WEINE AUS ITALIEN 2015

WEINE AUS ITALIEN 2015
SÜDTIROL
Sylvaner Alte Reben 2012, Pacherhof
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0,75
28,80
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0,75
14,80
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0,75
14,80
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14,80
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0,75
34,80
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0,75
34,80
Fest, weich, kompakt, reif, cremig, erdig, mineralisch herb im Finish. Salzwiese, Zitruszeste
Der Pacherhof hoch über Neustift ist nicht nur ein Weingut mit Weinen von exzeptioneller Qualität,
sondern auch ein gemütliches Hotel mit einem durchaus bemerkenswerten Restaurant.
Müller Thurgau 2012, Pacherhof
Etwas Sauvignonnase. Mild, würzig, saftig, mineralisch, erdig im Finish. Stachelbeere, Litchi, Heu, Gras
Kerner 2012, Pacherhof
Aromatische Nase, strahlende Frucht, etwas rau, erdig, herbes diichtes kompaktes Finale
TRENTINO
Frizzante Sur Lie Alpino Aromatico, Matteo Furlani
Müller Thurgau. Floral, würzig, aromatisch, superfrisch, feinporig straff, leicht cremig, rau, schmelzig,
stringent, unfiltriert. Ansi, Mandeln BIODYN
Teroldego Morei Anfora 2011 Vigneti delle Dolomiti, Elisabetta Foradori
Teroldego, gewachsen auf alluvialem Gletscherschwemmland, leicht sandig und felsig. Dunkel (= Morei)
fruchtiger Ausdruck. Schwarze Himbeere saftig, guter Griff, dichtgewirkte schwerseidene Textur. Extrovertierte, verführererisch weiche Ausprägung des Teroldegos, sehr dunkel und enorm intensiv. Acht Monate auf den Schalen in der Amphore lassen einen hedonistisch anschmiegsamen, dennoch puren Wein
entstehen. BIODYN
Manche Reben gehören zu den gefährdeten Arten, wie Nerello und Cappucio auf Sizilien, Cannonau auf
Sardinien und Oselot in Friaul. Auch Teroldego gehört dazu, jene Rotweinsorte, die auf dem Campo Rotaliano im Etschtal auf mageren Schotterböden wächst und dort den Zenith ihrer Möglichkeiten erreicht.
Die Wildwasser des Noce schieben Kalkstein, Schiefer, Quarz, Porphyr und Granit in die Ebene. Dort, zu
großen Kieseln geschliffen, bilden sie, weil vollkommene Drainage eine perfekte Unterlage für die Rebstöcke. Die Steilwände der Dolomiten leiten klar-kühle Luft ins Tal, speichern Wärme und Licht, schützen
gegen sengende Sonne und rigorose Winter und machen, überzogen vom Rosarot der Alpensonne, das
Tal der Etsch zu einem magischen Ort. Die Winzerin Elisabetta Foradori nimmt sich von ihrem Familiensitz in Mezzolombardo aus seit 26 Jahren dieses Teroldego Rotaliano an, und verwandelt ihn, biodynamisch wirtschaftend in große Weine.
Elisabetta verwendet handgetöpferte 400 Liter-Amphoren, die gut sichtbar in ihrem Keller stehen. Sie befüllt sie mit 350 kg leicht angequetschten Trauben und deckt sie während der Fermentation mittels
wilder Hefen lediglich mit Tüchern ab. Der Jungwein bleibt mitsamt seinen Schalen für acht Monate in
den dann verschlossenen Amphoren. BIODYN
Teroldego Sgarzon Anfora 2011 Vigneti delle Dolomiti, Elisabetta Foradori
Teroldego, gewachsen auf alluvialem Gletscherschwemmland, leicht sandig und felsig. Rotkernig kühl,
Maulbeeren, steinig und saftig, mit wenig Süße, gutem Griff und seidiger Textur. Kühle, eher introvertierte, brillant griffige Ausprägung dieser alten Sorte mit ausdruckstiefer Aromatik. Acht Monate auf den
Schalen in der Amphore lassen einen puristisch eleganten Wein entstehen. BIODYN
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Teroldego Granato 2010 Vigneti delle Dolomiti, Elisabetta Foradori
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0,75
48,80
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0,75
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0,75
22,80
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0,75
12,80
0,75
14,80
0,375
28,80
0,75
59,80
Teroldego. Fest, kompakt, elegant, tief, seidig, kühl, sahnig. Starkes Fruchtherz, Tabak, Schokolade, viel
Mineralik.
Der Umstieg vom Barrique auf die großen Garbelottofässer tut diesem Flaggschiff so gut! 10 Jahren
biodynamischen Weinbaus bedeuten Verstehen, Erfahrung, Sensibilität, Gespür, Emotion und ständiges
Lernen. Die Wahrnehmung der natürlichen Zyklen des Lebens in den Weinbergen, der subtilen Unterschiede in der Natur, die dadurch initiierten kreativen Impulse und die Freiheit, die solches Arbeiten
letztlich schenkt, drücken sich in Elisabetta Foradoris erstaunlichen Weinen aus. BIODYN
VENETO
Bardolino Brol Grande 2013, Le Fraghe
Corvina Veronese & Rondinella. Dunkelfruchtig feinwürzig weich dicht schmelzig. Burgundisch. Dunkle
Kirsche Salami Speck ORGANIC
Matilde Poggis biologisch-organische Weine vom Gardasee lassen einem das Wasser im Mund
zusammen laufen! Auf steinigem, kalkigem, vom Etschgletscher glattgeschliffenen Boden wachsen
die heimischen Sorten Garganega (weiss), Corvina und Rondinella (rosé und rot). Wirklich gute Bardolinoweine passen - leichtfüßig, frisch und aromatisch intensiv - immer hervorragend zu jeder Art mediterranen Essens. Wer üppig dunkle, gar fette Weine sucht, sollte um den Bardolino also einen Bogen machen. Matildes Bardolini stammen wie auch ihr Chiaretto ausschließlich von Corvina und Rondinella. Es
sind fast transparente, griffige, mit einer satten Spur Mineralien unterlegte, elegante Rotweine, die zum
nächsten Schluck animieren und Zäsur sind zwischen dem einen und dem nächsten Bissen.
Quaiare 2011, Le Fraghe
Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc. Dunkelsaftig schmelzig dunkelfruchtig dicht. Griffig konzentriert
satt. Würze & Karamell. Hätten nicht gedacht, jemals Cabernet vom Gardasee zu importieren. Dieser
gefällt uns sehr! ORGANIC
Riva Arsiglia 2012, Giovanni Menti
Garganega. Mineralisch weich, gut salzig, dichte Frucht, etwas rauchig vom vulkanischen Boden BIODYN
In Stefano Mentis Weinen verbindet sich traditionelle Arbeit mit seiner Art, Experimente zu wagen. So
hält er seine Weine vor der Gärung möglichst kühl, verzichtet aber während der Gärung selbst auf jegliche
Temperaturkontrolle. Die Weine werden spontan vergoren und erst kurz vor der Abfüllung ein wenig geschwefelt. Mentis Weine sind ganz eigen und zeigen nicht nur ihre Herkunft, sondern auch die Gedanken
ihres Weingärtners über Wein.
Monte del Cuca 2011, Giovanni Menti
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Garganega auf der Maische vergoren. Dunkles Orange im Glas, schön raue, kalkige Textur so intensiv,
dass wir das Gefühl haben, der vulkanische Boden um Gambellara habe sich pur verflüssigt. Am Gaumen
dann weich cremig herbwürzig und sehr lang. Sanddorn Nüsse Heu Honig Aniskaramell. Toll! BIODYN
Vin de Granaro 2006, Giovanni Menti
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Garganega spektakulär! Nüsse, Orange, Zeste, Steine, Tannennadeln, Akazienhonig … welche Länge! Welche Intensität!
Stefano Menti trocknet die Trauben in Bündeln in seinem alten Speicher. Sonne, Luft und Dämmerlicht
bieten eine vollkommene Umgebung zur Traubenkonzentration. Dieser Wein ist überwältigend aromatisch und unglaublich tief. Auch toll! Nicht zaudern, trinken! BIODYN
Amarone della Valpolicella Vigneti di Osan 2004, Corteforte
Corvina Veronese, Rondinella, Molinara sowie einige lokale Varietäten. Fruchtfülle, feine Würze. Rohseidene, dicht verwobene Textur. Satt, saftig, schmelzig, tief.
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Wer Amarone liebt, weiß, wie schwer es ist, an richtig guten Amarone zu kommen. Allzuoft wird Amarone einem vermeintlichen Publikumsgeschmack geopfert und auf marmeladige Süße und konturlose
Fruchtopulenz getrimmt. Das ist schauderhaft und schade obendrein, denn Amarone ist klassikanisch
das pure Gegenteil von Profillosigkeit. Echter Amarone überzieht den Gaumen dicht mit Schwaden von
Frucht, zeigt einen festen griffigen Kern, ist rassig, charaktervoll und verteufelt tief. Seine Kraft hebt die
Finesse der Frucht hervor, die hält mühelos die Balance zur Würze. Confierte Frucht, glutvolles Beerenfinale, frische, feingliedrige Säure und immenser Facettenreichtum zeichnen Amarone di Osan aus.
Recioto della Valpolicella Classico 2007, Corteforte
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0,5
36,80
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0,5
36,80
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0,75
29,80
Corvina, Rondinella, Molinara. Frischer Hollunder, Hollersirup, schwarze Johannisbeeren, Cassis. Frische
und Intensität; ein fröhlicher, aromatisch enorm konzentrierter Wein. Bei aller Dichte saftig klar und
sanft herb am Gaumen.
Recioto della Valpolicella Amandorlato 2005, Corteforte
Corvina, Rondinella, Molinara. Blumen und Waldboden, Nüsse und eingelegte Weichseln, Vanille, Zimt,
Schokolade und Lakritz. Würziger als der Classico, weniger rotfruchtig. Finessenreich und konzentriert.
CINQUE TERRE
Bianco 2013, Azienda Agricola Possa
Albarola und Bosco sind die angestammten Weissweinsorten in den Cinque Terre. 4 Tage Maischelager,
daher auch sein kräftiges Gold. Ohne Schwefel abgefüllt. Fest, geschmeidig, cremig, ganz leicht rau mit
einer Spur Kalk, leichtfüßig, jedoch sehr dicht und konzentriert, leicht herbes Finish. Frischer Pfeffer &
Kräuter. In Nase und Gaumen alle Aromen aus dem Steilhang: Rosmarin, Thymian, Zitronenmelisse,
frischer schwarzer, noch roter Pfeffer, Salbei, Zitrus, Honig. Sonnenbeschienene Steine nach dem Regen,
eine winzige Spur gebrauchtes Holz. Vier Tage Maischelager, daher auch sein kräftiges Gold. Ohne Schwefel abgefüllt. Überwältigend gut! BIODYN
Steilste Hänge, fast 90 Grad abfallend hinunter an den steinigen Saum des Meeres. Bestanden mit Zitronenbäumen, Rosmarin-, Thymian-, Zitronenmelissenbüschen, dazwischen Weinstöcke von teils biblischem Alter. Auf verwittertem Schiefer, der immer wieder von hoch oben in teils riesigen Tranchen herabbricht und die Hänge rodet. Die wenige Erde wird festgehalten von den Wurzeln der Pflanzen und
Natursteinmauerwerk, das von den Steinlawinen immer wieder eingerissen - und von Heydi-Samuele Bonanini und seinem Vater in schwerster körperlicher Arbeit stets neu aufgebaut wird.
Heydis Arbeit ist wahrlich die existentialistische eines Sisyphos. Sie zeigt einerseits die Sinnwidrigkeit
von Existenz und Welt (denn die Steine werden zwangsläufig weiter bröckeln, abrutschen, fallen und jeder Stein, der so mühsam wieder hochgewuchtet wird, wird dereinst wieder herunterkommen). Andererseits verkörpert Heydi so sympathisch die Sehnsucht nach Sinn. Für ihn ist seine Arbeit, dieses permanente, unter schwerster Mühe Wiederherstellen eines absolut vorläufigen Zustands sinnvoll und
freudvoll. Sein Schicksal gehört ihm. Sein Schiefer ist seine Sache wie seine Weinstöcke. Die Anstrengung
hört nicht auf und ist sein persönliches Geschick. Heydi ist der Herr seiner Tage. Das Ringen mit der Natur, „der Kampf gegen Gipfel“ (Camus) vermag ein Menschenherz auszufüllen. Und so müssen wir uns
Heydi als einen glücklichen Menschen vorstellen!
Heydi macht auf den Steilhängen im Cinque Terre eine schier überwältigende Arbeit. Er sorgt mit bewunderswerter Energie dafür, dass das Kulturerbe der ligurischen Steilterrrassen erhalten bleibt, indem er die
dort seit alters her autochthonen Sorten zu eigenpersönlichen, eigenartigen, phänomenal guten Weinen
werden läßt. Weine, die - all die Arbeit, die zu ihrer Existenz führt vor Augen - keinen Preis haben dürften,
oder zumindest einen sehr viel höheren. Vom Weisswein gibt es in guten Jahren gerade ´mal 3000 Flaschen (in schwierigen wie 2014 nicht einmal die Hälfte), vom Rotwein bei bester Ernte 2500 Flaschen (2014
knapp 900).
I T A L I E N
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Passito Sciacchetrà 2009, Azienda Agricola Possa
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0,375
88,-
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0,375
88,-
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0,75
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0,75
22,80
0,75
13,80
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0,75
22,80
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0,75
20,80
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0,75
18,80
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0,75
22,80
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0,75
22,80
0,75
9,80
Bosco, Rossese, andere. Aprikose frisch gekocht. Honig, Walnüsse, Kaffee, Waldbeeren. Schwere Seide
fließend und elegant. Sciacchetrà ist wirklich solitär unter den Süßweinen.
Passito Rinascita, Azienda Agricola Possa
Canaiolo. Kirsche, Mandel, Kakao, Früchte kandiert. Fruchtvoll, tanninig, dicht strukturiert. Solitär.
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PIEMONT
Cortese 2013, Oltretorrente
Cortese. Schlank, kraftvoll, rotbackiger Apfel, rote Fruchtessenz, Melone, zartherb & herrlich feinwürzig
ORGANIC
Timorasso 2013, Oltretorrente
Timorasso. Trauben, Blüten, Honig, Feuerstein & Würze. Fest, geschmeidig mit leichtem Grip, supersaftig
und erfrischend mineralisch ORGANIC
Rosso 2013, Oltretorrente
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Barbera, Dolcetto. Rotes Johannisbeerherz & ein Hauch spicy Chili. Saftig klar, fein kalkig und weich. Italien, so schön! ORGANIC
Barbera 2013, Oltretorrente
Barbera. Betörender Duft. Süßholz, Cassis, Beeren, Kakao. Reif, üppig, dicht, klar, viel Struktur bei faszinierender Länge ORGANIC
Baccabianca 2007, Guido Zampaglione Cascina Grillo
Cortese auf der Maische vergoren. Rau, salzig, sehnig, dunkel, kompakt wenngleich ohne Fett, würzig
herb, viel Boden. ORGANIC
Guido Zampaglione und seine Frau Igiea bearbeiten ihre rund 17 Hektare weiten Weinberge in der Gegend
von Monferrato mit natürlichen Mitteln. Die Erträge sind gering, alle Weine werden mittels wilder Hefen
vergoren, die Weissweine zudem einige Tage auf den Schalen, im Keller haben die Weine ihre Ruhe und
die ihnen genehme Zeit bei geringst möglicher Manipulation. Es sind herrlich ausdrucksstarke, sehr spezielle Weine aus einem kleinen Haus.
Solleone 2011, Guido Zampaglione Cascina Grillo
Sauvignon Blanc. Üppig, weich, sanft, cremig, saftig, etwas rau, sehr klar & sehr sehr lang. Feine Sauvignonfruchtigkeit, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern der ob Maische-Fermentation ausgeprägten Strukt die Vorhand läßt. ORGANIC
Igiea 2006, Guido Zampaglione Cascina Grillo
Barbera, wie wir sie nur selten zu kosten bekommen. Kleine konzentrierte Beeren, rotkernig, dicht saftig,
weich, mild & füllig mit sehr viel gutem, mürbem Tannin. Eine tiefdunkle Barbera, ungewohnt fest, üppig, tiefdunkel und konzentriert. Satter dunkler Trinkfluss von beeindruckender Tiefe! ORGANIC
Pecoranera 2003, Guido Zampaglione Cascina Grillo
Freisa, Dolcetto, Barbera & Merlot. Weich, schlank, dicht, seidig, leichtfüßig, saftig & klar. Rote Beeren &
florale Noten. Anschmiegsam und geschmeidig, zieht dieser Blend eine nachhaltige strahlend dunkelrote
Spur. Wild und doch auch bäuerlich elegant. Toll! ORGANIC
Dolcetto d´Alba 2012, Rizzi
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Intensiver Duft, Brombeeren und rote Frucht satt. Geschmeidig dicht, saftig kompakt, leicht und sonnenklar. Unterscheidet sich in seiner rot-transparenten Art deutlich vom dunklen Bruder aus Dogliani.
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Barbera d´Alba 2010, Enrico Rizzi
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0,75
10,80
0,75
36,80
Barbera, geachsen auf kalkmergel mit einer fürs Piemont idealen Südost-Exposition. Saftig rote Frucht,
feine Frische, dezente Kraft, gute Intensität, elegante sanfte Tannine. Ungewöhnlich gute, trinkige Begleiterin für bäuerliche italienische Küche.
Barbaresco Boito Riserva 2009, Azienda Vitivinicola Rizzi
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Nebbiolo. Weich, balanciert, saftig, sonnig, voller Druck im Überschwang kultivierter, eleganter Kraft.
Herrlich dunkler Trinkfluß, texturiert wie Samt und Seide, üppig aber nicht fett, Aromen von Kirsche &
Schokolade. Sehr feiner Barbaresco, der männliche und weibliche Eigenschaften vollkommen auf den
Punkt bringt. Beeindruckend.
Ernesto Dellapiana hat die Azienda Vitivinicola Rizzi 1974 auf dem alten Familiensitz begründet und gebietet zusammen mit Sohn Enrico und Tochter Jole über fünf vorzügliche Cru-Lagen westlich von Treiso:
Rizzi, Pajorè, Nervo Fondetta, Bricco Boito und Manzola. Nur wenige Winzer arbeiten den Terroircharacter
ihrer Nebbioloweine so präzise heraus wie die Dellapianas. Modische Tendenzen interessieren sie nicht.
Holzmaskerade wird im Hause Rizzi nicht betrieben. Ihre Weine spiegeln ganz pur das Zusammenspiel
von im Schnitt 30jährigen Nebbioloreben auf gegen Süden blickenden Hängen, weissem, kalkigem Tonmergel und den klimatischen Bedingungen der Langhe, heftig abwechslungsreich mit heißen Sommertagen, kühlen Nächten, teils großer Trockenheit, zunehmend anwachsender Feuchtigkeit und immer wieder heftigen Stürmen. Die Appellation Barbaresco gehört zu den bemerkenswerten Weingebieten Italiens.
Keine Sorte, die in Italien noblere Weine bietet als Nebbiolo! Keine Sorte, deren Weine licht, feinststrukturiert, nahezu transparent und aromatisch höchst intensiv derart erfreuen können (wenn, ja, wenn sie
sorgsamst ausgebaut, also nicht in neue Särge aus Eichenholz gefüllt werden).
Barbaresco Rabajà 2001, Bruno Rocca
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0,75
118,-
Barolo Riserva 1989, Cavalotto
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0,75
228,-
Barolo Cascina Francia 2004, Giacomo Conterno
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1,5
428,-
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0,75
9,80
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0,75
14,80
r
1,5
82,80
Giacomo Conterno ist längst bei den Engeln, Giovanni Conterno ist ihm im letzten Jahr gefolgt, heute ist
es Roberto, der diese äußerst vitale Legende eines der letzten Traditionalisten des Piemont bewahrt. Die
Baroli werden 4 bis 5 Wochen vergoren, im großen Holzfass ausgebaut und ungeschönt und ungefiltert
auf die Flasche gezogen. Es sind in der Jugend strenge, stark strukturierte und in die Tiefe geschichtete
Weine, konzentriert, mit der für traditionelle Baroli typischen Aromatik von Veilchen, Lakritz, heller
Kirsche, Kirschlikör, Waldbeeren und Tabak. Das Tannin kleidet die Mundhöhle aus. Ein mächtiger Körper
hat einen eleganten Auftritt und läßt kontrolliert die Muskeln spielen. Solche Weine stehen für sich, bedürfen keines Begleiters auf dem Tisch. Und doch wäre ein Ossobuco oder ein Brassato vom Rinderfilet,
angesetzt im eigenen Fond mit Tomate, Lorbeer und einem Bouquet Garni aus Zitronenschale, Petersilie,
Salbei, Rosmarin und Melisse, serviert mit einer in Hühnerfond und Milch gezogenen halbfesten Polenta
und dem durch die Pfanne gezogenen Mark aus den Knochen keine schlechte Ergänzung.
TOSKANA
Rosso Toskana 2012, I Vineri
Sangiovese & Merlot. Rotfruchtig würzig balanciert, weich, leicht herb im Finale. Für Pizza und Pasta
Chianti Rufina2013, I Vineri
Sangiovese, Canaiolo, Colorino. Reife süße Frucht, Walnusshaut und Tabak. Milde Tannine, saftig und
klar
Rosso di Montalcino 2010, Podere San Giuseppe
Sangiovese Grosso. Strahlendes Rubin. Kirsche & etwas Würze. Sonnig warm, füllig, dunkelsaftig, weich
und kugelig. Ein Roter, der sich schon gut öffnet. Enorm trinkiger Weine mit feinem Zug in die Tiefe.
BIODYN
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Stella di Campalto führt ihr sechs Hektare kleines Gut südlich von Montalcino seit 1992, einen Steinwurf
entfernt von Sant Antimo, dieser schönsten aller romanischen Kirchen, Stein gewordenes Wunder an
Einfachheit, Klarheit und Licht. Sie arbeitet biodynamisch. Die Stöcke stehen auf eisenhaltigem Tonmergel vulkanischen Ursprungs. Der Wein reift in unterschiedlich großem Holz, wobei Stella jegliche Holzmaskierung ihrer Weine vermeidet.
Brunello di Montalcino 2008, Podere San Giuseppe
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0,75
76,80
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0,75
29,80
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0,75
66,80
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0,75
120,00
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0,75
8,80
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0,75
12,80
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0,75
14,80
Saniovese Grosso. Dunkelsaftig sehnig, geschmeidig, selbstbewußt. Eleganter und selbstbewußter Auftritt in einem überragenden Jahrgang. BIODYN
Es gibt nach wie vor viele Brunelli, die von Neuholztönen und Röstung geprägt sind und den Sangiovese
Grosso der globalen Weinlangeweile opfern. Dass es auch anders geht, zeigt Stella di Campalto. BIODYN
Rosso di Montalcino Sorgente 2011, Salicutti
Sangiovese Grosso. In der Nase Kirsche, Mandel & Tabak ziemlich beeindruckend. Am Gaumen rotfruchtig, saftig, weich & kühl, jede Menge Tabak und viel gut eingebundenes Tannin. Gute Länge BIODYN
Stella di Campalto und Francesco Leanza zeigen Bilderbuch-Sangiovese aus dem Süden der Toskana. Mit
viel Griff, sehr guter Frische und jenem festen roten Mittelpunkt, der den Mund wässert und uns auch
während eines opulenten Mahls vom Wein nicht genug bekommen läßt. Überlassen wir doch die ganze
internationale Stilistik der Golfplatz-Haut-Volée und dem Immobilien-Jetset.
Brunello di Montalcino Piaggione 2008, Salicutti
Sangiovese Grosso. Kühle rote Frucht, leichte Holzwürze. Elegant, sehnig, sämig, immens saftig, kraftvoll
schlank, sehr präzise und im Finish charmant. Welch herrlicher Ausdruck! Großer Brunello! BIODYN
Brunello di Montalcino Piaggione Riserva 2008, Salicutti
Sangiovese Grosso. Welch ein Brunello! Dichtest bepackt mit Frucht und den für den Piaggione-Weingarten so typischen Tabakaromen. Dunkelrotfruchtig, cremig, geschmeidig, schmelzig, intensiv und ohne
plakative Primäraromatik. Bolivia-Wildkakao. Superelegant, superkonzentriert, superlanglebig! WOW!
BIODYN
MARKEN
Verdicchio Superiore dei Castelli di Jesi Villa Torre 2013, Tavignano
Verdicchio reintönig aus den besten Hügellagen der Kernzone der Marken. Aromatisch intensive Nase.
Klare Aromen im Mund: Apfel, Melone, Wiesenkräuter. Eine Spur Bittermandel. In diesem Jahrgang mit
erstaunlich cremiger Textur.
Verdicchio Superiore dei Castelli di Jesi Misco 2013, Tavignano
Mineralisch fruchtig mit dem Aroma reifer Agrumen, überzogen von dichter Crème. Hochfein, konzentriert und üppig. Ungemein geschmeidig. Helle Mineralik. Ein Hauch von Meer.
Spitzenverdicchio, der seine Tre Bicchiere im Gambero Rosso wirklich verdient. Ideal zu cremigen
Muschel- und Meeresfrüchtegerichten.
K A M PA N I E N
Paestum 2013, Sangiovanni
Fiano, Greco & Trebbiano. Frucht sattgelb & frisch. Füllig mit einer Prise Meersalz. Muschelkalkig, saftig
trinkig & unkompliziert. Der Süden, das Meer!
Im cilentanischen Nationalpark bei Castellabate am Cap Tresino bewirtschaften Ida Buddetta und Mario
Corado dieses mit einer Slow-Wine-Schnecke ausgezeichnete kleine Weingut direkt über dem Meer -
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begleitet von ihren drei Kindern, ihren zwei Pferden, ihrem Hund Jorge und ihren zwei Katzen Romeo
und Giulietto. Gesamt 13.000 Flaschen Weisswein und 9.000 Flaschen Rotwein kultivieren sie auf San Giovanni biologisch-organisch. Welch trinkige Selbstverständlichkeit im Glas. Einer der besonderen Plätze in
dieser mit aus der Zeit gefallenen Orten gesegneten Gegend. ORGANIC
Tresinus 2013, Sangiovanni
A U S
Castellabate 2012, Sangiovanni
W E I N E
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0,75
18,80
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0,75
14,80
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0,75
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0,75
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0,75
11,80
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0,75
13,80
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0,75
14,80
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0,75
19,80
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0,75
24,80
w
0,75
58,80
Fiano von den alten Stöcken. Intensiv fruchtvoll. Zitronenschale, Salz vom Meer, Spur Honig. Üppig,
geschmeidig, rund, satt, reichhaltig & sehr lang. ORGANIC
Aglianico und Piedirosso. Sattfruchtig rund & schmelzig, saftig lang. Starkes Fruchtherz, Prise Pfeffer.
Dem Jahrgang entsprechend opulent und feststoffig. ORGANIC
Castellabate 2011, Sangiovanni
Aglianico und Piedirosso. Dunkelsaftig, pur und frisch, mit festem, wildem Fruchtherz, einer kräftigen
Prise Pfeffer, guter Tiefe, körnigem, leicht mürbem, allemal saftigem Tannin und griffigem Mittelpunkt.
Sehnige Schönheit, toller Wein! ORGANIC
Maroccia 2012, Sangiovanni
Aglianico. Sehr dicht & geschmeidig, warme Ausstrahlung, konzentrierte, etwas likörige, dunkelrote
Frucht. Dunkler, üppig-runder Kern von schokoladiger, kakaoiger Fülle. Reichlich mürbes Tannin. Die
grossen Aglianicoweine sind für die Ewigkeit gemacht und von biblischem Format. Maroccia gehört dazu. ORGANIC
Falanghina Clarum 2013, I Capitani
Falanghina. Geschmeidig weich, hellgelbfruchtig, Spur Mineralien, wenig Säure
Greco di Tufo Serum 2012, I Capitani
Greco di Tufo. Steinig, fast karg. Zurückhaltend in der Frucht, zitrisch mit guter Spur Salz
Aglianico Jumara 2009, I Capitani
Aglianico. Weich mit sattrotem Fruchtherz, elegant, griffig, seidig texturiert
Emé 2008, I Capitani
Aglianico, Sangiovese, Merlot. Rotfruchtig dicht und komplex. Sehr saftig & anschmiegsam, weich &
griffig, elegant & frisch zugleich. Prachtvoll rot.
Ravello 2013, Marisa Cuomo, Furore
Falanghina und Biancolella. Inbegriff mineralischen Weins. Meint: Keine vordergründige Frucht, jedoch
zitrische Frucht mit einer Prise groben Steinsalzes. Jodige Töne. Mittlerer Körper, dicht gewirkt, schlank
und intensiv.
Fiorduva 2012, Marisa Cuomo, Furore
Fenile, Ghinestra und Ripoli. Zitrusschalen honigwürzig. Salz vom Meer, Gras und Blüten. Mit Aromen
dicht bepackt und schwer texturiert. Golden, voller Frucht und Würze, eine feine Spur Salz, dabei ganz
trocken. Tolles Finale. Viele große Weissweine überragend.
Wer die Gegend um Furore kennt, weiß um diese geheimnisvolle Landschaft der steilen Amalfitana. Etwa
500 Meter hoch über dem Meer ducken sich Häuser auf den Fels. Der besteht aus Kalk, karg und nackt.
Dazwischen wie Wunder Flecken dünner Erde, die seit alters her der Not wie der Liebe zum Land gehorchend bearbeitet werden. Trauben wachsen hier und Zitronen; in diesem Klima, das bestimmt wird von
ozeanischer Strömung und der Hochdruck-Atmosphäre der Berge. Trauben und Zitronen und das Salz der
Fels schmecken wir auch in Marisa Cuomos Weißweinen. Arbeit ist hier immer Handarbeit, und stets
Schwerstarbeit. Die Stöcke sind wie aus Urzeiten, vier-, fünf Männerarme stark. Sie wachsen auf den steilen Terrassen pergolaartig aus dem Fels.
I T A L I E N
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APULIEN
Primitivo Jèma 2011, L´Astore Masseria
0,75
12,80
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0,75
36,80
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0,75
8,80
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0,75
8,80
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0,75
10,80
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3,0
0,75
46,80
8,80
0,75
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Dunkelrubin. Dunkle Beeren, Wacholder, Süßholz. Fruchtdicht & klar mit süßen Spitzen. ORGANIC
Auf L´Astore entsteht seit den frühen 1930er Jahren Wein, erst seit den 90er Jahren jedoch konzentrieren
sich alle Anstrengungen auf Weine höchster Qualität. Heute produziert dieses Weingut Weine, die das
Potential von Primitivo und Negroamaro aufs Schönste ins Glas bringen.
Negroamaro Alberelli VV, L´Astore Masseria
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Likörig, leicht herbe Frucht. Cremig, saftig, kühl, intensiv, bitter-süß im Finish. Von 1947 gepflanzten
Rebstöcken. ORGANIC
Squinzano 2012, L´Antesi
W E I N E
Negroamaro und Malvasia Nera. Kirsche und Holunder. Fruchtig weich, saftig satt, leichtfüßig.
Donna Marzia Negroamaro 2012, Conti Zecca
Negroamaro. In der Nase gelungene Balance zwischen hellen und dunklen Fruchtaromen, im Mund
mittelschwer mit runder Frucht und weichen Tanninen. Süffig und lecker im positiven Sinne.
Cantalupi 2012, Conti Zecca
Negroamaro. Satte rote Beerenfrucht saftig und doch elegant, mild am Gaumen
Primitivo IGT 2009, Terre di Camposasso
Primitivo IGT 2011, Terre di Camposasso
Primitivo. Tiefes, fast schwarzes Rubinrot, intensives Fruchtbukett mit Waldfrüchten und zarten Noten
von Gewürzen, Pfeffer und eingekochten Früchten. Volles, weiches Finish
S I Z I L I E N / ÄT N A
Nerello Mascalese, als Rotweintraube dem Pinot Noir brüderlich verbunden und die Weissen Carricante,
Grecanico und Coda di Volpe schenken auf dem Ätna besonderen Stoff.
300 bis 1200 Meter über dem Meer, bringt Nerello Mascalese überaus feine, elegante, dabei enorm kraftvolle Weine mit großem Reifepotential. Sie gehören mit den Nebbioli der Valtellina und des Nordpiemonts zu den großen Weinen Italiens. Es gibt in den oberen Weinbergen des Ätna über 120 Jahre alten,
wurzelechten Nerello. Von solchem stammt Frank Cornelissens Magma.
Frank bearbeitet mittlerweile 12 Hektare Weinland und erntet kleine Mengen, pro Stock bis maximal 500
Gramm Trauben. Seine Stöcke stehen frei (Gobelet oder Buschweine). Um Monokultur zu vermeiden,
hat er Obstbäume und Buchweizen zwischen die Weinstöcken gepflanzt. Bienenvölker ergänzen dieses
komplexe Ökosystem.
Frank vinifiziert extrem einfach und manipuliert die Natur so wenig wie möglich. Selbst von biodynamischer Einmischung hält er nicht viel. In besonders schwierigen Jahren kommen dennoch im Weinberg
Kupfersulfat und auch Schwefel zum Einsatz, wenn das Leben der Stöcke auf dem Spiel steht. Im Keller
setzt Frank niemals Schwefel ein. Deshalb sollten Franks Weine kühl bis höchstens 16 ° C gelagert werden.
Dies ist auch die für seine Weine ideale Trinktemperatur.
Franks Weine haben mit herkömmlicher Aromatik und konventionellem Wein nichts gemeinsam. Wer
gerne in geschmacklich ungewöhnliche Regionen vorstoßen will mit außerordentlich bekömmlichen
Weinen, sollte sie allerdings probieren. Ihre ganz besonders spürbaren Texturen und ihre sich stets
verändernde Aromatik vermitteln ungewohnte Erlebnisse. Sie passen ganz hervorragend zu unterschiedlichem Essen und sind, selbst in größeren Mengen genossen überaus bekömmlich.
Rosso del Contadino, Frank Cornelissen
r
W E I N E
A U S
I T A L I E N
9
Nerello Mascalese, etwas Carricante, Grecanico, Coda di Volpe. Farbe von frisch gepressten Zwetschgen
Mineralien, Lava, Erde, dunkle Kirschen, Zwetschgen. Klar, sehnig, dunkel, würzig, gut tief und lang.
So könnten die guten Weine Siziliens vor Jahrzehnten geschmeckt haben. Wie alle Cornelissen-Weine unfiltriert und ungeschwefelt ein kleiner Einstieg zu den großen Weinen des Frank Cornelissen. NATURPUR
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