Erfahrungsbericht eines Teilnehmers Meine Erwartungen und Gefühle waren sehr gespalten. Einerseits freute ich mich auf sportliche 9 Tage und das Kennenlernen einer anderen Kultur und den Menschen, andererseits waren doch gewisse Zweifel wie die Kommunikation stattfinden sollte da ausschließlich Englisch das Mittel der Wahl war. Doch bereits am ersten Abend mit gemeinsamen Kennenlernspielen (so genannte „Ice-breaking-Games“) verflog diese Unsicherheit. Wir waren eine tolle Truppe von jungen Leuten aus Polen, der Ukraine und Deutschland die sich zu verschiedenen Themen austauschten. Um die Stadt, ihre Sehenswürdigkeiten und auch die Menschen besser kennen zu lernen gab es zu Beginn des Austausches eine Stadtrally in Kleingruppen. Diese war sehr amüsant und endete in einer Präsentation der einzelnen Ergebnisse am Abend. Weniger sportlich als gedacht, doch nicht minder interessant begann die Woche. Zunächst besuchten wir die Universität von Opole und uns wurde erklärt wie das Studium der Krankenpflege in Polen aussieht. Sehr interessant fand ich auch die weiteren Studiengänge die angeboten werden. Das Studium zur Hebamme, zum Physiotherapeuten und der Kosmetologie. All diese Berufe werden am Ende mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Desweiteren hatten wir viele verschiedene Workshops in denen wir, zum Beispiel eine Antidrogen Kampagne entwickelten, samt passendem Slogan, Plakat und Film. Oder auch ein Austausch über die jeweiligen Nationalsportarten und der Kultur unter der Oberfläche der Vorurteile. Daran schloss sich je ein Themenabend an bei dem jede Nation landestypische Speisen und Musik vorstellte. Als großes Highlight empfand ich die Oxforddebatte im Plenarsaal des Rathauses von Opole zum Thema „More Sport – More health?“. Zu einem eindeutigen Ergebnis kamen wir aber nicht, da jede Gruppe sehr stark auf ihrem Standpunkt beharrte. Sehr toll empfand ich auch die gemeinsamen Aktivitäten, die angeboten wurden. Das Eislaufen auf der Eisbahn in Opole, ein Zumba-Workout, bei dem alle sichtlich ins Schwitzen kamen, und die Möglichkeit im neu gebauten Schwimm- und Freizeitbad mal abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Es entstanden viele tolle Freundschaften, die auch nach dem Austausch weiter gepflegt werden. Es hatte sich in Laufe des Austausches ein super Gemeinschaftsgefühl entwickelt, sodass auch bei der Abreise die ein oder andere Träne rollte. Alles in allem fand ich die Fahrt wunderbar und war sehr überrascht wie schnell 9 Tage vorbei sein können, wenn man so viel Spaß hat. Simon Schäfer, Azubi 2.Lehrjahr der Gesundheits- und Krankenpflege
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