Hoffen – Scheitern – Weiterleben: Enttäuschung als historische

Hoffen – Scheitern – Weiterleben: Enttäuschung als historische
Erfahrung in Deutschland im 20. Jahrhundert
Konferenz am Institut für Zeitgeschichte, München, 28.-30.9.2015
Vorläufiges Programm
Montag, 28. September
Panel 1: Gefühlsregime und politische Sprache
Chair: Pascal Eitler (Berlin)
Anna Ullrich (München): Emotionale Abwehr – Gefühlsmanagement und Antisemitismus 1914-1938
Michaela Fenske (Göttingen): Unbeherrscht: Gefühle als Appellations- und
Legitimationsstrategie in Bürgerbriefen
Philipp Nielsen (Berlin): Korrekte Gefühle. Emotionsmanagement in
parlamentarischen Debatten
Matthias Kuhnert (München): Solidarität statt Mitleid. Humanitäre NGOs und die
Aushandlung emotionaler Stile
Abendvortrag:
Detlef Siegfried (Kopenhagen): Ist die Hoffnung immer jung? Aufbrüche, Erwartungen und Enttäuschungen als emotionale Muster von Lebensphasen im 20.
Jahrhundert
Dienstag, 29. September
Panel 2: Erwartungs- und Erfahrungsgemeinschaften
Chair: Paula Villa (München)
Christian Helm (Hannover): Auf der Suche nach der Revolution: westdeutsche
Solidaritätsbewegungen für Chile und Nicaragua
Isabel Heinemann (Münster): Zerfallende Familien, uneinlösbare Erwartungen?
Familienzusammenhalt im Zeitalter der Vereinzelung
Carla Assmann (München): Paradise lost: Utopieverlust und Schuldzuweisungen bei
Großwohnsiedlungen
Belinda Davis (New Jersey/USA): After “Revolution”: Big Changes in Ideas of How
Big Change Takes Place in the West German 1960s-80s
Panel 3: Emotionale Entfremdung in der Systemkonkurrenz
Chair: Thomas Mergel (Berlin)
Caroline Garrido (Rennes/Potsdam): Sich einen neuen Raum aneignen: Emotionale
Folgen des Mauerbaus in Ost- und Westberlin in den 1960er Jahren
Carlos Sanz Díaz (Madrid): Entzauberung der Demokratie? Erfahrungen spanischer
ArbeitsmigrantInnen in der Bundesrepublik
Bernhard Gotto (München): Du willst es doch auch! Gemeinschaftlichkeit und Enttäuschung in der westdeutschen Demokratie
Martin Sabrow (Potsdam): Erich Honecker – Vom Hoffnungsträger zum Symbol der
Enttäuschung
Mittwoch, 30. September
Panel 4: Historische Brüche und biografische Erwartungstransformationen
Chair: Volker Depkat (Regensburg)
Sebastian Rojek (München): Geschichtspolitik als Umgang mit Enttäuschung
Aribert Reimann (Köln): Biedermänner oder Brandstifter? Hoffnungen und Enttäuschungen der Protestgeneration in den 1960er und 1970er Jahren
Konrad Sziedat (München): Umbrüche „nach dem Boom“ in den Lebenswegen westdeutscher Linker
Detlef Pollack (Münster): Eine Generation der Enttäuschten? Ostdeutsche WendeErfahrungen