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Newsletter
Nr. 7
Einleitung
Willkommen zur November-Ausgabe
unseres Newsletters. Es sind
spannende Zeiten für KEK: es ist viel
los und es gibt viele gute
Neuigkeiten! Der Newsletter Sie
über Neuigkeiten auf dem Laufenden
halten, die für Mitglieder und
Freunde der KEK von Interesse sind.
Dank des Newsletter können wir das
ganze Jahr über mit Ihnen in Kontakt
bleiben!
Wenn Sie über etwas, das Sie im
Newsletter gelesen haben, mit uns
sprechen wollen, so laden wir Sie
ein, uns anzurufen, eine E-Mail zu
schicken
oder
bei
uns
vorbeizuschauen, wann immer Sie in
Brüssel oder Straßburg sind.
Wenn Sie Themenvorschläge für den
Newsletter haben, lassen Sie es uns
bitte wissen. In der Zwischenzeit,
genießen Sie diese Ausgabe!
November 2014
KEK- Jahresbericht 2013
Der KEK-Jahresbericht ist veröffentlicht und sowohl in gedruckter
Form wie on-line verfügbar. Die
großen Herausforderungen, vor
denen Europa und der Rest der Welt
stehen, drängen uns, nach einer
notwendigen Periode der internen
Erneuerung, den Blick wieder nach
draußen zu richten. Betet für alle
Kirchen Europas und für die
Menschen anderer Konfessionen.
Aber betet insbesondere auch für die
KEK, dass sie ihre Berufung zum
Dienst an den Kirchen im heutigen
Kontext finden möge, so wie es ein
halbes Jahrhundert zuvor der Fall
war. Die Situation ist nicht dieselbe
1
wie 1914 oder 1939, aber das Gebot
für die Kirchen, im Geiste der
siebenten Seligpreisung zu wirken,
bleibt
bestehen:
„Selig
die
Friedfertigen, denn sie werden
Kinder Gottes genannt werden.“
(Matt. 5,9)
Link zum KEK-Jahresbericht 2013:
http://www.ceceurope.org/fileadmin
/filer/cec/CEC_Documents/Annual_R
eview/2013/CEC_annual_report.pdf
Auf dem Gipfel fand auch die
Unterzeichnung der New Yorker
Wald
Erklärung
durch
Regierungen, Unternehmen und
Nichtregierungsorganisationen statt.
Für mehr Information:
http://www.un.org/climatechange/su
mmit/
UN-Klimagipfel
Der historische Klimagipfel der
Vereinten Nationen lieferte die
bisher klarsten Signale darüber, wie
führende
Politiker
und
TopWirtschaftsleute die Drohung der
globalen Erwärmung wahrnehmen.
Allen
Ansprachen
führender
Politiker gemeinsam war, dass die
Staaten nunmehr erkennen, dass sie
den Klimawandel bereits in Form
von extremen Wetterverhältnissen
fühlen. In China z.B. haben
Extremwetter und andere Klimaereignisse der Wirtschaft hohe
Verluste
gebracht
und
die
Anstrengungen zur Reduzierung von
Armut
negativ
beeinträchtigt.
Jüngste Studien zeigen, dass der
durchschnittliche globale Anstieg
des Meeresspiegels bis Ende dieses
Jahrhunderts
einen
Meter
übersteigen könnte, in manchen
Gegenden sogar mehr.
UN-Klimakonferenz COP21
Es wird erwartet, dass bei der vom
30. November bis 11. Dezember
2015 in Paris stattfindenden UNKlimakonferenz COP21, ein globales
Übereinkommen zur Emission von
Treibhausgasen erreicht wird. Die
Konferenz in Paris wird ein
wichtiges Ereignis sein, bei dem
führende
Politiker
und
viele
Interessensgruppen der Zivilgesellschaft zusammenkommen.
Die Kirchen haben seit vielen Jahren
zum COP-Prozess im Wege einer
ÖRK –Initiative beigetragen. Der
ÖRK
ist
eine
akkreditierte
Partnerorganisation des Rahmenübereinkommens der Vereinten
Nationen über Klimaänderungen. Er
stellt einen Schirm und Leitung für
ein ökumenisches Team dar, das die
2
Verhandlungen bei den jährlichen
COPs überwacht und zu diesen
beiträgt. Im Hinblick auf die
Konferenz in Paris arbeitet KEK eng
mit dem ÖRK, dem Evangelischen
Bund Frankreichs und anderen
Partnern zusammen,
um die
Sichtbarkeit der Kirchen während
der Veranstaltung sicherzustellen,
und die Besorgnis der Kirchen den
Klimawandel betreffend zu betonen.
KEK wird ihre Anwaltschaftsarbeit
zum Thema Klimawandel gegenüber
der EU weiterführen und wird
Aktivitäten zu Klimawandel und
Klimagerechtigkeit,
die
von
europäischen Kirchen auf nationaler
Ebene initiiert wurden, im Vorfeld
koordinieren.
Für mehr Information:
http://www.diplomatie.gouv.fr/en/fr
ench-foreign-policy-1/sustainabledevelopment-1097/21st-conferenceof-the-parties-on/
Kirchen und Klimawandel
Über 100 Delegierte
und Gäste aus 24
Ländern nahmen an
der 10. Versammlung des Europäischen Christlichen
Umweltnetzwerks
(ECEN)
in
Balatonszárszó, Ungarn, vom 27.
September bis 1. Oktober 2014 teil.
Unter dem Titel “Energie und
Klimawandel – die Rolle und Stimme
der Kirchen” bot die Versammlung
Raum für Diskussion, Gottesdienst
und Austausch über die Anliegen der
Kirchen zu Klimawandel und
Energienutzung.
Besondere Beachtung fand die
Schöpfungszeit,
die
vom
1.
September bis Mitte Oktober in
vielen Kirchen Europas gefeiert
wird. Ein Gottesdienst zu diesem
Thema, an dem Kirchenleiter aus
Ungarn teilnahmen, war Teil des
Programms.
Die
Versammlung
verfasste einen Brief an die
europäischen Kirchen, indem sie
dazu
aufrief,
aus
globaler
Perspektive lokal zu agieren und
unterstrich dass Kirchen und
Glaubensgemeinschaften aufgerufen
sind, für jedes Lebewesen in Gottes
Schöpfung Sorge zu tragen. ECEN
appelliert an die Kirchen und
Kirchenleiter in Europa, auf die
spirituelle und praktische Krise des
Klimawandels zu antworten. Die
Teilnehmer unterstrichen, dass
diejenigen, die am meisten unter
dem Klimawandel zu leiden haben,
gleichzeitig die sind, die am
wenigsten zu diesem beigetragen
haben. Für mehr Information:
http://www.ecen.org/uploadspublic/ECEN%20Assembly%202014_
Outcome%20statement_Final.pdf
3
EU Klimapolitik
Im Vorfeld des Europäischen Rates,
der über die EU Klimapolitik bis
2030 entscheiden sollte, sandte die
KEK einen Brief an die EUEntscheidungsträger. Der Brief zeigt
auf, dass Wirtschaftsfragen und der
Drang des Menschen, immer mehr
zu konsumieren und zu besitzen, uns
nicht davon abhalten dürfen,
effiziente Politiken zur Bekämpfung
des Klimawandels zu ergreifen.
Politische Entscheidungen zum
Klimawandel dürfen sich nicht nur
von Profitdenken und dem Ziel
unbegrenzten
Wirtschaftswachstums leiten lassen. So drängen wir
die EU insbesondere, nicht weiter in
fossile Brennstoffe zu investieren.
Auf der Grundlage der Ergebnisse
der
10.
Versammlung
des
Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks (ECEN), das vom 27.
September bis 1. Oktober 2014 in
Ungarn stattfand, erneuern ECEN
und KEK ihr Engagement zur
Bekämpfung des Klimawandels und
drängen
die
EU,
bei
der
Formulierung
der
Klimapolitik
ehrgeizige
und
gerechte
Entscheidungen zu treffen.
Internationaler
Menschenrechte
Tag
der
Im Jahr 1950 erklärte die UNGeneralversammlung
den
10.
Dezember zum Internationalen Tag
der Menschenrechte, mit dem Ziel
allen Völkern der Welt die
Allgemeine
Erklärung
der
Menschenrechte als zu erreichenden
Standard für alle Völker und
Nationen
zu
verkünden.
Im
Dezember
1993
schuf
die
Generalversammlung zur Förderung
und
zum
Schutz
aller
Menschenrechte das Mandat des
Hochkommissars.
Die im selben Jahr von der
Weltkonferenz
verabschiedete
Erklärung von Wien und das
Aktionsprogramm markierten den
Beginn erneuerter Bemühungen zum
Schutz und zur Förderung der
Menschenrechte und zählen zu den
bedeutendsten
Menschenrechtsdokumenten der letzten 25 Jahre.
KEK und ihre Mitgliedskirchen
setzten sich für höchste Standards
der internationalen Menschenrechte
innerhalb und außerhalb der EU ein.
Lasst uns gemeinsam eine Kultur der
Menschenrechte schaffen!
Für mehr Information:
http://www.un.org/en/events/huma
nrightsday/
4
Religions- und Glaubensfreiheit
Vom 15. bis 18. September 2014
organisierte die KEK - mit
akademischer Unterstützung der
Katholischen Universität Leuven (BE)
- in Palermo eine Sommerschule zu
Menschenrechten,
insbesondere
Religions-und
Glaubensfreiheit.
Gastgeber
war
der
Bund
evangelischer Kirchen in Italien.
Das interdisziplinäre Programm
umfasste theologische, politische,
soziologische und rechtliche Ansätze
zur Religions-und Glaubensfreiheit.
30 Teilnehmer unterschiedlicher
Konfessionen aus 21 europäischen
Ländern diskutierten während 4
Tagen verschiedene Aspekte der
Religions-und
Glaubensfreiheit
sowie ihre Beziehung zu anderen
grundlegenden Menschenrechten.
Es wurde betont, dass die Kirchen
sich
für
die
Wahrung
der
Menschenrechte und insbesondere
die Religions-und Glaubensfreiheit
sowie für eine ausgewogene
Interaktion im täglichen Leben
zwischen
Mehrheitsund
Minderheitskirchen
einsetzen
sollten.
Für
mehr
Information
und
Unterlagen:
http://csc.ceceurope.org/issues/hum
an-rights-advocacy/
Trainingskurs zur Religions-und
Glaubensfreiheit
Die
Europäische
Baptistische
Föderation, der Bund EvangelischFreikirchlicher
Gemeinden
in
Deutschland
und
die
KEK
veranstalten gemeinsam vom 12. bis
15.
November
2014
einen
Trainingskurs zu Menschenrechten,
insbes. Religions-und Glaubensfreiheit in Elstal bei Berlin. Der Kurs
stellt ein Fortbildungsangebot für
die Mitarbeiter von Kirchen und
kirchlichen Einrichtungen dar. Zu
den Sprechern zählen bedeutende
Persönlichkeiten
wie Professor
Barbara John, stellv. Vorsitzende der
Europäischen Kommission gegen
Rassismus und Intoleranz (ECRI)
und Frank Heinrich, Mitglied des
deutschen Bundestages und des
Ausschusses für Menschenrechte
und humanitäre Hilfe. Außerdem
nehmen akademische Fachleute,
Rechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten an der Tagung teil.
Wichtige Themen sind Theologie
und Menschenrechte, internationale
Menschenrechtsinstrumenteund
Mechanismen, nationale und internationale Einrichtungen zum Schutz
der Religions-und Glaubensfreiheit.
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Für mehr Information:
http://csc.ceceurope.org/fileadmin/fil
er/csc/Human_Rights/Elstal/Program
me_HRT_Elstal_08_10_2014.pdf
Religionsfreiheit und religiöse
Praktiken
KEK wurde vom Ausschuss für
Kultur, Wissenschaft, Bildung und
Medien des Europarates eingeladen,
am 30. September eine Expertenmeinung zum Entwurf des Berichts
zu Religionsfreiheit und religiösen
Praktiken abzugeben. Hauptgrund
für diesen Bericht war die Debatte
zum Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit, in der die
Beschneidung von Knaben aus
religiösen Gründen als Verletzung
der Unversehrtheit des Kindes
bezeichnet wurde. Rabbi Moshé
Lewin von der Konferenz europäischer Rabbis und Mag. Elizabeta
Kitanovic von der KEK waren als
Experten eingeladen. Die Position
der KEK ist, dass gegen die
Religionsfreiheit als grundlegendes
Menschenrecht noch in vielen
Ländern verstoßen wird. KEK legte
Unterlagen zu Verstößen vor, insbes.
im
Zusammenhang
mit
der
Verletzung körperlicher Unversehrtheit von Kindern, z.B. „Mobbing“ in
der Schule. KEK wird das Ergebnis
des Berichtes, der in den nächsten
Monaten fertiggestellt werden sollte
weiterhin überwachen.
Workshop der EU Agentur für
Grundrechte (FRA)
Die EU Agentur für Grundrechte
(FRA) lud Mag. Elizabeta Kitanovic,
Exekutivsekretärin der KEK für
Menschenrechte, in ihrer Rolle als
ehemaliges Mitglied des Beirates der
FRA, zu einem Workshop zum
„Strategischen
Rahmen
zur
Entwicklung der Zusammenarbeit
zwischen
der
Menschenrechtsplattform und der Agentur. Es wurde
diskutiert, wie die Zivilgesellschaft
und FRA die Kultur der Menschenrechte in der EU stärken können.
Die Themen waren: Erhöhung des
Bewusstseins von Grundrechten
durch Veröffentlich-ung von FRA
Daten und Ergebnissen; Entwicklung
einer
gemeinsamen
Kommunikationsstrategie; Erweiterung der
Zusammenarbeit zwischen Akteuren
im Grundrechtsbereich; Verständnis
der Kapazität und Beschränkungen
sowohl der Zivilgesellschaft wie der
FRA; thematische Arbeit; und der
Beitrag der Zivilgesellschaft zur
Debatte über die neuen Mandate der
FRA.
FRA website:
http://fra.europa.eu/de
6
Tod an EU-Außengrenzen –
neue Katastrophen verhindern
Im
Oktober
2013
ertranken
mindestens 366 Flüchtlinge und
Migranten, als ihr Boot vor der Küste
von Lampedusa (Italien) sank. Am
ersten Jahrestag der Tragödie rief
KKME auf, der Toten an den
Außengrenzen der EU zu gedenken.
Gleichzeitig appellierte KKME an die
EU-Institutionen und Regierungen,
politische Maßnahmen zu ergreifen,
um solche Tragödien in Zukunft zu
verhindern. Die Erklärung ruft
insbesondere zur Fortführung des
Rettungsprogramms „Mare Nostrum“
der italienischen Marine auf, das
viele Leben gerettet hat, sowie zu
größerer
Unterstützung
dieser
Aktion seitens Europas.
Um
weitere
Tragödien
zu
verhindern, ruft die Erklärung dazu
auf,
die
schutzbedürftigsten
Flüchtlinge,
die
medizinischer
Behandlung bedürfen, umzusiedeln.
„Als Sofortmaßnahme – auch um
Schmuggel zu unterbinden- würde
die Aufhebung der Visapflicht für
Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak
(…) diesen einen sicheren Weg nach
Europa
garantieren“,
so
die
Erklärung. Sie schließt mit einem
Aufruf zu mehr europäischer
Solidarität mit den Ländern, die
derzeit die Hauptlast für den
Flüchtlingsschutz in der EU tragen.
Konferenz des Ökumenischen
Patriarchats
zur
Gesundheitsfürsorge
Die dritte internationale Konferenz
des Ökumenischen Patriarchats zur
Gesundheitsfürsorge fand vom 8. bis
12. Oktober 2014 in Rhodos statt.
Mehr als 200 Teilnehmer der weltweiten orthodoxen Gemeinschaft
kamen zusammen, um über das
Thema „die Wunde“ zu diskutieren.
Zu
den Teilnehmern zählten
Kirchenleiter wie der Patriarch
Kyrill
der
russisch-orthodoxen
Kirche sowie Professoren, Forscher,
Priester, Seelsorger, Sozialarbeiter,
Ärzte, Chirurgen, Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten.
Das Programm finden Sie unter:
http://www.patriarchate.org/pastoral
healthcare/conferences/2014/2014p
rogram
Die KEK wurde durch Pfarrer
Richard
Fischer
aus
dem
Straßburger Büro vertreten, der für
die Bereiche Bioethik und Bildung
verantwortlich ist. Es war eine
interessante Erfahrung und ein
Zeichen für den beiderseitigen
Wunsch, die Beziehungen und
Zusammenarbeit zwischen der KEK
und dem Ökumenischen Patriarchat
zu stärken.
7
So nahm z.B. der Organisator der
Konferenz am Experten-Workshop
der KEK zum Thema „Christliche
Argumente und ihre Aufnahme in der
öffentlichen Debatte in Europa: der
Fall Bioethik“ (6.-7. November 2014
in Straßburg) teil.
Konferenz zur
Sozialcharta
Europäischen
Im Rahmen der italienischen EU Präsidentschaft veranstaltete der
Europarat am 17. und 18. Oktober
eine hochrangige Konferenz zu
Sozialrechten
in
Turin.
Im
Mittelpunkt stand die Sozialcharta,
die eine soziale Verfassung für
Europa darstellt. Ziel der Konferenz
war,
europäische
politische
Entscheidungsträger
zusammenzubringen, um die Bedeutung von
sozialen Rechten in Krisenzeiten
erneut zu bestätigen. Hauptthemen
waren:
Sparmaßnahmen
in
Krisenzeiten,
Beitrag
des
Kollektivbeschwerdeverfahrens zum
Respekt der Sozialrechte in Europa
und Synergien zwischen EU-Recht
und der Europäischen Sozialcharta.
Die Europäische Sozialcharta ist ein
Abkommen des Europarates, das
dem
Schutz
sozialer
und
ökonomischer Rechte dient. Sie
wurde am 18. Oktober 1961 in Turin
unterzeichnet und im Jahr 1996
revidiert.
Der Europäische Ausschuss für
soziale Rechte verfügt über zwei
Prozeduren, um sicherzustellen, dass
die Vertragspartner ihre Pflichten
aus der Charta einhalten: die
nationalen
Berichte
und
die
Kollektiv-beschwerde. Seit 1998
ermöglicht ein Protokoll nationalen
und internationalen Gewerkschaften,
Arbeitnehmerorganisationen
und
Nichtregierungsorganisationen
Beschwerden wegen Verletzung der
Charta einzureichen.
Die religiöse Dimension
interkulturellen Erziehung
der
Dies war das Thema eines vom 6. bis
7. Oktober in Klingenthal im Elsass
stattfindenden Expertentreffens der
Intereuropäischen Kommission für
Kirche und Schule (ICCS) und der
Koordinierungsgruppe für Religion
und Erziehung in Europa (CoGREE),
zwei Partnerorganisationen der
KEK. Die Teilnehmer trafen auch mit
Bildungsexperten des Europarats
zusammen.
8
KEK war durch das Straßburger
Büro vertreten. Außerdem nahm das
Wergeland
Center
teil,
ein
spezialisiertes
europäisches
Ressourcenzentrum für Erziehung zu
interkulturellem
Verständnis,
Menschenrechten
und
demokratischer Bürgerschaft. Es ist
ein Resultat der
innovativen
Zusammenarbeit
zwischen
Norwegen und Europa.
ICCS und der Internationale Verband
für christliche Erziehung und
Bildung (IV) sind Hauptpartner der
KEK im Bereich Erziehung. 2015
plant KEK einen Workshop zu
Erziehung mit diesen Partnern.
4. Versammlung
Netzwerks
des
CALL
“Brücken zwischen Hoffnung und
Wirklichkeit – die Überwindung der
Ungleichheiten in Europa“ war das
Thema der 4. Vollversammlung des
CALL (Church Action on Labour and
Life – Aktion der Kirchen für Arbeit
und Leben) Netzwerks in Rom vom
22. bis 24. September 2014.
CALL
Church Action on
Labour and Life
28 Teilnehmer aus 16 verschiedenen
europäischen Staaten und noch
mehr Kirchen reflektierten über die
wachsenden
ökonomischen
Ungleichheiten, deren Einfluss auf
den Arbeits-und Beschäftigungsmarkt und welche Möglichkeiten zur
Verbesserung
bestehen.
Die
Teilnehmer
diskutierten
die
Ergebnisse der Arbeitsgruppen für
prekäre Arbeitsverhältnisse, Jugendbeschäftigung
und
nachhaltige
Wirtschaft.
Die
Versammlung
verabschiedete ein „CALL Positionspapier zu guter Arbeit“, das
Erfahrungen
mit
prekären
Arbeitsverhältnissen in Europa zum
Inhalt hat. Das Netzwerk stimmte für
eine neue Struktur auf der Basis
einer jährlichen Konferenz zu
Austausch und Debatte über Arbeitsund
Beschäftigungsthemen
aus
europäischer Perspektive. CALL
wird ein Arbeitsprogramm zu „Intraeuropäischer
Arbeitsmobilität“
erstellen, welche Auswirkungen sie
auf die Betroffenen hat und wie
Kirchen diesem aktuellen Phänomen
begegnen können.
Für mehr Information:
http://www.ceceurope.org/index.php
?id=1757
http://csc.ceceurope.org/fileadmin/fil
er/csc/Social_Economic_Issues/CALL
/CALL_Assemblies/2014/001614_Draft_programme_CALL_Ass_2014.
pdf
9
1. Weltkrieg: Liturgievorschläge
für Gedenkfeiern
So wie viele andere gedenkt auch
KEK des Ausbruchs des 1. Weltkriegs
vor 100 Jahren – einer Zäsur in der
Geschichte Europas und der Welt. Er
kostete weltweit 16 Millionen
Menschen das Leben und berührte
darüber hinaus fast jeden. Wir
beklagen,
dass
die
Wiederherstellung
menschlicher
Beziehungen in Europa einen so
hohen Preis kosten musste. Wir
beten, dass unsere und die
kommenden Generationen nie vor so
schreckliche Entscheidungen gestellt
werden wie unsere Vorväter.
Eine
Übersicht
der
Liturgievorschläge
für
Gedenkfeiern
befindet sich auf der Website der
KEK:
http://www.ceceurope.org/index.php
?id=1745
Friedensnobelpreis
Die Konferenz Europäischer Kirchen
gratulierte Malala Yousafzai und
Kailash Satyarthi zum Erhalt des
diesjährigen Friedensnobelpreises
für ihr Eintreten gegen die
Unterdrückung
von
jungen
Menschen und für deren Recht auf
Bildung.
KEK beklagte, dass zu viele
bedürftige Kinder auf der Welt keine
gute Bildung erhielten, die es ihnen
ermöglichen würde, zu lernen und
sich weiterzuentwickeln. Oft hindern
die sozialen Umstände Kinder daran,
zur Schule zu gehen. Darum betont
KEK, dass das Verbot von
Kinderarbeit und der Schutz von
Kindern gemäß des internationalen
Übereinkommens über die Rechte
des Kindes eine weltweite Priorität
sein sollte. Für mehr Information:
http://www.ceceurope.org/index.php
?id=1764
4.
Konsultation
der
Theologischen Fakultäten in
Europa (Grazer Prozess)
Der Grazer Prozess ist ein
Instrument zur Förderung einer
strukturellen,
ökumenischen
Zusammenarbeit der Theologischen
Fakultäten aller christlichen Kirchen
in Europa in den Bereichen
Forschung und Theologie sowie
theologische Ausbildung und eine
Plattform für den akademischen
Austausch zu theologischen Studien.
10
Das
Communiqué
der
4.
Konsultation der Theologischen
Fakultäten in Europa finden Sie
unter:
http://www.ceceurope.org/fileadmin
/filer/cid/Doc_Various_Documents/G
P_Communique_2013_English-1.pdf
Ökumenischer Filmpreis
"In the Crosswind"
(Risttuules)
von
Regisseur
Martti
Helde (Estland 2014)
erhielt den Preis der
ökumenischen Jury
beim 30. Filmfestival
in Warschau (10.-19. Oktober 2014).
Der Film ist ein Requiem für die von
der Sowjetunion während des 2.
Weltkrieges
nach
Sibirien
deportierten Bürger der baltischen
Staaten. Nachdem Litauen, Lettland
und Estland der Sowjetunion
angegliedert worden waren, begann
die
Massendeportation
der
einheimischen Bevölkerung. Am 14.
Juni 1941 um 3 Uhr früh setzten die
sowjetischen
Behörden
die
Zwangsverschiebung
in
Gang.
Zehntausende
Menschen
aus
Estland, Lettland und Litauen
wurden nach Sibirien transportiert,
erst in Lastwagen, dann in
Viehwagen. Der Film ist dem
Schicksal aller unschuldigen Opfer
Osteuropas gewidmet, die während
der Sowjetzeit litten und starben.
Für mehr Information:
http://www.wff.pl/en/
Gebetswoche für die Einheit der
Christen 2015
Die gemeinsam vom Päpstlichen Rat
zur Förderung der Einheit der
Christen und dem ÖRK durch seine
Kommission für Glauben und
Kirchenverfassung
vorbereitete
Gebetswoche für die Einheit der
Christen steht 2015 im Zeichen der
Erfahrung der Kirchen in Brasilien.
Das zentrale Thema ist „Gib mir zu
trinken“ (Johannes 4,7). Die biblische
Geste, jedem, der kommt, Wasser zu
geben (Mt 10,42), ist ein Zeichen des
Willkommens
und
der
Gastfreundschaft, das in allen Regionen
Brasiliens
üblich
ist.
Die
vorgeschlagene Beschäftigung mit
der Begegnung zwischen Jesus und
der samaritischen Frau, aus dem
Johannes-Evangelium, soll Einzelnen
und Gemeinden dabei helfen, den
dialogischen Charakter des Reiches
Gottes, das Jesus verkündet hat, zu
erkennen.
Für
mehr
Information
und
Unterlagen:
http://www.oikoumene.org/de/resou
rces/week-of-prayer
11
Gebet
im
Europäischen
Parlament mit Eurodiaconia
Im Rahmen der monatlichen
Plenarwoche des Europäischen
Parlaments in Straßburg fand am
Mittwoch, den 22. Oktober ein
besonderes
Ökumenisches
Gebetsfrühstück statt. Bevor es zum
Gedankenaustausch zwischen den
Abgeordneten und Gästen kam, gab
Heather Roy, Generalsekretärin von
Eurodiaconia, ein sehr persönliches
Zeugnis ihres Glaubens und ihrer
Arbeit.
Eurodiaconia,
ein
Brüsseler
Netzwerk
von
Sozialund
Gesundheitsdiensten von Kirchen
und kirchlichen Einrichtungen in
Europa,
ist
eine
wichtige
Partnerorganisation von KEK. David
Fieldsend, neuer Attaché des
Vertreters des Erzbischofs von
Canterbury bei der EU, Pfarrer Chris
Lyon (Anglikanische Kirche in
Luxemburg) und Pfarrer Richard
Fischer, Exekutivsekretär der KEK
leiteten das Gebet.
Mehr Information zu Eurodiaconia:
http://www.eurodiaconia.org/
Pfarrer Dr. Guy Liagre
7. November 2014
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