Pressemitteilung - Antikriegshaus Sievershausen

ANTIKRIEGSHAUS SIEVERSHAUSEN
DOKUMENTATIONSSTÄTTE ZU KRIEGSGESCHEHEN
UND ÜBER FRIEDENSARBEIT SIEVERSHAUSEN e.V.
31275 Lehrte/Sievershausen Kirchweg 4A Telefon: 05175 / 57 38 www.antikriegshaus.de
Sievershausen, 15.08.16
Pressemitteilung
Ein neues Wandbild für Sievershausen
Internationales Workcamp 2016 des Antikriegshauses erfolgreich abgeschlossen
Vom 30.7. - 13.8. fand in Sievershausen das diesjährige Internationale Workcamp statt, diesmal
mit 18 TeilnehmerInnen aus 11 Ländern von Mexiko bis Südkorea. Gleich zu Beginn halfen die jun gen Leute beim Umpacken und Verstauen der Friedensbausteine des Denk-mals Aktion Völkerrecht, die aus Heidelberg in einem Lastwagen zum Antikriegshaus gebracht worden waren (siehe
gesonderten Artikel). Schon diese Muskelarbeit schweißte das erste Mal zusammen. Die ersten
Tage des Workcamps sind dann immer dem Gruppenaufbau und der Völkerverständigung gewidmet, es geht um Konflikte und Konfliktlösungen, um Vorurteile und Diskriminierung und ein friedliches Miteinander. Eine solche Vielfalt an Personen als Gruppe zusammenzubringen, ist jedesmal
spannend. Dazu trägt auch die gemeinsame Arbeit bei. Zum einen müssen die TeilnehmerInnen ihren Alltag mit allem Drum und Dran selbst organisieren und dabei auf die unterschiedlichen Befindlichkeiten und Gewohnheiten Rücksicht nehmen, zum anderen arbeiten sie an vom Team des
Antikriegshauses vorgegebenen Aufgaben. Dieses Mal musste der Weg vom Dankmal zum Eingang
des Antikriegshauses erneuert werden, zum Teil körperlich sehr schwere Arbeit, weil schwere
Steinplatten verlegt werden mussten; zum anderen sollte das Friedens-Wandbild an der Hauptstraße restauriert und zum Teil neu gestaltet werden. Eine ständige Einschränkung war dabei das
kalte und regnerische Wetter, das die Arbeiten immer wieder verzögerte. Aber die jungen Leute
waren mit Eifer bei der Sache und wollten in der zweiten Woche die Arbeiten auch unbedingt fertigstellen. Das Ergebnis kann sich – auf beiden Baustellen – wirklich sehen lassen. Zwischendurch
gab es mit der entsprechenden Vor- und Nachbereitung die gewohnte Fahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen, um Machtmissbrauch und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu thematisieren.
Aber es gab auch Freizeitaktivitäten, das Kennenlernen von Hannover, die Einladungen zum Familienabend bei Freunden des Antikriegshauses und den Gegenbesuch beim Abend der Begegnung,
an dem sich die TeilnehmerInnen mit Speisen aus ihren Heimatregionen und auch persönlich vorstellten. Denn das Internationale Workcamp ist auch ein Beitrag, um Jung und Alt, Einheimische
und Gäste einander näher zu bringen. Viele waren angetan von den Sprachkenntnissen der jungen
Menschen, die oft mehrere Sprachen beherrschen und sich so viel leichter verständigen können.
Ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, in der heute so sehr auf Trennung und Abschottung gesetzt
wird. Die TeilnehmerInnen des diesjährigen Workcamps sind jedenfalls mit neuen Freundschaften
wieder nach Hause gefahren.