2015 Leukerbad Pressemappe

LEUKERBAD.CH
Pressemappe Leukerbad
Thermalbaden, Wellness, Sport und Kultur
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Leukerbad Tourismus, Rathaus, CH-3954 Leukerbad
Telefon +41 27 472 71 71, www.leukerbad.ch, [email protected]
Inhaltsverzeichnis 1. 356 Tage Leukerbad ............................................................................................. 2
1.1 2015 – Jahr der Jubiläen! ............................................................................................ 3
2. Geschichte, Zahlen, Fakten & Zitate ................................................................... 7
2.1 Eckdaten der Geschichte Leukerbads ....................................................................... 8
2.2 Bekannte Gäste mit Zitaten über Leukerbad ........................................................... 11
2.3 Touristische Zahlen – Facts & Figures .................................................................... 13
2.4 Anreise ........................................................................................................................ 15
3. Leukerbadner Thermalwasser ........................................................................... 16
3.1 Wissenswertes über die Thermalquellen ................................................................. 16
3.2 Bädertourismus in Leukerbad .................................................................................. 17
3.3 Medizinische Wirkung ................................................................................................ 18
3.4 Thermalwasser genießen .......................................................................................... 18
3.5 Thermalwasser als Energielieferant – ökologische Aspekte ................................. 21
4. Leukerbad aktiv – Energize your Life ............................................................... 22
4.1 Winter in Leukerbad – erfrischend sportlich und wohlig warm!............................ 22
4.2 Sommer – die perfekte Mischung aus Aktivität und Entspannung ....................... 24
4.3 Wellness – der größte Wellnessferienort der Alpen! .............................................. 26
5. Essen und Trinken mit Lokalkolorit .................................................................. 27
5.1 Wein, Weib und Gesang ............................................................................................ 27
5.1.1 Weinwochen Varen ............................................................................................... 27
5.1.2 Weinfest in Varen .................................................................................................. 28
5.1.3 Kulinarische Reb- & Kellerrundgänge ................................................................... 28
5.2 Walliser Roggenbrot backen in Erschmatt .............................................................. 28
5.3 Schaukäsen Majing / Torrent .................................................................................. 28
5.4 Kulinarische Thermalquellen-Wanderung Leukerbad: 18. Juli 2015 ..................... 28
5.5 Wässern nach alter Vätersitte – Juni bis August .................................................... 29
5.6 Walliser Raclettetag – 22. August 2015 .................................................................... 29
6. Ausflüge in der Umgebung – Region Leuk ...................................................... 29
7. Inspirationen für Recherchereisen ................................................................... 30
8. Jährliche Veranstaltungen ................................................................................. 32
9. Pressekontakte & online-Medienbereich .......................................................... 34
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1. 356 Tage Leukerbad Willkommen im größten Thermalbade- und Wellnessferienort der Alpen!
Ob Sportfreak, Wellness-Liebhaber, Ruhesuchender oder Familienmensch: Leukerbad bietet an 365
Tagen im Jahr Aktivferien und Erholungsmöglichkeiten inmitten einer faszinierenden Walliser
Bergarena.
Das natürliche Thermalwasser von Leukerbad macht nicht nur schöne, sondern auch entspannte,
gesunde und glückliche Menschen. Mit täglich 3,9 Mio. Liter Thermalwasser, das mit bis zu 51° C. aus
dem Boden sprudelt, verfügt Leukerbad über das größte Thermalwasservorkommen Europas.
Mitunter ist das Wasser das zentrale Element eines Aufenthalts in Leukerbad. Sei es in Verbindung
mit einem Aktivurlaub oder auch als Grundlage von Wellness.
Mit den Bergbahnen erreicht man die Wanderparadiese Gemmi oder Torrent, wo sich Wanderer an
atemberaubenden Panoramas ergötzen. Im Winter begeistert Leukerbad sogar richtige
Wintersportmuffel. Neben Skifahren im Gebiet Torrent, kann man auf der Gemmi Langlaufen oder
Schlitteln. Tolle Winter- und auch Schneeschuhwanderungen werden in beiden Gebieten oder rund
ums Dorf angeboten.
Den Tag lassen unsere Gäste meist in den schönsten Thermalbädern der Schweiz entspannt
ausklingen.
Reportagethemen gibt es hier in Hülle und Fülle!
Die Römer waren überall und insbesondere wenn es dort warmes Wasser gab. So war Leukerbad
schon seit der Antike besiedelt und wenn auch die erste urkundliche Erwähnung erst aus dem
Mittelalter datiert, war doch der Badetourismus einer der ersten touristischen Formen und man kann
davon ausgehen, dass es da schon recht flott zu und her ging. Indes war Leukerbad sehr früh
international ausgerichtet, ging jeweils mit der Zeit und viele illustre Gäste weilten hier, die Zeugnisse
in verschiedenster Art von ihrem Aufenthalt hinterließen. Das Brauchtum kam allerdings auch nicht zu
kurz, da die einheimische Bevölkerung nicht nur im Tourismus tätig war. Der Tourismus brachte den
Fortschritt und so war Leukerbad 1889 das erste Dorf im Wallis mit elektrischer Beleuchtung. Den
Pioniergeist stets im Auge, trifft man hier neben dem größten Thermalwasservorkommen Europas
immer wieder auf Außergewöhnliches, Kuriositäten und Superlative. Der längste Klettersteig der
Schweiz, der historischste Klettersteig – die traditionellen Albinenleitern, Betonrohre in denen man
schlafen kann, Pfyfoltruwein aus Varen – ein sehr naturnaher edler Tropfen, der höchstgelegene DiscGolf-Parcours der Alpen, eine fast 900 Meter hohe Felswand die man am 1. August mit bengalischem
Feuer beleuchtet– die Gemmiwand mit dem historischen Passübergang, hunderte von Schafen am
Schäferfest oder beim Almabzug, Kühe die im Schnee miteinander kämpfen – der einzige winterliche
Ringkuhkampf im Wallis etc... Natürlich gäbe es auch noch die besten Almkäse zu erwähnen und da
wir Geheimnisse nicht wie die Appenzeller wahren, darf man hier den Sennern über die Schultern
schauen.
Es gibt genug um über Leukerbad und die Umgebung zu berichten und wir helfen gerne dabei, das
richtige Thema zu finden. Es ist fast unmöglich hier alles zu erwähnen. Sprechen Sie uns an, wir
lotsen mit Ihnen ein tolles Thema aus, dass nicht nur Sie verblüfft, sondern auch Ihre Leser, Zuhörer
oder Zuschauer!
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1.1 2015 – Jahr der Jubiläen! Leukerbad – Wallis – Schweiz
Das Jahr 2015 hat es mit Jubiläen in sich! Während das internationale Literaturfestival
Leukerbad sein 20-jähriges Jubiläum feiert, findet der Gemmi-Triathlon im September 2015
zum 15. Mal statt. Auch touristische Jubiläen zeichnen sich ab. Vor hundert Jahren bestritt die
Leuk-Leukerbad-Bahn die Jungfernfahrt. Ebenso 1915 gründeten Visionäre den damaligen Kurund Verkehrsverein, was man für Leukerbad als Grundstein zur modern organisierten
Destination betrachten kann. Vor 150 Jahren fanden die ersten Wintertouristen den Weg in die
Schweiz. Ob der Vater des Wintertourismus wirklich Johannes Badrutt aus dem Engadin war,
wissen wir nicht genau, die Schweiz war jedenfalls wegweisend dabei, bevor andere
Alpenländer dieses Segment entdeckten. In geschichtlicher Hinsicht feiert das Wallis 2015 die
200-jährige Zugehörigkeit zur Schweizerischen Eidgenossenschaft, was sicherlich einen tiefen
Blick in die Walliser Mentalität vermitteln wird. Ein damals weniger erfreuliches Ereignis, aus
dem angeblich das Heil der Schweiz entstand, jährt sich indessen zum 500. Mal – die Schlacht
von Marignano, die in den Geschichtsbüchern als Beginn der Schweizerischen
Neutralitätspolitik gedeutet wird und das Land lange Zeit vor kriegerischen
Auseinandersetzungen bewahrte. Zu guter Letzt feiert die älteste Urkunde des
Gemeindearchivs Leukerbad den 700. Geburtstag! Was uns leider nicht die Geburtsstunde des
Bäderorts verrät, aber darauf schliessen lässt, dass unsere Thermalquellen schon sehr lange
auf natürliche Weise an die Oberfläche sprudeln und dies hoffentlich noch ein paar hundert
Jahre fortsetzen werden.
20. Internationales Literaturfestival Leukerbad, 3.-5. Juli 2015 – für Kulturgeier!
Als der Buchhändler und Verleger, Ricco Bilger aus Leukerbad, vor 20 Jahren das Internationale
Literaturfestival Leukerbad ins Leben gerufen hatte, war ihm nicht bewusst, dass er damit „das Event“
ins Leben rief, das heute als „schönstes Literaturfestival der Schweiz“ in aller Munde ist. Schön alleine
reicht aber nicht! Den Erfolg des Literaturfestivals in Leukerbad begründen überwiegend die großen
internationalen Autoren und Schriftsteller, die selten oder kaum öffentlich auftreten, aber dem Charme
und der literarischen Ambiance des Bäderdorfs nicht widerstehen können. Salman Rushdie, John
Burnside, Jonathan Safran Foer, Sybille Lewitscharoff, Nicole Krauss, Terézia Mora, Saša Stanišic
oder viele Schweizer Spitzenautoren verhalfen dem Festival zu seiner Reputation. Bisher reisten rund
300 Autoren ans Literaturfestival und lasen an sonderbaren Orten, die in Leukerbad eine Hauptrolle
spielen. Sei es im trockengelegten Thermalbad, auf einem literarischen Spaziergang oder
Mitternachts auf dem Gemmipass, Orte und Worte ergänzen sich und schaffen zusätzliche
Inspirationen. In zwanzig Jahren konnte sich das Literaturfestival Leukerbad einen Namen schaffen,
so dass es heutzutage als wichtiger Knotenpunkt im europäischen Literaturnetzwerk gilt.
Literaturvermittler aus ganz Europa reisen ans Festival nach Leukerbad und seit 2011 ist das
Literaturfestival Leukerbad Schweizer Partner im «Europäischen Literaturhaus». Das Festival hat
auch nachhaltige Wirkungen. Sei es als Partner der Initiative „Palais Valais“, die das Wallis als
aussergewöhnlichen Ort des Schreibens und Rezipierens stärken soll, oder bei der
Übersetzungswerkstatt, bei der sich im Vorfeld des Festivals ein Schweizer Autor Übersetzern aus
aller Welt stellt und die in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin und Pro Helvetia
entsteht. Die zwanzigste Ausgabe des internationalen Literaturfestivals Leukerbad wird ein Highlight,
das Literaturliebhaber sicherlich nicht enttäuschen wird. www.literaturfestival.ch
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15. Gemmi-Triathlon, 5. September 2015 – für Götter und Helden!
Wo, wenn nicht in atemberaubender Berglandschaft, macht körperliche Ertüchtigung mehr Spass? Für
echte Sport- und Naturfreunde empfiehlt sich der Gemmi-Triathlon, bei dem die Teilnehmer in den
Genuss gleich dreier landschaftlicher Hotspots kommen. Am 5. September 2015 heisst es
„Schwimmen im Gerundensee“ in Sierre, „Radfahren nach Leukerbad“ und „Laufen auf die Gemmi“
und das alles in schönster Umgebung. Ein Anlass für echte Helden! Wenn auch die Distanzen der
Strecken nicht weit erscheinen, hat es die Höhenüberwindung in sich. Von Sierre auf 533 m.ü.M.
gelegen bis zum Gemmipass auf 2350 m.ü.M. sind es doch immerhin 1817 m Höhendifferenz, die es
zu bewältigen gilt. Belohnt wird man aber mit einem unvergleichlichen Adrenlin-Kick – Kenner wissen
wovon sie sprechen! Mehr Infos: www.gemmi-triathlon.ch
100 Jahre LLB (Leuk-Leukerbad-Bahn) – für Nostalgiker!
Zwischen 1950 und 1967 betrieb die Leuk-Leukerbad-Bahn, abgekürzt LLB, eine 10,4 Kilometer
lange, elektrifizierte und schmalspurige Zahnradbahnstrecke von Susten, dem heutigen Bahnhof Leuk
SBB bis nach Leukerbad. Mit dem Bau begann man am 29. Februar 1912 und der Fahrbetrieb wurde
am 15. Juli 1915 aufgenommen. Die Strecke verlief teils auf der Autostrasse und teils auf eigenen
Bahntrassen. Da die Trassierung den Verkehr behinderte und die Erneuerung der Fahrzeuge sehr
kostspielig gewesen wäre, fand die letzte Fahrt der Leuk-Leukerbad Bahn am 27. Mai 1967 statt.
Anschliessend stellte man auf einen Linienverkehr mit Bussen um, der schneller ist und auch als
komfortabler galt. LLB steht heute für „Verkehrsbetriebe Leuk-Leukerbad“ und garantiert weitaus den
öffentlichen Verkehr in der Ferienregion Leukerbad. Wer aber auf den Spuren der alten Bahn wandeln
möchte, kann sich entweder auf den alten Trassen als Wanderer oder Biker austoben oder geht zur
Museumsbahn in Blonay-Chamby wo Lokomotive und Wägen der ehemaligen Leuk-Leukerbad-Bahn
den Besuchern ein Stück Geschichte vermitteln und sie wie damals auf einer kurzen Strecke
befördern. In Leukerbad steht noch das ehemalige Bahnhofsgebäude, das heute kulturelle
Veranstaltungen oder auch die Offizielle Schweizerische Skischule beherbergt, während man in Inden
das alte Bahnhofsgebäude als Dorfladen vorfindet. Zum 100sten Jubiläum der LLB heisst es am 15.
Juli 2015 freie Fahrt mit den Verkehrsbetrieben Leuk-Leukerbad und freien Eintritt in die Leukerbad
Therme! Mehr Infos: http://www.leukerbad.ch/region/leukerbad/aufdenspurenderllb.php
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Bädergesellschaft und Albert Grichting, Wirt in Leukerbad. Die Mitgliederbeiträge bestritten damals
neun Hotels, zwei Cafés, drei Bazars, die Leuk-Leukerbad-Bahn, drei Ärzte und die Gemeinden
Leukerbad und Inden. Hundert Jahre später nennt sich der ehemalige Kur- und Verkehrsverein nun
Leukerbad Tourismus, die Mitgliederzahlen und auch die Logiernächte haben sich seither weiter
entwickelt und mittlerweile sind auch die Gemeinden Varen und Albinen mit von der Partie. So wurde
aus Leukerbad in der Zwischenzeit die Ferienregion Leukerbad mit Albinen, Inden und Varen.
Während das natürliche Thermalwasser in Leukerbad sicherlich das Alleinstellungsmerkmal im
Angebot blieb, entwickelte sich die Destination seitdem mit weiteren attraktiven
Angebotsbestandteilen und die Dörfer Albinen, Inden und Varen bereichern das Angebot mit Ihren
ganz eigenen unverwechselbaren Charakteristiken. www.leukerbad.ch
150 Jahre Wintertourismus – für Wintersport-Nostalgiker!
Der Legende nach begründete der Engadiner Hotelier Johannes Badrutt 1864 durch eine Wette mit
englischen Sommergästen den Wintertourismus. Er lockte sie mit Geschichten über die winterliche
Höhensonne, den verschneiten Berghängen und den damals modernen Wintersportarten und
versprach ihnen die Reisekosten zu erstatten, falls dies alles nicht zutreffen sollte. Es war ihm wohl
kaum bewusst, dass er damit einen Boom auslöste. Ob es wirklich Badrutt war oder jemand anders,
ist zwar nicht ganz sicher, jedenfalls nahm der Wintertourismus sicherlich seine Anfänge im
Graubünden, wovon die bekannten Davoser Schlitten und andere Fakten noch heute Zeugnis
ablegen. Bis kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs waren das Berner Oberland, die Waadtländer
Alpen und das Bündnerland führend im Wintertourismus. Vermutlich hinkte das Wallis bei dieser
Entwicklung wegen der erschwerten Anreisebedingungen im Winter hinten nach. Bis in die Zwanziger
war Wintersport ohnehin elitär und erst die Olympischen Winterspiele in St. Moritz von 1928 kündigten
den Zweisaisonbetrieb einem breiteren Publikum an. Vor allem das Skifahren wurde populär,
nachdem es erstmals olympische Disziplin war. Zuvor genoss man nämlich eher das Schweizer
„Winter Wonderland“, die Bergsonne und man vergnügte sich mit Curling, Schlitteln, Eislaufen oder
auch Schneeschuhtouren. Nach dem Zweiten Weltkrieg pries sich der Wintertourismus einem breiten
Publikum an. So eröffnete in Leukerbad der erste Skilift 1948. Nichtsdestotrotz vergnügten sich seit
1910 elitäre Engländer in Leukerbad mit ihren damals als verrückt angesehenen
Vergnügungsaktivitäten, wie zum Beispiel der Tailing-Party – ein Schlittenzug mit angespanntem
Pferd von Leukerbad nach Inden. Bis 1957, als erst der definitive Beginn des Zweisaisonbetriebs in
Angriff genommen werden konnte, fanden die Wintersaisons nur unregelmäßig statt. Die
Wintersaisons wurde nur eröffnet, wenn ein gewisser Gästebestand erfüllt wurde, wie zum Beispiel bei
der damaligen Hotel-und Bädergesellschaft die 3000 gebuchte Übernachtungen als
Rentabilitätsgrenze voraussetzte. Zwischen 1927 und 1939 kann man in Leukerbad trotz allem eine
zwölf-jährige stabile Periode verzeichnen, die den Zweisaisonbetrieb aufrecht erhielt. Als 1972, mit der
Eröffnung der Torrentbahnen, die Wintersaison in Leukerbad richtig in Schwung kam, lief der erste
Leukerbadner Skilift wahrhaftig bis 1987 – also fast 40 Jahre. Danach wurde er durch eine
Sesselbahn ersetzt, die derzeit nicht mehr in Betrieb ist, aber ab 2016 den Betrieb wieder aufnehmen
soll. Lange Rede, kurzer Sinn, jedenfalls waren es auch hier die Schweizer, die den Wintertourismus
erfunden haben und wer sich dieser Nostalgie hingeben möchte, sollte den Leukerbadner
Winterzauber erleben. Bei der Nightrace 777, anfangs der Wintersaison, können richtige Sportler wie
in alten Zeiten zuerst den Hang per Pedes erklimmen und anschliessend ins Tal brettern. Unsere
Skilehrer zeigen an gewissen Daten, wie man damals auf alten „Fassdauben“ die Abfahrt bewältigte.
Bei einer Schneeschuhtour oder bei einem Gästecurling kann man den ersten Wintersportarten
frönen. Richtige Alpennostalgie lernt man bei der Fackelwanderung nach Bodmen mit dem Walliser
Sagenabend kennen. Das Leukerbadner „Winter Wonderland“ hält jeden bei Laune und das in der
einzigartigen Kombination mit unserem natürlichen Thermalwasser!
http://www.leukerbad.ch/erlebnisse/winter.php
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200 Jahre Wallis bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft – für Patrioten!
Für die deutschsprachigen Oberwalliser war es 1814/1815, am Wiener Kongress, eher eine
vernünftige Entscheidung als Gottes Glück auf Erden, als das Wallis mit Neuenburg und Genf auf
Empfehlung Österreichs als 20. Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten ist. Bis
zur napoleonischen Zeit behandelten diese nämlich die französischsprachigen Unterwalliser als
Untertanen. In der Vorzeit zur Bildung der Nationalstaaten und der Neuorganisation des europäischen
Kontinents entsprach diese Haltung zwar dem Zeitgeist, auch wenn sie aus heutiger Sicht
unverständlich erscheinen mag. Nichtsdestotrotz war dieser Anschluss sicherlich eine gute
Entscheidung, auch wenn sich die Walliser oft abfällig zu diesem Anlass äussern und eher behaupten,
dass sich 1815 die Schweiz ans Wallis gliederte. Die Vielfalt der Schweiz und die des Wallis werden
2015 bei verschiedenen Anlässen besonders in Szene gesetzt. Die offizielle Hauptfeier findet am 7.
August 2015 statt. Ein Grund mehr das Wallis von seiner besten Seite kennen zu lernen und die
spezielle Mentalität der eingefleischten Walliser zu ergründen.
Weitere Infos: http://www.valais.ch/de/info/landingpage/wallis-2015
500 Jahre Schlacht bei Marignano oder 500 Jahre Frieden in der Schweiz – für Historiker!
Die Schlacht bei Marignano war das Ende der damaligen Grossmachtpolitik der Eidgenossenschaft
und deren zugewandten Orte wie dem Wallis. Sie war richtungsweisend in vielerlei Hinsicht. Erstens
gilt der Rückzug der Eidgenossen bei Marignano als der erste geordnete Rückzug seit der Antike,
zweitens betrieben die Schweizer seither keine Expansionspolitik mehr und drittens wurde die
Niederlage im 19. Jahrhundert als Beginn der schweizerischen Neutralitätspolitik umgedeutet, was auf
Schweizer Boden mit Ausnahme der Mediationszeit 500 Jahre Frieden bedeutete! Die Schlacht bei
Marignano war eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Eidgenossen und dem
Königreich Frankreich um das Herzogtum Mailand und fand am 13. & 14. September 1515 im
heutigen Melegnano, in der italienischen Lombardei, statt. Das Wallis war vor allem durch den
damaligen Fürstbischof von Sitten, Kardinal Matthäus Schiner in den Konflikt verwickelt. Als
Reichsgraf und somit auch internationaler Politiker pries er die Thermalquellen von Leukerbad in ganz
Europa an und kann somit auch als erster Kurdirektor Leukerbads angesehen werden. Sein Walliser
Gegner, der Volksheld Georg Supersaxo, bezog damals Partei für den französischen König, Franz I.,
was nicht nur zu Uneinigkeit in den Walliser Reihen führte, sondern auch in den eidgenössischen.
Neben anderen Fehlern auf militärischer wie auf politischer Ebene war dieser sicherlich nicht
unentscheidend. Die meisten Walliser kamen mit einem blauen Auge davon, da rund 10.000 Mann
verschiedener Stände, darunter das Wallis, vor der Schlacht abzogen, da sie den von Franz I.
vorgeschlagenen Vertrag von Gallarate anerkannten. Allerdings mussten die Walliser das eroberte
Eschental wieder ans Herzogtum Mailand abgeben, während die Eidgenossen das Tessin behalten
konnten. Der papabile Walliser Kardinal Matthäus Schiner, damals auch päpstlicher Legat, der die
restlichen eidgenössischen Truppen in die Niederlage führte, verliess im Anschluss das Wallis
Richtung Rom, da er als Fürstbischof von Sitten keinen Rückhalt mehr im Volk fand. Zumindest
entsprang aus dieser Niederlage das Heil der Schweizerischen Eidgenossenschaft, was auch mit der
Aufschrift des Denkmals von 1965 „Ex Clade Salus“ zum Ausdruck gebracht wird und bescherte der
Schweiz mehr oder weniger 500-jährigen Frieden und keine grösseren bewaffneten Konflikte mehr.
Auch wenn die schweizerische Neutralität ganz offiziell erst beim Wiener Kongress 1815 anerkannt
wurde, de jure schon 1648 beim Wesfälischen Frieden, aber ihren Anfang de facto schon 1515 sah.
700 Jahre Leukerbad oder die älteste Urkunde des Gemeindearchivs
Durch zahlreiche Funde aus der Römerzeit wissen wir heutzutage, dass die Gemmi schon zu jener
Zeit überquert wurde und es auch keltisch-helvetische Siedlungen bei Leukerbad gab. Aus den Ortsund Flurnamen wissen wir auch, dass die Burgunder das ganze Dalatal besetzten und die Burg Leuk
ein königlicher Hof derselben war. Ebenso zog es die Alemannen im 9. Jahrhundert über die Gemmi
und laut dem Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz wird Leukerbad 1229 zum ersten Mal
urkundlich erwähnt. Das Dorf hieß damals noch Boez und der Name war bis 1500 geläufig, jedoch
war es vermutlich noch ein Teil der Burg Leuk. Die erste Urkunde im Gemeindearchiv von Leukerbad
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ist jedenfalls erst von 1315 und somit 700 Jahre alt. Sie berichtet von einem kleinen Streitfall wegen
Zinsesschuld und ist im Grunde eine gerichtliche Abtretung von zwei Wohngütern an die Gemeinde
Leukerbad. Sie ist in dem Sinne aufschlussreich, dass ausdrücklich Bäder und eine Strasse zu diesen
erwähnt wird (Via, qua itur ad balnea). Dieser Urkunde folgen in rascher Reihe zahlreiche andere. Aus
diesen ergibt sich, dass bereits zu Ende des 13. Jahrhunderts in Leukerbad eine vollständig
organisierte Gemeinde mit Bruderschaften und mit freiem Gemeindeeigentum an Gilden, Wäldern und
Allmenden bestand. Die Tatsache, dass sich zur selben Zeit die Gemeinden Albinen oder Varen
bildeten, spricht dafür, dass sich Leukerbad zur selben Zeit als eigenständige Gemeinde von der Burg
Leuk löste, jedoch seinerseits einen bestimmten Anteil an den Vorrechten der mächtigen Burg Leuk
behielt, da es bis zur franzöischen Revolution mit Leuk zusammen den dritten Teil des Zenden bildete.
Bestimmt wurden die Thermalquellen schon von den Römern genutzt. In den Wirren der
Völkerwanderung und den ständig wechselnden Obrigkeitsverhältnissen des Mittelalters
verwahrlosten die Bäder vermutlich. Aus dem Jahr 1380 sind uns aber gegen die 50 Familienväter
bekannt, was in Anbetracht der grassierenden Pest zu jener Zeit, doch eine erhebliche Einwohnerzahl
darstellt. Es ging also schon geschäftig zu und her in jener Zeit. Alsbald aber die Rechte an den
Bädern Ende des 15. Jahrhunderts in die Hände der Fürstbischöfe von Sitten kamen, blühte der
Bädertourismus zum ersten Mal richtig auf. Vor allem unter Kardinal Matthäus Schiner, der als
Fürstbischof von Sitten Reichsfürst war und als Berater und Freund Kaiser Karls V. galt, sowie als
papabile in den Konklaven Roms gehandelt wurde, blühte Leukerbad auf. Ob Leukerbad nun den 700.
Geburtstag feiert oder nicht, spielt in Wirklichkeit auch keine Rolle. Der Beweis, dass unser natürliches
Thermalwasser schon seit hunderten von Jahren fließt und das ohne großes Hokuspokus, ist damit
aber geliefert!
2. Geschichte, Zahlen, Fakten & Zitate In Leukerbad hat selbst der Tourismus Tradition, denn schon die Römer schienen die heißen Quellen
von Leukerbad zu kennen, wie es zahlreiche Funde aus jener Zeit belegen. Urkundlich erwähnt ist
Leukerbad, damals „Boez“, erst 1315. Darin spricht man von Bädern und einem Hospiz auf der
Gemmi, dass man darauf schließen kann, dass der Verkehr zwischen Norden und Süden schon so
beachtlich war, damit es notwendig war, in dieser hochalpinen Lage ein Gebäude zur errichten. Ab
1402 berichtet man über die Bäder in den damaligen Medien und Dokumenten. Die Nachfrage
bestand nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus den Nachbarländern. Richtig ging der
Badetourismus aber anfangs des 16. Jahrhunderts los. Als 1501 Mathäus Schiner, damals Bischof
von Sitten, die Rechte an den Bädern kaufte und Leukerbad als eigenständige Pfarrei erhob, läutete
dies das internationale Renomme der Leukerbadner Thermen ein. Das Badewesen war damals recht
verbreitet. Schiner besserte die bestehenden Bäder aus und baute noch zwei hinzu. Zudem baute er
einen prächtigen Gasthof aus gehauenem Stein und preiste den Ort in ganz Europa an, denn
schließlich war er als Reichsgraf viel unterwegs und verkehrte in den höchsten politischen Kreisen
Europas.
Auch wenn Lawinen sein Werk zerstörten, baute man die Infrastruktur wieder auf und verbesserte
kontinuierlich den Service. So bauten Tiroler zwischen 1739 und 1741 den neuen Gemmiweg, der
teils sprichwörtlich in den Felsen gehauen wurde. 1850 eröffnete man eine Autostraße vom Rhonetal
nach Leukerbad, zahlreiche Hotelbauten belebten den Ort, der schon sehr früh mit elektrischem Licht
beleuchtet wurde. Seit 1961 können Reisende Leukerbad ganzjährig besuchen. Zu jener Zeit begann
noch einmal ein touristischer Aufschwung mit dem Bau der Rheumaklinik. Der Kurbetrieb ist in der
Zwischenzeit in den Hintergrund gerückt. Die Kombination aus Aktivurlaub und Thermalbaden, sowie
Wellness machen heutzutage das Hauptangebot von Leukerbad aus – im Winter wie im Sommer!
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2.1 Eckdaten der Geschichte Leukerbads 4. Jh. v. Chr. 2. Jh. n. Chr.
5. Jh. n. Chr.
bis 1200
1229
1315
1449-1460
1478
1484
1500 Jh.
1501
1518
1556
1563
1682
1719
1738
1739 – 1741
1779
1781
1813-1816
1829
1830-1845
1850
1865-1875
1877
1878
1889
1895
1896
1908
Zahlreiche Funde aus der römisch-helvetischen Zeit (Gräber, Fibeln, Keramik,etc.)
belegen eine Besiedlung von Leukerbad
Burgunder besetzen das Dalatal. Der Gemmipass wird bereits begangen.
Leukerbad ist ein Teil der Gemeinde Leuk.
Erste Erwähnung unter dem Namen „Boez“, in Leukerbad spricht man franko
provenzalisch (Patois)
Älteste Urkunde im Gemeindearchiv Leukerbad; eigenständige Gemeinde,
Erwähnung der Bäder (VIA, QUA ITUR AD BALNEA )
Bau eines Saumweges von Leuk nach Leukerbad
Heilquellen und Bäder fallen an die bischöfliche Tafel in Sitten (Jost von Silenen), die
Familien Oggier de Cabanis und Herthenstein (LU). Erste Gasthäuser entstehen.
Neuer Ortsname, Balnea leucensia oder „Baden“.
Baubeginn für eine Pfarrkirche
Paracelsius beschreibt die Quellen von Leukerbad
Bischof und Kardinal Schiner erwirbt Bäderrechte, propagiert den Kurort auf seinen
Reisen; der Badetourismus blüht, die deutsche Sprache nimmt überhand
Eine Lawine zerstört Leukerbad (61 Tote). Wiederaufbau in kurzer Zeit, zahlreiche
Beschreibungen der Quellen, z.B. von Stumpf, Seb. Münster u.a.m.
Bau des Armenbades (heute Volksheilbad)
Thomas Platter und sein Sohn Felix übernachten im Hotel Bären Ende 16. Jh. 7
Lawinen zerstören Leukerbad, Mutlosigkeit im Dorf, Besucher bleiben aus, Eigentum
der Bäder geht an Fam. Werra, Leuk (Werrabad), Bau des „Weissen Hauses“
(Plaschy)
Die Gemeinde wird Eigentümerin des Heilbades
Staublawine (17.1.) zerstört das Dorf abermals, Neuaufbau auf der rechten Dalaseite
(„Zur Gasse“) und unterhalb der Kirche. Geologische Publikation des russischen
Wissenschaftlers Mazomousky über Leukerbad
Die Gemeinden Varen, Inden und Leukerbad schliessen den Vertrag zum Bau eines
Weges durch die Varnerleitern
Stephan Matter baut neue Gasthöfe und zusammen mit Landvogt Ballet einen neuen
Gemmiweg (heutige Strecke)
Johann Wolfgang von Goethe in Leukerbad
Jean Benjamin de la Borde erfasste präzis den speziellen Zugang von Leukerbad
nach Albinen und zeichnete schematisch zwei Leitern. Wann diese Leitern erstellt
worden sind, verleitet zu Spekulationen, man weiss es nicht.
Auf- und Einrichtung einer musikalischen Gesellschaft (Musikgesellschaft „Gemmi“)
Verlängerung der Lawinenmauer auf der Dorfallmend (Ing. Venetz). Weitere
Schutzmauern unter Ing. Zen Ruffinen, Rolet Loretan. (Das Dorf blieb seither
verschont)
Bau der Hotels Croix d'Or, De France, Des Alpes, Bellevue
Eröffnung der Strasse nach Leukerbad (577 Einwohner im Dorf)
Bau eines Armenspitals (heutiges Volksheilbad)
Guy de Maupassant in Leukerbad
Mark Twain in Leukerbad
Einweihung des Kraftwerkes (das erste im Wallis) in Leukerbad
Pferd bis Kandersteg CHF 20.-, Gepäckträger bis Kandersteg CHF. 10.-, Gemmipass
CHF 4.Gründung der Hotel- und Bädergesellschaft als erste Hotel AG in der Schweiz
Gründung der Compagnie de chemin de fer électrique de Loèche-les Bains. 619
Einwohner
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Leukerbad Tourismus, Rathaus, CH-3954 Leukerbad
Telefon +41 27 472 71 71, www.leukerbad.ch, [email protected]
1909
1915
1933
1940
1948
1950
1951-1953
1957
1958
1959-1961
1960
1962
1967
1968
1970
1970-1972
1979-1980
1980
1981
1982
1984
1985
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1998
1999
2000
Inbetriebnahme des Kraftwerkes im Dalaloch
Erste Fahrt der elektrischen Bahn nach Leukerbad (1915 = 5‘624 Passagiere).
Gründung des Kur- und Verkehrsvereins
Pablo Picasso, Paul Valéry und Nikitinga übernachten in Schwarenbach.
35'544 Logiernächte - 514 Einwohner
Bau des ersten Skiliftes (Obere Maressen)
53'684 Logiernächte - 505 Einwohner
James Baldwin, Schriftsteller, Harlem-NY, in Leukerbad
Bau der Gemmibahn (Ausbau 1974). Regelmäßiger Zweisaisonbetrieb in Leukerbad.
Die Burger verzichten auf den Bau eines eigenen Bades zugunsten der Rheumaklinik.
Bau der Rheuma- und Rehabilitationsklinik
206'018 Logiernächte - 619 Einwohner
Bau des Lähmungsinstitutes (heute Klinik SVK für neurologische Rehabilitation)
Letzte Fahrt der Eisenbahn, Umstellung auf Busbetrieb (159'372 beförderte
Passagiere)
Die Ortsplanung Leukerbad wird angenommen. Eröffnung der Freiluftbäder der
Burgergemeinde (heute: Leukerbad Therme)
650'186 Logiernächte – 1‘056 Einwohner
Gründung und Bau der Torrent-Bahnen
Ganzjährige Strassenverbindung mit Albinen (Tunnel). Bau der Kläranlage
Eröffnung des Thermal-Badecenters der Burgergemeinde (heute: Leukerbad Therme)
1'033'318 Übernachtungen, 1‘100 Einwohner
Die Burgergemeinde wird Mehrheitsaktionär der Hotel- und Bädergesellschaft und der
LLB. Bau und Eröffnung des neuen Verkehrsbüros
Neues Verkehrsreglement mit Nachtfahrverbot
Einführung des Gratisbus „Ring-Jet“
Ersatz der beiden Skilifte in den Oberen Maressen durch eine abkuppelbare 4er
Sesselbahn.
Drei Weltcuprennen, Damen
Eröffnung des neuen Schulhauses für die Primar- und Orientierungsschule (mit Foyer
und Theatersaal), Sportplatz/Kinderspielplatz/Minigolf. Drei Weltcuprennen, Herren
Abschluss der 3. Etappe des neuen Burgerbades (heute: Leukerbad Therme)
Eröffnung Sportarena, Renovation katholische Pfarrkirche
75 Jahre Kur- und Verkehrsverein. 1'094'531 Übernachtungen
1'139'594 Übernachtungen
Schweizer Schach-Einzelmeisterschaft
Eröffnung Alpentherme St.Laurent 51° (Badecenter, Römisch-Irisch Bad, TherapieAbteilung, Geschäftsstrasse, Bistro, Tea Room, Nachtlokal, Bank, Immobilien, Kiosk,
Apotheke u.a.m. Curling Europameisterschaft in der Sportarena,
Renovation/Sanierung Klinik SVK
Parking-Leitsystem, Fixe Barrieren/Neues Verkehrsreglement, Bau Rathaus. Ring-Jet
nicht mehr kostenlos, Europameisterschaft Ski Alpin und Nordisch der Eisenbahner.
1'102'713 Übernachtungen, 1‘500 Einwohner
Einweihung Rathaus 22.09.1995, (Gemeindebüro, Verkehrsbüro, Post, Polizei,
Telecom, Busbahnhof LLB, Uhrengeschäft Füeg, Wohnungen, Fremdenpolizei,
Zivilstandsamt). Neubau der Gondelbahn Flaschen - Rinderhütte für 6 Personen
Klettersteig Daubenhorn wird eröffnet. Es wird bekannt, dass die Gemeinde
Leukerbad zu viel in touristische Anlagen investiert hat.
25. Februar Grosse Lawine „Pischür“, Sachschaden im Noyer
Hotel Maison Blanche – Grand Bain, De France und die Alpentherme gehen in den
Besitz der deutschen Hotelkette Lindner die ihnen den Namen « Lindner Hotels &
Alpentherme » gibt.
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2001
2002
2003
2004
2006
2008
2009
2010
2011
500 Jahre Feier Kirchgemeinde und Badetourismus
Zusammenschluss der Kliniken ist vollzogen. Das Rehazentrum betreibt beide
Kliniken als eigenständige Gesellschaft. Dezember: Umzug Gemeindekanzlei ins
Schulzentrum. 919'560 Logiernächte.
Gründung Thermalquellenzunft und Eröffnung Thermalquellen-Weg. Neue
Dorfplatzgestaltung. Ersatz Sesselbahn Daubensee-Gemmipass durch eine neue
Pendelbahn.
Eröffnung Thermalquellen-Steg. 877'967 Logiernächte.
Etappenankunft Gigathlon. Juli: Umzug und Integration der neurologischen
Rehabilitation vom „Neuro-Gebäude“ ins Hauptgebäude. 857’486 Logiernächte.
September: Eröffnung Gletscherpfad Lämmeren. Sessellift Obere Maressen wird nach
21 Jahren eingestellt. Neuer 6er Sessellift Rinderhütte – Schwalbennest. Umbau
Lindner Alpentherme: Neues Innen- und Aussenbecken, das Restaurant wurde für
Badegäste zugänglich gemacht und anstelle des Sportbeckens wird ein Walliser
Saunadorf auf über 300qm erstellt. Umbau im Burgerbad: Neue Röhrenrutsche (120
m) und erste x-tube (100 m) der Schweiz. Umbau Alter Bahnhof zu einem
Museum.1‘800 Einwohner.
Im Winter 2009 wird die kuppelbare 6-er Sesselbahn im Wintersportgebiet Torrent
erstmals in Betrieb genommen, welche 2 Skilifte ersetzt hat. Ebenfalls wurden
Pistenkorrekturen vorgenommen, wodurch eine zusätzliche blaue Piste entstand.
Christa Rigozzi, ex-Miss Schweiz 2006, wird offizielle Botschafterin von Leukerbad.
868‘192 Logiernächte.
Dart Europameisterschaft in Leukerbad. Umfängliche Renovationsarbeiten im
Rehazentrum.
111. Schweizer Einzel-Schachmeisterschaft. Bau der Aussichtsplattform auf der
Gemmi. Eröffnung des ersten Erlebnisklettersteigs der Schweiz auf der Gemmi.
Reportageidee!
Via Cook: Auf den Spuren eines Tourismuspioniers
Als der englische Tourismuspionier Thomas Cook 1863 erstmals mit einer Reisegruppe die Schweiz
besuchte, war dies ein echtes Abenteuer. Die teilnehmenden Touristen mussten holprige
Kutschenfahrten und anstrengende Fußmärsche auf sich nehmen, um die Sehenswürdigkeiten der
Schweiz, zu Beginn der touristischen Entwicklung im 19. Jahrhundert, von Genf über Chamonix bis
nach Pontarlier zu besuchen. Jemima Morrells ausführlicher Reisebericht liefert dabei eine amüsante
Darstellung vom Ablauf der Reise. Heute ist eine Reise auf der Via Cook komfortabler – aber ein
Erlebnis ist sie immer noch!
150 Jahre später lebt die Via Cook wieder auf und führt natürlich vom Unterwallis nach Leukerbad
über die Gemmi und weiter. Den Gemmipass kann man als Königsetappe betrachten und ist dabei
unumgänglich.
Gruppenreisen auf der Via Cook 2015
2015 finden Gruppenreisen auf der Via Cook statt - eine Kulturwanderung auf den vier schönsten
Etappen der Via Cook. Sie führt von Leuk nach Leukerbad über den Gemmipass nach Kandersteg
und ist mit Highlights durchzogen. Eine Weinwanderung führt von Salgesch in das mittelalterliche
Städtchen Leuk-Stadt. Weiter geht es zum Charakterdorf Albinen über die gleichnamigen historischen
Albinenleitern. In Leukerbad warten die warmen Thermen und ein Original-7-Gang-Menu à la Thomas
Cook. Ein Highlight ist sicherlich die Strecke über den eindrücklichen Gemmipass nach Kandersteg
ins Berner Oberland. Die genauen Daten der Reisen 2015 werden noch kommuniziert. Diese sind
buchbar über Leukerbad Tourismus.
Infos unter: www.leukerbad.ch - [email protected]
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2.2 Bekannte Gäste mit Zitaten über Leukerbad In Leukerbad weilten oft auch illustre Gäste, von deren Aufenthalt schriftliche Zeugnisse in Form von
Literatur oder Zitaten erhalten blieben. Von manchen Gästen sind leider nur wenige Zeugnisse
erhalten geblieben, wie zum Beispiel der Eintrag ins Gästebuch des Hotels Schwarenbach von Lenin
(1904) oder Picasso (1933). Ebenso wird Leukerbad auch in modernen Zeiten von Bekanntheiten
besucht. Al Pacino führte der Dreh zum Film Bobby Deerfield nach Leukerbad, Herbert von Karajan
verbrachte in seinen letzten Tagen viel Zeit in Leukerbad, Ditta van Theese hinterließ im Hotel Les
Sources des Alpes eine nette Widmung mit Dank für das nächtliche Thermalbad oder Pink speiste
während des Open Air in Gampel im Restaurant Weidstübli, wo ein Autogramm mit Dank hängt.
Nachstehend nennen wir weitere bekannte Gäste, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Mathäus Schiner um 1465-1522 (Bischof, Kardinal, Reichsgraf, Papabile)
Schiner kann man als ersten Kurdirektor Leukerbads ansehen, denn er förderte den Tourismus in
Leukerbad wie kein anderer vor ihm. Auch auf dem Feld der europäischen Politik spielte der Bischof
und Kardinal eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn schließlich war das Wallis mit seinen Pässen
in jener Zeit eine bedeutende Region nicht nur in den Auseinandersetzungen zwischen Landesfürsten
in Norditalien und Frankreich. Sogar Kaiser Karl V. schätzte Mathäus Schiner als Berater. 1522 starb
Kardinal Schiner in Rom an der Pest.
Sebastian Münster 1488-1552 (Kosmograph, Humanist und Hebraist)
Von Münster stammt die älteste Beschreibung der „Thermae Leuck“ im dritten Buch seiner
sechsbändigen „Cosmographia universa“ von 1541: „von weit und breit her kommt man in diese bäder
/ unnd wenn die hohen berge nit weren / die man übersteigen muss / kämen jährlich ein unzähliche
menge do hin / weit mehr als der ort unterbringen könnte.“ Über den Gemmipass schrieb er: „unnd wo
einer neben dem Weg hinab sicht / kompt jm ein grausamme tieffe entgegen / die kaum on schwindel
des haupts mag angeblickt werden. Ich weiss wol do ich auss dem bad uff disen berg stig / den zu
besichtigen / zitterten mir mein hertz unnd bein.“
Johannes Stumpf 1500-1577/78 (Theologe, Kartograph, Historiker und Chronist)
Der Zeitgenosse Münsters und Reiseschriftsteller Stumpf schreibt 1548 folgendes: „Dann in disem tal
ligt zu hinderist an der Gemmi / ein meyl von Leuck / das köstlich heilsam warm Bad / Aquae Leucinae
/ dz Leuckerbad. Sein wasser ist so heiß / das man hüner darin brüyen un Eyer siede mag.“ „Es ist so
reych an wasser / dass vil abgadt un hin laufft des man gar nit braucht“.
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 (Deutscher Dichter)
1779 durchquerte Goethe zum zweiten Mal die Schweiz und logierte auch in Leukerbad. Am 9.
November kam er von Sierre in Leukerbad an. Er hätte zu gerne den Gemmipass bestiegen, aber es
blieb ihm keine Zeit: „Hieß’ uns die Jahreszeit nicht eilen, so würde wahrscheinlicher Weise morgen
ein Versuch gemacht werden, diesen so merkwürdigen Berg zu besteigen: so aber werden wir uns mit
der bloßen Ansicht für dießmal begnügen müssen.“ Weiter schreibt er im Werk „Briefe aus der
Schweiz“ über die Thermalquellen, „Es hat dieses Wasser nicht den mindesten schwefelichten
Geruch, setzt wo es quillt und wo es durchfließt nicht den mindesten Oker noch sonst irgend etwas
Mineralisches oder Irdisches an, sondern lässt wie ein anderes Wasser keine Spur zurück. Es ist,
wenn es aus der Erde kommt, sehr heiß und wegen seiner guten Kräfte berühmt.“ Das Goethe-Haus
auf dem Dorfplatz zeugt heute noch von seinem Aufenthalt.
Wolfgang Menzel 1798-1873 (deutscher Literaturkritiker und Schriftsteller im Vormärz)
In seinem Werk „Sommertage im Wallis“ von 1834 beschreibt Menzel den Gemmipass: „Man kann
sich den Gemmipass nicht furchtbar, kühn und schrecklich genug vorstellen. Er ist unstreitig das
Wundersamste, was von Menschenhand in den Alpen gefunden wird, und es lässt sich behaupten,
dass der Mensch nirgends kühner und siegreicher mit der Natur gestritten hat, die sich bei jedem
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Schritt unwillig seinem Beginnen und seinem Bau entgegensetzte. Die kühnsten Bauwerke der Welt
geben doch keinen so großen Begriff von menschlichem Mut und menschlicher Kraft, als dieser in der
Luft aufgehängte Weg, der mit Leichtigkeit über unermessliche, unzerstörbare Massen weggeht“
Thomas Cook 1808-1892 (Tourismuspionier - Erfinder der Pauschalreise)
1863 besuchte Thomas Cook mit einer Reisegruppe zum ersten Mal die Schweiz. Die Reise verlief
von Genf über Chamonix, durchs Wallis, die Deutschschweiz bis nach Pontarlier. Leukerbad hatte er
in guter Erinnerung und berichtete: "Es ist ein echtes Abenteuer auf holprigen Wegen auf das
Hochplateau zu gelangen. Es fasziniert die unendliche Schönheit, die farbenfrohen Blumenalmen, die
heimische Tierwelt und das sanfte Gebimmel der weidenden Kühe. Aber vor allem ist die
Überquerung des Gemmipasses bis auf 2350 Meter Höhe eine echte Herausforderung, wobei die
erlittenen Strapazen in den Thermalbädern schnell in Vergessenheit geraten und die Schmerzen
gelindert werden."
Mark Twain 1835-1910 (US-amerikanischer Schriftsteller)
Von April 1878 bis September 1879 unternahm Mark Twain eine Europareise und war auch in
Leukerbad zu Gast. Vom Berner Oberland herkommend wagte sich Twain über den Gemmipass
hinab zu steigen. Im Werk „Bummel durch Europa“ schildert er: „Wir begannen jetzt unseren Abstieg
auf dem merkwürdigsten Wege, den ich je gesehen habe. Er wand sich in Korkenzieherkurven an der
Stirnwand des ungeheuren Steilhanges hinab – ein enger Pfad, auf dem man an dem einen Ellbogen
stets die massive Felswand und an dem anderen das senkrechte Nichts hatte.“ Die Thermalbäder
beschrieb er wie folgt: „Diese Bäder beseitigen Fett und auch Hautkrankheiten. Die Patienten bringen
mehrere Stunden hintereinander in den großen Becken zu. Ein Dutzend Herren und Damen nehmen
gemeinsam ein Becken ein und unterhalten sich mit Umhertoben und verschiedenen Spielen. Sie
haben schwimmende Pulte und Tische, und in dem brusttiefen Wasser lesen sie, nehmen einen
Imbiss ein oder spielen Schach.“
Edwar Whymper 1840-1911 (Zeichner und Alpinist, Erstbesteiger des Matterhorns)
Whymper berichtete am 14. Juli 1865 über die Maulesel, die über den Gemmipass säumten: „Auf dem
steilen Wege über die Gemmi konnte ich die Manieren des schweizerischen Maulesels beobachten.
Vielleicht ist es nicht Rache, was den Esel veranlasst, die Beine seiner Reiter an Zäunen oder Mauern
zu reiben und an schlimmeren Stellen so zu tun, als ob er strauchle, aber seine üble Gewohnheit,
stets an der Außenseite des Weges zu gehen, ist unbedingt eine Folge seiner Verbindung mit den
Menschen“.
Guy de Maupassant 1850-1893 (Französischer Schriftsteller und Journalist)
Maupassant weilte zwei Monate in Leukerbad zur Kur, nämlich im August und September 1877. Dabei
entstand sogar eine Novelle: „Das Gasthaus – Liebe und Tod im Schwarenbach“. Es erschien unter
dem Titel „L’Auberge“ in Les Lettres et les Arts vom 1. September 1886 und in Le Horla 1887. In der
Edition Sacré erschien es unter dem deutschen Titel 2010 und kann unter anderem bei Leukerbad
Tourismus bezogen werden.
James Baldwin 1924-1987 (US-amerikanischer Schriftsteller)
„Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, hatte vor mir noch kein schwarzer Mann dieses kleine Dorf in
der Schweiz jemals betreten. Bereits vor meiner Ankunft hatte man mir erzählt, dass ich
wahrscheinlich eine ‚Sehenswürdigkeit’ sein würde.“ So beginnt der Essay „Fremder im Dorf“ des
afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin. Entstanden ist der Text in Leukerbad, wo sich
Baldwin zwischen 1951 und 1953 insgesamt dreimal aufhielt, um seinen ersten Roman „Go tell it on
the Mountain“ abzuschließen. Die Erfahrung war enorm – für die Dorfbewohner ebenso wie für den
Dichter. Als James Baldwin in Leukerbad zu Besuch war, hatte er sich in den USA bereits einen
Namen als Essayist und Rezensent gemacht. Geboren 1924 in New York als Kind einer
alleinstehenden Mutter war er als Jugendlicher in der Gemeinde seines Stiefvaters als Prediger
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erfolgreich, was zu Konflikten mit diesem führte. Mit 24 Jahren emigrierte er nach Frankreich, nach
eigenen Angaben, um dem Rassismus in New York zu entkommen. Die Bürgerrechtsbewegung
unterstützte er engagiert mit teils einflussreichen Reden gegen den Rassismus und pflegte
Freundschaften mit den bekanntesten Künstlern und Persönlichkeiten seiner Zeit, darunter Malcolm X
und Martin Luther King. Das Büchlein „Fremder im Dorf“ ist seit kurzem auf Deutsch übersetzt im
Bilgerverlag in der edition sacré 2011 erschienen und ist ein empfehlenswerter Lesestoff für einen
Aufenthalt in Leukerbad! Das Buch kann man direkt bei Leukerbad Tourismus beziehen.
Eduard Zimmermann 1929-2009 (Deutscher Journalist und Fernsehmoderator)
Zimmermann wählte Leukerbad zu seiner Residenz nachdem er in Pension gegangen war. Als er
Leukerbad mit Zermatt verglich, wo er zuvor 15 Jahre lang seine Urlaube verbrachte und erst vom
Bäderdorf enttäuscht war, musste er später seine Meinung revidieren und schrieb in seiner
Autobiografie „Auch ich war ein Gauner“ folgendes: „Später lernten wir die wahren Vorteile von
Leukerbad kennen und schätzen. Sie sind dann letztendlich entscheidend dafür, uns hier
niederzulassen. Wenn man die 75 überschritten hat, muss man seine Sportarten sortieren. Dann ist
gleichmäßiges Wandern angesagt, nicht schnelles Rennen. Die Möglichkeiten zum Wandern sind in
Leukerbad eindeutig besser als in Zermatt, im Sommer und im Winter. Die zahlreichen Thermalbäder
in Leukerbad sind konkurrenzlos. Aus 65 Quellen sprudeln täglich 3,9 Millionen Liter bis zu 51 Grad
warmes Wasser aus den Felsen: die größte Thermalbade- und Wellness-Station der Schweiz. Die
heißen Quellen von Leukerbad werden – das darf man prophezeien – den Menschen noch zu ihrer
Gesundheit verhelfen, wenn andere „Medikamente“ verschwunden sein werden. Das Thermalwasser
ist das bessere Medikament.“
2.3 Touristische Zahlen – Facts & Figures Lage
1411 – 2610 m ü. M.
1’630 Einwohner
Tourismus
28 Hotels und Pensionen mit 1500 Betten
1700 Ferienwohnungen mit 6900 Betten
1 Camping (ca. Mai – Ende Oktober)
50 Gastronomiebetriebe
1 Rehabilitationsklinik mit 90 Betten (Rehazentrum)
5 Parkhäuser mit 1350 Plätzen
751‘420 Logiernächte (2012)
Herkunft der Gäste: 80 % Schweiz, 6 % Deutschland, 3 % Italien, 3 % Frankreich, 8 % diverse Länder
Öffentliche Thermalbäder
Walliser Alpentherme & Spa Wellness-Tempel mit Innen- und Aussenthermalpool, RömischIrischem Bad, Walliser Saunadorf und zahlreichen Wellnessbehandlungen.
Leukerbad Therme Grösste Thermalbade-Anlage der Alpen mit 10 Becken, Rutschbahn (100 m +
120 m) und Kleinkinder- und Kinderbecken mit Spielgeräten.
Volksheilbad Spa, Wellness und Physiotherapie mit unfiltriertem Thermalbad und SPAInfrastruktur.
30 Thermalbecken (privat und öffentlich) insgesamt
Besonderheiten
51 Grad Celsius heiss sprudelt das Leukerbadner Thermalwasser aus 65 Quellen.
1411 Meter über Meer entspringt die ergiebigste Quelle beim Dorfplatz (St. Lorenzquelle).
3000 Meter tief versinkt das Wasser im Torrent-Gebiet, bevor es als Thermalwasser in Leukerbad
hervorsprudelt.
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Sport
Sommer über 200 km Sommer-Wanderwege, Mountain-Biking, Helsana Swiss running walking trails,
Monstertrottinettes, Klettern, Klettersteig, Bergtouren, Golf, Minigolf, Tennis, Gleitschirmfliegen,
Schwimmen, Disc Golf.
Winter 52 km Ski- und Snowboardpisten, 28 km Langlaufloipen, 70 km Winter-Wanderwege, 18 km
Schneeschuhstrecken, Schlitteln, Snowkite, Curling, Bergtouren, Gleitschirmfliegen, Schwimmen.
Sportarena mit Eishalle, Kletterwand, Billard, Spinning, 3 Hallen-Tennisplätze, 1 Squashplatz, IndoorFussballplatz, Doppelturnhalle, Kraftraum, Fussball- und Leichtathletikplatz. Swiss Olympic Training
Base.
Themenwege
Thermalquellen-Weg und -Steg, Klettersteig & Erlebnisklettersteig, Kulturweg Dala-Raspille,
Kapellenweg, Gletscherpfad Lämmeren, Sortengarten Erschmatt, Gratweg auf Torrent.
Touristische Transportunternehmungen
Gemmi-Bahnen Führen ins bekannte Gemmi Sommer- und Winterwandergebiet, Langlauf, Schlitteln,
Schneeschuhlaufen.
Torrent-Bahnen Ski- und Wanderparadies, umrahmt von einer einmaligen Bergwelt und einer
atemberaubenden Aussicht auf das Rhonetal und die Walliser Viertausender.
Verkehrsbetriebe LLB regelmässige Verkehrsverbindung Leuk SBB – Leukerbad sowie in die
umliegenden Dörfer. Ortsbus Ringjet.
Kunst
Ausstellungen in der Kunstgalerie St. Laurent und Galerie Alter Bahnhof, ganzes Jahr geöffnet.
Events
Ganzes Jahr Konzerte, Unterhaltungsabende, Literarische Abende,...
Monatliche Events Römisch-Irische Nacht, Aqua Mystica, Mondscheinbaden, ChampagnerFrühstück
Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen finden Sie unter Kapitel 8
Familien
Vom Schweizerischen Tourismus Verband anerkannter „Familien willkommen“-Ort: familienfreundliche
Unterkünfte und Restaurants, Kinderunterhaltungsprogramme, Kinderbetreuung (Kita Champignon,
Babysitting), Ludothek
Sehenswürdigkeiten
Dorfplatz, Pfarrkirche von Leukerbad, Thermalquellen-Steg und -Weg
Orte der Region
Inden Letztes Dorf vor Leukerbad, barocke Kirche, schmucker Dorfladen, 110 Einwohner.
Varen Weindorf mit exzellenten Kellereien, bekannt sind der Pfyfoltru-Wii und die herbstlichen
Weinfeste (Varner Weinwochen, Pfyfoltru-Weinfest).
Leuk-Stadt/Susten einstiger Herrensitz des Bischofs, heute prägen historische Bauten das Stadtbild
von Leuk, derweil Susten sich nahtlos an das Naturparadies Pfynwald schmiegt. Lebendige
Kulturszene sowie 18-Loch-Golfplatz.
Gampel legendäre Stätte des aufstrebenden Open-Air Gampel mit den idyllischen Bergdörfern
Bratsch, Jeizinen und Engersch.
Albinen ursprünglichstes der Walliser Bergdörfer mit weitläufigem Wander- und Bike-Gebiet.
Erschmatt Kompetenzzentrum des Roggen mit speziellen, urtümlichen Brotback-Angeboten mit
Sortengarten (400 Sorten Walliser Kulturpflanzen).
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Pfynwald Natur- und Kulturlandschaft mit einzigartigen Biotopen von unverbauten Flusslandschaften
an der Rhone, Föhrenwald, Weiher und Geröllfelder. Beschilderte Wanderwege.
2.4 Anreise Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt bis Leuk mit der Bahn (SBB). Anschliessend
fährt der Bus (LLB) von Leuk Bahnhof direkt nach Leukerbad, Albinen, Inden oder Varen. Auskünfte:
www.sbb.ch, www.bahn.de
Mit dem Auto
Von Basel/Zürich, ca. 3 Std.:
Die Autobahn A1 bis Bern, A6 bis Spiez; Richtung Kandersteg; Autoverlad Kandersteg-Goppenstein;
Richtung Gampel; Leuk- Leukerbad
Von Genf, ca 2 Std.:
Die Autobahn A1 bis Lausanne; Richtung Sion / Sierre; Leuk-Leukerbad
Von Milano, ca. 3 Std.:
Die Autobahn A8 / A26 Richtung Simplon; Autoverlad Iselle-Brig; Richtung Leuk-Leukerbad
Per Flug
Nach Ankunft am Flughafen erreicht man per Zug Leuk (SBB) und anschließend geht es weiter mit
dem Bus nach Leukerbad, Albinen, Inden oder Varen.
Flughäfen und jeweilige Entfernung mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Zürich-Kloten (ca. 3,10 Std.),
Genf-Cointrin (ca. 3 Std.), Basel-Mulhouse (ca. 3,20 Std.), Bern-Belp (ca. 2,50 Std.), Lugano-Agno
(ca. 4,40 Std.), Milano-Bergamo (ca. 5 Std.)
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3. Leukerbadner Thermalwasser 3.1 Wissenswertes über die Thermalquellen Die Hydrogeologie ist das Teilgebiet der Erdwissenschaften, welches sich mit den Erscheinungen und
den Eigenschaften des unterirdischen Wassers, des Grundwassers, befasst. Unter Thermalquellen
versteht man Grundwasseraustritte, deren Wassertemperatur oberhalb von 20°C liegt.
Allgemeine Informationen über die Thermalquellen
Die Thermalquellen von Leukerbad wurden seit der Zeit der Römer bis heute ohne Unterbruch
genutzt. In Leukerbad werden momentan 8 Quellgruppen für balneologische oder energetische
Zwecke genutzt. Insgesamt sind ca. 65 Thermal-Quellen in einem Kataster erfasst. Es handelt sich
dabei um lauwarme Sickerwasseraustritte bis zu der 51°C warmen St. Lorenz-Quelle, die eine sehr
konstante Schüttung von ca. 900 l/min aufweist.
Die Thermalquellen treten teilweise direkt aus den anstehenden klüftigen Spatkalken oder seltener
aus den Tonschiefern ans Tageslicht. Verschiedene Quellen müssen sich jedoch ihren Weg vom
felsigen Thermalaquifer durch eine mächtige Lockergesteinsbedeckung bahnen, wie dies z.B. bei der
St. Lorenz-Quelle der Fall ist. Die gesamte Thermalwasserschüttung in Leukerbad wird auf ca. 3000
l/min ungemischtes Thermalwasser geschätzt.
Zusammensetzung des Thermalwassers
Sämtliches Thermalwasser von Leukerbad entstammt einem gemeinsamen Thermalaquifer. Es
handelt sich um ein Calcium-Sulfat-Wasser mit leicht erhöhtem Gehalt an Natrium, Strontium, Eisen
und einem bemerkenswerten Fluoridgehalt. Es weist einen hohen Gehalt an gelösten festen Stoffen
(1800-2000 mg/l) auf. Teilweise führt es eine schwarzbraune Suspension, die von den durchflossenen
Aalenden-Schiefern stammt. Der für viele Quellen typische leuchtend rostig-rote Schlamm ("Fango")
wird durch den hohen Eisengehalt verursacht. Alle Thermalquellen weisen eine gewisse Zumischung
von kaltem Wasser auf (9 - 40%).
Herkunft des Thermalwassers
Ihr langer Fliessweg beginnt östlich von Leukerbad im Gebiet zwischen Majing- und Torrenthorn. Hier
beim Wysssee und Schwarzsee auf ca. 2300 bis 3000 m.ü.M. infiltriert das Niederschlagswasser und
dringt durch steil stehende Kluftsysteme bis ca. 500 m unter den Meeresspiegel ins Gebirge ein. Das
Wasser sättigt sich in der Umgebung des triadischen Gipses an Calcium und Sulfat und steigt als
Thermalwasser dann infolge der Erwärmung nach oben um aus den zahlreichen Quellen in Leukerbad
wieder ans Tageslicht zu treten. Das Wasser ist mit Sicherheit länger als 40 Jahre auf unterirdischen
Fliesswegen unterwegs, wie mit Hilfe von Tritium-Messungen festgestellt wurde. Inwieweit die
kristallinen Gesteine des Aarmassives ebenfalls mit dem unterirdischen Fliessweg in Berührung
kommen, wird noch kontrovers diskutiert.
Erdbeben, Veränderungen in der Niederschlagssituation und nicht zuletzt bauliche Tätigkeiten können
die Schüttung und die Eigenschaften der Thermalquellen verändern.
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Thermalwasser entdecken
Der Thermalquellen-Weg führt in etwa 2 Std. auf einem leichten Wanderweg (ca.3 km) durch
Leukerbad. Neun Tafeln berichten dabei ausführlich in Deutsch und Französisch über das
Leukerbadner „Gold“.
Zudem führt der imposante Thermalquellen-Steg direkt in die Dalaschlucht. Er ist fast 600 Meter lang
und etwa vier Meter über dem Flussbett gebaut. Braune Roststreifen an den Felswänden weisen auf
den Eisengehalt des Thermalwassers hin, das aus Ritzen mitten aus den Felsen der Dalaschlucht
rinnt. Hier beginnen die Thermalwasser führenden Gesteinsschichten mti vielen kleinen
Thermalquellen, die dahin rinnen und tropfen. Über eine 21 Meter lange Hängebrücke erreicht der
Wanderer den 35 Meter hohen Wasserfall. Über zwei Treppen, entlang des stiebenden Wasserfalls,
geht man weiter entlang dem Oberlauf der Dala-Schlucht. Der Wandert geht dann ins bestehende
Wanderwegnetz über.
Der Thermalquellen-Weg und der -Steg sind jeweils von Mai bis November begehbar!
3.2 Bädertourismus in Leukerbad Bis in die jüngste Zeit wurde angenommen, die Entdeckung der Heilquellen von Leukerbad und die
Ansiedlung von Bewohnern gehe bloss bis ins 13. Jahrhundert zurück.
In neuster Zeit wurde aber diese Annahme widerlegt, da an verschiedenen Orten im Dalatal eine
bedeutende Anzahl von Altertümern aufgefunden wurde. Damit war der Beweis erbracht, dass
Leukerbad und das Gebiet um die Heilquellen schon in der römisch-helvetischen Zeit und zwar
spätestens im 2. Jahrhundert nach Christus bewohnt war.
Älteste Urkunde
Die älteste Urkunde, die das Gemeindearchiv von Leukerbad aufweist, stammt aus dem Jahre 1315.
1380 lebten bereits 50 Familien im heutigen Bäderdorf. 1478 entstehen dann die ersten Gasthäuser
im damaligen Balnea leucensia oder "Baden".
Das Jahr 1501 war für den Bädertourismus des Dorfes sehr entscheidend: Der damalige Kardinal
Matthäus Schiner aus Sion kaufte in Leukerbad Rechte an warmen Quellen, investierte in Badebauten
und liess einen prächtigen Gasthof errichten. Von seinem Schloss in Leuk ritt der Kirchenmann gerne
zu den wohltuenden Quellen, um sich dort, zusammen mit der politischen und kirchlichen Prominenz
aus ganz Europa, von den Strapazen des Alltags zu erholen.
Touristische Entwicklung
Wenn auch Lawinen im Verlaufe der Jahrhunderte mehrfach Teile des Dorfes und damit auch Teile
der Bäder beschädigten, so hat der älteste Kurort des Wallis die Infrastruktur immer wieder aufgebaut.
1850 zählte das Dorf 577 Einwohner und endlich war Leukerbad per Strasse vom Tal aus erreichbar.
1896 stand die Gründung der Hotel- und Bädergesellschaft an, der ersten Hotel-AG in der Schweiz.
Mit dem Bau des ersten Skiliftes 1948 hielt auch der Wintertourismus in Leukerbad Einzug.
Dann folgte es Schlag auf Schlag: 1957 wurde die Gemmibahn gebaut, von 1959-61 fand der Bau der
Rheuma- und Rehabilitationsklinik statt, gefolgt vom Bau des Lähmungsinstituts im Jahre 1962. Die
Freiluftbäder der Burgergemeinde wurden 1968 eröffnet. Von 1970-72 erfolgte die Gründung und der
Bau der Torrentbahnen. Die Eröffnung des Thermal-Badecenters der Burgergemeinde fand 1980
statt.
Der Abschluss der 3. Etappe des neuen Burgerbades erfolgte im Jahre 1989. 1993 schliesslich war
die feierliche Eröffnung der heutigen Walliser Alpentherme & Spa. Die Bädergeschichte von
Leukerbad, die bis in die Römerzeiten zurückführt, beweist, dass Wellness in Leukerbad keine
moderne Zeiterscheinung ist, sondern auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken kann.
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Badebüchlein Leukerbad - 500 Jahre Badetourismus in Leukerbad
Nicht erst in den neuesten Marketingkonzepten, sondern schon seit dem Mittelalter gehören
Leukerbad und Wasser untrennbar zusammen. Mit Bischof - später Kardinal - Mathäus Schiner
besass man Anfang des 16. Jahrhunderts sogar einen reisefreudigen Kirchenmann als ersten
Kurdirektor an den heißen Quellen im oberen Dalatal. Er holte persönlich Gäste nach Leukerbad und
erzählte in „halb“ Europa von seinem bevorzugten Badeort nahe der heimatlichen Burgen. Heute
würde man dies eine erfolgreiche Werbung oder „PR“ nennen.
Die spannende und abenteuerliche Geschichte des Badetourismus in Leukerbad vor rund 500 Jahren,
als es schon ein ausgeklügeltes Badewesen in Mitteleuropa gab, dokumentiert das „Badebüchlein
Leukerbad“ von Gabriele M. Knoll.
Das sehr unterhaltsam geschriebene Büchlein kann man direkt im Informationsbüro von Leukerbad
Tourismus für CHF 5,- erwerben.
3.3 Medizinische Wirkung Heute ist die klassische Balneologie oft kurortspezifisch, bedingt durch die natürlichen
ortsgebundenen Heilmittel wie Heilwässer, Heilgase und Peloide (Heilschlämme, Moor, Fango und
Schlick). In der Balneologie werden verschiedene Wirkungskomponenten unterschieden, nämlich
mechanische, thermische, chemische und unspezifische Reizwirkungen.
Mechanische Wirkungen
• Durch den Wasserauftrieb, wiegt der Körper im Wasser weniger als 10% des eigentlichen
Gewichtes. Dadurch sind Bewegungen im Wasser leichter und gelenkschonender. Zusätzlich wird
die Stütz- und Haltemuskulatur im Wasser reflektorisch entspannt.
• Die Viskosität, der Reibungswiderstand, wirkt den Bewegungen des menschlichen Körpers
entgegen. Die Muskulatur wird dadurch bei Trainingstherapien im Wasser (Flossenschwimmen,
WetVest-Aquajogging) gestärkt und der Bewegungsablauf harmonisiert.
Wärmewirkungen
• Durch die Wärmewirkungen werden die Muskeln entspannt, die Dehnbarkeit des Bindegewebes
verbessert und die Gelenkschmiere verflüssigt - letzteres hat auf arthrotische Gelenke eine positive
Auswirkung.
Chemische Wirkungen des Thermalwassers
Mit der Wasseraufnahme und -abgabe durch die Haut werden auch Ionen ausgetauscht.
• Die Mineralquellen in Leukerbad enthalten vorwiegend Calciumsulfatmineralien, d.h. Gips. Warme
Gipswässer lindern rheumatologische und neurologische Leiden und helfen nach Unfallfolgen.
• Ebenso wirken diese Mineralwässer harntreibend und gegen Verstopfung.
(Quelle: Dr. med. Otto Knüsel, Bad Ragaz)
3.4 Thermalwasser genießen Leukerbad ist der grösste Thermalbade- und Wellnessferienort der Alpen und verfügt über die
schönsten Thermen der Schweiz. Ob für ein Wellness-Wochenende oder für einen längeren
Aufenthalt, die entspannende Wirkung des mineralreichen Thermalwassers überzeugt. An 365 Tagen
im Jahr findet jeder Gast das auf seine Bedürfnisse ausgerichtete Thermalbad.
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Die vier öffentlichen, wie auch die zahlreichen privaten Thermalbäder, bieten das passende
Badeerlebnis für jeden Geschmack und jedes Budget. In den angenehm warmen Schweizer Thermen
kommen alle Thermalwasser-Liebhaber voll auf ihre Kosten:
•
•
•
Familien: Geniessen in der familienfreundlichen Burgerbad Therme einen schweizweit
einzigartigen Badetag
Sportler: Entspannen sich nach einer Wanderung oder nach einem Skitag in den Bergen in
Leukerbads Thermen
Wellnessgäste: Profitieren vom breitesten Thermalbäder- und Wellness-Angebot der Schweiz
In Leukerbad sprudeln täglich 3.9 Millionen Liter 51 Grad warmes Thermalwasser in die
Becken. Dies entspricht dem reichsten Thermalwasser-Vorkommen von ganz Europa.
Bereits in Zeiten der Römer brachen viele in Richtung der bekanntesten Thermalbäder der Schweiz
auf. Die heilende Wirkung des alpinen Thermalbads in der Schweiz war bis weit über die
Landesgrenzen hinaus bekannt. Heute ergänzen Highlights wie etwa das Champagner-Frühstück,
Aqua Mystica, oder die Römisch-Irischen Nächte das breite Thermalbade Angebot.
Angebot Leukerbad Therme
Die Leukerbad Therme ist die grösste Thermalbadeanlage der Alpen. Die familiäre Oase verwöhnt mit
insgesamt 10 verschiedenen Thermalquellenbecken inklusive Thermal-Kinderpool und Rutschbahn,
Unterwassermassagen, Jacuzzies, einem Fussparcours zum Kneippen sowie einem Sportbecken.
Aqua Mystica: Thermalbaden in mystischer Atmosphäre: In magischen Stunden in der Leukerbad
Therme steigen leichte Dampfschwaden aus warmen Quellen empor, geheimnisvolle Lichteffekte
erhellen die nächtliche Finsternis, urbane musikalische Klänge verbinden sich mit plätscherndem
Wasser und Happen und Trunk aus dem Feuertopf beleben die Sinne der Badegäste. Das Ereignis
wiederholt sich alle dreissig Tage um Neumond, stets am sechsten Wochentag zwischen dem
abendlich achten und elften Glockenschlag.
Champagner-Frü̈ hstü̈ ck: Wie wäre es mit Kaffee, Joghurt, Lachsbrötchen und Champagner im
Thermalwasser? Lassen Sie sich im Thermalbad bedienen und geniessen Sie die wohlige Wärme des
Thermalbads: Einzigartig und unvergesslich! Champagner-Frühstück und - Apéros im Thermalwasser
sind auch exklusiv für Anlässe ab 10 Personen buchbar!
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Angebot Walliser Alpentherme & Spa Leukerbad
In der Walliser Alpentherme & Spa laden neben einem Innen- und Aussen-Thermalbecken, ein
Walliser Saunadorf sowie ein Römisch-Irisches Bad zur gepflegten Badekultur ein.
Walliser Saunadorf: Die Saunenlandschaft auf über 300 qm dargestellt als malerisches Walliser
Bergdorf mit Schiefergestein und altem Holz umfasst u.a. ein um den Dorfplatz angesiedelten
historischen Spycher (Kräuter-Sanarium ca. 70°C), ein alpines Chalet (Aufguss-Sauna ca. 90°C), ein
urchiges Walliser Haus (Nebel-Schwitzbad ca. 48°C), ein steinernes Mühlenhaus (Steinbad ca. 40°C)
mit Mühlrad und Gletscherbach, sowie einen Brunnenplatz mit Thermalwasserquelle und eine
typische Dorfbeiz „Gemmistube“ für erfrischende Drinks zwischendurch.
Das Römisch-Irische Bad ist die wohl schönste Anlage rituellen Nacktbadens: Harmonisch
abgestimmt wird die römische Badekultur mit ihren unterschiedlichen warmen Thermal- und
Heissluftbädern mit der irischen Badetradition vereint. Wellnessliebhaber durchlaufen dabei 11
Stationen
mit
Dampfund
Wasserbädern
in
verschiedenen
Temperaturen.
Eine
Seifenbürstenmassage gehört ebenso dazu wie das abschliessende Träumen im Ruheraum.
Mondscheinbaden: Beim Mondscheinbaden erfahren die Badefreunde eine absolut neue Form des
(Thermal-) Badens! Jeweils am ersten Samstag des Monats können Sie das 36 Grad warme
Thermalwasser unter dem Sternenhimmel von Leukerbad und das Walliser Saunadorf bei
Kerzenschein geniessen.
Römisch-Irische Nacht: Während der Römisch-Irischen Nacht können sich die Besucher auf eine
Zeitreise in die Blütezeit der römischen Antike begeben, wenn das Römisch-Irische Bad zur Kulisse
empfängt der "Imperator" mit seinen Bediensteten die Badegäste und eröffnet mit einer Festrede die
Badespiele. In dieser Atmosphäre können die Besucher den Alltag leicht vergessen, Speis und Trank
am authentisch-römischen Buffet geniessen und den Klängen der Musik aus einer anderen Welt
lauschen. Die Römisch-Irischen Nächte finden freitags an verschiedenen Daten statt.
Angebot Volksheilbad
Die Therme des Volksheilbads zeichnet sich durch sein naturreines, unfiltriertes Thermalwasser aus.
Ein Aromadampfbad, eine Biosauna sowie eine Infrarotkabine runden das Angebot ab. Die Stiftung
Volksheilbad verfügt über ein breites physiotherapeutisches Angebot, verschiedene Gästezimmer
sowie über einen Solidaritätsfond, mit dem mittelbeminderten Gästen und Gruppen eine Badekur
ermöglicht werden kann. Somit kann jedermann in den Genuss der Heilwirkung des Thermalwassers
kommen.
Angebot Bäderhotels
Neben den vier öffentlichen Thermalbädern gibt es in Leukerbad fünf 4- und 5-Sterne-Hotels, die über
private Thermalbecken im Innen- und Aussenbereich verfügen:
- Lindner Hotels & Alpentherme
- Hotel Mercure Bristol
- Hôtel Les Sources des Alpes
- Regina Terme
- Wellnesshotel Grichting-Badnerhof (Solebad)
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3.5 Thermalwasser als Energielieferant – ökologische Aspekte Schon die alten Einwohner Leukerbads wussten die Vorteile des Thermalwassers zu schätzen. So
holte man damals an den Thermalwasserbrunnen in Leukerbad das heiße Wasser zum Geschirr
spülen oder fürs wöchentliche Bad zu Hause, wodurch man kostbares Brennholz sparen konnte.
Heute wird Thermalwasser mit neuen Technologien zur Energierückgewinnung eingesetzt.
So gelangt das 51° C. warme Thermalwasser der Sankt-Lorenzquelle in der Walliser Alpentherme &
Spa zuerst in geothermische Wärmetauscher bevor es in die Badebecken fliesst. Dabei wird normales
Kaltwasser erwärmt und für die Heiz- und Warmwasserversorgung der Lindner Hotelanlagen benutzt.
Fließt das Wasser wieder aus den Badebecken, läuft es ein zweites Mal durch die Wärmetauscher.
Nun, wird Aussenluft für die Gebäudelüftung erwärmt.
Bei einer Temperatur von 25°-30° C. wird das Thermalwasser nochmals als Heizenergie für die steile
Parkhauszufahrt der Alpentherme benötigt, die im Winter jeweils schneefrei bleibt. Dabei leitet man
das thermale Abwasser unter der Parkhauszufahrt durch in die Kanalisation.
Auf einem technisch sehr hohen Niveau sind die Energie-Rückgewinnungsmethoden in der Leukerbad
Therme. Hier gelangt das thermale Abwasser (32-36° C.) in ein Becken mit einem Rohrsystem. Durch
die Rohre fließt Trinkwasser, das mit 7° C. ins Haus gelangt. Dieses wird dabei auf Beckentemperatur
und anschließend in einem Boiler weiter auf 80° C. erhitzt. Das Warmwasser wird anschließend als
Duschwasser eingesetzt. Diese Maßnahme brachte Leukerbad Therme eine Einsparung von 50 % der
fossilen Brennstoffe (rund 500.000 l Heizöl).
In der Leukerbad Therme wird die Energierückgewinnung jedoch weiter entwickelt. So installierte man
letzthin eine geothermische Wärmepumpe der neuesten Generation, die dem thermalen Abwasser ca.
25° C. entzieht und dieses folglich erst mit 10° C. in die Kanalisation abfließen lässt. Mit dieser
Maßnahme reduzierte das Burgerbad seinen gesamten CO2-Ausstoß um 90 % (ca. 2.160 t/p.a.). Das
Ziel ist aber CO2-frei zu sein, was mit den heutigen Technologien, aus hygienischen Gründen, noch
nicht vollends möglich ist, welches aber weiter verfolgt wird.
Zu guter Letzt werden alle Abwasser von Leukerbad, nachdem sie in der Kläranlage gereinigt wurden,
zur Stromerzeugung im Dala Kraftwerk genutzt, das sich talauswärts in Leukerbad befindet.
Thermalbaden mit Spaß und Spiel
Vielfach stellt man sich unter einem Thermalbadeort einen klassischen Kurort für meist ältere Leute
vor. In Leukerbad räumen wir mit den Ammenmärchen richtig auf, da sich die Gästestruktur mit den
Jahren wesentlich veränderte. Die Angebote der Leukerbadner Thermen sind diesbezüglich mehr auf
ein hedonistisches Thermalbadeerlebnis ausgerichtet und bieten entweder Spaß für Familien oder
auch eher präventive Angebote in Form einer Wellnesserfahrung an. Vor allem die Leukerbad Therme
richtet sich an Familien und Gäste, die Thermalwasser von der eher spassigen Seite erleben
möchten.
Neues aus der Leukerbad-Therme
Thermalspaß für die ganz Kleinen
In der Leukerbad Therme gibt es für die ganz kleinen bis vier Jahre das neue Kinderparadies. Es ist
ein nicht allzu tiefes Thermalbecken mit spielerischen Elementen, wo Kinder mit dem Wasser
interagieren können. Eine Rutschbahn, Figuren wie ein Delphin, ein Clown, ein Fisch etc. agieren als
Wasserspeier und halten dabei die Jungmannschaft auf Trab. Ideal ist dabei für die Eltern, dass Sie
im Sommer, draussen auf dem Liegestuhl, direkten Blickkontakt zum Kinderparadies haben und so
den Nachwuchs im Auge behalten. Die Leukerbad Therme sorgt sich ganz speziell um Familien. Ziel
ist dabei, dass die oberste Etage mit der ersten Xtube Reifenrutsche, dem Kinderparadies und dem
Sportbecken allmählich zur Familien-Zone umfunktioniert wird.
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Thermalbaden mit Ambiente
Das Freibad der Leukerbad Therme, also die Verlängerung zum Hallenbad, erstrahlt seit September
2014 in neuem Glanz. Ein Stahlbecken mit verschiedenen Attraktionen setzt dem ganzen Angebot
nämlich noch einen drauf. Massagedüsen, Sprudel, Wasserspeier, Dampf, Licht- und Feuereffekte
lassen einem die Welt des Thermalwassers auf abenteuerliche Weise und mit viel Ambiente erleben.
Das neue Becken schafft auch mehr Kapazitäten und dient zudem den Wasser-Events wie Aqua
Mystica, das immer noch grosse Erfolge feiert.
4. Leukerbad aktiv – Energize your Life Während eines Aufenthalts in Leukerbad wird es einem sicherlich nicht langweilig. Die
Kombination von Aktivurlaub mit dem Entspannen in den Thermen ist hier die altbewährte
Formel im Winter wie im Sommer. Energize your Life steht diesbezüglich für den Ausgleich
zwischen Sport, Relaxen und Wohlfühlen. Eben alles was einen Urlaub ausmacht und dazu
beiträgt mit unvergesslichen Erinnerungen sowie entspannt nach Hause zurück zu kehren,
verbunden mit dem Wunsch, seinen nächsten Urlaub wieder in Leukerbad zu verbringen.
4.1 Winter in Leukerbad – erfrischend sportlich und wohlig warm! Der Leukerbadner Winter zeichnet sich dadurch aus, dass auch Wintersportmuffel Freude an
Schnee, Sonne und Märchenlandschaft gewinnen können. Pistenflitzer finden rund 60 km
präpariertes Skigebiet, Snowboarder werden mit Halfpipe und Pulverschnee glücklich,
während Après-Skiler Hütten, Bars, Musik und viel Sonne abbekommen. Langläufer finden auf
der Gemmi ihr Glück mit über 15 km Loipen. Wer sich auf den Brettern schwer tut, dem werden
Schneeschuhtrails, Winterwandern, Schlitteln, Eislaufen oder auch Curling geboten. Nach
einem sportlich, erfrischenden Tag entspannt man den Körper am besten in den wohlig
warmen Thermen und lässt den Tag bei einem Fondue, Raclette oder anderen Spezialitäten
ausklingen, die einem die Leukerbadner Gastronomie bietet.
Ski- und Snowboard in sonnigen Höhen...
Ski- und Snowboardfahrer können im Dorf zwei Skilifte benutzen oder sich mittels der
Grosskabinenbahn ins Torrentgebiet führen lassen. Hier gibt es ausreichend Möglichkeiten auf 50 km,
zum Teil weltcuperprobte Pisten, oder im Snowboard-Funpark, seinem Hobby zu frönen. Sechs
Skilifte und eine Sechsergondelbahn schließen das Gebiet von Torrent und Albinen zusammen. Doch
nicht nur Ski-und Snowboardfans sondern auch Panorama-Liebhaber und Sonnenanbeter genießen
hier das herrliche Panorama auf die Viertausender der Walliser Alpen.
Langlauf im Dorf und im Gemmi-Gebiet
In unmittelbarer Nähe des Dorfes Leukerbad befindet sich ein Langlaufparadies mit verschiedensten
Loipen auf einer Gesamtlänge von 12 km. Die Alternative für alle die neben dem Langlaufen auch
gleichzeitig noch etwas entdecken möchten ist im natürlich belassenen Gemmi-Gebiet zu finden und
beginnt bereits mit einer spannenden Luftseilbahn-Fahrt auf über 2000 M. ü. M. Von der Bergstation
der Gemmi-Bahnen geht es anschliessend bequem mit der Pendelbahn hinunter zum Daubensee.
Hier können Langläufer zwischen einer 7 km und einer 8 km langen Loipe wählen. Die Gemmi ist für
Langläufer ideal, die in einem (ent)spannenden, natürlich belassenen Umfeld ihrem Hobby frönen
möchten. Die aktuelle Langlaufloipenkarte ist bei Leukerbad Tourismus erhältlich.
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Winterwandern in traumhafter Landschaft
Inmitten einer märchenhaft tief verschneiten Winterlandschaft tanken Winterwanderer neue Energie
und vergessen den Alltag. Ob kürzere oder längere, steigende oder flache Winterwanderungen,
Leukerbad bietet eine Vielzahl an präparierten Winterwanderwegen im Dorf und auf der Gemmi.
Insgesamt werden rund 40 km Winterwanderwege präpariert und lassen den wahren Winterzauber
erkennen. Der Klassiker unter den Winterwanderungen in Leukerbad ist sicherlich die
Gemmiwanderung bis nach Kandersteg, die nun auch im Winter machbar ist. Aber auch der
Panoramaweg von der Rinderhütte bis zur Mittelstation der Gondelbahnen beeindruckt
Winterwanderer. Wer in Leukerbad selber nicht genug bekommen kann, schweift in die Region aus
und wandert zum Beispiel von Albinen bis nach Guttet-Feschel, wo der Ausblick übers ganze
Rhonetal schweift und über die Berner sowie Walliser Alpen. Ein Plan der Winterwanderwege und
aktuelle Informationen gibt es bei Leukerbad Tourismus.
Schlittelspaß für Jung und Alt
Ein Schlittelplausch von ganz besonderer Güte verspricht die Rodelpiste auf dem Gemmipass. Auf
2.350 M. ü. M. erwartet einem nicht nur ein unglaublicher Rundblick auf die Perlen der Walliser Alpen
sondern auch ein einzigartiges Hochplateau, dessen Weite und Idylle begeistern. Eingebettet in dieser
herrlichen Landschaft befinden sich die 1,2 km und 1,5 km langen Schlittelbahnen zum Daubensee.
Den Schlitten oder fahrbaren Untersatz braucht man erst gar nicht auf die Gemmi mitzubringen. Direkt
bei der Bergstation kann man Schlitten mieten und schon geht's los. Die Pendelbahn beim
Daubensee bringt die Rodler innerhalb kürzester Zeit wieder hoch zur Bergstation und weiter geht's
mit der nächsten Abfahrt! Es versteht sich von selbst, dass die ganz sportlichen Rodler anstelle der
Pendelbahn natürlich zu Fuß hoch zum Ausgangspunkt der Rodelbahn wandern. Zudem gibt es im
Snowpark Sportarena eine einfache und nicht allzu steile Schlittelpiste direkt neben dem Förderband.
Diese ist ideal für Familien mit Kleinkindern. Die Strecke beträgt ca. 150 Meter. Das Restaurant
Weidstübli bietet auch Schlittelspaß an. Man kann das Restaurant in einem 30 minütigen Spaziergang
von der Bushaltestelle Lärchenwald aus erreichen. Einmal zurück im Dorf, kann man den Schlitten
beim Sportgeschäft Possa Sport zurückgeben.
Skitouren auf der Gemmi
Die Gemmi ist ein weitreichendes Tourenskigebiet von mittlerer Schwere. Der Klassiker ist die Tour
auf den Wildstrubel (3.243 M.ü.M.), die beim Gemmipass anfängt und in gut 4 Stunden zu absolvieren
ist. Einmal auf dem Gipfel angekommen, genießt man das Panorama auf 42 Viertausender und nach
Norden sieht man bei klarem Wetter bis nach Deutschland. Ein weiterer Klassiker ist die Tour aufs
Daubenhorn (2.941 M.ü.M.), die dank der Nordlage und des guten Pulverschnees fast immer
begehbar ist. Weitere beliebte Ziele auf der Gemmi sind das Steghorn (3.148 M.ü.M.), der Rote Totz
(2.848 M.ü.M.), das Rinderhorn (3.448 M.ü.M.), das Balmhorn (3.698 M.ü.M.) oder die Alte Gemmi.
Weitere Infos: www.gemmi.ch - Lawinenbericht: www.slf.ch
Schneesportschulen für Groß und Klein
In Leukerbad gibt es zwei Schneesportschulen, die nicht nur Skiunterricht geben, sondern auch
verschiedene Animationen, wie nächtliche Schneeschuhwanderungen, Skirennen, Snow-Kite etc.
anbieten. Deren Programm und Angebote können unter den jeweiligen Internetseiten aufgerufen
werden.
Offizielle Schweizer Schneesportschule Leukerbad – www.skischule-leukerbad.ch
Curling für Anfänger und Könner
Curling ist eine ideale Kombination der gesunden körperlichen Betätigung und Pflege der Geselligkeit.
Curling wird gespielt um zu gewinnen, aber nie um einen Gegner zu erniedrigen. Ein echter Curler
zieht eine Niederlage einem unfairen Sieg vor! In der Sportarena haben Gäste die Möglichkeit, das
Curlen unter kompetenter Anleitung von Dezember bis März zu erlernen. Das Gäste-Curling ist
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sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Man braucht lediglich Schuhe mit einer
Gummisohle, warme, bequeme Kleidung und Fingerhandschuhe. Ein Instruktor ist ebenfalls im Preis
inbegriffen wie ein anschliessendes Apéro. Damit das Gäste-Curling durchgeführt werden kann,
braucht es mindestens 8 Personen. www.sportarenaleukerbad.ch
Schnee- und Badepass – die ideale Kombination in Leukerbad
Um das Leukerbadner Angebot vollends und preiswert auszunutzen gibt es das Kombi-Abonnement
mittels dem Schnee- und Badepass. Der Pass vereint die atemberaubende Bergwelt mit dem
entspannenden Thermalwasser. Man löst ein Abonnement und hat freien Zutritt mit den Bergbahnen
ins Skigebiet Torrent inklusive Skiabonnement, der Gemmi und den Thermalbädern der Leukerbad
Therme und der Walliser Alpentherme & Spa. Den Schnee- und Badepass kann man bei Leukerbad
Tourismus, den Bergbahnen oder den Thermen beziehen. Tipp für Familien: Kinder bis 8 Jahre
genießen einen kostenlosen Eintritt in die Wintersportgebiete Torrent & Gemmi, sowie in die
Leukerbad Therme.
4.2 Sommer – die perfekte Mischung aus Aktivität und Entspannung Die alpine Landschaft im Wallis lädt geradezu ein, sich die Füße zu vertreten und die Natur in
vollen Zügen zu genießen. In Leukerbad stehen etwa an die 200 km Wanderwege zur
Verfügung. Aber nicht nur Wandern steht auf dem Programm. In Leukerbad gibt es sowohl den
längsten als auch den ältesten Klettersteig – letzterer ist der traditionelle Übergang nach
Albinen in Form von Holzleitern. Aber auch Mountain-Biker und Radler finden viele Strecken,
um ihrem Hobby nachzugehen. Golfer kommen auf dem Golfplatz Leukergrund auf ihre
Kosten, während All-Player verschiedene Animationen wie an Kletterwänden kraxeln, IndoorFussball spielen, Gleitschirm fliegen, Tennis spielen oder auch Fischen können. Das die
Kombination mit Thermalbaden auch im Sommer Trumpf ist, muss man an dieser Stelle wohl
kaum mehr erwähnen!
Über Stock und Stein – Wandern in und um Leukerbad
Der historische Gemmipass wird schon seit Jahrhunderten überquert und bleibt eine beliebte
Verbindung zwischen Leukerbad und Kandersteg auf den Spuren der ersten Touristen. Für die
gemütlichere Variante der Tour fährt ab Juli 2012 die total erneuerte Gemmibahn zum Kulm auf 2.350
M.ü.M. Aber auch kleinere Wanderungen wie die Albinenleitern – ebenso eine historische Strecke
zwischen Leukerbad und Albinen – oder der Römerweg, der ohne es zu erwähnen, einer der letzten
Zeitzeugen der Walliser Antike ist, erwecken des Müllers Wanderlust. Richtige Outdoorfreaks, die
längere Hochgebirgswanderungen bevorzugen, sollten die traditionellen Verbindungen vom
Lötschental über den Restipass, von Crans-Montana über die Varneralpe oder gleich die
Wildstrubeltour ausprobieren. Ebenso gibt es viele Themenwege in der Gegend. Auf den beiden
Thermalquellenwegen lernt man Wissenswertes über das Leukerbadner Gold kennen, der
Kapellenweg ist was für Liebhaber religiöser Bauwerke, auf dem Gletscherpfad in Lämmeren sind die
Geologen und Botaniker gefordert, auf dem Walliser Weinweg dreht sich alles um die edlen Tropfen
oder auf dem Kulturweg Dala-Raspille lernen Wanderer einiges über verschiedene klimatische Zonen
wie über die alemannisch-lateinische Doppelkultur des Wallis kennen. Die Auswahl ist recht groß und
wer die Wahl, der hat die Qual. Wandervorschläge findet man auch unter www.leukerbad.ch und eine
regionale Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 gibt es bei Leukerbad Tourismus.
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(E-)Mountainbike & Radspaß
19 ausgeschilderte Bike-Routen erwarten bei uns die Radler. Ob man mit der Bahn das Bike den Berg
hoch transportieren lässt und dann die Abfahrt geniesst, oder ob man auf der gewählten Route
ausschließlich die Muskelkraft einsetzt: Wir wünschen gute Fahrt! Jedenfalls kann man alle Routen
auch mit E-Mountainbikes absolvieren. Diese kann man in der Sportarena oder im Sportgeschäft
Relaction mieten. Zudem kann man Routenblätter mit Höhenprofil und downloadbaren GPS-Daten auf
der Website von Leukerbad Tourismus herunterladen: www.leukerbad.ch
Klettern – Freestyle oder auf dem längsten Klettersteig der Schweiz
Das Daubenhorn konnte man früher nur vom Gemmipass her erklimmen, was sich nach einer
Initiative des Vereins IG Klettersteig schlagartig änderte. Der eher brüchige Schieferfels konnte
nämlich mit einem fix installierten Klettersteig bezwungen werden und seither kann man auch von der
östlich exponierten Seite zum Gipfelkreuz aufsteigen. Es ist der längste Klettersteig der Schweiz, der
mit dem Schwierigkeitsgrad ED (Extrem Difficult) eingestuft ist.
Ein Klettersteig ist ein durchgehend mit Drahtseilen und an den erforderlichen Stellen mit Leitern
gesicherter Felssteig. Dem schwindelfreien und geübten Berggänger bietet er eine Zwischenstufe von
Bergwandern und Sportklettern. Im steil oberhalb von Leukerbad emporragenden Felsen des
Daubenhorns installierten eine Gruppe von Bergsteigern und Bergführern mehrheitlich in Fronarbeit
216 Meter Leitern und über 2000 Meter Stahlkabel. Der Klettersteig führt dem Besucher das einmalige
Panorama der Walliser Alpen auf eindrückliche Weise näher. Einzigartig ist die ca. 100 Meter lange
natürliche Höhle, die man durchquert und in welcher im Winter die Lawinen ins Tal donnern. Im
oberen Teil des Steigs befindet sich die Via Konst. Eine Variante, bei der die Höhe des Daubenhorns
in vollen Zügen genossen werden kann und die nichts für schwache Nerven ist. Diese luftige Variante
wurde nach einem der Initianten benannt, kann man aber auch umgehen. Nach rund 8 Stunden und
1.000 Höhenmetern ist der Gipfel des Daubenhorns (2.941 M. ü.M.) erreicht. Falls die Kondition nicht
reicht, besteht nach ungefähr einem Drittel der Tour die Möglichkeit, nach Leukerbad abzusteigen.
Der längste Klettersteig der Schweiz wartet auf mutige Sport- und Naturfans und ist sicher ein
außergewöhnliches Erlebnis.
Seit kurzem hat der längste Klettersteig der Schweiz einen kleinen Bruder. Der neue
Erlebnisklettersteig soll unerfahrenen Alpinisten das Verhalten in einem Klettersteig näher bringen,
auch wenn der Schwierigkeitsgrad im mittleren Niveau liegt. Das Zielpublikum ist also breiter und das
Angebot richtet sich so an Familien, Jugendliche, Gruppen oder sportliche Personen jeden Alters. Der
neue Steig entspricht nicht ganz dem eines normalen Klettersteigs, sondern enthält auch diverse
Elemente eines Seilparks. Der Einstieg des neuen Erlebnisklettersteigs, der mit vielen attraktiven
Elementen gestaltet ist, erfolgt beim Gemmipass, führt der Felswand entlang unter dem
Bergrestaurant durch, so dass sich der Ausstieg neben der Bergstation der Gemmibahn befindet. Die
Länge beträgt rund 800 Meter und die Höhendifferenz etwa 30 Meter. Nervenkitzel ist auch hier
garantiert. Highlights sind sicherlich die 65 m lange Seilbrücke oder die 20 m hohe Drehleiter, welche
sich um 540° dreht. Diese Routenführung ist in der Schweiz einmalig und die Lage sehr attraktiv.
Denn aus der Bahn oder der neuen Plattform können die Alpinisten gut beobachtet werden.
Beide Klettersteige sind kostenlos begehbar, wobei sich die IG Klettersteig natürlich über Kollekte
freut, die dem Unterhalt der Klettersteige dienen. Geöffnet sind die Klettersteige nur in der
Sommersaison. Je nach Schnee- und Witterungsverhältnissen kann mit einer Saison von Juli bis
Oktober gerechnet werden. Die Kletterausrüstung kann jeder selber mitbringen oder vor Ort im
Sportgeschäft mieten. Die Begehung der Klettersteige erfolgt immer auf eigenes Risiko und sie sind
nur für schwindelfreie und geübte Berggänger geeignet. Weitere Informationen unter: www.viaferrataleukerbad.ch
Wer sich lieber im Freestyle üben möchte, hat auch dazu diverse Möglichkeiten. Zum Aufwärmen und
Training bietet sich die Boulderwand der Rinderhütte oder der Sportarena an. Zum Klettern am Felsen
gibt es verschiedene Klettergebiete in Leukerbad in ebenso verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Detaillierte Infos erhält man dazu auch unter der obengenannten Website der Via Ferrata Leukerbad.
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Von Green zu Blue oder Golf und Thermalwasser
Die neue Kombination von Wellness im blau schimmernden Thermalwasser von Leukerbad und Golf
auf den gepflegten Greens von Leuk wurde Realität. Dieses zusätzliche Sportangebot eröffnet den
Gästen von Leukerbad neue Möglichkeiten. Der 18-Loch-Golfplatz in der Rhonetalebene befindet sich
rund 18 km von Leukerbad entfernt und ist in einer halben Stunde erreichbar. Der Par 72 Platz weist
54 Hektaren auf und ist rund 9 Monate im Jahr bespielbar. Unmittelbar in der Nähe des Platzes steht
der Pfynwald, einer der grössten zusammenhängenden und geschützten Föhrenwälder Europas.
Zudem umschliesst eines der besten Anbaugebiete für Rotweine den Golfplatz: Eine wahrlich
einzigartige Kulisse für den 18-Loch-Golfplatz.
Golf Academy Valais: Die erste Golf Academy im Wallis befindet sich im Golf Club Leuk. Die Gäste
werden von Swiss PGA Golflehrern unterrichtet und begleitet. 3- oder 5-tägige Kurse, privat
Unterricht, Schnupperkurse für Unternehmen und Vereine sind angeboten. Anfänger wie
Fortgeschrittene Golfspieler sind willkommen und werden in separaten Gruppen unterrichtet. Weitere
Infos: www.golfleuk.ch
Bergtouren für Hochalpinfans
Wer hoch hinaus will und sich in der Gegend nicht so gut auskennt, kann einen Bergführer buchen. In
der Gegend um Leukerbad gibt es einige sehenswerte Gipfel zu besteigen sowie Weitwandertouren
zu absolvieren. Ebenso gibt es eine SAC Berghütte, die Lämmernhütte. Bergführer finden Sie mit
folgenden Links:
Alpincenter Leukerbad: www.alpincenter-leukerbad.ch
Christian Wäfler: www.laemmernhuette.ch
Tutti Frutti - Animationsprogramm
Unter den vielen Möglichkeiten sich auszutoben, gibt es auch natürlich noch viele weitere
Möglichkeiten. Ob man mit einem Monstertrottinette von der Rinderhütte ins Dorf rast, auf dem
höchstgelegenen Disc-Golf-Parcours Frisbees wirft, auf dem Helsana Swiss Running Walking Trail
joggt oder in Nordic Walking-Manier läuft, ob man auf der Gemmi die Slacklines ausprobiert, im
Lämmernsee oder in der Dala Forellen fischt mit dem Tandem-Gleitschirm das Gefühl der Freiheit
auslebt, Tennis, Beachvolleyball spielt oder in der Sportarena Squashd oder sogar mal im Sommer
Eis läuft – in Leukerbad sind einem kaum Grenzen gesetzt. Außerdem bietet Leukerbad Tourismus
jeweils ein wöchentlich neues Animationsprogramm an. Eine Vielzahl an Wanderungen, Führungen,
Kurse oder auch Ausstellungen etc. bieten eine Fülle an Abwechslung. Weitere Informationen.
www.leukerbad.ch
4.3 Wellness – der größte Wellnessferienort der Alpen! Leukerbad mit den warmen Thermalquellen bietet von Natur aus die besten Voraussetzungen für
einen Wellnessurlaub. Leukerbad ist eine Pionierdestination, denn der Zugang, zum unvergleichlich
breiten Wellnessangebot, ist jedem möglich. Sei es die luxuriöse Vollendung eines Tages im 5*Wellnesshotel oder als Highlight, inbegriffen in einem Package, kombiniert mit einer Ferienwohnung,
Skifahren oder Wandern. Ein blosses Wellness Wochenende ist zu kurz, um einen angemessenen
Einblick in die 250 verschiedenen Anwendungen, die im größten Thermalbade- und Wellnessferienort
der Alpen auf einem warten, zu erhalten. Selbst Kenner, werden fasziniert sein und in den Walliser
Bergen auf überraschend angenehme neue Wellness-Erlebnisse treffen. Auch die
Rahmenbedingungen für ein revitalisierendes Wellness Wochenende in der Schweiz stimmen bei uns.
Eine Kombination aus frischer Bergluft, Walliser Sonne und einer umwerfenden Bergkulisse, welche
zum Skifahren oder Wandern einlädt, tragen ihren Teil zur Entspannung bei.
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Wellnesspauschalen
Leukerbad Tourismus bietet eine Palette an Wellnesspauschalen an. Vom Schnupperwochenende
über das Entspannungsprogramm bis zu den Revital-Kurzferien, kann man diese Programm nach
Belieben mit einem Hotelaufenthalt oder einer Unterkunft in einer Ferienwohnung kombinieren. Auch
die Badehotels bieten eigene Pauschalen an, die man direkt in den entsprechenden Unterkünften
buchen kann. Informationen zu den Pauschalen mit Preisen findet man unter: www.leukerbad.ch Rubrik Wellness
Wellnesscenter
In Leukerbad gibt es einige Anbieter von Wellnessanwendungen. Einerseits sind es natürlich die
großen Thermalbäder Leukerbad Therme und die Walliser Alpentherme & Spa, andererseits
verschiedene Physiotherapieinstitute und zu guter Letzt auch die Badehotels. Die Anwendungen
gehen dabei von Schönheit über Revitalisierung bis über Anwendungen, die aus Walliser Traditionen
und Rezepten entspringen. Die verschiedenen Angebote findet man auf deren Website und die Fülle
der Centren mit deren Internetadressen auf der Website von Leukerbad Tourismus:
www.leukerbad.ch
5. Essen und Trinken mit Lokalkolorit Aus der Walliser Landwirtschaft stammen typische Gerichte wie Raclette, aber auch der edle Walliser
Wein. Wer mehr über unsere Köstlichkeiten erfahren will, sollte unbedingt eine der folgenden
Veranstaltungen zum Thema besuchen. Man lernt dabei auch urige Leute kennen, die ihr Handwerk
durch und durch verstehen!
5.1 Wein, Weib und Gesang Die Walliser pflanzen seit Urzeiten Wein an. Den Römern sei Dank, dass die Rebe ins Wallis
gekommen ist. Viele Leukerbadner führten bis ins 20. Jhdt. eine Art Nomadenleben und
bewirtschafteten Felder in Leukerbad, Getwing, nahe bei Turtmann im Rhonetal und teils in Varen,
was insbesondere den Wein anbelangte. Der Hauptsitz war Leukerbad, während die Familie zu
gewissen Zeiten wie im Frühjahr auch mal ganz nach Getwing zog und die Maisfelder bestellte,
Obstbäume pflegte, die Weinberge in Stand hielt etc. – eben alles was in Leukerbad auf 1411 M.ü.M.
nicht gedeihte und was man doch zum Leben brauchte. Wein war aber nicht nur ein notwendiges
Lebensmittel der Hygiene wegen, es wurde allseits eingesetzt, auch in vielen typischen Gerichten.
5.1.1 Weinwochen Varen Vom 31. August - 26. September 2015 läuten Leukerbad und das Nachbardorf Varen wieder die
Weinwochen ein. Den(n) Wein erleben ist viel mehr als ihn nur zu kosten. Die Varner Weinbauern
laden ein, ganz neue Facetten des „Pfyfoltru“-Rebsaftes kennenzulernen. Klingt das Wort „Pfyfoltru“
etwas exotisch? Durchaus verständlich, denn „Pfyfoltru“ bedeutet im Walliserdialekt "Schmetterling".
Dem Schmetterling haben sich die Varner Weinbauern nämlich verschrieben. Er symbolisiert das
naturbewusste Weindorf mit den naturnahen Weinen und garantiert für integrierten Weinbau (IP) mit
Begrünung, Mengenbeschränkung und einen naturnahen Ausbau, der nur mit natürlichen Produkten
erfolgen darf. Während vier Wochen bietet Leukerbad Tourismus zusammen mit der Genossenschaft
Pro Varen ein attraktives Rahmenprogramm zum Thema Wein an. Während der Weinwochen in
Leukerbad werden nebst Degustationen auch Rebwanderungen, Exkursionen durch das
Naturparadies Pfynwald und entlang der Suone "Bisse de Varône" angeboten. Ein Besuch in Varen
rundet die Exkursionen jeweils ab. Aber auch das Baden im Leukerbadner Thermalwasser sowie die
Kultur kommen dabei nicht zu kurz! Die einzelnen Programmpunkte der Weinwochen können direkt
bei Leukerbad Tourismus gebucht werden. Details und Direktreservierung unter: www.leukerbad.ch
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5.1.2 Weinfest in Varen Krönender Abschluss der Weinwochen Varen ist das Weinfest in Varen. Es ist durchaus ein
feuchtfröhliches Treffen von Einheimischen und Weinliebhabern und kommt den Bacchanalien nahe!
Es findet dieses Jahr am 25. und 26. September 2015 statt. Am Freitag laden die gemütlichen, zum
Teil speziell für diesen Anlass eingerichteten, Imbissstuben zum Verweilen ein. Diese Veranstaltung
sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, denn man zieht von Keller zu Keller und genießt ganz
edle Tropfen! Bis spät in die Nacht verkehren zwischen Varen, Leukerbad und Brig Spezialbusse.
www.leukerbad.ch/events
5.1.3 Kulinarische Reb‐ & Kellerrundgänge Ganzjährig können Weinliebhaber in Gruppen auf dem Reb- und Kellerrundgang regionale
Spitzenweine und kulinarische Köstlichkeiten aus dem Walliserdorf Varen genießen. Nach einem
Spaziergang durch Varen heißt der erste Kellermeister zu einem typischen Walliser-Teller und
gehaltvollen Varner Weinen willkommen und erzählt Interessantes über das Winzerhandwerk. Bei
einem gemütlichen Spaziergang gelangt man anschließend zum zweiten Keller, wo man ein Raclette
sowie einen edlen Tropfen Weißwein genießt und mehr über das Varner Weinlabel "Pfyfoltru" mit dem
blau-roten Schmetterling erfährt. Als Nächstes führt der Erlebnispfad durch die renaturierten
Weinberge mit ihren vielfältigen ökologischen Nischen. Angekommen im dritten und somit letzten
Weinkeller wird man vom Gastgeber in weitere Geheimnisse der Weinherstellung eingeweiht. Bei
einem saisonalen Dessert und einem raffinierten Dessertwein wird man zum Abschluss nochmals
richtig verführt. Ab 20-120 Personen, ganzjährig buchbar, ab CHF 109/Pers.
Infos und Buchung unter: http://www.erlebnis-schweiz.com/finder.html?id=VS30
5.2 Walliser Roggenbrot backen in Erschmatt Das typische Walliser Roggenbrot hat man früher im Dorfbackofen gebacken. Das heißt es war mehr
oder weniger ein Ereignis für alle Bewohner. Anschließend wurde es im Dachboden gelagert und bis
zum Schluss musste man sich leider mit sehr hartem Brot auseinandersetzen. An alte Zeiten
anknüpfen kann man in Erschmatt, unweit von Leukerbad. Denn hier wird an zwei Daten noch richtig
traditionell Roggenbrot gebacken. Eine Führung durch den Sortengarten gibt Aufschluss über alte
Getreidesorten, der Rundgang durchs Dorf zeigt wie das Korn zum Mehl und dann Brot wurde, man
lernt teigen und backen und zwischendurch wird mit Mittagsimbiss und Zvieri fürs leibliche Wohl
gesorgt. Natürlich darf man dann mit zwei echten Walliser Roggenbroten nach Hause gehen.
Termine, Halbtageskurse und Preise können auf untenstehender Website entnommen werden. Für
Gruppen werden Angebote nach Maß aufbereitet!
Infos unter: http://www.erschmatt.ch/kompetenzzentrum/backerlebnis_erlebniswelt.php
5.3 Schaukäsen Majing / Torrent Dabei sein wenn ein richtiger Almkäse entsteht, können Interessierte entweder auf der Majing- oder
Torrentalp in den Sommermonaten.
Majing bietet diese Möglichkeit von Ende Juni bis Mitte September jeweils am Dienstag um 8h45 an.
Die Torrentalp ermöglicht das Schaukäsen vom Mitte Juli bis Mitte August, jeweils am Donnerstag um
9h15. Die genauen Daten hängen von der Auf- resp. Abalpung ab, sobald die Termine feststehen,
werden Sie auf www.leukerbad.ch veröffentlicht.
5.4 Kulinarische Thermalquellen‐Wanderung Leukerbad: 18. Juli 2015 Eine kulinarische Wanderung inmitten einer imposanten Felsenarena. Leukerbads Gastronomen und
die Varner Winzer verwöhnen dabei auf höchstem Niveau. Bei der kulinarischen ThermalquellenWanderung spaziert man von Posten zu Posten, genießt lokale Spezialitäten und lernt die
Ferienregion Leukerbad (besser) kennen. Die Gruppen à 30 Personen werden von ortskundigen
Führern begleitet. Die Wanderung erstreckt sich ca. über 5,5 km und dauert mit den kulinarischen
Pausen rund 5-6 Std. Mehr Infos: www.leukerbad.ch/events
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5.5 Wässern nach alter Vätersitte – Juni bis August Da im Wallis die Sonne so oft scheint, fehlt es eben an Wasser. Deshalb baute man die alten
Wasserleitungen, die man „Suonen“ nennt. Das alte Handwerk ist nicht ausgestorben und man kann
es vor Ort miterleben, sowie tatkräftig mitanpacken! Monica Duran aus Leuk-Stadt führt einem zu den
Suonen und zeigt einem wie man ein Wasserblech setzt. Nach getaner Arbeit gibt es ein Mittagessen.
Beginn 7.30 Uhr mit einem Frühstück in Susten. Feste Termine und Kontakt unter:
http://www.leukerbad.ch/de/page.cfm/SpecialOffers_Leukerbad/Handwerk_LB/19684
5.6 Walliser Raclettetag – 22. August 2015 Am Samstag, 22. August 2015 steht Leukerbad ganz im Zeichen des Raclettes und des Weins. Im
ganzen Dorf sind Stände mit verschiedenen Käsesorten und Weinen verstreut. Ein idealer Zeitpunkt
um die Walliser-Kultur aufs Exempel zu testen. Das Detail-Programm folgt zu einem späteren
Zeitpunkt. Mehr Infos unter www.leukerbad.ch/events.
6. Ausflüge in der Umgebung – Region Leuk Die Region Leuk hatte in der „Republik der sieben Zenden“, dem mittelalterlichen Wallis, eine
machtvolle Position inne. Letzter Zeuge davon ist Leuk-Stadt mit zahlreichen Herrenhäusern, dem
mittelalterlichen Bischofsschloss und dem stattlichen Rathaus. Geschichtsliebhaber sollten sich das
charmante Städtchen über der Rhone keinesfalls entgehen lassen. Golfer müssten hingegen vorher
im Leukergrund einen Stopp einlegen, um den 18-Loch Golfplatz zu bespielen. Das Weindorf Varen
lockt mit den edlen Pfyfoltru-Weinen, die man am besten durch eine Weinwanderung und einem
Kellereibesuch entdeckt. Pfyfoltru Weine – die Pfyfoltru ist der Dialektbegriff für Schmetterling - stehen
für Natur und Umwelt, Gesundheit und Wohlbefinden, sowie für ein "Sehr gut" einer anerkannten
Degustationskommission. Die Weinwochen Varen im September sind zwar nicht die Walliser Antwort
auf die römischen Bacchanalien, Gourmets, die jedoch gerne dem Weingott huldigen und wie die
Römer Thermen lieben, sind hier genau richtig. Weiter Richtung Leukerbad, erkennt man am Osthang
des Dalatals Albinen mit den sonnengebrannten Holzhäuschen. Es scheint einer der Prototypen des
Walliser Dorfs überhaupt zu sein, denn Albinen gehört zum «Inventar schützenswerter Ortsbilder von
nationaler Bedeutung», da es seinen Charakter als typisches Walliser Bergdorf erhalten konnte.
Manche munkeln, dass hier die Sonne am längsten scheine. Wir haben es nicht gezählt, aber ohne
Sonne können Holzhäuser nicht so schwarzgebräunt sein. Kurz vor Leukerbad gelangt man nach
Inden. Das rund 120-Seelen-Dorf fand bereits 1779 in Goethes Reisebericht Erwähnung und ist unter
anderem Etappenort des Kulturweges Dala-Raspille von Leukerbad nach Salgesch. Der Weg nach
Leukerbad und über die Gemmi führte stets durch Inden. Die sogenannte «Römerbrücke» (1539) und
die Aussprengung bei den Varnerleitern (1739) weisen heute noch auf Blütephasen der Gemmi-Route
hin. Aber auch die Orte der Sonnenberge mit Erschmatt, Bratsch, Guttet-Feschel, Jeizinen oder
der Pfynwald und das Turtmanntal sind schöne Ausflugsziele, die viel Brauchtum und Tradition
bewahrt haben.
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7. Inspirationen für Recherchereisen Ob Sportfreak, Wellness-Liebhaber, Ruhesuchender oder Familienmensch: Leukerbad bietet
an 365 Tagen im Jahr eine breite Palette an Erholungsmöglichkeiten und Aktiv-Programmen
inmitten der faszinierenden Walliser Bergwelt. Im Frühling, Sommer und Herbst steht die
Kombination von Wandern, Outdoor-Aktivitäten und den schönsten Thermalbädern der
Schweiz im Vordergrund, was sich im Winter ähnlich, in der Kombi mit Wintersport,
widerspiegelt. Für die individuelle Recherche schlagen wir Ihnen in Kurzversion einige Themen
vor, die je nach Belieben kombiniert werden können! In unserem Dokument „Pfiffige Ideen für
Ihre Reisereportage“ haben wir Ihnen die Themen im Detail ausgearbeitet. Dieses finden Sie im
Medienbereich von Leukerbad Tourismus oder wir senden es Ihnen auch gerne zu!
Energize your life: von der Bergarena in den Pool
Die Kombination aus Aktivurlaub und Thermalbaden ist mitunter das Top-Angebot der Ferienregion
Leukerbad. Im Winter geniessen die Gäste die Winterlandschaft mit all den gebotenen Aktivitäten und
relaxen anschließend in den Thermen. Der Sommer gibt vor allem Wanderern, Klettermaxen oder Bikern
die Gelegenheit sich auszutoben. Das anschliessende Thermalbad beugt dabei Muskelkater vor und
stärkt einem für den nächsten Ausflug.
Bikerspass in der Bergarena Leukerbads
In der Ferienregion Leukerbad gibt es 19 ausgeschilderte Bike-Routen, die es in sich haben. Sie
versprechen nicht nur ein Aktiverlebnis erster Klasse, sondern bieten auch traumhafte Aussichten und ein
abwechslungsreiches Entdeckungsprogramm. Ob man sie per Mountain-Bike oder E-Bike bewältigt steht
jedem frei. In Kombination mit den Thermen Leukerbads ist die Gefahr von großem Muskelkater
jedenfalls gebannt.
Via Ferrata – für schwindelfreie Klettermaxe
Beim Blick über die Bergarena Leukerbad springt Kletterern und Berggängern das Herz fast aus der
Brust. Aber erst seit der Installation des Klettersteigs Daubenhorn konnte man die einladenden Felsen am
Nordhang bezwingen. Der Erlebnisklettersteig ergänzte das Angebot für begeisterte Kraxler. Zusammen
mit den Albinenleitern, kann Leukerbad den längsten, den spaßigsten und den historischsten Klettersteig
für sich behaupten.
Leukerbad Family-friendly
Die Ferienregion Leukerbad bietet Familien unvergessliche Ferienerlebnisse. Die Sonne scheint im Wallis
ohnehin an 300 Tagen im Jahr. Sollte aber doch mal schlechtes Wetter sein, dann geht es ab in die
Leukerbad Therme oder in die Sportarena, wo Kindern allerhand geboten wird. Diverse Hotels haben sich
auf Familien spezialisiert, aber auch Ferienwohnungen bieten günstige Preise für Familien an. In
Leukerbad sind Familien sehr willkommen und werden von unserem Maskottchen Thermi durch einen
spannenden Urlaub begleitet.
Walliser Küche: „Vo där Trächu“!
Die Walliser Küche ist einfach und besteht aus Lebensmitteln des alpinen Raums. Daraus entstanden
schmackhafte Gerichte und Spezialitäten, die Epikurianer in höchsten Tönen rühmen. Gekocht wurde
früher auf der „Trächu“ - die walliserdeutsche Bezeichnung für die offene Herdstelle, wo schwere
Eisenkessel an Haken hingen oder auf Dreibeinen standen. Brot wurde hingegen im Dorfbackofen
gemeinsam gebacken, was Besucher noch heute mitverfolgen können.
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Auf den Spuren eines Tourismuspioniers – Via Cook
Als der englische Tourismuspionier Thomas Cook 1863 erstmals mit einer Reisegruppe die Schweiz
besuchte, war dies ein echtes Abenteuer. Die teilnehmenden Touristen mussten holprige Kutschenfahrten
und anstrengende Fußmärsche auf sich nehmen, um die Sehenswürdigkeiten der Schweiz, zu Beginn
der touristischen Entwicklung im 19. Jahrhundert, von Genf über Chamonix bis nach Pontarlier zu
besuchen. Die Königsetappe führt dabei über den Gemmipass!
Wandern in den Fussstapfen von Literaten
Leukerbad wurde stets von bekannten Schriftstellern heimgesucht. Goethe, Guy de Maupassant, Mark
Twain und viele andere besuchten das Bäderdorf in früheren Zeiten. Seit 1995 lädt das internationale
Literaturfestival jedes Jahr Größen der Literaturszene wie Salman Rushdie, Jonathan Safran Foer oder
Sybille Lewitscharoff ein. Mit dem Wanderführer „Einen schweren Schuh hatte ich gewählt“ folgen
Wanderer den Spuren dieser zeitgenössischen Schriftsteller, begleitet von den Texten und Erlebnissen
derjenigen.
Kein Hokuspokus – Leukerbads Thermalwasser
Das zentrale Element in Leukerbad ist das natürliche Thermalwasser. 3,9 Liter davon fließen täglich bis
zu 51° Celsius ganz natürlich an die Oberfläche und in die zahlreichen Badebecken. Schon die Römer
badeten darin und wussten über die wohltuende Wirkung Bescheid. Wie es entsteht, wie lange es
unterirdisch mäandert, welche medizinischen Wirkungen es wirklich in sich hat oder wie es als
2
Energiequelle den CO Ausstoß vermindern kann, ist eine Geschichte für sich!
Leukerbad und Region – Festivals, Events und traditionelle Feste
Goethe, Guy de Maupassant, Dumas, Mark Twain oder James Baldwin; namhafte Literaten fanden
schon einst den Weg nach Leukerbad. Das internationale Literaturfestival in Leukerbad ehrt nicht
nur die Klassiker, es hat sich mittlerweile einen Ruf über die Schweizergrenzen gefestigt und
empfängt jeweils im Juli die Garde der zeitgenössischen Literatur an außergewöhnlichen Orten. Sei
es eine Lesung im Thermalbad oder um Mitternacht auf dem Gemmipass, das Programm ist stets von
höchster Qualität und die Begegnung mit den Künstlern hautnah. Traditionell geht es beim
Ringkuhkampf im März zu. Auch wenn die Walliser Eringer-Kühe eigentlich im Sommer miteinander
um den Königinnentitel kämpfen, ist dies der einzige Ringkuhkampf im Schnee weltweit. Das
Schäferfest auf der Gemmi findet alljährlich am letzten Sonntag im Juli statt. Dabei handelt es sich
um ein Almfest kantonsübergreifender Art. Wenn Walliser und Berner nämlich gegeneinander beim
Seilziehen antreten, spürt man eine zünftige Prise Schweizer Föderalismus. Der 1. August, der als
Nationalfeiertag der Schweiz gilt, lässt Traditionen und Brauchtum gleich fortsetzen. Alphörner
ertönen, Fahnenschwinger warten auf und Jodler singen ihre Weisen; jetzt geht es nicht mehr lange
bis die Gemmiwand in bengalischem Feuer leuchtet und ein Feuerwerk in der Leukerbadner
Bergarena kracht. Mit dem Schafabzug von der Gemmi im September findet der Zyklus der
traditionellen Feste sein Ende. Freunde der Folklore kommen aber Ende September beim
Ländlermusik-Weekend nochmals auf Ihre Kosten. Wer den lukullischen Genüssen frönen will, muss
bei der kulinarischen Thermalquellen-Wanderung im Juli keine Sorge haben zuzunehmen – wer
wandert darf auch genießen! Dem Walliser Roggenbrot geht es in Erschmatt am Roggenfest auf die
Spur. Wenn nämlich der Dorfofen eingefeuert wird und wie früher zig Laibe gebacken werden, kann
man von urtümlichen Walliser Traditionen sprechen. Alles rund um den Wein lernt man an den Varner
Weinwochen kennen. Sie dauern fast den ganzen September und klingen am Pfyfoltru-Weinfest mit
Wein, Weib und Gesang aus. Sportlichkeit und Biss beweisen Athleten beim Gemmi-Triathlon im
September. In Sierre im Gerundensee wird geschwommen, nach Leukerbad geradelt und der alte
Gemmiweg dient als Laufstrecke – dieser Triathlon ist nichts für Sportmuffel! Aber auch der JeizibärgLauf im Oktober ist nichts für Weicheier. Strategisch geht es eher bei den Curling-Turnieren im Juli
oder im November zu und her. Bei der Night-Race 777 im Dezember kommen dann auch der Schnee
und die Wintersportler zum Zuge. Bei Nacht und ohne Zugmittel müssen dann 777 Höhenmeter
überwunden werden!
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8. Jährliche Veranstaltungen Den aktuellen Veranstaltungskalender von Leukerbad und Umgebung findet man unter
www.leukerbad.ch!
Hier finden Sie aber eine Auswahl an jährlich wiederkehrenden Events, traditionelle, regionaltypische
Veranstaltungen und Highlights.
St. Antoniustag – 17. Januar (Ortsfeiertag)
Der 17. Januar 1719 zerstörte eine gewaltige Staublawine das Dorf bis zur Kirche. Das Hotel „Maison
Blanche“ wurde bis zum ersten Stock weggerissen. 53 Personen starben bei dem Lawinenniedergang
und weitere wurden teils erst im Frühjahr gefunden. Der 17. Januar feiert man als Ortsfeiertag, an
dem Scharen zur Antoniuskapelle im Weiler Birchen wandern.
Schwarz auf weiß – 7. März 2015
Es gibt so einige Ringkuhkämpfe im Wallis, aber nur in Leukerbad treten die schwarzen Eringer Kühe
auch im Winter gegeneinander an. Bei dem traditionellen Ringkuhkampf im Schnee geht es weniger
um das typischerweise vor dem Alpauftrieb stattfindende Gerangel um die Rangfolge, sondern eher
um ein natürliches Kräftemessen der Tiere untereinander. Die Wettkämpfe finden am 7. März 2015 in
der Schneearena in Flaschen statt. Die Königin wird um 13.30 Uhr erkoren. Der Eintritt ist frei.
Fronleichnam – 4. Juni 2015
Die Walliser Fronleichnamsprozessionen sind legendär, denn hier marschiert das Militär an.
Verschiedene Familien gestalten die Altäre entlang der Prozession und einheimische
Armeeangehörige schießen während der Prozession Salut. Traditioneller geht es nicht!
Literarische Wanderung – 2. Juli 2015
Die literarischen Tage in Leukerbad beginnen dieses Jahr wieder mit einer literarischen Wanderung.
Am 2. Juli 2015 laden die Macher des Festivals zur literarischen Wanderung in die Region ein:
Publikum und Autoren begeben sich auf eine literarische Wanderung – im Gepäck die Texte des
Buches «Einen schweren Schuh hatte ich gewählt ...», herausgegeben im Dörlemann Verlag.
20. Internationales Literaturfestival Leukerbad – 3. bis 5. Juli 2015
Vom 3. bis 5. Juli 2015 wird Leukerbad zum 20. Mal zum Schmelztiegel der internationalen
Literaturszene. Inmitten der alpinen Walliser Bergwelt werden Autoren, Dichterinnen und Denker dazu
eingeladen, literarische und gesellschaftliche Horizonte zu öffnen. Das Programm wartet wie gewohnt
mit einer hochkarätigen internationalen Besetzung auf. An den legendären Leseorten wie auf der
Wanderung durch die Dala-Schlucht oder in Hotelbars, bei der Mitternachtslesung auf dem
Gemmipass und auf alpinen Terrassen versprechen Autorinnen und Autoren das Publikum zu
verzaubern.
58. Schäferfest - 26. Juli 2015
Das Schäferfest ist ein Almfest an dem Besucher eine gehörige Portion Swissness erleben. Nach
einem Feldgottesdienst streut man das „Gläck“, eine Mischung aus Salz und Getreide, das die Schafe
lieben. Entsprechend kommen sie die Hänge herunter an den Daubensee, wo das Fest jeweils Ende
Juli stattfindet. Anschließend wird bei Festbetrieb mit Raclette, Bratwürsten, Wein etc. gefeiert.
Jodelchöre, Fahnenschwinger, Alphornbläser und Ländlerkapellen geben ihr Bestes, während starke
Walliser und Berner Jungs gegeneinander im Seilziehen antreten.
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1. August-Feier – Nationalfeiertag
Abgesehen von den Feierlichkeiten tagsüber, die von der Musikgesellschaft Gemmi organisiert
werden, ist die Gemmiwandbeleuchtung und das Feuerwerk einmalig. Bei der
Gemmiwandbeleuchtung mit bengalischem Feuer kommt man den Beschreibungen aus früherer Zeit
näher und ist fasziniert von diesen Felsformationen.
Gemmi-Triathlon – 5. September 2015
Man muss nicht unbedingt verrückt sein, an diesem Triathlon teilzunehmen, aber es hilft
zugegebenermaßen. Zuerst wird in den Morgenstunden im Gerundensee in Siders (Sierre)
geschwommen, bevor man nach Leukerbad radelt. Nach der ersten Höhenüberwindung von rund 900
Metern, folgt die zweite in Leukerbad – die Triathleten rennen dann auf den Gemmipass (2.350
M.ü.M.). Im Anschluss hat man sich die Thermalquellen echt verdient!
Schafabzug Gemmi – 13. September 2015
Der Alpabzug der Schafe von der Gemmi nach Leukerbad ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis für
Feriengäste, Einheimische, Schäfer und natürlich auch für die Schafe.Bereits am Samstag werden die
ca. 800 Schafe auf der Gemmi zusammengetrieben, bevor sie sich am Sonntag auf den steilen
Gemmiweg hinab nach Leukerbad begeben und nach einer Pause für Schäfer und Schaf auf der
Allmei weiter hinunter ins Tal nach Leuk ziehen. Insgesamt werden die Tiere dabei mehr als 1700
Höhenmeter hinter sich bringen. Bei Raclette und Grilladen sowie musikalischer Unterhaltung auf der
Allmei hat man dabei den besten Blick auf den Gemmiweg.
Varner Weinwochen und Weinfest Varen
Die Varner Weinwochen sind zwar nicht die Walliser Antwort auf die römischen Bacchanalien, doch
wer gerne dem Weingott huldigt und wie die Römer Thermen liebt, wird nichts vermissen. Vom 31.
August - 26. September 2015 dreht sich in Leukerbad und dem Nachbardorf Varen alles rund um den
„Pfyfoltru“-Rebsaft. Pfyfoltru ist keine neue Rebsorte, sondern das Symbol der örtlichen Winzer.
Angelehnt an das Walliser Wort für „Schmetterling“ drücken die Pfyfoltru-Winzer damit ihre
Naturverbundenheit aus: Das Weindorf mit den naturnahen Weinen garantiert für integrierten Weinbau
(IP) mit Begrünung, Mengenbeschränkung und einen naturnahen Ausbau, der nur mit natürlichen
Produkten erfolgen darf. Unter dem Motto „Mit Walliser Winzern wandern und mehr über die edlen
Tropfen erfahren“ organisieren die Varner Weinbauern vier Wochen lang jeden Freitag
Rebwanderungen und Fachgespräche unter Experten. Krönender Abschluss der Weinwochen Varen
ist am 25. und 26. September 2015 das Weinfest in Varen, ein durchaus feuchtfröhliches Treffen von
Einheimischen und Weinliebhabern. Und wie die alten Römer können Urlauber das wohltuende
Thermalwasser im größten Wellnessferienort der Alpen genießen.
Ländlermusik-Weekend – Oktober 2015 (genaue Daten siehe Veranstaltungskalender)
Dieses Event hat schon Festivalcharakter bei Liebhabern traditioneller Musik. Zahlreiche Konzerte von
verschiedenen Kapellen unterhalten die Gäste in den Restaurants. Dabei darf auch mal das Tanzbein
geschwungen werden.
Traditionelle Almfeste – verschiedene Daten
Hier erlebt man die Schweizer Almkultur am authentischsten. Ob Schafaufzug oder –abzug, Majingoder Fluhfest, an diesen Anlässen lernt man wahre Persönlichkeiten kennen! Die aktuellen Daten der
verschiedenen Feste findet man unter www.leukerbad.ch/events.
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Projekt an die unten genannten Pressekontakte:
Pressekontakt bei Leukerbad Tourismus: David Kestens Tel. direkt +41 (0)27 472 71 63 [email protected] www.leukerbad.ch Pressekontakt in Deutschland: Ralph Schetter, Ducasse Schetter PR Tel. +49 (0)69 97 69 16 38 info@ducasse‐schetter.com www.ducasse‐schetter.com Konzept, Text, Recherche & Redaktion: Ralph Schetter, Ducasse Schetter PR, Frankfurt am Main
Herausgeber: Leukerbad Tourismus, Leukerbad
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