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Presse-Information
Press release
Communiqué de presse
Bilanzpressekonferenz
Augsburg, 22. März 2016
KUKA Aktiengesellschaft
KUKA erzielt Rekordergebnis und baut seine Stärke in
Industrie 4.0 weiter aus
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Fax +49 821 797 5213
KUKA hat die Guidance 2015 erfüllt
Auftragseingang stieg auf 2,8 Mrd. € (+27,4%)
Umsatzerlöse erreichten mit rund 3,0 Mrd. € Rekordniveau (+41,5%)
EBITDA stieg signifikant um 39,8% auf 259,1 Mio. €
EBIT stieg auf 194,3 Mio. € vor Kaufpreisallokation für Swisslog
(Vorjahr 141,8 Mio. €), EBIT-Marge lag damit bei 6,6%. Bereinigt um
die Verkaufsgewinne zweier Tochtergesellschaften lag die EBIT-Marge
bei 6,1%
Dividendenvorschlag von 0,50 € je Aktie (Vorjahr 0,40 € je Aktie)
KUKA hat das Geschäftsjahr 2015 mit Rekordumsätzen abgeschlossen.
Der Konzern setzte sein profitables Wachstum weiter fort und übertraf
erneut die Kennzahlen des Vorjahres. Aufgrund der weltweit starken
Nachfrage nach Robotern und Automatisierungslösungen stiegen sowohl
Auftragseingang und Umsatz als auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und
Abschreibungen
(EBITDA)
mit
zweistelligen
prozentualen
Wachstumsraten. Zum Auftragseingangs- und Umsatzrekord trug auch die
erstmalige Konsolidierung von Swisslog bei.
Die Guidance für das Jahr 2015 ist erfüllt: Der Umsatz lag mit rund 3,0 Mrd.
€ über dem Zielwert von rund 2,9 Mrd. €. Die EBIT-Marge lag vor
Kaufpreisallokation für Swisslog bei 6,6% und damit im angekündigten
Rahmen von 6,5 bis 7,0%. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr
2015, in dem wir drei wichtige Wachstumstreiber vorangetrieben haben: die
Integration von Swisslog, die globale Ausrichtung an unseren strategischen
-1-
Katrin Stuber-Koeppe
Pressesprecherin
Leiterin Corporate
Communications
[email protected]
www.kuka.com
Fokusmärkten sowie unsere Aufstellung im Bereich Industrie 4.0“, betont
Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG.
Auftragsplus durch strategische Ausrichtung auf Fokusmärkte
Die Auftragseingänge erreichten 2.838,9 Mio. € und übertrafen damit den
Vorjahreswert deutlich um 27,4% (2014: 2.229,0 Mio. €). Der Anteil von
Robotics lag bei 891,2 Mio. € (+10,6%), von Systems bei 1.428,1 Mio. €
(-1,9%) und von Swisslog bei 551,8 Mio. €.
Umsatzerlöse auf Rekordniveau
Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns wuchsen auf
insgesamt
2.965,9 Mio. € (+41,5%) und erreichten damit im Jahr 2015 einen neuen
Rekordwert. Bereits im Vorjahr konnte KUKA mit 2.095,7 Mio. € einen
Bestwert erzielen und die Zwei-Milliarden-Marke überschreiten. Auf
vergleichbarer Basis wurde auch ohne Swisslog ein neues Allzeithoch
erreicht. Die Geschäftsbereiche Robotics (909,6 Mio. €; +9,0%) und
Systems (1.471, 7 Mio. €; +14,5%) trugen hierzu mit Bestwerten bei. Der
Beitrag von Swisslog lag bei 620,8 Mio. €.
Zum Anstieg der Auftragseingänge hat unter anderem die bereits im
Vorjahr begonnene, konsequente Ausrichtung des Vertriebs auf die
Fokusmärkte Automotive, Aerospace, Electronics, Consumer Goods, Metal
Industry, Energy, Healthcare und E-Commerce beigetragen. Der Konzern
verzeichnete
einen
branchenübergreifenden
Zuwachs
an
Auftragseingängen sowie einen Anstieg der Auftragseingänge im Bereich
Service. Aus der Automobilindustrie waren darüber hinaus bedeutende
Einzelumsätze zu verzeichnen. Die Umsätze des Geschäftsbereichs
Swisslog entfielen zu etwa zwei Dritteln auf den Bereich der Lagerlogistik
und zu einem Drittel auf die Krankenhauslogistik.
Bezüglich der Regionen haben insbesondere Nordamerika und China 2015
zum Zuwachs der Auftragseingänge beigetragen. Einen starken Zuwachs
der Umsatzerlöse verzeichnete der Geschäftsbereich Robotics ebenfalls im
asiatischen Markt, vor allem in China, der mittlerweile weltgrößte Markt für
roboterbasierte Automatisierung. Den größten Einzelumsatz erzielte der
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Geschäftsbereich Systems mit einem nordamerikanischen Unternehmen
der Flugzeugindustrie.
Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu
Umsatzerlösen, lag zum Jahresende 2015 im Konzern bei 0,96
(2014: 1,06) und signalisiert ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen
Aufträgen und Umsatz.
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende
2015 einen Wert von 1.639,0 Mio. €. Dies ist gegenüber dem Stichtagswert
des Vorjahres eine Rückgang von 3,7% (2014: 1.702,5 Mio. €). Der nach
wie vor hohe Auftragsbestand entspricht über 50% der Jahresumsätze.
Dies sichert im Geschäftsjahr 2016, und bei langfristigen Aufträgen
teilweise auch bereits für 2017, eine hohe Auslastung.
Gutes EBIT trotz Belastungen aus Swisslog Integration
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
erhöhte sich im KUKA Konzern signifikant um 39,8% von 185,3 Mio. € im
Vorjahr auf 259,1 Mio. € im Jahr 2015. Ohne Swisslog lag das EBITDA bei
234,6 Mio. €. Damit lag die EBITDA-Marge 2015 bei 8,7% bzw. ohne
Swisslog
bei
10,0%
(2014:
8,9%).
Nach
Bereinigung
um
die
Veräußerungsgewinne des Bereichs Werkzeugbau und der HLS Gruppe
belief sich die EBITDA-Marge des KUKA Konzerns auf 8,3%. Das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern lag ohne die
Berücksichtigung der Kaufpreisallokation für Swisslog bei 194,3 Mio. €
(2014: 141,8 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug 6,6%. Unter Einbezug der
Kaufpreisallokation für Swisslog belief sich das EBIT auf 135,6 Mio. € und
die EBIT-Marge auf 4,6%. Beim EBIT sind Buchgewinne durch den Verkauf
der HLS Gruppe und des Bereichs Werkzeugbau in niedriger zweistelliger
Millionenhöhe berücksichtigt. Bei Bereinigung dieser Veräußerungen
resultiert eine EBIT-Marge von 6,1%.
Das EBITDA von Robotics erhöhte sich von 112,0 Mio. € im Jahr 2014 auf
einen neuen Rekordwert von 126,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-
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Marge lag mit 13,9% über dem Vorjahresniveau von 13,4%. Der
Geschäftsbereich Robotics konnte mit 100,2 Mio. € erstmals ein EBIT von
über 100 Mio. € erzielen (+12,7%). Die EBIT-Marge lag mit 11,0% ebenfalls
leicht über dem Vorjahr (2014: 10,7%).
Im Geschäftsbereich Systems stieg das EBITDA von 97,4 Mio. € im Jahr
2014 auf den neuen Rekordwert von 135,6 Mio. €. Die EBITDA-Marge des
Bereichs stieg von 7,6% im Jahr 2014 auf 9,2% im Jahr 2015. Der
Geschäftsbereich Systems steigerte um 43,0% sein EBIT von 80,2 Mio. €
auf 114,7 Mio. € im Jahr 2015. Die EBIT-Marge bei Systems lag bei 7,8%.
Die positive Margen-Entwicklung ist vor allem auf die gute Nachfrage, die
entsprechende Auslastung sowie auf die Buchgewinne und die erfolgreiche
Umsetzung
der
Effizienzmaßnahmen
zurückzuführen.
Ohne
die
Berücksichtigung der Buchgewinne lag die EBIT-Marge bei 6,9% (Vorjahr
6,2%).
Das EBITDA von Swisslog betrug 24,5 Mio. €, die EBITDA-Marge lag bei
3,9% bzw. bereinigt um Sonderaufwendungen bei 5,3%. Swisslog
verbuchte ein erwartetes negatives EBIT von -45,9 Mio. € inklusive
58,7 Mio.
€
Aufwand
aufgrund
der
Kaufpreisallokation.
Vor
Kaufpreisallokation erzielte der Geschäftsbereich ein EBIT von 12,8 Mio. €,
was einer EBIT-Marge von 2,1% entspricht. Ohne die enthaltenen
Integrationskosten in Höhe von rund 8 Mio. €, lag die EBIT-Marge bei
3,4%. Sowohl im dritten als auch im vierten Quartal 2015 lagen die EBITMargen jeweils über 3%. Darin spiegelt sich die erfolgreiche Integration von
Swisslog in den KUKA Konzern wider.
Ergebnis nach Steuern deutlich gesteigert
Auf Konzernebene erreichte KUKA ein Ergebnis nach Steuern von
86,3 Mio. € (2014: 68,1 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von
26,7%, die trotz der stark belastenden Effekte aus dem Erwerb der
Swisslog Gruppe erzielt werden konnte. Das Ergebnis je Aktie verbesserte
sich entsprechend von 1,99 € im Vorjahr auf 2,39 € im Jahr 2015. Daher
schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr
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2015 eine Dividende von 0,50 € je Aktie zu zahlen. Im Jahr 2014 wurde
eine Dividende von 0,40 € je Aktie gezahlt.
Der Free Cashflow lag im Jahr 2015 im KUKA Konzern bei 95,7 Mio. €. Im
Vorjahr war der Free Cashflow insbesondere aufgrund der Akquisition der
Swisslog Gruppe mit -172,2 Mio. € noch deutlich negativ. Bereinigt um
diese Akquisition lag der Free Cashflow in 2014 bei 89,8 Mio. €.
Das Eigenkapital stieg per 31. Dezember 2015 um 35,4% auf 732,5 Mio. €
(2014: 541,1 Mio. €). Hierzu trugen das hohe Ergebnis nach Steuern, die
Unterschiede aus der Währungsumrechnung sowie die Wandlung von
Anteilen an der Wandelschuldverschreibung in 2,8 Mio. neue KUKA Aktien
bei. Trotz der Ausweitung der Bilanzsumme um 20,3% konnte KUKA die
Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 27,3% auf 30,8% erhöhen.
Personalaufbau in strategisch wichtigen Bereichen
Die konzernweiten Mitarbeiterzahlen lagen zum Jahresende 2015, trotz
der Veräußerung des Bereichs Werkzeugbau sowie der HLS Gruppe bei
insgesamt 12.300 (2014: 12.102). Neueinstellungen gab es vor allem
aufgrund des Wachstums in den strategisch wichtigen Regionen China und
Nordamerika. Weiterhin wurde Personal im Bereich Forschung und
Entwicklung
aufgebaut,
um
im
dynamischen,
internationalen
Wettbewerbsumfeld unsere Stärke in der Industrie 4.0 auszubauen.
Erwartetes Umsatzwachstum vor allem durch gute Nachfrage aus
Nordamerika und China
Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen
erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus
den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die
Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt nahezu stabil entwickeln
können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry
eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der
teilweise niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in
einigen Teilbereichen und zum anderen an neuen Robotertypen und
Technologien,
-5-
die
es
ermöglichen,
bisher
wenig
automatisierte
Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie sind
die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich
gestiegen. Die Nachfrage sollte sich daher in 2016 insgesamt relativ stabil
entwickeln, mit positiver Entwicklung in den USA und in China.
KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und
Wechselkurse im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €.
Beide Kundensegmente – General Industry und Automotive – und aus
regionaler
Sicht
China
Umsatzentwicklung
konjunkturellen
und
beitragen.
Nordamerika
Unter
Rahmenbedingungen
sollten
Voraussetzung
und
positiv
der
der
zur
aktuellen
erwarteten
Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge
von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog erreichen zu
können.
In
2016
sollten
sich
die
Wachstumsinvestitionen
in
die
konzernübergreifende Weiterentwicklung von Lösungen für Industrie 4.0, in
die General Industry und in China auf die EBIT-Marge auswirken.
Zusätzlich werden höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung
und Einführung neuer Produkte erwartet. Die Einführungen der ProjectLifecycle-Management Software bei Systems und einer konzernweiten
ERP-Software werden in 2016 zu leicht höheren Kosten als in 2015 führen,
die jedoch in den Folgejahren dazu beitragen werden, die Effizienz deutlich
zu steigern. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in
2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr
sein.
„2016 steht für uns klar die Digitalisierung der Produktion und Logistik im
Fokus. KUKA hat nicht nur die Technologien und Produkte für die Smart
Factory, sondern verfügt zudem auch über das notwendige ProzessKnowhow“, so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG. Wir
arbeiten weiter an neuen Geschäftsmodellen und Möglichkeiten, über
Plattformen Daten gemeinsam mit unseren Kunden zu nutzen. Wir werden
den digitalen Wandel gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern
gestalten. In 2016 erwarten wir Umsatzerlöse von mehr als 3 Mrd. € bei
einer EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation aufgrund
erhöhter Investitionen in Industrie 4.0“
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Der vollständige Geschäftsbericht 2015 ist im Internet abrufbar unter
http://www.kuka-ag.de/de/investor_relations/presentations/
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K U K A AK TI E NGESEL LSC H AF T
Die KUKA Aktiengesellschaft ist ein international tätiger Konzern mit einem Umsatz von rund 3 Mrd.
EUR und 12.300 Mitarbeitern in aller Welt. Von der Komponente über die Zelle bis hin zur
vollautomatisierten Anlage bietet KUKA seinen Kunden überall auf der Welt Lösungen durch
Automatisierung. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Robotik,
Automation und im Anlagenbau. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Augsburg. Rund 100
Gesellschaften operieren international für die Kunden aus der Automobilindustrie und der General
Industry.
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