Anmerkungen zur Vogelgrippe Immer wieder ist in den Zeitungen zu lesen, dass sich die gefährliche und hoch ansteckende Vogelgrippe europaweit ausbreitet. Allein in dieser Aussage stecken 2 Fehler. 1. Das Virus H5N8 ist ausschließlich für Vögel gefährlich. Es gibt keinerlei Hinweise, dass ein Gen-Shift auf menschenpathogene Influenzaviren erfolgt ist oder erfolgen wird. Grundsätzlich ist dies zwar möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich. Alle gegenteiligen Aussagen stammen aus Unkenntnis oder Wichtigtuerei, die leider in den Medien, bei Politikern und so genannten Experten nicht selten anzutreffen sind. Insofern müsste es im oben stehenden Satz die für Vögel gefährliche Vogelgrippe heißen. 2. Auch bei der Ansteckungsgefahr wird offensichtlich bewusst übertrieben. Wäre das H5N8Virus wirklich so hoch ansteckend müssten im Opelzoo inzwischen die meisten, wenn nicht gar alle Vögel, aber doch wenigsten die, die mit dem toten Pelikan in einem Gehege waren, gestorben sein. Nichts dergleichen ist passiert. Auch fallen weder in Niedersachsen noch in Mecklenburg-Vorpommern, den am stärksten betroffenen Gebieten, tote Vögel vom Himmel. Tatsache hingen ist, dass 63% des in Deutschland gehaltenen Geflügels in Ställen gehalten wird, in der Regel zu hunderten bis tausenden von Hühnern oder Puten in einem Stall. Dass es bei der dort herrschenden Enge bei jeder Krankheit gleich welcher Art zu einer epidemieartigen Ausbreitung kommt, liegt in der Natur der Sache. Die derzeit vorgeschriebene Stallpflicht ist also lediglich eine Verbeugung der Entscheidungsträger vor der industriellen Geflügelwirtschaft. Also: Es gibt keinen Grund für Angst vor der Vogelgrippe Reiner Herkner
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