Was haben wir in den Ferien getan? - Schutzgemeinschaft Fluglärm

Der
StartWAHN-Report
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Ausgabe 032
August 2009
Was haben wir in den Ferien getan?
Schluss mit Lustig
Der Flughafen scherte sich nicht
um Gesetze, und er tut es weiterhin
nicht. Politik und öffentliche Hand
legen die Hände in den Schoß oder
lassen sich über den Tisch ziehen.
• Die Geschäftsleitung verstößt seit 2004
mit den nicht genehmigten Dumpingpreisen für Airlines gegen die Auflagen
der letzten Planfeststellung (Baugenehmigung).
• Die Geschäftsleitung sagte in 2004 die
notwendigen EU-Genehmigungen der
möglichen Subventionen zu. Der Antrag
aber erreichte Brüssel nie, sondern blieb
„auf Ebene der Verwaltung hängen“.
• Die Geschäftsleitung sagte in 2004 auch
der nationalen Luftaufsichtsbehörde den
notwendigen Antrag zwecks Genehmigung der Preisordnung zu, nachdem in
Berlin ein Gerichtsurteil in ähnlicher
Sache ergangen war.
Die Geschäftsleitung wechselte
2008, nicht aber der Stil. Gerade
wurden die nächsten Subventionen
eingeräumt und schon erleben wir
das gleiche Schauspiel:
Wieder keine nationale Genehmigung der Gebühren, wieder kein
zugesagter
Prüfantrag nach
Brüssel. Politik und öffentliche
Hand schauen wieder zu.
Die Ratsvertreter im Kontrollorgan
des Flughafens gaben im Juni
wieder grünes Licht für die neuen
Billigpreise.
Informationsveranstaltung am Mittwoch.,
26. August 2009, um 19.30 Uhr, im
evangelischen Gemeindehaus, Ruinenstraße 37, in Dortmund – Aplerbeck
Jetzt ist Schluss.
Neben den Verfahren auf Ebene
der EU beschreitet die Schutzgemeinschaft jetzt
auf nationaler Ebene ebenfalls
den Klageweg:
„Bitte klären Sie den
Widerspruch zwischen Ihrer
Absicht,
den
CDUParteitagsbeschlüssen und
dem Verhalten Ihrer CDU-Mitglieder
im Aufsichtsrat des Airport Dortmund
auf“. Die Frage stellten wir jetzt zum dritten
Mal, bisher erhielten wir keine Antwort.
• Wir fordern vom Land NRW
Klärung, warum die Luftaufsichtsbehörde damals wie heute nicht die
notwendigen Prüfungen der extrem
reduzierten Preise für die Airlines
trotz Kenntnis eingeleitet und damit
die möglichen Subventionen an die
Billigairlines unterbunden hat.
• Wir fordern die Bezirkregierung auf
und verlangen, dass die Auflagen der
letzten Planfeststellung eingehalten
werden. Diese verlangen eine vorherige Prüfung geänderter Preise.
• Wir fordern die Bezirkregierung auf
und verlangen die Einleitung von
Sanktionsmaßnahmen (Bußgelder)
gegen die alte wie neue Geschäftsleitung.
Frage an Herrn
Pohlmann
Wir wollten von Herrn Pohlmann als
OB-Kandidat wissen, ob nicht 4
Mitglieder der CDU-Ratsfraktion im
Flughafenaufsichtsrat durch ihre Zustimmung zur neuen Preisordnung
mittelbar schon dem Ausbau der Startund Landebahn zugestimmt haben. Nur
mit den weiterhin niedrigen Preisen für
die Airlines lassen sich 3 Mio. Gäste
bis 2019 realisieren und die Verluste
senken - so die Argumentation der
Flughafenleitung. Die Kapazitätsgrenze am Flughafen liegt bei 2,7 Mio.
Passagieren. Ohne Ausbau wird das
nichts. Herr Pohlmann ist selbst gegen
den Ausbau. Wie passt das zusammen?
Den schriftlichen Dialog übermitteln
wir auf Anfrage.
EU-Bauernopfer?
Das EU-Subventionsverfahren läuft und läuft
und läuft. Das wundert auch nicht, tauchen
doch immer neue Verdachtsfälle als mögliche
Beihilfen auf.
Der Flughafen wollte in
Brüssel beweisen, dass die
Subventionen ab Mitte 2004
nur auf einer Entscheidung
der damaligen Geschäftsleitung beruhen.
Hintergrund:
Ohne
eine
Beteiligung
kommunaler Stellen an der Entscheidung sind
die möglichen Subventionen gegenüber den
Airlines keine Beihilfen und damit auch keine
Aufgabe für Brüssel. Der Flughafen wäre „aus
dem Schneider“. Die Fehlentscheidungen
würden „nur“ der versicherten Geschäftsleitung
angelastet .Ein Bauernopfer?
Das hätte funktioniert, wenn nicht am „runden
Tisch“ mit dem OB-Kandidaten, Herrn Ulrich
Sierau (SPD) ein altes „Papier“ aufgetaucht
wäre. Dessen Inhalt beweist das Gegenteil. Das
Risiko eines Beihilfeverfahrens wurde schon
im Juni 2004 im Kontrollorgan am Flughafen
diskutiert.
easyJet + Düsseldorf
Die easyJet fliegt jetzt erstmals ab Düsseldorf.
12x geht es für Geschäftsleute nach Basel. Für
die Leitung in Dortmund „nicht das spannendste Zielgebiet“ … Vor Wochen feierte
Dortmund noch ein neues Ziel wie Salzburg.
Die easyJet transportiert in D’dorf Geschäftsleute und Germanwings in Dortmund Skiurlauber.
„Alles, was nicht in der Presse steht“
redaktionelle Verantwortung für diese Ausgabe: Johannes Kleinschnittger + Rolf Reinbacher
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