Außenwirtschaft

Außenwirtschaft
Fachinformationen für die Außenwirtschaft vom Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V.
April 2015
Inhalt
3
NPZ-Infotrans feiert 25-jähriges Jubiläum
3
Neue Deutsch-Litauische
Handelskammer
4
Die Slowakei - ein starker
Partner für die Wirtschaft
5
Indonesien: Neue Chance auf Erfolgskurs
7
Industrie 4.0: Ein Modell für China?
7
BWA-Blog in Chinas größtem sozialen Netzwerk
8
Führende Vertreter der Provinz Guizhou besuchen BWA
8
Deutsch-Chinesische Wirt-
schaftsbeziehungen stärken
9
BWA besucht Botschaft
Panamas
9
Immobilienunternehmer Suat Altin besucht BWA
10 Lothar de Maizière wird Ehren-
präsident des BWA
11 Kurz notiert / Termine
Impressum
Herausgeber: Bundesverband für
Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V. (BWA)
Redaktion: Michael Schumann (V.i.S.d.P.), Stefan
Schmitz, Dominik Adrian
Layout: Dominik Adrian
Bundesverband für Wirtschaftsförderung und
Außenwirtschaft (BWA) e.V., Fasanenstr. 85,
D- 10623 Berlin. Tel. +49 (0) 30 700 11 43 - 0
E-Mail: [email protected]
www.bwa-deutschland.de
Gastbeiträge geben nicht notwendigerweise
die Meinung der Redaktion wieder. Alle Rechte
vorbehalten.
„Wie wirken sich internationale Konflikte
auf die globale Wirtschaft aus?“
Zu diesem Thema veranstaltete
der BWA am Dienstag, 24. Februar 2015, eine Podiumsdiskussion im Ludwig Erhard Haus in
Berlin.
Der Botschafter der russischen
Föderation, S.E. Vladimir Grinin,
Fanhua Zeng, Botschaftsrat der
Volksrepublik China und Tobias Zech, MdB und Mitglied des
Ausschusses für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwick-
Russland ein schwerer Vertrauensverlust entstanden sei. Wie
auch immer man die aktuellen
Entwicklungen um die Ukraine
bewerte, der Schaden für die
globale Wirtschaft sei enorm.
Fanhua Zeng betonte die gegenseitige Abhängigkeit aller
Beteiligten in einer globalisierten Wirtschaft und kritisierte
protektionistische Abwehrreaktionen. Tobias Zech stellte
klar heraus, dass alle Staaten
Begrüßung durch den BWA-Vorstandsvorsitzenden Dirk Bormann
lung des Bundestags zeigten dabei verschiedene Perspektiven
von internationalen Konflikten
auf. Durch den Abend leitete als
Moderator Ingo Hoppe, Rundfunkjournalist beim rbb.
Nach einer Begrüßung durch
den BWA-Vorstandsvorsitzenden Dirk Bormann skizzierten
die Diskussionsteilnehmer mit
kurzen
Eingangsstatements
verschiedene Aspekte des komplexen Themas. Vladimir Grinin
bemerkte, dass durch die gegenwärtigen Sanktionen gegen
Interessen verfolgten und dass
es wichtig sei, dort Partnerschaften zu bilden, wo sich sich
diese Interessen überschneiden. Auch bei den Minsker Verhandlungen sei dies die Basis,
um verbindliche Einigungen zu
erzielen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden insbesondere die Gefahren von Wirtschaftssanktionen
diskutiert
und politische Alternativen
überdacht.
(weiter auf S. 2)
BWA
Der russische Botschafter bedauerte
besonders, dass im Zuge der UkraineKrise auch andere politische, wirtschaftliche und sogar kulturelle internationale
Foren praktisch brach liegen würden. Er
kündigte an, dass Russland in der Konsequenz Reformen durchführen würde,
um internationale Abhängigkeit zu reduzieren. Botschaftsrat Zeng umriss die
vielen Herausforderungen Chinas, das
trotz einer rasanten Entwicklung in den
letzten Jahren schwerwiegende Aufgaben, wie ungleiche Einkommensverteilung, ein Entwicklungsgefälle zwischen
städtischen und ländlichen Räumen
und industrielle Umweltverschmutzung
zu lösen habe. China brauche strategische Partnerschaften, um Interessen
zu bündeln. Diese wendeten sich aber
nie gegen Dritte. Manchmal fehle es an
einem Dialog auf Augenhöhe mit den
europäischen Partnern – eine Kritik, die
auch der russische Botschafter äußerte.
Tobias Zech erinnerte daraufhin an
die vielen Gesprächsangebote aus
Deutschland und Europa und gab zu
bedenken, dass wirtschaftliche Sanktionen politische Mittel seien, um militärische Schritte zu verhindern. Er sehe
(v.l.n.r.) Tobias Zech, MdB, Fanhua Zeng, Botschaftsrat der Volksrepublik China, Dirk Bormann,
Vorstandsvorsitzender des BWA, Ingo Hoppe, Moderator, S.E. Vladimir Grinin, Botschafter der
Russischen Föderation, Wolfram Nowsch und Michael Schumann, Vorstandsmitglieder des
BWA
eher ein Problem bei der Frage, ob
Russland und Europa die gleiche Vision vom „Haus Europa“ teilten.
Viele weitere Aspekte des vielschichtigen Themas wurden an diesem Abend
noch angesprochen. Auch das Publikum beteiligte sich an der regen und
sehr differenzierten Diskussion.
Mit einem Glas Wein beim abschließenden Get-together wurde von den
Gästen bestätigt, dass die nun schon
traditionelle Reihe politischer Podiumsdiskussionen im BWA als fester
Bestandteil des Verbandslebens fortgeführt werden soll.
BWA
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Außenwirtschaft
NPZ-Infotrans feiert 25-jähriges Jubiläum
Festveranstaltung des russischen Senatsmitglieds in Samara
Das Senatsmitglied Generaldirektor
Igor Mikhalkin feierte am 13. Februar
2015 in der staatlichen Philharmonie
von Samara (Russland) den 25. Jahrestag der Firmengründung seines Unternehmens Infotrans. NPZ-Infotrans
ist eines der bedeutendsten wissenschaftlich-technischen Unternehmen
auf dem Gebiet der innovativen Produktentwicklung für die Bedürfnisse
von Landtransporten, insbesondere
von Produkten der Diagnostik für die
Eisenbahn wie z. B. Hochgeschwindigkeitsmesszüge.
Unter den ca. 400 Gästen waren zahlreiche Partner aus dem Inland und dem
europäischen Ausland und verschiedene Ministerien und Organisationen,
Deputy General Director Oleg Simakov, Wolfram Nowsch, BWA-Vorstand, General Director Igor
Mikhalkin, BWA-Ehrensenator Prof. Herbert Mrotzeck
die gemeinsam mit den Vertretern der
Firma Infotrans das Jubiläum feierten.
Der BWA wurde von Vorstandsmit-
glied Wolfram Nowsch und Ehrensenator Prof. Herbert Mrotzeck auf den
Feierlichkeiten verteten.
Neue Deutsch-Litauische Handelskammer
BWA ist Gründungsmitglied
Ziel ist es, litauische Unternehmen
besser mit der deutschen Wirtschaft
zu vernetzen. Und dies ist nicht als
Einbahnstraße zu verstehen: Sowohl
die Ansiedlung deutscher Unternehmen in Litauen, als auch die Ansiedlung litauischer Firmen in Deutschland will der Verein fördern.
Unterstützt wird dieses Vorhaben
von der litauischen Botschaft und der
staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, vertreten von Lina G. Gyliené, stellvertretende Vorsitzende des
Vereins. Den Vorsitz hat der in Hamburg tätige litauische Unternehmer
Gintaras Grabliauskas.
Bild © Vitamin Design
Mitte Dezember wurde mit Unterstützung der litauischen Regierung die
Deutsch-Litauische Handelskammer
„Lithuanian Chamber of Commerce Germany“ gegründet. Als Gründungsmitglied vertritt Außenwirtschaftsgeschäftsführer Stefan Schmitz
den BWA in der neuen Organisation.
Litauen ist mit drei Millionen Einwohnern das größte der baltischen Länder.
In Deutschland leben etwa 36.000 Litauer. Das Land lockt ausländische
Unternehmen aus aller Welt mit gut
ausgebildeten Arbeitskräften, moderaten Lohnkosten, Steuervergünstigungen und einer guten (Verkehrs-)
Infrastruktur.
Der BWA pflegt seit vielen Jahren
enge Beziehungen nach Litauen. Gemeinsam wurden Unternehmerreisen,
Botschaftsbesuche und Kooperationsveranstaltungen in die Wege geleitet. Der BWA wird das Netzwerk der
„Lithuanian Chamber of Commerce
Germany“ nun für weitere gemeinsame Aktivitäten nutzen.
BWA
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Außenwirtschaft
Die Slowakei - ein starker Partner für die Wirtschaft
B2B Event in Stuttgart
Hoher Besuch in Stuttgart: Generalkonsulin Veronika Lombardini, Vizekonsulin Nadezda Cisarova,
Konsulatsleiterin Elena Hesse und
Honorarkonsul Christoph Goeser von
der slowakischen Republik gaben sich
die Ehre beim BWA B2B-Event zur
Slowakei.
Mehr als drei Stunden diskutierten
die Diplomatinnen mit Vertretern
des BWA, Bundesvorstand Wolfram
Nowsch, BWA-Landesverbands-Präsident Andy Haunholter und BWA
Landesgeschäftsführer Bayern René
Leibold sowie Unternehmerinnen und
Unternehmern über Themen, die rund
um die starke wirtschaftliche Kraft der
Slowakischen Republik in vielen Wirt-
schaftszweigen kreisten: allen voran in
der Automobilindustrie, aber auch im
Maschinen- und Anlagenbau, in der
Metallurgie und - inzwischen mehr
als ein Geheimtipp - in der Touristik.
Bei Schwäbischem Buffet entstanden
nachhaltige Gespräche und Kontakte.
Der BWA Bayern pflegt seine Kontakte zur Bayerischen Staatsregierung und zur Diplomatie: Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und Generalkonsulin der Slowakischen Republik Valentina Lombardini gemeinsam mit BWA-Landesgeschäftsführer Bayern René Leibold bei der Eröffnung der
Ausstellung des slowakischen Künstlers Anton Cepka in Münchens Pinakothek der Moderne
BWA
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Gastbeitrag
Indonesien: Neue Chance auf Erfolgskurs
Eine neue Regierung setzt auf Wachstum durch Investitionen
Auf die Top-Agenda setzte die neue
Regierung u.a. maritime Sicherheit.
Präsident Widodo kündigte an, den
Dr. Johny Setiawan
Dr. Johny Setiawan hat Physik an der
Universität Freiburg in Breisgau studiert und promoviert. Neben seiner
Forschungstätigkeit im Max-PlanckInstitut für Astronomie in Heidelberg
studierte er Unternehmensrecht an
der Universität Mannheim.
Seit März 2012 arbeitet er als Referent für Wirtschaft an der Botschaft
der Republik Indonesien in Berlin.
Seine Tätigkeit umfasst die allgemeine Volkswirtschaftsanalyse und deren
Bedeutung für die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Indonesien und
Deutschland.
© Pemerintah Provinsi DKI Jakarta
Indonesien - der Inselstaat mit der
viertgrößten Weltbevölkerung – hat
2014 ein neues Parlament und einen
neuen Präsidenten gewählt – für viele
war der lebhafte Wahlkampf und das
Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten ein Fest der Demokratie. Etwa 190
Mio. Wahlberechtigte stimmten ab und
im Oktober wurde der ehemalige Gouverneur von Jakarta, Joko Widodo, als
7. Staatspräsident vereidigt. Dass die
Wahl friedlich verlaufen war zeigt, dass
die Demokratie in dem Land mit der
weltweit größten muslimischen Bevölkerung gut funktioniert.
Der neue Präsiden Joko Widodo, genannt Jokowi, punktete bei den Wahlen vor allem durch
Volksnähe und seine Erfolge als Gouverneur von Jakarta
Schwachstellen indonesischer Gewässer zu begegnen und Lücken zu
schließen. Eine Maßnahme ist z. B. der
bessere Schutz von Fischfanggebieten.
Nun wird gehandelt und in den letzten
Monaten wurden illegale Schiffe aus
Nachbarländern versenkt (nachdem sie
evakuiert worden waren). Durch Infrastrukturausbau soll außerdem die logistische Bindung zwischen den Inseln
verstärkt werden.
Ein weiterer Schritt ist die radikale
Kürzung der Kraftstoffsubventionen.
Schon drei Wochen nach der Regierungsbildung hat Präsident Widodo die
Subventionen gekürzt. Der Kraftstoffpreis im Land erhöhte sich um 31%.
Aufgrund des gegenwärtig sinkenden
Ölpreises ist dieser allerdings wieder
aufs ursprüngliche Niveau zurückgefallen. Nach dem Wegfall dieser Subventionen verfügt die Regierung nun über
mehr Mittel für den Infrastrukturausbau.
Die Infrastrukturentwicklung in Indonesien verläuft bisher wegen der Bürokratie - nicht selten auf lokaler Ebene
- noch zu langsam. Die schwache In-fra-
struktur hat einen logistischen Preis, so
dass Indonesien trotz ausreichender inländischer Ressourcen in großem Maße
Produkte aus dem Ausland importieren
muss. Die hohen Importe bremsen das
Wirtschaftswachstum, das 2014 nur
noch 5,02 Prozent betrug. Es ist das
niedrigste Wachstum seit fünf Jahren
und zugleich auch das dritt-niedrigste
der ASEAN-Region, in der Indonesien
die größte Volkswirtschaft ist. Nun ist
die Aufgabe der neuen Regierung, die
Wirtschaft wieder anzukurbeln. Ziel
ist, ein Wachstum von 7 Prozent in den
nächsten drei Jahren zu erreichen.
Für die Mehrheit der Indonesier ist
„Wirtschaftswachstum“ allerdings nicht
das „Zauberwort“. Viel mehr interessieren sie sich für die Wohlstandsverteilung. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen von 3.531 USD wäre theoretisch
ausreichend für den Grundunterhalt,
wenn es flächendeckend verteilt wäre.
Obwohl die Zahl der Mittelklasse auf
fast 60 % der Gesamtbevölkerung gestiegen ist, leben aber 27,3 Mio. Indonesier noch immer unterhalb der Armutsgrenze.
BWA
5
Gastbeitrag
In Indonesien arbeiten etwa 34 % der
114,6 Mio. Arbeitskräfte meist unterbezahlt in der Landwirtschaft, die eigentlich das Wirtschaftsrückgrat der Nation
ist. Daher hat sich die Regierung in ihrem Haushalt 2015 die Landwirtschaft
neben der Infrastruktur als Schwerpunkt gesetzt. Die Regierung will in
kommenden Jahren die Bewässerungssysteme verbessern und eine Subvention von ca. 4,1 Milliarden Euro für die
Landwirtschaft bereitstellen.
Außerdem wird Indonesien seine Industrie ausbauen. Das Land soll vermehrt eigene Produkte herstellen und
unnötige Importe begrenzen. Indonesien exportierte 2014 Waren in Höhe
von 176,29 Milliarden USD, vor allem
nach China, in die USA und nach Japan.
Nach Deutschland waren es 2,82 Milliarden USD. Die Hauptexportgüter sind
nach wie vor Palmöl und andere Roh-
materialien. Die 178,18 Milliarden USD
an Importen setzen sich nicht nur aus
Maschinen und Fahrzeugen, sondern
auch aus Waren wie Plastikprodukten,
Getreide bis hin zu Industrierückständen zusammen.
Um die Entwicklung zu beschleunigen,
braucht das Land mehr ausländische
Investitionen. Dank der stabilen politischen Situation und seines großen
Marktpotentials ist Indonesien ein attraktiver Investitionsstandort. Die weltweit 16.-größte Volkswirtschaft bereitet
sich auf den so genannten demographischen Bonus in 2030 vor. Mehr als
180 Millionen Arbeitskräfte werden bis
dahin erwartet.
Unter guten Voraussetzungen kann es
das Land 2030 in die Top-10 der Weltwirtschaft schaffen.
Straßen-“Tankstelle“ in Indonesien: Ende
letzten Jahres wurden die zuvor üblichen
Treibstoffsubventionen drastisch gekürzt
BWA
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Fokus China
Industrie 4.0: Ein Modell für China?
BWA-Vorstand Michael Schumann präsentiert deutsche High-Tech-Strategie
Ende Januar referierte BWA-Vorstandsmitglied Michael Schumann auf
einer Veranstaltung des Ping-An-TrustInvestmentclubs im Hotel St. Regis
Yalong Bay im südchinesischen Sanya
über Industrie 4.0 als Teil der nationalen High-Tech-Strategie der deutschen
Bundesregierung.
Vor rund 200 chinesischen Unternehmern und Unternehmerinnen zeigte
Schumann auf Einladung des Versicherungs- und Finanzkonzerns Ping
An anhand aktueller Beispiele aus
Deutschland die Potenziale von Industrie 4.0 für die Modernisierung, Automatisierung und Effizienzsteigerung
von industriellen Produktionsprozessen in China auf.
Der Begriff „Industrie 4.0“ steht für
die Flexibilisierung und Selbstoptimierung von Produktionsprozessen mit
Hilfe eines „Internet der Dinge“, das
nach Dampfmaschinen, Massenfertigung und dem Einzug von IT in die
Produktion nach Einschätzung von
Analysten eine vierte industrielle Revolution hervorbringen wird, die von
vollautomatisierten, hoch individualisierten und ressourceneffizienten Fertigungsprozessen gekennzeichnet ist.
In Deutschland ist Industrie 4.0 eines
der zentralen Zukunftsziele der nationalen High-Tech-Strategie, mit der die
Bundesregierung Forschung und Innovation in Wissenschaft und Wirtschaft
fördert.
Mitglieder des Ping-An-Trust-Investmentclubs müssen eine Einlage von
umgerechnet mindestens vier Millionen Euro in ein Produkt des Versicherungs- und Finanzkonzerns Ping An
tätigen, um aufgenommen zu werden.
BWA-Blog in Chinas größtem sozialen Netzwerk
Die Nachrichten-App Weixin (engl.
WeChat) ist mit 440 Millionen aktiven
Nutzern das derzeit wichtigste soziale
Netzwerk in China. Wer in China ein
Smartphone besitzt, nutzt mit ziemlicher Sicherheit auch Weixin. Deshalb
hat der BWA jetzt einen Blog mit dem
Titel „Enter Germany“ ins Leben gerufen, der in regelmäßigen Beiträgen
Chinesen über Wirtschaft, Bildung
und Kultur in Deutschland informiert
und kurz nach dem Start bereits mehr
als 1.500 Abonnenten verzeichnet.
BWA-Mitgliedsunternehmen mit Interesse am chinesischen Markt haben
die Möglichkeit, über diese Plattform
Gastbeiträge zu veröffentlichen. Die
Beiträge können wirtschaftliche Themen behandeln, Unternehmen und ihre
Produkte vorstellen oder Branchentrends und Entwicklungen erörtern.
Aber auch Bildung und Kultur werden
in dem BWA-Blog thematisiert, wie
das deutsche Schul- und Hochschulwesen oder das duale Ausbildungssystem. Porträts einzelner Regionen und
Bundesländer sowie des Alltagslebens
in Deutschland runden das Profil ab.
Über diesen QR-Code gelangen Sie auf
Weixin/Wechat zu dem Blog:
BWA-Mitgliedsunternehmen mit Interesse an der Veröffentlichung eines Beitrags wenden sich bitte an die
Bundesgeschäftsstelle ([email protected])
BWA
7
Fokus China
Führende Vertreter der Provinz Guizhou besuchen BWA
Mitte März besuchte eine chinesische
Delegation aus der Provinz Guizhou
unter der Führung des Vizegouverneurs Rupei Quin Berlin und Potsdam,
um sich insbesondere über neue Technologien bei der städtischen Abfallbeseitigung und Recycling, sowie über
den neuesten Stand der städtischen
Abfall-Managementsysteme und dazu
benötigter Softwareprodukte zu informieren. Außerdem suchte die Delegation Kontakte zu Unternehmen, die in
dieser aufstrebenden Region Chinas
investieren und kooperieren wollen.
Weit im Vorfeld dieser Reise hatte man
sich deshalb innerhalb des Provinzkommitees Guizhou Gedanken gemacht,
durch welche deutschen Wirtschaftsverbände man die besten Chancen
hätte, die geeignete Unterstützung zu
erhalten und hat nach eingehender
Prüfung den BWA ausgewählt und bei
dieser Gelegenheit Einzelheiten der
weiteren Zusammenarbeit besprochen.
Vizegouverneur Rupei Quin mit BWA-Vorstandsvorsitzendem Dirk Bormann
Der BWA übergab der Delegation Unterlagen über neue Technologien auf
dem Gebiet der Abfallentsorgung und
Energiespeicherung und führte die
Verantwortlichen mit interessierten
Unternehmern zusammen. Eingeleitet
hatte den Besuch das BWA-Senatsmitglied Jun Zuo, dem wir auch auf diesem
Wege bezüglich seines Engagements
für eine Zusammenarbeit mit der Provinz Guizhou danken möchten.
Vizegouverneur Rupei Quin hat den
BWA zu einem Gegenbesuch nach
Guizhou eingeladen. Diese Einladung
wird der BWA im Rahmen seiner partnerschaftlichen Beziehungen in China
gern wahrnehmen.
Die Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsbeziehungen stärken
Mitte Februar besuchte Zhan Jianyun,
Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Industrie- & Handelsvereinigung
(DCIH), die Bundesgeschäftsstelle des
BWA.
Der in Deutschland eingetragene
Verein widmet sich der gemeinsamen
Pflege der Wirtschaftsbeziehungen
zwischen Deutschland und China und
fördert die freundschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Konkret organisiert der DCIH Delegationsreisen für die Regierungen
mittelgroßer chinesischer Städte (zwischen zwei und fünf Millionen Einwohner) und führt deutsche und chinesische Entscheider aus Wirtschaft,
BWA-Vorstand Michael Schumann und Zhan Jianyun, Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen
Industrie & Handelsvereinigung (DCIH)
Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
zusammen. BWA-Vorstandsmitglied
Michael Schumann und Zhan Jianyun
erörterten in dem Gespräch, wie der
BWA die DCIH bei der Umsetzung
von Delegationsreisen zukünftig unterstützen kann und loteten weitere
Kooperationsmöglichkeiten aus.
BWA
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Zentrale
BWA-Vorstandsvorsitzender besucht Botschaft der Republik Panama
Ende Januar traf Dirk Bormann, Vorstandsvorsitzender des BWA, Frau
Lerys Lobo de Holzhaenger, Leiterin
und Geschäftsträgerin der Botschaft
von Panama in Berlin, zu Gesprächen
über mögliche Kooperationen. Herr
Bormann betonte das große Potential
Panamas, welches zu einem wichtigen
Drehkreuz im internationalen Finanzsektor geworden ist. Deutschland solle
zukünftig seine Beziehungen zu dem
Land, insbesondere im wirtschaftlichen
Bereich, ausbauen.
Frau Lobo de Holzhaenger merkte an,
dass Panama neben einer aufstrebenden Wirtschaft auch eine schöne Natur
und viele touristische Attraktionen biete. Sie kündigte außerdem den Besuch
des Präsidenten Panamas, Juan Carlos
Varela, auf Einladung der Bundeskanzlerin in diesem Jahr an. Auch Panama
habe ein großes Interesse an einem
Dirk Bormann, Vorstandsvorsitzender des BWA, Frau Lerys Lobo de Holzhaenger, Leiterin und
Geschäftsträgerin der Botschaft von Panama in Berlin
Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, z. B. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Infrastruktur, Freihandelszonen, Hightech/
Softwareentwicklung, Agrarindustrie,
Tourismus, Logistik und Finanzdienstleistung. Herr Bormann und Frau Lobo
de Holzhaenger waren sich einig, dass
man im Zuge des Besuches des Präsidenten Panamas gemeinsame Veranstaltungen organisieren solle. Diese
könnten als Grundlage für den Austausch zwischen BWA Mitgliedern und
Unternehmern aus Panama bilden.
Immobilienunternehmer Suat Altin besucht BWA-Bundesgeschäftsstelle
Der führende türkische Immobilienunternehmer Suat Altin besuchte am 6.
Februar die Bundesgeschäftsstelle des
BWA zu Gesprächen mit dem BWAVorstand.
Suat Altin hat im elterlichen Baubetrieb Altin Insaat seit seinem 14. Lebensjahr alle praktischen Bereiche des
Bauens erlernt. Das Familienunternehmen baute im Zeitraum zwischen 1970
und 2007 mehr als 2.000 Häuser. 2007
übernahm Altin das Unternehmen, das
seitdem unter dem Namen Suat Altin
Insaat firmiert und ein beispielloses
Wachstum verzeichnet: Seit 2007 wurden mehr als 3.000 weitere Häuser gebaut, vor allem im türkischen Kayseri
und Istanbul, darunter Großprojekte
wie das Altin Koza 1-Projekt mit modernsten Apartments und großen Gewerbeflächen. Mehrere weitere Großprojekte folgten.
Suat Altin (3.v.l.) mit den BWA Vorständen Wolfram Nowsch (2.v.l.) und Michael Schumann
(4.v.l.)
Das Unternehmen entwirft und baut
große Wohnparks ebenso wie hochklassige Luxus-Objekte. Die Mitarbeiter werden stetig geschult, internationale Entwicklungen, Standards und
Trends genauestens beobachtet.
Der in Kayseri ansässige Betrieb gehört
zu den führenden seiner Region und
will in den nächsten Jahren vor allem
auch im Ausland expandieren. Dazu
wurden gemeinsam mit dem BWA Perspektiven besprochen.
BWA
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Zentrale
Lothar de Maizière wird Ehrenpräsident des BWA
Bundesversammlung wählt Ministerpräsident und Bundesminister a. D. ins Präsidium
Dr. Lothar de Maizière ist zum Ehrenpräsidenten des Bundesverbandes für
Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft gewählt worden.
Zusammenwachsen der unterschiedlichen Rechtssysteme sowie der Anwaltschaften in Europa wurden ihm hohe
Auszeichnungen und Anerkennungen
zuteil, u.a. der höchste zivile Orden
der russischen Föderation für ausländische Staatsbürger, die Ehrenprofessur
der berühmten „GNESIN –MUSIKAKADEMIE“, die Ehrendoktorwürde der Universitäten Seoul (Korea)
und Weliko Tarnovo (Bulgarien) sowie
weitere in- und ausländische Ehrenzeichen.
Lothar de Maizière wurde nach der
einzigen freien Volkskammerwahl der
DDR im März 1990 der letzte Ministerpräsident der DDR. Ab August 1990
amtierte er zugleich als Außenminister. In diesen Funktionen trug er maßgeblich zur Deutschen Einheit bei und
war einer der Unterzeichner der 2 + 4
Verträge. Nach der Wiedervereinigung
war er kurzzeitig unter anderem Bundesminister für besondere Aufgaben
und erster stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.
Lothar de Maizière ist Mitglied verschiedener Aufsichtsräte und Beiräte mit innen- und außenpolitischen
Schwerpunkten. Er ist Mitgründer
und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e.V., einem Bürgerverein zur
Förderung politischer, kultureller und
sozialer Beziehungen in Europa und
Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs,
eines bilateralen Diskussionsforums,
das das Ziel hat, die Verständigung
zwischen den Zivilgesellschaften
Deutschlands und Russlands zu fördern.
Nachdem er seine Karriere als Bratschist aus gesundheitlichen Gründen
1975 beenden musste, begann er nach
einem erfolgreichen Jura-Studium als
Rechtsanwalt in der DDR zu arbeiten.
Er vertrat Mandanten insbesondere in
Wirtschafts-/ Steuerstrafsachen und
politischen Strafverfahren und allgemeinen Fragen des Zivilrechts. 1996
gründete er eine Kanzlei in Berlin
und ist insbesondere auf die Rechtsprobleme im Zusammenhang mit der
Wiedervereinigung (Vermögensrecht,
Dr. Lothar de Maizière / Bild © Henryk Plötz
Rehabilitationen) und dem Wirtschaftsrecht spezialisiert. Auf Grund
seiner umfassenden Kontakte ist ein
starker Focus auch auf internationale
Aktivitäten, insbesondere in Osteuropa, gerichtet.
Für seine Verdienste um die Wiedervereinigung Deutschlands und das
Mit dem BWA verbindet Lothar de
Maizière eine lange Partnerschaft. So
begleitete er bereits mehrere BWAUnternehmerreisen nach China oder
tauschte sich im Rahmen von Kamingesprächen mit den Mitgliedern aus.
Zum Ehrenpräsidenten des BWA
wurde er im Rahmen der Bundesversammlung Anfang Dezember gewählt.
Neben der Wahl von Lothar de Maizière sind bei der Versammlung auch
Thomas Sapper als ordentlicher Vizepräsident und Michael Schumann als
ordentliches Vorstandsmitglied bestätigt worden.
Auf der Bundesversammlung Anfang Dezember wurde auch Michael Schumann (links) als
ordentliches Vorstandsmitglied bestätigt
BWA
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Kurz notiert
BWA trifft Staatspräsident
von Ghana
Unterstützung: „Wir brauchen verstärkte Investitionen im Bereich der
Berufsförderung, der technischen
Berufe und der Berufsbildung. Dazu
könnte Deutschland aufgrund seiner
Erfahrungen einen Beitrag leisten,
damit wir auch die entsprechenden
Arbeitsplätze zur Verfügung stellen
können.“ Quelle: BWA, Bundesregierung
BWA Cebit-Messetag
Ghanas Staatspräsident John Dramani
Mahama mit BWA-Senatsmitglied und
Ghana-Repräsentant Manfred Körber
Im Rahmen eines Deutschland-Besuchs empfing Ghanas Staatspräsident
John Dramani Mahama Anfang Januar Vertreter der deutschen Wirtschaft
zu einer Diskussion über die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen
Deutschland und Ghana.
Senatsmitglied und Ghana-Repräsentant Manfred Körber vertrat den
BWA in den Gesprächen mit dem Präsidenten. Herr Körber, der erst kürzlich einen großen Auftrag im Bereich
Baumaschinen mit der ghanaischen
Regierung in die Wege geleitet hat,
verfügt über ein dichtes Netzwerk in
Wirtschaft und Politik des westafrikanischen Landes.
Seit 1961 beläuft sich das Gesamtvolumen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana auf 1,37
Milliarden Euro. 2012 hat Deutschland Ghana für die kommenden drei
Jahre weitere rund 160 Millionen Euro
zugesagt.
Deutschland unterstützt den westafrikanischen Staat intensiv bei der Energiegewinnung, der Stromversorgung
und beim Ausbau der erneuerbaren
Energien. Dies betonte auch die Bundeskanzlerin anlässlich des Besuchs
und verwies ferner auf deutsche Förderung bei der Berufsausbildung Ghanas.
In diesem Bereich wünscht sich Präsident Mahama allerdings noch mehr
Erster Abnehmer dieser Informationen ist die Automobilindustrie.
Beim anschließenden Mittagessen
auf Einladung der Messe Hannover
konnten sich die Teilnehmer dann
untereinander austauschen, bevor der
Nachmittag dann für die jeweiligen individuellen Messegespräche zur Verfügung stand.
Am 14.04.2015 findet im gleichen Format der (große) BWA-Messetag auf
der Hannovermesse statt. Dieser wird
in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit
dem Club der Wirtschafts- und Handelsräte (siehe www.cwhr.de) durchgeführt (Weitere Informationen und
Kontakt: Stefan Schmitz: s.schmitz@
bwa-deutschland.de)
Termine
Auf Einladung der Messegesellschaft
Hannover besuchte am 17.03.2015
eine neunköpfige Delegation des
BWA, bestehend aus Unternehmern
und Diplomaten, die diesjährige Fachmesse Cebit.
In ihrer Begrüßung und Präsentation der Messe erläuterte Frau Monika
Arnold die konzeptionelle Ausrichtung der Messe und die wichtige Rolle
Chinas als Partnerland. Auch auf die
besonderen Anstrengungen der Messegesellschaft zur Unterstützung von
Start-ups aus der IT-Branche wurde
hierbei hingewiesen.
Der anschließende Messerundgang
stand unter dem Motto „Future
Trends“. Hier konnten sich die Teilnehmer über ausgewählte neue Produkte etablierter Unternehmen, universitärer Forschungseinrichtungen
sowie von ausgewählten Start-ups informieren, wie z. B. das Unternehmen
„anacode“ aus Berlin: Hier arbeitet ein
junges Team an der Auswertung von
chinesischsprachigen, marketingrelevanten Informationen aus dem Internet. Dazu wird eine Kombination aus
redaktioneller Arbeit und computerlinguistischen Verfahren angewendet.
14.April 2015 - Hannover
Besuch der Hannover Messe
Kontakt: Stefan Schmitz
[email protected]
19. April 2015 - Unternehmerreise
nach Costa Rica
Infos und Kontakt hier
5.-7. Mai 2015 - Polen/Danzig
(Gdansk): Unternehmerseminar
Kontakt: Stefan Schmitz
[email protected]
18. - 29. Mai 2015 - Berlin
Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2015 –
Smart Cities
Infos und Kontakt hier
21. August 2015 - Berlin
Stallwächterparty
Kontakt: Rémi Dubail
[email protected]
Aktuelle Informationen zu den
Veranstaltungen des BWA finden Sie
auch unter:
www.bwa-deutschland.de
BWA
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