Axel Janßen
Tannenweg 61
22415 Hamburg
Tel.: 040 22 60 80 08
Fax: 040 22 60 53 97
mobil: 0173 441 53 29
04.11.2015
www.coaching-tools.de
2
Bitte seien Sie so fair und löschen Sie nicht unsere Kopfzeile. Danke!
[email protected]
www.corporate-work.net
www.systemische-coachausbildung.de
www.qg-smc.de
04.11.2015
www.coaching-tools.de
3