„Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit.“ Doch was ist

„Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit.“
Dieses Zitat, das nichts an Aktualität verloren hat, ist älter als die Bundesrepublik,
stammt es doch von einem der Gründerväter der deutschen Sozialdemokratie, Kurt
Schumacher.
Es gibt vermutlich kaum einen Spruch, der von Politikern häufiger zitiert wird als
dieser. Jeder Zitierende beansprucht für sich, die Wirklichkeit deutlich oder überhaupt
zu erkennen.
Doch was ist die Wirklichkeit?
Immerhin liegt diese bekanntlich im Auge des Betrachters. Ist es in unserer medial
vernetzten Welt überhaupt noch möglich, die Wirklichkeit zu erfassen und so zu
sehen, wie sie ist? Letzten Endes liegt die große Kunst heutzutage darin, die Flut an
Informationen zu filtern, zu recherchieren und zu sortieren, um zwischen
Verharmlosung einerseits und Übertreibungen - bis hin zu Verschwörungstheorien andererseits die Realität überhaupt erkennen zu können!
Wenn man all diese Faktoren berücksichtigt, wird klar, wie schwierig es ist, eine
realitätsbezogene, tragfähige und zukunftsweisende Politik zu gestalten.
Kommen zu diesen Faktoren noch zusätzliche Krisen
– wie die Euro- und aktuell die Flüchtlingskrise –
hinzu, wird es weitaus schwieriger, gute Politik zu machen.
Nicht zu vergessen der Faktor Zeit! Es gibt Themengebiete, bei denen man sich Zeit
„erkaufen“ kann, wie z.B. in der Euro-Politik. Andere Probleme lassen sich nicht
hinausschieben und fordern uns unmittelbar, wie die aktuelle Flüchtlingskrise zeigt.
Hier sind nicht nur schnelle Lösungen und Veränderungen gefragt, sondern ein
vernunftorientiertes Handeln ist das Gebot der Stunde!
Wer jetzt den Kopf verliert und in Panik verfällt, neigt zu Überreaktionen, die uns von
einem Extrem in das nächste katapultieren.
In diesen Situationen ist es äußerst wichtig, die Wirklichkeit und deren Wirkung auf
die Zukunft zu erkennen. Denn nur wer Entscheidungen mit klarem Kopf und unter
Einsatz der Vernunft treffen kann, ist in der Lage, den uns bevorstehenden
Herausforderungen Herr zu werden.
Für alle Bürger, die die aktuelle Wirklichkeit ungeschönt und ideologiefrei sehen
können und sich vernünftige Lösungen wünschen, anstatt in Resignation oder gar
Ängste zu verfallen, für all diese Bürger möchte ich mit großem Einsatz
verantwortungsvoll meinen Beitrag
für eine zukunftsorientierte Gesellschaft der Mitte leisten.
Einstehen möchte ich auch für unsere Kinder. Ihnen möchte ich später mit offenem
Blick begegnen und ihre kritischen Fragen guten Gewissens beantworten können.