29-2017

Sellering zu Gast beim DGB Nord
Der Bezirksvorstand des DGB Nord tagte heute in Schwerin.
Für rund eine Stunde war auch Ministerpräsident Sellering bei
der Vorstandssitzung zu Gast.
„Wir haben das gemeinsame Ziel, das Land in den
kommenden Jahren wirtschaftlich weiter voranzubringen. Und
wir wollen, dass auch die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung
profitieren. Es geht um gute Arbeit bei uns in MecklenburgVorpommern“, erklärte der Ministerpräsident im Anschluss an
das Gespräch.
Schwerin, 09.02.2017
Nummer: 29/2017
Ein wichtiges gemeinsames Ziel sei die Stärkung der
Tarifpartnerschaft. „Dass Deutschland zu den wirtschaftlich
stärksten Ländern der Welt gehört, ist ganz maßgeblich auf
die Sozial- und Tarifpartnerschaft zurückführen. Arbeitgeber
und Arbeitnehmer übernehmen so gemeinsame
Verantwortung für ihre Betriebe und für die wirtschaftliche
Entwicklung insgesamt“, betonte Sellering.
„Wir werben gemeinsam dafür, dass mehr Betriebe im Land
Tariflohn zahlen. Das liegt im Interesse der Wirtschaft, weil wir
nur so im Wettbewerb um gute Fachkräfte mithalten können.
Und das liegt natürlich im Interesse der Beschäftigten. Denn
dort, wo Tariflohn gezahlt wird, fallen Löhne meist höher aus
als im nichttarifgebundenen Bereich“, erläuterte der
Ministerpräsident.
Die Stärkung der Tarifpartnerschaft soll nach Vorstellung von
Landesregierung und Gewerkschaften auch Schwerpunkt der
Beratungen im Bündnis für Arbeit in dieser Wahlperiode sein.
„Es geht um die Frage, wie wir Anreize setzen können, dass
mehr Unternehmen im Land Tariflohn zahlen. Beispielsweise
bei der Wirtschaftsförderung. Und wir wollen sicherstellen,
dass Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge
zumindest keinen Nachteil haben, wenn sie ihren
Beschäftigten Tarif zahlen. Das ist ein Gebot der Fairness“,
sagte der Ministerpräsident.
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V. i. S. d. P.: Andreas Timm
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Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, erklärte nach
dem Treffen: „Wir sind uns einig, das Lohnniveau im Land zu
heben und prekäre Arbeit in sozialversicherte und tariflich
abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen. Ziel
muss es sein, Fachkräfte durch gute Arbeits- und
Ausbildungsbedingungen regional zu binden – dazu können
die Tarifpartner ihren Beitrag leisten, aber auch die Ressorts
der Landesregierung. Die Gewerkschaften unterstützen das
Vorhaben, im Bündnis für Arbeit mit den Sozialpartnern eine
strikte Einhaltung von Tarifverträgen zu vereinbaren und
Wirtschaftsförderungsmittel an die Schaffung unbefristeter,
sozialversicherungspflichtiger und tarifgebundener
Arbeitsplätze zu binden. Durch Entgeltgleichheit und –
transparenz sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und
Privatleben kann insbesondere den Frauen in MecklenburgVorpommern neue Aufstiegschancen verschafft werden. Für
gute Arbeit sollte das Land mit gutem Beispiel vorangehen.“