Wie von Zauberhand - IGS-Hassee, Kiel

Schweben von
diamagnetischem Graphit
Wir hatten gelesen, dass diamagnetische
Stoffe von beiden Polen eines Magneten
abgestoßen werden. Man kann das Graphit
durch hohe Temperaturen so behandeln,
dass der Aufbau verändert wird. Es wird
damit zu pyrolytischem Graphit, das die
höchste diamagnetische Eigenschaft hat.
Wir besorgten uns ein dünnes Plättchen
aus diesem Material.
Verwendet man einen einzelnen oder mehrere Magneten, die „irgendwie“ nebeneinander liegen, schwebt das Plättchen nicht.
Erst als wir die Magneten so anordneten,
dass Nord- und Südpole jeweils wechselnd
nach oben zeigen, schwebte das Plättchen
in 1-2 mm Höhe (die roten und grünen
Punkte in der Abbildung zeigen einige der
Nord- und Südpole).
igs Hassee
Unsere Ergebnisse
Gemeinschaftsschule
Wir haben festgestellt, dass es sehr aufwändig ist selbst kleine Dinge in einen
Schwebezustand zu versetzen.
Dauermagneten können über anderen
Dauermagneten schweben, wenn ihre zueinander gerichteten, magnetischen Pole
auf einer Seite gleich sind. Sie stoßen sich
dann gegenseitig ab. Jedoch ist dies kein
freies Schweben, da der schwebende
Magnet in der Position gehalten werden
muss.
Wie von Zauberhand
Schweben durch magnetische Kraft
Es ist aber möglich, einen leichten, flachen
und diamagnetischen Gegenstand in einen Schwebezustand zu bringen, wenn
man mehrere Dauermagneten hinter - und
nebeneinander so koppelt, dass auf der
Oberfläche sich die Nord- und Südpole abwechseln.
Um größere Gegenstände zum Schweben
zu bekommen, müssen diese selbst diamagnetisch sein oder mit diamagnetischen
Stoffen verbunden werden. Darüber hinaus
bräuchte man sehr starke Dauermagneten,
die entsprechende Magnetfelder erzeugen.
Welche Bedingungen
müssen hergestellt werden,
um ein Objekt in einen
Schwebezustand
zu versetzen?
Joran David Pauleit,
Milan David Groth,
Simon Michael Wessel
Gemeinschaftsschule Hassee, Kiel
Jugend forscht – Schüler experimentieren 2011
Wir heißen:
Joran Pauleit (10Jahre) aus Rodenbek,
Milan Groth (11 Jahre) aus Postfeld und
Simon Wessel (11Jahre) aus NeuMeimersdorf/ Kiel.
Was wir über Magnetfelder
wissen
Magneten stoßen sich ab, wenn sich
gleichnamige Pole gegenüberstehen
(Nordpol-Nordpol oder Südpol-Südpol).
Dabei wird der Südpol eines kleineren
Magneten sich so drehen, dass er vom
Nordpol des größeren angezogen wird.
Wir gehen in die Klasse 5d der GemSHassee in Kiel. Unser Klassentutor Herr
Jost hat uns bei unseren Arbeiten unterstützt.
Wir drei haben uns schon immer sehr für
Magnetismus interessiert. Milan hat sich
einerseits für den Magnetismus und andererseits für das Fliegen interessiert. Erste
Experimente zu Hause machte er mit einem Levitron und begeisterte sich auf diesem Weg für die Idee etwas mit magnetischer Kraft zum Schweben bringen zu können. Simon hatte sich bereits in der 4.
Klasse der Grundschule mit Magnetismus
beschäftigt und sein Vater kennt sich beruflich gut mit Kompassen aus und auch Joran hatte sich auch bereits in der Grundschule für den Magnetismus begeistert.
Der erste Erfolg
Die Abstoßungseffekte
von Magneten wollten
wir für unsere Experimente nutzen.
Unsere erste Idee war
daher, runde Stabmagneten mit Hilfe einer
durchsichtigen Röhre
zu „führen“, um das
Drehen der Magneten
zu verhindern.
Allerdings gaben wir
uns damit noch nicht zufrieden. Ein freischwebender Zustand sollte das Ziel sein.
Ein schwebender Stabmagnet
Wir haben danach
versucht, einen Stabmagneten in einer
Plastikflasche
schweben zu lassen.
Dazu legten wir einen Dauermagneten
unter die Flasche.
Der Stabmagnet
schwebte dann mit
seinem unteren Ende
in ca. 2 cm Höhe. Er
berührte aber mit
dem oberen Ende
den Flaschenrand,
weil er sich umdrehen will, aber durch
die Flasche daran
gehindert wird.
Deshalb haben wir
versucht, die Berührung durch einen
Ring von Magneten
um die Flasche zu
verhindern. Es war
sehr schwer diesen
Ring mit Dauermagneten an der Flasche
zu befestigen. Aber
es wurde dabei auch
klar, dass der Stabmagnet immer eine
Lücke finden wird
und den oberen Flaschenrand berührt.