2000 Black Posters in Basel

Medienmitteilung, 5. November 2015
2000 Black Posters in Basel:
Kunstaktion von Santiago Sierra im öffentlichen Raum
Riehen/Basel. In Basel findet derzeit an zahlreichen, unterschiedlichen Orten im Stadtraum
eine rätselhafte Plakataktion statt, mit einheitlich schwarz bedruckten Postern. Sie ist das
Werk von Künstler Santiago Sierra, der somit die Ausstellung „Black Sun“ in den städtischen
Raum erweitert. Das Werk Black Posters wurde seit 2008 in variierender Auflage in Städten
wie Berlin, Istanbul und London realisiert.
Der spanische Konzeptkünstler Santiago Sierra ist für seine kontroversen Installationen und
Kunstaktionen in Museen und im öffentlichen Raum bekannt. In seinem Schaffen befasst er
sich mit sozialen und politischen Themen. Er hinterfragt wirtschaftliche und staatliche
Systeme, zeigt Missstände auf und sorgt mit seinen gesellschaftskritischen Projekten immer
wieder für Aufsehen. Das Werk ist für Sierra die jeweils momentane Aktion selbst, die mittels
Fotografie und Video dokumentiert wird.
Mit 2000 Black Posters bricht die Ausstellung „Black Sun“ in den Stadtraum von Basel ein.
Die Nicht-Farbe Schwarz sowie ein auf den ersten Blick vertrautes Format gehen einen Dialog
mit der Diversität des urbanen Raums ein. Das Werk fesselt den Blick des Passanten, wirft
Fragen auf, stellt einen Kontrapunkt zu Signaletik oder Werbebotschaften dar.
Vom Schwarzen Quadrat zu Black Posters: Der Weg von 0,10 zur Konzeptkunst
Gemeinsam mit Santiago Sierra sind insgesamt 36 Künstlerinnen und Künstler des 20. und
21. Jahrhunderts aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation und Film in der
Ausstellung „Black Sun“ versammelt. Bis zum 10. Januar 2016 werden in der Fondation
Beyeler, im Berower Park und im Stadtraum Basel Werke gezeigt, die inhaltliche und formale
Beziehungen wie auch Spannungsverhältnisse zwischen dem Schwarzen Quadrat und der
Kunst der letzten 100 Jahre seit der Präsentation des ikonenhaften Werks von Kasimir
Malewitsch 1915 beleuchten. Kasimir Malewitsch suggerierte mit seinem Schwarzen Quadrat
– in seinen Worten bezeichnet als „Empfindung der Gegenstandslosigkeit“ – einen neuen
Blick und einen Perspektivenwechsel in der Kunst. Die Suche nach Immaterialität führte
nachfolgende Künstlergenerationen in den 1950er-Jahren zur Entstehung der monochromen
Malerei und in Amerika zur Farbfeldmalerei. Dort wurde die Farbe zum zentralen Gegenstand
des Kunstwerks. Der Minimal Art, für die eine geometrische Formensprache und industrielle
Herstellungsprozesse charakteristisch sind, lag die Verweigerung jeglicher Bedeutung
zugrunde. Zur selben Zeit entwickelte sich die Konzeptkunst, in der die Idee des Kunstwerks
mehr wiegt als seine Ausführung. Bis in die heutige Zeit beschäftigen sich Künstler mit
Malewitsch, verwenden und zitieren sein Farben- und Formenvokabular, widmen ihm
Hommagen oder bauen auf seinen Errungenschaften auf.
Die Ausstellungen „Black Sun“ und „Auf der Suche nach 0,10 – Die letzte futuristische
Ausstellung der Malerei“ sind bis 10. Januar 2016 in der Fondation Beyeler zu sehen.
www.santiago-sierra.com
Foto: Eleni Kougionis
Weitere Pressebilder sind auf Anfrage erhältlich unter [email protected]
Weitere Auskünfte:
Elena DelCarlo, M.A.
Head of PR / Media Relations
Tel. + 41 (0)61 645 97 21, [email protected], www.fondationbeyeler.ch
Fondation Beyeler, Beyeler Museum AG, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen
Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: täglich 10.00–18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr