Wohnen in Deutschland 2045

Wohnen in Deutschland 2045 Wie entwickeln sich die Wohnungsmärkte in den
nächsten 30 Jahren?
Stuttgart, 08. März 2016
Ihre Gesprächspartner
Dr. Stefan Kohler (Fachbereichsleiter)
│ Reinsburgstraße 19 │ D-70178 Stuttgart
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3
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Allianz Baufinanzierung
 Seit Gründung von Allianz Leben
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in 2015
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3
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Prognos AG
 gegründet 1959 in Basel
 unabhängige Wirtschafts-, Strategieund Politikberatung
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Unternehmen, öffentliche
Auftraggeber und internationale
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 ca. 140 Beraterinnen und Berater
an den acht Standorten Basel,
Berlin, Bremen, Brüssel, Düsseldorf,
Stuttgart, München und Freiburg
 interdisziplinäre Teams aus den
Wirtschafts-, Natur- und
Sozialwissenschaften
© 2016 Prognos AG
4
Gliederung
01
Die Verfasser der Studie
02
Die deutsche Bevölkerung wächst
03
Die Wohnungsnachfrage entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
04
Das Wohnungsangebot wächst zu langsam
05
In den Ballungsgebieten verschärft sich die Situation an den Wohnungsmärkten weiter
06
Kernergebnisse und Konsequenzen der Studie
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5
Deutsche Bevölkerung wächst wieder seit 2011
Bevölkerungsentwicklung in Deutschland durch Wanderungssaldo sowie natürlicher
Entwicklung
1,46 Mio.
500.000
Wanderungssaldo
Geburten-/Sterbeüberschuss
Bevölkerungsentwicklung
550.000
397.100
Zuzüge
300.000
Fortzüge
181.700
- 0,91 Mio.
100.000
89.700
95.300
0
-100.000
-126.100
-217.600
-300.000
2000
2002
2004
2006
2008
2010
2012
2014
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015.
© 2016 Prognos AG
6
Die Binnenwanderung hat für regionale Wohnungsmärkte
stärkere Bedeutung als die Zuwanderung
Binnen- und Außenwanderung über Kreise/kreisfreie Städte in Deutschland 2011/2014
Umzüge/Zuwanderung
insg.: 4,7 Mio.
5,4 Mio.
20 %
27 %
73 %
Millionen
80 %
5
4
Wanderungsgewinn 2011:
279.000
3,74
3
Wanderungsgewinn 2014:
550.000
3,95
Wanderungsgewinn 2015:
mind. 900.000
(Schätzung StaBu)
2
1
1,46
0,96
Binnenzuwanderung
Außenzuwanderung
0
2011
2014
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015. Wanderungen über die Kreisgrenze. Zu-/Fortzüge innerhalb des Inlands heben sich gegenseitig auf.
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7
Altersgruppen haben sehr unterschiedliche räumliche
Wanderungsmuster
Wanderungssaldo der
18- bis 30-Jährigen
je 1.000 EW* 2011-2013
Sehr hohe
Zuwanderung
Wanderungssaldo der
30- bis 50-Jährigen
Hohe
Zuwanderung
Leichte
Zuwanderung
Wanderungssaldo der
65-Jährigen und Älteren
Ausgeglichene
Wanderungsbilanz
Abwanderung
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015. *Wanderungssaldo bezogen auf 1.000 Einwohner in dieser Altersgruppe 2011-2013.
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8
Zuwanderung im internationalen Vergleich:
Deutschland entwickelt sich zum Einwanderungsland
Durchschnittliche jährliche Nettomigrationsrate (seit 1995):
Deutschland: 0,24 %
Schweiz: 0,59 %
Kanada: 0,57 %
Australien: 0,77 %
Nettomigrationsrate
(Nettomigration je 100 Einwohner)
1,4%
1,2%
1,0%
0,8%
0,6%
0,4%
0,2%
0,0%
1995
1997
1999
2001
2003
2005
2007
2009
2011
2013
-0,2%
Deutschland
Schweiz
Kanada
Australien
Quelle: Eurostat, Statistics Canada und Australian Bureau of Statistics, 2015.
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9
Demografieszenarien:
Deutschland bleibt Einwanderungsland
Fokus der Studie
Basisszenario
Mittlere Variante
Obere Variante
Deutschland ein
Einwanderungsland,
vergleichbar mit
Kanada und der
Schweiz, hohe
aktuelle Zuwanderung
geht langfristig etwas
zurück
Deutschland DAS
Einwanderungsland,
vergleichbar mit
Australien,
Zuwanderung bleibt
dauerhaft auf hohem
Niveau
ausgehend von einem
Wanderungssaldo von 500.000,
der kontinuierlich
abnimmt
500.000
650.000 (ab 2016)
Deutschland als Land
mit Zuwanderung,
anknüpfend an
historische
Zuwanderung
Wanderungssaldo:

2015-2020

2021-2029
200.000
500.000
650.000

2030-2039
200.000
400.000
650.000

ab 2040
200.000
300.000
650.000
0,25 %
0,35 bis 0,5 %
0,8 %
Nettomigrationsrate
je 100 EW p.a.
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10
Bevölkerung in Deutschland nimmt bis 2045 auf 85 Mio. zu
Drei Szenarien der Bevölkerungsentwicklung 2014 bis 2045 (Index 2014=100)
115
2014
2030
2045
Einwohner in Mio. (Basisszenario)
80,8
80,9
77,7
Einwohner in Mio. (Mittlere Variante)
80,8
84,7
85,1
Einwohner in Mio. (Obere Variante)
80,8
86,9
92,1
114,2
Entwicklung
2014-2045
absolut:
+ 11,3 Mio.
Einwohner
110
105,5
105
+ 4,3 Mio.
Einwohner
100
96,2
95
2014
2020
2019
2024
2025
Basisszenario
2030
2029
Mittlere Variante
2035
2034
2039
2040
- 3,1 Mio.
Einwohner
2045
2044
Obere Variante
Quelle: Prognos VIEW.
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11
Zahl der Haushalte in Deutschland steigt bis 2045 um 5,6 Mio.
Drei Szenarien der Entwicklung der Haushalte 2014 bis 2045 (Index 2014=100)
125
2014
2030
2045
Haushalte in Mio. (Basisszenario)
40,6
42,4
42,2
Haushalte in Mio. (Mittlere Variante)
40,6
44,3
46,2
Haushalte in Mio. (Obere Variante)
40,6
45,5
50,0
Entwicklung
2014-2045
absolut:
123,4
+ 9,4 Mio.
Haushalte
114,0
+ 5,6 Mio.
Haushalte
103,9
+ 1,6 Mio.
Haushalte
120
115
110
105
100
2014
2020
2019
2030
2029
2024
2025
Basisszenario
Mittlere Variante
2035
2034
2039
2040
2045
2044
Obere Variante
Quelle: Prognos VIEW. Eigene Berechnungen auf Basis BBSR.
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12
Gliederung
01
Die Verfasser der Studie
02
Die deutsche Bevölkerung wächst
03
Die Wohnungsnachfrage entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
04
Das Wohnungsangebot wächst zu langsam
05
In den Ballungsgebieten verschärft sich die Situation an den Wohnungsmärkten weiter
06
Kernergebnisse und Konsequenzen der Studie
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13
Die Raumordnungsregionen in Deutschland
Definition und Abgrenzung von
Raumordnungsregionen
Hamburg
 In Deutschland werden 96 Raumordnungsregionen definiert, die sich aus den 402
Kreisen und kreisfreien Städten
zusammensetzen.
Hannover
Münster
Berlin
 Es handelt sich um funktionale
Düsseldorf
Abgrenzungen von Städten und ihren
Umlandkreisen, die sich insb. aus Pendlerund Arbeitsmarktverflechtungen (u.a.
Planungsverbände) ableiten, sodass eine
gewisse Vergleichbarkeit der Regionen
untereinander besteht.
Köln
Rhein-Main
München
 Die Top-10 Raumordnungsregionen mit
Stuttgart
Südlicher
Oberrhein
Top-10 ROR
Grenze Raumordnungsregion
überdurchschnittlichem Wachstum der
Haushalte und Wohnungsnachfrage,
steigende Bedeutung für
Wohnungsmarktentwicklung in Deutschland
Kreisgrenze
Quelle: BBSR, 2015. Aktueller Datenstand 31.12.2013.
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14
Regionale Unterschiede bei der Wohnungsnachfrage
nehmen langfristig weiter zu
So entwickelt sich die Zahl der Haushalte von 2012-2045
Regionen mit der höchsten Zunahme und
dem höchsten Rückgang
Region München
35 %
Region Bay. Oberland
35 %
Region Ingolstadt
34 %
Region Südl. Oberrhein
32 %
Region Oldenburg
32 %
> 20 %
> 10 - ≤ 20 %
> 0 - ≤ 10 %
> -5 - ≤ 0 %
> -15 ≤ -5 %
-30
≤ -15 %
-18 %
Region Ostthüringen
-18 %
Region Oberlausitz-Niederschlesien
-18 %
Region Mecklenburg. Seenplatte
-19 %
Region Südsachsen
-24 %
-20
Region Anhalt-Bitterf.-Wittenberg
-10
0
10
20
30
40
Entwicklung der Haushalte 2012-2045 in %
Quelle: Eigene Berechnung nach BBSR, 2015 sowie Prognos VIEW. Mittlere Variante.
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15
Gliederung
01
Die Verfasser der Studie
02
Die deutsche Bevölkerung wächst
03
Die Wohnungsnachfrage entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
04
Das Wohnungsangebot wächst zu langsam
05
In den Ballungsgebieten verschärft sich die Situation an den Wohnungsmärkten weiter
06
Kernergebnisse und Konsequenzen der Studie
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16
Wohnungsangebot ist im Schnitt in den letzten 15 Jahren um
200.000 Wohnungen pro Jahr gestiegen
Entwicklung Nettozuwachs Wohnungsangebot in Deutschland nach zeitlichen
Intervallen
Wohneinheiten
300.000
276.000
250.000
200.000
176.000
150.000
Durchschnittlicher
Nettozuwachs
2000-2014:
rd. 200.000 p.a.
164.000
100.000
2000-2004
2005-2009
2011-2014
Quelle: Statistisches Bundesamt 2015. Nettozuwachs: Veränderung Wohnungsangebot zum Vorjahr (Stichtag jeweils 31.12.)
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17
Große Unterschiede bei der Entwicklung des
Wohnungsangebots
Entwicklung des Wohnungsangebots 2012-2014:
Nettozuwachs von Wohnungen je 1.000 Einwohner
Hamburg
Regionen mit dem höchsten Nettozuwachs
(3,1)
Hannover
Ø jährl. Nettozuwachs abs.:
6,2
2.800
(2,0 )
Münster
(3,9)
Berlin
Emsland
2.600
5,5
Region Ingolstadt
3.100
5,5
Region Oldenburg
(2,0)
3.300
Düsseldorf
(1,8)
2.000
Rhein-Main
(2,4)
(2,6)
München
(4,2)
Stuttgart
(2,8)
Südlicher
Oberrhein
(3,2)
TOP-10 ROR
> 3,5
> 2,5 - ≤ 3,5
> 1,5 - ≤ 2,5
> 0,5 - ≤ 1,5
≤ 0,5
Region Regensburg
4,6
Schleswig-Holstein-Nord
4,4
Region Trier
11.400
4,2
Region München
2.500
4,1
Hamburg-Umland-Süd
1.700
4,1
Region Landshut
2.000
4,1
Donau-Iller (BW)
2.300
Köln
4,7
60.300
197.000
2,7
2,4
Top-10 Regionen
Deutschland
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2016.
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18
Gliederung
01
Die Verfasser der Studie
02
Die deutsche Bevölkerung wächst
03
Die Wohnungsnachfrage entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
04
Das Wohnungsangebot wächst zu langsam
05
In den Ballungsgebieten verschärft sich die Situation an den Wohnungsmärkten weiter
06
Kernergebnisse und Konsequenzen der Studie
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19
Wann ist der Wohnungsmarkt ausgeglichen?
Wohnungen je 1.000 Haushalte
1.025
1.030
angespannte
Deutschland
MarktWohnungsmärkte mit Status quo
konformer
Nachfrageüberhang
Leerstand
entspannte
Wohnungsmärkte mit
Angebotsüberhang
 Gewisse Leerstandsquote bzw. Fluktuationsreserve an den Märkten ist erforderlich
(u.a. Umzüge, Sanierungs-/ Renovierungsmaßnahmen)
 3 % Leerstand gelten als marktkonform = 1.030 Wohnungen je 1.000 Haushalte
 Status quo Deutschland: 1.025 Wohnungen je 1.000 Haushalte
(Relation 41,2 Mio. Wohnungen / 40,2 Mio. Haushalte)
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20
Sehr hoher Nachfragedruck in den Top-10 Regionen,
auf die 29 % der Wohnungsnachfrage entfallen
Relation Angebot-Nachfrage: Wohnungen je 1.000 Haushalte* 2013
Hamburg
(977)
Hannover
(989)
Münster
(994)
Berlin
Deutschland
40,2 Mio.
Haushalte
Ø Top-10 Regionen
11,7 Mio. 1.000
Haushalte
1.025
(1.009)
Düsseldorf
(1.047)
Köln
(1.004)
Rhein-Main
(975)
München
(991)
Stuttgart
TOP-10 ROR
(980)
≤ 1.015
> 1.015 - ≤ 1.030
> 1.030 - ≤ 1.050
> 1.050
Südlicher
Oberrhein
(1.005)
950
1.000
1.050
Wohnungen je 1.000 Haushalte
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2015 *bezogen auf die Anzahl der Haushalte im Basisszenario.
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21
Druck auf angespannte Wohnungsmärkte nimmt weiter zu
Wohnungen je 1.000 Haushalte (bei Nettozuwachs Wohnangebot von 200.000 WE p.a.)
2030
2045
Hamburg
Hannover
Münster
Berlin
Düsseldorf
Köln
Rhein-Main
München
Stuttgart
Südlicher
Oberrhein
TOP-10 ROR
≤ 1.015
> 1.015 - ≤ 1.030
> 1.030 - ≤ 1.050
> 1.050
Wohnungen je 1.000 Haushalte
Quelle: Eigene Berechnung Prognos VIEW (Mittlere Variante)
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22
Wohnungsmärkte entwickeln sich regional zunehmend
unterschiedlich
2030
Anteil und Anzahl
Regionen:
48 %
(46 Regionen)
Typen regionaler Wohnungsmärkte
angespannte Wohnungsmärkte: Regionen mit
langfristig wachsender Haushaltsentwicklung bzw.
Wohnnachfrage
 Hoher Nachfragedruck insb. wirtschaftsstarke Regionen
2045
Anteil und Anzahl
Regionen:
35 %
(34 Regionen)
mit höchsten Bedarfen hinsichtlich Erweiterung des
Wohnungangebotes (insb. Neubau)
18 %
(18 Regionen)
33 %
(32 Regionen)
ausgeglichene Wohnungsmärkte: Regionen mit
durchschnittlicher Entwicklung der Wohnnachfrage
 Langfristig tendenziell abgeschwächte Nachfrage,
bedarfsorientierte, kontinuierliche Erweiterung des
Wohnangebots (insb. Modernisierung)
entspannte Wohnungsmärkte: Regionen mit stagnierender oder langfristig rückläufiger Wohnnachfrage
 Märkte mit Angebotsüberhang, insb. strukturschwache
Regionen Ostdeutschlands, Schwerpunkt Bestandspflege
und gezielte Investitionen in Infrastruktur hinsichtlich Erhalt
u. Steigerung der Attraktivität
11 %
(11 Regionen)
53 %
(51 Regionen)
Quelle: Eigene Berechnung Prognos VIEW (Mittlere Variante)
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23
Neues Wohnungsangebot in den TOP-10 Regionen hinkt dem
Bedarf deutlich hinterher: bis 2030 fehlen fast 1 Mio. Einheiten
Die Summe der fehlenden Wohnungen im Zeitraum 2013 bis 2030
(Annahme: ausgeglichener Wohnungsmarkt von 1.030 WE je 1.000 Haushalte)
Region München
Stadt Berlin
Region Rhein-Main
Region Stuttgart
Stadt Hamburg
Region Köln
Region Münster
Region Südl. Oberrhein
Region Hannover
Region Düsseldorf
-9.300
11.400
5.300
10.800
5.200
2.800
5.100
- 0
9.600
6.700
6.000
5.700
5.000
-146.000
-5.500
-94.000
-75.000
-4.400
-17.000
-1.000
7.200
-58.000
-3.400
-3.200
-54.000
-600
-10.000
Wohnungen
10.000
So stieg das Wohnungsangebot jährlich im
Durchschnitt der Jahre 2011-2014
Quelle: Eigene Berechnung Prognos VIEW (Mittlere Variante)
-155.000
-8.600
15.900
7.300
-158.000
-173.000
-9.100
16.200
7.100
3.300
20.700
-10.200
16.900
6.700
6.200
Summe fehlende
Wohnungen 2013-2030
15.000
20.000
25.000
So stark müsste das Wohnungsangebot
pro Jahr bis 2030 wachsen
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24
Gliederung
01
Die Verfasser der Studie
02
Die deutsche Bevölkerung wächst
03
Die Wohnungsnachfrage entwickelt sich regional sehr unterschiedlich
04
Das Wohnungsangebot wächst zu langsam
05
In den Ballungsgebieten verschärft sich die Situation an den Wohnungsmärkten weiter
06
Kernergebnisse und Konsequenzen der Studie
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25
Kernergebnisse der Untersuchung
„Wohnen in Deutschland 2045“ (I)
 Deutschland wächst wieder: Bevölkerungswachstum statt Schrumpfung
 Deutschland ist ein Einwanderungsland (vergleichbar mit Schweiz /
Kanada)
 Die Binnenwanderung nimmt einen größeren Einfluss auf regionale
Wohnungsmärkte als die Zuwanderung
 Deutschland hat keinen homogenen Wohnungsmarkt
 Die regionalen Wohnungsmärkte sind durch unterschiedliche
Entwicklungen von Angebot und Nachfrage geprägt
 Die Unterschiede auf den Wohnungsmärkten werden sich weiter
verschärfen, einerseits wachsende Leerstände, andererseits
Überhitzung
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26
Kernergebnisse der Untersuchung
„Wohnen in Deutschland 2045“ (II)
 Die Wohnungsmärkte in Deutschland sind bereits bei einer
Durchschnittsbetrachtung in einer angespannten Situation
 Die Erweiterung des Wohnungsangebots auf dem derzeitigen Niveau
reicht zur Deckung der regionalen Nachfrage weder kurz-, mittel- noch
langfristig aus
 Der Nachfragedruck steigt in den urbanen wachstumsstarken
Regionen durch den Zuzug und die Zuwanderung, insbesondere
jüngerer Menschen, die dort Bildungs- und Arbeitsangebote
wahrnehmen
 Bei gleichbleibender Bautätigkeit fehlen in den Top 10-Regionen
bis 2030 weitere 940.000 Wohnungen
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27
Handlungsfelder
 Die Akteure aus Politik und Wirtschaft sollten umfassende Strategien
für die regionalen Wohnungsmärkte entwickeln, dazu gilt es sowohl die
Stadt-Umland-Kooperationen zu verstärken als auch die
Zusammenarbeit über bisherige Regionsgrenzen hinweg
 Infrastrukturinvestitionen (Verkehrsinfrastruktur, Breitband, soziale
Infrastruktur) müssen verstärkt werden, auch zur besseren
Erschließung strukturschwacher Regionen
 Die Investitionen in den Wohnungsbau müssen signifikant gesteigert
werden
 Die Planungs- und Genehmigungsprozesse im Wohnungsbau müssen
vereinfacht und beschleunigt werden
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28
Konsequenzen aus der Studie für die Allianz
Baufinanzierung
 Allianz Leben sieht gute Wachstumschancen in der Baufinanzierung
 Die Kapitalanlage in Form von Hypothekendarlehen in Deutschland ist
aufgrund des stabilen Immobilienmarktes weiter attraktiv
 Fortsetzung der risikoadäquaten Festlegung der
Baufinanzierungszinsen
 Wir werden regionale Entwicklungen noch intensiver beobachten und
einschätzen, denn das Vorhandensein von Verkehrsanbindung, Schulen
oder ärztlicher Versorgung beeinflussen Markt- und
Wiederverkaufswerte
 Die Attraktivität der Mikrostandorte wird bedeutender
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29
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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