Barrierefreiheit:

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ÖZIV Bundesverband
54. Jahrgang
Ausgabe 1/2015
Nr. 213
3... 2... 1...
Barrierefreiheit:
Der Countdown läuft
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Für Menschen mit Behinderungen
www.oeziv.org
Editorial
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© Jana Madzigon/artista.at
Vorwort
Aus dem Inhalt
Liebe Leserinnen und
Leser, liebe Freunde und
Freundinnen des ÖZIV!
06
20
10
30
Vorwort.......................................................... 3
Kommentar Dr. Klaus Voget���������������������������� 5
Film und Verlosung�������������������������������������� 6-7
ÖZIV Namensänderung����������������������������������� 9
Barrierefreie Gemeinde���������������������������� 10-12
Barrierefreier Tourismus��������������������������� 14-15
ÖZIV Angebote............................................. 16
Geschichte der Arbeit, Teil 2��������������������� 18-19
Erfahrungsbericht..................................... 20-21
ÖZIV SUPPORT........................................ 23-25
ÖZIV SUPPORT Recht������������������������������� 26-27
ÖZIV Arbeitsassistenz����������������������������������� 28
ÖZIV ACCESS.......................................... 30-31
Selbstständigkeit........................................... 33
Buchbesprechungen�������������������������������������� 35
Kurz gemeldet......................................... 36-37
ÖZIV Tirol............................................... 38-39
ÖZIV Hall in Tirol.......................................... 41
ÖZIV Niederösterreich����������������������������������� 42
ÖZIV Kärnten............................................... 43
ÖZIV Burgenland........................................... 44
ÖZIV Steiermark...................................... 45-46
ÖZIV Vorarlberg............................................ 47
ÖZIV Wien............................................... 48-49
Club 81........................................................ 50
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Es ist geschafft! Wie von
den Delegierten am letzten
Verbandstag beauftragt,
haben wir Anfang April unseren neuen Auftritt für
den ÖZIV österreichweit bekräftigt. Ab sofort heißen wir ÖZIV Bundesverband.
ÖZIV steht für Österreichweite Zukunftsorientierte Interessen-Vertretung. Das ist an sich nichts
Neues. Auch dass sich diese Interessenvertretung
für Menschen mit Behinderungen engagiert, ist
schon seit mehr als 50 Jahren bekannt. Vielleicht
weniger bekannt ist unsere Haltung, mit der wir
an die Bewältigung unserer Aufgaben herangehen.
Der ÖZIV entstand, weil sich Menschen in ganz
Österreich gegen die im Vergleich zu Kriegsopfern
und deren Angehörigen ungerechte und unfaire
Behandlung von „zivilbehinderten“ Menschen zu
wehren begannen. Die einzelnen, kleinen Gruppen
und „Krüppelvereine“ erkannten aber bald, dass
Veränderungen nur in einem Miteinander möglich
wären – damit schlug die Geburtsstunde eines
österreichweiten Verbandes im Jahr 1962.
Im Laufe der Jahre wurde der Grund für die Behinderung eines Menschen völlig unwichtig für
unsere Arbeit. Es ging und geht darum dafür zu
sorgen, dass alle Menschen mit Behinderungen
Rahmenbedingungen für eine selbstbestimmte
und gleichberechtigte Lebensführung vorfinden.
Mit der Namensänderung haben wir also das
abgegeben, was nicht mehr stimmt und behalten,
wofür wir weiterhin stehen werden: die Interessenvertretung von und für Menschen mit Behinderungen zu sein. Diesen Weg wollen wir – die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesverbandes – gemeinsam und erfolgreich im Sinne
von Menschen mit Behinderungen beschreiten.
Wir wollen der Gerechtigkeit in einem vertrauensvollen und gemeinsamen Miteinander nachhaltig
Ihren Platz sichern! 
Ihre Hedi Schnitzer-Voget, Geschäftsführerin
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Für Menschen mit Behinderungen
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Für Menschen mit Behinderungen
Ilon Protect-Salbe – aktiv gegen das Wundwerden
Alte und unbewegliche Menschen (Rollstuhlfahrer) sind besonders gefährdet
Der Körper reagiert auf lang anhaltenden Druck mit unwillkürlichen Bewegungen, die zur Druckentlastung führen. Dieser Schutzmechanismus kann
durch Behinderungen eingeschränkt
sein bzw. fehlt oft bei Schwerkranken
oder sehr schwachen, alten Menschen,
die ohnehin meistens eine dünnere und
somit empfindlichere Haut haben.
Besondere Risikofaktoren sind:
• Mangelnde Durchblutung
Durchblutungsstörungen (Herzschwäche, Durchblutungsstörungen
der Beine, zu niedriger Blutdruck)
führen zu einer Minderdurchblutung
und Versorgung des Gewebes mit
Sauerstoff
• Feuchte Haut
Zum Beispiel durch Inkontinenz,
starkes Schwitzen oder mangelnde
Körperhygiene begünstigt die Entstehung eines Dekubitus.
• Über- und Untergewicht
Übergewicht verstärkt die Druckbelastung, bei Untergewicht fehlen oft
die natürlichen Polster unter der Haut
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Welche Körperpartien sind besonders
anfällig?
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Alle Stellen, wo die Haut direkt über
dem Kochen liegt: Fersen, Zehen, Knöchel, Knie, Beckenknochen, Kreuzbein,
Wirbelvorsprünge.
Lärchenterpentin: durchblutungsförderndes und antibakterielles sowie
desinfizierendes Mittel aus Lärchenbaumharz.
Wie beugt man dem Wundwerden vor?
a. Verringerung von Druck, Reibung
und Scherkräften sowie anderer Risikofaktoren durch Bewegung sowie
die Anwendung von druck- und reibungsmindernden Spezialsalben
(z.B. Ilon Protect-Salbe)
b. Verringerung von Druck, Reibung
und Scherkräften sowie anderer Risikofaktoren durch optimale Lagerung
Pflegendes Olivenöl sowie reichhaltige
ätherische Öle
aus den Heilpflanzen Eukalyptus, Thymian und Rosmarin reduzieren infektiöse Keime, wirken durchblutungsfördernd, Haut beruhigend und sorgen für
eine ausgezeichnete Hautverträglichkeit
sowie einen angenehmen Duft.
Jetzt neu: Ilon Protect-Salbe
Ilon Protect-Salbe ist wasser- und
schweißresistent, angenehm frisch im
Geruch, transparent, hoch ergiebig, einfach und hygienisch in der Anwendung.
Die Salbe enthält natürliche, pflanzliche
Inhaltsstoffe und ist frei von Konservierungsstoffen. Ilon Protect-Salbe ist auf
ihre Hautverträglichkeit dermatologisch
getestet.
Natürliche Inhaltsstoffe:
Vaseline: bildet einen schützenden
Salbenfilm auf der Haut.
Vor der Belastung:
ilon Protect Salbe
Idealerweise setzen Sie Ilon Protect-Salbe vor der Hautbeanspruchung ein.
Das besondere Haut-Schutz-und-Pflege-Prinzip kann dann seine besondere
Wirkung rechtzeitig entfalten und dafür
sorgen, dass Hautbeschwerden wie
Hautrötungen, Hautreizungen oder
aber auch Wundscheuern ausbleiben,
bzw. deutlich reduziert werden können.
Ilon Protect Salbe ist in Apotheken
erhältlich. Leser der ÖZIV info können
Gratisproben von Ilon Protect-Salbe
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0732 677164; E-Mail info@caesaro-med.
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Liebe Mitglieder und
Freunde des ÖZIV!
Anfang März in der sonntäglichen
Pressestunde im ORF hat der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die durch
das Behindertengleichstellungsgesetz geforderte Herstellung
von Barrierefreiheit als dringend
abzustellenden Unfug bezeichnet.
Diese Aussage zeigt einmal mehr,
welcher Stellenwert den Anliegen
von behinderten Menschen in
Österreich im Allgemeinen und in
Niederösterreich im Besonderen
zukommt – nämlich gar keiner.
Dieser „Sager“ des Herrn Landeshauptmanns ist zwar ein
besonders markanter Ausdruck
von Ignoranz und Abgehobenheit
gegenüber einem nicht unbeträchtlichen Teil der Gesellschaft,
stellt aber wohl nur die negative
Spitze eines Eisbergs aus Intoleranz und Unverständnis dar.
Während die meisten politischen
Entscheidungsträger sich in der
Öffentlichkeit kaum zu Aussagen
gegen die Interessen behinderter Menschen hinreißen lassen,
geben ihre Handlungen Anlass zu
der Vermutung, dass diese Zurückhaltung bei öffentlichen Äußerungen nur politisches Kalkül
IMPRESSUM:
Herausgeber und Verleger:
Dr. Klaus Voget – Präsident;
ÖZIV Bundesverband,
1110 Wien, Hauffgasse 3-5, 3. OG
T: +43 (0)1/513 15 35
[email protected]
Erscheinungsweise:
Mindestens 4 mal jährlich
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© Jana Madzigon/artista.at
Kommentar
Für Menschen mit Behinderungen
darstellt, in der Sache allerdings
kaum Unterschiede festzustellen
sind.
Beispiele dafür hat es in der
Vergangenheit zur Genüge gegeben. Ich erinnere nur an die
teils offene, teils schleichende
Verschlechterung der Pflegegeldregelungen, die Verschärfung der
Bestimmungen zu Invaliditätsund Berufsunfähigkeitspensionen
und an die zunehmend restriktivere Anwendung von Landesbestimmungen im Bereich der
Behindertengesetze.
Auch steht zu befürchten, dass
die sogenannte Steuerreform
wieder einmal auf dem Rücken
von behinderten Menschen ausgetragen werden wird. Es wird
bereits kolportiert, dass die Absetzung von außergewöhnlichen
Belastungen massiv erschwert
werden soll. Wir können nur hoffen, dass diese düstere Prognose
nicht Wirklichkeit werden wird.
So gesehen hat uns daher der
niederösterreichische Landeshauptmann mit seinen Äußerungen auf den Boden der politischen Realität zurückgeholt.
Chefredaktion:
Mag.a Doris Becker-Machreich
[email protected]
MitarbeiterInnen dieser Ausgabe:
Mag.a Doris Becker-Machreich,
Dr.in Birgit Büttner, Mag. Peter Emberger,
Mag. Manfred Fischer, Dr.in Julia Jungwirth, Mag. Rudi Maisriml, Alfred Müller,
Hedi Schnitzer-Voget, MAS
Die blumigen Sonntagsreden
mancher Politiker spiegeln leider häufig nicht das Bestreben
wieder, die Situation behinderter
Menschen im Sinne der in Österreich ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention verbessern
zu wollen, sondern sind eher als
inhaltsleere Lippenbekenntnisse
zu bewerten.
Nehmen wir also einmal mehr
zur Kenntnis, dass uns nichts
von selbst in den Schoss fällt,
sondern dass wir um jeden Fortschritt kämpfen müssen. In den
Köpfen der derzeit Regierenden
sind wir Menschen mit Behinderungen – entgegen aller anderslautenden Bekenntnisse – nach
wie vor die armen Hascherln,
die sich nicht zur Wehr setzen
können. Es liegt an uns, sie vom
Gegenteil zu überzeugen. 
Ihr Präsident
Dr. Klaus Voget
Anzeigen, Layout, Satz und Druck:
Die Medienmacher GmbH,
8151 Hitzendorf, Oberberg 128
Filiale: 4800 Attnang-P., Römerstraße 8
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Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Dem Präsidium des ÖZIV Bundesverbandes (ÖZIV) gehören an: Der Präsident Dr. Klaus Voget (2353 Guntramsdorf, Anningerstraße
68); die Vizepräsidenten Reg.-Rat Georg Leitinger (6130 Schwaz, Ried 20), Hans-Jürgen Gross (7035 Steinbrunn, Fölliggasse 34) und Rudolf Alexander Kravanja (9500 Villach,
Neubaugasse 5); die Kassiere Christian Antonio (1230 Wien, Breitenfurterstr. 380a/51) und Margarete Bachinger (3100 St. Pölten, Schuhmeierstraße 26).
Der ÖZIV Bundesverband erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet und strebt den Zusammenschluss aller in Österreich ständig wohnhaften, seit Geburt oder
später durch Krankheit, Unfall oder sonstige Einflüsse oder Ereignisse behinderten Menschen in deren Organisationen an. Der ÖZIV ist parteipolitisch ungebunden, überkonfessionell und steht auf demokratischer Grundlage. Der ÖZIV hat den Zweck, die Interessen der behinderten Menschen gegenüber der Allgemeinheit zu vertreten und die Vereinsmitglieder seiner Landesverbände und Sektionen in allen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belangen zu betreuen. Die Zeitschrift „ÖZIV Info“ ist eine Zusammenstellung
aktueller innerorganisatorischer Informationen und sozialpolitischer Themen, insbesondere auf dem Gebiet des Behindertenwesens.
info Film
© Thimfilm
© Thimfilm
Für Menschen mit Behinderungen
Wer ist hier blind?
Andy Holzer ist Extrembergsteiger. Er ist Vortragsreisender und Buchautor. Im Mai
will er den Mount Everest besteigen. In „Unter Blinden – Das extreme Leben des Andy
Holzer“ gibt er uns Einblick in seine Sicht der Dinge. Ein Film, der gerade den Sehenden die Augen dafür öffnen sollte, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen.
Von Doris Becker-Machreich
Andy Holzer ist von Geburt an
blind. Doch er ist überzeugt,
dass er das Gleiche sieht, wie
alle anderen auch: „Sehen
findet nicht im Sehnerv statt.
Im Gehirn werden die Bilder
generiert.“ So kann er Farben,
Formen, Schattierungen sehen.
Für ihn ist es nie dunkel, auch
dann nicht, wenn er mit dem
Filmteam in den finsteren Keller
geht, um sein Fahrrad zu holen.
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Barrierefreiheit war ihm von
klein auf wichtig. Und zwar in
dem Sinn, dass der kleine Andy
alles machen konnte wie die
anderen auch. Als Konsequenz
hat er seine Behinderung, die
ihm erst viel später, mit etwa
17 Jahren, so richtig bewusst
geworden ist, vor den Sehenden verborgen. Freunde, Leh6
rer, Schulkameraden dachten
immer, dass er nur schlecht
sehen würde, niemals, dass er
vollkommen blind sei. Nur die
Eltern wussten Bescheid.
Alles unter Kontrolle
Andy Holzer hatte keine Lust,
dieses Missverständnis aufzuklären. Lieber war er in der
Schule der Faule, der einen
Fünfer kriegt, weil er die Schularbeitsaufgaben nicht lesen
kann, als der Blinde: „Da wäre
ich aus meinem sozialen Gefüge
gefallen!“, erklärt er. „Ich habe
alle und auch mich geschont, indem ich das Spiel weitergespielt
hab.“ Wichtig war ihm, alles
unter Kontrolle zu haben – besonders die Anderen, „damit die
mich nicht drausbringen.“
Irgendwann war aber dann Ende
mit diesem Spiel. Bergsteigen,
Radfahren, Schifahren, sogar
Mofafahren! – Alles kein Problem. Aber dass er keinen Führerschein kriegen würde, war
auch Andy Holzer klar: „Da ist
mein Leben auseinandergegangen.“ Ich habe mein komplettes
Umfeld gewechselt, eine andere
Welt.
Senkrecht sein
Dass er Extrembergsteiger
werden könnte, wäre seinem
Berufsberater nach der Schulzeit nicht in den Sinn gekommen. Der hat ihm die „üblichen“
Angebote wie Korbflechter oder
Telefonist gemacht. Holzer ist
lieber Heilmasseur geworden
und hat daneben seiner Leiwww.oeziv.org
Film
© Thimfilm
Für Menschen mit Behinderungen
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Zu gewinnen!
20 Eintrittskarten für den
Film „Unter Blinden“
Der ÖZIV verlost 10 mal
2 Kinogutscheine, die österreichweit in allen Kinos,
in denen der Film läuft, in
Kinokarten eingelöst werden können. Zur Verfügung
gestellt von THIM Film.
Schreiben Sie uns an
[email protected], Kennwort: Film, oder rufen Sie
uns an: 01/513 15 35-31
Die Verlosung erfolgt unter
Ausschluss des Rechtsweges.
Regisseurin Eva Spreitzhofer und Andy Holzer
Sechs der sieben höchsten Berge
der Welt hat er schon bestiegen,
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nun fehlt noch der Everest. Um
einen Berg besteigen oder erklettern zu können, muss er ihn
nicht mit seinen Augen sehen.
Das wird in den Kletterszenen im
Film offensichtlich. Er sieht ihn
mit allen Sinnen, vor allem auch
mit den Händen. Ob er sich als
süchtig bezeichnen würde, fragt
ihn der blinde Musiker George
Nussbaumer im Film. „Nicht
süchtig, sondern sehnsüchtig!“
lautet die Antwort. 
Der Film ist als barrierefreie
Kinofilmfassung zu sehen. Dafür
einfach die App GRETA (Audiodeskription) oder STARK (Untertitel) herunterladen.
Mehr Infos dazu unter
www.gretaundstarks.de
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1/15
denschaft gefrönt: den Bergen.
„Je höher ich hinaufgehe, desto
freier fühle ich mich“, beschreibt
er die Glücksgefühle am Berg.
Am Befreiendsten ist es für ihn
„senkrecht zu sein“. Das sei,
wie wenn ihm alle Fesseln abgenommen würden.
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Für Menschen mit Behinderungen
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Für Menschen mit Behinderungen
ÖZIV Intern
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ÖZIV – Interessenvertretung für
Menschen mit Behinderungen
Vor mehr als 50 Jahren wurde der Österreichische Zivil-Invalidenverband gegründet.
Er hat in dieser langen Zeit viel für behinderte Menschen in diesem Land erreicht. Nun
ist der Name nicht mehr zeitgemäß: Aus dem ÖZIV wird jetzt auch dem Namen nach
die österreichweite zukunftsorientierte Interessenvertretung, die er dem Inhalt nach
schon immer ist.
Vor einigen Jahren wurde in
Wien eine Initiative gestartet,
um die Invalidenstraße umzubenennen. Der Begriff „Invalide“
ist diskriminierend und negativ besetzt, weil er übersetzt
„ungültig“ heißt und auf die
Einschränkung eines Menschen
abzielt. Der ÖZIV konnte sich
dem Protest damals nicht lauthals anschließen, steckte doch
bis jetzt in seinem Namen auch
dieser veraltete Begriff, der
sonst nur noch in der Invaliditätspension zu finden ist – wo
er im Übrigen auch schon längst
ersetzt werden sollte.
Auch die Unterscheidung zwischen „zivilen“ und anders
bedingten Behinderungen, die
1962 in Abgrenzung zu den
damals noch viel zahlreicheren
Kriegsopfern Sinn machte, ist
nicht mehr aktuell. Nicht zuletzt
hat sich auch schon der Kriegsopferverband in „KOBV – Der
Behindertenverband“ umbenannt.
und uns so nennen wollen, wie
es zu unseren Zielen passt. Wir
haben dabei aber einen Kompromiss gefunden, denn wir wollten
nicht nach über 50 Jahren einen
Namen komplett ändern, der
unseren langjährigen Funktionärinnen und Funktionären in den
Ländern sehr viel bedeutet. So
bleibt die Kurzform ÖZIV weiterhin bestehen und somit auch der
Wiedererkennungswert.
Auch das Logo, in dem das Z
durch zwei ineinandergreifende
Hände dargestellt wird, bleibt
im Kern bestehen, wird jedoch
ergänzt durch die Formulierung
„Für Menschen mit Behinderungen“. Falls Sie jemand fragen
sollte, wofür ÖZIV den eigentlich steht, verraten Sie es ruhig:
Es steht für „österreichweite
zukunftsorientierte Interessenvertretung“.
Unser Ziel ist eine
inklusive Gesellschaft
Wir wollen mit dieser Namensänderung auch zeigen, dass wir
uns mit den Barrieren in unseren eigenen Köpfen auseinander
setzen. Unser Hauptanliegen
ist die Sensibilisierung für die
Anliegen von behinderten Menschen. Damit sind wir in einer
Vorreiterrolle, welche auch für
uns die Verwendung einer respektvollen Sprache zur Selbstverständlichkeit macht. Nur
wenn es uns gelingt, die Barrieren in den Köpfen abzubauen,
werden wir unser Ziel erreichen:
eine inklusive Gesellschaft, in
der behinderte Menschen ganz
selbstverständlich Teil sind und
ihr Leben selbstbestimmt leben
können. 
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Mit dem neuen Namen wollen
wir zeigen, dass auch wir die
Zeichen der Zeit erkannt haben
info Barrierefreiheit
Für Menschen mit Behinderungen
Fritz Amerhauser (li.) und sein Nachfolger Bürgermeister Josef Gangl vor dem Gemeindeamt St. Georgen
Schritt für Schritt zur Barrierefreiheit
Während vielerorts Landespolitiker und Wirtschaftstreibende noch diskutieren, ob
Barrierefreiheit denn wirklich notwendig sei, hat sich die Gemeinde St. Georgen bei
Salzburg schon längst auf den Weg gemacht: Seit 2009 wird dort konsequent daran
gearbeitet, alle Bereiche des öffentlichen Lebens barrierefrei zugänglich und nutzbar
zu machen. Ein Lokalaugenschein von Doris Becker-Machreich
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„Barrierefreiheit ist einfach wichtig“, bringt es der
ehemalige Bürgermeister von St. Georgen, Fritz
Amerhauser, unspektakulär auf den Punkt. Es
war sein Verdienst, dass sich die Gemeinde 2009
auf den langen Weg zur Barrierefreiheit gemacht
hat. Anstoß war das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz: „Betrifft uns das auch?“, fragte sich
der Bürgermeister damals. „Und wie können wir
als finanzschwache Gemeinde es schaffen, das
bis Ende 2015 umzusetzen?“ Dass es dafür einer
guten Planung bedarf, war Amerhauser von Anfang an klar. Doch davon hat er sich ebenso wenig
abhalten lassen, wie von vereinzelten Stimmen,
die das nicht als das wichtigste Thema für die
Gemeinde sahen. „Barrierefreiheit kommt allen
zugute!“, stellte der Bürgermeister klar und über10
zeugte auch die Zweifler in der 2900-EinwohnerGemeinde von seinem Vorhaben. Auch wie er dieses Projekt ins Laufen gebracht hat, ist vorbildlich.
Behinderte Menschen
als ExpertInnen
Ganz im Gegensatz zu vielen Projekten zum Thema Barrierefreiheit, bei denen fertige Lösungen
präsentiert werden und dann das Erstaunen groß
ist, wenn behinderte Menschen vom Ergebnis
nicht überzeugt sind, hat Amerhauser die Betroffenen – insbesondere Menschen im Rollstuhl – von
Anfang an miteinbezogen. Anna Gsenger vom
ÖZIV Salzburg und Manfred Fischer waren zwei
der ExpertInnen, die von Beginn an ihre Sicht der
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Für Menschen mit Behinderungen
Barrierefreiheit
info
Dinge einbringen konnten. Barrierefreiheit wurde
zum Projekt der Gemeindeentwicklung und im
Oktober 2010 wurde das Programm fixiert.
Startpunkt waren Sensibilisierungsschulungen,
denn: „Es nutzt nichts: Wenn die Leute nicht wissen, worum es geht, brauchen wir gar nicht anzufangen!“, war Amerhauser klar. Deshalb begann
er mit Aufklärung und Bewusstseinsbildung und
lud dazu die Gemeinderatsmitglieder ebenso ein
wie Wirtschaftstreibende.
Auch hier war Manfred Fischer eingebunden: „Der
hat uns erst die Augen geöffnet“, erzählt Amerhauser: „Wie geht man mit behinderten Menschen
um? Was brauchen sie überhaupt?“ Beim Wort
Barrierefreiheit würden 99,9 Prozent sofort an
einen Aufzug denken. Dabei gibt es so viele kleine
Beiträge, die ganz viel ausmachen: „Es gibt keinen Marathonläufer, der nicht zuerst gehen lernt“,
hat Manfred Fischer damals zu ihm gesagt: „Jetzt
schauen wir mal, dass wir die kleinen Schritte machen. Wie komme ich zum Ziel? Wie komme ich
überhaupt erst zum Aufzug hin?“
Prioritäten setzen
Rasch wurde allen Beteiligten klar: es geht um
Prioritätensetzung. Was sind die wichtigsten Gebäude und Räumlichkeiten, die auch von behinderten Menschen genutzt werden müssen? „Ich
muss nicht bei euch auf den Dachboden“, zitiert
Amerhauser den Rollstuhlfahrer. „Aber ich muss
bei euch hineinkommen können.“ Also ging es
erst einmal darum, einen Plan zu erstellen und
diesen dann Schritt für Schritt abzuarbeiten.
Taktiles Leitsystem im Gemeindeamt
„Der Fritz hat erkannt, dass es um kleine Schritte
geht!“, lobt Bürgermeister Josef Gangl seinen Vorgänger, auf dessen Engagement er gut aufbauen
kann. Viele kleine Schritte machen viele Prozente
in Sachen Barrierefreiheit aus! Zum Beispiel war
bereits eine Rampe bei der Bank vorhanden, doch
die war zu steil und wurde deshalb von der Bank
erneuert.
Schritt für Schritt wurde auch die Gemeinde begangen und eine Checkliste erstellt: Was ist schon
barrierefrei? Was muss gemacht werden? Was hat
Priorität?
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Neue Rampe bei der Bank
Der Weg zur Kirche wurde mit einem Handlauf
ausgestattet, der Eingang abgesenkt, an einen
Behindertenparkplatz und eine geeignete Toilette für Friedhofsbesucher gedacht. Jetzt werden
gerade Kindergarten und Schule neu und barrierefrei gebaut, denn St. Georgen ist aufgrund seiner
Lage und seiner Kinderbetreuungsangebote eine
attraktive Gemeinde für junge Familien.
Besonders stolz sind die beiden Gemeindepoliti-
11
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Dass es sich dabei um ein herausforderndes Projekt handelt, wird bei einem Blick auf die Fotos
klar. Die wichtigsten Gebäude – das Gemeindeamt
einerseits sowie Kirche mit Friedhof und die Schule
anderseits – liegen auf zwei Hügeln. Das Gemeindeamt völlig barrierefrei zu machen, würde rund
eine Million Euro kosten – also wurde dieses Projekt erst einmal zurückgestellt. Wichtig ist, dass
die GemeindebürgerInnen ins Gebäude hinein- und
auch zur dort ansässigen Ärztin kommen – dafür
gibt es Rampen und ein taktiles Leitsystem.
info Barrierefreiheit
Für Menschen mit Behinderungen
Amerhauser ins Wort. „Darum geht es ja nicht.
Wir wollten einen Anstoß geben und das ist gelungen!“
Abgeschlossen ist das Projekt noch lange nicht.
Die Arbeitsgruppe gibt es weiterhin, jedes Jahr
mit einer anderen Schwerpunktsetzung, heuer
zum Beispiel Mobilität im Alter. Und Bürgermeister
Gangl kann ein Umdenken erkennen: „Auch für die
Jungen ist Barrierefreiheit mittlerweile ein Thema.“
Die Schule und der Kindergarten werden neu und
barrierefrei gebaut
ker, dass es im Zuge dieses Projekts gelungen ist,
wieder einen Nahversorger in St. Georgen anzusiedeln. In Kombination mit der Tankstelle ist so
eine ideale Einkaufsmöglichkeit für die EinwohnerInnen entstanden, die ihnen weite Wege erspart
und auch noch barrierefrei ist.
Der Nahversorger wurde in die Tankstelle
integriert und ist ebenfalls barrierefrei
Was die können, können wir auch!
1/15
Von den Reaktionen, die die Maßnahmen ausgelöst haben, war Amerhauser selbst überrascht:
„Wir wollten mit unseren klaren Maßnahmen ein
bisschen einen Schubser geben. Die Medien sind
aufgesprungen und haben das ins Rollen gebracht. Und“, schmunzelt er, „das ist dann fast ein
bisschen ein Wettbewerb geworden: ‚Die kleine
Gemeinde St. Georgen – warum können die das
machen? Das können wir auch!‘“ – „Lamprechtshausen hat mehr Geld, die haben uns mittlerweile
schon überholt, haben schon das Gemeindeamt
barrierefrei...“, sagt Bürgermeister Gangl fast
entschuldigend. „Das macht ja nix“, fällt ihm
12
Barrierefreie Tourismusund Freizeitangebote
Bei der Gemeinde hat Amerhauser nicht halt gemacht. Auch das Vogelparadies Weidmoos – siehe Artikel von Manfred Fischer in dieser Ausgabe
– und das Moor-Bad, das Amerhauser vor zehn
Jahren erworben hat, sind barrierefrei gemacht
worden und so auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nutzbar. Auch hier hat Amerhauser einiges von Fischer gelernt: Behinderte
Menschen nutzen gerne das Internet, um sich
über Angebote zu informieren. Wer das auf seiner
Homepage gut macht, kann mit mehr BesucherInnen rechnen.
Warum in vielen Gemeinden und auch von Seiten der Wirtschaft noch nicht genug in Sachen
Barrierefreiheit und Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes geschehen ist, erklärt sich
Amerhauser so: „Ich glaube, sie wollen es einfach
nicht sehen. Es geht nicht ums Geld, das ist für
mich ein Tabuthema. Man muss nicht das teuerste
Projekt als erstes machen und sich so von allem
anderen abhalten lassen.“
Wichtig sei, das Thema immer mitzudenken –
auch bei anstehenden Sanierungen und Reparaturen. „Wenn ich das nutze, um gleich barrierefrei
zu bauen, zum Beispiel einen Gehsteig, dann sind
die zusätzlichen Kosten minimal!“ Er verweist
auch auf Studien, wonach die Mehrkosten für
Barrierefreiheit bei Neubauten nur etwa 2 bis 3
Prozent der Kosten ausmachen würden.
Sein Tipp für andere Gemeinden, die das Thema Barrierefreiheit bisher vor sich hergeschoben
haben: „Die Augen öffnen! Sich zusammensetzen
mit Leuten wie dem Manfred Fischer. Man muss
nicht alles sofort machen, man muss Schritte
setzen!“ 
www.oeziv.org
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Für Menschen mit Behinderungen
Für Menschen mit Behinderungen
© Manfred Fischer
info Barrierefreiheit
Vom neu aufgeschütteten Aussichtshügel hat man einen tollen Ausblick.
Man sieht auch vom Rollstuhl aus über das Schilf hinweg
Idyllisches Vogelparadies
Weidmoos nahe Salzburg
Das Vogelparadies Weidmoos beherbergt übers Jahr an die 150 verschiedene Vogelarten und viele typische Moorpflanzen. Mit dem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen
kann es seit Herbst 2013 problemlos berollt werden. Von Manfred Fischer
Nach der Stilllegung der Torfgewinnung entstand hier ein Puzzle aus Wasserflächen, Schilfbeständen, Weidengebüschen und
Flächen ohne Vegetation. Diese
wurde zum Lebensraum für
viele bedrohte Vogelarten. 2001
wurde das Weidmoos als EUVogelschutzgebiet ausgewiesen.
Vogelstimmen wechseln
mit den Jahreszeiten
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Lauscht man den Vogelstimmen,
erklingen viele Tonlagen. Dies
einerseits über den Tag verteilt,
andererseits auch übers Jahr.
Zu den Wintergästen zählen
Silberreiher, Kornweihen und
14
Raubwürger. Auch an die 20
Silberreiher verbringen hier den
Winter. Im Sommer fliegen sie
in ihre Brutgebiete am Neusiedler See.
Das Weidmoos ist weiters Rastgebiet für Zugvögel. Der Bruchwasserläufer macht beispielsweise auf der Reise von seinen
Brutgebieten in Skandinavien
und Schottland in das wärmere Winterquartier Rast. Zu den
Brutvögeln zählen der Kiebitz
und die Bekassine. Die Balzflüge beider Vogelarten sind im
Frühjahr ein atemberaubendes,
lautes Schauspiel. Außerdem
finden wir im Weidmoos eine
der größten österreichischen
Brutkolonien des Weißsternigen
Blaukehlchens. Seit 2009 brüten
auch Lachmöwen. Im Sommer
2011 zählte man etwa 2300
Brutpaare.
Im Moos sollte der Besucher die
Langsamkeit für sich entdecken.
Nur wer sich Zeit lässt, wird auf
die vielen Vogelarten und anderen Tiere aufmerksam. Ein Fernglas leistet dabei gute Dienste.
LEADER-Projekt sorgte
für Berollbarkeit
Auch mobilitätseingeschränkte
Menschen können die idyllische
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Barrierefreiheit
info
© A. Ausobsky
© Manfred Fischer
Für Menschen mit Behinderungen
Der Holzsteg befindet sich nahe an den Behindertenparkplätzen, sodass ihn auch Menschen mit Geheinschränkungen erreichen können
Euro teilen sich die beiden
beteiligten Gemeinden Lamprechtshausen und St. Georgen
bei Salzburg. Der Rest wurde
über ein LEADER-Projekt der EU
finanziert. Es erfolgte die begleitende Beratung durch selbst betroffene, behinderte Menschen.
Die Gesamtkosten zur Mobilitätsverbesserung betrugen
118.000 Euro. Etwa 40.000
Die Wege ab der Infostelle
wurden fest geschottert oder
verlaufen über Holzbrücken mit
© Manfred Fischer
Landschaft mit ihren unzähligen Pflanzen und Tieren jetzt
hautnah erleben. Personen mit
Parkausweis Par. 29b dürfen bis
zur Infostelle zufahren. Dort
befindet sich auch ein mit dem
Euro-Schlüssel sperrbares barrierefreies WC.
Einen Kiebitz bekommt man
auch hier vor die Linse
Überrollschutz. Dieser Teil ist
etwa 420 Meter lang. Alle Stufen und steilen Anstiege wurden
entfernt. Der restliche Teil des
Rundweges musste aus Naturschutzgründen mit Rindenmulch
ausgelegt werden. Er kann daher nur mit breiten Reifen von
E-Rollis bewältigt werden. Ein
Holzsteg und ein Aussichtshügel
gewähren Ausblicke ins Moor.
Den Aussichtshügel erreicht
man über einen Weg mit höchstens 6 Prozent Steigung.
Das Vogelschutzgebiet ist auf
www.wheelmap.org verzeichnet. Das ist eine internationale
Online-Karte zum Suchen, Finden und Markieren von rollstuhlgerechten Orten. 
Weitere Infos
www.weidmoos.at
Manfred Fischer ist rollstuhlfahrender Journalist und
Vortragender sowie beratendes Mitglied im ÖZIV-Bundesvorstand.
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Vom Holzsteg sieht man über das Wasser ins Moor
info ÖZIV Angebote
Für Menschen mit Behinderungen
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Auf unserer Homepage finden Sie aktuelle Informationen über den ÖZIV und unsere Angebote
SUPPORT, Arbeitsassistenz und ACCESS.
ÖZIV Seminarprogramm 2015
Wählen Sie aus unserem umfangreichen Angebot
zu den Themenbereichen Recht, Kommunikation
und Persönlichkeit.
Neu: Schwarzes Brett
Sie haben etwas zu verkaufen oder zu verschenken? Sie suchen etwas oder wollen etwas anbieten? Dann sind Sie bei unserem Schwarzen Brett
auf unserer Homepage richtig. Dort finden Sie
Angebote für behinderte Menschen, vom Rollator
bis zur barrierefreien Wohnung.
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ÖZIV bloggt
Zum Beispiel
 Supervision
 Plötzlich behindert
 Team-Seminar
 Rechtsgrundlagen für die Beratung von
Menschen mit Behinderungen
Für einige unserer diesjährigen Schulungen sind
noch Plätze verfügbar.
Über die Inhalte können Sie sich auf unserer
Homepage informieren:
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Bei Fragen steht Ihnen Mag.a Elisabeth Weber
gerne zur Verfügung: Tel. 01/513 15 35-28
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Immer topaktuell informiert über die Tätigkeit des
ÖZIV und seine Angebote sind Sie mit dem ÖZIV
Newsletter, den Sie über unsere Homepage abonnieren können.
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Ob Pflegegeld neu, die Regelungen zu Invaliditätsund Berufsunfähigkeitspension oder aktuelle Höhe
der Familienbeihilfe: Auf unserer Rechtsdatenbank
finden Sie diese und andere wertvolle Informationen gut verständlich aufbereitet.
www.recht.oeziv.org 
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Was behinderte Menschen bewegt, aufregt oder
auch amüsiert, machen wir in unserem regelmäßigen Blog zum Thema. Sagen Sie uns doch auch
Ihre Meinung!
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Für Menschen mit Behinderungen
info Arbeit
Für Menschen mit Behinderungen
Eine kurze Geschichte der Arbeit, Teil 2
Die gleichberechtigte Teilhabe als Recht von Menschen mit Behinderungen im Sinne
der UN-Konvention umfasst natürlich auch die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt. Gleichberechtigtes Teilhaben versteht sich dabei in erster Linie als Teilnehmen
am sogenannten ersten (oder „offenen“) Arbeitsmarkt, weil nur diese Beschäftigungsverhältnisse ein gesetzlich geregeltes Mindestgehalt und die sozialversicherungsrechtliche Absicherung mit sich bringen.
Von Julia Jungwirth
Wie im Sozialbericht 2014 zu lesen ist, stellt auch
für das Sozialministerium die „Eingliederung von
Menschen mit Behinderungen auf dem offenen
Arbeitsmarkt nach wie vor das zentrale Ziel der
Arbeitsmarktpolitik“ dar. Hinsichtlich der Tatsache, dass seit 2011 eine Steigerung der beim AMS
vorgemerkten begünstigt behinderten Personen um
mehr als 20 % zu verzeichnen war, attestiert Behindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger in seiner Bilanz
2014 allerdings „ein klares Scheitern der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik für Menschen mit
Behinderungen“.
Ein inklusiver Arbeitsmarkt
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Was braucht es, um dieser Entwicklung entgegen
zu wirken? Wie kann das Ziel eines inklusiven
Arbeitsmarktes erreicht werden? Wie kann bzw.
müsste ein etwaiger Unterstützungsbedarf von
Menschen mit Behinderungen ermittelt werden,
der für eine Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt
realistischerweise benötigt wird? Und wann gehen
wir von der Arbeitsunfähigkeit eines Menschen
aus, die letztlich zu einer anderen Art materieller
Absicherung führt, um zumindest die gleichberechtigte Teilhabe an anderen Lebensbereichen zu
ermöglichen?
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Im Folgenden soll gezeigt werden, dass sich eine
ernsthafte Einschätzung dieser Fragen an beiden
Bezugspunkten zu orientieren hätte: An der Person selbst, die am ersten Arbeitsmarkt teilhaben
möchte. Aber auch umgekehrt an der Struktur des
offenen Arbeitsmarktes, die allzu oft vergessen
wird. So wird etwa bei der Beurteilung, ob Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit vorliegt, ermittelt, ob die
betroffene Person (ohne Berufsschutz) „nicht mehr
imstande ist, durch eine Tätigkeit, die auf dem
Arbeitsmarkt noch bewertet wird und die ihm unter
billiger Berücksichtigung der von ihm ausgeübten
Tätigkeiten zugemutet werden kann, wenigstens
die Hälfte des Entgeltes zu erwerben, das ein körperlich und geistig gesunder Versicherter regelmäßig durch eine solche Tätigkeit zu erzielen pflegt“.
Arbeitsfähigkeit neu definieren
Welche Tätigkeiten am ersten Arbeitsmarkt „noch
bewertet“ werden, setzt eine umfassende Kenntnis
des Marktes voraus, der überdies einer stetigen
Veränderung unterworfen ist. Dass daher Antragstellern allzu gern (aufgrund eines berufskundlichen
Gutachtens) per Bescheid mitgeteilt wird, eine
solche Tätigkeit etwa als Portier noch ausüben zu
können, mutet angesichts der ohnehin angespannten Arbeitsmarktlage fast zynisch an. Auch der
Eindruck, dass sich die medizinische Begutachtung
immer noch viel zu selten an den tatsächlichen
Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt orientiert
und etwa psychische Erkrankungen noch immer zu
wenig ernst nimmt, zeigt, dass auf die Veränderlichkeit des Marktes zu wenig Bedacht genommen
wird. Denn wenn auch ursprünglich bei der Einschätzung von Invalidität nach dem ASVG in erster Linie an Herz- und Kreislauferkrankungen (als
die Arbeitsfähigkeit einschränkende Phänomene)
gedacht worden war, hängt das allen voran damit
zusammen, welche Berufsgruppen in den Fünfzigerjahren besonders im Fokus standen, und mit welwww.oeziv.org
Für Menschen mit Behinderungen
Arbeit
info
chen (körperlichen) Voraussetzungen die Ausübung
dieser Berufe einherging. Heute stehen in vielen
Branchen neue Kompetenzen im Vordergrund:
Allrounder mit schneller Auffassungsgabe und viel
Eigenmotivation und Konfliktfähigkeit sind gefragt.
Psychische Stabilität bei gleichzeitiger Flexibilität in
Bezug auf Arbeitszeit und –ort wird daher vielfach
unbedingte Anforderung für den Beruf sein. Die Definition von Arbeitsfähigkeit darf also nicht getrennt
von Entwicklungen am Arbeitsmarkt betrachtet
werden.
wahrgenommen wurden, entwickelten sich zum
derzeit wichtigsten Wirtschaftssektor weiter – der
Bereich der Dienstleistungen entstand.
Denn das Bild eines homogenen und als geschlossenes System definierbaren Arbeitsmarktes lässt
außer Acht, dass es sich immer nur um eine Momentaufnahme des Marktes handeln kann. Berufsbilder ändern sich immer rascher: War noch vor
einigen Jahren der IT-Experte oder Eventmanager
stark nachgefragt, ist es heute die Pflege- und
Sozialbranche, in der ein regelrechter Arbeitskräftemangel herrscht. Wurden etwa vor einigen Jahren
Reisen noch vorwiegend im Reisebüro gebucht, ist
diese Branche mittlerweile aufgrund der Online-Buchung fast am Aussterben. Welche Berufsbilder im
nächsten Jahrzehnt gefragt sein werden, kann nur
spekulativ bleiben.
Mensch und Arbeitsmarkt
„Wertvolle Arbeit“
Bilder von „Erwerbsarbeit“ (und dem damit verbundenen Arbeitsmarkt) sind also weder zeitlos,
noch können sie objektiv definiert werden: Beide
Begriffe sind jeweils von ihrer historischen und
sozialen Einbettung abhängig und können nicht
ohne gesellschaftliche Rahmenbedingungen gesehen werden. Zudem kommt es auf die sogenannte Wahrnehmungsperspektive an, was jeweils als
„wertvolle“ Arbeit (und einem damit verbundenen
Erwerbseinkommen) angesehen wird. Von „Arbeit“, für die man adäquat entlohnt wird, sprechen
wir üblicherweise dann, wenn sie als sinnvoll und
produktiv für die Gesellschaft bewertet wird. Die
Frage nach „legitimer Arbeit“ hängt also stark damit
zusammen, was in einer Gesellschaft als produktiv
angesehen wird.
Die Anerkennung von Tätigkeiten als vollwertige
Arbeit konnte in vielen Branchen also erst allmählich errungen werden und wird auch künftig stets
Veränderungen unterworfen sein. Was wir unter
entlohnungswürdiger Arbeit verstehen, unterliegt
dem Zeitgeist und der ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung.
Wenn also über gleichberechtigte Teilhabe von
Menschen mit Behinderungen am offenen Arbeitsmarkt, der Einschätzung eines etwaigen Unterstützungsbedarfes oder einer allfälligen Arbeitsfähigkeit
diskutiert wird, sollten wir nicht vergessen, dass
dabei die Veränderlichkeit dieses Arbeitsmarktes
mitberücksichtigt werden muss. Arbeitsmarkt und
Mensch müssten bei dieser Betrachtung realistisch
in Beziehung gesetzt und anhand beider Parameter
sachgerechte Lösungen erarbeitet werden. Weder
sollte ein festgelegter und rein medizinisch eingeschätzter Grad der Behinderung ausschlaggebend
dafür sein, ob man am Arbeitsmarkt „begünstigt
behindert“ ist und besonderen Kündigungsschutz
genießt, noch dürfte umgekehrt Arbeitsfähigkeit
und Unterstützungsbedarf losgelöst von realistischen Einschätzungen des Marktes stattfinden. Der
Begriff der „Arbeitsfähigkeit“ kann und darf auch
nicht aus dem jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext herausgelöst und „objektiv“
definiert werden, hängt doch der Begriff der Arbeitsfähigkeit unweigerlich auch damit zusammen,
was eine Gesellschaft als „vollwertige“ Erwerbsarbeit definiert. 
In der nächsten Ausgabe soll der Einschätzung des
Grades der Behinderung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz vertiefend nachgegangen und einer
kritischen Bewertung unterzogen werden.
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Der Produktivitätsbegriff änderte sich als Folge der
Industrialisierung im 19. Jahrhundert tiefgreifend:
Es wurde eine ständige Steigerung der Produktivität
erwartbar und das Überangebot an Arbeitskräften
drückte die Löhne. Neue Berufsfelder, die im Industriezeitalter noch nicht als vollwertige Arbeiten
© Österreichisches Rotes Kreuz
info Erfahrungsbericht
Für Menschen mit Behinderungen
Das Auto nach dem Unfall
Mein geschenktes zweites Leben
Das Erste, woran ich mich erinnern kann, sind Kältegefühl und Menschen, die wiederholt sinnloses Zeug rufen, mitten in der Nacht. Erst später bemerke ich, dass ich in
einem Spitalsbett liege, vor dem meine Mutter sitzt. Auf meine Frage, wo ich bin und
was ich da mache, erzählt sie mir die Vorkommnisse der vorangegangenen Tage, an
die ich mich nicht mehr erinnern kann.
Von Niki Nowak
Ich war mit dem Auto auf der
Heimfahrt von der Arbeit auf
einer Bundesstraße unterwegs,
als ein entgegenkommendes
Fahrzeug mich frontal abgeschossen hat. Die Rettungskette
funktionierte offensichtlich gut,
ich wurde aus dem vollkommen
demolierten Auto geborgen und
von einem Hubschrauber nach
Wien ins AKH geflogen. Nach
stundenlanger Operation wurde
ich in den künstlichen Tiefschlaf
versetzt und auf die Intensivstation gebracht.
1/15
Nach einigen Tagen verlegt man
mich auf die Normalstation, und
da beginne ich zu verstehen:
Dieser Unfall und das erlittene
Schädelhirntrauma erklären meine „fehlenden Tage“, denn wenn
20
ich versuche, mich zu erinnern,
bleibt ein zeitliches Loch, beginnend zwei Tage vor dem Crash.
Als Arbeitsunfall
eingestuft
Allmählich – denn ich schlafe
sehr viel, auch während der
Besuche – zählen mir Freunde
und Familie auch nach und nach
alle meine Verletzungen auf.
Zwei Monate später, am Entlassungsbericht des Spitals, sollen
sie eine Drittel A4-Seite füllen.
Und es beginnt auch ein „Papierkrieg“, der später meine Frau
neben ihrem Beruf auch abends
ganz gut auslasten wird. Unter
all die Schreiben von Anwalt,
Polizei, Gericht, Krankenkasse
usw. mischt sich auch ein Brief,
dessen Tragweite ich noch gar
nicht richtig erfassen kann: Die
AUVA teilt mir mit, dass mein
Unfall als Arbeitsunfall eingestuft
wurde.
Vorerst bin ich noch vollkommen mit den Anfängen meiner
Genesung beschäftigt. Da vor
allem meine Beine mehrfach
und teilweise auch kompliziert
gebrochen sind, ist an Gehen
überhaupt noch nicht zu denken.
Nach dem wochenlangen Liegen
muss mein Kreislauf erst langsam an eine aufrechte Position
gewöhnt werden. Im nächsten
Schritt heben die Physiotherapeuten meine Beine – sie sind
beide bis zur Hüfte eingegipst –
aus dem Bett. Nach einigen
Tagen folgt mein erster „Sport“:
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Nach 60 Tagen
nach Hause
Zum Zurücklegen weiterer Strecken, zum Beispiel ins Erdgeschoß zur Bäckerei, weil mir die
Spitalskost mittlerweile schon
beim Hals heraushängt, habe
ich meine erste Berührung mit
einem Rollstuhl. Die Schmerzen
sind durch Medikamente erträglich, und so rückt meine Entlassung näher: Nach 60 Tagen
komme ich endlich nach Hause.
Meine Frau war in den Tagen davor noch sehr gefordert, alles auf
meine Bedürfnisse einzurichten:
Der Tischler im Ort musste das
Bett höher machen, ein Badebrett für die Wanne und ein Rollstuhl mussten beschafft werden
und viele andere Kleinigkeiten.
Die Tage zu Hause sind viel zu
kurz, denn die nächste Übersiedlung in das bekannte Reha-Zentrum Weißer Hof steht bald ins
Haus. Dort kann ich allerdings
nur ein kurzes Gastspiel geben,
denn meine linke Hüfte ist nicht
stabil verheilt, sodass eine Nachoperation notwendig wird. Also
wieder AKH, wieder das Spitalsleben mit all seinen Unliebsamkeiten, wieder Schmerzen.
Es folgen drei Monate zu Hause, in denen die wiederholten
Kontrollen in der AKH-Ambulanz
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info
© Karin Kilian
Auf einem Gipsbein stehend,
denn das andere darf ich nicht
belasten, schiebe ich einen Rollator 30 Zentimeter nach vorne,
verlagere mein Gewicht darauf
und ziehe mein Standbein nach.
Diese Fortbewegungsart ist langsam und wahnsinnig anstrengend, aber nach und nach schaffe ich es bis auf den Gang und
die paar Meter zum Schwesternstützpunkt und wieder zurück.
Erfahrungsbericht
kein ausreichendes Knochenwachstum zeigen. Also neuerliche Operation, neuerlicher
stationärer Aufenthalt usw. Im
Rückblick waren diese 3 Monate
die härtesten nach dem Unfall:
Leben und Hoffen von einer
Kontrolle zur nächsten. Die AUVA
und wirklich alle Sachbearbeiter, mit denen ich zu tun hatte,
waren in dieser Zeit eine echte
Stütze, weil Hilfe immer wieder
aktiv angeboten wurde, anstatt
wie die Gebietskrankenkasse auf
Patienteneingaben zu warten.
Aber ab dieser letzten OP, einem künstlichen Hüftgelenk an,
geht´s mit meiner Gesundheit
kontinuierlich bergauf: Eines der
Highlights ist sicherlich, nach
insgesamt neun Monaten ohne
Krücken gehen zu können –
endlich ohne fremde Hilfe ein
Kaffeehäferl durch die Wohnung
tragen!
Neuer Job dank
Einzelcoaching
Über meinen Job hatte ich mir
die ganze Zeit keine Gedanken
machen müssen: Mein Chef
behielt mich über die ganze Krankenstandszeit, und so
konnte ich ziemlich genau ein
Jahr nach dem Unfall wieder
arbeiten gehen. Leider stellte
sich in den folgenden Monaten
langsam heraus, dass ich durch
die Unfallfolgen – ich war mittlerweile auf 30 Prozent Teilbehinderung eingestuft – im Beruf
doch stärker eingeschränkt war
als befürchtet, und so wurde
ich gekündigt. Doch auch dann,
mittlerweile mehr als zwei Jahre
nach meinem Unfall, stellte sich
die AUVA als ausgesprochen
hilfreich dar. Ich bekam ein JobEinzelcoaching finanziert, mit
dessen Unterstützung ich einen
Niki Nowak mit seiner Frau
neuen Beruf und wenige Bewerbungen später auch eine neue
Arbeitsstelle fand.
Mein Fazit ist also, dass ich seit
dem 12. September 2011 ein
geschenktes, zweites Leben
führen darf. Dazu war allerdings
neben einer Riesenportion Glück
die Hilfe unzähliger Menschen
und Institutionen notwendig:
Angefangen von Feuerwehr und
Rettung unmittelbar nach dem
Unfall über die Ärzte, das Pflegeteam und die Physiotherapeuten
im AKH, meine Frau und meine
Familie, meine Therapeuten zu
Hause bis hin zur AUVA. Diese
Institution hat für mich dieselbe
Rolle gespielt wie der Sponsor
für einen Spitzensportler. Denn
erst wenn die finanzielle Basis
stimmt, kann das restliche Team
der Trainer, Therapeuten usw.
arbeiten und letztlich der Athlet
seine Leistung bringen – und
fast wie ein solcher habe ich
mich über weite Strecken nur
auf den „sportlichen Aspekt“,
die Rehabilitation, konzentrieren
können. 
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Für Menschen mit Behinderungen
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info Werbung
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Für Menschen mit Behinderungen
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SUPPORT
Für Menschen mit Behinderungen
info
Coaching bei ÖZIV SUPPORT –
immer ein Gewinn
G. selbst litt deshalb unter Existenzängsten und Ärzte stellten
fest, dass er an Fibromyalgie erkrankte. Gemeinsam mit seinem
Coach löste Herr G. ein Problem
nach dem anderen. An SUPPORT
schätzt er den peer counselling
Ansatz und an seinem Coach die
Empathie, die ihm dieser entgegenbrachte.
Kunst, Kreativität und
Coaching
Dorothea D. (Name geändert)
hat heute wieder leicht lachen,
denn sie hat einen Job als Verkäuferin bei einer großen Drogeriemarktkette gefunden. Das mag
für den einen oder anderen nicht
sensationell klingen, für Frau
D. ist es das aber: Sie ist nämlich am Turnersyndrom erkrankt
– das bedeutet, sie ist kleinwüchsig, hat keine sehr rasche
Auffassungsgabe und manchmal
hat sie Depressionen. Als Frau
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mit Behinderung hatte sie am
Arbeitsmarkt kaum eine Chance
auf einen Job. Deshalb wandte
sie sich an ÖZIV SUPPORT. Im
Coaching arbeitete sie an Strategien, um einen Job zu finden und
an der Stärkung ihres Selbstvertrauens. Mit ihrem Coach setzte
sie sich mit ihren Fähigkeiten
auseinander und lernte bisher
verborgene Stärken kennen. Ihr
Selbstwertgefühl stieg. Bald stellte sich heraus, dass ein Job im
Einzelhandel eine Option für sie
wäre. Und wirklich – sie fand bald
einen Job. Heute geht sie gerne
zur Arbeit, jeden Tag!
Leo G. arbeitete lange Jahre im
Außendienst: Zehnstundentage
waren an der Tagesordnung, ein
Termin jagte den anderen, Stress
begleitete Herrn G. durch seinen
Arbeitstag. Kein Wunder, dass
Herr G. bald gesundheitliche
Probleme bekam. In dieser Situation kam er zu ÖZIV SUPPORT:
Gemeinsam wurde an den anstehenden Aufgaben gearbeitet.
Allerdings traten im Coachingprozess immer neue Probleme
auf: Der Dienstgeber wollte das
Arbeitsverhältnis beenden, Herr
Als Kind wollte Eva S. Forscherin
werden, doch es kam anders. Sie
studierte Textiles Gestalten und
Werkerziehung und unterrichtete
an mehreren Wiener Schulen.
Als engagierte Pädagogin ging
sie in ihrer anstrengenden und
stressigen Arbeit auf. Doch die
Arbeit hinterließ Spuren und
sie litt an starken Schmerzen,
hatte Migräne und war oft müde
und ausgepowert. Eines ergab
das andere: Sie bekam einen
schweren Bandscheibenvorfall.
Frau S. erkannte, dass sie Hilfe
in Anspruch nehmen musste, um
ihr Leben neu zu strukturieren
und umzuorganisieren, denn
ihre Erkrankungen erschwerten
der alleinerziehenden Mutter
den Alltag. So wandte sie sich
an ÖZIV SUPPORT und arbeitete
mit ihrem Coach am Umgang mit
ihrem Gesundheitszustand und
an der Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Als man sie wegen
ihres langen Krankenstandes
und den reha-bedingten Fehlzeiten kündigte, wurde auch
dies Thema im Coaching. Doch
Frau S. Gesundheitszustand
verschlechterte sich rapide, sie
bekam Gehörprobleme und bei
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Seit mehr als 10 Jahren wenden
sich behinderte bzw. chronisch
kranke Menschen an ÖZIV SUPPORT, um durch Coaching ihre
Lebens- und Arbeitssituation zu
verbessern. Und das gelingt den
meisten Klienten und Klientinnen
mit Hilfe der Anleitung durch die
speziell ausgebildeten und oft
selbst von einer Behinderung betroffenen Coaches von SUPPORT.
Dank Finanzierung durch das
Sozialministeriumservice kann
das Angebot in ganz Österreich
kostenlos genutzt werden. Dauer
und Häufigkeit der Betreuungstermine richten sich nach den
individuellen Bedürfnissen der
Klientinnen und Klienten.
info SUPPORT
ihr wurde ein Burnout diagnostiziert. Sie gab aber nicht klein
bei: Im Coaching erarbeite sich
Eva S. neue Wege und Perspektiven. Sie begann ihr künstlerisches Potential neu zu entdecken
und zu nutzen, malte Postkarten.
Diese Karten sollten nicht nur
ihr selbst, sondern auch anderen Menschen Kraft geben. Bald
wurde ein Verlag auf Eva S. aufmerksam: Mittlerweile werden
Für Menschen mit Behinderungen
ihre Bilder auf Karten, Kalender
und Notizbücher gedruckt. Frau
S. hat nicht zuletzt durch ÖZIV
SUPPORT viel erreicht: Sie hat
den Weg aus dem Burnout (oder
wie sie es nennt: vom Winter
ans Licht) geschafft, neue Potentiale entdeckt und arbeitet schon
an den nächsten Projekten: Ein
Buch zu schreiben und vielleicht
die Ausbildung zur Kunsttherapeutin zu absolvieren. 
Nähere Informationen zum
Coachingangebot des ÖZIV gibt
es unter www.support.oeziv.org
Gefördert durch
Ein neuer Mann in St. Pölten
Mit Maximilian Brandl gibt es einen neuen Coach
in St. Pölten! Der dynamische Mittdreißiger hat
die Nachfolge von Sylvia Fischer angetreten. An
ÖZIV SUPPORT schätzt er den peer counselling
Ansatz und den niederschwelligen Zugang: „Ich
habe die Möglichkeit meine eigene Behinderung
(Anmerkung: Maximilian Brandl hat eine Hörbehinderung) und meine Erfahrungen ins Coaching
einfließen zu lassen. Einem Menschen dabei zu
helfen, seine Ziele und Wünsche zu erreichen, ist
für mich eine sinnstiftende Arbeit. Und das gefällt
mir besser als meine bisherige Arbeit im Bankenbereich!“
Von den Kompetenzen des neuen Coaches sind
auch seine Kolleginnen überzeugt: „Maximilian ist
eine großartige Verstärkung für SUPPORT Nieder-
Das Team in St. Pölten ist wieder komplett:
Maximilian Brandl und Elisabeth Königsberger
österreich. Es ist schön, mit einem Teamplayer
wie ihm zusammenzuarbeiten.“ 
News aus Salzburg
In Salzburg Stadt gibt es zur
Zeit freie Coachingplätze. Die
Salzburger Coaches freuen sich
über neue Klienten und Klientinnen. Einfach online anmelden!
1/15
Die Sprechtage, die Coach Monika Gruber in Tamsweg abhält,
finden nun am Postplatz 4 statt.
Achtung: Diese Sprechtage
finden nur nach telefonischer
Vereinbarung statt!
Tel.: 0660/ 42 10 910 
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Kontakt:
ÖZIV SUPPORT Salzburg
Haunspergstr. 39
5020 Salzburg
Telefon: 0662/45 40 06
Fax: 0662 /45 72 60
E-Mail: [email protected]
www.support.oeziv.org
www.oeziv.org
SUPPORT
Für Menschen mit Behinderungen
info
Immer auf Achse
Die Coaches von ÖZIV SUPPORT
sind bestrebt, dieses Angebot
noch bekannter zu machen. Öffentlichkeitsarbeit wird bei ÖZIV
SUPPORT also großgeschrieben.
Kein Wunder, dass SUPPORT
Infostände auf Publikumsmessen und Fachtagungen in ganz
Österreich zu finden sind. So
nahmen die Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen von SUPPORT
am 10. März an der Tagung für
Behindertenvertrauenspersonen „Inklusion, Arbeit, Respekt.
Nichts ist unmöglich!“ der Gewerkschaft vida teil.
Mehr als 200 Vertrauenspersonen und BetriebsrätInnen
wurden dabei unter anderem
über ÖZIV SUPPORT informiert.
Und die Anwesenden waren
vom Coachingangebot des ÖZIV
begeistert: „Ich werde unsere
Vor dem SUPPORT Infostand:
Peter Traschkowitz/vida, Nationalrätin Ulrike KönigsbergerLudwig, Christian Zottl/Unternehmensberater careermoves
Belegschaft über SUPPORT informieren. Das ist ein ganz tolles
Angebot“, meinte etwa ein oberösterreichischer Betriebsrat. 
Viel positives Feedback
Jedes Jahr wenden sich mehrere
hundert Menschen an SUPPORT,
um sich über das Coachingangebot des ÖZIV zu informieren
und um das kostenlose Angebot
in Anspruch zu nehmen. Das
Feedback der Klienten und Klientinnen über ihre Erfahrungen
mit SUPPORT ist ausgezeichnet:
Sie schätzen es, sich in respektvoller Atmosphäre mit ihrem
Coach auszutauschen und in
einem geschützten Umfeld an
der Lösung ihrer Probleme zu
arbeiten. Sätze wie „Seit dem
Coaching geht es mit mir wieder
aufwärts“, oder „Ich wurde immer als Mensch gesehen, nie als
Nummer“ sind von der SUPPORT
Klientel immer wieder zu hören.
Dass das Angebot kostenlos zur
Verfügung steht, wird besonders
positiv angemerkt: „Die Betreu-
ung bei SUPPORT war super und
ist zum Glück kostenlos. Sonst
hätte ich mir die Coachingsitzungen nicht leisten können!“,
meinte unlängst die SUPPORT
Klientin Silvia K. Andere schätzen
die selbstlose Arbeit der Coaches
und die Tatsache, dass die SUPPORT Coaches selbst Menschen
mit Behinderungen sind und ihre
eigenen Erfahrungen in den Coachingprozess einfließen lassen.
Vor einiger Zeit verfasste eine
Klientin von SUPPORT sogar
einen Leserbrief, der hier auszugsweise wiedergegeben wird:
„Es ist mir ein großes Bedürfnis,
einmal Danke zu sagen für die
großartige und selbstlose Hilfe und Unterstützung, die ich
in einer schweren Zeit erfahren durfte. 2013 erhielt ich die
schockierende Diagnose Krebs.
Meine Welt geriet total aus den
Fugen. Ich verlor meine Arbeitsstelle und geriet immer mehr
unverschuldet in eine finanzielle
Notlage. Als ich wirklich schon
ganz am Boden war, traf ich bei
der Krebshilfe Vorarlberg auf
Frau. F. Von der Krebshilfe wurde
mir Frau Daniela Sichau, ÖZIV
SUPPORT Dornbirn, empfohlen.
Frau Sichau zeigte mir in ihrer
liebenswerten Art auf, wo ich um
Unterstützung ansuchen konnte... Sie coachte und motivierte
mich und vermittelte mir weitere
Kontakte…. Es wird noch lange
dauern, bis ich psychisch und
physisch wieder erholt bin, aber
es tut gut zu wissen, dass es
noch Menschen gibt, die einem
Kraft und Halt geben und sich so
engagieren.“ 
Kurz gemeldet
www.oeziv.org
Eröffnung des neuen ÖZIV
SUPPORT Büros in Klagenfurt
in der Kumpfgasse 23, 9020
Klagenfurt am 13. Mai 2015 ab
9 Uhr.
Ab Mitte April hat ÖZIV SUPPORT Dornbirn eine neue
Büroadresse: Am Rathausplatz
4/2.Stock/Zimmer 14 („Office am
Rathausplatz“) 6850 Dornbirn. 
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1/15
Tag der offenen Türe bei ÖZIV
SUPPORT Burgenland
in der AK-Bezirkstelle Oberwart
am Mittwoch, 24. Juni 2015 von
10 bis 15 Uhr.
info SUPPORT Recht
Für Menschen mit Behinderungen
Neuerungen bei Invaliditätspension/
Berufsunfähigkeitspension (IP/BUP)
Für Personen geboren ab 1.1.1964 wurden mit 1.1.2014 neue Regelungen eingeführt.
Ein IP-/BUP-Antrag gilt primär als Antrag auf eine medizinische oder berufliche Rehabilitation. Eine IP/BUP wird nur noch gewährt, wenn dauerhafte Invalidität/Berufsunfähigkeit vorliegt. Statt der befristeten IP/BUP gibt es das Rehabilitationsgeld und das
Übergangsgeld. Von Birgit Büttner
Medizinische
Reha-Maßnahmen und
Rehabilitationsgeld
Liegt eine vorübergehende Invalidität/Berufsunfähigkeit von
voraussichtlich mindestens 6
Monaten vor, besteht Anspruch
auf medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, wenn dies zur
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit notwendig und infolge des Gesundheitszustandes
zweckmäßig ist.
Für die Dauer der vorübergehenden Invalidität/Berufsunfähigkeit wird Rehabilitationsgeld
gewährt, das durch die Krankenversicherung geleistet wird. Über
die Höhe werden Betroffene von
der zuständigen Krankenkasse
informiert. Das Rehabilitationsgeld gebührt im Ausmaß des
Krankengeldes, ab dem 43. Tag
im Ausmaß des erhöhten Krankengeldes. Das Rehabilitationsgeld wird zumindest in Höhe des
Ausgleichszulagenrichtsatz für
Alleinstehende (2015: € 872,31
monatlich) geleistet. Rehabilitationsgeld-Bezieher sind in der
Kranken- und Pensionsversicherung teilversichert.
1/15
Bei der zuständigen Krankenkasse im „Case Management“
wird gemeinsam mit den Betroffenen ein individueller Versorgungsplan erstellt. Vereiteln
26
oder verzögern die Betroffenen
die vorgesehenen Abläufe oder
Maßnahmen, weil sie den Mitwirkungsverpflichtungen wiederholt
nicht nachkommen, kann der
Krankenversicherungsträger das
Rehabilitationsgeld auf Dauer
oder für eine bestimmte Zeit
zur Gänze oder teilweise ruhend
stellen. Auf die Folgen ihres Verhaltens müssen die Betroffenen
vorher schriftlich hingewiesen
worden sein.
Bei Bedarf, jedenfalls aber nach
Ablauf eines Jahres nach Zuerkennung des Rehabilitationsgeldes oder der letzten Begutachtung wird überprüft, ob weiterhin
vorübergehende Invalidität
vorliegt.
Wird zum Rehabilitationsgeld
ein Erwerbseinkommen über der
Geringfügigkeitsgrenze bezogen
(2015: € 405,98 monatlich),
kann es zur Auszahlung von TeilRehabilitationsgeld kommen. Bis
zu einem Gesamteinkommen (=
Rehabilitationsgeld + Erwerbseinkommen) von € 1.154,06
monatlich wird das Erwerbseinkommen nicht angerechnet.
Übersteigt das Gesamteinkommen aber diesen Betrag, so wird
das Rehabilitationsgeld um einen
Anrechnungsbetrag verringert.
TIPP! Weitere Informationen zu
medizinischen Rehabilitations-
maßnahmen (insbesondere zu
den Anspruchsvoraussetzungen)
sowie zum Rehabilitationsgeld
sind direkt bei der PVA (www.
pensionsversicherung.at ) und
beim zuständigen Krankenversicherungsträger einzuholen.
Berufliche
Reha-Maßnahmen und
Umschulungsgeld
Liegt eine vorübergehende Invalidität/Berufsunfähigkeit von
voraussichtlich mindestens 6
Monaten vor und sind berufliche
Maßnahmen der Rehabilitation zweckmäßig und zumutbar,
haben qualifizierte Arbeitnehmer
(mit Berufsschutz) Anspruch auf
Umschulungsgeld.
Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation (Umschulungen) sind
nur dann zumutbar, wenn sie unter Berücksichtigung der physischen und psychischen Eignung,
der bisherigen Tätigkeit sowie
der Dauer und des Umfanges der
bisherigen Ausbildung (Qualifikationsniveau) sowie des Alters,
des Gesundheitszustandes und
der Dauer eines Pensionsbezuges festgesetzt und durchgeführt
werden.
Das AMS Arbeitsmarktservice ist
verantwortlich für die Berechnung, Gewährung und Auszahlung vom Umschulungsgeld
www.oeziv.org
SUPPORT Recht
Für Menschen mit Behinderungen
sowie für die Durchführung der
beruflichen Rehabilitationsmaßnahme.
Das Umschulungsgeld steht zu
ab Feststellung des Pensionsversicherungsträgers, wenn der
Antrag innerhalb von 4 Wochen
(gerechnet ab dem Datum des
Bescheides des Pensionsversicherungsträgers) beim AMS
gestellt wird, andernfalls ab
dem Tag der Antragstellung. Das
Umschulungsgeld kann mittels
persönlicher Vorsprache beim
AMS (regionale Geschäftsstelle) oder elektronisch über das
eAMS-Konto beantragt werden.
Der Umschulungsgeld-Anspruch
endet mit dem Monatsende nach
Beendigung der letzten beruflichen Rehabilitationsmaßnahme.
Über die Umschulungsgeld-Höhe
erhalten Betroffene eine Mitteilung vom AMS. Das Umschulungsgeld wird in der Auswahlund Planungsphase in Höhe des
Arbeitslosengeldes gewährt. Ab
Teilnahme an einer beruflichen
Rehabilitationsmaßnahme wird
der Grundbetrag des Arbeitslosengeldes um 22 % erhöht.
Die Mindesthöhe des Umschulungsgeldes ist dabei im Jahr
2015 jedenfalls € 33,90 täglich.
Umschulungsgeld-BezieherInnen sind in der Kranken-, Un-
info
fall- und Pensionsversicherung
versichert.
TIPP! Weitere Informationen
zu beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen (insbesondere zu
den Anspruchsvoraussetzungen)
sowie zum Umschulungsgeld sind
direkt bei der PVA(www.pensionsversicherung.at) und beim
AMS (www.ams.at) einzuholen. 
Gefördert durch
Pflegegeld aktuell
www.oeziv.org
Stunden monatlich. Davon betroffen sind Erstanträge oder Erhöhungsanträge von Stufe 1 auf 2 ab
dem 1.1.2015.
Näheres dazu in unserer Rechtsdatenbank
www.recht.oeziv.org 
27
1/15
Ab 1.1.2015 muss ein erhöhter Pflegebedarf für
Stufe 1 und 2 nachgewiesen werden. Anspruch
Pflegegeld Stufe 1: Pflegebedarf durchschnittlich
mehr als 65 (bisher mehr als 60) Stunden monatlich. Anspruch Pflegegeld Stufe 2: Pflegebedarf
durchschnittlich mehr als 95 (bisher mehr als 85)
info Arbeitsassistenz
Für Menschen mit Behinderungen
Erfolgreiche Arbeit für
behinderte Menschen
308 Klienten und Klientinnen – so viele wie noch nie in der Geschichte der ÖZIV
Arbeitsassistenz – wurden im Jahr 2014 von uns betreut. Trotz der erschwerten
Rahmenbedingungen war es ein erfolgreiches Jahr für die ÖZIV Arbeitsassistenz. Von Alfred Müller
Die ÖZIV Arbeitsassistenz hatte
es im abgelaufenen Jahr nicht gerade leicht: höchste Arbeitslosenrate in der 2. Republik, die Zahl
der arbeitslosen Menschen mit
Behinderungen ist im Vergleich
zum Vorjahr um 26,3 % gestiegen (Juni 2014, Quelle AK). 2014
konnten dennoch 73 Menschen
mit Körperbehinderung in den
Arbeitsmarkt integriert werden,
42 Arbeitsverhältnisse konnten
gesichert werden. Zwei Lehrverhältnisse wurden vermittelt.
Damit mündete die Betreuung
durch die ÖZIV Arbeitsassistenz
117 mal in einen Erfolg und die
Erfolgsvorgabe der Fördergeber
konnte erfüllt werden.
Das Durchschnittsalter
der KlientInnen steigt
1/15
Der Anteil der Klienten und
Klientinnen, die über 45 Jahre
alt sind, steigt seit Jahren. 2014
waren es nicht weniger als 58 %.
Im Vergleich dazu stellten die
über 45-Jährigen im Jahr 2007 –
also knapp vor der noch immer
andauernden Wirtschaftskrise –
gerade einmal 29 %. Entsprechend ging der Anteil der 25- bis
45-jährigen Klienten und Klientinnen der Arbeitsassistenz von
50 % im Jahr 2007 auf 34 %
im Vorjahr zurück. Unter 25
Jahre waren im Jahr 2007 noch
21 %, nun sind es 8 %. Wer den
Arbeitsmarkt kennt, weiß, dass
dies negative Auswirkung auf die
Vermittelbarkeit hat.
28
Oft haben unsere Klienten und
Klientinnen mindestens genauso hart mit dem Vermittlungshemmnis Alter wie mit dem der
Behinderung zu kämpfen. Wir
versuchen beide Hindernisse
gemeinsam mit unseren Klienten
und KlientInnen aus dem Weg zu
räumen.
Ungelernte Hilfsarbeiter, die einen großen Teil unseres Klientels
stellen, werden fast nur noch
über Leihfirmen eingestellt und
bei diesen haben Menschen mit
Behinderung fast keine Chance.
So sind wir inzwischen sehr geübt darin, in der kleinen Nische
der Direktanstellungen wiederum Arbeitsfelder zu finden,
die bezogen auf die jeweilige
Behinderung fast oder gänzlich
ohne Leistungsminderung erfüllbar sind. Dies ist der Garant für
nachhaltige Vermittlungen.
Arbeitsplatzsicherung
wird immer wichtiger
Neben der Unterstützung bei
der Jobsuche hilft die ÖZIV
Arbeitsassistenz auch bei der
Sicherung von gefährdeten Arbeitsplätzen. Die Wirtschaftskrise
spiegelt sich auch in der Steige-
rung der gefährdeten Arbeitsplätze, mit deren Sicherung die
ÖZIV Arbeitsassistenz beauftragt
wird. Betrug der Anteil der Arbeitsplatzsicherungen 2007 noch
magere 8,6 %, kletterte dieser
Wert bis 2014 auf 21,3 %. In 8
von 10 Fällen gelingt die Arbeitsplatzerhaltung, was den Schluss
nahelegt: es ist meist leichter
einen Arbeitsplatz zu retten, als
einen neuen zu finden.
Die Zusammenarbeit mit unseren KollegInnen von ÖZIV Support ist selbstverständlich sehr
intensiv. Im Sinne der Servicekette kommt es immer wieder
zu Übergaben von Klienten und
Klientinnen von ÖZIV Support
an die ÖZIV Arbeitsassistenz. In
manchen Fällen aber auch in die
Gegenrichtung, wenn der bzw.
die Jobsuchende nicht jobready
und mit einer Betreuung durch
ÖZIV Support einverstanden
ist. Besonders hervorzuheben
ist 2014 eine Parallelbetreuung
in Zusammenarbeit mit ÖZIV
Support: die Arbeitsplatzsicherung gelang, zudem wurde die
von uns betreute Mitarbeiterin in
eine höhere Gehaltsgruppe eingestuft und der innerbetriebliche
Aufstieg in die Wege geleitet. 
Gefördert von:
www.oeziv.org
www.oeziv.org
Werbung
info
29
1/15
Für Menschen mit Behinderungen
info ACCESS
Für Menschen mit Behinderungen
Mit RoSi durch die Stadt
RoSi heißt der neue Rollstuhlsimulator, der neuerdings im Technischen Museum in
Wien zu finden ist. Er ist Teil der umfangreichen „Mitmachausstellung – In Bewegung“, in der junge BesucherInnen spielerisch das Thema Mobilität in vielfältigen
Aspekten erforschen können. Von Rudi Maisriml
In diesem Simulator erlebt man das Gefühl, mit
einem Rollstuhl in der Stadt unterwegs zu sein.
Man rumpelt über Kanten, bewältigt Rampen und
Brücken und meistert Engstellen. Das Fahrerlebnis
ist ziemlich realistisch. Der Rolli wackelt und neigt
sich und auch der Antrieb erfordert bei Neigungen
einiges an Kraft in den Armen.
Die Mitmachausstellung ist für Kinder und Jugendliche konzipiert – und RoSi regt so spielerisch zur
Auseinandersetzung mit dem Thema Barrierefreiheit und Behinderung an. Den Kids scheint es
sichtlich Spaß zu machen – dementsprechend groß
ist auch der Andrang bei dieser Mitmachstation.
Nützliche Einsatzmöglichkeiten…
1/15
Die hinter RoSi stehende Technologie eröffnet
noch eine weitere spannende Anwendung, die
vielleicht auch zu mehr Barrierefreiheit beitragen
kann. So gab es bereits 1999 erste Rollstuhlsimulatoren in den USA und das Thema wurde auch
in Europa von der Forschung aufgegriffen und
30
kontinuierlich weiterentwickelt. Als Folge entstand
2012 im bekannten Fraunhofer Institut ein Projekt
namens VAALIDATE, das mittels Rollstuhlsimulator
ermöglicht, ein Gebäude noch vor seiner Erstellung virtuell zu berollen.
Die Zielgruppe dieser Innovation sind Bauherren
und Architekten, die sich so bereits vorweg einen
genauen Eindruck von der Barrierefreiheit ihres
Gebäudes verschaffen können. Dadurch sollen
teure Planungsfehler entlarvt werden, so die Projektbeschreibung von VAALIDATE.
…oder doch nur ein
High-Tech-Spielzeug?
Das Potential dieses Ansatzes scheint immens.
Gleichzeitig könnte sich auch ein gewisses Unbehagen einstellen. So schreibt ein kritischer Internet-Poster zu diesem Projekt: „Ich kenne keinen
Rolli-Nutzer, der nicht auf Anhieb diverse Verbesserungsvorschläge hätte. Nur: Uns fragt leider
keiner…“
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Für Menschen mit Behinderungen
ACCESS
info
Was Barrierefreiheit ausmacht und wie sie umzusetzen wäre, ist längst bekannt. Es existiert eine
Reihe von sehr genauen Normen, deren Einhaltung durch Bauherren und Architekten ein umfassend barrierefreies Gebäude garantieren sollten.
Interessenvertretungen wie der ÖZIV stehen im
Rahmen des Projekts ACCESS Planern beratend
zur Seite.
Ein Simulationssystem wie VAALIDATE könnte
eines Tages eine wertvolle Planungs-Grundlage für
Architekten werden. Aktuell wäre ihr Nutzen vor
allem in der Sensibilisierung und Ausbildung von
Planern und Architekten zu sehen. Denn gerade
hier sind oft die größten Mängel zu beobachten
und das liegt an der fehlenden Ausbildung. Daher
ist es auch unverständlich, dass bislang noch kein
derartiges Simulations-Gerät an österreichischen
technischen Universitäten zu finden ist und dort
mithilft, angehende Architekten mit dem Thema
Barrierefreiheit zu befassen. Die jugendlichen
BesucherInnen im Technischen Museum sind hier
schon ein Stück weiter. 
Wir danken der nachfolgenden Firmen und Institutionen für einen Druckkostenbeitrag:
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31
1/15
Herr Bgm. Kurt Wagner - Gemeinde Wörterberg, 8293 Wörterberg • Marktgemeinde Taxenbach, 5660
Taxenbach • Verein OÖ Jagdmuseum, 4490 St. Florian • Marktgemeinde Seeboden, 9871 Seeboden
• Marktgemeinde St. Wolfgang, 5360 St. Wolfgang • Tripan Leichtbauteile Wimmer GmbH, 4063 Hörsching • Gemeinde Inzing, 6401 Inzing • Thalia Buch & Medien GmbH, 4910 Ried im Innkreis • Gemeinde Tollet, 4710 Tollet • Herr Bgm. Anton Aichinger - Marktgemeinde Mitterkirchen im Marchland,
4343 Mitterkirchen im Marchland • Gemeinde Gosau, 4824 Gosau • Stadgemeinde Schwanenstadt,
4690 Schwanenstadt • Herr Bgm. Josef Lorenz - Gemeinde Oberdorf im Burgenland, 7501 Oberdorf
im Burgenland • Gemeinde Meggenhofen, 4714 Meggenhofen
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Für Menschen mit Behinderungen
Wir danken der nachfolgenden Firmen und Institutionen für einen Druckkostenbeitrag:
1/15
Stadtgemeinde Berndorf, 2560 Berndorf • Marktgemeinde Münzkirchen, 4792 Münzkirchen • Gemeinde Zell an der Pram, 4755 Zell an der Pram • Johannes Traunmüller e.U. Fleischerei, 4203 Altenberg
• Gebr. Ing. Angermayer, Bau- Unternehmung GmbH, 4481 Asten • Marktgemeinde St. Georgen im
Attergau • 4880 St. Georgen im Attergau • Gemeinde Roitham, 4661 Roitham • Rosenbauer International AG, 4060 Leonding • Fa. Eckerstorfer Stefan e.U., 4113 St. Martin im Mühlkreis • VIF Gerüstbau
GmbH, 4600 Wels • Gemeinde Stockenboi, 9713 Zlan • Florian Elektro GmbH, 5200 Salzburg • Herzog
Samen und Pflanzen GmbH, 4810 Gmunden
32
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Für Menschen mit Behinderungen
Selbstständigkeit
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Für einen
beruflichen
Neuanfang
ist es nie
zu spät
Christine Gurtner, Jahrgang
1953, ist von Geburt an behindert. Ihr fehlen die beiden
Speichen in den Unterarmen.
Sie hat selbst erlebt, wie schwierig es für ihre Eltern war, mit
einem behinderten Kind in der
Gesellschaft akzeptiert zu werden. Während ihrer Schulzeit
und ihrer späteren beruflichen
Laufbahn als Sachbearbeiterin
in einer Bank hat sie festgestellt, dass ihre Stärken in der
Beratung, Betreuung und Unterstützung von Menschen liegen.
Einige Jahre nach dem Tod ihres
Mannes hat Frau Gurtner einen
beruflichen Neuanfang gestartet. Sie machte eine Ausbildung
zur Dipl. Ehe-, Familien- und
Lebensberaterin, Dipl. Behindertenberaterin, zertifizierten
Online-Beraterin und Rainbow
Gruppenleiterin (Begleitung für
Kinder nach Trennung/Scheidung
oder Tod eines Elternteiles).
Während ihrer Tätigkeit in Familienberatungsstellen hat sie viele Erfahrungen gesammelt und
sich entschlossen, eine Privatwww.oeziv.org
Frau Gurtner kann als Beraterin ihr Wissen und
ihre Erfahrungen einsetzen
praxis zu gründen. Dabei wurde
sie von den Beraterinnen und
Beratern des GrüZe bei ihrem
Start in ein neues Berufsleben
unterstützt. Frau Gurtner bietet
lösungsorientiert ausgerichtete
Beratungen an.
„Bei jedem Gespräch kann ich
Menschen unterstützen, mit
ihren Krisen und Problemen
anders umzugehen und sich
dadurch selbst zu helfen.“
In ihren Beratungsgesprächen
entwickelt sie mit ihren KlientInnen Strategien und Ressourcen,
damit diese mit ihren Situationen besser oder anders umgehen können. Durch ihre eigene
Beeinträchtigung und ihren
Umgang damit wird sie von den
KlientInnen mit Behinderung
meist anders wahrgenommen,
als ihre nichtbehinderten KollegInnen. Ganz wichtig ist für Frau
Gurtner Verständnis und gute
Zusammenarbeit von Menschen
mit und ohne Behinderung. „Im
GrüZe habe ich kompetente Beratung und eine große Unterstützung angeboten bekommen“,
bedankt sich Frau Gurtner für die
Zusammenarbeit 
Die MitarbeiterInnen von
GrüZe betreuen auch Sie
gerne, wenn Sie einen
festgestellten Grad der
Behinderung von mindestens 50 Prozent vorweisen,
eine konkrete Geschäftsidee
haben und den Traum Ihrer
beruflichen Selbständigkeit
erfolgreich leben wollen.
GründerInnenzentrum für
Menschen mit Handicap
Zieglergasse 14/172
1070 Wien
Tel. 01/748722 63
Mail: [email protected]
www.grueze.at
33
1/15
Das GründerInnenzentrum für Menschen mit
Handicap, kurz GrüZe,
unterstützt Menschen mit
Behinderung beim beruflichen Neustart in die
Selbständigkeit.
1/15
info Werbung
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Für Menschen mit Behinderungen
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Für Menschen mit Behinderungen
Buchbesprechungen
info
ASIA B-C von Walter Wosp
Arbeits- oder Freizeitunfall?
Diese schicksalsentscheidende
Frage hält Walter Wosp mehr als
zwei Jahre nach seinem Unfall
in ihrem Bann. In seinem völlig
authentischen Tagebuch schildert der verunglückte Radfahrer seinen Kampf mit sich und
die vielzähligen Probleme mit
Ämtern, Versicherungen und
Anwälten. Offen beschreibt er
die Veränderungen in seinen
Beziehungen und seine Zusammenbrüche. Ein ehrliches Buch,
das unter die Haut geht.
Empfehlenswert, weil man das
Leben so gut spürt und den lie-
benswerten, tapfer kämpfenden
Menschen, um den es geht.
A-2620 Neunkirchen.
Tel.: 0 26 35 / 622 84 Email:
[email protected]) 
Asia B-C ist übrigens die Bezeichnung für den Grad der Behinderung bei einer Querschnittlähmung.
Neugierig geworden? Hier finden Sie eine Leseprobe:
www.asia-b-c.at
Sie können das Buch als ebook
praktisch in allen Onlineshops
erwerben. Oder als Printausgabe versandkostenfrei und
lagernd bei der Buchhandlung
Reithmeyer, Hauptplatz 5,
Multiple Sklerose – ein Lesebuch
www.oeziv.org
ab. Das Buch ist leicht lesbar,
Fachtermini werden erklärt und
immer wieder kommen Betroffene zu Wort. Ein Lesetipp für
alle, die mehr über MS wissen
wollen oder müssen!
Hier können Sie das
Buch beziehen:
Multiple Sklerose Gesellschaft
Wien, Hernalser Hauptstraße
15-17, 1170 Wien
www.msges.at 
35
1/15
Das knapp 200 Seiten starke
Buch bietet kompakt aufbereitetes Wissen über Multiple Sklerose, die Krankheit mit den 1000
Gesichtern. Der renommierte
Wiener Neurologe Fritz Leutmezer schreibt über Ursachen,
Diagnose und Therapien der
Erkrankung und auch über das
Leben mit MS. Rechtliche Fragen werden ebenso beantwortet. Ein umfangreicher Adressteil rundet die Informationen
info Kurz gemeldet
Für Menschen mit Behinderungen
Kurz gemeldet
Dance Diversity –
beim 8. Diversity Ball
Gleichstellung:
Mitmachen beim
Wheelday 2015
schen wahrzunehmen, für die
sie laufen, nach dem Motto des
Organisators Red Bull „Running
for those who can´t“. Die Einnahmen des Laufes gehen in die
Rückenmarksforschung.
Mehr unter www.wingsforlifeworldrun.com/at/de/niederoesterreich
Monitoringstelle Wien:
Klaus Widl Vorsitzender
Am 18. April 2014 bittet Equalizent wieder im Kursalon Wien
zum Tanz: Für viele BallgeherInnen ist der Diversity Ball, der
heuer schon zum 8. Mal stattfindet, das Ballereignis des Jahres
und einer der schrillsten Bälle
Wiens. Was den Diversity Ball
so besonders macht, lässt sich
mit den Worten der VeranstalterInnen erklären: „Unser Ball
schafft es, Welten zu verbinden
und die Gesellschaft auf den
Kopf zu stellen. Denn wir feiern
keine Gruppen – wir feiern ein
Lebensgefühl: Alles darf sein,
alles ist möglich.“ Als einziges
nahezu vollständig barrierefreies
Großevent in Österreich setzen
die VeranstalterInnen auf die
Teilhabe aller Menschen: die
Programmpunkte werden u.a.
durchgehend in österreichischer
Gebärdensprache gedolmetscht
und Rampen ermöglichen einen
ungehinderten Zugang zu allen
Bereichen.
1/15
Nähere Infos unter:
www.diversityball.at
36
Am 5. Mai ist der Europäische
Protesttag zur Gleichstellung
von Menschen mit Behinderungen. Mit dem Projekt WHEELDAY
möchte das IUFE – Institut für
Umwelt, Friede, Entwicklung –
auf die Situation behinderter
Menschen in Entwicklungsländern und ländlichen Regionen
aufmerksam machen. Am 4. Mai
findet die Auftaktveranstaltung
zum WHEELDAY im Technischen
Museum Wien statt. Der ÖZIV ist
einer der Kooperationspartner.
Eines unserer Projekte ist der
Rollstuhlparcours in St. Pölten.
Mehr unter www.wheelday.at
ÖZIV Rollstuhlparcours
am 3. Mai in St. Pölten
Am 3. Mai geht weltweit der bereits traditionelle Wings for Life
World Run über die Bühne. In
Österreich findet er in St. Pölten
statt. Der ÖZIV wird dort mit
einem Rollstuhlparcours vertreten sein und so den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, die
Welt aus der Sicht jener Men-
Klaus Widl, ehemaliger ÖZIVMitarbeiter, Gründer des WAKA
Fahrtendienstes und Präsident
des CBMF – Club behinderter
Menschen und ihrer Freunde –
ist erster frei gewählter Vorsitzender der Wiener Monitoringstelle zum Schutz, der Förderung und der Überwachung
der Einhaltung der Rechte von
Menschen mit Behinderungen.
Dem vergangenes Jahr novellierten Wiener Antidiskriminierungsgesetz entsprechend
wählten erstmals die Mitglieder
der Wiener Monitoringstelle –
ganz im Sinne eines unabhängigen Kollegialorgans gemäß
Pariser Prinzipien – aus ihrer
Mitte selbst den Vorsitz. Widl
wurde einstimmig zum Vorsitzenden sowie der unabhängige
Bedienstetenschutzbeauftragte
Mag. Michael Fink zu seinem
www.oeziv.org
Für Menschen mit Behinderungen
Stellvertreter gewählt. Ebenso
wurden bei der konstituierenden
Sitzung die Schwerpunkthemen
des Arbeitsprogramms für 2015
festgelegt.
Kurz gemeldet
beschränkt, eine Anmeldung ist
unbedingt erforderlich!
Sendung ohne Barrieren
in ÖGS und auf Okto TV
Barrierefreie Gemeinde
Die Aussagen von Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer Ende letzten Jahres, wonach
Barrierefreiheit zu teuer sei,
haben wir zum Anlass genommen, um mit ihm in Kontakt zu
treten. Ergebnis ist eine Kooperation, die das ganze Jahr 2015
laufen wird. Im KOMMUNAL, der
Zeitung des Gemeindebundes,
erscheint ab April monatlich eine
Kolumne des ÖZIV mit praktischen Tipps zur Umsetzung von
Barrierefreiheit in Gemeinden.
ÖZIV ACCESS bietet auf diesem
Weg auch allen Gemeinden Begehungen und Beratung an. Die
ersten beiden Gemeinden, die
sich beim ÖZIV melden, erhalten
diese Beratung kostenlos.
Sitzung Unabhängiger
Monitoringausschuss
Die nächste Sitzung findet am
28. April im Hippoylte-Haus in
St. Pölten statt. Thema ist „DeInstitutionalisierung – Selbstbestimmt Leben in der Gemeinschaft“.
Neues bei der Sendung ohne
Barrieren, die von Zitronenwasser Social Media GmbH, ÖZIV
und ÖAR gemeinsam produziert
wird: Seit der Ausgabe vom
März wird die Sendung auch in
die österreichische Gebärdensprache übersetzt. Seit 24. März
wird die Sendung auch wieder
auf Okto TV ausgestrahlt. Die
nächste Sendung des ÖZIV ist
für Juni geplant.
Ausgleichstaxe erhöhen
Angesichts der deutlich steigenden Arbeitslosigkeit bei behinderten Menschen fordern immer
mehr ExpertInnen eine deutliche
Anhebung der Ausgleichstaxe.
Das ist jener Betrag, den Unternehmen entrichten müssen,
die ihrer Einstellungspflicht nicht
nachkommen. Derzeit müssen
Betriebe ab 25 Beschäftigten
eineN behinderteN MitarbeiterIn
einstellen. ÖZIV Präsident Voget
fordert eine Verdreifachung des
info
gegenwärtigen Betrages auf ca.
1000 Euro sowie eine Ausweitung der Einstellungspflicht auch
auf Betriebe mit weniger als
25 Beschäftigen. Im Gegenzug
kann er sich ebenso wie andere
ExpertInnen die Streichung des
Kündigungsschutzes für behinderte Menschen vorstellen.
Pflegegeld retten: Bitte
unterschreiben Sie!
Seit 1.1. 2015 ist der Zugang
zu den Pflegegeldstufen 1 und
2 deutlich erhöht worden – aus
Kostengründen. Geschätzte
6000 Personen werden deshalb
heuer kein Pflegegeld erhalten.
Die ÖAR – Dachorganisation der
österreichischen Behindertenverbände – hat im Vorjahr eine
Unterschriftenaktion zur Rettung
des Pflegegeldes gestartet, die
Sie weiterhin unterstützen können. Die Unterschriftenliste zum
Ausdrucken finden Sie auf unserer Website www.oeziv.org
oder Sie können dort auch gleich
online unterschreiben. Danke! 
www.oeziv.org
37
1/15
Anmelden können sich Interessierte bis 17. April unter buero@
monitingausschuss.at Achtung:
Die Anzahl der Sitzplätze ist
info Tirol
Für Menschen mit Behinderungen
Neue Facebook-Seite ist online
Wir starten unsere neue Facebook-Seite – ausgestattet mit jeder Menge Infos für unsere Mitglieder, Netzwerkpartner und für alle Interessierte.
So finden Sie uns auf Facebook: ÖZIV-Tirol – für
Menschen mit Behinderungen
Informiert wird regelmäßig über Neuigkeiten und
Aktivitäten des Landesverbandes, neue Hilfsmittel
im Verleih, aktuelle Veranstaltungen der Bezirksvereine, interessante Artikel rund um das Thema
Barrierefreiheit in Tirol und Österreich, uvm.
Wir möchten diese Social Media Plattform nutzen,
um noch mehr Menschen zu erreichen und freuen
uns über jedes „Gefällt mir“ auf unserer Seite!
Falls Sie Ideen oder Anregungen für die Berichterstattung haben, kontaktieren Sie uns per Mail
an [email protected] oder direkt über Facebook
mit einer persönlichen Nachricht! 
Barrierefreiheit beginnt im Kopf –
Gemeinsam bunt sein
Am 28. April 2015 um 14.00 Uhr veranstaltet der
ÖZIV Tirol die Aktion „Barrierefreiheit beginnt im
Kopf – Gemeinsam bunt sein“ in der Maria-Theresien-Straße, Bereich Rathaus/Kaufhaus Tyrol in
Innsbruck. In den folgenden Tagen finden weitere
Veranstaltungen in anderen Tiroler Orten mit Unterstützung der Bezirksvereine statt.
Die Veranstaltung soll symbolisch dazu beitragen,
die Barrieren zwischen Menschen mit und ohne
Behinderungen abzubauen und das Bild einer bunten Gesellschaft als etwas Spannendes und Bereicherndes nach außen transportieren.
1/15
Wir laden die BesucherInnen am ÖZIV Tirol-Stand
ein, bei einem fröhlichen Spiel und mit einfachen
Fragen auf andere Menschen zuzugehen und diese
kennenzulernen. Eine Gesichter-Schminkstation
und das Verteilen von Stickern mit der Aufschrift
38
„Barrierefreiheit beginnt im Kopf“ sind weitere
Aktionen, um auf das Thema aufmerksam zu machen und den ÖZIV Tirol mit seinem umfangreichen Leistungsangebot einer breiten Öffentlichkeit
zu präsentieren.
Alle Mitglieder sowie Interessierten sind ganz
herzlich eingeladen, durch ihren Besuch mit Spaß
und Spiel ein Zeichen für eine bunte und vielfältige Gesellschaft zu setzen!
Je mehr Menschen teilnehmen, desto mehr Aufmerksamkeit werden unsere Aktionstage in Innsbruck und in den Bezirken erfahren. Deshalb
freuen wir uns auch über jede Unterstützung bei
der Verbreitung der Information über die Veranstaltungen, z.B. persönlich an Bekannte oder über
unsere Facebook- Seite „ÖZIV-Tirol – für Menschen mit Behinderungen“! 
www.oeziv.org
Tirol
Für Menschen mit Behinderungen
info
Neuerungen und Veränderungen
bei Förderungen und Anträgen 2015
Die Richtlinien des Tiroler
Kriegsopfer- und Behindertenfonds wurden überarbeitet:




Die Einkommensobergrenze
für Förderungen liegt 2015 bei
€ 1655,64 netto für alleinstehende Personen bzw. € 2069,55
für verheiratete Personen bzw.
Lebensgemeinschaften.
Für den Zuschuss zu den allgemeinen Betriebskosten sowie für Erholungsurlaub wurde
die Einkommensobergrenze
herabgesetzt. Sie liegt 2015
bei € 1241,73 netto (alleinstehende Personen) bzw.
€ 1655,64 (Ehepaare oder
Lebensgemeinschaften).
Kinderbetreuungsgeld und Zuschüsse zum Kinderbetreuungsgeld sowie Rehabilitationsgeld und Pflegekarenzgeld
werden zum Einkommen gezählt.
Es gibt seit heuer auch Zuschüsse für die Abdeckung
des behinderungsbedingten
Mehraufwandes bei der Teilnahme an Schulungs- und
Umschulungsmaßnahmen für
Erwachsene (z.B. für technische Hilfsmittel oder Unter-
www.oeziv.org
lagen in leicht verständlicher
Sprache). Dies gilt für Kurse,
die den Kriterien der updateFörderung des Landes Tirol
entsprechen.
Pflegegeld:

Die erforderliche Stundenanzahl für Stufe 1 wurde von 60
auf 65 Stunden, für Stufe 2
von 85 auf 95 Stunden erhöht. Die Höhe des Pflegegeldes hat sich nicht verändert.
Zuschüsse für behindertenoder seniorengerechte (Um-)
Baumaßnahmen über die Abteilung Wohnbauförderung der
Bezirkshauptmannschaften bzw.
des Stadtmagistrats Innsbruck:
Bei Sanierung:



Voraussetzung: Antragsteller
über 60 Jahre oder Nachweis
über den Grad der Behinderung
Zuschuss Wohnhaussanierung
erhöht auf 25 % (Einmalzuschuss) bzw. 35 % (Annuitätenzuschuss)
Bei Wohnhaussanierung und
Förderung für seniorInnengerechte Nasszellen (Innsbruck): keine Einkommensgrenzen zumindest bis
31.12.2015
Impulsförderung
„Sicheres Wohnen“:
Für geförderte Wohngebäude
mit bis zu fünf Wohnungen gibt
es eine Zusatzförderung, wenn
sie weitgehend barrierefrei ausgeführt werden. Diese Förderung ist unabhängig vom Alter
des Antragstellers oder dem
Vorliegen einer Behinderung.
Höhe der Förderung: € 1450 pro
Wohnung.
Weitere Informationen unter
www.tirol.gv.at/bauen-wohnen/
wohnbaufoerderung/ und bei
der Abteilung Wohnbauförderung der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft bzw. des
Stadtmagistrats Innsbruck.
Sonderförderung für den Austausch von Raumheizgeräten:
Von 01.01.2015 bis 31.12.2016
gibt es beim Land Tirol, Abteilung Wohnbauförderung, eine
Sonderförderung für den Austausch von alten Raumheizgeräten als Zusatzheizung, wenn
ein neuer Pellets-, Holz- oder
Kachelofen eingebaut wird.
Bei Neubauten:


Förderung von 65 % der behinderungsbedingten Mehrkosten
Die Einkommensgrenzen
wurden, abhängig von der
Personenanzahl des Haushalts, erhöht.
Falls Sie Fragen zu diesen oder
anderen Themen haben, kontaktieren Sie bitte Frau Mag.a
Eva Roncat in der Sozialberatung des ÖZIV-Tirol in Innsbruck
([email protected] oder
Tel.: 0512/57 19 83). 
39
1/15
Der ÖZIV Landesverband Tirol bietet seinen Mitgliedern im
Rahmen des Beratungsangebotes
unter anderem Sozialberatung
rund um das Thema Behinderung
an – zum Beispiel bei Fragen zu
Förderungen und Zuschüssen,
Behindertenpass, Parkausweis,
Pflegegeld etc. Im Jahr 2015 gibt
es einige Änderungen und Neuerungen bei Förderungen und
Anträgen, über die wir Sie hier
gerne informieren möchten.
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info Werbung
40
Für Menschen mit Behinderungen
www.oeziv.org
Für Menschen mit Behinderungen
info
Bezirk Hall in Tirol
Bezirk Hall in Tirol
Der ÖZIV-Bezirksverein Hall in Tirol hat im Jahr
2015 wieder zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen für seine Mitglieder geplant und zum Teil
auch schon durchgeführt.
Das gesamte Jahresprogramm finden Sie hier.
Weihnachtsfeier
Außerordentliche Generalversammlung im
Reschenhof in Mils am 7. Februar
Den Abschluss des Vereinsjahres bildet am 5.
Dezember die gemeinsame Weihnachtsfeier im
Gasthof Stanglwirt in Thaur, wo wieder zahlreiche
Ehrungen für langjährige Mitglieder durchgeführt
werden.
Am 7. Februar 2015 war die außerordentliche Generalversammlung mit Faschingsfeier im Gasthof
Reschenhof in Mils, am 28. März fand ein Theaterbesuch im FoRum in Rum statt, bei dem „Aida“
aufgeführt wurde.
www.oeziv.org
Ehrung im Stanglwirt in Thaur
Alle 14 Tage findet am Freitag Nachmittag unser
Kegeltreff im Mehrzweckgebäude in Wattens statt,
der sehr gut besucht ist und im Rahmen der „Herausführung aus der Isolation“ gedacht ist. Alle
Interessierten sind herzlich eingeladen! 
Mehr Infos: [email protected]
41
1/15
Als nächstes geplant ist die Besichtigung des
Schloss „Ambras“ in Innsbruck am 24. April. Am
30. Mai findet der erste Tagesausflug nach München in den Tierpark Hellabrunn statt. Am 27. Juni
veranstalten wir einen Halbtagesausflug zur Hinterhornalm in Gnadenwald. Am 18. Juli findet der
schon traditionelle und beliebte Vereinsnachmittag im KiWi Kirchenwirt in Absam statt, bei dem
die anwesenden Mitglieder über aktuelle Themen
für behinderte Menschen informiert werden. Für
19./20. September ist nach einigen Jahren wieder
ein Zweitagesausflug mit Törggelen nach Afens in
Südtirol geplant.
info Niederösterreich
Für Menschen mit Behinderungen
(v.l.n.r.): Helga Aigelsreiter, Schriftführerin; Margarete Bachinger, Obfrau; Günther und Helga Wanke
von der Selbsthilfegruppe für Langzeit-Sauerstoff-Therapie und COPD
Information für SeniorInnen
Auf reges Interesse stieß der Messestand des ÖZIV-Landesverbandes NÖ bei der
Seniorenmesse „Bleib aktiv“ am 26. und 27. Februar im VAZ St. Pölten. Der Besucherandrang war enorm. Auch wir vom ÖZIV konnten zahlreiche Besucherinnen und Besucher über unsere Angebote informieren.
1/15
12.000 Besucher kamen heuer
in das St. Pöltner Veranstaltungszentrum VAZ zur größten
Seniorenmesse Niederösterreichs unter dem Motto „Bleib
aktiv!“. Sie fand heuer zum 10.
Mal statt und zeigte sich auf
qualitativ sehr hohem Niveau
mit über 200 Ausstellern aus
den Bereichen Gesundheit,
42
Reisen und vor allem der Mobilität. Dazu gab es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und
guten Tipps von Stars wie Ingrid
Wendl, Univ.-Prof. Dr. Siegfried
Meryn, Prof. Hademar Bankhofer und David Zwilling.
Mit dabei waren auch die Aussteller von verschiedenen Pfle-
geeinrichtungen und Interessenvertretungen. Natürlich war
auch der ÖZIV Landesverband
Niederösterreich als Aussteller
vertreten. Viele Besucher informierten sich über die Tätigkeit des ÖZIV und holten sich
sogleich vor Ort Informationen
über verschiedene sozialrechtliche Fragen. 
www.oeziv.org
Kärnten
Für Menschen mit Behinderungen
info
Weil Schifoan is des Leiwandste!
© Poldi Salcher
© Poldi Salcher
Ein voller Erfolg war der Aktionstag Fun & Run im Schnee für Menschen mit und ohne
Behinderungen am 14. Februar 2015. Ein besonderer Tag, der die Herzen vieler behinderter Kinder und Jugendlicher und auch die ihrer Angehörigen und Betreuer zum
Schwingen brachte.
Action im Schnee
Michael Knaus (Obmann ÖZIV Tirol und Vertreter des ÖBSV, links)
und Rudolf Kravanja (Präsident ÖZIV Kärnten, rechts) mit Markus
Salcher (Behindertensportler, Mitte) und weiteren Teilnehmern
© Poldi Salcher
Die anfängliche Skepsis einiger
Eltern, die sich nicht so recht
vorstellen konnten, dass ihre
Schützlinge Spaß an der Fortbewegung im Schnee finden
könnten, hat sich in kürzester
Zeit in großes Staunen und
Begeisterung verwandelt. Dazu
trugen auch die zahlreichen zur
Verfügung gestellten Sportgeräte bei, die unter fachkundiger
Aufsicht ausprobiert und getestet werden konnten.
Ein herzliches Dankeschön an
die SkilehrerInnen von der
Skischule Sölle, die diese Aktion
mit besonderem Engagement
und Fürsorge begleitet haben
und an den Ideengeber Christian Sölle, ebenso wie an die
Bergbahnen Nassfeld-Presseger
See.
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ÖZIV Tirol ist, diese besondere
Veranstaltung ins Leben gerufen
hat. Wir hoffen, dass daraus ein
nachhaltiges Event wird, ganz
im Sinne des Slogans: „Gemeinsam sind wir stark!“ 
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Besonderer Dank auch an unsere Kollegin Birgit Messner vom
ÖZIV, die dank ihrer Kontakte
zu den Behindertensportlern
sowie dem Sportlichen Leiter
des Österreichischen Behindertensportvereins ÖBSV, Michael
Knaus, der auch Obmann des
info Burgenland
Für Menschen mit Behinderungen
Noch mehr Service für Mitglieder
an. Wir bitten Sie daher um Ihre
Unterstützung bei heimischen
Betrieben nachzufragen, ob Ermäßigungen/Vergünstigungen/
Rabatte für ÖZIV Burgenland
Mitglieder möglich wären.
Sagen Sie uns Ihre
Meinung!
Das Team des ÖZIV Burgenland: Jakob Schriefl, Jurist Dr. Erwin
Würrer, Präsident Hans-Jürgen Groß und Sabine Wassicek
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Die Mitglieder des ÖZIV Burgenland dürfen sich ab sofort über
den neuen Mitgliedsausweis 2015
freuen. Er dient als Nachweis für
den bezahlten Mitgliedsbeitrag
und sorgt nach Vorlage bei Terminen im ÖZIV Burgenland Büro
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dafür, dass alle Serviceleistungen
sowie Veranstaltungen des ÖZIV
Burgenland in Anspruch genommen werden können.
Firmen bieten gerne Vergünstigungen für Mitgliedsausweise
Gemeinsam mit dem Mitgliedsausweis wird nun auch die
größte Mitgliederbefragung des
ÖZIV Burgenland gestartet. Wir
möchten auf diesem Weg die
Zufriedenheit unserer Mitglieder
erfragen sowie Verbesserungsvorschläge entgegennehmen.
Der direkte Kontakt mit unseren
Mitgliedern liegt uns am Herzen
und soll auf diesem Weg gefördert werden!
Da wir auch auf Facebook
vertreten sind, würden wir uns
über ein „Gefällt mir“ auf der
ÖZIV Burgenland-Seite von Ihnen natürlich sehr freuen. 
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Steiermark
Für Menschen mit Behinderungen
info
Bezirksgruppe MURTAL
Anton Forstner am 22.
Januar 2015 verstorben
Ehrung langjähriger Mitglieder
In seiner fast 21-jährigen Obmanntätigkeit entwickelte er die
Bezirksgruppe zu einer der größten in der Steiermark und konnte die Mitgliederzahl versechsfachen. Neben der Leitung der
Bezirksgruppe war er auch 31
Jahre lang bis zu seiner schweren Erkrankung im Dezember
2011 im Landesvorstand tätig
– hauptsächlich als Vorsitzender
des Sozialausschusses.
Für seine vorbildliche Tätigkeit
im Dienste seiner behinderten Mitmenschen wurden ihm
die höchsten Auszeichnungen
des ÖZIV verliehen. Nach dem
Verdienstzeichen in Bronze, in
Silber und auch in Gold erhielt er
1993 die „Goldene Ehrenplakette
des ÖZIV Steiermark“ und 1998
das Verdienstabzeichen in Platin.
Auf Antrag der Bezirksgruppe
wurde ihm im Jahre 2000 mit
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Es war seine Art sich für behinderte Menschen ehrgeizig und
hartnäckig einzusetzen, um mit
allen menschenmöglichen Mitteln
seinen Kolleginnen und Kollegen
zu helfen. So auch in Wien – als
er zum richtigen Zeitpunkt an
vorderster Front für die Schaffung des heutigen Pflegegeldgesetzes demonstrierte.
So haben wir ihn kennen und
schätzen gelernt und so werden
wir ihn in unserer Erinnerung
behalten. Lieber Toni, wir danken
dir für deinen unermüdlichen
Einsatz im ÖZIV zu Gunsten unserer behinderten Mitmenschen.
Deine Bezirksgruppe
MURTAL
Adventfeier 2014
Schon traditionell stimmte die
ÖZIV-Bezirksgruppe Murtal am
ersten Dezember-Samstag ihre
Mitglieder im Weißen Saal des
Knittelfelder Kulturhauses auf
die Weihnachtszeit ein. An dieser
Adventfeier nahmen wieder 95
Mitglieder und Ehrengäste teil.
Die stimmgewaltige Oberweger
KlangArt mit Gottfried Schindelbacher sorgte mit wundervoll interpretierten Weihnachtsliedern
für die musikalische Umrahmung
dieser Feier, welche gleichzeitig
auch einen festlichen Rahmen
für die Mitgliederehrung bot.
Diakon Mag. Hans Glück und
Maria Gruber ergänzten das
vorweihnachtliche Programm mit
sehr besinnlichen Beiträgen.
Für 10-jährige Mitgliedschaft:
Manfred Bann, Stefanie Buchmann, Helga Eisenbeutl, Heribert
Gschaider, Franz Hasler, Josefa
Kahlbacher, Jakob Kaiser, Elfriede
Knobloch, Hildegard Kranz, Hilde
Lassnig, Walter Reiter, Franz Ruprechter, Gerhard Seiger.
Für 25-jährige Mitgliedschaft:
Adolf Glatz, Gabriele Gössler,
Helga Gröbl, Karl-Heinz Kolland,
Huber Lackner, Walter Plescher,
Heinz Schützenhofer, Siegfried
Schrunner, Edeltraud Siefen,
Brigitte Volkar.
Für 50-jährige Mitgliedschaft:
Othmar Öffel, Dagmar Ehgartner, Gertrude Kohl, Elfriede
Stöllinger. 
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Toni Forstner, selbst gezeichnet
durch eine schwere Kinderlähmung, ist bereits mit 16 Jahren
dem Österreichischen Zivilinvalidenverband in Graz beigetreten.
Im Jahr 1980 übernahm er die
Bezirksgruppe Knittelfeld des
ÖZIV als Bezirksobmann.
der Verleihung des „Goldenen
Ehrenzeichen des Landes Steiermark“ durch Landeshauptfrau
Dr. Waltraud Klasnic eine ganz
besondere Ehre zuteil.
info Steiermark
Für Menschen mit Behinderungen
Bezirksgruppe VOITSBERG
ÖZIV-Haus Voitsberg
© Almer meine WOCHE Voitsberg
Muhri, aus diesem baufälligen Haus fast ohne
Eigenmittel gemacht haben.
Offizielle Eröffnung am 5. Mai
BO Wippel, Bgm. Meixner, Mieterin Krista
Dalmatiner, BOStv. Hackl, BOStv. Muhri
Anfang März konnte zur Freude aller der Schlüssel
für die barrierefreie Mietwohnung im ÖZIV-Haus
Voitsberg übergeben werden. Bürgermeister Ernst
Meixner ließ es sich nicht nehmen persönlich
dabei zu sein. Er wünschte der Mieterin, Frau Krista Dalmatiner, viel Freude und Zufriedenheit mit
ihrer neu renovierten Wohnung.
Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur
Gleichstellung behinderter Menschen, wird das
ÖZIV-Haus Voitsberg endlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Zu unserem großen
Festakt erwarten wir unseren Präsidenten Dr.
Klaus Voget mit Gattin und ÖZIV-Geschäftsführerin Hedi Schnitzer-Voget, sowie unseren Landespräsidenten Direktor Johann Brence. Ohne deren
tatkräftige Unterstützung hätten wir dieses zuerst
fast unmögliche Projekt überhaupt nie schaffen
können: Dafür ein Herzliches „Vergelt´s Gott!“
Bürgermeister Meixner war sehr beeindruckt, was
die Herren Heinz Wippel, Bezirksobmann, sowie
seine beiden Stellvertreter, Gernot Hackl und Fritz
Unter dem LINK: www.youtube.com/watch?
v=eM_ELjvw-AI kann man auf YouTube eine BAUDOKUMENTATION vom ÖZIV-Haus sehen. 
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Für sie kam diese Wohnung gerade recht, da die
Kosten für die alte Wohnung immer höher wurden, sie aber durch ihre Behinderung schon seit
einem Jahr die Badewanne nicht mehr benutzten
konnte.
Außerdem möchten wir allen ehrenamtlichen und
freiwilligen Helfern, Firmen und Sponsoren, dem
Bürgermeister der Stadtgemeinde Voitsberg, Ernst
Meixner, dem Dekanat Voitsberg mit Dechant Dr.
Erich Linhardt, sowie allen unseren Mitgliedern
der BG Voitsberg und allen die dazu beigetragen
haben, dass dieses Vorzeigeprojekt realisiert werden konnte, danken. Wir können auch mit Stolz
behaupten, dass dieses renovierte ÖZIV-Haus
einzigartig unter allen ÖZIV Bezirks- und Landesgruppen in Österreich ist.
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Vorarlberg
Für Menschen mit Behinderungen
info
ÖZIV Faschingsparty
Am Faschingssamstag traf sich der ÖZIV Vorarlberg
zur Faschingsparty im Gasthof Krone Dornbirn. Als
Präsidentin hatte Karin Stöckler sich ordentlich ins
Zeug gelegt, organisiert, eingeladen und geplant,
um den Vereinsmitgliedern des ÖZIV beim alljährlichen Pyjamaball einen ausgelassenen Nachmittag
zu ermöglichen. Ein besonderes Highlight waren
die Hörbranzer Raubritter.
In Schlafgewänder gekleidet klatschte die fröhliche ÖZIV-Truppe begeistert Beifall. Danach lockte
Alleinunterhalter BUBU mit seiner Musik die Partybesucher für eine flotte Sohle auf die Tanzfläche.
Ein richtiger „Run“ herrschte auf den Kauf von
Tombola-Losen. Kein Wunder, gab es doch über
100 schöne Preise zu gewinnen.
Nachdem sich alle bei Kaffee und Krapfen gestärkt
hatten, ging die Party weiter und erreichte einen
weiteren Höhepunkt mit dem Auftritt der Guggamusik „Kehlegger Schalmeien“. Da wurde mitgetanzt und mitgesungen und viel zu schnell war die
Party dann um 19.30 Uhr wieder zu Ende.
Mehr dazu unter http://www.vol.at/tanz-undspass-beim-oeziv-pyjamaball/4222219 
ÖZIV-Weihnachtsfeier Dezember 2014
Präsidentin Karin Stöckler mit
Vorstands-und Mitarbeiterteam
freuten sich, dass mehr als 150
Mitglieder und Ehrengäste der
Einladung gefolgt waren. So ließen es sich unter anderem Landtags-Vizepräsidentin Dr. Gabriele
Nußbaumer, LAbg. Hubert Kinz,
Klubobmann Dieter Egger, Hofrat
Dr. Peter Ammann (Sozialminiswww.oeziv.org
teriumservice) sowie Vizebürgermeisterin Katharina Wöß-Krall
(Marktgemeinde Rankweil) nicht
nehmen, Grußworte sowie Weihnachts-und Neujahrswünsche an
die Anwesenden zu richten.
Nach einem feinen Mittagessen
folgte die Ehrung für 20- und
30-jährige Mitgliedschaft beim
ÖZIV Vorarlberg. Danach zelebrierte Dekan Herbert Spieler
musikalisch begleitet von Mila
(Querflöte + Gesang) und Vesi
(Keyboard + Gesang) den traditionellen Gottesdienst.
Zum Abschluss gab es noch Kaffee und Kuchen, bevor die Feier
gegen 16 Uhr ihren Ausklang
fand. 
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Mit dem Auftritt des Chors
„Remixed“ begann die Weihnachtsfeier des ÖZIV Vorarlberg
im vollbesetzten Vinomnasaal
Rankweil.
info Wien
Für Menschen mit Behinderungen
Unterwegs mit dem ÖZIV Wien
Um allen unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu
geben, an unseren Ausflügen teilzunehmen, machen wir diese Fahrten mit einem Rollstuhlbus der
Fa. Blaguss Busreisen.
Am 21. September 2014 hatten wir eine sehr
schöne Tagesfahrt nach Kernhof in das dortige Kameltheater mit angeschlossenem Zoo, wo wir den
ganzen Tag verbrachten und verschiedene Tiervorführungen erleben durften.
Die nächsten Termine des ÖZIV Wien
An unseren Treffen und Spaziergängen können
auch RollstuhlfahrerInnen, Personen mit Rollatoren
und Krücken teilnehmen, denn wir sind in einem
gemütlichen Tempo unterwegs.
23.04.2015 gemütliches Treffen im Wirtsstüberl
Mitschka 1200 Wien, Klosterneuburgerstr. 10a, von
14.30 Uhr und 20.30 Uhr.
Der letzte Ausflug 2014 ging am 8. Dezember zum
Adventmarkt nach Zwettl, wo wir die weihnachtliche Stimmung einfingen und nach Wien mitbrachten, um ein bisschen Ruhe und Besinnlichkeit auch
in unserem so hektischen Alltagsleben einer Großstadt einkehren zu lassen.
26.04.2015 Fahrt auf den Kobenzl.
Treffpunkt Heiligenstadt Buslinie 38 Richtung Kahlenberg um 13.00 Uhr.
03.05.2015 Besuch des Wienmuseums am Karlsplatz. Treffpunkt um 13.30 Uhr beim Eingang.
16.05.2015 Spaziergang von Liesing nach
Perchtoldsdorf mit Heurigenbesuch.
Treffpunkt ist der Bahnhof Liesing Ausgang zum
Vorplatz um 14.30 Uhr.
21.05.2015 gemütliches Treffen im Wirtsstüberl
Mitschka 1200 Wien, Klosterneuburgerstr. 10a, von
14.30 Uhr bis 20.30 Uhr.
Rubrik Plus/Minus
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Am 17. Jänner 2015 erhielten wir Gratis Eintrittskarten für die Wiener Ferienmesse am Wiener Messegelände. Unser herzlicher Dank gebührt Herrn
Mag. Stefan Wisiak Messeleiter/ Exhibition Manager der Messe Wien, welcher uns diesen Besuch
ermöglichte.
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Plus J
Für die Wiener Messeleitung, Herr Mag. Stefan
Wisiak. Wenn es möglich ist, gibt es Gratiseintrittskarten für den Verband.
Für die Firma Bständig, besonders die Filiale Landstraßer Hauptstraße, sowie die Filiale Ranftlgasse.
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Top bei Rollstuhlreparaturen (Hr. Djordjevic).
Für die Fa. Hartmann Wund- Inkontinenz- Infektionsmanagement. Frau Verena Buchart ist immer
um Rat und Hilfe bemüht.
Minus L
Private Paketservices GLS und Hermes. Die geben
sehr oft nur eine Benachrichtigung an die Stiegenhaustüre, wo sie jeder entfernen kann, statt in den
Briefkasten. Und das meist auch noch ohne vorher
überhaupt angeläutet zu haben. Hier hilft es, sich
an die zuständige Wirtschaftskammer zu wenden.
Auch die Paketpost wird immer unfreundlicher.
Wenn Aushilfen unterwegs sind, liegt oft nur ein
Abholschein im Briefkasten, ohne dass davor angeläutet wurde. Wenn man dann am Postamt anruft,
gibt es nur ausnahmsweise eine zweite Zustellung
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Wien
info
am nächsten Tag. Oder man muss sich das Paket
auf der Straße übergeben lassen, da man nicht alle
Postfilialen mit einem E-Rollstuhl benützen kann….
Warum eigentlich nicht?
Besonders ärgerlich ist jedoch die Auskunft, man
könne ja ein Wunschpostamt angeben, wohin die
Pakete kommen sollen und von dort könne man
dann jedes Paket abholen.
Das ist die Post, die allen was bringt, behinderten
Menschen aber fast nur Ärger.
Wenn auch Sie positive oder negative Erfahrungen
mit Geschäften und Behörden haben, teilen Sie uns
diese mit. 
ÖZIV-Wien: 0664 / 886 77 838
1030 Wien, Landstr.-Hauptstr. 173-175/10/32
Mail: [email protected]
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Für Menschen mit Behinderungen
info Club 81
Für Menschen mit Behinderungen
Wir haben ein Recht am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen
Barrierefreiheit nicht immer nur negativ zu sehen, sondern endlich als Chance zu
begreifen, dafür plädiert der Club 81 nach den Aussagen von Landeshauptmann Pröll
in der Pressestunde Anfang März.
„Wir Menschen mit Behinderung
sind schockiert und enttäuscht,
wie NÖ Landeshauptmann Erwin
Pröll in der sonntägigen ORFPressestunde (1. März 2015)
‚die per Gesetz verordneten
barrierefreien Zugänge‘ in der
Gastronomie kritisiert hat“, so
Club 81-Obmann Josef Schoisengeyer.
LH Pröll in der TV-Sendung:
„Barrierefreier Zugang muss
in Zukunft in jedem Gasthaus,
in jedem Landwirtshaus investiert werden. Ja meine Damen
und Herren, liebe Frau Chefredakteurin (Föderl-Schmid vom
Standard, Anm.): Wo sind wir
denn?“. Und Pröll setzte fort:
„Ich habe den Auftrag gegeben,
jetzt gerade im Zusammenhang
mit den Wirten, weil’s die wirklich nicht leicht haben, einmal
zu überprüfen, wo wir diesen
Unfug abstellen können bzw. wo
wir diesen Normen, die vorgegeben werden, nicht folgen
müssen.“
Will Pröll gehbehinderte
Menschen aussperren?
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„Wir sind entsetzt und betroffen.
Will uns der Herr Landeshauptmann vom öffentlichen Leben
aussperren?“, fragen sich Schoisengeyer und die Mitglieder des
Club 81. Überall dort, wo es
keine barrierefreien Zugänge zu
einer Gaststätte gebe, seien alle
gehbehinderten Menschen ausgeschlossen, das heißt auch alte
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Menschen. Der Landeshauptmann betont immer wieder, wie
wichtig das gemeinschaftliche
Leben in den Dörfern und kleineren Gemeinden ist. „Wo findet
dieses statt? – Natürlich in erster Linie in den Gasthäusern!“,
meint Schoisengeyer.
Das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz hat eine zehnjährige Frist vorgesehen, damit
etwa Gastronomiebetriebe
genügend Zeit hatten, um die
nötigen Umbauten durchführen
zu können, und vielerorts ist der
Auftrag des Gesetzgebers ohne
Probleme umgesetzt worden.
Außerdem gibt es auch Kulanz
für jene Wirte und Betriebe, die
das nicht finanzieren können.
Den von Landeshauptmann Pröll
genannten Zwang für alle gibt
es gar nicht.
Blick in die Steiermark
Prölls steirischer Parteifreund,
Landeshauptmannstellvertreter
Hermann Schützenhöfer, ist da
schon etwas weiter. Er meinte in
einem Interview in der „Kleinen
Zeitung“: „Die Steiermark setzt
alles daran, damit auch wirklich
alle barrierefrei den Aufenthalt
in der Steiermark genießen können.“ Zwei Millionen Euro Fördergeld gebe es für kleine und
mittlere Betriebe, die in Barrierefreiheit investierten.
„Wir meinen, dass davon doch
alle profitieren. Senioren ebenso
wie Behinderte, aber vor allem
Betriebe, die dadurch mehr
Besucher erwarten könnte. Man
darf die Umstellungen nicht negativ sehen, sondern als Chance
begreifen.“
Diese Aussagen des Parteikollegen aus der Steiermark sollte
der Herr Landeshauptmann sich
auch für Niederösterreich zu
Herzen nehmen, wünschen sich
die Mitglieder der Club 81.
Brief an den
Landeshauptmann
Ihrem Ärger und ihrer Enttäuschung machten die Mitglieder
auch in einem Schreiben an
den Landeshauptmann Luft und
luden ihn bei dieser Gelegenheit
zum Selbstversuch ein:
„Wir hoffen, dass Sie niemals
selbst einmal die Erfahrung
machen müssen, wie diskriminierend es ist, vom einfachsten
gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein.
Wir laden Sie sehr gern ein,
die Welt aus der Sicht eines
Menschen mit Behinderung zu
erkunden. Rollstuhl, Krücken
und Augenbinde stellen wir sehr
gerne zur Verfügung!“
Den Brief im Wortlaut können
Sie auf unserer Homepage
www.oeziv.org/barrierefreiheit nachlesen. 
www.oeziv.org
www.oeziv.org
Werbung
info
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Für Menschen mit Behinderungen
P.b.b.
Zulassungsnummer: GZ02Z031414M
Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1110 Wien. Aufgabepostamt 2700 Wr. Neustadt. Zusätzliche Aufgabepostämter: 6900 Bregenz, Seestraße; 6020 Innsbruck, Hauptpostamt;
8010 Graz, Hauptpostamt, 8605 Kapfenberg, Wienerstraße; 7000 Eisenstadt, Hauptpostamt; 9500 Villach, Hauptpostamt; 3100 St. Pölten, 1080 Wien, Bennogasse; 5020 Salzburg, Bahnhofspostamt.
Retouren an: ÖZIV Bundesverband, 1110 Wien, Hauffgasse 3-5, 3. OG
Empfänger