115-Jahresbericht 2014

newsletter
CONET: ZuverlŠssiger IT-Partner
der šffentlichen Verwaltung
E-Government, Informationstechnologie und Politik
Nr. 726 Berlin und Bonn
Meldungen
Rahmenvertrag geschlossen
(BS) Dell und der kommunale hessische
IT-Dienstleister ekom21 haben einen Rahmenvertrag mit einem Gesamtvolumen
von rund 15 Mio. Euro geschlossen. Er
beinhaltet Technologien aus sämtlichen
Geschäftsbereichen von Dell und umfasst Komponenten für komplette IT-Infrastrukturen. Dazu zählen jeweils rund
20.000 PCs, 3.500 Notebooks, 1.000 Thin
Clients, 10.000 Monitore, 200 Server, 500
Storage-Einheiten und 100 NetworkingKomponenten.
Ärzte-Tablet
(BS) Das Gemeinschaftskrankenhaus
Bonn verabschiedet sich von Patientenakten in Papierform. Die Telekom hat in der
Klinik ein digitales Informationssystem
mit 200 iPad minis installiert. Dafür hat
das Gemeinschaftskrankenhaus ca. eine
halbe Million Euro investiert. Die Ärzte
und Pflegekräfte arbeiten per Tablet mit
Befunden, Diagnosen oder Röntgenaufnahmen.
Viele Informationen können direkt am
Patientenbett erfasst werden. Außerdem
können Ärzte ihren Patienten per iPad
mini Befunde besser erklären. Die Ärzte
führen online zudem einen Arzneimitteltherapie-Sicherheitscheck durch, um
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.
Inhalt/Themen
Inhalt/Themen
Milliarden für den Breitbandausbau.......2
01. Juli 2015
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ISSN 1867-1993
29.10.09 16:19
EGovG NRW – Erster Entwurf steht
(BS) Nordrhein-Westfalen hat sein E-GovernmentGesetz (EGovG NRW) auf
den Weg gebracht. “Das
Gesetz ist ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung
der Verwaltung und zum
Bürokratieabbau. Es verbessert die elektronische
Kommunikation zwischen
Bürgerinnen und Bürgern,
Unternehmen und Verwaltung”, sagte Innenminister
Ralf Jäger. “Viele Behördengänge können sich die
Menschen in NRW in Zukunft sparen. Gerade im di- Über eine Onlineplattform können Bürger den GesetzesentFoto: BS/c rawpixel/Fotolia
gitalen Zeitalter ist das eine wurf noch beeinflussen.
berechtigte Erwartung an
Bürgerbeteiligung am
eine moderne Verwaltung”, so der InnenGesetzesentwurf
minister weiter.
Wie das E-Government-Gesetz konkret
Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor,
dass die Behörden des Landes bis 2022 ih- aussehen wird, wenn es in den Landtag
re Akten elektronisch führen sollen. Damit eingebracht wird, können die Bürger noch
werden auch eine elektronische Aktenein- selbst mit beeinflussen. Zeitgleich zur
sicht sowie ein elektronischer Abruf des Anhörung von Verbänden und zivilgesellVerfahrensstandes möglich sein. Bei der schaftlichen Organisationen, die in den
Umsetzung des Gesetzes sollen Sicher- nächsten Wochen erfolgen wird, können
heitsstandards und der Datenschutz eine alle Interessierten ihre Meinung zu dem
wichtige Rolle spielen. Und auch die Nutzer- Gesetzesentwurf über die Onlineplattform
freundlichkeit – insbesondere der barriere- https://egovg.nrw.de mitteilen, kommenfreie Zugang zu den Verwaltungsangeboten tieren, bewerten und sich miteinander austauschen.
– wird bedacht.
Für die mobile Verwaltung
Die Behörden Spiegel App
Streit um Sonderermittler.......................3
Online-Dating im Fokus der Behörden...5
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Deutsche Verwaltung ist Schlusslicht.....7
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Breitband
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
2
1,3 Milliarden für den Breitbandausbau
(BS) Niedersachsen erhält 57 Millionen Euro zusätzlich für den Breitbandausbau. Dies
hat Wirtschaftsminister Olaf Lies vergangene Woche in Hannover angekündigt. Damit
fließt der Landesanteil aus der Frequenzversteigerung durch die Bundesnetzagentur in Höhe von 57 Millionen Euro komplett
in den Breitbandausbau. Insgesamt stehen
dem Land in den nächsten Jahren mehr als
1,3 Mrd. Euro für den Breitbandausbau zur
Verfügung.
“Eine der großen Herausforderungen in
unserem Flächenland, die wir schnellsten
lösen wollen, ist der Breitbandausbau. Das
hat nicht nur für die fast acht Millionen
Bürgerinnen und Bürger hohe Bedeutung,
sondern gilt insbesondere auch für die niedersächsische Wirtschaft. Viele Unternehmen haben dies immer wieder als eines der
größten Probleme benannt. Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets
hat für uns höchste Priorität. Keiner darf
bei uns im Land vom schnellen Internet
abgehängt bleiben”, begründete Lies die
Mittelvergabe.
Laut Lies sollen die zusätzlichen Mittel
vor allem für die Förderung kommunaler
Breitbandprojekte auf Landkreisebene verwendet werden. Damit verdoppelt sich die
Fördersumme der 2014 gestarteten Breitbandoffensive des Landes auf rund 120 Millionen Euro. Ferner geht der Wirtschaftsminister davon aus, dass es gelingen kann,
weitere 200 Millionen Euro Fördergelder
aus dem geplanten Breitband-Förderpro-
gramm des Bundes zu
generieren. Darüber
hinaus würden dem
Land weiterhin eine Milliarde Euro der
Europäischen Investitionsbank (EIB) und
regionaler Banken und
Sparkassen zur Verfügung stehen. “Wir
landen bei rund 1,3
Milliarden Euro, die
wir in den Ausbau des
schnellen
Internets
zügig stecken können.
Das ist ein großer Erfolg für uns”, zieht Lies
Fazit.
“Der Breitbandausbau ist ein zentrales Infrastrukturprojekt dieser Landesregierung und die zwingende Voraussetzung, um von
der Digitalisierung zu profitieren und die Wettbewerbsfähigkeit
Niedersachsens zu sichern”, betonte Niedersachsens WirtschaftsFoto: BS/Klaus-Peter Wolf/www.pixelio.de
minister Olaf Lies. Breitbandausbau in Nordrhein-Westfalen
(BS) Wie sich der Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes in Nordrhein-Westfalen
realisieren lässt, diskutierten Vertreter der Städte und Kreise in NRW vergangene Woche
mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister
Johannes Remmel und dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Rainer Bomba
in Düsseldorf.
Die Landesregierung unterstützt die Kommunen einerseits mit konkreten Förderungen,
andererseits mit Angeboten für Beratung und Vernetzung.
Für alle Maßnahmen stehen etwa 200 Millionen Euro zur Verfügung. Diese setzen sich zusammen aus 60 Millionen Euro aus dem NRW-Programm “Ländlicher Raum 2014-2020”,
mindestens zehn Millionen Euro für den Anschluss von Gewerbegebieten an ein Breitbandnetz aus dem EU-Förderprogramm EFRE, drei Millionen für Beratungsleistungen
über das Breitband-Consulting sowie dem Anteil des Landes aus der Frequenzversteigerung in Höhe von mindestens 125 Millionen Euro.
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Nr. 726 Juli 2015
Datenschutz
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
3
Streit um Sonderermittler
(BS) Der ehemalige Verwaltungsrichter Dr.
Kurt Graulich soll nach übereinstimmenden
Medienberichten im Zuge der NSA-Affäre
als Sonderermittler eingesetzt werden. Seine offizielle Benennung soll noch heute im
Laufe des Tages erfolgen. Der Sonderermittler darf die Selektorenlisten einsehen, die
von der National Security Agency (NSA) an
den Bundesnachrichtendienst (BND) übermittelt wurden. Auf Grundlage der dort enthaltenen Suchbegriffe, IP-Adressen, URLs
oder auch Telefonnummern spioniert der
BND für die NSA Ziele in Europa aus.
Der 65-jährige Graulich war von 1999 bis
zu seiner Pensionierung 2015 Richter am
Bundesverwaltungsgericht und zuvor acht
Jahre lang als Leitender Ministerialrat im
hessischen Justizministerium tätig. Er gilt
nicht als IT-Fachmann, auch wenn er während seiner Richtertätigkeit für die Bereiche
Geheimdienst- Telekommunikations- und
Polizeirecht zuständig war.
Skeptiker bemängeln daher,
dass ihm kein IT-Spezialist zur
Seite gestellt wird, der ihm dabei hilft, die Selektoren auszuwerten.
Die Regierungskoalition hatte
die Einrichtung des Sonderermittlers in der NSA-Affäre als
Kompromiss vorgeschlagen,
da sie es wie auch die US-Regie- Als Sonderbeauftragter wäre Graulich zur Verschwiegenrung ablehnt, dem Parlament heit verpflichtet. Über seine Erkenntnisse darf er gegendie Listen mit den Suchbegrif- über einigen Gremien im Parlament nicht zu sehr ins Detail
Foto: BS/Dennis Skley/cc by nd 2.0/www.flickr.com
fen vorzulegen. Zu groß sei die gehen. Gefahr, dass streng vertrauliche Informationen nach außen gelangen.
tung eines Sonderermittlers. Ihnen geht
Die Amerikaner lehnen auch die Einrich- die Veröffentlichung gegenüber nur einer
tung eines Sonderermittlers ab, da eine Ver- Person nicht weit genug. Grüne und Linke
öffentlichung der Listen Staatsgeheimnisse haben angekündigt, notfalls vor das Bundesverraten würde. Auch die Oppositionspar- verfassungsgericht zu ziehen, falls die Listen
teien im Bundestag sind gegen die Einrich- dem Parlament vorenthalten werden.
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Nr. 726 Juli 2015
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Datenschutz
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
5
Partnerschaftsbörsen im Fokus der Aufsichtsbehörden
(BS) Die Datenschutzaufsichtsbehörden
von Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg haben mit einer länderübergreifend
koordinierten Überprüfung der Beachtung
des Datenschutzes bei Online-Partnerschaftsbörsen begonnen. Den Prüfungen
liegt ein einheitlicher Fragenkatalog zugrunde, der zwischen den Behörden abgestimmt
wurde. Damit soll in dem überregional funktionierenden Markt der Partnervermittlung
in Deutschland ein möglichst einheitlicher
Datenschutzstandard zugrunde gelegt bzw.
erreicht werden.
Datenschutzaufsichtsbehörden erhalten
immer wieder Beschwerden über Partnerschaftsbörsen, die sich im Einzelfall zwar
meist im Sinne der Betroffenen lösen lassen. Doch bislang fehlt ein tiefergehender
Einblick in die Arbeitsweise dieser Unternehmen und das dort herrschende Datenschutzniveau. Die Menge und Art der Daten,
die zur Partnersuche auf diesen Portalen
ein- und preisgeben werden, führen zu einer hohen Sensibilität der Informationen.
Denn sie geben einen umfassenden Einblick
in die Persönlichkeit der Betroffenen. Daher
ist es von überwiegendem Interesse für die
Betroffenen, dass in dieser Branche Datenschutz eine zentrale Rolle spielt und ein
möglichst hohes Schutzniveau eingehalten
wird.
“Menschen,diePartnerunterEinschaltung
von professionellen Vermittlungsdiensten
suchen, sind in besonderer Weise schutzwürdig. Es muss sichergestellt werden, dass
deren Vertrauen auf die Einhaltung der nationalen Vorgaben des Datenschutzrechts,
aber auch auf den erforderlichen Standard
der Datensicherheit nicht enttäuscht wird.
Die gemeinsame Überprüfung der OnlinePartnerbörsen soll dazu beitragen”, erklärte
hierzu Johannes Caspar, der Hamburgische
Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.
In einem ersten Schritt wurde insgesamt
16 Anbietern von Partnervermittlungsdiensten ein Fragebogen gesandt, dessen
Beantwortung unter anderem Aufschluss
über die Transparenz der Datenverarbeitung gegenüber den Nutzern, den Umfang
der von den Nutzern angeforderten Daten,
Nr. 726 Juli 2015
Datenschutzaufsichtsbehörden erhalten immer wieder Beschwerden über Partnerschaftsbörsen. Bislang fehlt ein tiefergehender Einblick in die Arbeitsweise dieser Unternehmen
und das dort herrschende Datenschutzniveau.
Foto: BS/Don Hankins/cc by 2.0/www.flickr.com
die Datenübermittlungen an Dritte, Maßnahmen der technischen und organisatorischen Datensicherheit und das Tracking des
Nutzerverhaltens geben soll.
Die Prüfungen werden sich über mehrere
Monate erstrecken und sollen eventuell auf
weitere Anbieter von Partnervermittlungsdiensten ausgeweitet werden.
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IT-Sicherheit
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
6
Nachwuchs-Projekte für mehr Netzsicherheit ausgezeichnet
(BS) Der Parlamentarische Staatssekretär
beim Bundesminister des Innern, Dr. Ole
Schröder, hat am Montag im Rahmen des 2.
Jahreskongresses von Deutschland sicher
im Netz e.V. (DsiN e.V.) in Berlin die Preise
an die Gewinner des ersten bundesweiten
Jugendwettbewerbs myDigitalWorld für
mehr digitale Sicherheit vergeben.
Der erstmals ausgetragene Wettbewerb wird vom Bundesminister des Innern, DsiN e.V. und Unterstützern aus
der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft
gefördert.
Insgesamt wurden neun Projekte zur Förderung von digitalen Kompetenzen und
Netzsicherheit ausgezeichnet. Der Wettbewerb stieß dabei auf eine beachtliche
Resonanz bei den Jugendlichen. Allein auf
der entsprechenden Facebook-Seite gab es
eine Beitragsreichweite von bis zu 10.000
Klicks pro Tag.
Schröder lobte die Preisträger für ihre “frischen Idee”, um sicher und souverän mit
dem Internet umzugehen. Das große Engagement der Jugendlichen motiviere Mitschüler und Freunde für mehr Sicherheit im
Netz, habe Vorbildcharakter und verdiene
es, ausgezeichnet zu werden, so der Parlamentarische Staatssekretär.
Die Gewinner der
jeweiligen Kategorien
sind:
Innovativ Entwickeln
“Network Moonzean” aus Hannover:
Zwei Schüler (beide
16) haben ein soziales
Netzwerk entwickelt,
“dem man vertrauen
kann”, mit hohen Da- Gruppenaufnahme der Gewinner des Jugendwettbewerbs myDitenschutz-Standards gitalWorld. Foto: BS/DsiN
und Verschlüsselung.
Jugendmedienzentrum T1 aus Tannenlohe
Sozial Engagieren
ein Zeichen gegen Cybermobbing.
“Mein Smartphone - Ein Spion in meiner
Publikumspreis
Hosentasche?” aus Bingen: Die MedienDer Publikumspreis wurde durch ein Onscouts (15) der Realschule Plus am Scharlachberg erklären in ihrem Video-Clip, wie line-Voting ermittelt und ging an “Zusameinfach sichere Smartphone-Nutzung funk- men was verändern” aus Heiligenhaus: Die
tioniert.
Projektidee dreier Schüler aus Heiligenhaus
(18) kombiniert zwei bestehende OnlinePartizipationsplattformen zum Jugendrat
Kreativ Gestalten
“Cybermobbing hinterlässt Narben” aus Heiligenhaus mit dem Informationsforum
Waldsassen (Bayern): Mit ihrem Filmspot “Safety Click”.
setzen Schülerinnen (15 und 16) der MädHier sollen Eltern in Zukunft hilfreiche Anchenrealschule der Zisterzienserinnen in leitungen und Tipps zum Schutz ihrer Kinder
Waldsassen in Zusammenarbeit mit dem im Netz finden.
Münchner Cyber Dialog
NEUER TERMIN!
21. Oktober 2015,
Münchner
CYBER Dialog
München
www.muenchner-cyber-dialog.de
Über den Kongress
Die Konferenz stellt eine Dialogplattform zwischen Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung dar, um die gesamtgesellschaftlichen Chancen und Risiken des Digitalisierungsprozesses zu erörtern.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung hochwertiger,
sicherer und vertrauenswürdiger IT-Infrastruktur als Basis industrieller Produktion und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung in
Deutschland.
Der Dialog dient als Katalysator gemeinsamer Anstrengungen zur sicheren Gestaltung des Digitalisierungsprozesses.
Nr. 726 Juli 2015
E-Government
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
7
Deutsche Verwaltung ist Schlusslicht
(BS) Die öffentliche Verwaltung in
Deutschland verpasst den Anschluss an die
Erwartungen der “Digital Natives”. Das ist
das Ergebnis einer aktuellen Befragung des
Managementberatungs-, Technologie- und
Outsourcing-Dienstleisters Accenture. Dabei wünsche sich gerade die jüngere Generation einen intensiveren digitalen Austausch mit den Behörden.
Laut der Accenture-Umfrage sind insgesamt 77 Prozent der Deutschen unzufrieden mit dem derzeitigen Angebot an digitalen Verwaltungsservices. Dieser Trend
verschärft sich noch bei den Digital Natives:
unter den 18- bis 29-jährigen nutzt bereits
eine große Mehrheit von 90 Prozent digitale
Verwaltungsangebote. Doch nur einer von
zehn Befragen (elf Prozent) in dieser Altersklasse ist mit den vorhandenen Leistungen
auch zufrieden.
Befragt wurden über 6.600 Bürger in
Australien, Deutschland, Frankreich, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien und den Vereinigten
Staaten. Unter den betrachteten Ländern
bildet Deutschland das Schlusslicht bei der
digitalen Interaktion zwischen Bürger und
Staat. So gaben 55 Prozent der deutschen
Befragten an, dass sie nur zehn Prozent
oder noch weniger ihrer Behördengänge
auf digitalem Wege erledigen. Nur bei 12
Prozent der Befragten war es mehr als die
Hälfte aller Behördengänge.
Geringe Bekanntheit
Ein wesentliches Problem digitaler Verwaltungsservices in Deutschland ist der
Umfrage zufolge ihre nach wie vor geringe
Bekanntheit und Verfügbarkeit. Fast die
Hälfte (45 Prozent) aller Befragten – und 58
Prozent der 18- bis 29-jährigen – wissen laut
eigener Aussage nicht, welche Dienste von
den Ämtern überhaupt online angeboten
werden. Zudem hat die Hälfte (49 Prozent)
der 18- bis 29-jährigen schon erlebt, dass sie
Verwaltungsservices online nutzen wollten,
diese aber schlichtweg nicht zur Verfügung
standen.
Orientierung an der Privatwirtschaft
Rund drei Viertel (78 Prozent) der befragten Deutschen legen bei einer digitalen
Verwaltung gerade auf solche Funktionen
Wert, die sie auch von kommerziellen Online-Anbietern gewohnt sind. Insbesondere
erwarten sie, dass ihre Fragen abschließend
beantwortet werden (91 Prozent), dass verfügbare Informationen auf ihre spezifischen
Situationen und Lebenslagen zugeschnitten
sind (78 Prozent) und dass sie den aktuellen
Status ihrer Anfragen einsehen können (75
Prozent). Außerdem wünschen sich rund
zwei Drittel der Befragen (67 Prozent), erforderliche Informationen nur einmal eingeben zu müssen.
Das größte Interesse zeigen die Deutschen
daran, auf digitalem Wege Ausweise, Registrierungen und Genehmigungen beantragen oder erneuern zu können. Außerdem
möchten sie online Informationen über Verwaltungsdienstleistungen einholen können
sowie nicht notfallbezogene Meldungen
machen.
Gewinner des 14. eGov-Wettbewerbs
(BS) Die Gewinner des 14. eGovernmentWettbewerbs stehen fest. Auf dem Zukunftskongresses in Berlin zeichnete die
Unternehmensberatung
BearingPoint
gemeinsam mit dem Technologieanbieter
Cisco vor wenigen Tagen die besten Digitalisierungsvorhaben in Verwaltung, Bildung
und Gesundheitswesen aus.
Bestes E-Government-Projekt 2015
“Antraglose Familienbeihilfe” / Bundesministerium für Finanzen Österreich
Mehr über das Gewinnerprojekt und die
Finalisten in dieser Kategorie erfahren:
https://youtu.be/kwWg5PJ7e88
Richtungsweisendes Projekt zur Gestaltung der Modernen Verwaltung 2015
“Digitale Agenda Wien” / Magistratsdirektion der Stadt Wien
Mehr über das Gewinnerprojekt und die
Finalisten in dieser Kategorie erfahren:
http://youtu.be/DbRuy-YPKNs
Nr. 726 Juli 2015
Erfolgreichstes
Kooperationsprojekt 2015
“Länderübergreifende IT-Kooperationen
DMS-Fachanwendungen – eBundesrat/
eMPK/eKIS” / Hessische Staatskanzlei
http://youtu.be/9HldtuNRkZ8
Bestes E-Health-Projekt 2015:
“Echtzeitfernanpassung von Cochlea Implantaten” / Medizinische Hochschule Hannover und die TK Landesvertretung Niedersachsen
http://youtu.be/qKQ4SrPR4ss
Agilste IT-Architektur 2015
“Cloud RLP” / Landesbetrieb Daten und
Information Rheinland-Pfalz
http://youtu.be/UiWV9GUzHI4
eCity 2015: Bestes digitales Gesamtangebot einer Kommune
“Strategie Digitale Stadt” / Freie und Hansestadt Hamburg
Die Gewinnerprojekte kamen aus den Bereichen Verwaltung, Gesundheit und Bildungswesen.Foto: BS/www.egovernment-wettbewerb.de
Bestes E-Projekt aus Forschung, Wissenschaft und Lehre 2015 - zwei erste Plätze:
“Realisierung eines Berufsentwicklungsnavigators” / Bundesagentur für Arbeit;
“Compass. Die zentrale Information” /
Humboldt-Universität zu Berlin
http://youtu.be/320wsT0VyLY
Noch offen ist die Entscheidung zum Publikumspreis. Hier kann noch bis zum 4.
August abgestimmt werden: Online-Voting
Veranstaltungen
8
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
DeGEval-Jahrestagung
(BS) Die technologische Entwicklung der
Datenverarbeitung und Digitalisierung ermöglicht neue Zugänge zu Wissen. Koordinations- und Managementprozesse bedienen sich immer stärker Instrumenten der
Wissensgenerierung und -aufbereitung.
Dies gilt sowohl auf Ebene von Organisationen als auch für gesellschaftliche Teilbereiche oder ganze Gesellschaften. Damit geht
einher, dass der Evaluierung als Verfahren
zur Generierung von Wissen eine steigende
Bedeutung zukommt.
Ziel der vom 16. bis 18. September 2015
am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer stattfindenden 18. Jahrestagung der Gesellschaft für
Evaluation (DeGEval) ist es, das Verhältnis von Evaluation und Wissen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Im Vordergrund steht hierbei die Auseinandersetzung mit folgenden Fragen:
• Welche Rolle spielen Evaluationen
in der Wissensgesellschaft, in unterschiedlichen Politikfeldern und organisatorischen Kontexten?
• Welches Nichtwissen ist vorhanden
bzw. muss in Kauf genommen werden
(“blinde Flecken der Evaluation”)?
• Wie wird mit Wissenslücken umgegangen?
• Wie kann evaluationsgeneriertes
Wissen stärker als bisher in Steuerungsprozessen genutzt werden?
• Welche methodischen Herausforderungen bestehen für die Evaluation,
die sich aus der “Datenflut” und Wissenslücken ergeben?
• Wie lässt sich Wissen über und zur
Weiterentwicklung von Evaluation
(Metaevaluation) systematisch generieren?
Zielgruppe der Jahrestagung sind Auftraggeber, Praktiker, Wissenschaftler sowie alle am Thema Evaluation Interessierte. Die
Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich
über neue Entwicklungen und Themen im
Evaluationsbereich auszutauschen sowie
neue Kontakte zu knüpfen.
Weitere Informationen und die Anmeldung zur DeGEval-Jahrestagung hier.
Praxisseminare im September:
Agile IT-Projekte
der öffentlichen Hand
(BS) Mit agilen Entwicklungsmethoden
werden IT-Projekte auch in der öffentlichen Verwaltung leichter steuerbar und
transparenter. Auftraggeber und Auftragnehmer können gemeinsam leichter auf
unvorhergesehene Veränderungen im
Projektverlauf reagieren.
Zentrale Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung bei agilem Vorgehen
sind die Gestaltung der Vergabeverfahren
und der vertraglichen Regelungen. Denn
das Vergaberecht verlangt eine eindeutige und erschöpfende Leistungsbeschreibung, so dass alle Bewerber die Beschreibung im gleichen Sinne verstehen müssen
und dass miteinander vergleichbare Angebote zu erwarten sind.
Der Behörden Spiegel veranstaltet am 15.
September in München ein Praxisseminar,
welches die Vorgehensweisen zur vergaberechtskonformen Planung und Steuerung agiler IT-Projekte von der Verfahrensidee über das Vergabeverfahren bis
hin zur Abnahme behandelt. Anhand von
anschaulichen Beispielen und im interaktiven Austausch mit den Teilnehmern werden dabei Ideen und Ansätze vermittelt
und diskutiert.
Weitere Informationen
Aus der Praxis für die Praxis
Kompetenz für Fach- und Führungskräfte
Verwaltungsorganisation
und -management
Wirkungscontrolling
in öffentlichen Verwaltungen
Elektronische Rechnungen
und Rechnungsworkflow
Ziel- und Kennzahlensystem
für die öffentliche Verwaltung
14. – 15. September 2015, Bonn
16. September 2015, Bonn
24. – 25. September 2015, Berlin
Meine Behörde als Marke
Wissensmanagement
in der öffentlichen Verwaltung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
in Behörden
21. – 22. September 2015, Berlin
29. – 30. September 2015, Berlin
15. September 2015, Bonn
Anmeldung unter: www.fuehrungskraefte-forum.de
Nr. 726 Juli 2015
Bildnachweis: Gerd Altmann, pixelio.de
Impressum
newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik
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Zentrum für Informationssicherheit
Informationssicherheit durch Know-how
Seminare mit TÜV-Personenzertifizierung
IT-Sicherheitsbeauftragte(r) in der öffentlichen Verwaltung
28. September – 2. Oktober 2015, Hannover
Datenschutzbeauftragte(r) in der öffentlichen Verwaltung
23.–27. November 2015, Hannover
IT-Risiko- und IT-Notfallmanagement-Woche in Hannover
IT-Risikomanagement
IT-Notfallplanung
21.–22. September 2015 23. September 2015
IT-Notfallübungen
24. September 2015
Best-Practice-Seminare
Webanwendungssicherheit und Penetrationstests
10. September 2015, Köln
IT-Forensik – Spurensuche auf elektronischen Datenträgern
15.–17. September 2015, Berlin
Leitfaden zur Überprüfung der Informationssicherheit (IS-Revision)
16.–17. September 2015, Hannover
Informationen zu diesen und weiteren Seminaren unter www.cyber-akademie.de
Cyber Akademie (CAk) ist eine eingetragene Marke
Impressum
Herausgeber und Chefredakteur von “Behörden Spiegel Newsletter E-Government, Informationstechnologie und Politik” und verantwortlich: R. Uwe Proll.
Redaktionelle Leitung: Guido Gehrt, Lora Köstler-Messaoudi. Redaktion: Benjamin Bauer, Hartmut Bühl (Brüssel), Franz Drey, Marco Feldmann, Julian Einhaus, Jörn
Fieseler, Tobias Henke, Carsten Köppl, Gerd Lehmann, Dr. Gerd Portugall. Redaktionsassistenz: Kerstin Marmulla, Angelina Meyer.
ProPressVerlagsgesellschaft mbH, Friedrich-Ebert-Allee 57, 53113 Bonn, Telefon: 0049-228-970970, Telefax: 0049-228-97097-75, E-Mail: redaktion@behoerdenspiegel.
de; www.behoerdenspiegel.de. Registergericht: AG Bonn HRB 3815. UST-Ident.-Nr. :DE 122275444 - Geschäftsführerin: Helga Woll.
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Nr. 726 Juli 2015