Selbstbewusst und zuversichtlich: Junge Männer zeigen sich

Medienmitteilung
Anita Müller
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«Konsumenten in der Schweiz: Aktuelle Lage und Ausblick 2016» von EY
Selbstbewusst und zuversichtlich: Junge Männer zeigen sich
zufrieden mit finanzieller und wirtschaftlicher Situation
Die Zufriedenheit der Konsumenten in der Schweiz liegt deutlich höher als noch im
Vorjahr. Männer bis 35 Jahre sind besonders glücklich mit der aktuellen Situation und
sehen auch ihrer wirtschaftlichen Zukunft optimistisch entgegen. Der Ausblick aufs
neue Jahr sorgt aber längst nicht bei allen Verbrauchern für Euphorie. 83 Prozent
rechnen nicht damit, dass sich ihre persönliche finanzielle Lage verbessern wird.
ZÜRICH, 11. JANUAR 2016 – Die Schweizer Verbraucher blicken dem Jahr 2016
zuversichtlich entgegen, was die eigene Finanzlage betrifft. 54 Prozent der Befragten sehen
ihre persönliche finanzielle und wirtschaftliche Situation als positiv, während nur gerade sechs
Prozent unzufrieden sind, wie aus der aktuellen EY-Studie «Konsumenten in der Schweiz:
Aktuelle wirtschaftliche Lage und Ausblick 2016» hervorgeht. Im Vorjahr lag die Zufriedenheit
sieben Prozentpunkte tiefer, die Unzufriedenheit lag mit acht Prozent leicht höher.
Junge Männer besonders zufrieden
Auf die Frage, wie sie die persönliche finanzielle und wirtschaftliche Situation beurteilen,
zeigen sich vor allem die jungen Verbraucher bis 35 Jahre zufrieden: 61 Prozent empfinden
ihre Situation als positiv. Im Geschlechtervergleich zeigen sich 55 Prozent der Männer und 53
Prozent der Frauen als zufrieden. Allerdings beurteilen acht Prozent der Frauen ihre Situation
als negativ, während dies bei den männlichen Befragten nur vier Prozent zu Protokoll gaben.
Die Zufriedenheit nach Altersklassen zeigt ein klares Bild: Mit dem Alter steigt die
Unzufriedenheit und sinkt erst nach der Pensionierung wieder etwas ab. Bruno Chiomento,
CEO bei EY Schweiz, zeigt sich besorgt über die abnehmende Zufriedenheit mit steigendem
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Alter: «Es machen sich mehr Menschen in der Schweiz Sorgen um ihre wirtschaftliche Lage
als man denkt. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Unzufriedenheit mit dem
eigenen Einkommen über steigende finanzielle Belastungen bis hin zu existenziellen
finanziellen Ängsten.» Wenig überrascht der Blick auf die Zufriedenheit nach Gehaltsklasse:
Mit zunehmendem Einkommen steigt der Anteil zufriedener Menschen.
Ausblick trüber als im Vorjahr
An eine positive Entwicklung der persönlichen wirtschaftlichen und finanziellen Situation glaubt
in der Schweiz nur noch knapp jeder sechste Konsument. Fast drei Viertel aller Befragten
glauben, dass sich 2016 keine Änderungen ergeben werden. Die Zahl der Pessimisten ist mit
elf Prozent (Vorjahr zehn Prozent) nur leicht gestiegen.
Auch für die Zukunft zeigt sich eine klare Tendenz. Junge Konsumenten bis 35 Jahre sind
optimistisch. Fast jeder Dritte geht davon aus, dass sich die persönliche wirtschaftliche Lage
2016 verbessern wird. Die Altersklasse von 56 bis 65 Jahren sieht das kommende Jahr
düsterer. Ganze 17 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Situation, während nur
gerade 6 Prozent einen Aufwärtstrend voraussehen. «Diese Altersgruppe macht sich Sorgen
über ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation. Kaum jemand hat einen garantierten
Arbeitsplatz bis zur Pensionierung. Viele fürchten sich davor, von jüngeren Mitarbeitenden
verdrängt zu werden oder dass ihr Job ins Ausland verlagert wird. Unternehmen tun daher gut
daran, sich der Qualitäten älterer Mitarbeitender bewusst zu werden und ein Umfeld zu
schaffen, in dem sich diese einbringen können», kommentiert Bruno Chiomento die
Umfrageergebnisse.
Ähnlich wie schon im Vorjahr sehen die Erwartungen der Konsumenten in der Schweiz zur
Wirtschaftsentwicklung aus. Während mehr als die Hälfte aller Befragten keine Veränderungen
erwartet, gehen 15 Prozent von einer Verbesserung der Konjunktur aus. Gut jeder Vierte
rechnet mit einer Eintrübung der Wirtschaftslage in der Schweiz.
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Zufriedenheit mit Lebensstandard sinkt mit zunehmendem Alter
Auf die Frage hin, wie sich der Lebensstandard in den letzten zehn Jahren verändert hat,
gaben in der aktuellen Umfrage 40 Prozent der Konsumenten an, eine positive Entwicklung
erlebt zu haben. Weitere 40 Prozent empfinden die Situation als unverändert. Jeder fünfte
Befragte berichtet von einem gesunkenen Lebensstandard.
Die Altersklassen zeigen auch hier ein ungleiches Bild auf: Die Befragten unter 55 Jahren
konnten offenbar in den letzten zehn Jahren eine klar stärkere Verbesserung ihres
Lebensstandards verzeichnen als die älteren Personen. Während rund die Hälfte der
Verbraucher bis 55 Jahre eine Verbesserung des Lebensstandards erlebte und nur rund
15 Prozent einen gesunkenen Lebensstandard angeben, verzeichneten 38 Prozent der 56- bis
65-Jährigen eine positive Entwicklung und 23 Prozent bewerten ihre derzeitige Situation als
schlechter als vor 10 Jahren. In der Altersgruppe ab 65 Jahren sieht gar nur jeder Fünfte eine
Verbesserung des persönlichen Lebensstandards im letzten Jahrzehnt. Jeder vierte
Verbraucher in der Kategorie 65plus hat einen Rückschritt erlebt.
Um ihren Arbeitsplatz machen sich die meisten Befragten keine Sorgen. 28 Prozent halten
ihren Job für sicher, 54 Prozent sogar für sehr sicher. Gegenüber dem Vorjahr ist die
Unsicherheit allerdings spürbar gestiegen. Fast jede fünfte Person empfindet den eigenen Job
als unsicher oder sehr unsicher. Vor der Pensionierung steigt diese Unsicherheit sogar noch
an.
Mehr Geld für Urlaub – weniger für Haus und Wohnung
Die Konsumenten in der Schweiz wollen ihre Ausgaben im neuen Jahr grundsätzlich eher
reduzieren. Unterhaltungselektronik, grössere Einzelanschaffungen und Investitionen in Haus
oder Wohnung werden in der Umfrage am meisten genannt. Tiefer in die Brieftasche greifen
die Menschen dafür für Urlaub. 27 Prozent aller Befragten wollen mehr Geld für Erholung
ausgeben. «Günstige Konditionen im Euroraum, sinkende Preise dank erstarktem Wettbewerb
im Inland sowie attraktive Zinsen auf dem Hypothekarmarkt haben die Menschen in der
Schweiz dazu bewogen, sich mit Konsumgütern, Autos oder Wohneigentum einzudecken»,
fasst Martin Gröli, Leiter Retail & Consumer Products bei EY Schweiz, die Umfrageresultate
zusammen. «Viele Verbraucher werden ihre Budgets im neuen Jahr eher schonen, gleichzeitig
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wollen viele aber auch Ausgleich zum Alltag schaffen und sind dafür bereit, etwas mehr für
Erholung in den Ferien auszugeben.»
Informationen zur Studie
Die vorliegende Studie basiert auf einer Befragung von 500 volljährigen Verbrauchern in der Schweiz.
Die Befragung wurde durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut im Auftrag von EY durchgeführt.
Die telefonischen Interviews werden seit 2009 jährlich zum Jahresende durchgeführt. Im Jahr 2013
wurden keine Daten erhoben.
EY | Assurance | Tax | Transactions | Advisory
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dank gut ausgebildeter Mitarbeitender, starker Teams sowie ausgezeichneter Dienstleistungen und
Kundenbeziehungen bestens gerüstet. Building a better working world: Unser globales Versprechen ist
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