178-2016

Sellering verteidigt Forderung nach
Lohnangleichung
Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute die Kritik der
Vereinigung der Unternehmensverbände in MecklenburgVorpommern an seiner Forderung nach einer möglichst
schnellen Angleichung der Löhne in Ost und West
zurückgewiesen. „Das Lohnniveau in MecklenburgVorpommern muss in den nächsten Jahren weiter steigen.
Das ist gleichermaßen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit
wie auch der wirtschaftlichen Vernunft“, erklärte der
Ministerpräsident.
Schwerin. 28.07.2016
Nummer: 178/2016
„Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in MecklenburgVorpommern und den anderen ostdeutschen Bundesländern
arbeiten genauso hart und fleißig wie die in den
westdeutschen Bundesländern. Da muss es unser
gemeinsamer Anspruch sein, auch zu gleichen Löhnen zu
kommen“, sagte Sellering weiter.
Ein höheres Lohnniveau liege auch im Interesse der
Wirtschaft. „Wir befinden uns in einem zunehmend härteren
Wettbewerb um Fachkräfte. Mecklenburg-Vorpommern wird in
diesem Wettbewerb nur mithalten können, wenn die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei uns gute
Arbeitsbedingungen und faire Löhne erhalten.
Erfreulicherweise haben viele Unternehmen bei uns im Land
das längst erkannt. Die Vereinigung der
Unternehmensverbände hinkt da ein wenig der Wirklichkeit
hinterher“, kritisierte der Ministerpräsident.
„Selbstverständlich achte ich die Tarifautonomie. Die Löhne
werden in Deutschland nicht von der Regierung festgesetzt,
sondern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgehandelt“,
betonte Sellering. „Das bedeutet aber nicht, dass die
Regierung der Lohnentwicklung gleichgültig gegenüber steht.
Wir werben ja gerade deshalb gemeinsam mit den
Gewerkschaften und einigen Wirtschaftsverbänden für mehr
Tariflohn, um bei der Fachkräftesicherung und beim
Lohnniveau voranzukommen. Das sollte auch in Zukunft
unser gemeinsames Interesse sein.“
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