Postadresse: Solidaritätsnetz Zürich, 8000 Zürich, Email: [email protected], Website: www.solinetz-zh.ch, facebook: www.facebook.com/solinetzzuerich Newsletter Ausgabe 10/14 Zürich, 30. September 2014 Let’s pop Ecopop! Liebe Mitglieder und Interessierte des Solinetzes Zürich Am 30.November wird über die Ecopop-Initiative abgestimmt. Diese will die Einwanderung auf 0,2 Prozent der jeweiligen Zuwanderung beschränken. Die Wahrheit ist aber: Man kann Einwanderung nicht steuern, Menschen sind schon immer dahin ausgewandert, wo es Arbeit gab. Die Geburtenrate in armen Ländern geht erst zurück, wenn es mehr Wohlstand und Bildung gibt und nicht, weil die Reichen im Norden dies so verlangen. Reiche, die mit ihren 5-köpfigen Familien in Villen auf grossen Ländereien wohnen. Das Solinetz Zürich hat am Strategietag am 30.8.14 entschieden, nicht extra für die Abstimmung zu mobilisieren - uns fehlt einfach die Kapazität. Sie können dennoch etwas tun, damit die Initiative abgelehnt wird: a) Sprechen Sie mit möglichst vielen Leuten über die Abstimmung und animieren Sie zum Abstimmen. Was am 9.2.14 geschah, darf sich nicht wiederholen: Die Masseneinwanderungs-Initiative wurde knapp angenommen, obwohl die meisten der Initiative keine Chance gaben. Argumente gegen Ecopop finden Sie im Positionspapier der Caritas im Anhang oder unter folgendem link [1] b) Nehmen Sie an der Kundgebung Let’s pop Ecopop teil, die von youngCaritas organisiert wird. Sie findet am Samstag, 11. Oktober auf dem Hirschenplatz in Zürich statt. Schlusskundgebung mit Balthasar Glättli. Informationen finden sie im Flyer im Anhang oder unter folgenden links [2]. Das Solinetz wird auch präsent sein. Es grüsst Sie herzlich, Alexandra Müller 1. Agenda Nächste Vorstandssitzung 14. Oktober 2014, 18 Uhr, Stauffacherstrasse 8, Zürich, Sitzungszimmer im 4. Stock 1 Mitgliederversammlung 23. Oktober 2014, 18 Uhr, Stauffacherstrasse 8, 8004 Zürich, Kirchgemeinde Aussersihl 2. Aktuelles/Aktivitäten des Vereins Diskussionsrunden mit Flüchtlingen Gemäss dem neuen Konzept monatlicher, aber etwas verbindlicherer Diskussionsrunden (siehe Anhang) werden Ueli Wildberger und Huey Shy am Freitag 31.10.14 im Kichgemeindehaus Aussersihl, Stauffacherstr.8, Grosser Saal unten, einen nächsten Versuch starten. Da es sehr wichtig ist, ÜbersetzerInnen für die Gruppendiskussionen zu haben, werden nun geeignete Leute unter den Flüchtlingen oder auch SchweizerInnen gesucht, die z.B. auf Tibetisch, Eritreisch oder Afghanisch übersetzen können. Auch die täglichen kleinen Kämpfe im Alltag sind sehr wichtig. Schicken Sie die Hinweise bitte an Huey ([email protected]) oder rufen Sie Ueli (044 242 20 59) an. Ausflug mit den Familien in der Nothilfe in den Kinderzoo Rapperswil Der Ausflug fand am Samstag13. September 2014 statt. Es nahmen ca. 40 Personen aus den Nothilfezentren Embrach und Adliswil teil. Eingeladen wurden Familien mit Kindern. Im Zoo durften sich die BesucherInnen selbständig umsehen und sich jederzeit beim Treffpunkt mit einem Picknick verpflegen. Neben der Seehundeshow stand Pony- Elefanten- und Kamelreiten auf dem Programm. Wir danken allen Freiwilligen ganz herzlich, dass sie diesen Tag ermöglicht haben. Wir danken Lena und Mirjam für die Gesamtorganisation, Aurélia für das Reservieren des Picknickplatzes, Susy für das feine Picknick, Chantal und Réka für das Abholen der Familien im Zentrum und schliesslich Corinna für die tollen Fotos, die sie geschossen hat. Ihre und Emekas Fotos sind auf der Website des Solinetzes zu sehen [3]. Noch einmal danken möchten wir auch der grosszügigen Spenderin, die den Artikel im Beobachter (Mai 2014) las und daraufhin diesen Ausflug finanzierte. Für die, die den Artikel noch nicht gelesen haben, senden wir ihn im Anhang mit. Link [4] Ferienlager für Kinder in der Nothilfe geplant Das Solinetz plant 2015 ein Ferienlager. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich dazu ein Organisationsteam bilden könnte. Falls Sie interessiert sind, kommen Sie bitte an die Mitgliederversammlung am 23. Oktober, dort wird das Projekt vorgestellt. Oder melden Sie sich bei uns unter [email protected]. SRF Fernsehen möchte über Familien in der Nothilfe berichten Das Schweizer Fernsehen (RTS-Radio Télévision Suisse) hat das Solinetz angefragt, ob wir Familien kennen, die berichten möchten. Wenn Sie jemanden wissen, melden Sie sich bitte bei uns und wir vermitteln mit dem Fernsehen. Gefilmt wird in ca. 3 Wochen. Mail an [email protected] oder Telefon an Alexandra (043 541 65 74 / 079 233 61 93) Buchen Sie Stefan Schmidt für einen Vortrag im März 2015 Kapitän Stefan Schmidt aus Lübeck war Ehrengast und Hauptreferent der Bootsflüchtlingstage der Landeskirche [5] im Juni 2014 dieses Jahres. Vom 1. bis 15. März 2015 ist er erneut in der Schweiz, diesmal, um in Kirchgemeinden aufzutreten. 2 Zum Beispiel im Konf-Unterricht oder in der Jugendgruppe, am Senioren- oder Frauennachmittag, im Gottesdienst oder an einer Bildungsveranstaltung. Falls Sie Stefan Schmidt buchen möchten, dann melden Sie sich bitte bei Gabriela Gregenzer, Fachstelle Migration und Integration, Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich. Telefon 044 258 92 39 und Email: [email protected] Stefan Schmidt rettete vor zehn Jahren 37 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer und wurde daraufhin von Italien verhaftet und der Beihilfe zur illegalen Einreise angeklagt. Seither hat er sein Leben dem Einsatz für eine humanere Flüchtlingspolitik verschrieben: er gründete die Menschenrechtsorganisation Borderline-europe [7] und ist heute ehrenamtlicher Flüchtlingsbeauftragter von Schleswig-Holstein. Interview mit Stefan Schmidt in reformiert.ch [6] Chansonedde Der Kapitän der Flüchtlinge rettete von Sarah Lesch auf youtube [8] !! Achtung - Reisewarnung !! Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen "mos maiorum" statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in Zusammenarbeit mit FRONTEX nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus fahnden. Ziel ist offenbar die Verbesserung der Erkenntnislagen zu bestehenden Fluchtmigrationswegen. Es ist damit zu rechnen, dass im Zuge dieser Operation zahlreiche Menschen auf ihrem Fluchtweg kontrolliert, datenerfasst und ggf. festgenommen werden, bevor sie ihr eigentliches Fluchtziel erreicht haben. Es ist daher vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen mit vermehrten Kontrollen zu rechnen. Eine Meldung des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein e.V. / Oldenburger Str. 25 / 24143 Kiel / T. 0431-735 000 / F. 0431- 736 077 / [email protected] / www.frsh.de / www.landinsicht-sh.de / www.access-frsh.de 3. Demos/Veranstaltungstipps Architekturfilmreihe zum Thema Migration Filmvorführungen am 8.10. / 14.10. / 29.10. / 5.11. / 12.11.2014 18.30 / ETH Zürich Hönggerberg. Bitte beachten Sie den Flyer im Anhang. Oder besuchen Sie die facebookseite [9] Ausstellung von Amnesty International zum Thema „Kurden“ in der Türkei 7.-16. Oktober 2014, Reitschule, Bern [10] Nachdem am 28. Dezember 2011 im kurdischen Dorf Roboski 34 Zivilisten durch einen Luftangriff des türkischen Militärs getötet wurden, blieb eine erschütterte Dorfgemeinschaft zurück, in der praktisch jede Familie Opfer zu beklagen hatte. 8 Monate nach der Bombardierung von Roboski fuhren 25 Fotografen aus Diyarbakir, Van und Istanbul nach Roboski und organisierten einen Foto-Workshop für die traumatisierten Kinder. Aus 800 Fotos und 45 Erzählungen haben sie danach eine Ausstellung gestaltet, die bereits in mehreren Städten in der Türkei zu sehen war. Nun kommt sie erstmals auch in die Deutschschweiz. Organisiert wird die Ausstellung von der Türkeigruppe von Amnesty International Schweiz [11]. Lieber ein „Heimspiel ohne Eigengoal“ Eine Veranstaltung der IG Binational [12], 8. Oktober 2014, 19:30 im GZ Wipkingen 3 Die Tücken des Machtungleichgewichts in binationalen Beziehungen. In binationalen Beziehungen hat der/ die einheimische PartnerIn viele Vorteile und Wissensvorsprünge. Das bedeutete auch eine grosse Verantwortung gegenüber dem/der migrierten PartnerIn. Catherine Aubert Barry lic. phil., Vorstandsmitglied der IG Binational, befasst sich mit den ungleichen Rollen in einer binationalen Beziehung. Anbei der Flyer mit genaueren Informationen. Mein Weg vom Kongo nach Europa / Zwischen Widerstand, Flucht und Exil Buchpräsentation mit dem Autoren Emmanuel Embolela am 14.10.2014 in der Shedhalle Zürich. Siehe Flyer im Anhang. Infos zum Buch [13] Informationsabend Mädchenbeschneidung 7. November 2014 im Solidaritätshaus in St.Gallen [14]. Mit Dr. Sonja Vogt von der Universität Zürich, Organisiert vom Verein Frieden und Bildung für die Nuba [15] Lesenswert: Kommentar „Mare Nostrum - Militärischer Einsatz zur humanitären Rettung?“ von Borderline Europe [16] über das Mittelmeerüberwachungssystem Mare Nostrum, das nicht immer nur Leben rettet, sondern dazu führt, dass Menschen direkt ins Herkunftsland zurückgeschickt werden oder in Italien festsitzen wegen DublinII und auch, dass die Schlepper immer schlechtere Boote aufs Meer schicken. Sie glauben, dass sie sowieso gerettet werden. Lesen Sie selbst unter [17]. Lesen Sie auch zu diesem Thema Meer der Hoffnung, Meer des Todes auf Spiegel Online. Bald soll Mare Nostrum durch Frontex Plus ersetzt werden, was bedeutet, dass mehr überwacht und weniger gerettet wird. Pro Asyl Deutschland [18] hat dazu einen Appell [19] lanciert. Filmtipps: Zürcher Filmpremière - FARID von Pino Esposito, CH, 2013, 87' [20] 23. Oktober in der Roten Fabrik Zürich [21]. Mit Anwesenheit des Regisseurs und Mitwirkenden des Filmes. Endlich ist er da, der Film über Zürich aus der Sicht jener, die am Rand leben: Sans Papiers, abgewiesene Asylsuchende, ausländische Clochards, illegale Prostituierte, die auf irgendeine Art hier ein Zuhause suchen! Der palästinensische Schriftsteller Farid Dhamrah steht im Zentrum des Films. Er ist ein abgewiesener Asylsuchender, der Tagebuch führt in Form von Notizen über zerbrochene Träume von Migranten, die mehr oder weniger illegal und in Einsamkeit in Zürich leben. Dem in Kalabrien geborenen und seit 1994 in Zürich lebenden Filmregisseur Pino Esposito ist ein Meisterwerk der einfühlenden Beobachtung gelungen. Seine poetische Dokumentation nimmt einen wichtigen Platz ein in den Bewegungsfilmen, die in und über Zürich seit den Jugendunruhen der 80er Jahre entstanden sind. Der Autonomen Schule Zürich (ASZ) [22] kommt im Film eine besondere Bedeutung zu: als Ort des Widerstands und der Hoffnung. Schweizer Helden, 2014 von Peter Luisi, CH, 2014, 94' / Ab 13. November im Kino Sabine, eine seit kurzem von ihrem Mann getrennte Hausfrau, findet sich über die Weihnachtszeit plötzlich alleine. Um bei ihrer Familie und ihren Freundinnen Anerkennung zu gewinnen, entschliesst sie sich, mit einer Gruppe von Asylsuchenden die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf welches sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Als die Tell-Aufführung plötzlich ins 4 mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst danach merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes. Trailer unter www.schweizerhelden.ch [23] Every Day Rebellion, 2014 von The Riahi Brothers, 2013, 110' Was haben „Occupy“, die spanischen „Indignados“ und der „Arabische Frühling“ gemeinsam? Was verbindet die Demokratiebewegung im Iran mit dem Kampf in Syrien? Wo sind die Berührungspunkte zwischen den ukrainischen Oben-ohneAktivistinnen von „Femen“ und den oppositionellen Protesten in Ägypten? Die Gründe für den Protest sind in jedem Land ganz unterschiedlich, aber die kreativen gewaltfreien Taktiken sind sehr ähnlich und inspirieren sich gegenseitig auf überraschende Weise. EVERYDAY REBELLION [24] zeigt und analysiert die Aktionen und Strukturen von erfolgreichen Protestbewegungen und belegt, dass die Strategien des friedlichen Protestes der effektivste Weg aus Krise und Unterdrückung sind und man dabei auch noch Spass haben kann! Filmvorführung zum Beispiel am 16.10.14 in der Reithalle Bern [25] 4. links [1] http://www.caritas.ch/fileadmin/media/caritas/Dokumente/Positionspapiere/PP_Ecopop_D_Internet.pdf [2] http://www.youngcaritas.ch/grenzwert/migrationskampagne/lets-pop-ecopop/ und https://www.facebook.com/events/1475000392773149/ [3] http://solinetz-zh.ch/besuche-nuk/ [4] http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/auslaender/artikel/asylverfahren_endstation-nothilfe/ [5] http://www.zh.ref.ch/handlungsfelder/ds/migration-undintegration/veranstaltungen/berichte/bootsfluechtlingstage-2014 [6] http://www.reformiert.info/ueber-tischler-und-klempner-wird-halt-nicht-gesungen-14016.html [7] http://www.borderline-europe.de/ [8] http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=1rBiw2nKD6k#at=40 [9] https://www.facebook.com/architekturfilmreihe [10] http://www.grossehalle.ch/reitschule/grossehalle/?a=detail&id=301 [11] http://www.amnesty.ch/de/laender/europa-zentralasien/tuerkei [12] www.ig-binational.ch [13] http://www.mandelbaum.at/books/764/7508 [14] http://www.solidaritaetshaus.ch/solidaritaetshaus/ [15] http://www.nuba-verein.ch/veranstaltungen.php [16] http://www.borderline-europe.de/news/20140428/mare-nostrum-%E2%80%93milit%C3%A4rischer-einsatz-zur-humanit%C3%A4ren-rettung-ein-kommentar [17] http://www.spiegel.de/panorama/fluechtlinge-sterben-im-meer-vor-malta-und-libyen-a991772.html [18] http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/europaeische_seenotrettung_jetzt/ [19] https://www.proasyl.de/de/home/seenotrettung-jetzt/ [20] http://www.teatro-oziosazio.ch/ [21] http://www.rotefabrik.ch/de/konzept/eventdetail.php?id=19640 [22] http://www.bildung-fuer-alle.ch/ [23] http://www.schweizerhelden.ch/ [24] http://www.everydayrebellion.net/ab-11-9-in-de-und-ch-im-kino/ [25] http://reitschule.ch/reitschule/?programm 5
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