Weiterer Busstreik wäre unverhältnismäßige Belastung der

Hofheim, den 26. Januar 2017
„Weiterer Busstreik wäre unverhältnismäßige Belastung der
Kunden“
Im Zuge des Tarifkonflikts zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und
dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) wurden zahlreiche
Buslinien im RMV-Gebiet bestreikt. „Die Schlichtung war am Ende überfällig. Ich
wünsche den Beteiligten, dass sie die grundsätzlich nachvollziehbaren Wünsche
der Busfahrer und die Sicherung eines bezahlbaren Nahverkehrs
zusammenbringen“, macht RMV-Chef Prof. Knut Ringat deutlich. „Ein weiterer
Streik, gerade jetzt in der Winterzeit, würde die Fahrgäste unverhältnismäßig hart
treffen und muss unbedingt vermieden werden.“
Zugleich wies Ringat darauf hin, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund bei der
Ausschreibung regionaler Buslinien seit Jahren – und damit bereits vor Existenz
des Hessischen Tariftreuegesetzes – Vorgaben zum Lohnniveau macht, um
Lohndumping zu unterbinden. In diesem Zusammenhang erinnert der RMV auch
an die Initiative zur Verankerung eines hessenspezifischen Index zur
Fortschreibung von Lohnkostenanteilen in den Verkehrsverträgen im Hessischen
Tariftreue- und Vergabegesetz. Bislang erfolgt die Anpassung der
Bestellerentgelte an bundesweiten Indizes. Hierzu merkte Prof. Ringat an: „Ein
hessenweiter Index würde die Kostenentwicklungen der Verkehrsunternehmen
noch besser abbilden. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dies im Hessischen Tariftreueund Vergabegesetz zu verankern.“
Hintergrund: Besteller- und Erstellerprinzip im Nahverkehr
Die Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH bestellt und organisiert den regionalen
Bahn- und Busverkehr in ihrem Verbundgebiet. Betreiber der mehr als 1.000
Linien sind mehr als 160 Verkehrsunternehmen. Bei diesen ist auch das
Fahrpersonal beschäftigt. Die RMV GmbH ist keine Tarifpartei in den laufenden
Lohnauseinandersetzungen.