Ausgabe SCHWEINE 1 / 2015

C25854
Das internationale Fachmagazin der SCHAUMANN-Gruppe
SCHWEINE 1 / 2015
54. Jahrgang
Ausgabe SCHWEINE 1 / 2015
Sauen
Ferkel
Futter
Hohe Wurfgrößen
und was tun? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Ferkel füttern
mit Perfektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Futtersäuren
stark in Aufzucht und Mast . . . . 16
Schweine I Fütterung
INHALT
SCHWEINE
3 Wirtschaftlichkeit in der Schweineproduktion
So rechnen sich Top-Leistungen
4 Ferkelerzeugung
Ferkel füttern mit Perfektion
6 Aufzuchtfutter
– das Futter optimal an den Bedarf anpassen
7 Betrieb Hofinger
Erfolgreiche Ferkelproduktion mit
innovativen Abferkelboxen
8 Schaumann-Wirkstoffe
Leistungspotenziale natürlich ausschöpfen
10 Ceravital
Bessere Futterverwertung und höhere Zunahmen
11 Betrieb Wichmann
Wirtschaftliche Schweinemast
mit Körnermaisschrot und Feuchtgetreide
12 Flüssigfütterung
Fermentierung bringt mehr Gewinn
IMPRESSUM:
Erfolg im Stall das internationale Fachmagazin
der SCHAUMANN-Gruppe
13 Hygiene
Das SCHAUMANN-Fliegenbekämpfungsprogramm
Herausgeber und Verlag:
Verlagsgesellschaft für tierzüchterische Nachrichten mbH
An der Mühlenau 4 · 25421 Pinneberg
Tel. +49 4101 218 - 5600 · Fax +49 4101 218 - 5699
e-mail: [email protected]
14 Fermentierung
Einsatz von Erbsen und Ackerbohnen – geht das?
16 SchaumaCid
Futtersäuren stark in der Aufzucht und Mast
Konzept:
EWM, Euro Werbe- und Marketing GmbH, Pinneberg
Gestaltung:
Volker Hämmerling, Hamburg
Druck:
Beisner Druck
FUTTER
15 Bonsilage GKS
Maisganzkornsilage
– Versuch der LfL Grub überzeugt
Fotos:
agrar-press.de, agrarfoto.com, istockphoto.com,
fotolia.de, WEDA, Volker Hämmerling, Archiv
So rechnen sich Top-Leistungen
Die Preis- und Kostensituation in der Schweineproduktion ist
angespannt. Durch Nutzung aktueller Produktionsreserven
können die ökonomischen Einzelfaktoren jedoch noch weiter
optimiert werden. Das Schaumann-Konzept bietet die richtige
Lösung für jeden Betrieb.
Dr. Hans-Peter Pecher
➤ Die wirtschaftliche Lage der Schweineproduktion ist den letzten
Monaten geprägt von knappen Erlösen und allgemein steigenden
Arbeits-, Umwelt- und Haltungskosten. Verschärft hat sich die Situation auch durch öffentlichen Druck aus verschiedenen Richtungen.
Forderungen nach zusätzlichen Haltungsauflagen, Begrenzungen
der Bestandsgrößen sowie negative Einstellungen zu den hohen
Leistungen, besonders in der Ferkelproduktion, bringen zusätzliche Härte in die Diskussion. Zwar wird zum Beispiel über die Initiative Tierwohl versucht, einen finanziellen Anreiz für zusätzliche Haltungsänderungen mit oft „verdünnten“ Beständen zu schaffen, die
Mittel sind aber begrenzt und auch zeitlich befristet.
Um in diesem Umfeld als Schweineproduzent bestehen zu können,
sind hohe Leistungen gesunder Tiere nach wie vor eine wichtige Voraussetzung zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit. Die Auswirkungen einzelner ausgewählter Leistungsfaktoren aus der Ferkelproduktion und Schweinemast stellen weitere Leistungsreserven dar
(s. Darst. 1).
In der Ferkelproduktion sind das ein in den letzten Jahren enorm
gestiegenes genetisches Leistungspotential sowie die darauf angepassten Managementmaßnahmen. Die große Anzahl lebend
geborener Ferkel kann beispielsweise nur mit entsprechender Beifütterung der Ferkel und einer frühen Umstellung auf milchfremde
Nahrungsquellen in eine hohe Absetzleistung umgesetzt werden.
PANORAMA
2 EuroTier mit Schaumann-Gewinnspiel
Traum-Preise überreicht
Panorama I EuroTier
EuroTier mit Schaumann-Gewinnspiel
Traum-Preise überreicht
„Gemeinsam zum Ziel“ – so lautete das Motto des Gewinnspiels,
das Schaumann anlässlich der EuroTier 2014 in Hannover durchgeführt hat.
➤ Ein Highlight für alle Besucher des Schaumann-Messestandes,
denn es gab attraktive Preise im Gesamtwert von 6.000 Euro zu gewinnen: Gutscheine für Traum-Reisen zu Traum-Zielen. Die glücklichen Gewinner schmieden bereits Reisepläne.
„Erfolg im Stall“ wünscht viel Spaß und gute Erholung. Herzlichen
Glückwunsch! ❚
Wirtschaftlichkeit in der Schweineproduktion
Flüssige Prestarter für höhere Absetzleistungen
Begeisterung in Tornesch: Den zweiten Preis, einen
Reise-Gutschein im Wert von 2.000 Euro, überreichte
Schaumann-Fachberater Jörg Kröger an Familie Hatje.
Moderne Tränketechniken bieten neue Möglichkeiten, in der Abferkelbucht die Ferkel sowohl mit Sauenmilchersatz als auch mit flüssigem Prestarter automatisch zu versorgen. Da die Ferkel dazu bei der
Sau bleiben, handelt es sich hier auch um eine tiergerechte Methode
der Zusatzversorgung. So lassen sich höhere Absetzleistungen kostengünstig realisieren. Letztendlich „verdünnt“ jedes zusätzlich verkaufte Ferkel die festen Faktoren, so zum Beispiel die Futterkosten
der Sau sowie die Arbeits- und Haltungskosten.
Auch neue Managementmethoden wie die Erfassung des „FI LL 5“
(Ferkelindex Lebensleistung 5. Wurf) helfen, die Remontierungskosten in den Griff zu bekommen und das Leistungsniveau stabil zu
halten.
Ceravital optimiert Leistungsmerkmale
Familienglück in Romrod: Schaumann-Verkaufsleiter
Dr. Erich Walter (re.) überraschte das Ehepaar Kornblum
nebst Tochter und Sohn mit dem ersten Preis, einem Reise-Gutschein im Wert von 3.000 Euro. Links im Bild: Schaumann-Fachberater Hartmut Fleischhauer.
2
Strahlender „Dritter“: Schaumann-Gebietsleiter Detlef Siegert
(li.) überreichte einen Reise-Gutschein im Wert von 1.000
Euro an Dirk Nentwig (mitte), Anlagenleiter der AG Jückelberg mit Vorstandsvorsitzender Volker Sievers.
SCHWEINE 1 / 2015
Den Schwerpunkt der wirtschaftlichen Einflussfaktoren in der
Schweinemast bilden die Futterverwertung und die davon abhängigen Futterkosten. In der Mast sind in der Regel hohe Tageszunahmen bei einer bedarfsgerechten Fütterung immer mit einer
besseren Futterverwertung verbunden. Einen neuen Ansatz zur Optimierung der Leistungsmerkmale in der Schweinemast bietet der
Einsatz von Ceravital. Aktuelle Praxisdaten zeigen, dass durch Ceravital der Nährstoffaufschluss und damit die Zunahmeleistung, hier
insbesondere auch die Futterverwertung, verbessert werden (siehe
den Betriebsbericht zum Einsatz von Ceravital auf Seite 10).
SCHWEINE 1 / 2015
1 Wirtschaftliche Bedeutung einzelner Leistungsfaktoren
Erfolgsfaktoren für die Ferkelerzeugung. € je Zuchtsau (n. V. Seeger LEL 2012)
1 % Ferkelverluste
1 kg Ferkelverkaufsgewicht
4,- €
6,- €
38,- €
1 aufgez. Ferkel/Sau
1 Leertag
2,- €
46,- €
1x Umrauschen
Erfolgsfaktoren in der Schweinemast. € je Mastschwein (n. Hilgers 2014)
2,16 €
2,50 €
2,65 €
± 1 % Ausschlachtung
± 1 €/100 kg Futterpreis
± 0,10 Futterverwertung
0,90 €
± 5 Masttage
Fermentierung verringert Futterkosten
Mit der Futterfermentierung bieten sich für manche Betriebe neue
Möglichkeiten zur Optimierung der Futterkosten. Die dabei in großen Mengen gebildete Milchsäure sichert die Futterhygiene und stabilisiert die Verdauung der Schweine. Darüber hinaus wird die Protein- und Phosphorverdauung verbessert. Mit der Fermentierung
können sogar kostengünstige Futterkomponenten wie Roggen und
der Eiweißträger Rapsextraktionsschrot in höheren Anteilen ohne
Leistungseinbußen eingesetzt werden.
Bedingt durch das günstige Preisniveau hat sich die Verfütterung
von Getreide in vielen Schweinemastbetrieben etabliert. Der Getreide-Zukauf gehört dort wie der Soja-Einkauf zum täglichen Geschäft.
Aktuelle Auswertungen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zeigen, dass der Getreide-Einsatz in der Schweinemast große
ökonomische Vorteile bietet (s. Darst. 2).
Unter diesen Rahmenbedingungen sichert nur ein hohes Leistungsniveau langfristig die Zukunft der Ferkelproduktion und Schweinemast. Schaumann bietet für jeden Betrieb individuelle, maßgeschneiderte Konzepte zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. ❚
2 Einfluss der Futtergrundlage auf die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast (modifiziert nach Greshake und Mierkord; Rheinischer Erzeugerring
für Mastschweine e. V., 2014)
Futtergrundlage
Tierzahl
Stk.
Verkauf
Masttage/Schwein
Schlachterlös
€/kg
Klassifizierung (Schlacht)
IXP/kg
Futter
Futterkosten
€/MS
Biologische Leistungen
Tageszunahmen
g
Futterverwertung
1:
Verluste
%
Direktkostenfreie Leistung
je Mastschwein
€
Alleinfutter
Getreide
Getreide
und CCM
Nebenprodukte
140.090
131.888
81.321
61.945
114
1,80
0,999
112
1,80
0,993
111
1,79
0,992
113
1,81
0,990
70,27
68,16
66,09
67,07
787
2,77
2,26
797
2,76
2,04
814
2,71
1,74
816
2,74
2,26
22,81
26,07
27,34
28,52
3
Schweine I Ferkelerzeugung
Schweine I Ferkelerzeugung
1 Nutzungsdauer von erstbesamten Jungsauen
aus 8 Betrieben mit 4 Genotypen mit mindestens einem Wurf
1.854 Jungsauen insgesamt; Erstbesamungsjahre 2007 und 2008
Durchschnittliche Wurfzahl/Sau
8
Ferkelerzeugung
Genotyp T
7
6
Genotyp D
6,23
5
5,67
5,58
5,84
Genotyp H
6,10
Genotyp J
6,43
6,11
5,90
4
3
2
1
Hohe Wurfgrößen
Betrieb 1
429 Sauen
Betrieb 2
269 Sauen
Betrieb 3
238 Sauen
Betrieb 4
178 Sauen
Betrieb 5
184 Sauen
Betrieb 6
169 Sauen
Betrieb 7
316 Sauen
Betrieb 8
71 Sauen
und was tun?
2 Verlängerte Ferkelwache während der Haupt-Abferkelperiode senkt
die Verluste deutlich
Steigende Wurfgrößen sind mit dem Risiko höherer Ferkelverluste verbunden. Mit einem sehr guten
Management können jedoch große Würfe mit geringen Verlusten aufgezogen werden. Die Ferkelwache
und die Beifütterung in der Abferkelbucht sind dabei wirksame Maßnahmen.
Untersuchungen in einem Betrieb
(700 Sauen, 1-Wochen-Rhythmus, 32 Sauen je Abferkelgruppe)
Ferkelwache
5 Tage mal 4 Stunden (17 bis 21 Uhr) = 20 Stunden Ferkelwache
22 Ferkel “gerettet” (unterstellt 15 % Verluste = 3 Ferkel)
= 19 Ferkel mehr
20 Stunden x 15,- Euro = 300,- Euro Kosten
Prof. Dr. Steffen Hoy, Justus-Liebig-Universität Gießen,
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
➤ In den vergangenen Jahren wurden in vielen Ländern, darunter
auch in Deutschland, die Wurfgrößen um 0,2 bis 0,3 gesamt bzw. lebend geborene Ferkel pro Jahr gesteigert. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Ferkelverluste nicht oder sie nahmen sogar ab.
Für die Ferkelerzeugerbetriebe ist die Anzahl aufgezogener Ferkel
ein Merkmal von größter betriebswirtschaftlicher Bedeutung. Ferkelverluste dürfen auch bei steigenden Wurfgrößen nicht billigend
in Kauf genommen werden und sind bei Werten deutlich über 15 %
tierschutzrechtlich und auch ethisch bedenklich.
Für die Ferkelerzeugerbetriebe besteht die Aufgabe somit darin, die
Balance zwischen hoher Fruchtbarkeitsleistung der Sauen ohne extrem große Würfe und möglichst geringen Ferkelverlusten herzustellen. Auch in den Zuchtunternehmen von hochfruchtbaren Sauen
wird mittlerweile die Wurfgröße im Zuchtwert nicht mehr so hoch
gewichtet und dafür mehr Wert auf die „Haltbarkeit“ (= Nutzungsdauer) gelegt. Dennoch wird in vielen Betrieben die Wurfgröße zunächst noch zunehmen.
Wo liegen die Grenzen der Zucht auf hohe Wurfgrößen?
Wurfgrößen im Mittel von 17 gesamt bzw. 16 lebend geborenen Ferkeln und 32 bis 33 abgesetzten Ferkeln je Sau und Jahr sind tierschutzrechtlich grundsätzlich kein Problem, wenn...
■ 15 bis 16 funktionstüchtige Zitzen vorhanden sind,
■ die Ferkelverluste unter dem Durchschnitt der Betriebe liegen
(z. Z. ca. 14,5 %),
■ so viel wie möglich Ferkel an der eigenen Mutter aufgezogen
werden und demzufolge die Betreuung von Sau und Ferkeln
überdurchschnittlich gut ist!
Auswertungen aus 30 bzw. 35 deutschen Ferkelerzeugerbetrieben
in 2011 und 2012 zeigen, dass es grundsätzlich möglich ist, hohe
Wurfgrößen (16,2 gesamt geborene und 14,7 lebend geborene Ferkel/Wurf) mit Ferkelverlusten um 14 % zu verbinden. Eigene Analy4
19 Ferkel x 30,- Euro = 570,- Euro
Gewinn = 270,- Euro (je Arbeitsstunde ca. 13,50 Euro)
sen in Betrieben mit hochfruchtbaren Hybridsauen ergaben mit 5,6
bzw. 5,8 Würfen keine signifikant niedrigere Nutzungsdauer als bei
Sauen anderer Genotypen (s. Darst. 1).
Mit welchen Maßnahmen kann die Aufzuchtleistung
verbessert werden?
Zunächst ist die Schweinezucht selbst gefordert. Die Selektion der
Jungsauen muss Zitzenzahl, Gesäuge-Qualität und Ausgeglichenheit der Würfe berücksichtigen. Dem Management kommt mit folgenden Schwerpunkten eine überragende Bedeutung zu:
■ zitzenschonende Gestaltung des Fußbodens im Abferkelstall
(z. B. Gerade-Aufstallung mit einem speziellen Gussrost
„unter der Sau“),
■ hohe Milchleistung in allen Zitzen und Fütterung der Sauen
auf Milchleistung,
■ Ferkelwache während der Haupt-Abferkelperiode
(zum Beispiel führt ein verlängerter Spätdienst zur Senkung
der Ferkelverluste zwischen 0,9 % und 9,7 %),
■ geschicktes Umsetzen unmittelbar nach der Geburt
zur Verbesserung der Aufzuchtchancen,
■ optimale Gestaltung des Stallklimas,
■ Einsatz von neuen Systemen der Ferkelbeifütterung
in der Abferkelbucht.
Ferkelwache und Beifütterung in der Abferkelbucht
senken Ferkelverluste
Die wirksamste und in allen Betrieben sofort umzusetzende Maßnahme zur Senkung der Ferkelverluste hochfruchtbarer Sauen ist
die Durchführung einer verlängerten Ferkelwache während der
Hauptabferkelperiode (zum Beispiel donnerstags bis 22 Uhr). Dadurch können mit hoher Effizienz die Verluste deutlich reduziert
werden, was tierschutzrechtlich und ethisch notwendig, zugleich
aber auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ist (s. Darst. 2).
SCHWEINE 1 / 2015
Eine weitere effiziente Maßnahme zur Senkung der Ferkelverluste
und zur Verbesserung der Aufzuchtleistung ist die flüssige Beifütterung der Ferkel in der Abferkelbucht. In unserer Untersuchung
am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-LiebigUniversität Gießen konnten 2.243 Ferkel einbezogen werden (1.099
mit und 1.144 ohne Beifütterung). Bei den Ferkeln ohne Beifütterung
traten Ferkelverluste in Höhe von 22,5 % auf, die in dieser Höhe nicht
typisch für den Betrieb waren. Dabei waren die Wurfgrößen überdurchschnittlich hoch (über 19 gesamt und 17 lebend geborene Ferkel je Wurf) und die Ferkelgeburtsgewichte vergleichsweise niedrig
(unter 1,3 kg). Außerdem wurden alle Ferkel des Wurfes an der Sau
belassen, um den Effekt der Beifütterung nachzuweisen.
Mit der flüssigen Beifütterung konnten die Ferkelverluste um 7,1 %
auf 15,4 % gesenkt werden (s. Darst. 3) und liegen trotz sehr hoher
Wurfgrößen im Bereich der in Deutschland durchschnittlich auftretenden Verluste an Saugferkeln. Allerdings unterstützt das Verfahren nicht unbedingt die kleinsten Ferkel des Wurfes, die ohnehin
Vitalitätsprobleme haben und bei denen die Verluste in beiden
Gruppen (ohne bzw. mit Beifütterung) fast gleich waren (35,8 bzw.
31,5 %) (s. Darst. 4).
Fazit
Insgesamt ist die Ferkelbeifütterung mit kommerzieller Ferkelmilch
eine sehr gute Lösung, um große Würfe erfolgreich aufzuziehen,
ohne gegen Tierschutz-Vorgaben zu verstoßen. In Würfen mit diesem Verfahren sind sowohl die Ferkelverluste signifikant niedriger
als auch die Wurf- und Absetzgewichte höher im Vergleich zu Würfen ohne diese Unterstützung. ❚
Quelle: Welp, 2013
3 Ferkelverluste in Würfen mit oder ohne Beifütterung in der Abferkelbucht
Ferkelverluste %
24
22
22,5
20
p < 0,01
18
16
14
15,4
12
10
ohne Beifütterung
n = 1.144
mit Beifütterung
n = 1.099
Jans-Wenstrup und Hoy, 2015
4 Ferkelverluste bei Ferkeln mit unterschiedlichen Geburtsgewichten
in Würfen mit oder ohne Beifütterung in der Abferkelbucht
Ferkelverluste %
ohne Beifütterung, n = 1.144
40
35
30
25
mit Beifütterung, n = 1.099
35,8
31,5
20
15
18,0
10
10,9
5
14,1
7,7
bis 1,05 kg
n = 374
n = 305
1,1 bis 1,35 kg
n = 366
n = 366
über 1,35 kg
n = 404
n = 428
Jans-Wenstrup und Hoy, 2015
SCHWEINE 1 / 2015
5
Schweine I Betriebsbericht
Schweine I Ferkelaufzucht
Aufzuchtfutter
Betrieb Hofinger
Ferkel füttern mit Perfektion
Erfolgreiche Ferkelproduktion
– das Futter optimal an den Bedarf anpassen
mit innovativen Abferkelboxen
Die Fütterung von jungen Ferkeln ist unbestritten die Königsdisziplin der Schweinefütterung
und stellt hohe Anforderungen an den Schweinehalter und seinen Fütterungsberater. Die
Herausforderung liegt darin, den verschiedenen Ansprüchen gleichermaßen gerecht zu werden.
Das Futter muss in erster Linie schmackhaft sein und beste Zuwachsleistungen erbringen, soll
gleichzeitig aber auch darmschonend und sicher sein. Werden diese Ziele erreicht, ist die Basis
für eine wirtschaftlich erfolgreiche Ferkelproduktion gelegt.
Der Betrieb der Familie Hofinger liegt in Schnelldorf im Bezirk Schärding.
Drei Generationen betreiben in enger Zusammenarbeit eine Schweineproduktion mit 100 Sauen und anschließender Mast.
Anita Berger
Dr. Christian Raffaseder
➤ Die Verdauung des jungen Ferkels erbringt in den ersten Lebenswochen eine beachtliche Leistung. Innerhalb kurzer Zeit muss von
der alleinigen Nährstoffquelle Muttermilch auf feste Nahrung umgestellt werden. Diese gravierende Änderung des Verdauungsgeschehens stellt vor allem die Darmflora der Ferkel auf die Probe. Jeder
störende Einfluss kann hier die sensible Keimflora aus dem Gleichgewicht bringen. Der Einsatz eines schmackhaften Absetzfutters
mit hochverdaulichen Komponenten wie SchaumaLac 50 Plasma G
bietet deutlich mehr Sicherheit und ist mittlerweile zum Standard
geworden.
Phasenfüttern auch in der Ferkelaufzucht
Nach der sensiblen Absetzphase gilt das Hauptaugenmerk vor allem
der leistungsgerechten Zuteilung aller nötigen Nährstoffe je Gewichtsabschnitt. Werden die Tiere zu knapp versorgt, verlieren sie an
Leistung. Andererseits muss ein Luxuskonsum wertvoller Nährstoffe
vermieden werden, um die Umwelt und die Geldbörse zu schonen.
Es empfiehlt sich daher, nach dem Absetzfutter zwei weitere Phasenfutter bis 30 kg Lebendmasse zu füttern.
Übergangsfutter
Gerade in der Phase zwischen 12 bis ca. 20 kg Lebendmasse ist der
Anspruch der Ferkel an den Nährstoffgehalt des Futters, insbesondere bei Lysin, noch besonders hoch. Gleichzeitig fällt in diesen Gewichtsbereich das Nachlassen der von der Mutter erworbenen Abwehrstoffe, während sich das eigene Immunsystem des Ferkels erst
im Aufbau befindet. Unerwünschte Erreger haben es in dieser Phase
daher besonders leicht, sich auszubreiten.
Um das Ferkel in dieser Phase nicht zusätzlich mit einem radikalen
Futterwechsel zu belasten, empfiehlt sich der Einsatz eines Übergangsfutters, das neben einer hohen Nährstoffdichte auch darmschonende Eiweiß- und Ballaststoff-Komponenten enthält. Schaumann stellt für diesen Gewichtsbereich das Produkt SchaumaLac 7,5
Vital vor.
Neu: SchaumaLac 7,5 Vital
Bei SchaumaLac 7,5 Vital handelt es sich um ein Ergänzungsfuttermittel mit 7,5 % Einmischrate, das speziell für die Ansprüche von jungen
6
Ferkeln entwickelt wurde. Neben dem Gehalt an Mineralstoffen
enthält SchaumaLac 7,5 Vital Leinexpeller und Kartoffeleiweiß.
Die natürlichen Ballast- und Schleimstoffe des Leins fördern die
Darmtätigkeit in hohem Maße und unterstützen zusammen mit
dem Probiotikum Bonvital die positive Darmflora.
Kartoffeleiweiß weist mit 70 % einen sehr hohen Rohprotein- und
Lysin-Gehalt auf und ist daher als Eiweißquelle für Ferkel bestens
geeignet. Gemeinsam mit einer hohen Ergänzung an zugesetzten
Aminosäuren werden mit SchaumaLac 7,5 Vital rohproteinreduzierte Ferkelmischungen hergestellt. Der Einsatz von Ceravital und Aminotrace sorgt für zusätzliche Sicherheit in der Wirkstoff versorgung.
Ferkelaufzuchtfutter
Hat das Ferkel ein Gewicht von ca. 20 kg Lebendmasse erreicht, ist
die Darmflora in der Regel ausreichend an festes Futter gewöhnt
und stabil. Nun wird die Basis für die spätere Leistung in der Mast
gelegt. Für die Ausbildung von Muskelzellen wird ein ausgewogenes
Aminosäuren-Muster benötigt. Wissenschaftliche Versuche haben
gezeigt, dass in diesem Gewichtsbereich auch die Zulage der Aminosäure L-Valin Vorteile im Wachstum bringt.
Die im Mineralfutter SchaumaLac Protect Top 5 zugesetzten fünf
Aminosäuren sorgen für eine hochwertige Eiweißqualität bei gleichzeitig sehr geringem Rohproteingehalt der Mischungen. Der Einsatz
von Futtersäuren (SchaumaCid Protect) zur Förderung der Futterhygiene und der tierischen Leistung ist an dieser Stelle unbedingt anzuraten. Zur Einstellung des Rohfasergehalts der Ration empfiehlt
sich der Einsatz von Schaumann Faserkonzentrat.
➤ Vor wenigen Jahren entschloss sich Familie Hofinger einen neuen Abferkelbereich zu bauen und
weitere umfangreiche Umbauten vorzunehmen.
Vor dem Hintergrund der Diskussion über zukünftige Haltungsverordnungen entschied sich Familie
Hofinger ein System zu verwenden, das auch in Zukunft allen Anforderungen Rechnung trägt.
Die Arbeit erfolgt heute im neuen Abferkelstall
mit einem zukunftsfähigen Aufstallungssystem,
welches zurzeit in sechs Betrieben in ganz Österreich versuchsweise zum Einsatz kommt. Im März
dieses Jahres besichtigten Schaumann-Mitarbeiter auf Einladung des Betriebes dieses innovative
System.
Abferkelbuchten
Betriebsleiter Josef Hofinger stellte die Eckdaten
des Betriebes vor. Die Ackerfläche beträgt rund 60
ha und wird für den Anbau von Mais, Gerste, Weizen
und Kürbis genutzt. Die Ferkelproduktion verläuft
im 3-Wochen-Rhythmus mit 4 Wochen Säugezeit.
Die Fütterung basiert auf dem Einsatz von CCM, Getreide und Mais und erfolgt über eine Spot-Mix Anlage. Für die Fütterung und Rationsgestaltung übernimmt Josef Hofinger jun. die Verantwortung.
Höhepunkt der Besichtigung war die Vorstellung
der 33 neuen Abferkelbuchten. Seit ungefähr einem halben Jahr sind die 5,5 m² (2,2 m² x 2,5 m²)
großen CombiBoxen von Schauer im Einsatz.
Die Bucht ist in zwei wesentliche Bereiche eingeteilt: Zum einen in ein 0,7 m² großes verschließbares Ferkelnest mit Wärmelampe und in den Bereich für die Sau. Die Sauen werden zwei Tage vor
und fünf Tage nach der Geburt in einem Schutzkorb fixiert, danach wird der Schutzkorb geöffnet,
so dass sich die Sau in ihrem Bereich frei bewegen
kann.
Das Öffnen und Schließen des Schutzkorbes erfolgt
über einen Hebel vom Ferkelnest aus. Somit ist ein
Betreten des Sauen-Bereichs nicht erforderlich. Die
Ferkel werden in den ersten beiden Lebenstagen zu
ihrem Schutz während der Fütterung der Sau in den
Ferkelbereich gesperrt.
Ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung
zur CombiBox war die neue gesetzliche Bestimmung, dass sich die Sau ab 1.1.2033 nach Ende der
„kritischen Lebensphase der Saugferkel“ frei in der
Bucht bewegen können muss. Ein wichtiger Aspekt
Die zwei Bereiche in der Bucht: Ein verschließbares
Ferkelnest mit Wärmelampe und der Bereich für die Sau.
Die Sau wird zwei Tage vor und fünf Tage nach
der Geburt in einem Schutzkorb fixiert
Eckdaten des Betriebes
Josef und Edith Hofinger mit der 1. Sau im neuen Stall
für die Familie Hofinger ist, dass dieses System das
optimale Tierwohl für die Sauen und gleichzeitig
die Schutzansprüche des Menschen und der neugeborenen Ferkeln vor der Sau gewährleistet.
Familie Hofinger beobachtet aber auch weitere
Vorteile. Die Sauen seien vitaler um den Geburtszeitpunkt herum und fressen mehr. Ebenso sei eine
gute Ferkelgesundheit zu beobachten. Mit diesem
System hat Familie Hofinger eine effiziente und produktive Lösung für eine tiergerechte und zukunftsfähige Haltung gefunden.
Schaumann gratuliert der Familie Hofinger sehr
herzlich zu dem hervorragenden Betrieb, den erzielten Leistungen und wünscht ihr für die Zukunft
alles Gute und weiterhin viel Erfolg im Stall! ❚
Wenn der Schutzkorb geöffnet ist, kann sich die Sau
frei bewegen
Hochwertiges Futter mit dem Selbstmischkonzept
Wissen, was man im Silo hat – für moderne, leistungsorientierte
Ferkelerzeuger ist die Fütterung hofeigener Mischungen in der Ferkelaufzucht ein Baustein zum Erfolg. Die Bereitstellung aller notwendigen Komponenten wird bei zunehmender Betriebsgröße immer
mehr zur Herausforderung. Der Einsatz von speziell abgestimmten
„3 in 1“-Ergänzern kann hier Abhilfe schaffen. Die Anpassung der
Rezepturen an die Bedürfnisse der Ferkel im jeweiligen Gewichtsbereich ist dabei zur Optimierung der Leistung und auch aus ökonomischer Sicht ein Muss. ❚
SCHWEINE 1 / 2015
SCHWEINE 1 / 2015
7
Schweine I Fütterung
Schweine I Fütterung
Schaumann-Wirkstoffe
Leistungspotenziale
natürlich ausschöpfen
Höhere Aufzuchtleistungen und das verbesserte Wachstum moderner Genotypen erfordern eine
bedarfsgerechte Versorgung der Sauen. Fundament- und Skelettentwicklung, Geburtsgewichte,
Milchleistung und Wachstum lassen sich durch Einsatz spezieller Schaumann-Wirkstoffe positiv
beeinflussen.
Die Klauen tragen die Milch
M. Sc. agr. Henrike Kaack, M. Sc. agr. Sabine Gabel
➤ Eine wichtige Rolle spielt die gezielte Nährstoff- und Energieversorgung in den verschiedenen Leistungsphasen der Sauen. Ein auf
die Tragezeit abgestimmtes Futter und ein spezielles Laktationsfutter sollten selbstverständlich sein. Eine optimale Trächtigkeitsfütterung beeinflusst die Entwicklung der Geburtsgewichte der Ferkel,
ihre Aufzucht sowie die Milchleistung der Sau.
Die Zulage des Schaumann-Probiotikums Bonvital stabilisiert das
hohe Leistungsniveau auf natürlichem Weg. Aktuelle Versuche über
mehrere Reproduktionszyklen bestätigen die positiven Ergebnisse
und Erfahrungen mit Bonvital in der Sauenfütterung (s. Darst. 1).
Leistungssteigerung auf der ganzen Linie
So verändert Bonvital die Milchzusammensetzung der Sauen nachweislich positiv. Vor allem der Milchfettgehalt hat sich signifikant
erhöht, was in einer Steigerung des Energiegehalts um bis zu 0,7 MJ
ME pro kg Milch sichtbar wird. Dies wirkte sich auch vorteilhaft auf
die Entwicklung der Saugferkel aus. Die Lebendmassezunahmen der
Ferkel waren über zwei untersuchte Laktationen um gut 6 % und damit signifikant gegenüber der Kontrolle erhöht. Entsprechend war
der Lebendmassezuwachs pro Wurf beim Absetzen um 3 bis 5 kg
höher als in der Kontrolle.
Die Besiedlung des Darms mit Bonvital sorgt aufgrund einer hohen
Nährstoff verwertung der Sau sowie einer günstigen Beeinflussung
des Verdauungstrakts für eine gesteigerte Nährstoff-Effizienz.
kurz gefasst
Die bedarfsgerechte Versorgung der Sauen ist die Basis für eine rentable
Schweineproduktion. Mit den genau abgestimmten Schaumann-Wirkstoffen
lassen sich Leistungspotenziale besser und natürlich ausschöpfen. Laktierende
Sauen, die für eine leistungsrechte Versorgung ohnehin schon hohe Futtermengen aufnehmen müssen, werden durch die Zulage des Fermentprodukts
Ceravital optimal unterstützt. Das Schaumann-Probiotikum Bonvital stabilisiert
zusätzlich das hohe Leistungsniveau. In den Schaumann-Mineralfuttern für
Sauen kommen auch die organisch gebundenen Aminotrace-Spurenelemente
erfolgreich zum Einsatz.
8
Die Sauen bauten durch die Bonvital-Zulage bei bereits gesteigerter
Leistung rund 5 kg weniger Lebendmasse ab als die Tiere der Kontrollgruppe. Im Ergebnis sind die Sauen vitaler und widerstandsfähiger und somit optimal auf die nachfolgende Belegung und Trächtigkeit vorbereitet.
Die Darmflora der Sauen hat sich ebenfalls verbessert. Unerwünschte Keime wie E. coli und Clostridien wurden signifikant gehemmt, jedoch die Besiedlung mit erwünschten Laktobazillen in der Darmflora gefördert. Die Konzentration von E. coli, die als Hauptverursacher
des MMA-Komplex (Mastitis-Metritis-Agalaktie) bei Sauen gelten,
war durch eine Zulage von Bonvital um ein Zehnfaches reduziert.
Somit wird die Stabilität der Darmflora durch die Förderung nützlicher Bakterien begünstigt. Die Entwicklung von Schadkeimen wird
unterdrückt. Die erhöhte Vitalität und die stabile Darmflora zeigten
zudem signifikante Effekte auf den somatischen Zellzahlgehalt der
Sauenmilch.
Unterstützung der Nährstoff verwertung
Darmgesundheit und eine hohe Nährstoff verfügbarkeit stehen in einem engen Zusammenhang. Eine hohe Futterverwertung kann nur
unter für die Verdauungsenzyme optimalen Bedingungen erreicht
werden. Ein gesundes Milieu im Magen-Darm-Trakt trägt somit auch
zu einer Reduzierung der Futterkosten bei. Ein milchreicher Start in
die Laktation und ein sicherer Laktationsverlauf gewinnen bei den
ferkelreichen Würfen zunehmend an Bedeutung.
Laktierende Sauen, die für eine leistungsgerechte Versorgung ohnehin schon hohe Futtermengen aufnehmen müssen, werden durch
die Zulage des Fermentprodukts Ceravital optimal unterstützt. Dies
spiegelt sich auch in der Entwicklung der Würfe wider: Homogenere
Würfe, die höhere Tageszunahmen und eine bessere Futterverwertung realisieren, sind das Ergebnis, wie Darstellung 2 zeigt.
Durch Zulage von Ceravital kann die Verwertbarkeit der Nährstoffe
gesteigert und die antinutritiven Effekte der Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP) minimiert werden. In Futtermischungen, in denen Ceravital enthalten ist, stehen der Sau etwa 0,25 MJ ME pro kg Futter
zusätzliche Energie zur Verfügung. So ergeben sich sowohl für die
Ferkel als auch für die Sauen deutliche Vorteile. In Kombination mit
dem Probiotikum Bonvital trägt Ceravital zu einer Verbesserung des
Darmmilieus und der Nährstoff verwertung bei.
SCHWEINE 1 / 2015
Ein weiterer entscheidender Baustein für die Regulation vieler
Stoff wechselfunktionen ist die gezielte Versorgung mit Spurenelementen. In den Schaumann-Mineralfuttern kommen die organisch
gebundenen Aminotrace-Spurenelemente erfolgreich zum Einsatz.
Diese liegen in einer für den Organismus hochverfügbaren Bindungsform vor. So ist die gleiche Spurenelement-Versorgung mit
etwa 25 bis 50 % geringeren Zulagemengen möglich. Das Resultat:
eine sichere Versorgung bei erheblich reduzierten SchwermetallAusscheidungen.
Die Fundamentstabilität und -gesundheit wird durch eine optimale
Versorgung mit Aminotrace-Spurenelementen positiv beeinflusst (s.
Darst. 3). Die Praxis belegt nicht nur eine verbesserte Klauengesundheit, sondern auch einen Rückgang der klauen- und fundamentbedingten Abgangsraten der Sauen. Des Weiteren spielen metallische
Spurenelemente (Eisen, Zink, Mangan und Kupfer) eine wichtige Rolle in verschiedenen Reproduktionsprozessen.
Für eine optimale Ausschöpfung des genetischen Potenzials, einen
hohen Gesundheitsstatus sowie verminderte Schwermetall-Ausscheidungen der Schweine bieten die Schaumann-Wirkstoffe natürliche Lösungen für den Erfolg im Stall. ❚
1 Leistungsstark mit BONVITAL
Was bewirkt BONVITAL in der Sauenfütterung?
Wurfzuwachs
■ 5 % höhere Lebendmasse-Zunahme der Saugferkel
Milchzusammensetzung
■ Signifikant erhöhter Milchfettgehalt
■ 0,7 MJ ME mehr Energie pro kg Milch
■ Signifikant gesteigerter Proteingehalt der Milch
Verbesserte Kondition der Sauen
■ Um 5 kg geringere Lebendmasseverluste
während der Laktation
Positive Darmflora
■ Fördert die erwünschten Laktobazillen
■ Unterdrückt die unerwünschten Clostridien
■ Senkt den Gehalt von E. coli um ein Zehnfaches
SCHWEINE 1 / 2015
2 Ergebnisse zum Einsatz von CERAVITAL in der Ferkelaufzucht,
LVZ Futterkamp
1. bis 14. Tag
1. bis 40. Tag
Lebendmassezunahme, g/Tag
265
260
255
250
245
240
235
230
Lebendmassezunahme, g/Tag
500
490
480
470
460
450
440
430
+3%
+ 12 %
CERAVITAL
Kontrolle
CERAVITAL
Kontrolle
1. bis 14. Tag
1. bis 40. Tag
Futterverwertung, g/g
1,42
1,40
1,38
1,36
1,34
1,32
1,30
1,25
Futterverwertung, g/g
1,45
1,40
1,35
1,30
1,25
1,20
1,15
1,10
- 2,1%
-9%
Kontrolle
CERAVITAL
CERAVITAL
Kontrolle
3 Wirkungsschwerpunkte von AMINOTRACE-Spurenelementen
Wachstumsleistung
Fruchtbarkeit
Stressstabilität
Stoff wechselfunktionen
Futtereffizienz
Schwermetallausscheidung
Fundamentstabilität
Klauengesundheit
Immunstatus
Regenerationsfähigkeit
Futteraufnahme
9
Schweine I Schweinemast
Schweine I Betriebsbericht
Ceravital
Betrieb Wichmann
Bessere Futterverwertung
Wirtschaftliche Schweinemast
und höhere Zunahmen
mit Körnermaisschrot und Feuchtgetreide
Mehr als 60 % der Produktionskosten in der Schweinemast entfallen
auf die Fütterung. Futterkosten lassen sich durch Verbesserung der
täglichen Zunahmen und der Futterverwertung deutlich reduzieren.
Mit neuem Konzept auf der Erfolgsspur: Ulrich Wichmann aus Rodewald bei Nienburg hat
seinen Betrieb vom ursprünglichen Gemischtbetrieb mit Milchviehhaltung, Rinderaufzucht
und Schweinehaltung zu einer reinen Schweinemast umgebaut.
Dr. Winfried Arnhold, Schaumann-Spezialberater, Dr. Martin Rimbach
➤ Hohe tägliche Zunahmen und eine gute Futterverwertung sind
die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schweinemast. Neben der bedarfsgerechten Versorgung gewinnt der Einsatz von
Wirk- oder Zusatzstoffen (zum Beispiel organische Säuregemische,
Probiotika und Enzyme) zunehmend an Bedeutung. Ceravital im
Futter kann wesentliche Leistungskennzahlen deutlich steigern und
Futterkosten senken.
Einheimisches Getreide und Eiweißfuttermittel wie die Extraktionsschrote von Soja, Raps, Sonnenblumen, Leguminosen sowie auch
Schlempen sind reich an Nicht-Stärke-Polysacchariden (NSP). Diese
werden besonders von Jungtieren mit einem noch nicht vollständig
entwickelten Verdauungstrakt schlecht oder gar nicht verwertet.
Eine negative Folge kann Durchfall sein.
Mit Ceravital hat Schaumann ein Fermentprodukt in Futtermischungen für Ferkel, Sauen und Mastschweine im Einsatz, das die Verwertung der im Futter löslichen und unlöslichen NSP-Fraktionen
deutlich steigert. Diese werden besser verdaut und mikrobiell in
kurzkettige Fettsäuren abgebaut, welche dem Tier als zusätzliche
Energiequelle zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird auch die Kotkonsistenz verbessert.
Höhere Absetzgewichte bei Ferkeln
Darüber hinaus stabilisiert Ceravital das Magen-Darmsystem. Seine
diätetische Wirkung beruht auf der besonderen Bioverfügbarkeit der
enthaltenen wertvollen Nähr- und Wirkstoffe und dient den Darmbakterien als leichtverfügbares Nährmedium. Seine präbiotischen
Eigenschaften fördern die Entwicklung der Magen- und Darmflora.
Unerwünschte Schadkeime werden zurückgedrängt.
1 Inhaltsstoffe der Futterrationen
Inhaltsstoffe je kg Futter (88 % TM)
Gewichtsbereich
Umsetzbare Energie
Rohprotein
Lysin
Calcium
Phosphor
Vormast
Endmast
19-65
13,4
17,2
1,2
0,75
0,50
> 65
12,6
14,5
0,93
0,70
0,50
kg LM
MJ
%
%
%
%
Zusammensetzung: Gerste, Weizen, Roggen, Soja- und Rapsextraktionsschrot, Weizenkleber, Weizenkleie, Mineralstoffe
2 CERAVITAL verbessert die Masttagszunahmen (MTZ, g/Tier und Tag)
und den Futteraufwand (FVW, kg Zuwachs/kg Futter)
Mastperiode
Kontrollgruppe
Zulage von CERAVITAL
MTZ, g
FVW 1:
MTZ, g
FVW 1:
Vormast
752
2,40
800
2,14
Gesamt
835
2,78
860
2,66
10
In verschiedenen Wachstumsversuchen mit Schweinen wurde durch
Einsatz von Ceravital eine Verbesserung der Lebendmassezunahme
und des Futteraufwandes erreicht (s. auch „Erfolg im Stall Schweine“,
Ausgabe 2/2014). Bei Sauen ließ sich durch Zulage von Ceravital die
Milchleistung um circa 1 kg pro Tag steigern. Entsprechend stiegen
die Absetzgewichte der Ferkel (s. „Erfolg im Stall Schweine“, Ausgabe
2/2013). Diese Mehrleistungen führten stets zu einer Erhöhung der
Rentabilität.
Ceravital in der Praxis
Ein weiterer Praxisversuch mit 602 Mastschweinen (Danzucht x Pietrain) zeigte ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Die Ferkel wurden mit
einem mittleren Gewicht von 19 kg eingestallt, in eine Kontrollgruppe ohne und eine Gruppe mit Ceravital-Zulage eingeteilt und 105
Tage bis zu einem mittleren Mastendgewicht von 107 kg gemästet.
Mittels Flüssigfütterung erhielten die Tiere eine kommerzielle Vorund Endmastmischung, bestehend aus Weizen, Gerste, Roggen,
Soja- und Rapsextraktionsschrot, Weizenkleber und Weizenkleie
(s. Darst. 1).
11 kg Futter pro Tier gespart
In der Ceravital-Gruppe wurden die täglichen Zunahmen in der Vormast um 48 g auf 800 g verbessert. Über die gesamte Mastdauer
lagen die Tageszunahmen um 30 g höher als in der Kontrollgruppe.
Wie Darstellung 2 zeigt, unterschieden sich die Versuchsgruppen
deutlich im Futteraufwand. In der Vormast verbesserte sich mit der
Zulage von Ceravital die Futterverwertung um 11 % auf 1:2,14. Über
die gesamte Mast war die Futterverwertung mit 1:2,66 um 4 % gegenüber der Kontrollgruppe verbessert. Die Magerfleischanteile von
57,4 % unterschieden sich nicht.
Im Ergebnis könnten die Mastschweine der Ceravital-Gruppe bei
gleichbleibendem Endgewicht 3 Tage früher ausgestallt werden. Pro
Tier würden 11 kg Futter eingespart.
Rentabilität erhöht
Die monetäre Bewertung der verbesserten Leistungen zeigt eine
Einsparung der Produktionskosten in Höhe von 3,50 € je Mastschwein. Basierend auf der Auswertung des Rheinischen Erzeugerringes werden die Verbesserung der täglichen Zunahmen mit 0,90
€ je 5 Masttage und die Futterverwertung mit 2,65 € je 0,1 kg Futter
bewertet.
Die Erfahrungen zeigen: Auch auf einem hohen Leistungsniveau hat
Ceravital in praxisüblichen Futterrationen gesteigerte Lebendmassezunahmen sowie eine verbesserte Futterverwertung erzielt. Die
Produktionskosten reduzierten sich erheblich. Zur Effizienzsteigerung wird Ceravital erfolgreich im Schaumann-Schweineprogramm
eingesetzt. Ihr Schaumann-Fachberater berät Sie gerne. ❚
SCHWEINE 1 / 2015
Ulrich Wichmann mit Schaumann-Fachberater Karsten Kruse
vor einem der mit CCM befüllten Folienschläuche
Klaus Lübken, Schaumann-Gebietsleiter
➤ Parallel zur innerbetrieblichen Umstrukturierung wurde ein
Lohnbetrieb als zweites Standbein aufgebaut. Der Schwerpunkt
der Lohnarbeiten liegt in der Ausbringung von Kompost und Wirtschaftsdünger.
Die umgebauten Altgebäude bieten Platz für 700 Mastschweine holländischer Genetik, die in Großgruppen mit bis zu 70 Tieren aufgestallt werden. Zusätzlich wird ein Pachtstall mit 300 Plätzen genutzt.
Großgruppen bieten sich nach Auffassung des Betriebsleiters gerade bei der Umnutzung von Altgebäuden an. Es kann somit problemlos auf die nicht immer optimalen Abmessungen der Gebäudehülle
reagiert werden.
Zur Verarbeitung von Feuchtgetreide und feuchtem Körnermais hat
Ulrich Wichmann für den Lohnbetrieb eine mobile Walzenmühle mit
Schlauchpresse angeschaff t, die auch im eigenen Betrieb zum Einsatz kommt.
Silierung mit Bonsilage CCM
Das Futter wird in bis zu 55 m lange Folienschläuche mit 1,6 m oder
2 m Durchmesser gepresst. Das biologische Siliermittel Bonsilage
CCM wird zur Intensivierung der Silierung über eine Dosieranlage
an der Mühle hinzugefügt. Bei Partien, die eine geringe Silierdauer
haben sowie bei Feuchtgetreide setzt der Betrieb auf die Konservierung mit Säuren wie zum Beispiel Schaumasil Supra NK.
Die Kosten des Verfahrens beziffert Ulrich Wichmann auf etwa 15 €
pro Tonne Futtermittel für das Mahlen und den Folienschlauch. Damit, so ist sich der Betriebsleiter sicher, steht gerade Betrieben mit
knapper Lagerkapazität eine preiswerte Alternative zum Trocknen
bzw. zum Verkauf von Erntepartien zur Verfügung.
Mit diesem Fütterungssystem konnten im letzten Jahr im Gewichtsbereich von 28 bis 120 kg Tageszunahmen in Höhe von 820 g sowie
eine sehr gute Futterverwertung von 1:2,65 erreicht werden. Die
Magerfleischanteile lagen bei 57 bis 59 %. In der Regel wird mit dem
durchschnittlichen Verkaufserlös der Tiere die jeweilige Basisnotierung erreicht, sodass Ulrich Wichmann insgesamt mit dem Ergebnis
zufrieden ist. Wir wünschen Familie Wichmann weiterhin viel Erfolg
im Stall. ❚
Bedarfs- und kostenorientierte Fütterung
Futterrationen im Betrieb Wichmann (Anteile in % der TM)
Aktuell stehen im Betrieb Wichmann aus der Ernte 2014 Körnermais
mit 31 % Feuchtegehalt sowie Gerstenschrot mit 18,2 % Feuchtegehalt im Schlauch zur Verfügung. Diese werden mittels Frontlader im Verhältnis 4:1 in die Flüssigannahme der Fütterungsanlage
gegeben. Gemeinsam mit Schaumann-Fachberater Karsten Kruse
wurden zwei Vormischungen aus Soja- und Rapsschrot, Schwergetreide und Mineralstoffen für die Anfangs- und die Endmast zusammengestellt (s. Darst.). Das in SchaumaLac M 100 CV ATG enthaltene Ceravital steigert die Futterverwertung und sorgt zusätzlich für
eine Verbesserung der Fließeigenschaften.
Die Darstellung zeigt die Trockenmasse-Anteile der Rationen in der
Vor- und Endmast. Im Mastabschnitt zwischen 40 und 90 kg Lebendgewicht werden die Anteile der beiden Vormischungen gegeneinander verschoben. So sind die Schweine stets bedarfs- und kostenorientiert versorgt.
SCHWEINE 1 / 2015
Vormast
Endmast
Gewichtsbereich
kg
28-40
> 90
Mais (GKS)
%
44,4
44,4
Gerste
%
12,6
12,6
Weizen
%
15,9
14,2
8,0
Roggen
%
3,4
Sojaschrot
%
17,1
9,6
Rapsschrot
%
3,4
8,0
SCHAUMALAC M 100 CV ATG
%
3,2
3,2
Inhaltsstoffe pro kg (88 % TM)
Umsetzbare Energie
MJ
13,3
13,1
Rohprotein
%
17,1
15,4
Lysin
%
1,1
1,0
11
Schweine I Fütterung
Schweine I Fütterung
(s. Bild 2). Der Betrieb muss die passenden Stromanschlüsse, eine
Kaltwasserzuleitung und eine Futterleitung von der mobilen Anlage
zur Flüssigfütterungsanlage stellen. Ein Rechner in der Technikeinheit kann die mobile Anlage so steuern, dass auch die Befüllung und
der Fermentationsprozess automatisch ablaufen. Zur Verfütterung
des Fermentbreies wird die Anlage über eine Steuerungsleitung an
den vorhandenen Flüssigfütterungscomputer angeschlossen.
Flüssigfutter
Vom Verfahren überzeugt
Fermentierung bringt mehr Gewinn
Seit langem ist die Fermentierung in der Landwirtschaft ein bewährtes Verfahren zur Herstellung
von Flüssigfutter. Schweinemäster profitieren von besserer Futterverwertung und höheren
Leistungen durch Einsatz von SchaumaLac Feed Protect.
Dipl.-Ing. agr. (FH) Dirk Breul, Schaumann-Gebietsleiter
➤ Jede Silierung bedeutet eine Fermentierung, das heißt sie beruht
auf dem Prinzip der Vergärung von Kohlenhydraten zu Milchsäure.
In „Erfolg im Stall“, Ausgabe 1/2013, wurde über die positiven Erfahrungen mit fermentiertem Futter in der Schweinemast berichtet. Ein
Vorreiter ist der Betrieb Elsbecker in Coesfeld betreut von Schaumann-Fachberater Klaus Behmenburg. Nach einer Versuchsphase
arbeitet Familie Elsbecker nun seit zwei Jahren erfolgreich mit fermentiertem Futter in der Schweinemast. Basis des Verfahrens ist der
Einsatz von SchaumaLac Feed Protect.
Die Anpassung der Fütterungsanlage erfolgte in der Weise, dass die
Fermentierungsanlage weitestgehend automatisch läuft. Die Futterzusammensetzung variiert stetig. Somit kommen auch kostengünstige Rohstoffe zum Einsatz.
Wie bereits in der Erfolg im Stall 1/2013 berichtet, bewirtschaftet
Familie Elsbecker einen weiteren Betrieb auf dem ebenfalls Schweine gemästet werden, allerdings aus technischen Gründen mit Fertigfutter. Hier ermittelte der Erzeugerring eine Futterverwertung
von 1:2,8. Bei den mit Ferment gefütterten Schweinen liegt sie
bei 1:2,5. Zusammen mit den geringeren Futterkosten ergibt sich
ein Vorteil bei den DKFL von 12,33 €! Die Ferkel werden in beiden
Ställen immer zeitgleich aus dem gleichen Bestand im Rein-RausVerfahren eingestallt.
Schaumann bietet mobile Fermentierungsanlage
Um weitere Landwirte von dem Konzept der Fermentierung zu
überzeugen, bietet Schaumann die Möglichkeit eine Testanlage
kostenfrei zu nutzen. Diese kann innerhalb weniger Stunden betriebsbereit aufgestellt werden.
Erste Erfahrungen mit der Anlage wurden im elterlichen Betrieb von
Schaumann-Gebietsleiter Dirk Breul gesammelt. Paul Breul bewirtschaftet gemeinsam mit seinem Sohn in Sendenhorst einen Jungsauen-Aufzuchtbetrieb mit 45 ha Ackerbau. Auf 1.000 Stallplätzen
werden Jungsauen für das German Genetic-Zuchtprogramm aufgezogen. Das gesamte Getreide wird im eigenen Betrieb verfüttert.
Die mobile Schaumann Fermentierungsanlage besteht aus zwei
5.000 Liter fassenden Edelstahlbehältern (s. Bild 1), einer Technikeinheit sowie einem Heißwassertank mit Elektrodurchlauferhitzer
2 Einheit mit Heißwassertank und Elektro-Durchlauferhitzer
Paul Breul stand der Fermentierung zunächst distanziert gegenüber.
Fehler, die bisher bei der kontinuierlichen Fermentierung auftraten,
werden noch heute in der Region diskutiert. Die Vorteile der Fermentierung im Batchverfahren überwiegen deutlich, hat Paul Breul
festgestellt.
In der vierwöchigen Testphase wurde täglich ein Fermenter mit einer Mischung aus Weizen und Rapsextraktionsschrot (50:50; über
Big Bags), ca. 38 °C warmem Wasser und SchaumaLac Feed Protect
befüllt. Nach einer Fermentierungszeit von 24 Stunden wurde das
Ferment an die Jungsauen verfüttert.
„Bei der ersten Mahlzeit haben die Schweine nicht, wie gewohnt, die
volle Menge gefressen. Doch bereits beim dritten Mal war die Futteraufnahme mindestens gleich hoch“, erklärt Paul Breul. „Zunächst
habe ich natürlich sehr auf die Tiere geachtet. Aber schon nach
wenigen Tagen hat mich die Fermentierung überzeugt. Die Futteraufnahme war trotz des Einsatzes von Rapsschrot sehr gut, die Tiergesundheit merklich besser und der Kot deutlich trockener“, so der
erfahrene Schweinehalter. Auch die Homogenität des Fließfutters
(s. Bild 3) ist sichtbar verbessert. Schon nach wenigen Tagen stand
für Paul und Dirk Breul fest, dass sie in eine Fermentierungsanlage
investieren werden.
zusätzlich mit unterschiedlichen Fermenten arbeiten wollen, haben
wir zum Beispiel eine pH-Wert-Überwachung der Fermenter installiert, die normalerweise nicht erforderlich ist.“ Ohne diese „Sondertechnik“ und die Steuerungstechnik liegen die Investitionskosten
bei unter 10.000 Euro.
Paul und Dirk Breul sind davon überzeugt, dass bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Effizienz (Futterverwertung, Futterkosten) die
Leistungen in ihrem Betrieb durch die Fermentierung weiter gesteigert werden können.
Ihr Schaumann-Fachberater unterstützt Sie gern bei der Umsetzung
der Fermentierung auf Ihrem Betrieb. ❚
3 Homogenes Fließfutter
4 Schaumann-Gebietsleiter Dirk Breul mit seinem Vater Paul
Hofeigene Anlage problemlos installiert
Als Fermenter wurden gebrauchte Weintanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gekauft. Diese sind günstig und haben eine
sehr gute Qualität. Da in den vorhandenen Gebäuden noch ausreichend Platz besteht, müssen die Behälter nicht isoliert werden.
Die Fermenter werden von der vorhandenen Flüssigfütterung mit
dem Ferment befüllt. Eine separate Wiegeeinrichtung für die Fermenter ist somit nicht notwendig. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen war nach mehr als 20 Jahren jedoch eine Erneuerung
der Steuerungstechnik nötig. „Wir möchten unsere Landwirte von
der Fermentierung überzeugen und zeigen, wie einfach die technische Umsetzung ist“, so Schaumann-Gebietsleiter Dirk Breul. „Da wir
Das SCHAUMANN-Fliegenbekämpfungsprogramm
1 Zwei 5.000-l-Edelstahlbehälter
SCHAUMANN DIREKT
SCHAUMANN-RADIKAL
SCHAUMANN-MADENSTOP
gegen Fliegen, Mücken und kriechendes Ungeziefer
■ sofort wirkendes lnsektizid auf biologischer Basis
■ frei von synthetischen Wirkstoffen und bestens
für Bio-Betriebe geeignet
■ ausgezeichnete Knock-down-Wirkung
Wirkstoff: Pyrethrine Verpackung: 1,0 l Flasche
wirkt sofort gegen resistente Stallfliegen
■ im Spritz- oder Streichverfahren
Wirkstoff: Azamethiphos
Verpackung: 1 kg Eimer
stoppt nachhaltig die Entwicklung der Fliegen
im belegten Stall einsetzbar
Wirkstoff: Cyromazin
Verpackung: 500 g Dose oder 3 kg Eimer
SCHAUMANN-CONTROL
SCHAUMANN-FLIEGENKÖDER-GRANULAT
wirkt sofort gegen alle fliegenden Schadinsekten
■ Langzeitwirkung im Spritz- oder Streichverfahren
Wirkstoff: Cypermethrin
Verpackung: 1.000 ml Flasche
hohe Wirksamkeit
neuartige Lockmittel und Fraß-Stimulanzien
Wirkstoff: Acetamiprid
Verpackung: 400 g Dose
Handsprühmittel (gebrauchsfertig)
■
Stallspritzmittel
■
Stallspritzmittel
SCHAUMANN-EFFEKT 4
Stallspritzmittel
Insektizid mit Köderwirkung
lang anhaltende Fliegenkontrolle (bis 4 Wochen)
■ Resistenzen sind nicht bekannt
Wirkstoff: Imidacloprid Verpackung: 500 g Dose
■
■
■
Larvizid zur Madenbekämpung
■
■
Fliegenködergranulat zum Auslegen
■
■
Biozide sicher verwenden! Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produkioninformationen lesen.
12
SCHWEINE 1 / 2015
SCHWEINE 1 / 2015
13
Schweine I Fütterung
Futter I Maisganzkornsilage
Fermentierung
Bonsilage GKS
Einsatz von Erbsen und
Ackerbohnen – geht das?
Maisganzkornsilage
Versuch der LfL Grub überzeugt
Vorteile, die überzeugen: Betriebe, die ihr Futter
fermentieren, berichten von besserer Schmackhaftigkeit des deutlich homogeneren Flüssigfutters, höheren täglichen Zunahmen oder
geringerem Futteraufwand in der Schweinemast.
Dass mit Bonsilage GKS die Qualität von Maisganzkornsilagen angehoben und eine verbesserte
Hygiene gewährleistet werden kann, bestätigen
neue Versuchsergebnisse der LfL Grub.
Dr. Ewald Kramer
Dr. Ewald Kramer
➤ Die Fermentierung von Futter wird intensiv diskutiert. Denn in
den meisten Fällen verbessert sich die Tiergesundheit so, dass viele
Betriebe inzwischen eine Investition in eine Fermentationsanlage in
Betracht ziehen.
In der Praxis kommen bei der Fermentation vor allem Getreidekomponenten, Proteinfutter wie etwa Sojaextraktionsschrot oder auch
industrielle Nebenprodukte zum Einsatz. Neuerdings setzen Betriebe auch auf Mischungen, basierend auf hofeigenem Getreide sowie
Rapsextraktionsschrot.
Die Vorgaben zum Greening der aktuellen EU-Agrarreform erfordern den vermehrten Anbau alternativer Kulturen.
In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass zukünftig
der Anbau alternativer Proteinfuttermittel wie zum Beispiel Erbsen
und Ackerbohnen zunehmen wird. Deshalb stellt sich die Frage,
ob diese Futtermittel auch in Rationen zur Fermentation problemlos eingesetzt werden können. In der ISF Schaumann Forschung
wurden aus diesem Grund Versuche mit Flüssigfuttermischungen
auf Basis von Getreide/Erbsenschrot sowie Getreide/Ackerbohnenschrot durchgeführt.
Versuch mit SchaumaLac Feed Protect
Getestet wurden folgende Mischungen: 50 % Weizen und 50 % Erbsenschrot sowie 80 % Weizen und Gerste mit 20 % Ackerbohnenschrot. Die Mischungen wurden auf einen TM-Gehalt von 25 % ein-
1 pH-Wert-Verlauf einer Mischung aus 50 % Weizen und 50 % Erbsenschrot
nach 12- und 24- stündiger Fermentation bei 37 °C
pH-Wet
gestellt und im Labormaßstab für 24 Stunden bei einer Temperatur
von 37 °C fermentiert.
Die Ergebnisse belegen klar, dass eine Fermentation mit unterschiedlichen Anteilen von Erbsen- oder Ackerbohnenschrot sehr gut
funktioniert. Der Zusatz von SchaumaLac Feed Protect führt dabei
zu einer deutlich schnelleren pH-Wert-Absenkung. Bereits nach 12
Stunden wird in der Mischung aus 50 % Weizen und 50 % Erbsen ein
pH-Wert von unter 4 erreicht, während der pH-Wert der Kontrolle
zur selben Zeit noch bei über 5 liegt (s. Darst. 1).
Die gleichen Tendenzen finden sich in der Variante aus 80 % Weizen
und Gerste mit 20 % Ackerbohnenschrot. Hier führt der Zusatz von
SchaumaLac Feed Protect nach 12 und 24 Stunden zu erheblich höheren Gehalten an Milchsäure. Diese erreichen 0,84 bzw. 1,22 % in
der Frischmasse im Vergleich zu 0,24 bzw. 0,87 % in der Frischmasse
bei der Kontrolle, wie Darstellung 2 bestätigt.
Eine schnelle Ansäuerung während der Fermentierung hat große Vorteile. Zum einen werden pH-empfindliche Mikroorganismen, so beispielsweise E. coli-Bakterien, effektiv zurückgedrängt. Es entstehen
weniger Substanzen wie Essigsäure und Ethanol, welche die Schmackhaftigkeit des Flüssigfutters verringern. Des Weiteren hat eine längere
Verweildauer bei tiefen pH-Werten einen positiven Einfluss auf die
Verfügbarkeit des nativ enthaltenen Phosphors. Im Ergebnis muss weniger Phosphor in anorganischer Form ergänzt werden.
Mit SchaumaLac Feed Protect gelingt eine effektive Fermentation
auch beim Einsatz alternativer Proteinfuttermittel wie Ackerbohnen- oder Erbsenschrot.
Fragen Sie Ihren Schaumann-Fachberater. Er unterstützt Sie gern in
allen Fragen zur Fermentation. ❚
6,5
6,0
2 Milchsäuregehalte einer Mischung aus 80 % Weizen
und Gerste und 20 % Ackerbohnenschrot nach 12- und
24- stündiger Fermentation bei 37 °C
Kontrolle
5,0
Milchsäure, % in der FM
1,4
1,2
1,0
0,8
0,6
0,4
0,24
0,2
4,5
4,0
SCHAUMALAC FEED PROTECT
3,5
5
14
10
15
Stunden
20
25
Kontrolle
SCHAUMALAC FEED PROTECT
1,22
0,84
0,87
Nachgewiesene Wirkung
Die pH-Werte der Maiskornsilagen mit 67 % Trockenmasse lagen
nach 90 Tagen bei 4,2 bis 4,5 und bei der mit 72 % Trockenmasse
bei 4,4. Durch die in Bonsilage GKS enthaltenen heterofermentativen Milchsäurebakterienstämme wird ein Teil der Milchsäure im Gärverlauf zu Essigsäure umgebaut. Wie Darstellung 1 zeigt, stellte sich
das für Bonsilage GKS charakteristische Gärsäuremuster in beiden
Versuchsgruppen ein.
Der Essigsäure-Gehalt konnte bei der behandelten Maisganzkornsilage (67 % TM) von 0,3 g pro kg TM auf 2,3 g pro kg TM erhöht werden. Auch bei der Versuchsgruppe mit 72 % Trockenmasse steigerte
sich der Gehalt an Essigsäure von 0,3 g pro kg TM auf 0,9 g pro kg TM.
Aufgrund des erhöhten Essigsäure-Gehalts wurde der Hefengehalt
sehr stark gehemmt (s. Darst. 2).
Variante
pH-Wert
Milchsäure
% i. d. TM
Essigsäure
% i. d. TM
Steigerung der
Essigsäure
67 %
Kontrolle
BONSILAGE GKS
4,2
4,5
0,37
0,19
0,03
0,23
7,6 fache
72 %
Kontrolle
BONSILAGE GKS
4,4
4,4
0,16
0,15
0,03
0,09
3 fache
TM
2 BONSILAGE GKS reduziert den Besatz an Hefen deutlich (Schäffler, 2014)
Hefen, KbE/g FM
10.000
Kontrolle
BONSILAGE GKS
1.000
100
10
1
67 % TM
72 % TM
Maisganzkornsilage nach 90 Tagen Silierdauer und 10 Tagen aerober
Lagerung: ASTA-Test (Schäffler, 2014)
Mit 67 % TM: Mit BONSILAGE GKS behandelt (links) und Kontrolle (rechts)
Aerobe Stabilität
Nach 90 Tagen Silierdauer und 10 Tagen aerober Lagerung wurden
die Proben zum Vergleich fotografiert. Bild 1 und 2 zeigen aussagekräftige Ergebnisse: Die Kontrolle war verschimmelt und mit Hefen
besetzt. Die mit Bonsilage GKS behandelten Varianten waren frei
von Schimmelspuren. Die mikrobiologische Untersuchung, bestätigte die sichtbaren und fotografisch dokumentierten Unterschiede.
Die Hefen-Gehalte der mit Bonsilage GKS behandelten Maiskornsilage mit 67 % Trockenmasse waren um praktisch zwei Zehnerpotenzen
niedriger als die Gehalte in den Kontrollsilos. Auch in der Silagegruppe mit 72 % Trockenmasse unterschieden sich die Hefenzahlen um
eine Zehnerpotenz (s. Darst. 2). Ebenfalls war nach Beendigung der
Prüfung auf aerobe Stabilität der Gehalt an Schimmelpilzen durch
den Einsatz des Siliermittels Bonsilage GKS tendenziell niedriger.
Mit 72 % TM: Mit BONSILAGE GKS behandelt (links) und Kontrolle (rechts)
Das Fazit
30
12 Stunden
➤ Die Verfütterung von qualitativ hochwertigen und hygienisch
einwandfreien Futtermitteln ist Voraussetzung für hohe Leistungen
der Tiere.
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Grub führte einen Versuch mit zwei Maisganzkornsilagen (mit 67 und 72 %
Trockenmasse) durch. In der Versuchsgruppe wurde das Siliermittel
Bonsilage GKS appliziert. Die Versuchssilos wurden gefüllt und 90
Tage gelagert. In der Kontrollgruppe blieb die Behandlung der Silagen mit einem Siliermittel aus.
1 Gärparameter der Maisganzkornsilagen nach 90 Tagen anaerober Lagerung
(Schäffler, 2014)
24 Stunden
SCHWEINE 1 / 2015
Bonsilage GKS optimiert den Gärprozess im Vergleich zu unbehandelten Silagen deutlich. Die im Zeitverlauf einsetzende Essigsäure-Bildung hemmt Hefen und Schimmel und steigert die aerobe Stabilität. ❚
SCHWEINE 1 / 2015
15
Schweine I Fütterung
SchaumaCid
Futtersäuren
stark in der Aufzucht und Mast
Spezielle Säurekombinationen hemmen auf biologischem Weg
Schaderreger im Futter und fördern nachhaltig die Leistung.
Schaumann-Futtersäuren sind auf Einsatzverfahren und Produktionsstufen genau abgestimmt.
Dipl.-Ing. agr. Tim-Ove Kuhlmann
➤ In schweinehaltenden Betrieben werden verschiedenste organische Säuren und deren Kombinationen eingesetzt. Ziel ist es, die
Leistung der Tiere zu steigern und die Futterhygiene zu verbessern.
Die Wirkung der unterschiedlichen Säuren wie Ameisen-, Propion-,
Milch-, Benzoe- oder mittelkettige Fettsäuren ist jedoch unterschiedlich stark.
Auch in Form und Wirkungsort unterscheiden sich die Säuren voneinander. Kombinationen einzelner Säuren decken das Wirkungsfeld
am besten ab. Ausgewogene Säuremischungen ermöglichen die Reduzierung der Einsatzmengen der einzelnen Säuren durch Nutzung
synergetischer Effekte.
Die leistungssteigernde Wirkung organischer Säuren beruht auf
mehreren Faktoren. Dazu gehören eine Verbesserung der Futterhygiene, die Absenkung des pH-Werts im Magen, eine verringerte
Invasionsrate spezifischer Keime, eine erhöhte Enzym-Aktivität mit
positiver Entwicklung des Darmgewebes und eine höhere Nährstoff verwertung.
Das SchaumaCid-Programm bietet Spezialsäuren für alle Einsatzbereiche bei Ferkeln, Sauen und Mastschweinen. Die Konservierung
und Verbesserung der Hygiene der Futtermittel durch den Säureeinsatz schaff t optimale Voraussetzungen für eine leistungsstarke
Produktion. Organische Säuren entfalten ihre keimreduzierende
Wirkung nicht nur direkt im Futter sondern auch im Magen-DarmTrakt der Tiere. Somit werden Schadkeime wie Bakterien und Pilze
sofort eingedämmt und gelangen gar nicht erst in den Tierkörper.
Schutz für Ferkel und Sauen durch SchaumaCid Protect
Nach dem Absetzen der Ferkel kann das Niveau der Milchsäure-Versorgung sinken. Eine Säuremischung wie SchaumaCid Protect, die
dem Milchsäure-Bedarf des Ferkels entspricht, sichert die energetische Versorgung und damit die Aktivität der Darmzellen.
SCHAUMACID-Futtersäuren
sichern hohe Leistungen
SCHAUMACID-Futtersäuren
■ Hygienisieren das Futter
16
Der durch die Fütterungsumstellung hervorgerufene Stress wird
deutlich reduziert. Die schmackhafte Milchsäure fördert die Futteraufnahme (CCM-Effekt). Der pH-Wert im Magen sinkt. Ein niedriger
pH-Wert im Magen ist essenziell für die Protein-Verdaulichkeit. Das
dafür zuständige Enzym Pepsin wird bei einem pH-Wert von 2 rasch
aktiviert. Bei einem erhöhten pH-Wert von über 4 erfolgt dies nur
sehr langsam. Die Umwandlung von Pepsinogen in Pepsin erfordert
einen pH-Wert von unter 5. Die Ausstattung der Säurekombination
SchaumaCid Protect mit Ameisen-, Milch-, Propion-, Zitronen- und
Sorbinsäure hat sich speziell in der Ferkelaufzucht hinsichtlich Gesunderhaltung und Leistungsstabilisierung bewährt.
Auch in der Sauenfütterung empfiehlt sich die Kombination von
Milchsäure mit weiteren Säuren. Die Sauen nehmen mehr Futter auf,
sind vitaler und ihre Milchleistung steigt. Durchfälle und die damit
einhergehende E. coli-Ausscheidung lassen sich deutlich senken.
Somit werden Saug- und Absetzferkel besser vor Infektionen geschützt und ihre Tageszunahmen steigen.
Spezielle Ansprüche beim Mastfutter – SchaumaCid M
Zur Durchfallprophylaxe bei Mastschweinen wurde die Säurekombination SchaumaCid M entwickelt. Der hohe Anteil an Ameisensäure
sowie die enthaltene Propion- und Milchsäure hemmen schädigende Keime und entlasten das Immunsystem. Pathogenen Keimen wie
etwa E. coli wird das Nährstoffsubstrat entzogen. Das beugt Verdauungsstörungen vor.
Enthält die Ration große Mengen an CCM, muss die Auswahl der
Säuremischung darauf abgestimmt werden. Deshalb ist eine Kombination mit den Hauptbestandteilen Ameisen- und Propionsäure
sinnvoll. Sie ergänzt den natürlichen Gehalt an Milchsäure optimal.
Die sofortige Wirkung und dauerhafte Minimierung der Schadkeime
sowie die effektive Verminderung der Invasionsrate von Salmonellen im Darmtrakt sorgen für Hygienesicherheit in der Mast.
Schaumann-Säurekombinationen für alle Produktionsstufen
Das SchaumaCid-Programm bietet Spezialsäuren für den Einsatz bei
Ferkeln, Sauen, Mastschweinen und Geflügel sowie zur Flüssigfutterund Tränkewasserhygiene. Hoch wirkungsvolle Kombinationen aus
organischen Säuren weisen eine stark antibakterielle Wirkung und
gute Verträglichkeit auf.
Die Produktreihe SchaumaCid Protect Granulat ist mit hochwirksamen mittelkettigen Fettsäuren ausgestattet.
Für spezielle Anwendungen stehen weitere Säuremischungen zur
Verfügung. Fragen Sie Ihren Schaumann-Fachberater. ❚
SCHAUMACID PROTECT Granulat
Die einzigartige Säurekombination mit hohem Anteil an
mittelkettigen Fettsäuren für hohe Flexibilität im Einsatz.
Das Ergebnis: Effektive Hemmwirkung gegen grampositiveund gramnegative Bakterien
Einsatzmengen von SCHAUMACID PROTECT Granulat
■
Senken den pH-Wert
■
Wirken antimikrobiell auf Schadkeime
Ferkel
0,5 - 1,0 %
■
Optimieren die Magen-Darmflora
Sauen
0,3 - 0,7 %
■
Erhöhen die Enzym-Aktivität
Verbessern die Nährstoff verwertung
Mastschweine
0,3 - 0,5 %
■
Geflügel
0,3 - 0,5 %
SCHWEINE 1 / 2015