Expertengruppe Nr. 1 – ökonomische Unternehmensziele Arbeitsauftrag: Sie sollen Experte für die ökonomischen Ziele eines Unternehmens werden. Was versteht man darunter? Warum setzen sich Unternehmen ökonomische Ziele? Lesen Sie unten stehende Information aufmerksam durch und machen Sie sich Notizen. Diskutieren Sie Verständnisprobleme in der Gruppe. Bedenken Sie, dass Sie später Ihr Wissen an Ihre Kollegen in der Stammgruppe weiter geben müssen, die Ihre Informationen nicht hatten. Arbeitszeit: 15 Minuten Ökonomische Ziele der Hewlett-Packard Company: Wachstum Wir sehen in den Veränderungen des Marktes eine Chance für mehr Wachstum, um unsere Gewinne und Fähigkeiten in den Dienst der Entwicklung und Bereitstellung innovativer Produkte, Services und Lösungen zu stellen, die den neu entstehenden Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Marktführerschaft Wir wollen das Wachstum unseres Unternehmens sichern, indem wir Märkte, auf denen wir bereits vertreten sind, mit sinnvollen und innovativen Produkten, Services und Lösungen bedienen. Außerdem wollen wir in neue Bereiche vorstoßen, die auf unsere Technologien und Kompetenzen aufbauen und die Interessen unserer Kunden berücksichtigen. Gewinn Wir verfolgen das Ziel, ausreichend Gewinn zu erwirtschaften, um das weitere Wachstum unseres Unternehmens zu finanzieren, unseren Aktionären angemessene Renditen zu sichern und um Ressourcen bereitzustellen, die wir zum Erreichen der anderen Unternehmensziele benötigen. Wirtschaftlichen Überlegungen liegt jeweils das „wirtschaftliche Prinzip“ zugrunde. Es besagt: • Mit gegebenen Mitteln ist der größtmöglichste Erfolg zu erzielen (Maximalprinzip). Beispiel: Mit einem Budget von 100.000€ soll eine Werbekampagne entwickelt werden, die den Bekanntheitsgrad des Unternehmens möglichst steigern soll. • Ein geplanter Erfolg ist mit dem geringsten Einsatz an Mitteln anzustreben (Minimalprinzip). Beispiel: adidas-Salomon möchte von seinen neuen Turnschuhen 1,5 Mio. Stück absetzen. Der dafür erforderliche Werbeaufwand soll möglichst niedrig sein. Total Quality Management (TQM) als Beispiel eines ökonomischen Zieles: Gütesiegel für fleißiges Aufschreiben Was ist eigentlich „Total Quality Management“? Christine Demmer (SZ vom 12.3.2002) Einen Fehler kann sich jeder mal leisten – auch ein Unternehmen geht daran nicht gleich zugrunde. Aber anhaltende Qualitätsmängel können die Bilanzen erheblich trüben. Seit den sechziger Jahren haben Betriebe und vor allem Unternehmensberater daher immer neue, häufig konkurrierende Verfahren entwickelt, die Qualität von Produkten und Dienstleistungen zu verbessern. Greifbare Ergebnisse mussten her. „Wie greifbar?“, fragte der britische Consultant Mike Robson, der sich auf dieses Thema spezialisiert hatte, seine Kunden. „Sehr greifbar“, antworteten die Vorstände, „am liebsten möchten wir jeden einzelnen Mitarbeiter bei den Schultern schütteln können, wenn er Ausschuss produziert.“ Das war die Geburtsstunde von Total Quality Management (TQM). Nach Robson bezeichnet TQM das Prinzip, jedem einzelnen Mitarbeiter individuell Verantwortung zuzuweisen, also den Qualitätsgedanken auf das gesamte Unternehmen auszuweiten, und wenn möglich auch noch auf seine Zulieferer. [...] General Electric behauptet, 1999 durch die Anwendung von „Six Sigma“[einer Weiterentwicklung von TQM] Einsparungen von 750 Millionen Dollar erzielt zu haben. Nicht überliefert ist, wie hoch die Lizenz-, Beratungs-, Implementierungs- Dokumentationsund Prüfungsgebühren waren.
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