Sportteil vom 30. Juni 2014

Sport Gütersloh
NR. 148, MONTAG, 30. JUNI 2014
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ERGEBNISSE
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¥ Gütersloh (wot). Die B-Juniorenfußballer des SV Spexard spielen in der nächsten Saison in der Bezirksliga. Nach der gestrigen
0:1-Niederlage im letzten Aufstiegsrundenspiel beim SV Herbern
hatte Trainer Hendrik van der Veen den Aufstieg eigentlich schon
abgeschrieben. Als dann aber die Nachricht von der völlig überraschenden 4:5-Niederlage des Mitbewerbers Westfalia Hopsten
beim Schlusslicht Germania Stromberg durchsickerte und sich bestätigte, war der Jubel riesig. „Wir haben eine super Saison gespielt“, wertete van der Veen das Glück als Belohnung für sein
Team, von dem zehn Spieler dem jüngeren Jahrgang angehören.
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SC Verl – SV Meppen
0:1
SC Verl: Brüseke – Unzola (31.
Capretti), Bertram, Stöckner (47.
Schröder), Kaminski – Mikic,
Mainka – Rasü (44. Hecker), Safonov (31. Cömert) – Kunstmann, Engelmann.
SV Meppen (1. Hz.): Gommert
– Schnier, Twyrdy, Gebben,
Schepers – Latkowski, Wigger –
Maier, Vogelsang, Wagner – Pasiov.
SV Meppen (2. Hz.): Frerichs –
Jesgazewski, Gebben, Talevski,
Landgraf – Keseroglu, Watahiki
– Simidi, Fillinger, Selishta – Rodriguez.
Tore: 0:1 (29.) Ramiz Pasiov.
Schiedsrichter: Samuel CabelloPerez (Münster).
Rote Karte: Diego Rodriguez (49.
Ellbogenschlag gegen Capretti).
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¥ Gütersloh (wot). Melanie Genrich (DJK Gütersloh) gewann
am Freitagabend den Feuerwehrlauf in Oesterweg. Die 36-Jährige lag nach 10 Kilometern mit 39:02 Minuten klar vor Ilona Pfeiffer vom LC Solbad (40:30 Min.). Mit Platz drei in 42:08 Minuten sicherte sich Stefanie Vergin (Post SV Gütersloh) den 2. Platz in
der Gesamtwertung des Volksbanken-Nightcups vor der in Oesterweg viertplatzierten Marie-Luise Becker (Harsewinkel). Bei den
Männern stand der in 32:42 Minuten siegreiche Damian Janus
(LC Solbad) schon vorher als Gesamtsieger fest. Murat Bozduman (3. mit 34:58 Min.) und Christian Horn (5. mit 37:11 Min.)
von der LG Burg Wiedenbrück belegen nach dem letzten Lauf
der fünfteiligen Serie die weiteren Podiumsplätze.
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¥ Kreis Gütersloh (rob). Die Online-Anmeldung für die „Charity Golf Open“ ist eröffnet. Am 9. und 10. August findet das Golfturnier für Jedermann auf der Anlage des GC Marienfeld (Samstag) und beim Westfälischen GC Gütersloh (Sonntag) statt. Im
Vorjahr waren Robert Eggersmann (Marienfeld) und Paulina
Brand (Gütersloh) die Gewinner einer gelungenen Turnierpremiere. Auch bei der zweiten Auflage können die Teilnehmer wahl- G`cdaZV]+ Andreas Golombek (l.) und Andre Breitenreiter waren erst beide zu Späßen aufgelegt. Nach dem 4:0-Triumph lachte aber nur noch
weise ein Turnier oder beide Turniere spielen. Die Erlöse werden der Trainer des SC Verl. Seinem Kollegen aus Paderborn war die gute Laune vergangen.
FOTOS: RAIMUND VORNBÄUMEN
wieder für Projekte der Bürgerstiftung Gütersloh verwendet.
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¥ Rheda-Wiedenbrück (sp). Marwin Studtrucker, vom SC Wiedenbrücker zum Regionalliga-Konkurrenten RW Esen gewechselter Fußballer, feierte einen perfekten Einstand bei seinem neuen Verein. Beim 4:0-Sieg im ersten Testspiel gegen den Landesligisten DJK Bottrop erzielte der zur Pause (0:0) eingewechselte
..-Jährige drei Treffer selbst (68., 72., 84.) und bereitete das zwischenzeitliche 3:0 durch Marcel Platzek (76.) vor. Der prompten
Aufforderung seines Trainers Marc Fascher („Ball flach halten,
Marwin“) folgte Studtrucker im Interview: „Man darf das nicht
überbewerten, erst in der Liga zählt es, sagte er .“
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FUSSBALL: Regionalligist besiegt Bundesligist SC Paderborn beim OWL-Cup 4:0
VON WOLFGANG TEMME
¥ Verl. Traumfinale verpasst,
aber Traumsieg errungen: Der
SC Verl wusste selbst nicht so
recht, wie ihm am Samstag geschah. Nach einer enttäuschenden 0:1-Niederlage gegen den SV Meppen besiegte
der Fußball-Regionalligist den
Bundesligisten SC Paderborn
im Spiel um Platz drei mit 4:0
und sorgte damit vor eigenem
Publikum für die große Sensation bei der Premiere des
Turniers um den OWL-Cup
Schlusspfiff nicht, obwohl die
Paderborner zur Pause fast das
gesamte Team austauschten und
die Verler weitgehend ohne frische Kräfte durchspielten.
Für gefährlich hält Andreas
Golombek den Verler Erfolg
nicht. „Wir wissen das einzuordnen, Paderborn war etwas
kaputt.“ Um seine Spieler von
eventuellen Höhenflügen herunterzuholen, muss er ihnen
nur den ersten Auftritt vom Spiel
gegen den SV Meppen in Erinnerung rufen. Nachdem Manuel Rasp in der 6. Minute die
selbst eroberte Riesenchance
zum 1:0 ausgelassen hatte, lief
immer weniger zusammen. Als
dann die Gäste durch ein Abstaubertor von Ramiz Pasiov in
Führung gingen – Robin Brüseke hatte einen 35-MeterSchuss von Johann Wigger ungünstig nach vorne abklatschen
lassen – wurden die Aktionen
noch schwerfälliger. Trotz Unterzahl ab der 49. Minute (Rot
für Diego Rodriguez, nach einem Ellenbogenschlag gegen
Rino Capretti) dominierte der
SV Meppen klar.
Mit der Niederlage schien der
SC Verl das erhoffte Spiel gegen den SC Paderborn verpasst
zu haben. Im Nachhinein war
es gerade dieses 0:1, das ihnen
das Highlight bescherte. Weil
sich der Bundesligist auch gegen Münster nicht wie ein Bundesligist präsentierte, nach dem
0:0-Ende ins Elfmeterschießen
musste und das durch einen
Fehlschuss von Marvin Bakalorz ans Lattenkreuz mit 4:5
verlor, kam die Partie als „kleines Finale“ doch zustande. Mit
einem Ergebnis, das sich niemand erträumt hätte.
Paderb. – Münster n.E. 4:5 (0:0)
Schiedsrichter: Lennart Brüggemann (Mesum).
Elfmeterschießen: 1:0 Welker,
1:1 Truckenbrod, 2:1 Vucinovic,
2:2 Amachaibou, 3:2 ten Voorde,
3:3 Krohne, 4:3 Saglik, 4:4 Piossek, Bakalorz verschießt, 4:5,
Zenga.
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SC Verl – SC Paderborn
4:0
SC Verl: Lange – Safonov (31.
Glaveski), Schmidt, Plucinski (55.
Ilskens), Kaminski – Schröder,
Schonlau – Hecker (55. Gräwe),
Haeder, Unzonga – Al Ghaddioui.
SC Paderborn (1. Hz.): Lück –
Heinloth, Strohdiek, Hünemeier,
Hartherz – Vrancic – Vucinovic,
Stoppelkamp, Meha – Kutschke,
Saglik (9. Sane).
SC Paderborn (2. Hz.): Lück –
Wemmer,
Ziegler,
Welker,
Brückner – Bakalorz – Koc, Rupp,
Quali – Sane, Maier.
Schiedsrichter: Michael Negri
(Marienfeld).
Tore: 1:0 (3.) Haeder, 2:0 (13.)
Hecker, 3:0 (15.) Al Ghaddioui,
4:0 (35.) Glaveski.
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¥ Rietberg (sp). Beim U11-Sichtungsturnier des westfälischen
Tennis-Verbandes in Bochum wurde Louis Keiner vom TC RietMeppen – Münster n.E. 11:10
Schiedsrichter: Bastian Börner
berg seiner Favoritenrolle gerecht. Bei seinen fünf Matches gab
(Iserlohn).
er nur elf Spiele ab. Im Finale besiegte er Fabio-Luis Guth (TV
Tore: 0:1 (18.) Amachaibou, 1:1
Rot-Weiß Bönen) mit 6:1 und 6:1 besiegte. Mit Jona Henze war
(40.) Pasiov.
ein weiterer Rietberger dabei. Nach einer Niederlage im Auftaktspiel gegen Lambert Ruland (TC Blau-Gold Arnsberg) spielte
er sich in der Nebenrunde bis ins Finale vor. Dort musste er geDass sich den vom SCVgen Felix Struk (TC Iserlohn), die Nummer 2 der Setzliste, nach
Sponsor „2pack“ gestifteten
1:1-Sätzen wegen Erschöpfung aufgeben.
Pokal mit dem Regionalligisten 6]W^VeVcdTYZVÅV_+ Paderborns Torhüter Lukas Kruse musste gegen
SV Meppen der zweite Außen- Preußen Münster fünf Mal den Ball aus dem Netz holen.
seiter holte, weil er im Finale den
Lück.
Wie
die
Drittligisten Preußen Münster hatten
harmlos
der
nach Elfmeterschießen mit Hausherren in
Bundesligist
11:10 besiegte, interessierte der 2 x 30 Miagierte,
verkaum jemanden an der Post- nuten-Partie
deutlichte eine
straße. Es war dieses eindeutige eine blitzsauGVcdeÊc\f_X+ Hamadi Al GhadSzene in der 37.
Resultat, an dem sich Begeis- bere Leistung
dioui (l.) traf gegen Paderborn
Nur gut 600 Zuschauer beim OWL-Cup in Verl
Minute: SCVterung und Erschrecken ent- gezeigt. Bester
Schlussmann
zündeten. „Wir können stolz Spieler auf dem
¥ Verl (wot). Gehofft hatten sie
Sebastian Lansein. Wenn man 4:0 gegen ei- Platz war dabei
angesichts der hochkarätigen
ge fing einen
nen Erstligisten gewinnt, kann Matthias Haesportlichen Besetzung auf 3.500
von
Viktor
man nicht viel falsch gemacht der, der im
bis 4.000 Zuschauer, und für eihaben“, jubelte SCV-Trainer „Halbfinale“
nen solchen Ansturm waren sie
>RTYVc+ RaimundBertelsund Dirk Maier aus 22
EntAndreas Golombek. „Ein pein- gegen Meppen Pollmeier (r.) mit dem OWL-Cup. Metern
in Verl auch bestens gewappfernung
in
licher Auftritt“, schämte sich noch nicht zum
net: Die Organisation dank
dagegen SCP-Manager Michael Einsatz gekommen war. Er er- Richtung Torwinkel getretenen
Sponsorenunterstützung auf
Born: „Egal ob Bundesliga oder öffnete den Torreigen in der 3. Freistoß sogar ab. Vorher (17.)
Hochglanz, Sicherheits- und
2. Liga – man muss arbeiten Minute mit einem platzierten hatte Lange bereits mit einer
Ordnungsdienst in großer Stärwollen, und das haben wir heu- Schuss ins lange Eck und be- Fußabwehr gegen Alban Meha
ke, die Polizei auf Pferden und
E`cTYR_TV+ Simon Engelmann
te nicht getan.“ Auch die Trai- reitete das 3:0 durch Hamadi Al geglänzt. „Körpersprache, Körzu Fuß präsent. Doch es kaging gegen Meppen leer aus.
ningsbelastung der letzten Tage Ghaddioui (15.) sowie das 4:0 persprache“, forderte anschliemen nicht einmal 1.000 Zuließ er nicht als Entschuldi- (35.) durch den frech mitstür- ßend lauthals der Paderborner
schauer ins schicke Stadion an
gung gelten. Raimund Bertels, menden Boris Glaveski vor. Fast Kapitän Uwe Hünemeier von
der Poststraße – gut 600 möPräsident des SC Verl, war sich hätte in der Schlussphase mit seinen Mitspielern und lieferte
gen es vielleicht gewesen sein,
die das rund fünfstündige Pro- 6cW`]XdVc]VS_Zd+ Sabrina Mainka mit seinem Coach in der Ein- Dustin Gräwe ein weiterer 18- gleich die Analyse des bis dahin
gramm ganz oder zeitweise ver- gewann bei der Torschussaktion ordnung des Triumphes den- Jähriger das fünfte Verler Tor offenbarten Kauderwelsch: „Die
MEHR FOTOS
noch einig: „Wir dürfen das erzielt. Er fand jedoch seinen ist katastrophal.“ Besser wurde
folgten. „Ich bin nicht nur ein Dauerkarten für den SC Verl.
www.nw-news.de/guetersloh
nicht überbewerten.“Allerdings Meister in SCP-Keeper Daniel das Verständnis aber bis zum
wenig enttäuscht, ich bin richtig enttäuscht“, sagte Raimund elegant hergerichteten InnenBertels.
hof zum Public Viewing auf eiDer Präsident des SC Verl ner 16 Quadratmeter großen
zeigte sich angesichts des ma- Leinwand einlud, hielt sich der
geren Zuspruchs ratlos: „Ich Andrang auch in Grenzen. „Was
weiß im Moment nicht, wie wir unsere Sponsoren hier aufgehier mehr Zuschauer hinbe- baut haben, war überragend“,
kommen sollen.“ Genau das war bedankte sich Raimund Bertels
die Absicht des Titelsponsors und kündigte an, nicht aufgegewesen: „Wir wollen auch mal ben zu wollen. „Wir planen, die
Leute ins Stadion locken, die Veranstaltung im nächsten Jahr
sonst nicht zu den Spielen kom- wieder durchzuführen.“
men“, hatte Dirk Pollmeier,
Zum Rahmenprogramm geGeschäftsführer des in Herze- hörte auch ein Torschusswettbrock ansässigen Unterneh- bewerb für Zuschauer. Michael
mens „2pack“ erklärt.
Merten aus Salzkotten gewann
Daraus wurde nichts. Als das dabei ein Vip-Paket für das
Finale mit zwei auswärtigen Bundesligaspiel Dortmund –
Teams lief, war die Haupt- Paderborn. Tim Sinnerbrink aus
tribüne nur noch spärlich be- Verl freute sich über einen Polssetzt, obwohl Stadionsprecher tersitz. Die zwei Dauerkarten für
Thorsten Nöthling wegen des die Regionalliga-Heimspiele des
Regens zuvor schon die Steh- SC Verl gewann ausgerechnet
platzgäste auf die überdachten eine junge Dame aus Gütersloh
Sitzplätze gebeten hatte. Und als – Sabrina Mainka, Ehefrau des E`c[fSV]+ Im Kollektiv feierten die Verler Spieler Unzola, Haeder, Schonlau, Safonov, Schmidt, Schröder 6Z_dReka]fd+ Neuzugang Hervenogi Unzola, der hier den Paderborner
er nach der Siegerehrung in den Verler Spielers Robert Mainka. und Al Ghaddioui (v.l.) den Sieg über den SC Paderborn, hinten Christian Strohdiek.
Stefan Kutschke überspringt, zeigte einige gute Ansätze.
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