Was Assistentinnen und Sekretärinnen zurzeit - Top-Assistenz

Assistenz & Sekretariat
Ausgabe 1/2006 ◆ G50141 ◆ www.assistenz.com ◆ Ihr Passwort: schnee
Was Assistentinnen und
Sekretärinnen zurzeit verdienen
Das Geva-Institut hat die Gehälter
von Sekretärinnen und Assistentinnen in Deutschland ermittelt. Die Ergebnisse finden Sie in der folgenden
Tabelle. Sie zeigt das Durchschnittsjahreseinkommen im unteren Gehaltsbereich (unteres Quartil), im
mittleren Gehaltsbereich (Median)
und im oberen Gehaltsbereich (oberes Quartil) in den unterschiedlichen
Positionen im Bereich Assistenz und
Sekretariat. Die Zahlen der Geva-
Gehaltsanalyse unterscheiden sich
erheblich von den Ergebnissen der
Kienbaum-Unternehmensberatung,
die wir Mitte des Jahres veröffentlicht haben. Der Grund: Bei der Analyse der Kienbaum-Zahlen haben
wir die erzielbaren Spitzengehälter
von Sekretärinnen und Assistentinnen in Deutschland betrachtet. Die
Geva-Untersuchung spiegelt die gesamte Gehaltsbreite in Deutschland
wider.
Jahres-Bruttogehalt für Assistentinnen und Sekretärinnen
(inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld) in Euro
Unteres Quartil*
Median**
Oberes Quartil***
Industrie
26.100
32.210
36.890
Handel
23.040
28.220
33.860
Dienstleistung
22.600
28.350
35.890
Sonstige
28.170
31.780
35.750
Quelle: Geva-Institut
*
Das untere Quartil bedeutet, dass 25 Prozent der Befragten ein geringeres Jahresbruttogehalt und 75 Prozent ein höheres Jahresbruttogehalt haben.
** Der Median bildet das mittlere Jahresbruttogehalt ab. D. h. 50 Prozent der Befragten haben
ein geringeres Jahresbruttogehalt, 50 Prozent haben ein höheres Jahresbruttogehalt.
*** Das obere Quartil bedeutet, dass 75 Prozent der Befragten ein geringeres Jahresbruttogehalt und 25 Prozent ein höheres Jahresbruttogehalt haben.
■
Zeitmanagement 2006: So arbeiten
Sie effizient und sparen Zeit
Als Assistentin und Sekretärin stehen Sie oft in dem gleichen Maße
unter Zeitdruck, in dem Ihr Chef unter Zeitdruck steht. Mit anderen
Worten: Was Ihren Umgang mit der
Zeit im Beruf angeht, sind Sie sehr
fremdbestimmt. Und wenn Ihr Chef
seine Zeit schlecht managt, wirkt
sich das automatisch negativ auf Ihr
Zeitmanagement aus. Die Lösung:
Werden Sie aktiv, und nehmen Sie
im Jahr 2006 Ihr persönliches und
Ihr gemeinsames Zeitmanagement
noch konsequenter in die Hand.
Tipp: Jeden der folgenden Schritte,
den Sie noch nicht in Ihr gemeinsames Zeitmanagement integriert haben, sollten Sie konsequent umsetzen. Erst wenn Sie feststellen, dass
Ihnen und Ihrem Chef das Verhalten
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Fortsetzung auf Seite 2
i n s i d e
So können Sie Kritik
besser annehmen
Liebe Leserin,
versuchen Sie, sich
im Geiste Distanz
zu verschaffen und
Kritik – wie ein
Außenstehender
– so sachlich wie
möglich zu betrachten. Gehen Sie an Kritik mit folgenden Einstellungen heran:
Wer mich kritisiert, eröffnet mir eine
Lernchance. Darum höre ich aufmerksam zu und achte auf die Informationen. Ich stimme dem Gehörten nicht
gleich zu. Ich frage lediglich nach oder
fasse zusammen, um sicherzugehen,
dass ich richtig verstanden habe: „Sie
meinen also ...?“ Ich lasse den anderen
ausreden, behalte mir jedoch vor, zu
sagen: „Ich bin nicht einverstanden und
nehme das als Ihre Meinung entgegen.“
Wie Sie selbst Kritik am besten anbringen, speziell bei Ihrem Chef, lesen Sie
auf Seite 3 dieser Ausgabe.
Einen motivierten und erfolgreichen
Arbeitsstart in 2006 wünscht Ihnen
Angelika Rodatus
In dieser Ausgabe
◆ Chefkritik, ohne dabei Ihr Vertrauensverhältnis zu gefährden ..3
◆ In nur 30 Sekunden Informationen schnell auf den Punkt
bringen.......................................5
◆ Wie Sie Paare zeitgemäß
anschreiben................................6
◆ Die 8 goldenen Regeln der
Internet-Suche ...........................7
Ausgabe 1/2006
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Fortsetzung von Seite 1, „Zeitmanagement 2006: So arbeiten Sie effizient und sparen Zeit“
in „Fleisch und Blut“ übergegangen
ist, beginnen Sie mit dem nächsten
notwendigen Schritt.
Vorsicht: Alles auf einmal umsetzen zu wollen, führt unweigerlich
zum Scheitern!
Finden Sie die Zeitdiebe in Ihrem Sekretariat, und verbannen Sie sie Schritt für Schritt:
Zeitdieb
Lösung
Auf meinem Schreibtisch
herrscht häufig Unordnung.
Ich muss oft etwas suchen.
Ich mache „Großputz“ an meinem Arbeitsplatz.
Sobald mein Chef nicht im Hause ist und ich einen
Freiraum habe, werde ich dies erledigen.
Arbeiten, die ich ungern erledige, schiebe ich oft „auf die
lange Bank“.
Die nächste unangenehme Aufgabe, die ich
ansonsten aufschieben würde, nehme ich sofort
in Angriff!
Meine Telefongespräche dauern Ich bereite meine Telefongespräche stichwortartig
oft zu lange.
vor, damit ich schnell auf den Punkt komme.
Günstige Hotels:
Hier werden Sie
fündig
Unter www.hotel.de finden Sie fast
immer ein erschwingliches Hotelzimmer, sogar zu Messezeiten. Die
Website ist sehr übersichtlich und
zeigt für jedes Hotel die Entfernungen zu allen wichtigen Stationen wie
Messehallen, Bahnhof, Flughafen.
Die Suchkriterien können Sie selbst
bestimmen.
Besonderer Vorteil: Sie erhalten oft viel bessere Konditionen als
bei Direktbuchung.
■
Viele Mitarbeiter wollen täglich
ein „Schwätzchen“ mit mir
halten, auf das ich dann mehr
oder weniger gern eingehe.
Ich mache diese Kollegen zukünftig höflich und
konsequent darauf aufmerksam, dass ich sehr
beschäftigt bin.
Mitarbeiter kommen häufig mit
ganz unnötigen Fragen zu mir.
Ich ärgere mich über die Störung,
helfe ihnen aber trotzdem weiter.
Ich achte in Zukunft genau darauf, wann tatsächlich
Informationsbedarf vorliegt und wann nur Bequemlichkeit im Vordergrund steht. Im zweiten Fall vertröste ich den Mitarbeiter auf einen späteren Termin,
an dem ich mehr Zeit habe. So erledigen sich unnötige Fragen oft von selbst.
Englisch-Quiz
In meinem Sekretariat herrscht
das Prinzip „der offenen Tür“.
Jeder hat zu jeder Zeit Zutritt.
Ich arbeite nach und nach daran, dies abzustellen,
indem ich die Kollegen bitte, sich vorher kurz anzumelden und wenn möglich, Fragen zu bestimmten
Themen zusammenzufassen, um sie „in einem Rutsch“
gemeinsam zu bearbeiten.
Es gibt oft unangemeldete
Besucher, die die Zentrale
einfach zu mir schickt, weil
man dort nicht weiß, welcher
Ansprechpartner zuständig ist.
Ich bitte die Zentrale, bei den Besuchern erst nachzufragen, worum es sich konkret handelt, und mich
telefonisch zu informieren, bevor Besucher zu mir geschickt werden. Dann kann ich oder mein Chef entscheiden, ob der Besucher empfangen wird oder nicht.
Ich kann schlecht nein sagen.
Wenn mich ein Kollege um einen „Gefallen“ bittet,
nehme ich mir Bedenkzeit und wäge ab, ob ich diese
zusätzliche Aufgabe zeitlich bewältigen kann. Wenn
dies nicht der Fall ist, sage ich nein!
1. We make everything as or like
usual.
2. Could I speak with or to Ken?
3. In or at present we’ve only outlined a few ideas.
4. Don’t worry for or about finishing
the report today.
5. Most users are now reconciled
with or to leaving messages.
6. As or so soon as possible, I’ll
finish the report.
7. Who is in or on charge today?
Ich habe keinen festen Arbeitsplan für den Arbeitstag, weil
mein Chef ständig mit Unvorhergesehenem ankommt.
Ich führe mit meinem Chef ein Gespräch, wie wir unsere
Zeit noch effizienter managen können, und schlage
ihm vor, jede Woche gemeinsam einen verbindlichen
Rahmenwochenplan abzusprechen. Diesen Wochenplan ergänze ich dann um meine täglichen Arbeitspläne, in die ich ausreichend Pufferzeiten einbaue.
Mein Chef stört mich häufig
in meinem Arbeitsrhythmus.
Ich schlage ihm vor, ob er Dinge, die nicht eilig sind,
für mich sammeln kann, sodass wir sie einmal täglich,
etwa in der Postbesprechung, durchgehen.
Die Kompetenzen in meinem
Arbeitsumfeld sind nicht klar
abgesteckt. Das verunsichert
mich und stiehlt mir Zeit, weil
ich immer erst nachfragen muss.
Ich mache eine Liste mit den Aufgaben, die bei mir
immer wieder Zweifel bezüglich meines Handlungsspielraums hervorrufen. Diese Aufgaben gehe ich
dann mit meinem Chef durch und vereinbare mit
ihm schriftlich klare Kompetenzrichtlinien.
Ich erhalte nicht genügend Informationen und muss deshalb
zu oft nachfragen.
Ich spreche dieses Problem bei meinem Chef an und
mache gleichzeitig einen Vorschlag, wie wir den In■
formationsfluss verbessern können.
Auflösung
Lösung 1:
as ist richtig.
Lösung 2:
to ist richtig.
Lösung 3:
at ist richtig.
Lösung 4:
about ist richtig.
Lösung 5:
to ist richtig.
Lösung 6:
as ist richtig
Löung 7:
in ist richtig.
■
Ausgabe 1/2006
Wie gut ist Ihr
Englisch?
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Assistenz & Sekretariat
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Chefkritik, ohne dabei Ihr Vertrauensverhältnis zu gefährden
Hin und wieder gibt es Situationen,
die es einfach erforderlich machen,
dass Sie Kritik an Ihrem Chef üben.
Achten Sie dabei auf folgende sieben goldene Regeln des Kritikgesprächs:
1. Bereiten Sie sich vor.
Führen Sie das Kritikgespräch nie
spontan, sondern gehen Sie Ihre Argumente vorher sorgfältig durch:
Gründe für die Kritik; welche Fehler
wurden gemacht; Vorschläge zur
Verbesserung; welche Rückfragen
könnte Ihr Chef stellen; wie reagieren Sie, wenn er wütend wird usw.
2. Wählen Sie den richtigen
Zeitpunkt. Vereinbaren Sie einen
Gesprächtermin, und wählen Sie einen Tag, an dem Ihr Chef voraussichtlich weniger gestresst ist. Sorgen Sie für eine angenehme und vor
allem ungestörte Gesprächsatmosphäre in einem passenden Raum.
Bester Zeitpunkt: eine Stunde nach
Arbeitsbeginn. Jetzt ist noch keiner
gestresst, und Sie hatten ausreichend
Zeit, sich zu sammeln.
3. Kommen Sie sofort zur
Sache. Reden Sie nicht um den
heißen Brei herum, aber fallen Sie
auch nicht mit der Tür ins Haus,
nach dem Motto: „Was mich schon
immer geärgert hat ...“. Zeigen Sie
sich höflich und verbindlich und
steigen Sie gleich ins Thema ein:
„Herr Schneider, ich war vorige
Woche dabei als ... und habe mir
anschließend dazu Gedanken gemacht
... Ich möchte das gerne ändern und
gemeinsam mit Ihnen überlegen,
wie wir in Zukunft ...“.
4. Zeigen Sie selbstbewussten Respekt. Unterwürfig brauchen Sie Ihre Kritik ganz sicher
nicht anzubringen, sondern sachlich
und vor allem konstruktiv. Das heißt:
Beschreiben Sie die zu kritisierende
Sache, nie die Person Ihres Chefs.
Halten Sie sich nicht lange beim Negativen auf, sondern konzentrieren
Sie sich schnell auf Ihre Lösungsvorschläge.
5. Ködern Sie Ihren Chef mit
positiven Formulierungen.
Falsch: „Das Gespräch mit Sabine
Meier am Dienstag war nicht so gut
...“. Richtig: „Ich habe mir überlegt,
wie Sie Sabine Meier noch besser
motivieren können, damit ...“.
Falsch: „Ich bin nicht mehr bereit,
Überstunden zu machen, die vermieden werden könnten, wenn ...“.
Richtig: „Ich habe einen Weg gefunden, wie wir gemeinsam noch effizienter ...“.
6. Setzen Sie auf die „Sandwich-Methode“: Betten Sie Ihre
Kritik zwischen zwei Aussagen, die
Ihren Chef motivieren, z. B.: „Ich
fand Ihr Gespräch mit Sabine Meier
am Dienstag sehr gut, weil die Angelegenheit endlich offen zur Sprache gekommen ist (Motivation). Einen Punkt in der Kommunikation
mit Sabine Meier finde ich aber
noch wichtig: ... (Kritik). Ich bin mir
sicher, dass ihre Ergebnisse sich unter diesen Voraussetzungen bis Jahresende verbessern werden (Motivation).“
6. Widersprechen Sie nicht
Ihrem Chef, sondern dem
Inhalt seiner Ausführungen.
Falsch: „Sie haben Unrecht ...“ oder
„Sie sollten besser ...“. Richtig: „Betrachten Sie die Angelegenheit doch
einmal von dieser Seite ...“ oder
„Wie denken Sie über ...“.
7. Akzeptieren Sie das Ergebnis. Bedanken Sie sich zum
Schluss auf jeden Fall bei Ihrem
Chef für das Gespräch. Das gehört
zum guten Ton und hat nichts damit
zu tun, ob Sie das erreicht haben,
was Sie wollten.
■
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Excel 2000
Bilder in Tabellen
einfügen
Wenn Sie aus einer anderen Anwendung eine Grafik in die Zwischenablage kopiert haben, um sie in eine
Excel-Tabelle einzufügen, erhalten
Sie das qualitativ beste Ergebnis,
wenn Sie folgendermaßen vorgehen:
1. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt,
und öffnen Sie dann das Menü Bearbeiten. Dieses enthält daraufhin andere Befehle als gewohnt. Die folgende Abbildung zeigt, wie es aussieht:
2. In diesem veränderten Menü rufen
Sie mit einem Mausklick den Befehl
Bild einfügen auf. Der Inhalt der
Zwischenablage erscheint daraufhin
als hochwertige Grafik auf Ihrem
Tabellenblatt.
■
„Glücklich ist der Mann, der
eine Frau hat, die ihm sagt, was
er zu machen hat, und der eine
Sekretärin hat, die es macht.“
Samuel Mancroft
Impressum
Redaktion Assistenz & Sekretariat inside:
Angelika Rodatus (V.i.S.d.P.),
[email protected],
Grafik/Satz: Reinhard Kruse, Wallenhorst,
Druck: Druckerei Wackerow, Bonn,
ISSN: 1439-1570, 12-16 Ausgaben pro Jahr,
© 2006 Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG,
Theodor-Heuss-Str. 2-4, 50395 Bonn,
HRB 8165.
Infos: Tel: 0228 9550160, Fax: 0228 359710,
[email protected], www.assistenz.com
Dieser Ausgabe liegt der Jahresindex 2005
■
bei.
Ausgabe 1/2006
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Assistenz & Sekretariat
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Wenn Ihr Chef Ihnen immer nur
ein halbes Lob schenkt
Erleben Sie das öfter bei Ihrem
Chef? Er lobt Sie, relativiert es dann
aber im gleichen Augenblick wieder,
z. B. so: „Die Präsentation haben Sie
wirklich gut vorbereitet, Frau Bauer!
Aber die Charts können Sie das
nächste Mal bereits vor dem Vortrag
ausdrucken, kopieren und als Handout verteilen.“ Wie reagieren Sie auf
dieses eingeschränkte Lob? Wahrscheinlich wie jede Frau: „Oh je, er
ist nicht zufrieden. Ich hätte die Unterlagen vorab verteilen müssen!“
Falsch: Gerade haben Sie ein ehrlich
gemeintes Lob von Ihrem Chef erhalten. Das „Aber“ im Nachhinein
gehört zum typisch männlichen „Jaaber-Ritual“. Denn männliche Rivalen sprechen untereinander fast nie
uneingeschränktes Lob aus. Und so
praktiziert „Mann“ das Loben unterbewusst auch mit Ihnen als Frau.
Praxistipp: Wenn Sie eingeschränktes Lob von Ihrem Chef bekommen, freuen Sie sich von Herzen
über den positiven ersten Teil, und
betrachten Sie den zweiten Teil als
das, was er ist – lediglich eine Empfehlung. Sagen Sie ganz locker:
„Danke für das Kompliment. Die
Handouts teile ich beim nächsten
Mal gleich mit aus.“
■
2 Übungen, mit denen Sie nach
Feierabend schnell entspannen
Ziehen Sie sich am Abend zu Hause
in einen ruhigen Raum zurück. Zehn
Minuten reichen aus. Entspannungsmusik oder Naturgeräusche auf
Kassette oder CD unterstützen die
Übungen. Setzen Sie sich bequem
auf einen Stuhl, oder legen Sie sich
hin. Schließen Sie die Augen:
1. Entspannung über innere
Bilder. Lassen Sie Ihre Gedanken
fließen und positive Bilder wieder
aufleben. Erinnern Sie sich intensiv
an einen oder mehrere „magic moments“, an Augenblicke in Ihrem Leben, in denen Sie uneingeschränktes
Glück empfunden haben. Versuchen
Sie, völlig in diese Erinnerung einzutauchen und die Gefühle erneut zu
durchleben. Je öfter Sie die Übung in
Verbindung mit der Entspannungsmusik machen, desto schneller können Sie diese entspannenden Glücksgefühle erzeugen.
2. Entspannen durch imaginäre Düfte. Wenn Sie sich an
Gerüche zu erinnern versuchen, könAusgabe 1/2006
nen Sie nicht in Worten denken. Erinnern Sie sich z. B. an ein herrlich
duftendes Essen: den würzigen Geruch eines Brathähnchens oder den
süßen Duft, den ein im Ofen backender Kuchen verströmt. Lassen Sie
zunächst das Bild der Speise vor
Ihren Augen entstehen, bis Ihnen der
entsprechende Duft förmlich in die
Nase steigt. Je intensiver ein Geruch
in Wirklichkeit ist, desto leichter
wird Ihnen seine Vorstellung gelingen.
Und je eingehender Sie dieses innere
Schnuppern betreiben, desto länger
kann Ihre linke Gehirnhälfte abschalten. Diese Methode funktioniert auch
mit anderen Wohlgerüchen, z. B.
Sonnencreme, Badezusatz oder Rasierwasser.
Verbinden Sie die zweite Übung mit
der ersten. Sie werden überrascht
sein, welche inneren Bilder Sie damit wecken! Nach zehn Minuten
haben Sie erfolgreich abgeschaltet,
können Ihre Freizeit genießen!
■
Bilden Sie sich Ihr Urteil
Vertag nicht
lesbar: Unterschrift gültig?
Das war der Fall:
Ein Mitarbeiter, der einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet hatte,
focht diesen später vor Gericht an,
weil er angeblich zum Zeitpunkt des
Vertragsabschlusses keine Lesebrille
zur Hand hatte und deshalb den Text
nicht richtig hatte lesen können.
§
Was glauben Sie? War der Vertrag
tatsächlich nichtig? Wie das Gericht
entschied, lesen Sie auf Seite 7.
■
Visitenkarten
auf Chinesisch:
Übersetzung
gratis
Reisen Ihr Chef oder Mitarbeiter Ihres Unternehmens geschäftlich nach
China?
Dann ist Ihnen vielleicht bekannt,
dass dort sehr viel Wert auf Höflichkeit gelegt wird und Visitenkarten
nur würdevoll mit beiden Händen
überreicht werden dürfen.
Außerdem ist es geschäftlich von
großem Vorteil, wenn die deutsche
Visitenkarte auf der Rückseite eine
chinesische Übersetzung aufweist.
Wenn Sie eine deutsche Visitenkarte
gratis übersetzen lassen möchten,
kontaktieren Sie www.as-druck.net
(Rubrik Download).
Dort können Sie einen Gutschein anfordern, der Ihnen pro Unternehmen
eine kostenlose Visitenkarten-Übersetzung ins Chinesische verspricht.
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Assistenz & Sekretariat
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i n s i d e
Das empfehlen Leserinnen
Tipps von
So übersehe ich keine Fehler mehr
Leserinnen für
„Rechtschreib- oder Tippfehler in hin prüfe ich meinen Text. Mit dem
Briefen oder Texten geben ein denk- Suchmenü auf dem PC geht das Leserinnen
bar schlechtes Bild über den Verfas- schnell.
ser ab“, meint Anja H. und erzählt
mir anlässlich eines Treffens, wie sie
Fehler in wichtigen Schriftstücken
so gut wie ausschließt.
„Je nach Wichtigkeit der Schriftstücke – z. B. Einladungen, die in
Druck gehen, Präsentation usw. –
mache ich alle oder nur einzelne der
folgenden Kontrollschritte:
1. Ich verlasse mich nicht
nur auf die Rechtschreibprüfung durch den PC, sondern drucke das Schriftstück zum
Korrekturlesen aus. Dann prüfe ich es
Zeile für Zeile. Ich lege ein Lineal
an die Zeile, die ich gerade lese. Damit decke ich den weiteren Text ab,
der mich ablenken könnte. Mein
ganzes Augenmerk ist dieser einen
Zeile gewidmet. So entdecke ich
Fehler leichter.
2. Ich habe mir eine Checkliste für Fehler gemacht, die
immer wieder vorkommen. Darauf-
3. Ich lese den Text rückwärts.
Durch die ungewöhnliche Sichtweise entdecke ich mehr Fehler.
4. Ich drehe jede Seite auf
den Kopf. Dadurch erkenne ich
schneller, ob alle Abstände und Einrückungen stimmen.
5. Ich unterteile den Text. Ich
prüfe Text, Überschriften, Seitennummerierung, Satzzeichen, Abstände und Zahlenangaben getrennt voneinander.
6. Ich prüfe schwer lesbare
Textabschnitte extra. Fettgedrucktes oder Kursiv-Schrift sowie
hoch- oder tiefgestellter Text sind
besonders schwer zu lesen.
7. Ich gebe das Schriftstück
einer Kollegin zum Lesen.
Mit ihr habe ich vereinbart, dass wir
die wichtigsten Schriftstücke zum
Korrekturlesen austauschen.“
■
In nur 30 Sekunden Informationen
schnell auf den Punkt bringen
„Früher hatte ich das Problem, dass
ich bei einer wichtigen Angelegenheit oder wenn ich meinem Chef
etwas in besonderer Eile mitteilen
musste, nicht die richtigen Worte gefunden habe. Die Info kam dann oft
nur bruchstückhaft an“, erzählt mir
Karin M. „Mit der 30-SekundenTechnik drücke ich nun jedes Anliegen in einer halben Minute aus:
● Ich finde einen wirkungsvollen
● Ich halte mir mein Gesprächsziel
● Ich unterstreiche die Botschaft
immer klar umrissen vor Augen.
● Ich stelle vorher für mich selbst
klar, was genau ich will und wie
ich es erreichen kann.
Aufhänger, der bei meinem Chef
Interesse weckt.
● Ich versuche, dasThema so präg-
nant und eindrucksvoll wie möglich vorzutragen.
● Ich bitte meinen Chef, bis zu ei-
nem festgelegten Zeitpunkt zu
handeln.
● Ich notiere mir die Stichpunkte
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1. Das liebe ich an meiner
Arbeit: die Abwechslung, den
Informationsfluss, immer mitten
im Geschehen zu sein.
2. Das würde ich ändern,
wenn ich es könnte: Ich
würde gerne die Termine entzerren. Zum Beispiel: Alle Statistiken sind am Monatsanfang fällig.
3. Mein bester Karriere-Tipp:
Immer die Ruhe bewahren und
sich niemals im Ton vergreifen.
Wenn es hektisch wird, bitte ich
um Hilfe. Die wird mir immer gewährt.
4. So optimiere ich die Zusammenarbeit mit meinem Chef: Mein Motto: Kommunikation ist das A und O.
Lieber zweimal nachgefragt, als
einmal falsch gemacht!
5. Mein bester Zeitspar-Tipp:
Gespräche, die zu nichts führen
oder die an einem Punkt angelangt sind, wo es nicht weitergeht, beende ich höflich.
6. Diese Internetseiten empfehle ich:
www.dict.leo.org
(Englisch/Deutsch-Übersetzung)
7. Mein Lieblingszitat:
„Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin
sein, aber es mildert die Stöße
des Lebens.“
durch meine Gestik.
vorher kurz und prüfe, ob alle
Infos enthalten sind.“
Das schreibt uns eine Teamsekretärin über sich und ihren Beruf:
Arthur Schopenhauer ■
■
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6
Assistenz & Sekretariat
i n s i d e
BWL-Wissen
Wie Sie Paare zeitgemäß
anschreiben
Diese Frage tritt in der Redaktionssprechstunde häufiger auf. So schreiben Sie Paare richtig an:
1. Briefanschrift. Hier stehen die
vollen Namen beider Partner. Der Vorteil: Sie brauchen nicht zu überlegen,
ob das Paar verheiratet ist oder nicht.
Im geschäftlichen Umfeld nennen Sie
den ranghöheren Ansprechpartner zuerst. Im gesellschaftlichen Umfeld
steht die Dame an erster Stelle.
Ehepartner mit gleichem
Nachnamen:
● Frau Sarah Berger und Herrn
Walter Berger
● Frau Sarah Berger, Herrn Walter
Berger
● Frau Sarah und Herrn Walter
Berger
● Notlösung: Herrn und Frau Berger, wenn Sie die Vornamen nicht
wissen. Bei der feststehenden
Anrede „Herrn und Frau“ steht
der Herr – aus alter Gewohnheit
– noch an erster Stelle.
Ehepartner oder Paare mit
unterschiedlichem Nachnamen:
● Frau Dr. Sabine Gläser-Kröning
Herrn Peter Kröning
● Frau Julia Müller
Herrn Prof. Jürgen Walde-Müller
● Frau Sandra Baronin von Platen
Herrn Günther Beyer
● Frau Miriam Sandner
Herrn Jürgen Wegner
2. Anrede im Brief. Sprechen
Sie Mann und Frau einzeln an:
● Sehr geehrter Frau Müller, sehr
geehrter Herr Professor WaldeMüller,
● Guten Tag, Frau Sandner und
Herr Wegner,
● Liebe Frau Dr. Gläser-Kröning,
lieber Herr Kröning,
Achtung! Folgende Varianten sind veraltet:
● Herrn Walter Berger und Frau
● Herrn Walter Berger und Gattin
● Herr Walter Berger und
Gemahlin
● Herrn Walter Berger und Frau
Sarah
● Herrn und Frau Walter Berger
● An das Ehepaar Berger
● Eheleute Berger
■
PowerPoint: So verschieben Sie
Absätze blitzschnell per Tastatur
Wenn Sie auf einer Folie in den Textplatzhaltern einzelne Absätze nachträglich umstellen möchten, müssen
Sie den betreffenden Text nicht erst
ausschneiden, zu der gewünschten
Position wechseln und dort den Text
aus der Zwischenablage wieder einfügen. Erledigen Sie das Ganze viel
komfortabler per Tastatur:
1. Wollen Sie nur einen Absatz verschieben, reicht es, wenn der
Cursor darin blinkt. Sollen mehrere Absätze verschoben werden,
müssen diese alle markiert sein.
Ausgabe 1/2006
2. Halten Sie dann die beiden Tasten Umschalt+Alt gedrückt, und
betätigen Sie zusätzlich die Pfeiltaste oben oder die Pfeiltaste unten. Je nachdem, in welche Richtung der Text verschoben werden
soll.
Tipp: Mit dieser Technik können
Sie auch in Tabellen einzelne Zeilen
mühelos nach oben oder unten verschieben. Einfach den Cursor in die
betreffende Tabellenzeile setzen und
dann eine der beiden genannten Tastenkombinationen betätigen.
■
Was ist ein
„Joint Venture“?
Ein Joint Venture ist eine von zwei
oder mehreren kooperierenden Unternehmen gegründete und strategisch geführte Unternehmung. Die
Kooperationspartner sind zu etwa
gleichen Teilen beteiligt.
Joint Ventures können sowohl auf
eine dauerhafte Zusammenarbeit als
auch auf ein begrenztes Projekt abzielen. Sie entstehen besonders häufig dann, wenn sich Unternehmen
zusammentun, um auf internationalen Märkten Fuß zu fassen oder an
Bedeutung zu gewinnen. Mögliche
Ziele sind die Nutzung von Synergie-Effekten oder die gemeinsame
Behauptung der Marktstellung gegenüber der Konkurrenz.
■
Darf man noch
„Gesundheit“
wünschen?
Winterzeit ist Schnupfenzeit. Und
um uns herum wird deshalb kräftig
geniest. Die einen wünschen ihrem
Gegenüber herzlich „Gesundheit“,
die anderen übergehen das Niesen
einfach. Welche Reaktion entspricht
der modernen Etikette?
Jegliche Körpergeräusche werden
nach modernen Regeln nicht kommentiert. Weil es immer mehr Allergiker gibt, ist der andauernde Gesundheitswunsch oft störend.
Außerdem sagt die Geschichte: Ursprünglich ging der Gesundheitswunsch nicht an den „Nieser“, sondern
an den, der den Wunsch aussprach,
nach dem Motto: „Hoffentlich bleibe ich gesund!“
Fazit: Übergehen Sie das Niesen
Ihrer Mitmenschen schweigend. ■
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Assistenz & Sekretariat
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i n s i d e
Die 8 goldenen Regeln
der Internet-Suche
Als Assistentin und Sekretärin recherchieren Sie auch Informationen
im Internet über Suchmaschinen wie
zum Beispiel www.google.de. So
kommen Sie schneller ans Ziel:
1. Sie suchen mehrere Begriffe. Diese verbinden Sie durch
ein „+“, ein „&“ oder „AND“ miteinander. Die Suchmaschine sucht
dann Seiten, auf denen alle Begriffe
zu finden sind. Beispiel: Büro & Organisation, Büro AND Organisation,
Büro + Organisation.
2. Sie wollen einen Begriff
ausschließen. Ein Begriff, der
nicht gesucht werden soll, kann mit
einem Minuszeichen in Klammern
oder durch ein „NOT“ ausgegrenzt
werden. Beispiel: Handy (-mobil)
oder Handy NOT mobil.
3. Sie suchen nach einem Begriff
mit
verschiedenen
Schreibweisen. Dann trennen
Sie die beiden Wörter durch das |
Zeichen oder ein „OR“. Beispiel:
weiß | weiss, weiß OR weiss.
4. Sie suchen nach einem
exakten Begriff. Diesen finden
Sie am leichtesten, wenn er in Anführungszeichen gesetzt wird. Beispiel: „Assistentin“ statt Assistentin.
5. Sie wählen die Sprache
aus. Unter dem Suchfeld befindet
sich ein Auswahlfeld, in dem Sie die
Sprache der Seiten, auf denen gesucht werden soll, festlegen können.
Dadurch lässt sich der Umfang der
Suchergebnisse einschränken, indem
Sie z.B. „Nur Seiten aus Deutschland“ oder „ Nur Seiten auf Deutsch“
anklicken.
6. Sie variieren die Begriffe.
Mit einer präzisen Wahl des Suchbegriffs erhöhen Sie die Trefferwahrscheinlichkeit. Synonyme (übrigens
auch die englische Übersetzung) finden Sie unter: www.woerterbuch.info/.
7. Sie beachten Rankings.
Homepage-Betreiber haben die Möglichkeit, ihre Seiten bei einer Suchmaschine an erster Stelle erscheinen
zu lassen. Diese Seiten sind meist
von professioneller Hand gehostet
und gewartet und verfügen in der
Regel über den gewünschten Inhalt
zum Thema des Suchbegriffs.
8. Sie suchen nach bestimmten Dateitypen. Grenzen Sie Ihre Suche auf den gesuchten Dateitypus ein. Sie können beispielsweise
nach Websites suchen, die Links zu
exe-Dateien enthalten. Beispiel: Tabellen contains:exe.
Tipp: Die meisten Suchmaschinen
geben außerdem noch genaue spezifische Hinweise, wie Sie jeweils am
besten fündig werden.
■
Aufbewahrungsfristen:
Jetzt entrümpeln
Anfang des Jahres können Sie wieder eine Menge aus Ihrer Ablage
entfernen. Die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen finden Sie im
Abonnentenbereich von www.assistenz.com.
Praxistipp: Beschriften Sie alle
Mappen, Ordner und CD’s, die abgeschlossene Vorgänge enthalten, in
Zukunft mit einem Wegwerfdatum.
Dann geht das Entrümpeln in den
nächsten Jahren noch schneller.
■
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Bilden Sie sich Ihr Urteil
Vertag nicht
lesbar: Unterschrift gültig?
So urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz:
Der betroffene Mitarbeiter ist nicht
anders zu behandeln als etwa ein
Ausländer, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Auch dieser
kann eine Vereinbarung nicht mit
dem Hinweis für ungültig erklären,
er habe den Text nicht lesen können.
§
Das heißt: Jede Unterschrift unter
einem für den Betroffenen angeblich
nicht lesbaren Vertragstext ist gültig.
Die Begründung des Gerichts: Wer
ein Schriftstück nicht lesen kann,
darf es eben nicht unterschreiben
(LAG Rheinland-Pfalz, 17.10.05, 7
Sa 167/05).
■
Korrespondenz
Moderne
Einstiegssätze
Guten Tag, Herr Müller,
● Sie hatten um schnelle Antwort
gebeten.
● entschuldigen Sie, dass ich nicht
schon früher dazu gekommen
bin, Ihnen zu antworten.
● versprochen ist versprochen ...
■
Extra-Service
für Leserinnen
Haben Sie Fragen, oder interessiert
Sie ein Thema, das ich für Sie recherchieren soll?
Rufen Sie an:
mittwochs von 14.00 – 17.00 Uhr
unter 0228 8205-7347,
oder schreiben Sie mir:
[email protected] ■
Ausgabe 1/2006
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Zweifelsfälle in der Grammatik
Wenn Sie ein zu teures Geschenk
bekommen haben
Nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen kommt Linda zurück an ihren Arbeitsplatz. Kaum
betritt sie ihr Büro, grübelt sie
schon wieder über die Frage nach,
wie sie mit dem Weihnachtsgeschenk ihrer Kollegin Ines umgehen soll. An ihrem letzten Arbeitstag vor Weihnachten lag am Abend
auf ihrem Schreibtisch das Geschenk von Ines. Zu Hause packte
Linda es aus und entdeckte, dass
Ines ihr einen sehr teuren MarkenFüllfederhalter geschenkt hatte.
Gesicht betrachtet. Stimmt was
nicht?“ „Doch, alles in Ordnung.
Ich habe nur ein Problem“, antwortet Linda. Und sie erzählt Helga
von dem teuren Geschenk, das sie
eigentlich nicht annehmen will,
weil sie sich sonst verpflichtet
fühlt, beim nächsten Mal ein
gleichwertiges Geschenk kaufen zu
müssen oder das permanente Gefühl hat, der Schenkerin anderweitig einen Gefallen schuldig zu sein.
Gleichzeitig will sie Ines natürlich
nicht verletzen.
„Hi, schöne Feiertage verbracht?“
Helga stürmt mit guter Laune in
Lindas Büro und setzt sich auf die
Schreibtischkante. „Oh, wohl eher
nicht, wenn man dein sorgenvolles
„Hm, eine heikle Angelegenheit“,
meint Helga. „Also, ich wüsste an
deiner Stelle auch nicht so recht,
was ich da machen soll.“ Wie würden Sie anstelle von Linda handeln?
Das meint Tamara W.: „Linda
muss mit Ines unter vier Augen reden
und ihr sagen, dass sie überrascht über
das teure Geschenk war und ihr
gleichzeitig auch nahe bringen, dass
sie sich über die Geste an sich sehr gefreut hat. Sie sollte aber auch ehrlich
anschließen, dass ihr der Wert des Geschenks ein unangenehmes Gefühl
bereitet, weil sie sich automatisch zu
einer Gegenleistung verpflichtet fühlt.
Für die Zukunft sollte Linda mit Ines
fest vereinbaren, gegenseitige Geschenke in einem bestimmten finanziellen Rahmen zu halten.
schaftlich zu sein scheint. Linda
sollte sich für die großzügige Geste
bedanken, Ines aber erklären, dass
sie das wertvolle Geschenk, vor allem im Rahmen der Unternehmenskultur, nicht annehmen kann.
Hätten Sie es
gewusst?
Für welche der folgenden kursiv geschriebenen sprachlichen Versionen
würden Sie sich entscheiden?
1. Er war immer sehr rücksichtsvoll
gegen sie oder zu ihr.
2. Er hat lang oder lange gewartet.
3. Ich getraue mich oder mir nicht,
das große Auto zu fahren.
Begründung: Das Hauptwort oder
das Pronomen, das von „sich getrauen“ abhängt, kann sowohl im
Wenfall (ich getraue mich) als
auch im Wemfall (ich getraue mir)
stehen. Häufiger ist der Wenfall. ■
Wie würden Sie entscheiden?
Lösung 3: Beides ist richtig.
Begründung: Die Eigenschaftswörter „rücksichtslos“ und „rücksichtsvoll“ stehen immer mit den
Präpositionen „gegen“ und „gegenüber“, nicht mit „zu“.
Lösung 1: gegen sie
(auch: ihr gegenüber)
Ausgabe 1/2006
Begründung: Ein Geschenk, das
liebevoll ausgesucht wurde, zurückzuweisen, bedeutet eine Verletzung,
die das Arbeitsverhältnis in Zukunft
trüben könnte.“
■
Lösung 2: lange.
So würde Beate T. reagieren.
„Linda sollte Ines das Geschenk
zurückgeben. Ein so teures Präsent
von einer Kollegin kann sie einfach
nicht akzeptieren. Das sprengt jeglichen Rahmen, zumal das Verhältnis
ja nur kollegial und nicht freund-
Diesen Tipp hat Cynthia Sch.:
„Linda sollte mit Ines in Ruhe sprechen und erst einmal herausfinden,
warum diese ihr ein so wertvolles
Geschenk gemacht hat. Zurückweisen muss sie das Geschenk nicht, nur
klarstellen, dass die Präsente in Zukunft nicht mehr in diesem Rahmen
ausfallen sollen.
Begründung: In diesem Satz ist
„lange“ ein Adverb, z. B.: Er war
lange krank. Im Gegensatz zu:
Sein Vortrag war zu lang. Hier ist
„lang“ ein Eigenschaftswort
Begründung: Die Angelegenheit
muss einfühlsam, aber ein für alle Mal
geklärt werden. Sonst hat Linda ständig Schuldgefühle gegenüber Ines,
und das stört die Zusammenarbeit.“
Begründung:
Normalerweise
schenken sich Kollegen in einer Firma nicht so teure Geschenke. Wenn
andere das mitbekommen, könnte
schnell der Gedanke einer ,Seilschaft’ aufkommen.“
Vorschau
● Wie Sie Protokolle formgerecht
schreiben
● So klingt Ihre Stimme souverän,
auch wenn Sie aufgeregt sind
● Was Sie tun können, wenn Sie zu
wenig Feedback von Ihrem Chef
bekommen
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