1. Ausgabe 2015 - Landesvereinigung für Gesundheitsförderung

1. Ausgabe – März 2015
INHALT
* Informationen aus der
Geschäftsstelle
Seite 1
* Gesundheitspolitik und Gesundheitsförderung
Seite 2
* Gesundheitliche Chancengleichheit
Seite 3
* Qualität in der Gesundheitsförderung Seite 4
* Setting Kommune
Seite 7
* Setting Kita
Seite 8
* Setting Schule
Seite 10
* Gesundes Altern
Seite 11
* Setting Arbeitswelt
Seite 11
* Berichte und Informationen
Seite 12
* Termine
Seite 13
Liebe Mitglieder der LVG,
liebe Kooperationspartnerinnen und –partner,
sehr geehrte Damen und Herren,
sich mehr bewegen, gesünder essen, mehr
Zeit mit der Familie und / oder mit Freunden
verbringen … wer kennt sie nicht, die „guten
Vorsätze für das neue Jahr“? Im Privaten und
im Geschäftlichen, Jeder hat so seine Pläne.
Die ersten drei Monate sind nun schon wieder
Vergangenheit. Ein intensives und bewegtes
erstes Quartal 2015 für unsere Landesvereinigung. Neben der Vernetzungsarbeit innerhalb
des Aktionsbündnisses für Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, den Vorbereitungen
zum 16. Kindergartentag MV und vielen anderen Aufgaben hat die LVG mit der Einführung
eines Qualitätsmanagementsystem für die „Beratung und Schulung sowie das Projekt- und
Netzwerkmanagement in der Gesundheitsförderung“ bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht. Im Zuge des Audits konnten die Normanforderungen nach DIN EN ISO 9001:2008
uneingeschränkt bestätigt werden, so dass die
Zertifizierung durch die akkreditierte Agentur
PiBuG cert UG erfolgreich abgeschlossen
wurde. Die Qualität ist, wie vorgesehen, ins
Zentrum der LVG-Aktivitäten gerückt, was
auch Partnern eine gewisse Orientierung ermöglicht(e). So konnte die LVG in einen konstruktiven Dialog zur Optimierung der
Setting-Arbeit in Kindertagesstätten und Schulen mit der Techniker Krankenkasse eintreten.
Der Austausch führte im Ergebnis dazu, dass
die Arbeit in den vorgenannten Lebenswelten
perspektivisch eine neue Qualität erfahren soll.
Mit Unterzeichnung eines Dienstleistungsvertrages ermöglicht die Techniker Krankenkasse
eine Koordinierung von gesundheitsfördernden
und präventiven Maßnahmen durch die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung. Ein
Meilenstein in der 25-jährigen Geschichte der
LVG, der belegt, dass wir Fahrt aufgenommen
haben, oder, um es mit den Worten von Albert
Einstein zu sagen: „Life is like riding a bicycle.
To keep your balance, you must keep moving.”
Die LVG ist in Bewegung!
In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen eine
spannende Lektüre und ein frohes Osterfest!
Andreas Szur
Informationen aus
der Geschäftsstelle
Zuwachs im Team der LVG
Erfreuliche Nachrichten aus der LVGGeschäftsstelle: Wir haben „Nachwuchs“ bekommen! Zum 1. April haben zwei neue Kolleginnen ihre Arbeit bei uns aufgenommen und
vergrößern und unterstützen so das bisherige
Team. Beide Damen kennen die LVG aus ihrer
Zeit als Praktikantinnen schon sehr gut und der
Eine oder Andere hat sicherlich schon mit
ihnen zu tun gehabt.
Judith Veit wird zukünftig in der Koordinierungsstelle „Gesundheitliche Chancengleichheit" tätig sein und dort vor allem die Weiterentwicklung der Themenreihe Kommunale Gesundheitsförderung sowie die Zusammenarbeit
mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg begleiten.
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
Angela Dörr wird als Projektkoordinatorin ein
neues Projekt betreuen, das die LVG in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse anbietet (s. u.). Es beschäftigt sich mit dem Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen in Kindertageseinrichtungen und Schulen in unserem Land und ist zunächst bis Ende 2016 befristet.
Das Team der Geschäftsstelle freut sich auf
die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen.
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überhaupt entstehen. Deshalb müssen wir die
Umgebung, in der wir leben, lernen und arbeiten, so gestalten, dass sie die Gesundheit unterstützt – in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim. Mit dem Präventionsgesetz gehen wir jetzt einen wichtigen Schritt
hin zu mehr Gesundheitsförderung. Dazu gehört auch, den Impfschutz zu verbessern. Wir
müssen
künftig
alle
GesundheitsRoutineuntersuchungen nutzen, um den Impfschutz zu überprüfen. Und bei der Aufnahme
in die Kita muss ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. In den
parlamentarischen Beratungen zum Präventionsgesetz müssen alle Möglichkeiten auf den
Tisch, die dazu beitragen, dass mehr Kinder
und Erwachsene gegen gefährliche Infektionskrankheiten geschützt sind. Wir brauchen eine
offene Debatte ohne Scheuklappen. Denn wer
leichtfertig eine Impfung ablehnt, gefährdet
auch die, die aus gesundheitlichen Gründen
nicht geimpft werden können."
Herzlich Willkommen in der „LVG-Familie“ und
viel Erfolg und Spaß bei uns!
Charlotte Lazarus
Für das Team der Geschäftsstelle
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Prozesse begleiten + Strukturen aufbauen
= Gesundheit fördern!
Was lange währt, wird endlich gut: Nach einer
gut achtmonatigen Entwicklungszeit ist es endlich soweit, die LVG kann ihr neuestes Projekt
vorstellen. In Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse werden wir Kindertageseinrichtungen und Schulen intensiv beim Aufbau
gesundheitsförderlicher Strukturen beraten und
unterstützen. Im Gegensatz zu bisherigen Programmen werden die Einrichtungen über die
gesamte Projektlaufzeit prozessorientiert begleitet. Für die Teilnehmenden bedeutet dies
nicht nur, dass sie einmalig mit Maßnahmen
„versorgt“ werden, sondern sich im Rahmen
der angeleiteten Organisationsentwicklung mit
der Gestaltung gesundheitsförderlicher Prozesse und Verhältnisse beschäftigen. Dieser
Ansatz, der auch die benötigte Unterstützung
beim Aufbau lokaler Netzwerke zur Verfügung
stellt, soll so zu einer langfristigen gesundheitsförderlichen Lebens- und Lernumwelt führen, die auch über das Ende der begleiteten
Phase hinaus wirksam ist und weiterentwickelt
wird.
In Kürze werden auf der Internetseite der LVG
weitere Informationen zu finden sein.
Das Präventionsgesetz verbessert die Grundlagen dafür, dass Prävention und Gesundheitsförderung in jedem Lebensalter und in allen
Lebensbereichen als gemeinsame Aufgabe
der Sozialversicherungsträger und der Akteure
in Ländern und Kommunen gestaltet werden.
Darüber hinaus sollen betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz enger verknüpft, die Früherkennungsuntersuchungen
fortentwickelt und das Impfwesen gefördert
werden.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
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Die Verbesserungen des Präventionsgesetzes im Einzelnen
Der Gesetzentwurf setzt auf die zielgerichtete
Zusammenarbeit der Präventionsakteure: Neben der gesetzlichen Krankenversicherung sollen auch die gesetzliche Rentenversicherung
und die gesetzliche Unfallversicherung sowie
die Soziale Pflegeversicherung, die erstmals
eine Präventionsaufgabe erhält, eingebunden
werden.
In einer Nationalen Präventionskonferenz definieren Sozialversicherungsträger unter Beteiligung des Bundes, der Länder, der Kommunalen Spitzenverbände und der Sozialpartner
gemeinsame Ziele und verständigen sich auf
ein gemeinsames Vorgehen. Dadurch sollen
die vielfältigen Ansätze in der Prävention und
Gesundheitsförderung gebündelt und abgestimmt bei den Menschen vor Ort ankommen.
Die Unternehmen der privaten Kranken- und
Pflegeversicherung erhalten bei entsprechender finanzieller Beteiligung die Möglichkeit, als
gleichwertige Mitglieder in der Nationalen Präventionskonferenz Verantwortung zu übernehmen.
Charlotte Lazarus
Für das Team der Geschäftsstelle
Gesundheitspolitik
und Gesundheitsförderung
Präventionsgesetz im Bundestag
Der Bundestag hat am 20. März 2015 in erster
Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der Gesundheitsförderung
und der Prävention beraten.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe:
"Ziel ist, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
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unter dem Motto „Gesundheit gemeinsam verantworten“ sein 20. Jubiläum.
Es war nicht vorher abzusehen, dass aus einer
Studentenbewegung die größte deutschlandweite Public Health Veranstaltung hervorgehen
würde. 2 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
konnten sich in diesem Jahr in 100 Veranstaltungen, einer Fotoausstellung und einer begleitenden Messe informieren und aktiv beteiligen.
Die jährlich zunehmende Anzahl der Gäste
verdeutlicht den relevanten Zusammenhang
zwischen Armut und Gesundheit, sowie den
daraus entstehenden Diskussions- und Handlungsbedarfs.
Nach der Eröffnung und dem Grußwort von
Prof. Dr. Christian Thomsen (Präsident der
Technischen Universität) und Dr. Heidrun
Thaiss (Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) folgten die Impulsvorträge von Prof. Dr. Ilona Kickbusch (Graduate Institute of International and Development
Studies, Geneva) und Prof. Dr. Rolf Rosenbrock (Vorstandsvorsitzender
Paritätischer
Gesamtverband und Gesundheit BerlinBrandenburg e. V.). Im Anschluss konnten die
TeilnehmerInnen ihre gewählten Workshops
besuchen.
Der Kongress endete mit verschiedenen Podiumsbeiträgen und einer anschließenden Publikumsdiskussion, die vorwiegend die möglichen
Vorteile aber auch die Kritikpunkte des vorliegenden Entwurfes zum Präventionsgesetz
thematisierten. Neben zahlreich auftretenden
Fragen, die sich beispielsweise auf das Finanzierungsmodell oder auf die Rolle der BZgA
bezogen, konnte dabei unter anderem die Orientierung an den Lebenswelten gelobt werden.
Ein Schwerpunkt des Präventionsgesetzes ist
die Förderung der Prävention im Betrieb. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sollen in den Fokus der Leistungen
der Krankenkassen rücken. Mit einem Mehr an
Leistungen – verbunden mit der Verbesserung
der Beratung und Unterstützung sowie einer
engeren Verknüpfung mit dem Arbeitsschutz –
sollen deutlich mehr Unternehmen mit Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erreicht werden.
Die Leistungen der Krankenkassen zur Prävention und Gesundheitsförderung sollen mehr
als verdoppelt werden. Dazu soll der derzeitige
Ausgabenrichtwert von 3,09 Euro auf 7 Euro
angehoben werden, so dass die Krankenkassen künftig jährlich mindestens rund 490 Millionen Euro in Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention investieren. Mit den
Leistungen der Pflegekassen von rund 21 Millionen Euro für die Unterstützung gesundheitsförderlicher Verhältnisse in den Pflegeeinrichtungen stehen damit zukünftig insgesamt jährlich etwa 511 Millionen Euro der Kranken- und
Pflegekassen für primärpräventive und gesundheitsfördernde Leistungen bereit.
Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden zu
präventionsorientierten Gesundheitsuntersuchungen weiterentwickelt. Künftig soll ein stärkeres Augenmerk auf individuelle Belastungen
und Risikofaktoren gelegt werden, die zu einer
Krankheit führen können. Dazu gehört auch
die Überprüfung und Beratung zum Impfstatus.
Eltern und andere Sorgeberechtigte sollen sich
vor der Erstaufnahme ihres Kindes in die Kita
in Fragen des Impfschutzes ärztlich beraten
lassen.
Für Versicherte mit besonderen beruflichen
oder familiären Belastungen sind Erleichterungen vorgesehen. So sollen bspw. Beschäftigte
in Schichtarbeit oder pflegende Angehörige
Präventionsangebote in Zukunft leichter in Anspruch nehmen können. Um den Anreiz hierfür
zu stärken, soll die Obergrenze des täglichen
Krankenkassenzuschusses von bisher 13 Euro
auf 16 Euro für Versicherte sowie von 21 Euro
auf 25 Euro für chronisch kranke Kleinkinder
erhöht werden.
Kristin Mielke, Judith Veit
Projektassistentinnen der LVG MV
--------------------------------------------------------„Verknüpfung von Maßnahmen
der Arbeits- und Gesundheitsförderung
im Setting“
Im September 2014 startete in MecklenburgVorpommern das Modellprojekt „Verknüpfung
von Maßnahmen der Arbeits- und Gesundheitsförderung im Setting“. Es handelt sich dabei um ein bundesweites Projekt des GKVSpitzenverbandes und der Bundesagentur für
Arbeit, welches an sechs Modellstandorten
durchgeführt wird. Ziel des Programms ist es,
Zugangswege für die Erreichung der schwierigen Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen zu erproben und über die verbesserte Inanspruchnahme von Präventionsprogrammen die Gesundheit der Zielgruppe nachhaltig zu fördern.
Auch die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV e. V. ist über die Organisation
von Gesundheits- und Informationstagen in
das Projekt involviert.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
Gesundheitliche Chancengleichheit
Gesundheit Gemeinsam Verantworten –
20. Kongress Armut und Gesundheit 2015
Am 5. und 6. März 2015 fand der Kongress
Armut und Gesundheit an der Technischen
Universität Berlin statt. Der Kongress feierte
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
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Zuckerzusatz süß?“. Durch die Verkostung von
Brotaufstrichen und Gemüsesäften wurde den
Teilnehmenden eine Anregung gegeben, wie
man sich gesund, aber dennoch preiswert ernähren kann.
Im zweiten Workshop wurde die kleine Gruppe
dann sportlich aktiv. Der Müritzsportclub Waren leitete die TeilnehmerInnen zu rhythmischer Musik bei Übungen an, welche die Rückengesundheit fördern und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Es wurde gezeigt, wie
man in die Bewegungsübungen beispielsweise
Tücher oder Bälle als einfache, aber unterstützende Hilfsmittel einbinden kann.
Abschließend fand eine kurze Evaluation zu
verschiedenen Aspekten statt. Diese Bewertung konnte jedoch nur mit einem Drittel der
Teilnehmenden durchgeführt werden, da nicht
alle die Veranstaltung beendeten. Die verbliebenen TeilnehmerInnen bewerteten den Informationstag jedoch positiv und gaben an, dass
sie nützliche Informationen erhielten, um ihr
Gesundheitsverhalten zu verbessern.
Am 20.01.2015 fand das 2. Steuerungstreffen
in Waren (Müritz) statt, an dem Vertreter der
an dem Projekt beteiligten Institutionen teilnahmen. Es wurde ein Überblick über den aktuellen Stand des Modellprojektes in Mecklenburg-Vorpommern gegeben und die weitere
Vorgehensweise festgelegt. Darüber hinaus
nahm man das Treffen zum Anlass, die bisherigen Ergebnisse zusammenzufassen.
An einigen Projektstandorten in der Modellregion „Mecklenburgische Seenplatte Nord“ wurden bereits „Fit for life“-Workshops für Langzeitarbeitslose durchgeführt. Die Teilnehmenden gaben durchweg positives Feedback, jedoch nahmen bisher weniger Erwerbslose als
erhofft das Programm in Anspruch. Die Teilnahme am Programm ist grundsätzlich freiwillig. Deshalb wurden bei dem Steuerungstreffen
unter anderem Ideen zusammengetragen, wie
man die Zielgruppe stärker für die Programme
motivieren kann.
Informationstag in Moltzow
Über längere Zeit erwerbslose Menschen sind
in ihrer Gesundheit häufig stark beeinträchtigt.
Zahlreiche Studien belegen zum Beispiel, dass
sie vermehrt unter chronischen Erkrankungen
leiden und verschreibungspflichtige Medikamente erhalten sowie häufiger im Krankenhaus
behandelt werden. Die gesundheitlichen Belastungen führen wiederum dazu, dass die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zusätzlich erschwert wird.
Das o. g. Modellprojekt soll dazu beitragen,
dieser Problematik entgegenzuwirken. Die
LVG MV wurde mit der Vorbereitung, organisatorischen Betreuung und Evaluation von Informations- und Gesundheitstagen beauftragt, die
im Rahmen des Modellprojektes an vier Projektstandorten durchgeführt werden.
Am 27.01.2015 fand die erste Veranstaltung in
Moltzow statt. Bei den bereits durchgeführten
Veranstaltungen des Programms „Fit for Life“
wurde durch die Rückmeldungen der Teilnehmenden festgestellt, dass sich die Zielgruppe
ausführliche Informationen zu den Themenschwerpunkten Ernährung und Bewegung/
Rückengesundheit wünschen, die zudem ein
großes Potential für den individuellen Gesundheitsgewinn darstellen. Aufgrund dessen wurden diese Themen beim Informationstag aufgegriffen. Die Workshops wurden von lokalen
Präventionspartnern durchgeführt, um deren
Angebote in das Modellprojekt zu integrieren.
Die Verbraucherzentrale des Landes informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und
motivierte im ersten Workshop, sich bewusst
und kritisch mit dem Thema Lebensmitteleinkauf auseinanderzusetzen. Es wurden viele
Fragen geklärt, die beim Einkauf im Supermarkt aufkommen können, z. B. „Was bedeutet
E 363?“ oder „Warum sind Schokoküsse ohne
Antje Paarmann,
Projektassistentin
Qualität in der
Gesundheitsförderung
Praxisdatenbank
Gesundheitliche Chancengleichheit
Die Praxisdatenbank Gesundheitliche Chancengleichheit bietet die größte bundesweite
Übersicht von Aktivitäten in der Gesundheitsförderung, die sich insbesondere an Menschen
in schwieriger sozialer Lage richten. Eine Vielzahl an Angeboten macht auf diese Weise ihre
Arbeit einer breiten Öffentlichkeit aus Praxis,
Wissenschaft und Entscheidungsträgern deutlich.
Um die Online-Datenbank weiterhin als attraktives Angebot zu gestalten, wurde sie aktualisiert und erweitert und steht nun mit neuen
Funktionen und vereinfachter Handhabung unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/praxisdatenbank kostenlos zur Verfügung.
Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren gesundheitsförderlichen Angeboten kostenfrei in
die Praxisdatenbank einzutragen. Sie können
Ihr Angebot öffentlich darstellen und die eigene
Arbeit anhand der Kriterien Guter Praxis reflektieren. Bereichern Sie die Datenbank mit Ihren
Erfahrungen und treten sie mit anderen AkteurInnen aus der Praxis in Kontakt. Im Zuge einer inhaltlichen Erweiterung werden auch Angebote für die Gruppe der älteren Menschen
stärker in die Praxisdatenbank integriert.
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
Weitere Informationen und eine kurze Vorstellung der Funktionen der Praxisdatenbank finden Sie im Infoblatt-Praxisdatenbank.
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Die Qualitätssicherung in der gesundheitsfördernden Arbeit will Schwachstellen in den Einrichtungen oder Institutionen nicht nur aufdecken. Sie wird vielmehr langfristig den Erfolg
von Projekten und Maßnahmen sichern. Die
Erfahrungen der LVG MV belegen einen großen Informationsbedarf im Hinblick auf die
Umsetzung eines systematischen Qualitätsmanagements sowie der damit verbundenen
Auswahl geeigneter Methoden und Instrumente, obwohl den Akteuren in diesem Bereich die
Grundlagen und die Bedeutung des Qualitätsmanagements in der Regel bekannt sind.
Gesundheitsförderung in Lebenswelten –
Entwicklung und Sicherung von Qualität
Das von der BZgA geförderte Projekt wurde
zum 28. Februar 2015 beendet. Die Projektergebnisse wurden in einem Abschlussbericht
zusammengefasst und werden veröffentlicht.
Mittlerweile ist das Angebot von Verfahren und
Instrumenten der Qualitätssicherung jedoch
nicht nur für die Nutzer, sondern auch für die
Entscheidungsträger und Fördermittelgeber
unübersichtlich geworden. Der Erfolg von qualitativ hochwertigen gesundheitsfördernden
Angeboten in den Kommunen, gerade in der
Arbeit mit vulnerablen Zielgruppen, hängt jedoch stark vom Engagement der Akteure, ihrer
Motivation und ihren Fähigkeiten ab. Zahlreiche Akteure stehen vor der Frage, welche Verfahren und Instrumente für ihre Maßnahmen
sinnvoll und hilfreich sind.
Die im Rahmen des von der BZgA geförderten
Projektes „Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Qualität entwickeln und sichern“ erstellte Arbeit zeigt zum einen auf, welche Erfahrungen mit Qualitätssicherungsverfahren
und -instrumenten in der kommunalen Gesundheitsförderung in MV bereits vorliegen.
Zum anderen wurden vor dem Hintergrund
jahrelanger Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kommunen im Land vier Qualitätsdimensionen schwerpunktmäßig ausgewählt. Es
wird gezeigt, wie mithilfe von „einfachen“ Instrumenten bzw. Maßnahmen ein hohes Qualitätsniveau in diesem Versorgungsbereich gesichert werden kann.
Die Entwicklung und Sicherung von Qualität in
der Gesundheitsförderung spielt eine immer
wichtigere Rolle. Die Forderungen wurden gestellt, nachdem in den letzten Jahren der Bedarf, die Zielgruppen, die Inhalte, die Methodik
und nicht zuletzt die Wirksamkeit von Gesundheitsförderung kontrovers diskutiert wurde. In
diesem Zusammenhang wurde insbesondere
die personelle und materielle Ausstattung von
Einrichtungen und Institutionen hinterfragt. Ein
weiterer Grund liegt ebenso nahe: die Projekte
betreffen teilweise eine große Bevölkerungsgruppe und beziehen sich auf die persönliche
und individuelle Ebene. Es ist unverzichtbar,
dass die angewendeten Methoden und Verfahren nachprüfbar keinen Schaden anrichten und
nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimale Hilfe gewähren. Darüber
hinaus werden für Projekte der Gesundheitsförderung gesellschaftliche Ressourcen genutzt, wodurch gegenüber der Gesellschaft eine „Pflicht zur Qualität“ besteht, indem alle Mittel mit höchster Effektivität und unter angemessener Kosten-Nutzen-Relation eingesetzt
werden. Daraus ergibt sich aber auch, dass die
Einführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen Ängste und Widerstand bei den Akteuren
der Gesundheitsförderung hervorrufen. Die
Beschäftigten sehen hinter der Frage nach der
Qualität der eigenen Arbeit nicht nur sinnvolle
Verbesserungspotenziale, sondern auch Einspar- und Rationalisierungsmaßnahmen.
Beginnend mit der Gesundheitsberichterstattung, die die Grundlage für eine qualitätsgesicherte Arbeit in der Gesundheitsförderung darstellt, werden dann adäquate Schulungsangebote für kommunale Akteure vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt betrachtet die qualitätsgesicherte Arbeit von Organisationen und
Institutionen. Insbesondere die Strukturen einer Einrichtung haben Auswirkungen auf die
Prozess- und Ergebnisqualität. Die LVG MV
stellte sich als Institution einem Qualitätsaudit
nach ISO 9000ff. und gibt einen ersten bewertenden Rückblick in Bezug auf die so vorgenommene qualitätsorientierte Organisationsentwicklung. Im letzten Schwerpunkt werden
Anregungen für den regelmäßigen fachlichen
und persönlichen Austausch gegeben und die
Plattform inforo online als Instrument für die
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
tägliche Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung vorgestellt.
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destens eine Meinung aus jedem Landkreis
und den beiden kreisfreien Städten einzuholen.
Auch landesübergreifend konnte das Interesse
an einer Beurteilung der Themenreihe geweckt
werden. So wurden Teil I und II ebenfalls von
einem Akteur aus Berlin bewertet.
Die Anzahl der Teilnehmenden lässt zwar keine repräsentative Studie zu, jedoch sind die
wesentlichsten Settings und Zielgruppen der
Gesundheitsförderung durch die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Mitwirkenden angesprochen und abgedeckt. Eine flächendeckende
und bereichsübergreifende Sichtweise ist damit im kleinen Format sichergestellt.
Die engagierten Damen und Herren erklärten
sich zur Arbeit mit der bisherigen Themenreihe
bereit und füllten diesbezüglich einen zuvor erstellten Fragebogen aus, der gleichermaßen
ihre Meinung als Leser und als Experte zum
Ausdruck bringt.
Hierfür gilt ihnen ein großer Dank!
Die Ausführungen machen deutlich, dass es im
Bereich Gesundheitsförderung eines Paradigmenwechsels bedarf. Die derzeitigen kommunalen Ansätze werden einer umfassenden und
integrierten sowie integrierenden Gesundheitsförderungspolitik (noch) nicht gerecht. Die hier
dargelegten Inhalte basieren auf den täglichen
Erfahrungen der Akteure vor Ort im Bereich
der Gesundheitsförderung und stellen somit
eine Grundlage für die (Weiter-)Entwicklung
der Gesundheitsförderungspolitik dar.
Die Empfehlungen der Praktiker sollten mit
einbezogen werden und nicht einer traditionell
gewachsenen Struktur- und Finanzierungsverantwortung verschiedener Akteure zum Opfer
fallen. Der Bereich der Gesundheitsförderung
bietet sich geradezu an, die traditionelle sektorenübergreifende Trennung zu überwinden.
Unterstützt wird der Ansatz „Health in all policies“, der eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik, die alle Lebensbereiche und Politikfelder berücksichtigt und dabei dem Erhalt und
der Förderung von Ressourcen besondere Beachtung schenkt. Bereits bestehende erfolgreiche Ansätze in Betrieben, Schulen, Kindertagesstätten und Wohnquartieren sollten weiter
ausgebaut und verstetigt werden.
Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, hierfür die
entsprechenden
Rahmenbedingungen
zu
schaffen.
Die Verständlichkeit, Vollständigkeit und der
Umfang von Teil I und II wurden anhand eines
Schulnotensystems durchschnittlich mit gut
bewertet. Durch die Auswertung der Fragebögen wurden im Rahmen dieser Punkte Ideen
und Verbesserungsvorschläge bekannt, die auf
oben genannter Veranstaltung erweitert wurden. An der Umsetzung dieser effektiven Anmerkungen wird derzeit gearbeitet.
Die Inhalte der Themenreihe konnten dennoch
so aufbereitet werden, dass sie für die Befragten bereits bestehende Ansichten bestätigten,
bekanntes Wissen auffrischten und neue Erkenntnisse zuließen. Sogar die Motivation für
eine Zusammenarbeit mit den regionalen Beauftragten für die Gesundheitsförderung konnte im Einzelfall erhöht werden. Demnach ist
Teil I und II der Themenreihe für den Wissenserwerb,
die
Wissensauffrischung
und
–erweiterung geeignet und spricht dabei Interessierte und Laien ebenso an wie Berufseinsteiger und jahrelange Akteure der Gesundheitsförderung.
Kerstin Hintze
LVG MV
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Themenreihe Kommunale Gesundheitsförderung – Das sagen die „Tester“
Am 11. März trafen sich in Waren Experten
aus der Praxis, um die ersten beiden Teile der
Themenreihe zu diskutieren. Eingeladen hatten die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und Judith Veit, die diese PraxisEvaluation als Instrument der Qualitätssicherung im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der
Hochschule Neubrandenburg durchführt. Bereits im Vorfeld hatten einige Akteure, die nicht
an der Veranstaltung teilnehmen konnten, ihre
Rückmeldungen mittels eines Fragebogens
einbringen können. Über die Ergebnisse der
Veranstaltung berichtet Judith Veit Folgendes:
„Für die Evaluation der ersten beiden Teile der
„Themenreihe kommunale Gesundheitsförderung“, die sich mit den Grundlagen der Gesundheitsförderung in MV sowie mit den Präventionsketten als integrierte kommunale Strategien auseinandersetzen, konnten 11 TeilnehmerInnen aus den verschiedensten Regionen des Landes gewonnen werden. Es gelang,
mit Ausnahme des Landkreises Rostock, min-
Jedoch lernt der Mensch nie aus und somit ist
die Inanspruchnahme weiterer Schulungs- und
Beratungsangebote für die meisten der Teilnehmenden interessant. Die Aspekte der
Netzwerkarbeit, Moderation und Kommunikation sowie des Coachings weckten dabei das
größte Interesse und werden in der geplanten
Schulungsreihe der LVG MV berücksichtigt.
Charlotte Lazarus, Judith Veit
Koordinierungsstelle "Gesundheitliche Chancengleichheit"
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
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Deutsches Kinderhilfswerk ruft zum Weltspieltag zu Straßensperrungen auf
„Unsere Straße ist zum Spielen da!“ ist das
Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für
den Weltspieltag am 28. Mai 2015. Damit wollen das Deutsche Kinderhilfswerk und seine
Partner im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf
aufmerksam machen, dass spielende Kinder
aus dem Stadtbild immer mehr verbannt werden. Neben der Dominanz des Autoverkehrs
sorgen vor allem der Sanierungsstau auf
Spielplätzen, der Rückbau von Spielflächen
und die Verdrängung angeblich lärmender
Kinder und Jugendlicher für Probleme. Um hier
entgegenzuwirken und ein deutliches Zeichen
für das Recht auf Spiel zu setzen, sind Kommunen, Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen aufgerufen, am 28. Mai 2015 mit
einer Aufmerksamkeit erregenden Aktion am
Weltspieltag teilzunehmen. Zum Weltspieltag
2015 ruft das Deutsche Kinderhilfswerk alle
Städte und Gemeinden in Deutschland dazu
auf, an diesem Tag mindestens eine Straße für
spiele nde Kinder zu sperren. Entsprechende
Initiativen sollten unterstützt und die temporären Spielstraßen möglichst unbürokratisch genehmigt werden. Auf diesen Straßen soll mit
spannenden Aktionen der öffentliche Raum
wieder zum attraktiven Spielort für Kinder gemacht werden. „Eine kinderfreundliche Stadtplanung und die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spielen wirken sich maßgeblich auf
die Lebensqualität und Entwicklungschancen
von Kindern aus. So kommt es bei einer
schlechten Wohnumfeldqualität bei vielen Kindern zu einer sozialen Entwicklungsverzögerung. Trotzdem haben sich die Bedingungen
für das Spiel von Kindern draußen drastisch
verschlechtert. Gerade in Wohngebieten fahren Autos zu schnell oder nehmen parkend
den Kindern den Platz zum Spielen. Der als
Elterntaxi bekannte Bring- und Holverkehr vor
Kitas und Schulen nimmt immer extremere Züge an und wird für die Kinder zur echten Gefahr. Spiel- und Bolzplätze werden eingemauert, aus den Städten verdrängt oder überbaut –
obwohl sie einen wichtigen Gegenpol zu den
vielen sitzenden Tätigkeiten von Kindern in ihrem Alltag darstellen. Der Weltspieltag ist ein
Anlass, um sich kritisch mit der Umsetzung der
Kinderrechte i n Deutschland, insbesondere
mit Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention,
auseinanderzusetzen. Dieser garantiert nämlich allen Kindern das Recht auf Spiel“, betont
Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des
Deutschen Kinderhilfswerkes. Der Weltspieltag
2015 wird deutschlandweit zum achten Mal
ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen
und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen,
Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige,
Setting Kommune
Materialien zur Gesundheitsförderung
Der Ordner "Aktiv werden für Gesundheit - Arbeitshilfen für kommunale Prävention und Gesundheitsförderung“ enthält zahlreiche Informationen, Anregungen und Tools zur Gesundheitsförderung im kommunalen Rahmen. Die
aktualisierte Auflage können Sie hier bestellen.
Die aktuelle Ausgabe des "Journal Gesundheitsförderung" beschäftigt sich mit dem
Schwerpunkt kommunale Strategien. Hier
geht’s zur Bestellung.
Das „Werkbuch Präventionskette“ bietet Kommunen konkrete Handlungsempfehlungen und
Unterstützung im Aufbau einer Präventionskette. Die nachgedruckte Auflage kann hier bestellt werden.
All diese Materialien können kostenlos, auch
versandkostenfrei, bestellt werden.
Quelle: Newsletter Gesundheitliche Chancengleichheit,
Ausgabe 2_2015
----------------------------------------------------------Arbeitskreise Gesundheitsförderung in MV
Eine wichtige Vernetzungsstelle aller Akteure
der Gesundheitsförderung und Prävention in
Mecklenburg-Vorpommern sind seit mehr als
20 Jahren die regionalen Arbeitskreise Gesundheitsförderung in den Landkreisen und
kreisfreien Städten. Sie werden durch die Gesundheitsämter koordiniert. Sie wurden mit Hilfe der LVG flächendeckend ins Leben gerufen
und haben seitdem mit den Akteuren vor Ort u.
a. gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen für die Bevölkerung initiiert und
durchgeführt.
Zu ihrer mittlerweile 42. Beratung treffen sich
die KoordinatorInnen am 16. April 2015 in der
Geschäftsstelle der LVG in Schwerin, um sich
zu informieren, auszutauschen und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt werden an diesem Tag u. a. die Vorstellung des neuen Projektes bei der LVG, die Themenreihe der LVG
zur kommunalen Gesundheitsförderung in MV,
der Entwurf des Präventionsgesetzes und die
Festveranstaltung zum 25jährigen Bestehen
der LVG stehen. Gespannt sind wir insbesondere auch auf die gesundheitsförderlichen
Vorhaben in den Landkreisen und kreisfreien
Städten sowie auf neue Projekte.
Heike Martfeld
Geschäftsstelle der LVG
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
beispielgebende und öffentlichkeitswirksame
Spielaktion durchzuführen. Die Partner der im
letzten Jahr rund 200 Aktionen sind vor Ort für
die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst
verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk
stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum
Weltspieltag zur Verfügung.
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Setting Kita
16. Kindergartentag MV 2015
„Gesundheit ist ALLES“
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen
Kinderhilfswerks vom 14.1.2015
Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr,
Gesundheit ist alles.
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Fernöstliche Weisheit
peb – Trainerschulung
In unserer Gesellschaft wird die Gesundheit
als höchstes Gut angesehen - insbesondere im
Bereich der Kinderbetreuung. In der heutigen
Zeit wird es immer wichtiger, die Gesundheit
der Kinder, aber auch die der Fachkräfte,
ganzheitlich zu betrachten, denn sie wird von
vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst.
Am 24. und 25. Februar führte die Plattform
Ernährung und Bewegung e. V. (peb) in Berlin
ein Train-the-Trainer-Seminar für die eigens
entwickelte Weiterbildung „Kommunale Gesundheitsmoderation“ durch, die im Rahmen
des vom Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft geförderten Projekts „Regionen
mit peb IN FORM“ ins Leben gerufen wurde.
Das innovative Konzept dieser Weiterbildung
zielt darauf ab, kommunale Akteure im Management von interdisziplinären und nachhaltigen Netzwerken der Gesundheitsförderung zu
stärken. Es richtet sich an Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus den Bereichen Gesundheit, Jugend und Soziales, insbesondere in Verwaltungen (weiterführende Informationen finden
sich auf der Projekt-Homepage www.regionenmit-peb.de).
Auf der zweitätigen Veranstaltung wurden die
Teilnehmenden unter der Koordination von
Petra Hottenroth und Susanne Brand (peb)
dahingehend geschult, dass sie als TrainerInnen die Inhalte der Weiterbildung an die zukünftigen kommunalen GesundheitsmoderatorInnen vermitteln können. Demnach wurden
die vorgesehenen fünf Module ausgiebig im
fachlichen und gestalterischen Kontext besprochen. Die im Vorfeld gestellten Unterlagen
für die Durchführung der Weiterbildung ermöglichten dabei ein schnelles Einfinden in die unterschiedlichen Themen und ließen die Lernziele und –methoden noch deutlicher werden.
Nach Abschluss der beiden Tage konnte auf
ein gelungenes Seminar zurückgeblickt werden. Die neuen TrainerInnen werden das Gelernte zeitnah weitergeben. So steht beispielsweise im Mai der erste Weiterbildungstermin
für das Team der LVG MV an, durchgeführt
von den beiden neuen „Ausbilderinnen“ Charlotte Lazarus und Judith Veit.
Während in den vergangenen Jahren unter
anderem Themen wie Bewegung, ErzieherInnengesundheit oder Kommunikation im Fokus
unserer Fortbildungsveranstaltung standen,
möchten wir bei der 16. Auflage des Kindergartentages gemeinsam mit allen Teilnehmenden
einen Blick über den Tellerrand werfen. Unter
dem Motto „Gesundheit ist ALLES“ werden
in den Workshops neben den seit Jahren altbewährten Schwerpunkten auch „neue“ Aspekte, wie z. B. Partizipation und Rollenverständnis des Geschlechts, beleuchtet.
Wir laden Erzieherinnen und Erzieher, Tagesmütter und –väter sowie alle am Thema Interessierten ein an diesem Tag u. a. Erfahrungen
auszutauschen und neue Impulse für die tägliche Arbeit mitzunehmen.
Judith Veit
Koordinierungsstelle „Gesundheitliche Chancengleichheit“
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
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antwortung im Verpflegungsbereich und der
Bedarf an Schulungen und Informationen
wächst. Neben der Wissensvermittlung werden
auch praktische Hilfen zur Umsetzung des
DGE-Standards angeboten. So führt die Vernetzungsstelle z. B. landesweit Schulungen,
Informationsveranstaltungen,
Fachtagungen
und Netzwerktreffen durch, bei denen Fragen
zur Speisenplanung, Gestaltung der Rahmenbedingungen, Ausschreibungsverfahren und
zu Verpflegungs- und Hygienekonzepten thematisiert werden. Auch die Vermittlung zwischen den verschiedenen Interessenvertretungen ist eine wichtige Aufgabe, da die Vorstellungen der „richtigen Kinderernährung“ weit
auseinander gehen. Ansprechpartner z. B. bei
Fragen zur Küchenplanung oder Einhaltung
der Hygienevorschriften werden bei Bedarf
einbezogen. Die Beratungen erfolgen telefonisch oder aufsuchend und sind für alle Beteiligten kostenfrei.
Beraten werden alle Verantwortlichen vom
Personal der Kindertagesstätten und Trägerverbände bis zu den Elternvertretungen und
Speiseanbietern.
Wir freuen uns, dass die Ministerin für Arbeit,
Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse, das Grußwort halten wird. Gleichzeitig hat sie auch die
Schirmherrschaft übernommen und dafür
sprechen wir ein herzliches Dankeschön aus.
Dieses gilt auch für den Präsidenten der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Andreas Crusius, der an diesem Tag den Impulsvortrag halten wird.
Umrahmt wird der Kindergartentag wie in jedem Jahr durch einen umfangreichen Markt
der Möglichkeiten. Hier nutzen verschiedene
Unternehmen die Gelegenheit sich zu präsentieren. Die pädagogischen Fachkräfte können
die Ausstellung besuchen und sich mit den
Anbietern austauschen.
Danach stehen 28 Workshops aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention mit den Schwerpunkten
Bewegung, Ernährung und Entspannung sowie
mit Informationen zur Handhygiene, zur Partizipation und zum Rollenverständnis des Geschlechts zur Auswahl.
Bei allen Tätigkeiten dient der „DGEQualitätsstandard“ als Instrument der Qualitätssicherung. Darin werden die Anforderungen an die Kita-Vollverpflegung einheitlich präzisiert und dadurch auch überprüfbar gemacht.
So werden beispielsweise die Anforderungen
an die Frühstücks-, Zwischen- und Mittagsverpflegung sowie an die Getränkeversorgung
beschrieben. Darüber hinaus werden spezifische Ansprüche an besondere Verpflegungssituationen gestellt. Dazu gehören z. B. Kriterien
der Zubereitung, Warmhaltezeiten und die
Häufigkeiten einzelner Lebensmittelgruppen.
Aspekte der Ernährungsbildung und die notwendigen Rahmenbedingungen werden ebenso erläutert. Im Anhang finden sich Checklisten
zur Selbsteinschätzung sowie hilfreiche Adressen und Medien.
Wir hoffen, mit diesem Tagungsprogramm
möglichst vielen Fachkräften und Interessierten neue Informationen und Impulse zum
Thema „Gesundheit ist ALLES“ geben zu können - zum Wohle aller Kinder und ihrer pädagogischen Fachkräfte.
Bianca Schäfer
Projektassistentin
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Heike Martfeld (Tel.: 0385 7589894, Mail:
[email protected]).
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Die Vernetzungsstelle Kita-Verpflegung
Mecklenburg-Vorpommern stellt sich vor
2009 wurde der „DGE-Qualitätsstandards für
die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“ veröffentlicht. Für die Umsetzung wurde
2010 die Vernetzungsstelle Kitaverpflegung in
Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet, die
sich in Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) befindet und
aus Landesmitteln gefördert wird.
Die Vernetzungsstelle verfolgt das Ziel, bei der
Bereitstellung von altersgerechten ausgewogenen Vollverpflegungsangeboten zu unterstützen und die Ernährungsbildung noch stärker in den Kita-Alltag zu verankern.
Häufig wird die Frage gestellt, warum der ernährungswissenschaftlich begründeten Verpflegung in der Kita eine so hohe Bedeutung
beigemessen wird, da nicht immer davon ausgegangen werden kann, das Gleiches in den
Elternhäusern stattfindet. Natürlich ist hier in
erster Linie die Verantwortung der Einrichtungen bei der Obhut der Kleinen zu nennen,
denn die Eltern wünschen sich für ihre Kinder
nicht nur eine vertrauensvolle, sondern auch
eine professionelle Betreuung in allen Bereichen.
Und weil die Kinder sich in einer körperlichen
Wachstumsphase befinden, in der sie zudem
geistig stark gefordert werden, benötigen sie
für ihre körperliche und geistige Entwicklung,
Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie
Seit Januar 2015 wird in allen Kitas in MV die
Vollverpflegung als „integraler Bestandteil des
Leistungsangebots“ bereitgestellt. Die Einrichtungen tragen dadurch eine noch höhere Ver-
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2014 in 4. Auflage. Der „DGE-Qualitätsstandard“ richtet sich an Verantwortliche, Entscheidungsträger und Speisenanbieter. Er gibt
umfassende, wissenschaftlich fundierte Informationen zur Gestaltung und zu den Rahmenbedingungen der Verpflegung.
Stärkung der Immunabwehr eine optimale Versorgung mit allen Nährstoffen.
Ein vielseitiges und abwechslungsreiches Angebot an vollwertigen Lebensmitteln auch in
der Kita ist außerdem aus zwei weiteren Gründen wichtig:
Zum einen enthält kein Lebensmittel alle notwendigen Nährstoffe, zum anderen wird mit
einem breiten Lebensmittelangebot einer späteren einseitigen Ernährungsweise vorgebeugt.
Schließlich wird während der Kindheit das Ernährungsverhalten wesentlich geprägt, Geschmacksvorlieben und -abneigungen ausgebildet und insgesamt die Weichen für einen
gesunden Lebensstil im späteren Erwachsenenalter gestellt. Dadurch kann dem Risiko der
späteren Entstehung von ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Diabetes mellitus,
Fettstoffwechselstörungen, Gicht, etc. entgegengewirkt werden.
Zentrale Aufgabe der Vernetzungsstelle ist es,
alle Akteure im Bereich Schulverpflegung zu
beraten, zu informieren und zu vernetzen.
Sie steht als Ansprechpartnerin zu allen Belangen der Schulvepflegung zur Verfügung und
unterstützt bei der Planung oder der Verbesserung der Verpflegungsangebote. Sie gibt Hilfestellungen zur Umsetzung eines ausgewogenen und altersgerechten Speisenangebots.
Außerdem führt sie Fachtagungen, themenspezifische Seminare und Workshops oder Aktionstage durch, wie z. B. den „Tag der Schulverpflegung“ und stellt Informationen zur Verfügung.
Dass der DGE-Standard mittlerweile als Leitlinie akzeptiert wird, zeigen auch die ersten Zertifizierungen in diesem Bereich. In MV wurden
bisher 7 Kitaküchen/Caterer und 13 Kitas nach
dem DGE-Qualitätsstandard zertifiziert. Die
Nachfragen zur Zertifizierung steigen stetig an
und einige Einrichtungen befinden sich derzeit
im Audit.
Hauptsächlich wenden sich Schulteams, Speisenanbieter, Schulträger, sowie Eltern- und
Schülervertretungen an die Vernetzungsstelle.
Schulen wenden sich mit Fragen zur Akzeptanzsteigerung oder zur Angebotsgestaltung in
der Zwischen- und Mittagsverpflegung, Speisenanbieter wünschen Unterstützung bei der
Speisenplanung oder bei Fragen zur Hygiene
und Qualitätssicherung. Schulträger benötigen
Hilfestellung bei der Entwicklung von Leistungsverzeichnissen im Rahmen von Ausschreibungsverfahren.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung in MV
Roswitha Bley, M.A.
Am Grünen Tal 50, 19063 Schwerin
Tel: 0385 2025216
[email protected]
www.dgeveki-mv.de
Setting Schule
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Die Vernetzungsstelle Schul-Verpflegung
Mecklenburg-Vorpommern stellt sich vor
Seit 2009 ist im Rahmen von „IN FORM –
Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung
und mehr Bewegung“ die Vernetzungsstelle
Schulverpflegung in MV als eine von sechzehn
Vernetzungsstellen tätig.
Sie ist in Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und wird aus
Mitteln des BMEL und des Ministeriums für
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV gefördert.
Basis für die Arbeit der Vernetzungsstelle bildet der „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“. Er wurde im Auftrag des BMEL
von der DGE erarbeitet und erschien im Herbst
In MV wird Schulverpflegung weitestgehend
flächendeckend angeboten, daher ist das vorrangige Ziel der Vernetzungsstelle, bestehende Verpflegungsangebote zu verbessern.
Durch eine sinkende Teilnahmequote am Mittagessen, vor allem an weiterführenden Schulen, sollte auch auf die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in die Weiterentwicklung
der Verpflegungskonzepte geachtet werden.
Hierfür empfiehlt die Vernetzungsstelle die
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gen für ein „Gesundes und bewegtes Älterwerden“.
Parallele Fachforen finden am Nachmittag zu
den Themen Potenziale der Gesundheitsförderung in der Kommune sowie zum Generationendialog, zur sozialen Teilhabe und Partizipation und zu Strategien gegen die Vereinsamung im Alter statt. Im Mittelpunkt stehen
Praxisbeispiele, die aufzeigen, wie durch eine
verstärkte Vernetzung und Bündelung der Angebote und durch optimierte Kooperationen
der Träger und der lokalen Entscheidungsträger ein gesundes Altern auf kommunaler Ebene erreicht werden kann.
Das Programm befindet sich derzeit in Planung. Anregungen und Hinweise sind herzlich
willkommen. Weitere Informationen finden Sie
demnächst auch unter http://www.lvg-mv.de
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Gründung von Verpflegungsausschüssen, in
dem alle Beteiligten mitwirken sollten.
Die Erfahrung zeigt, dass den Schülerinnen
und Schülern das Essen nicht nur gut schmecken muss, sondern auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Ein einladender, heller Speisenraum, eine ausreichend lange Pausenzeit und freundliches Ausgabepersonal
sind für eine hohe Teilnahmequote an der
Schulverpflegung Voraussetzung.
Eine von allen akzeptierte, gesundheitsfördernde Schulverpflegung hat neben der Verpflegungsaufgabe auch die Chance positive
Effekte für die Schulgemeinschaft zu entwickeln und kann ebenso eine wichtige Vorbildfunktion für das Ernährungsverhalten der
Schülerinnen und Schüler darstellen. Zudem
fördert es die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler über
einen langen Schultag.
Weitere Informationen: www.dgevesch-mv.de
Meike Halbrügge
Vernetzungsstelle Schulverpflegung in MV
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Fotowettbewerb
„Gesucht: Bewegte Momente“
Gesucht werden Fotos von Menschen über 60,
die in Alltagsbewegung, in der Freizeit oder
beim Sport abgebildet sind. Bewegte Momente
gibt es viele am Tag – und diese gilt es fotografisch einzufangen und damit andere zum
Nachmachen einzuladen. Der Wettbewerb
„Gesucht: Bewegte Momente“ endet am
15.04.2015. Die Fotos werden auf die Webseite des Programms „ Älter werden in Balance“
hochgeladen. Eine Jury wählt die besten Bilder
aus. In den drei Kategorien werden jeweils die
drei besten Fotos ausgewählt. Zusätzlich gibt
es einen Publikumspreis. Hier kann jeder online seine Stimme für sein Lieblingsbild abgeben. Die Preisverleihung findet im Sommer
2015 statt. „Gesucht: Bewegte Momente“ ist
ein Fotowettbewerb, der für Bewegung, Freude, Gesundheit und Selbstständigkeit im Alter
steht und dazu beiträgt, dass „Älter werden in
Balance“ bundesweit in Bewegung gesetzt
wird.
Weitere Informationen zum Fotowettbewerb
finden Sie unter
www.aelter-werden-inbalance.de.
Gesundes Altern
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Dokumentation „Reife Leistung“
Die Dokumentation der 3. Regionalkonferenz
„Reife Leistung“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesund und aktiv älter werden“ der
BZgA befindet sich derzeit im Druck und wird
Anfang April an die TeilnehmerInnen der Veranstaltung versandt.
Sofern Sie Interesse an einem Druckexemplar
haben, senden Sie uns bitte einen ausreichend
frankierten Briefumschlag an die LVG MV.
Die digitale Version der Dokumentation steht
demnächst auch unter www.lvg-mv.de zum
Download bereit.
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4. Regionalkonferenz
„Gesund und aktiv älter werden“
Die LVG MV veranstaltet am 24. Juni 2015 in
der Volkshochschule Rostock ihre 4. Regionalkonferenz "Gesund und aktiv älter werden", zu
der wir Sie schon jetzt ganz herzlich einladen.
Setting Arbeitswelt
Unter dem Motto „Generationen gestalten Zukunft: Attraktiv – Sozial – Aktiv – Partizipativ“
steht der Austausch zur aktuellen Entwicklung
in der Gesundheitsförderung in Bezug auf das
Themenfeld „Gesund und aktiv älter werden“.
Entwicklungstrends werden aufgezeigt, die
TeilnehmerInnen lernen interessante Angebote
kennen und diskutieren Handlungsempfehlun-
Arbeitskreis Gesundheitsförderung
für Erwerbslose
Am 25. März traf sich der Arbeitskreis „Gesundheitsförderung bei Langzeitarbeitslosen“,
um u. a. über die zukünftige Zusammenarbeit
zu sprechen. So wurde eine Arbeitsgrundlage
beschlossen, die dem Miteinander der Mitglieder in Zukunft einen verbindlichen Rahmen
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geben wird. Das in der Arbeitsgrundlage formulierte Selbstverständnis führte zu einer Umbenennung des Arbeitskreises, der nun den
Namen Arbeitskreis „Gesundheitsförderung für
Erwerbslose“ führt. Die besonders vulnerable
Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen wird jedoch weiterhin ein Aspekt der gemeinsamen
Arbeit sein.
Zeitgleich einigte man sich auf ein konkretes
Projekt, das in diesem Jahr durch den Arbeitskreis verfolgt werden soll: In Hinblick auf das
Präventionsgesetz und die erwarteten Landesrahmenvereinbarungen setzten sich die Mitglieder das Ziel, Empfehlungen zu formulieren,
wie die Gesundheit von Erwerbslosen im
Rahmen der Umsetzung des Präventionsgesetzes gefördert werden kann. Der Arbeitskreis
ist durch seine Mitgliederstruktur (u. a. Vertreter der Jobcenter, der Krankenkassen, der
Forschung und von freien Trägern) in der Lage, fundierte und praxisnahe Handlungsempfehlungen zu geben und so einen Beitrag zur
Verbesserung der gesundheitlichen Situation
Erwerbsloser zu leisten.
Die Arbeitsgrundlage sowie der Arbeitsplan
werden in Kürze auf der Internetseite der LVG
veröffentlicht. Interessierte, die sich gerne aktiv
an der Arbeit beteiligen möchten, wenden sich
bitte an die Koordinatorin des Arbeitskreises,
Charlotte
Lazarus
([email protected]).
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Veränderungsprozessen oder bei der Findung
von Entscheidungen.
Nach der groben Vorstellung der insgesamt
vier Phasen des Modells widmete sich die
zweitägige Veranstaltung insbesondere den
ersten beiden Schritten: Explorieren und Einbeziehen sowie Aufbauen und Formalisieren.
Abbildung: Das Dialogic Change Model: Stakeholder Dialoge ergebnisorientiert umsetzen  Collective Leadership Institute
In der 1. Phase geht es darum, Energie und
Motivation für eine bestimmte Veränderung
freizusetzen und zu bündeln, um gemeinsam einen Prozess in Dialog und Kooperation
voranzubringen. Die 2. Phase zielt darauf ab,
eine angemessene formale Struktur zu finden,
um Veränderungen im Dialog zu fördern und
ein System der stabilen Zusammenarbeit für
die Umsetzung aufzubauen.
Durch einen gelungenen Wechsel zwischen
theoretischem Input, praktischen Übungen und
Gruppenarbeiten war es den Teilnehmenden
quasi möglich, sich in die Erfolgsfaktoren und
Stolpersteine von erfolgreichen Kooperationen
und Konsultationen „hineinzufühlen“. So wurde
beispielsweise in einer Gruppenarbeit selbst
erlebt, in welchem Ausmaß eine einheitliche
Sichtweise den Zusammenhalt innerhalb einer
Gruppe stärkt und inwieweit diese motiviert,
Außenstehende von dieser Meinung ebenfalls
zu überzeugen. Auch konnte die Erfahrung
gemacht werden, wie sich gezeigtes Desinteresse eines Gesprächspartners anfühlt. Mit
dem erworbenen Wissen und den gemachten
Erfahrungen wurden die Anwesenden sowohl
auf professioneller als auch auf persönlicher
Ebene für den Dialog mit Stakeholdern sensibilisiert.
Berichte und Informationen
Stakeholder-Engagement
Am 29. und 30. Januar 2015 fand nach dem
Aufruf der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ ein Seminar für interessierte MitarbeiterInnen der bundesweiten, namensgleichen Koordinierungsstellen in Berlin statt. Unter dem
Titel „Stakeholder Engagement“ vermittelten
Jade Buddenberg und Andrew Aitken vom Collective Leadership Institute (CLI) den 23 TeilnehmerInnen Kenntnisse darüber, wie die Basis für eine zielorientierte und nachhaltige Zusammenarbeit mit den relevanten Interessengruppen (Stakeholdern) geschaffen werden
kann. Dabei stand das vom CLI eigens entwickelte Dialogic Change Model (DCM) im Vordergrund. Dieses beschreibt die idealtypischen
Phasen eines Stakeholder Dialogs und die zugehörigen Anforderungen. Gut aufgesetzte
Stakeholder Dialoge sichern eine Identifizierung mit den Ergebnissen und ein hohes Engagement aller Akteure bei der Umsetzung von
Judith Veit
Koordinierungsstelle „Gesundheitliche Chancengleichheit“
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Stadt Barth ist anerkannter Erholungsort
Mit der Übergabe der Urkunde hat Ministerin
Birgit Hesse es am 6. Januar 2015 offiziell gemacht: Die Stadt Barth ist nun ein „Staatlich
anerkannter Erholungsort“.
Mit ihren Ortsteilen Barth, Glöwitz und Fahrenkamp erfüllt die Stadt am Bodden die entsprechenden Anforderungen des Kurortgesetzes
Mecklenburg-Vorpommern.
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
„Hier kann man sich am Wasser und im Grünen entspannen, es gibt tolle Möglichkeiten
zum Radfahren und ein lebendiges Kulturangebot“, sagte Hesse über Barths Qualitäten
jenseits des mittelalterlichen Stadtkerns und
des Hafens. „Orte wie Barth in nicht allzu großer Entfernung zu wissen, ist ein gutes Gefühl
an stressigen Tagen.“
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Termine
Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. lädt ein:
Die Stadt hatte im Oktober 2013 beantragt, als
Erholungsort anerkannt zu werden. Der Beirat
für Kur- und Erholungsorte machte sich im
vergangenen Jahr vor Ort ein Bild und hat der
Anerkennung zugestimmt. Die für die Anerkennung erforderlichen Gutachten zur Lärmimmission und Luftqualität fielen positiv aus.
16. April 2015
Beratung der Arbeitskreise Gesundheitsförderung
in Schwerin
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zurzeit 61
anerkannte Kur- und Erholungsorte, davon
sind 24 als Erholungsort prädikatisiert.
25. April 2015
16. Kindergartentag MecklenburgVorpommern
in Güstrow
Der Beirat für Kur- und Erholungsorte berät
das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und
Soziales in allen Fragen, die für die Anerkennung von Kur- und Erholungsorten von Bedeutung sind. Darüber hinaus befasst sich der Beirat mit Grundsatzfragen des Kur- und Erholungswesens in Mecklenburg-Vorpommern und
trägt zu dessen Weiterentwicklung bei. Er
nimmt Ortsbesichtigungen und Erörterungstermine im Rahmen von Anerkennungsverfahren und Überprüfungen wahr. Im Beirat sind
vertreten: das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales als Vorsitz, das Ministerium für Inneres und Sport, das Ministerium für
Wirtschaft, Bau und Tourismus, die Ärztekammer MV, der Städte- und Gemeindetag MV,
der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Wetterdienst, der Tourismusverband MV,
der Bäderverband MV, der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA MV, die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV, die
Deutsche Rentenversicherung Nord, der Medizinische Dienst der Krankenkassen MV, der
Verband der Badeärzte und der Integrationsförderrat.
8. Juni 2015
Festveranstaltung anlässlich des
25 jährigen Bestehens der LVG MV
und 25. Mitgliederversammlung
in Schwerin
24. Juni 2015
4. Regionalkonferenz „Generationen
gestalten Zukunft“
in Rostock
Veranstaltungen in
Mecklenburg-Vorpommern
15. April 2015 in Schwerin
6. Sozialgipfel „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“
Der Paritätische MV lädt am 15. April von 1216 Uhr zum 6. Sozialgipfel in das Casino im
Medienhaus Nord in Schwerin ein.
In Impulsreferaten und Diskussionsforen werden u.a. die Themen: „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“, Medizinische Versorgung sowie das Thema Ehrenamt behandelt.
Pressemitteilung Nr. 001 des Ministeriums für Arbeit,
Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern
23. - 25. April 2015 in Rostock
65. Wissenschaftlicher Kongress
Der Kongress des Bundesverbandes der
ÄrztInnen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und des Bundesverbandes der
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
ZahnärztInnen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) steht unter dem Titel „Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) – hart am
Wind“.
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Die Veranstaltung richtet sich an alle ErnährungsberaterInnen, Fachkräfte sowie MultiplikatorInnen aus den Bereichen Gesundheit,
Bildung und Prävention, aber auch an interessierte SchülerInnen und Studierende.
29. April 2015 in Rostock
Fachtagung „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ der Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern
Thema sind Fußgänger und Radfahrer und
hier insbesondere Kinder und ältere Menschen. Die detaillierte Einladung finden Sie in
der hier.
Bundesweite Veranstaltungen
7. April 2015
Weltgesundheitstag 2015
Im Mittelpunkt der jährlich stattfindenden Veranstaltung steht diesmal das Thema „Lebensmittelsicherheit“. Sie soll u. a. auf die gemeinsame Verantwortung von Politik, Nahrungsmittelproduzenten, Zulieferern, Händlern sowie
Konsumenten aufmerksam machen. Weitere
Informationen
finden
Sie
unter:
www.weltgesundheitstag.de
19. und 20. Mai 2015 in Stralsund
JugendFilmTage „Nikotin und Alkohol - Alltagsdrogen im Visier“ der BZgA
Internettipps: www.rauch-frei.info, www.nullalkohol-voll-power.de, www.kenn-dein-limit.info
20. Mai 2015 in Stralsund
Fachtagung „Sexuelle Aufklärung: die
Kunst der Vermittlung“ - über Sexualität, Intimität und Beziehung im Leben von Menschen
mit Behinderung
Diese Fachtagung setzt sich mit dem Gedanken der Inklusion unter der ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen, nicht nur theoretisch sondern auch praktisch auseinander.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
http://www.mv-inteam.de/termine_aktuell.html
14. April 2015 in Berlin
3. Männergesundheitskongress "Im Fokus Psychische Gesundheit von Männern".
Die psychische Gesundheit von Männern steht
im Gesundheitswesen seltener im Fokus als
deren körperliche Verfassung. Für Männer
selbst ist sie in der Regel ebenfalls kaum ein
Thema. Gesellschaftlicher Wandel, steigende
persönliche und gesellschaftliche Anspruchshaltungen in Arbeitsleben und Freizeit sowie
zunehmend komplexere Rollenbilder eines als
"modern" geltenden Mannes verursachen jedoch zunehmend (Stress-)Belastungen und in
der Folge auch psychische Erkrankungen. Im
Mittelpunkt des 3. Männergesundheitskongresses steht daher die psychische Gesundheit von Männern in der Lebenslaufperspektive.
Alle Informationen zum Programm [
http://www.maennergesundheitsportal.de/?id=
Seite6036 ] und zur Anmeldung [
http://www.maennergesundheitsportal.de/?id=
Seite6039 ] finden Sie online.
24. Juni 2015 in Rostock
4. Regionalkonferenz „Gesund und aktiv
älter werden“
Die LVG MV veranstaltet am 24. Juni 2015 in
der Volkshochschule Rostock ihre 4. Regionalkonferenz der Veranstaltungsreihe "Gesund
und aktiv älter werden“.
Weitere Informationen finden Sie demnächst
auch unter http://www.lvg-mv.de
17. September 2015 in Schwerin
Seminar der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung (DGE) - Sektion MV
Die DGE Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet am 17. September 2015 von 10-17 Uhr im
AOK Gebäude in Schwerin ein Seminar mit
dem Titel „ Die Bedeutung des Ernährungsmanagements in der Behandlung von Essstörungen“.
Im Zentrum des Seminars steht das Ernährungsmanagement u.a. mit den Themen Normalisierung des Essverhaltens, Ernährungspläne, Rückfallprävention sowie Austausch
zwischen Bezugstherapeut und Ernährungsberatung.
28. April 2015 in Köln
Fachkonferenz „Gesunder Lebensraum
Schule“
Wie können Deutschlands Schüler besser in
gesünderer Umgebung lernen?
Expertenwissen aus erster Hand vermittelt dazu diese Fachkonferenz, die TÜV Rheinland
und das Sentinel Haus Institut veranstalten.
Programm/Anmeldung:
www.tuv.com/de/deutschland/ueber_uns/mess
en_events/eventdetails_230636.html
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Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
10. - 12. Juni 2015 in Berlin
Hauptstadtkongress Medizin und
Gesundheit
Im Koalitionsvertrag ist die Liste der Vorhaben
lang: Versorgungsstärkungsgesetz, Pflegestärkungsgesetze I und II, Präventionsgesetz,
Qualitätsoffensive und die große Krankenhausfinanzierungsreform. Wie steht es um diese
wichtigen Vorhaben und auf welche Konsequenzen müssen sich die Akteure im Gesundheitswesen in Zukunft einstellen? Die TeilnehmerInnen des Kongresses erhalten hierzu die
wichtigsten Informationen. Im Fokus des
Hauptstadtkongresses steht auch das Zukunftsthema Big Data und Digitalisierung der
Medizin. Namhafte Experten diskutieren u.a.
darüber, was Digitalisierung der Medizin bedeutet und welchen Nutzen die PatientInnen
daraus ziehen können.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur
Anmeldung finden Sie unter
www.hauptstadtkongress.de.
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ums für Gesundheit (BMG) und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) auf. Anmeldungen sind ab
sofort möglich!
Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.
Zum Programm-Flyer gelangen Sie hier.
2. – 4. Juli 2015 in Frankfurt am Main
11. Deutscher Seniorentag 2015
„Gemeinsam in die Zukunft!“ lautet das Motto
des 11. Deutschen Seniorentages, der vom 2.
bis 4. Juli 2015 im Congress Center Messe
in Frankfurt am Main stattfindet. Er ist die
bundesweite Veranstaltung für Ältere und für
Menschen, die bewusst und aktiv älter werden
wollen.
Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzlerin Dr.
Angela Merkel übernommen.
In rund 100 Veranstaltungen informieren und
diskutieren ExpertInnen aus den Bereichen
Politik und Gesellschaft, Bildung und Engagement sowie Gesundheit und Leben über aktuelle seniorenpolitische Themen. Die BesucherInnen sind zum Mitdiskutieren eingeladen.
Mitmachangebote wie die „Aktive Mittagspause“ (Seniorentanz), Gedächtnistraining, ein Osteoporose- und ein Gesundheitsparcours sowie ein kulturelles Rahmenprogramm runden
das Angebot ab.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.deutscher-seniorentag.de
12. Juni 2015 in Berlin
4. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv
älter werden“
Die BZgA veranstaltet am 12. Juni 2015 in Berlin die 4. Bundeskonferenz "Gesund und aktiv
älter werden", zu der wir Sie schon jetzt ganz
herzlich einladen.
Zu dem Thema "Altern gestalten - Lebensqualität fördern" erwarten Sie am Vormittag Vorträge von Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse sowie
von Dr. Eckhart von Hirschhausen.
Im Fokus der 4. Bundeskonferenz steht ein
Austausch zu den Möglichkeiten der Förderung der Lebensqualität im Alter. Hierzu werden Handlungsfelder, Strategien und Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert. Darüber
hinaus werden die GewinnerInnen des Fotowettbewerbs „Gesucht: Bewegte Momente“,
gefördert durch den Verband der privaten
Krankenversicherung e. V., prämiert.
Am Nachmittag finden 4 parallele Fachforen zu
den Themen Gesund älter werden in der
Kommune, Bewegt älter werden, Gesundheitskompetenzen stärken und zum Generationendialog statt.
Weitere Informationen finden Sie auch
www.gesund-aktiv-älter-werden.de sowie unter
www.älter-werden-in-balance.de
Redaktionsschluss für
die nächste Ausgabe
der LVG-Information
ist der 10. Mai 2015.
Wir freuen uns über
Ihre Zuarbeiten.

Herausgeberin:
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG)
Wismarsche Straße 170, 19053 Schwerin
Tel. / Fax: 0385 7589894 * 7589895
Email: [email protected]
www.lvg-mv.de
22. Juni 2015 in Berlin
Präventionskongress 2015: Prävention und
Pflege
Welche präventiven Potenziale beinhaltet die
Pflege? Wie können diese entfaltet werden?
Diese Fragen u. a. greift der siebte gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeri-
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