Gemeindebrief Nr. 43 April bis Juli 2015

EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE
NIEDER-OLM UND SÖRGENLOCH
GEMEINDEBRIEF NR. 43
APRIL – JULI
Gemeindebrief Nr. 43
Inhaltsverzeichnis
Mitarbeiter/innen:
2
3
Zur KV-Wahl
Grußwort Pfrvin. Freund
5
Aus KV und Gemeinde
7
Die Kandidierenden für den KV
13 Informationen zur Kapitalertagsteuer/Kirchensteuer
16 Apriltermine und Losung
20 Pfadfinderseiten
23 Maitermine und Losung
26 zu Matthias Claudius
30 Konfirmation am 13.06.2015
31 Junitermine und Losung
33 Konfirmation am 14.06.2015
34 Julitermine und Losung
37 Seniorenfreizeit 2015
39 Tipps und Hinweise
Gemeindesekretärinnen Frau Schäfer
und Frau Bernhard-Höhr - 2469*
Organistin Frau Noll * Chorleiterin
Katharina Johansson - 919801*
Kindergarten-leitung Barbara Schmidt
- 2286 / www.ev-kiga-nieder-olm.de*
Seniorenkreis Volker Becker - 44097*
Jugendarbeit Diana Frey - 925045*
Pfadfinder Sabrina Stothut - 44451*
KV-Vorsitz Cornelia Büttner – 067329479045* Pfrvin. Freund 954794*
Pfr.i.E. Prof. Wriedt - 924682*
Gemeindebüro
Kreuzstr. 3, 55268 Nieder-Olm 2469, Fax – 6874, mail - [email protected] *
www.evangelisch-nieder-olm.de *
Öffnungszeiten dienstags bis freitags
09.00 bis 12.00Uhr + donnerstags
15.00 bis 18.00Uhr * Sprechstunden
Pfrvin. Freund nach Vereinbarung*
41 Aus der Gemeinde
Gruppen und Kreise
Montag
17.00 Uhr Konfirmandenstunde Gruppe I im EGZ
20.00 Uhr Kirchenchor
Dienstag
14.15 Uhr Seniorengymnastik
Donnerstag
16.00 Uhr Konfirmandenstunde Gruppe II im EGZ
15.00 Uhr Seniorenkreis
Termine der Pfadfinder: homepage: www.pfadfinder-nieder-olm.de
Weitere Termine entnehmen Sie bitte den Abkündigungen und der Presse
Impressum Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Olm,
Redaktion C. Büttner, E. Ebbes,
homepage www.evangelisch-nieder-olm.de Ellen Ebbes
Bildverzeichnis: Titelbild: „Der Auferstandene“ von Reinhard Moser,
Bermatingen, Seiten 6, 18, 20, 23, 24, 27, 28, 29, 36: Wikipedia, andere selbst
Die nächste Ausgabe unseres Gemeindebriefes erscheint im August 2015,
Redaktionsschluss 30.05.2015
KIRCHENVORSTANDSWAHLEN 2015
2
3
GRUSSWORT PFARRVIKARIN JULIA FREUND
Liebe Gemeinde,
Sie halten unseren Frühlingsgemeindebrief in
den
Händen.
Ostern,
Pfingsten,
die
Konfirmationen:
große
kirchliche
Feste
begleiten den Frühling und Frühsommer.
Außerdem steht am 26. April ein besonderes
Gemeindeereignis
an:
die
Kirchenvorstandswahl! Ich bin sehr froh, dass
sich viele sachkundige Menschen bereiterklärt
haben, sich zur Wahl zu stellen und die Kirchengemeinde in der
verantwortlichen Aufgabe eines Kirchenvorstehers zu leiten und zu
begleiten.
Kirchenältester
–
so
hieß
das
in
meiner
lutherischen
Heimatgemeinde. Vielleicht war es früher so, dass man für die
Gemeindeleitung
ausschließlich
auf
die
Lebensund
Glaubenserfahrung von älteren Menschen vertraut hat.
Heute versuchen wir dagegen, die Gruppe der Kandidat(inn)en
möglichst vielfältig zusammenzusetzen. Damit bilden wir auch die
Vielfalt in unserer Gemeinde ab: Menschen aller Altersgruppen und
Interessen haben in unserer Gemeinde ihren Platz. Und auf den
neuen Kirchenvorstand warten wie immer vielfältige Aufgaben.
Kirchengemeinde - das sind Gottesdienste und Feste, das ist unser
evangelischer
Kindergarten,
das
ist
Konfirmandenund
Pfadfinderarbeit, das ist Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit,
das ist Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und der katholischen
Schwestergemeinde (z.B. in der Flüchtlingshilfe). Außerdem muss
der Kirchenvorstand Personalentscheidungen treffen, Sanierung und
Umbauten der kirchlichen Gebäude betreuen und bei allen
Entscheidungen die uns anvertrauten Gelder in verantwortlicher
Weise verwalten.
GRUSSWORT
4
Bei dieser Vielfalt an Aufgaben freue ich mich, dass wir ein so
kompetentes
Team
von
Kandidat(inn)en
für
die
Kirchenvorstandswahl gewinnen konnten!
Und ich lade Sie als Gemeindemitglieder herzlich ein: Nutzen Sie die
Möglichkeit, mitzugestalten und mitzubestimmen! Lesen Sie die
Kandidatenliste und unterstützen Sie die von Ihnen favorisierten
Kandidaten mit Ihrer Stimme! Gehen Sie am 26. April zur
Kirchenvorstandswahl oder wählen Sie per Briefwahl.
Eine ganz wichtige, bezahlte Stelle wartet z. Zt. auf einen neuen
Stelleninhaber: Der Küsterdienst. Seit dem Weggang von Frau
Landsmann
wird
dieser
Dienst
von
Kirchenvorstehern
vertretungsweise versehen, in der letzten Zeit vom Ehepaar Becker,
das diese Arbeit bravourös ausführt!
Aber die Stelle mit einem Umfang von ca. 4,5 Wochenstunden ist
nach wie vor unbesetzt. Der Küster ist sozusagen der Hausherr der
Kirche und sorgt dafür, dass die Glocken läuten, die Kerzen brennen,
die Feste feierlich begangen werden können. Wenn Sie Interesse an
dieser schönen Aufgabe haben, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro
oder direkt bei mir.
Herzlich grüßt Sie
Ihre Pfarrvikarin
5
AUS DEM KV
Liebe Gemeinde,
auf den folgenden Seiten Erläuterungen zu der geänderten
Abgabeform der Kirchensteuer, die zu großer Verunsicherung
geführt hat. Wir hoffen, damit entstandene Missverständnisse
auszuräumen.
Daran anschließend stellen sich die Kandidaten für die diesjährige
Kirchenvorstandswahl vor. Außerdem wird es an Stabaus, Ostern
oder beim Kirchencafé möglich sein, anwesende Kandidierende
kennenzulernen. Die Öffnungszeiten der Wahllokale entnehmen Sie
bitte der Presse, den Abkündigungen und der Homepage.
ein herzliches Dankeschön an alle Koffer- und Kinderwagenspender.
Das Ausmaß der Spenden hat uns überrascht und etwas überfordert,
weil zeitweise ein Raum im Büro komplett belegt war und der
Weitertransport erst organisiert werden musste. Derzeit ist der
Bedarf gedeckt, aber es ist gut zu wissen, dass Verlass ist auf die
Hilfsbereitschaft unserer Gemeindeglieder.
Auch dem Förderverein
des Kindergartens wollen
wir
an
dieser
Stelle
danken,
zunächst
entstand in Eigenleistung
der
Bau
des
Geräteschuppens
als
Garage für den KiGaFuhrpark neu und dann
der
Kaffeeund
Kuchenverkauf am Fastnachtsdienstag, der sowohl von der
Stimmung, als auch vom Erlös her ein voller Erfolg war. Eine
Wiederholung im nächsten Jahr ist wohl geplant.
Unserem Pfadfinderstamm und insbesondere Sören
Johansson dürfen wir gratulieren zu seiner Wahl zum
Führer des Gaues Alt-Burgund. Der Gau besteht aus 11
Stämmen und Siedlungen in der Region Mainz bis
AUS DEM KV
6
Kaiserslautern. Die Pfadfinder sind in unserer Gemeinde bei vielen
Anlässen willkommene Helfer, sei es Gemeindefest, Stabaus oder
das Osterfeuer, sie sind immer dabei.
Endlich geht es auch mit der Sanierung des Pfarrhauses los und wir
hoffen, dass in den Sommerferien Familie Freund nach Nieder-Olm
umziehen kann.
Dafür hat leider Pfarrer Meister schweren Herzens seine halbe Stelle
in der Gemeinde abgegeben. Diese halbe Stelle soll zur Jahresmitte
in eine Altenseelsorgestelle integriert werden, dann vor allem für die
Arbeit in den Seniorenresidenzen Nieder-Olm, Sörgenloch und
Essenheim zuständig sein und wird vom Dekanat aus geführt. Bis
zur Besetzung diese Stelle ist Pfarrer Meister noch vertretungsweise
mit seinen bisherigen Aufgaben bei uns tätig und wird danach
Springer im Dekanat sein. Wir bedauern das sehr, aber gemeinsame
Gottesdienste z. Bsp. an Gründonnerstag, Reformationstag oder
Buß- und Bettag bleiben erhalten.
Als Hausmeisterinnen in Kindergarten und Gemeindezentrum dürfen
wir Frau Ruf und Frau Weser begrüßen, ihre erste Amtshandlung war
die sehr gelungene Neugestaltung des Vorplatzes am EGZ, dafür ein
dickes Dankeschön.
Nach wie vor unbesetzt und damit unser
„Sorgenkind“ ist die Küsterstelle. Ehepaar
Becker bewältigt im Moment diese Aufgabe
mit viel Engagement, das ist aber keine
Dauerlösung.
Eine
abwechslungsreiche
Tätigkeit mit viel Kontakt zur Gemeinde
erwartet sie. Vielleicht können Sie sich
vorstellen, diese Aufgabe zu übernehmen
oder Sie kennen geeignete Kandidaten,
bitte melden Sie sich im Büro, bei Frau
Freund oder bei mir.
Cornelia Büttner
Vorsitzende des Kirchenvorstandes
7
VORSTELLUNG DER KANDIDAT(INN)EN
Volker Becker
70 Jahre, Rentner, Nieder-Olm
„Ich gehöre dem Kirchenvorstand
nunmehr seit 30 Jahren an und warum
ich wieder kandidiere ist – ich will
weiterhin Verantwortung in unserer
Kirchengemeinde mittragen.“
Christiane Bornmüller
47 Jahre, Dipl. Biologin, Nieder-Olm
„Ich kandidiere, weil ich mir Wünsche,
dass die Kirche ein interessanter Ort
wird, an dem auch Kinder und
Jugendliche ihren Platz finden. Meine
möglichen Schwerpunkte könnten
Jugendarbeit aber auch die Mitarbeit
im Festausschuss sein.“
Cornelia Büttner
58 Jahre, MTA, Saulheim
„Ich kandidiere, weil die Kirchengemeinde für mich zur Heimat
geworden ist und ich daran
mitarbeiten möchte, diese Erfahrung
anderen zu Teil werden zu lassen.
Meine Schwerpunkte sehe ich in der
Kinder- und Jugendarbeit, sie sind
unsere Zukunft auch in der Kirche, der
Ökumene, der Öffentlichkeitsarbeit
und der Flüchtlingshilfe.“
FÜR DIE WAHL DES NEUEN KIRCHENVORSTANDS
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Ellen Ebbes
43 Jahre, Lehrerin, Nieder-Olm
„Nützlich sein für andere ist mir
wichtig. Deshalb arbeite ich gern dort,
wo ich von Nutzen bin. Zur Zeit ist
das: Öffentlichkeitsarbeit (v.a.
Homepage und Gemeindebrief),
Kindergarten, Kleinkinder-Gottesdienst, Kennenlern-Wochenende der
Konfirmanden und Organisatorisches
(z.B. Seniorenfreizeit).“
Diana Frey
57 Jahre, Hausfrau, Nieder-Olm
„Aufgabenfeld: Jugendarbeit speziell
die Konfirmandenarbeit, z.B. die
Unterstützung der Pfarrerin beim
Konfi-Unterricht, Konfi-Seminar und
Kennenlern-Wochenende und bei
Elternabenden.
Diese Arbeit würde ich gerne
weiterführen, weil mir die Arbeit mit
Jugendlichen, die unsere Zukunft der
Gemeinde sind, wichtig ist.“
Armin Hering
57 Jahre, Journalist, Nieder-Olm
„Ich bin froh, dass ich in der
Evangelischen Kirche bin und möchte
ihr gerne etwas zurückgeben. Deshalb
möchte ich mich dort einbringen, wo
ich gebraucht werde.
Meine möglichen Schwerpunkte: Ich
arbeite gerne mit jungen Leuten
zusammen, aber auch mit alten
Menschen.“
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VORSTELLUNG DER KANDIDAT(INN)EN
Elke Illgner
73 Jahre, Hausfrau, Nieder-Olm
„Ich würde gerne meine Interessen
und Ideen mit diesem Ehrenamt im
Kirchenvorstand mit einbringen und
bei der Gestaltung des Seniorenkreises
mitwirken.“
Georg Illing
49 Jahre, Kfm. Bürokomm., N.-Olm
„Der Rückhalt der Gemeinde hat
meiner Mutter und mir in schweren
Zeiten sehr geholfen. Jetzt will ich
etwas davon zurückgeben. Mein
Interesse gilt der Erwachsenenbildung.
Fragen, die wir als Kinder gefragt
haben, stellen wir uns wieder, stellen
andere an uns. Ich möchte mithelfen,
dass wir als Erwachsene die Antworten
auf diese Fragen finden.“
Prof. Dr. Thoralf Johansson
49 Jahre, Hochschullehrer, Nieder-Olm
„Ich möchte als Kirchenvorsteher eine
attraktive Gemeindearbeit mitgestalten, die möglichst viele Gemeindeglieder aktiviert, unsere Pfadfinder unterstützen und mich für eine nachhaltige
Bewirtschaftung und Finanzierung der
Gemeindearbeit einsetzen. Daher
meine Schwerpunkte: Finanzen,
Bauvorhaben, Feste und Pfadfinder.“
FÜR DIE WAHL DES NEUEN KIRCHENVORSTANDS
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Sven Lüthje
70 Jahre, Dipl. Ing (Bau), Nieder-Olm
„Ich kandidiere, weil ich helfen
möchte, die sozialen, gesellschaftlichen und christlichen, auch
ökumenischen Angebote in der
Kirchengemeinde für die Altersgruppe
zwischen Konfirmation und Ruhestand
zu erweitern. Gleichzeitig möchte ich
beitragen, die humanen Werte des
christlichen Abendlandes bewusst zu
erhalten und zu beleben.“
Lieselotte Maier
55 Jahre, Verwaltungsangestellte
„Ich kandidiere, weil ich denke, dass
eine Gemeinschaft nur gut
funktioniert, wenn sich jeder mit
seinen Talenten und der ihm zur
Verfügung stehenden Kraft einbringt.
Meine möglichen Schwerpunkte:
Begrüßung und Kontaktpflege zu
neuen Gemeindegliedern, Weltgebetstag der Frauen, Ökumene.“
Eva Pescheck-Simon
60 Jahre, Hausfrau, Nieder-Olm
„Ich kandidiere, weil ich mit meinen
Gaben und Erfahrungen christliches
Gemeindeleben mitgestalten will.
Meine Schwerpunkte könnten
Mitarbeit bei diakonischen Aufgaben,
Mitgestaltung von Gottesdiensten und
gelebte Ökumene sein.“
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VORSTELLUNG DER KANDIDAT(INN)EN
Stephan Steiger
51 Jahre, Dipl. Ingenieur, Nieder-Olm
„Ich kandidiere, weil eine lebendige
Gemeinde vom Mitmachen lebt und ich
mich in die Gemeinde einbringen will,
Dinge anstoßen und umsetzen möchte,
damit es eine lebens- und liebenswerte
Gemeinde bleibt.
Meine Schwerpunkte sind Kindergarten
und Bauangelegenheiten und alles,
wofür ich gebraucht werde.“
Willi Sturm
58 Jahre, Dipl. Sozialpädagoge, N-O
„Ich bekenne mich zum christlichen
Glauben und die christlichen und
sozialen Grundwerte der ev. Kirche
entsprechen meinen Überzeugungen.
Die ev. Gemeinde Nieder–Olm bietet
mir die Möglichkeit, mich für die
Gemeinschaft einzubringen.
Meine Schwerpunkte:
Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit,
Finanzen, Bauangelegenheiten.“
Volkmar Urban
62 Jahre, Bankkaufmann, Nieder-Olm
„Die ev. Kirche Nieder-Olm möchte ich
gerne ehrenamtlich unterstützen und
mich mit dem einbringen, was ich kann
(Verwaltungsangelegenheiten).
Selbstverständlich bin ich auch bereit in
anderen Bereichen mitzuhelfen.
Meine möglichen Schwerpunkte:
Verwaltung, Bauangelegenheiten
Finanzen.“
FÜR DIE WAHL DES NEUEN KIRCHENVORSTANDS
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Karoline Walldorf
52 Jahre, Arzthelferin, Nieder-Olm
„Ich kandidiere, weil mir die Arbeit mit
der Gemeinde Freude macht und ich
schon 20 Jahre dabei bin.
Meine Schwerpunkte sind der
Kindergarten, Feste vorzubereiten und
durchzuführen und sonst zu helfen, wo
ich gebraucht werde.“
Markus Weyell
51 Jahre, Kfm.f.Vers./Marketing,
Ober-Olm
"Ich möchte dort mithelfen, wo ich
gebraucht werde. Meine Schwerpunkte
sind zur Zeit Bauangelegenheiten und
Finanzen."
Michael Weyl
52 Jahre, Verwaltungsfachwirt, N-Olm
„Die Mitarbeit im Kirchenvorstand hat
mir in der ausklingenden Wahlperiode
sehr viel Freude gemacht und wir
konnten gemeinsam viel bewirken.
Auch in Zukunft möchte ich mich für
die anstehenden vielfältigen Aufgaben
in der Kirchengemeinde engagieren
und damit weiter aktiv einen Beitrag
zur Belebung der christlichen
Gemeinschaft leisten.“
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Die
Die
Die
Wir
KIRCHENSTEUER
können doch gar nicht richtig mit Geld umgehen - sagt der Banker.
haben die Zeichen der Zeit verschlafen - sagt der Journalist.
sind doch reich - sagt der Mann auf der Straße.
haben nicht genug, um allen Erwartungen zu entsprechen - sagt der Bischof.
Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer –
Verunsicherung bei vielen Kirchenmitgliedern –
Zahl der Kirchenaustritte deutlich gestiegen.
Seit 2009 wird die auf einen Steuersatz von 25% begrenzte
Kapitalertragsteuer sowie auf Antrag die darauf entfallende
Kirchensteuer direkt an der Quelle ihrer Entstehung erhoben, also in
der Regel bei den Banken, und an die Finanzbehörden abgeführt. Ab
1. Januar 2015 wird dieses Verfahren in der Weise vereinfacht, dass
die Kirchensteuer durch den Abzugsverpflichteten abgeführt wird.
Auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen: Es geht dabei weder um
eine neue Steuer, noch um eine Steuererhöhung, sondern nur
um eine neue, vereinfachte Form der Erhebung.
AUF KAPITALERTAGSTEUER
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Und weiterhin gilt: Wer aufgrund eines erteilten Freistellungsauftrages oder einer Nichtveranlagungsbescheinigung keine Kapitalertragsteuer zahlen muss, zahlt auf
seine Kapitalerträge auch keine Kirchensteuer.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema:
Was wird denn da jetzt genau neu geregelt?
Es geht darum, das Verfahren zum Abzug der Kirchensteuer für alle
Beteiligten zu vereinfachen. Schon seit 2009 wird die Steuer auf
Kapitalerträge direkt an der Quelle ihrer Entstehung, also von den
Banken, einbehalten und an die staatlichen Finanzbehörden
weitergeleitet. Für die Kirchensteuer war das nur möglich, wenn der
Steuerpflichtige seine Religionszugehörigkeit der Bank ausdrücklich
mitgeteilt hatte. Sonst war er verpflichtet, diese Angaben auf jeden
Fall in seiner Steuererklärung zu machen. Nun rufen die
Geldinstitute das sogenannte „Religionsmerkmal“ automatisiert beim
Bundeszentralamt für Steuern ab. Sie erhalten die Angaben
verschlüsselt als Kennziffer und können damit die Kirchensteuer
über die Finanzbehörden gleich an die richtige Religionsgemeinschaft
weiterleiten.
Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
Die Banken dürfen das Religionsmerkmal nur für den Kirchensteuereinzug
verwenden.
Dies
geschieht
in
einer
technisch
abgeschlossenen Umgebung. Die Kirchensteuer wird anonym
abgeführt. Die Kirchen erhalten keinerlei Kenntnis von den
Vermögensverhältnissen ihrer Mitglieder.
Datenschutz hin oder her – mir ist das nicht geheuer, dass der Staat
meine Religionszugehörigkeit den Banken mitteilt. Kann ich mich
dagegen wehren?
Ja, Sie können der Weitergabe widersprechen und einen
Sperrvermerk setzen lassen. Dafür gibt es ein amtliches Formular
beim Bundeszentralamt für Steuern (www.bzst.de). Die Bank erhält
dann von dem Amt einen neutralen 0-Wert und behält keine
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INFORMATIONEN DAZU
Kirchensteuer ein. Allerdings müssen Sie dann in Ihrer
Steuererklärung im Folgejahr die erforderlichen Angaben nachholen.
Wie viel Geld kommt denn durch die Kirchensteuer eigentlich
zusammen? Und wofür gibt die Kirche das aus?
2012 haben die evangelischen Landeskirchen knapp 4,8 Mrd. Euro
Kirchensteuern eingenommen. (Im Vergleich dazu: 14 Mrd. Euro
Tabaksteuer zahlen die 17 Millionen Raucher im Land.)
Das sind 48 Prozent der Gesamteinnahmen. Das klingt viel, ist aber
nur wenig mehr als etwa 1994. Seither ist ein Kaufkraftverlust von
28% zu verzeichnen, die Kirche kann sich also bei scheinbar
gleichen Einnahmen etwa ein Drittel weniger leisten.
Neben den Kirchensteuern bekommt die Kirche auch öffentliche
Fördermittel und Zuschüsse (32% der Einnahmen), weil sie
Leistungen für die gesamte Gesellschaft erbringt – ein Beispiel ist
der Unterhalt von Kindergärten. Dazu kommen Einnahmen aus
Entgelten für kirchliche Dienstleistungen, Pachten, Mieten usw.
Rund 10 Mrd. Euro gibt die Kirche jährlich aus. Zu den größten
Posten zählen der Dienst der Pfarrerinnen und Pfarrer in
Verkündigung und Seelsorge, die Gemeindearbeit in Gruppen und
Kreisen und die diakonische (soziale) Arbeit in den Gemeinden. Da
kommen schon weit über 5 Mrd. Euro zusammen. Rund 1 Mrd. Euro
benötigt der Unterhalt der zum Teil historisch wertvollen kirchlichen
Gebäude. Für Leitung und Verwaltung werden 800 Mio. Euro
ausgegeben.
(Weitere Informationen unter www.Kirchenfinanzen.de)
MONATSSPRUCH UND TERMINE IM APRIL
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Matthäus 27, 54: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Donnerstag,
2.04.
19.00 Uhr
Feierabendmahl zum Gründonnerstag
Karfreitag,
3.04.
10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
5.45 Uhr
6.00 Uhr
8.00 Uhr
10.00 Uhr
Osterfeuer
Osterfrühgottesdienst mit Abendmahl
gemeinsames Frühstück im EGZ
Gottesdienst mit Abendmahl
Ostermontag, 6.04.
11.30 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl in Sörgenloch
Sonntag,
12.04.
10.00 Uhr
Gottesdienst
Sonntag,
19.04.
10.00 Uhr
Gottesdienst, anschließend Kirchencafé
Sonntag,
26.04.
10.00 Uhr
11.00 Uhr
Gottesdienst
Wahl des neuen Kirchenvorstandes
Ostersonntag,
5.04.
Veranstaltungen im April
Dienstag,
28. – 30.04.
14.04.
19.00 Uhr
KV-Sitzung im Pfarrbüro (Zusatztermin)
Konfirmandenseminar in Hohensolms
Wahrheit – Wahrhaftigkeit – das sind Begriffe, die Werte
beschreiben. Werte, die bei uns hoch im Kurs stehen. Aber wir
haben es verlernt, mit ihnen umzugehen. Zu oft wird als Wahrheit
verkauft, was der näheren Überprüfung nicht standhält.
Wahrhaftigkeit erwarten wir von Amtsträgern, Leistungseliten,
Repräsentanten von Staat, Politik, Wirtschaft und Kirche. Freilich
finden sich anerkennende Worte, die auf die Wahrheit,
Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit eines Menschen abheben, oftmals
erst im Gedenken nach seinem Tod.
So klingt auch dieser Satz: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn
gewesen! Der, der ihn spricht, formuliert eine unerwartete Einsicht.
Es ist der Kommandant der Besatzungspolizei. Eben gerade haben
sie – nach dem Willen des aufgebrachten Volkes – Jesus von
Nazareth hingerichtet. Eigenartige Naturereignisse begleiten Jesu
Tod: ein Erdbeben, eine Sonnenfinsternis, der das Allerheiligste im
Tempel verbergende Vorhang zerreißt. Das führt bei der sonst um
einen derben Scherz und manche Grausamkeit nicht verlegenen
Mannschaft von römischen Soldaten zu großem Schrecken: Was
geht hier vor?
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AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
Wer hat die Macht, über
die Natur zu gebieten?
Wer ist das, der ohne
aufzumucken und
ohne
Gegenwehr in den Tod
geht? Die, die mit ihm
gekreuzigt worden waren,
galten
als
Berufsverbrecher und hatten
den
grausamen
Tod
verdient. Aber Jesus, der
Sohn
eines
einfachen
Handwerkers aus Nazareth, hatte Niemanden
auf dem Gewissen. Er
hatte gepredigt, geheilt
und manchen Menschen
zurück in die Gesellschaft
geführt. Sicher – es gab
Gegenstimmen: die einen
hielten ihn für einen Scharlatan, die anderen für einen Aufschneider.
Besonders aber jene, die durch sein Wort in ihrem Selbstverständnis
angegriffen wurden, in ihrer Würde gekränkt erschienen, die suchten
nach Wegen, ihn aus dem Verkehr zu ziehen – am Besten: ihn zu
töten. Es gelang ihnen, Jesus als Unruhestifter, Revolutionär und
Aufrührer zu denunzieren. Die auf Durchsetzung ihrer Macht
bedachten Besatzer folgten nur zu gern dem Votum der
aufgeheizten Menschenmenge.
Pilatus handelt wahrhaftig: er soll für Ruhe und Ordnung sorgen.
Das tut er, wenn er auch im Letzten von der Todeswürdigkeit des
Angeklagten nicht überzeugt ist: „Ich finde keine Schuld an ihm!“
Ähnlich dürfte es auch den Soldaten und ihrem Kommandeur
gegangen sein: Wir sollen da jemanden hinrichten. Keine Ahnung
warum! Aber Dienst ist Dienst – wird gemacht! In heutigen
Situationen plädieren die eines Fehlurteils wegen angeklagten
Soldaten häufig auf den sog. Befehlsnotstand: Ich weiß nicht, wozu
es gut sein sollte. Aber ich gehorche meinen Befehlen.
MONATSSPRUCH UND TERMINE IM APRIL
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Mitten in diese scheinbar geordnete Welt von Ruhe und Ordnung,
von Befehl und Gehorsam kommt das grundstürzende Naturereignis:
die Erde bebt, die Sonne verfinstert sich – die Naturkräfte scheinen
sich gegen die Römer, gegen die Israeliten, ja gegen alle
verschworen zu haben. Schnell ist auch dem Letzten klar: hier
begehrt die unter der Knute von willkürlichem Recht leidende Natur
auf. Hier ist eine Macht in ihrem Innersten gekränkt, gestört,
aufgewühlt. Wenn diese sich durchsetzt, hat keiner mehr eine
Chance zu überleben.
Eigentlich sollte nur Jesus sterben. Und mit ihm jene, die den Tod
allemal verdient haben. Und jetzt bebt die Erde und alles ist in
Gefahr. Das ist nicht mehr Menschensache. Hier spielen die Götter
mit. Und offenbar haben die Menschen diese verärgert und in
Aufruhr versetzt, so dass sie die Natur in Wallung bringen.
So – oder ähnlich – dürfte der Soldat gedacht haben, der dann sagt:
Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! – Nur der Sohn eines
mächtigen Gottes kann ein Erdbeben und eine Sonnenfinsternis
hervorrufen. Das, was uns Menschen nicht erklärbar erscheint,
stellen wir gerne in die überirdische, transzendentale Verantwortung
der Götter.
Ob unser Soldat gewusst hat, wer
Jesus von Nazareth war? Möglicherweise nicht. Möglicherweise hat er in
seinem Satz nur eine allgemeine
Stimmung und ein Gefühl für den
größeren Sinnzusammenhang ausgedrückt. Und dennoch: es ist die
Wahrheit. Freilich konnte er die noch
gar nicht erkennen. Denn erst am
dritten Tage wird offenbar, dass
Jesus, der Gekreuzigte, von Mächten
getragen wird, die außerhalb unserer
Vorstellungen von Leben und Tod, von
Raum und Zeit, von Ordnung und Maß
liegen. Er ist Gottes Sohn, denn er hat
den Tod überwunden. Er hat mit
19
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
diesem Tod auch die Schmach und Demütigungen der Menschen
überwunden. Er hat die Mächte von Furcht und Angst, von Terror
und Gewalt überwunden. Er herrscht als König der Welt, weil ihm
diese Welt nichts mehr anhaben kann.
Das alles wissen der Hauptmann und seine Gefolgsleute nicht. Und
wir wissen nicht, was sie nach drei Tagen gesagt haben. Aber wir
wissen, dass der Ausruf aus höchster Not und Bedrängnis wahr ist:
Gott hat seinen Sohn sterben lassen, damit wir seine Liebe erkennen
und einen Ausweg aus den selbstgeschaffenen Gefängnissen von Not
und Leid, Krankheit und Verfolgung finden. Wahrlich, wahrlich – das
ist wahr.
Wir haben in diesen Tagen Ostern gefeiert und die Wahrhaftigkeit
dieser Aussage und die Wahrheit der Botschaft von der Liebe Gottes
neu erfahren. Gebe Gott, dass dieser grundstürzende Eindruck noch
lange lebendig bleibt und nicht in unseren Ordnungen und
Verfügungen, in Befehl und Gehorsam untergeht.
Das wünscht
Festzeit
Ihnen
in
der
österlichen
Liebe Gemeinde,
ganz besonders wollen wir sie einladen am
Ostersonntagmorgen mit uns das Osterfeuer
und den Frühgottesdienst mit Abendmahl zu
feiern.
Anschließend erwartet uns ein leckeres
Frühstück im Gemeindezentrum, das viele
fleißige Helfer vorbereitet haben. Wir freuen
uns auf zahlreiche Gäste. Und auch wer es
nicht so früh aus den Federn schafft, ist
herzlich willkommen.
Die
Kinder
erwartet
Osterüberraschung.
eine
besondere
VON DEN PFADFINDERN
20
Stamm Lohengrin
55268 Nieder-Olm - Mitglied im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und
Pfadfinder - Gau Alt-Burgund
www.pfadfinder-nieder-olm.de – [email protected]
Der kleine Ritter
Dies ist die Geschichte des kleinen Ritters
Ronald lll., der unbedingt zaubern lernen
wollte. Er lebte auf einer sehr, sehr alten
Burg mit seiner treuen Gefährtin, der
schneeweißen Schimmelstute Dahna. Er hatte
auf seiner kleinen aber feinen Burg einiges zu
tun – er musste kochen, putzen, seine 101
Eulen verpflegen, die er mit Leidenschaft
züchtete, Zaubersprüche auswendig lernen und natürlich seine
Dahna füttern, bürsten und für viele Abenteuer trainieren. Er
bereitete sich lange auf sein erstes Erlebnis in der freien Natur vor,
wobei er sich sicher war, dort würde er einige seiner schon gelernten
Zaubersprüche gut gebrauchen können - im Kampf gegen gruselige
Ungeheuer, dunkle Mächte oder Zauberer der schwarzen Magie.
Eines Tages, als der Wind sich drehte, wusste Ronald, die Zeit ist
gekommen, um seine muggelige, alte Burg mit seiner Dahna zu
verlassen.
Er warf sich seinen Umhang um, setzte seinen Spitzhut auf und
nahm den Zauberstab aus seiner gläsernen Vitrine. Sie ritten los im Hintergrund die mächtige, alte Burg.
Schon bald trafen sie auf einen traurig vor sich hin wandernden
Käfer. Als die beiden näher kamen, hörten sie seinen wimmernden
Gesang: „Karl der Käfer wurde nicht gefragt, man hat ihn einfach
fortgejagt. Er wusste nicht wie ihm geschah, er musste fliehen – das
war sonnenklar.“ Ronald witterte sein erstes Abenteuer. Er stieg ab,
Dahna trank etwas aus einem nahegelegenen Fluss und Ronald
krabbelt auf Karl den Käfer zu. Schon bald wurde klar, wo das
21
DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN RITTER
Problem Karls lag: Er wurde aus seiner Höhle, die nicht so alt war
wie Ronalds Burg, verscheucht und musste vor den Menschen
fliehen. Ronald wollte etwas für Karl den Käfer tun, doch er war
ratlos, was dem kleinen Kerl helfen könnte. Plötzlich ein Geräusch.
Karl der Käfer erschrak und rief, er sei sich sicher, das wären
herannahende Menschen. Er rollte sich, wie es für seine Art üblich
war, zu einer kleinen schwarzen Kugel zusammen. Ronald erkannte
auch, dieses Geräusch war Gesang, und wunderte sich, warum jeder
in diesem Wald sang. Die Stimmen wurden immer lauter und nun
verstand er auch den Text: „Lang war die Reise, holt die Segel dicht,
bald liegt das Schiff im Hafen, es ist Land in Siiiicht, es ist Land in
Siiiicht. Zwo, Drei, Vier; lalalalalaalalalalalaalalalaalalalalaalalalalalaaalalalalalaaaaalaaa…“
Bald erkannte er auch die Gestalten. Alle trugen dasselbe Hemd,
Rucksäcke und einer hatte sogar eine Gitarre in der Hand. Als sie
nah genug heran kamen, fragte Ronald nach: „Was seid ihr denn für
komische Gestalten?“ Der Gitarrist antwortete: „Mia san Pfodis ausm
Schwoabeländle. Un wär bisch du?“ Man stellte sich gegenseitig vor
und Ronald bat die sehr hilfsbereit aussehenden Pfadfinder um Hilfe
zur Lösung seines Karl-Problems. Natürlich wussten die Pfadfinder,
wie sie Karl helfen konnten, sie hatten schon viele seiner Art
gesehen. Sie brachten ihn in ein nahegelegenes, von ihnen
eröffnetes Naturschutzgebiet, wo Karl prompt viele seiner
Verwandten wiedersah. Karl war glücklich, Ronald begeistert von
den Pfadfindern und er beschloss, sich ihnen auf ihrer Reise, einem
sogenannten Hajk, anzuschließen und mit ihnen und seiner Stute
Dahna Abenteuer zu erleben, wobei er sie natürlich sofort einlud, ihn
eines Tages auf seiner wunderschönen, alten Burg zu besuchen.
Und die Moral von der Geschichte:
Du brauchst keine Zauberkräfte, um Anderen etwas Gutes zu tun.
Wer viele Abenteuer erlebt und durch die Natur streift, hat auch
mächtig Hunger. Ronalds Lieblingsgericht ist, wie kann es auch
anders sein, ein Arme-Ritter-Auflauf.
Hierfür braucht ihr nur:
8 Scheiben Weißbrot, 3 Eier, 400ml Milch, 80g Zucker, 80g Butter
Und so geht’s: Die Eier mit der Milch und dem Zucker gut
verrühren und in eine Auflaufform gießen. Die Weißbrotscheiben
UND TERMINE
22
hineinlegen und zwar so, dass die gesamte Form ausgelegt ist. Dann
mit einer Gabel die Weißbrotscheiben vorsichtig nach unten drücken,
so ziehen sie schneller durch. Nach ca. 5 Minuten haben sich alle
Scheiben vollgesogen, es sollte nur noch ganz wenig Flüssigkeit zu
sehen sein, wenn man die Scheiben zur Seite schiebt. Nun die Butter
in Flocken darauf verteilen.
Den Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 200°C auf mittlerer Schiene
ca. 20 Minuten garen. Der Auflauf ist fertig, wenn er schön hoch
aufgegangen und goldbraun ist. Dazu schmeckt Apfelmus ebenso
wie Vanillesoße oder einfach Zimt und Zucker.
Ihr könnt die eingeweichten Brotscheiben
aber auch in einer Pfanne in Butter
goldbraun braten.
Viel Spaß beim Nachkochen und einen
guten Appetit wünschen euch Ronald und
Dahna!
Und falls ihr Lust bekommen habt, auch Abenteuer mit den
Pfadfindern zu erleben, könnt ihr gerne unsere Sippenstunden
besuchen:
Horte Gwaihir
Dienstag
17:45 – 19:15
Horte Lórien
Mittwoch
17:00 – 18:30
Horte Sindarin
Donnerstag
17:30 – 19:00
Sippe Gimli
Donnerstag
18:15 – 20:15
Jungs und
Mädchen
8-13 Jahre
Mädchen
11-13 Jahre
Jungs und
Mädchen
7-12 Jahre
Jungs und
Mädchen
ab 14 Jahren
Noah und Paul
0157-36200896
0177-1625672
Caro und Maja
0157-77740805
01573-7632276
Alina
01577-6806086
Bine
01609-1210651
Alina und Maja Büttner
23
MONATSSPRUCH UND TERMINE IM MAI
Philliper 4, 13: Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.
Sonntag,
3.05.
10.00 Uhr
11.15 Uhr
Gottesdienst
Gottesdienst in Sörgenloch
Samstag,
9.05.
16.00 Uhr
Kleinkindergottesdienst
Sonntag,
10.05.
10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Donnerstag, 14.05.
Christi Himmelfahrt
10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Sonntag,
17.05.
10.00 Uhr
Gottesdienst – anschließend Kirchencafé
Sonntag,
24.05.
Pfingstsonntag
10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Pfingstmontag
10.00 Uhr
Ökumen. Gottesdienst im Ober-Olmer Wald
Samstag, 30.05.
14.00 Uhr
Vorstellungsgottesdienst I der Konfirmanden
Sonntag, 31.05.
10.00 Uhr
Vorstellungsgottesdienst II der Konfirmanden
Veranstaltungen im Mai
Mittwoch,
6.05.
19.00 Uhr
KV-Sitzung im Pfarrbüro
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus… so heißt es in
einem alten deutschen Volkslied.
Die Bäume schlagen aus? Eine altertümliche Bezeichnung, die schon
Generationen von Kindern irritiert hat! Ich erinnere mich, wie ich mir
als Kind die Bäume wie wilde, mit ihren Hufen um sich schlagende
Pferde vorgestellt habe. Heute denken die Kinder vielleicht eher an
die „Peitschende Weide“ aus
Joanne Rowlings Harry Potter Büchern. Aber keine Wildpferde,
keine
Fantasybäume
sind
gemeint, sondern „die Bäume
schlagen aus“: das ist ein
treffender Ausdruck für die
Kraft der Natur im Mai. Bäume
und Sträucher, die im Winter
geschlafen haben, explodieren
geradezu im Frühling. Frische junge Triebe bilden sich, wachsen so
schnell, dass man fast zuschauen kann. Dicke Knospen gehen auf,
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
24
und eine weißrosa Pracht von blühenden Obstbäumen lässt die Lüfte
duften und die Bienen surren.
Zugegeben, mit dem
Klimawandel zieht der
Frühling
heute
oft
schon
wesentlich
früher
ins
Land,
gerade hier im milden
Rheinhessen.
Aber
dennoch bleibt der Mai
der Monat, der in
Gedichten, Liedern und
im Bewusstsein der
Menschen den Frühling
symbolisiert.
Die aufblühende Natur, die langen Tage, das wärmende Sonnenlicht,
all das kann auch unsere Lebenskraft erneuern. Mit dem Osterfest
haben wir gerade erst die Auferstehung, den Sieg des Lebens über
den Tod gefeiert. Dass diese Kraft der Auferstehung auch in unseren
Leben heute immer wieder aufblitzt, das wünsche ich uns. Damit
verkrustete Strukturen erneuert werden können, damit das, was uns
niederdrückt und unsere Entfaltung hemmt, weicht. Der Blick auf die
großartige, hemmungslos überschwängliche und maßlose Natur mag
uns daran erinnern, dass auch wir diese große Lebenskraft in uns
haben. Denn sie ist uns geschenkt von unserem Herrgott: dem
transzendenten Urgrund alles Lebens!
Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt, so formuliert es der
Apostel Paulus im Brief an die Philipper euphorisch. Gerade dieser
Apostel Paulus kannte aber auch die Schatten des Lebens. Er kannte
Krankheit, Gefangenschaft, Verfolgung, er kannte das Gefühl,
Außenseiter zu sein und verspottet zu werden. Er lebte also nicht
nur auf der Sonnenseite des Lebens. Aber trotzdem dieses
Bekenntnis: Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt- ein
Ausdruck großen Vertrauens und großer Hingabe an seinen Gott.
25
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
Gerade in unserer modernen digitalen Welt, wo so vieles machbar
ist, wo ich mit einem Klick mein Leben selbst zu steuern scheine, ist
es gut, sich rückzubeziehen, sein Leben in der Religion rückzubinden
an den Urgrund des Seins: Alles vermag ich – nicht durch mich
selber, nicht durch meinen Laptop, mein Geld, mein Wissen,
sondern: Alles vermag ich durch IHN; der mir Kraft gibt.
Und es ist gut, ab und zu darüber nachzudenken, was diese
Gotteskraft in mir erneuert und stärkt. Ist es ein Gottesdienstbesuch, oder ein Sonnenspaziergang? Ist es das Joggen nach der
Arbeit, oder sich ins Bett zu flezen und ein gutes Buch zur Hand zu
nehmen? Ist es das Abendgebet, oder das Chatten im Netz? Jeder
Mensch
braucht
regelmäßige
Auftankstationen,
damit
die
belastenden Realitäten dieser Welt und unseres Alltages nicht die
Übermacht über unser Leben und Sein gewinnen.
Was sind Ihre Kraftquellen? Wie können Sie auftanken? Ich lade Sie
ein, darüber nachzudenken. Vielleicht kommen wir darüber auch
miteinander ins Gespräch… ich würde mich freuen.
Herzlichst, Ihre Pfarrvikarin
Einladung - die diesjährigen
Konfirmandinnen und Konfirmanden
wollen
sich
in
den
Gottesdiensten
am
Samstag
30.05. um 14 Uhr und Sonntag
31.05. um 10 Uhr der Gemeinde
vorstellen. Es wäre schön, wenn
sie das vor vielen interessierten
Gemeindegliedern tun könnten.
DER MOND IST AUFGEGANGEN
26
Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!
So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbarn auch!
27
MATTHIAS CLAUDIUS
Am 21. Januar 1815 starb der Dichter Matthias Claudius
Markus Wriedt
Der am 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein) geborene Mann war
ein deutscher Dichter und Journalist, der uns vor allem mit seinem
Abendlied „Der Mond ist aufgegangen…“ bekannt geblieben ist.
Matthias wuchs in einem Pfarrhaus in Holstein auf und hatte
Verwandtschaft in ganz Norddeutschland bis nach Lübeck. Noch als
Kind musste er miterleben, wie drei seiner Geschwister verstarben.
Früh begegnete er also dem Tod, den er "Freund Hain" nannte und
dem er sogar seine Bücher widmete. Dennoch blieb er dem Leben
zugewandt und besuchte mit seinem älteren Bruder die Lateinschule
in Plön.
Bereits im April 1759 finden wir ihn an
der Universität Jena eingeschrieben zum
Studium der Theologie. Die phasenweise
sehr
trockene
und
langweilige
Lutherlektüre
der
ausgehenden
Orthodoxie langweilte den sich der
Aufklärung
durchaus
zuwendenden
jungen Mann. Also wechselte er zur
Rechts- und Kameralwissenschaft. Doch
auch dieses Studium begeisterte ihn
nicht wirklich. Er schloss sich unter
anderem
in
Jena
der
Deutschen
Gesellschaft
an,
die
sich
um
deutschsprachige Literatur und Dichtung bemühte. Er begann, kleine
Erzählungen und Lieder zu schreiben. Nach dem Tod seines Bruders
schloss er das Studium mit einem ersten, vorläufigen Examen ab
und verdingte sich als Sekretär von Graf Ulrich Adolph von Holstein.
Mit ihm kam er nach Kopenhagen und fühlte sich in der offenen,
aufgeschlossenen
Gesellschaft
aufgeklärter
Intellektueller
ausgesprochen wohl.
Von 1768 bis 1770 arbeitete er als Redakteur der HamburgischenAdreß-Comtoir-Nachrichten in Hamburg und pflegte auch weiterhin
1740 - 1815
28
den Kontakt mit den Aufklärern, unter ihnen Johann Gottfried
Herder und Gotthold Ephraim Lessing.
Im Januar 1771 zog Matthias Claudius nach Wandsbek und wurde
dort Redakteur der von Heinrich Carl von Schimmelmann initiierten
Tages-Zeitung >Der Wandsbecker Bothe<, die viermal pro Woche
erschien. Die Zeitung hatte vier Druckseiten. Drei waren dem
politischen
Geschehen
in
Europa
gewidmet,
eine
enthielt
„gelehrte
Sachen“.
Claudius
gestaltete
den
„gelehrten Teil“ auf ganz eigene Art,
beispielsweise durch Gedichte und einen
fiktiven
Briefwechsel
unter
seinem
Pseudonym Asmus mit dessen Vetter
Andres. Auch konnte er Klopstock, Voß,
Gleim und Jacobi als Autoren gewinnen.
Zwar wurde die Zeitung unter ihm in ganz
Deutschland bekannt, doch erlangte sie
keinen finanziellen Erfolg und wurde 1775 eingestellt. Noch heute
finden sich die Insignien eines wandernden Boten (Hut, Stock und
Tasche) im Wandsbeker Wappen.
In Wandsbek heiratete Claudius seine Frau Rebecca. In sein
Tagebuch schrieb er am Hochzeitstag: "Nun habe ich meine drei H:
Hof, Heimat, Hausfrau, und wenn das vierte H, der Herr, dabei ist
und bleibt, so kann man restlos glücklich sein." Das Paar bekam 12
Kinder, sie waren der Mittelpunkt seines Lebens im Wandsbecker
Haus. Mit ihnen und für sie feierte er zahllose Feste, hier entstand
auch "Der Mond ist aufgegangen".
Durch Vermittlung Johann Gottfried Herders ging Claudius 1776 als
Obercommissarius nach Darmstadt. Ab Anfang 1777 wirkte er dort
als Redakteur der Hessen-Darmstädtischen privilegierten LandZeitung. Claudius kehrte jedoch bereits nach einem Jahr mit seiner
Familie nach Wandsbeck zurück, da er sich mit den hierarchischen
Verhältnissen der Residenzstadt Darmstadt nicht hatte arrangieren
können.
29
MATTHIAS CLAUDIUS
Obwohl die Zeitung nicht mehr erschien, publizierte Claudius weiterhin
unter
dem
Namen
>Der
Wandsbeker Bote<. Ab 1783 rückten
religiöse
Themen
und
eine
zunehmend
ablehnende
Haltung
gegenüber
der
Aufklärung
ins
Zentrum seiner Veröffentlichungen.
Claudius' finanzielle Lage war stets
prekär, bis er ab 1785 einen
Ehrensold des dänischen Kronprinzen
Friedrich erhielt; diesen hatten die
literarischen Qualitäten von Claudius
überzeugt. Friedrich verschaffte ihm
1788 auch ein Revisorenamt bei der
Schleswig-Holsteinischen Speciesbank
im
damals
zum
dänischen Gedenkstein im Wandsbeker Gehölz
Gesamtstaat gehörenden Altona, das
ihm ohne größere Einschränkung
seiner literarischen Arbeit ein Auskommen sicherte, denn er musste
lediglich viermal im Jahr zur Prüfung der Quartalsabschlüsse in
Altona erscheinen.
Briefmarke zum 150. Todestag
Infolge der Kriegsereignisse um
Hamburg
und
aufgrund
des
napoleonischen Vormarsches floh
Claudius 1813 über Westensee
nach Kiel und Lübeck. Seine
letzten Lebensmonate verbrachte
der inzwischen Schwerkranke im
Hause
seines
Schwiegersohns
Friedrich Christoph Perthes, des
Gründers des gleichnamigen Verlages, am Hamburger Jungfernstieg,
wo er am 21. Januar 1815 starb.
Anmerkung des Verfassers: ich bin auf dem Grundstück des Wohnhauses dieses
berühmten Dichters aufgewachsen.
UNSERE KONFIRMANDEN
Konfirmation Samstag 13. Juni 2015
in der evangelischen Kirche Nieder-Olm
Sophia Beerbohm
Anton Heuchert
Paul Ludwig Kirchner
Kara Leann Noelle
Florian Rücker
Justin James Ruhland
Erik-Adrian Schmidt
Lisa Marie Stamm
Maximilian Werner Graf von Moltke
30
31
MONATSSPRUCH UND TERMINE IM JUNI
Genesis 32, 27: Ich lasse dich nicht los,
wenn du mich nicht segnest.
Sonntag,
7.06.
10.00 Uhr
Ökumen. Gottesdienst am Straßenfest
Samstag,
13.06.
14.00 Uhr
Konfirmationsgottesdienst in der ev. Kirche
Sonntag,
14.06.
10.00 Uhr
Konfirmationsgottesdienst in der kath. Kirche
Sonntag,
21.06.
10.00 Uhr
Gottesdienst
Sonntag,
28.06.
10.00 Uhr
Gottesdienst
Veranstaltungen im Januar
Dienstag,
2.06.
19.00 Uhr
KV-Sitzung im Pfarrbüro
Warten. Abwarten. Mehr kann Jakob nicht tun.
Es ist der dramaturgische Höhepunkt in Jakobs Geschichte (Genesis
25 – 32). Es lohnt sich, sie zu lesen.
Jakob wartet. Mit 400 Mann soll Esau, sein von ihm betrogener
Bruder, ihm entgegen ziehen. So berichten es Jakobs Boten. Kann
man das Böse erkennen, wenn es auf einen zukommt? Erkennt man
es, wenn es hinter einem liegt?
Jakob handelt. Trifft Vorkehrungen. Tut alles, was in seiner Macht
steht, um die zu schützen, die er liebt. Und dann wieder: Warten.
Mehr bleibt ihm nicht. Was wird mit mir? Was wird mit denen, die
ich liebe? Sorge. Zweifel. Angst. Es wird Nacht.
Und dann heißt es in der Geschichte:
Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann,
bis die Morgenröte aufstieg. Als der Mann sah, dass er ihm nicht
beikommen konnte, schlug er ihn aufs Hüftgelenk. Jakobs
Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang. Der Mann sagte:
Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Jakob aber
entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.
Jener fragte: Wie heißt du? Jakob, antwortete er. Da sprach der
Mann: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel
(Gottesstreiter); denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und
hast gewonnen. Dann segnete er ihn dort.
Mit Gott zu ringen hinterlässt Spuren. Aber es lohnt sich. Ich stelle
mir Jakob am Ende der Geschichte als einen glücklichen Menschen
vor. Glücklich deshalb, weil ich glaube, dass er aus der
Auseinandersetzung, aus dem Ringen mit Gott, Mut und Hoffnung
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
32
schöpft. So jedenfalls verstehe ich den Segen, den Jakob empfängt.
Aus Angst wird Mut, aus Sorge Hoffnung. Wer das erfährt, darf sich
gesegnet fühlen.
Nun ist das mit dem Segen aber so eine Sache: Sehr wahrscheinlich
wachen sie nicht jeden Morgen auf und fühlen sich gesegnet. Ich
auch nicht. Sich gesegnet zu fühlen – das kommt ganz unvermittelt.
Es liegt nicht in unserer Hand. Es ist plötzlich einfach da, das Gefühl,
dass es genau so, wie es ist, richtig ist – Segensmomente.
Momente, in denen Gott uns ganz nahe wird. Plötzlich. Unverfügbar.
Er ist der Akteur. Wir die Empfänger. Und das ist auch gut so. Denn
es wäre wohl ein Frevel zu glauben, dass wir in unserer Beziehung
zu Gott die Akteure seien und ihn sozusagen nach unserer Pfeife
tanzen lassen könnten. Gott handelt souverän. Er lässt sich nicht
zwingen.
Umso erstaunlicher ist da Jakobs Geschichte:
Viele Ausleger deuten sie so, dass Jakob von diesem mysteriösen
Mann plötzlich überfallen und in den Ringkampf gezwungen wird.
Aber davon steht hier nichts. Sondern es heißt nur: Als nur noch er
allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die
Morgenröte aufstieg. Der mutige und fast freche Satz Jakobs „Ich
lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest“ deutet
möglicherweise sogar an, dass Jakob versucht hat, Gott
einzufangen, indem er sich mitten in der Nacht an ihn geklammert
hat. Hat er sich den Segen tatsächlich erzwungen? Oder hat er
einfach nur nicht mehr losgelassen?
Was wenn wir uns an Gott klammern und ihn einfach nicht mehr
loslassen? Gerade dann, wenn Sorgen, Zweifel und Ängste unser
Gemüt, unsere Seele verdunkeln.
Fragen wir ihn dann doch: Wer bist du, Gott? Was hast du mit mir
vor?
Wir werden wohl keine Antwort erzwingen können, aber vielleicht
klammern wir lange genug. Vielleicht wird er uns nahe werden und
uns Momente schenken, die uns spüren lassen, dass genau so, wie
es gerade ist, es richtig ist. Momente, aus denen wir Kraft und Mut
schöpfen. Momente, die uns Hoffnung geben. Segensmomente.
33
UNSERE KONFIRMANDEN
Konfirmation Sonntag 14. Juni 2015
in der katholischen Kirche Nieder-Olm
Daniel Barthel
Jolina Elster
Benjamin Philipp Glindemann
Helene Groß
Josefine Groß
Nico Haese
Emely Heilmann
Moritz Herberger
Franziska Israel
Liv Luisa Johnen
Leoni Sabine Keßel
Lucas Kirsch
Frederik Fabian Koernig
Lena Lahr
Emily Leidinger
Kira Francesca Mann
Joscha Regelin
Laura Rezlaw
Lasse Finn Rieß
Susanne Saubert
Carla Schlamp
Tabea Schleising
Hannah Arielle Scholz
Ida Schuck
MONATSSPRUCH UND TERMINE IM JULI
34
Matthäus 5, 37: Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein;
alles andere stammt vom Bösen.
Sonntag,
5.07.
10.00 Uhr
11.30 Uhr
Gottesdienst
Gottesdienst in Sörgenloch mit Abendmahl
Sonntag,
12.07.
10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Sonntag,
19.07.
10.00 Uhr
Gottesdienst – anschließend Kirchencafé
Sonntag,
26.07.
10.00 Uhr
Gottesdienst
Veranstaltungen im Juli
Dienstag,
2.06.
19.00 Uhr
KV-Sitzung im Pfarrbüro
Jetzt red‘ nicht lange drumherum – schwätz‘ Deutsch. Willst Du,
oder willst Du nicht? Ach, wenn doch alles so einfach und klar wäre!
Aber unsere Welt ist doch viel komplizierter. Zahlreiche
Entscheidungen werden in hochkomplexen Situationen getroffen, die
selbst für Fachleute alles andere als einfach und durchschaubar sind.
Sicher, so mancher leitet eine Antwort mit dem Satz ein „Das ist
doch ganz einfach ….!“, aber in der Regel wird es dann erst richtig
kompliziert. Die vermeintliche Einfachheit soll nur den Durchblick
dessen dokumentieren, der sich uns gegenüber als Autorität
ausgeben will. Mit einer solchen Autorität ist es freilich nicht weit
her: wenn es nämlich für uns nicht einfach wird, sind wir seiner
Macht und Einsicht ausgeliefert. Und das geht nicht selten schlecht
aus… Das Misstrauen gegenüber Rechtsanwälten, Wirtschaftsfachleuten, Bankern und anderen Berufsgruppen mit hoher
Detailkenntnis in komplizierten Zusammenhängen wächst in dem
Maße, wie wir die Fehlentscheidungen und daraus folgende
Katastrophen zu bezahlen und auszuhalten haben.
Manchmal – und das nicht zu selten – wünscht man sich eine
Steuererklärung, die auf einen Bierdeckel passt, eine Abrechnung,
auf der sofort erkennbar ist, was kostet es und was ist es wert, eine
Aussage, auf die man sich verlassen kann, eine Orientierung, die
uns aus der Sackgasse wieder herausführt.
Sie alle kennen solche Wünsche – nicht selten sind es sogar fromme
Wünsche. Aber selbst jene, die sich mit dem Monatsspruch im Juli
35
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
auskennen, tun dies in höchst komplizierter Weise. Nicht nur, dass
man Theologen häufig nicht versteht. Es kommt auch hinzu, dass,
wenn man endlich einen verstanden hat, sofort zwei andere
kommen, die einen aufklären: Sein einfach ist das nicht! Da braucht
es Fachleute …. Sollte es tatsächlich so sein, dass wir in einer Welt
leben, die wir nicht mehr verstehen können? Ist es so, dass wir an
der Komplexität des Alltags scheitern, weil wir die einfache
Orientierung nicht mehr finden? Sehen wir den Wald vor lauter
Bäumen nicht mehr?
Da ist etwas Wahres dran. Je mehr uns versprochen wird, unser
Leben durch Technik und Services zu erleichtern, umso komplizierter
wird es. Und nicht selten fühlen wir uns durch die
Erleichterungsindustrie völlig zum Sklaven jener Geräte und
Entscheidungen gemacht. Wie war das noch schön, als wir nicht
ständig erreichbar waren, als Telefone und Computer nur das taten,
was sie sollten, als niemand anderes in unsere Wohnzimmer kam,
als jene, die wir eingeladen hatten, als niemand unsere Daten
bewahrt und verkauft, als die Sonne morgens aufging und abends
unter und dazwischen das Tagwerk lag, das wir beherrschten. Ach,
was war das schön ….
In diesen Tagen beginnen für viele Menschen die Urlaubswochen.
Lange haben sie darauf gewartet und gespart. Jetzt dürfen sie aus
dem Trott des Alltags, seinen Bindungen und Gefährdungen, seiner
Macht und seiner Erdrückung hinaus. Und nicht selten fahren
Menschen darum in Gegenden, in denen noch das einfache, schlichte
Leben geführt wird, das uns versagt bleibt. Man sucht nach Ruhe
und Stille, nach Besinnung und Einkehr, nach dem wahren Grund
des Lebens…. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere
stammt vom Bösen. Was zählt in unserem Leben? Was wollen wir
wirklich? Sicher – es gibt auch in diesem Jahr wieder viele Tausende,
die es im Urlaub krachen lassen wollen, die derartige Fragen mit
Alkohol und anderen Vergnügungsdrogen ersticken. Aber fortlaufen
können sie diesen Fragen nicht – spätestens, wenn man mit dickem
Kopf und leerer Brieftasche aus dem Urlaubsflieger steigt, ist der
Alltag wieder voll präsent und die Frage nach dem, was uns
vorantreibt neu virulent.
AUSLEGUNG MONATSSPRUCH
36
Jesus fordert Klarheit und Einfachheit, weil er weiß, dass wir durch
hochkomplexe, vermeintlich lebensnotwendige Sinnzusammenhänge
uns immer weiter von der einfachen Wahrheit entfernen: Gott hat
uns das Leben geschenkt, damit wir es zu seinem Lob und in seiner
Gnade leben. Von Erfolg, Leistung, von Druck, Zeitnot und
Karrierewegen war nicht
die Rede. Aber vom Leben,
von
Liebe,
von
Zuwendung, Geborgenheit
und Schutz.
Euer Ja sei ein Ja, euer
Nein ein Nein; alles andere
stammt
vom
Bösen.
Manche mögen diesen für
einen alltagsfernen Traum,
für
zynische
Weltverweigerung halten. Das ist
es freilich nicht. Nutzen wir
doch die freien Tage, um
einmal darüber nachzusinnen, was in unserem
Leben gilt, was für unsere
Familie,
Lebenspartner,
Freunde
und
Bekannte
wirklich zählt. Vielleicht stellt sich im Licht der Frage nach dem Sinn
unseres Lebens so manches hochkomplexe Problem als gar nicht
mehr so wichtig dar.
Das wünscht Ihnen im Urlaub fern und nah
37
SENIORENFREIZEIT 2015
Unsere Seniorenfreizeit in diesem
Jahr soll uns wieder in die Eifel
führen, nach Meerfeld, idyllisch
gelegen am gleichnamigen Maar.
Wir werden uns in einem kleinen,
aber
feinen
Drei-Sterne-Hotel
einquartieren und von dort aus die
nähere und weitere Umgebung
erkunden.
Ein Halbtagsausflug wird uns
an die Eifelmaare und zur
Glockengießerei in Brockscheid führen, ein weiterer
Halbtagsausflug geht nach
Bitburg,
natürlich
mit
Besichtigung der dortigen
Brauerei.
Außerdem planen wir einen
Tagesausflug nach Luxemburg
mit
Stadtrundfahrt
und
Führung.
Es wird aber auch Gelegenheiten für gemütliche Spaziergänge geben, bei denen sich für
jeden der passende Weg finden
sollte. So lässt sich schon ganz
in der Nähe des Hotels auf
ebenem Pfad die Landschaft
rund ums Meerfelder Maar genießen.
Natürlich gehören auch bekannte Programmangebote wie die
gemeinsame Gymnastik, Lesungen und gemütliches Beisammensein
am Abend wieder dazu.
VOM 09.08. BIS 14.08.2015
38
An- und Abreise sowie die Ausflüge vor Ort erfolgen mit einem
Reisebus.
Übernachten werden wir in Einzel- oder Doppelzimmern, jeweils mit
eigener Dusche und WC, im „Hotel zur Post“ in Meerfeld (www.hotelzur-post-meerfeld.de). Zur Entspannung stehen im Hotel auch eine
Sauna und ein Solarium zur Verfügung.
Im Reisepreis inbegriffen sind:
•
Hin- und Rückfahrt im Reisebus ab Nieder-Olm
•
5 Übernachtungen mit HP (Frühstück und warmes Abendessen
mit drei Gängen)
•
die Kosten für die Tagesausflüge mit dem Reisebus incl.
Führungen und Eintrittsgeldern,
•
ein
Versicherungspaket
(Gepäckund
Reiserücktrittsversicherung).
Der Reisepreis beträgt bei Übernachtung in einem Einzelzimmer 560
Euro, bei Übernachtung im Doppelzimmer 540 Euro pro Person.
Leitung/Organisation der Freizeit und bei Rückfragen:
Annemarie Grindel, Tel.: 06136-46926
Dorothea Bussulat, Tel: 06136-3091
Ellen Ebbes, Tel.: 06136-754732
Anmeldungen für die Teilnahme an der Seniorenfreizeit der ev.
Kirchengemeinde Nieder-Olm nach Meerfeld vom 09.08. bis zum
14.08.2015 bitte über das Pfarrbüro:
Kreuzstraße 3, 55268 Nieder-Olm, Tel: 06136-2469
39
TIPPS UND HINWEISE
Wer schon einmal einen Kirchentag erlebt hat, kennt die
unbeschwerte und heitere Atmosphäre, die die gastgebende Stadt
bei diesem Großereignis erfüllt.
Vom 3. bis 7. Juni 2015
laden wir Sie herzlich zum
35.
Deutschen
Evangelischen
Kirchentag
in
Stuttgart ein, zu einer Feier des
Glaubens, einem Fest zum
Mitmachen und zu einem Forum
aufregender Debatten. Erleben
Sie spannende Diskussionen,
gute
Musik
und
spirituelle
Höhepunkte. Begegnen Sie Freunden aus Europa und aller Welt.
Lassen Sie sich anstecken vom Lebensgefühl Kirchentag! Feiern Sie
mit uns den Kirchentag in Stuttgart, im Schwabenland zwischen
Wäldern und Reben!
Auf den Spuren von Jan Hus in der „Stadt der hundert Türme“
Evangelisches Dekanat Ingelheim bietet Bildungsreise nach Prag an
2015 jährt sich zum 600. Mal der Todestag des bedeutenden
tschechischen Vor-Reformators Jan Hus (1369–1415), der für seine
Kritik an der katholischen Kirche, die er sich weigerte zu widerrufen,
1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
Eine Bildungsreise des Evangelischen Dekanats Ingelheims bietet
Interessierten vom 23. bis zum 27. September 2015 die
Gelegenheit, sich fünf Tage lang auf die Spuren des berühmten
Theologen in der tschechischen Hauptstadt Prag zu begeben.
Informationen dazu im Pfarrbüro oder auf der Homepage des
Dekanats, Anmeldungen nimmt gerne Martina Schott vom
Evangelischen Dekanat Ingelheim unter der Telefonnummer
06132/718921
bzw.
der
E-Mail
[email protected] entgegen.
Ein Artikel zu Jan Hus für den nächsten Gemeindebrief ist in Arbeit.
FÜR SIE ENTDECKT
40
WOLFGANG VORLÄNDER
Schnee auf Gottes Händen
Gebundenes Buch, ISBN: 978-3-57908509-8 € 17,99
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Von „Begegnungen mit dem großen
Unbekannten“ erzählt der Pfarrer, Autor,
Mediator und psychologische Berater in
seinem Büchlein. 30 Begegnungen mit Gott
hat er hier zusammengefasst. In der
Ausgabe der Evang. Sonntagszeitung vom
1. März geht es z. Bsp. um das Thema
„Liebe“ und hier lässt er Gott sagen: “ Ich
habe den Eindruck, bei fast allem im Leben
gibt es ein Zuviel, aber nie gibt es ein Zuviel an Gutem, an Wahrem,
an Gerechtem und an Schönem. Und es gibt nie ein Zuviel an Liebe.
Der Mensch ist ein Wesen, das in Liebe geradezu schwimmen kann,
und es würde ihm nie zu viel. Mir selbst wird Liebe auch nicht zu
viel. Und stets macht es keinen Unterschied, ob es um Liebe geben
oder Liebe empfangen geht.“ Im Weiteren geht es dann darum, dass
oft Liebe mit Hilfe verwechselt wird: „Helfen wollen, das kann das
genaue Gegenteil von Liebe sein. Davon weiß ich etwas, das kannst
Du mir glauben. Wie oft wollen Menschen meine Hilfe, doch sie
verwechseln ständig Hilfe mit Liebe“ soweit Gott in diesem Buch.
Und weiter: „ Du kannst es vorwärts und rückwärts durchspielen.
Von Liebe gibt es nie zu viel. Wie bei einem Baum. Nie würde man
sagen: Der hat zu gute, zu gesunde Wurzeln! Und Liebe ist die
Wurzel aller Dinge.“
Das als kleine Leseprobe, vielleicht regt es zum Weiterlesen an.
Cornelia Büttner
26.
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