Politik der sozialen Kälte gegenüber Griechenland beenden

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Politik der sozialen Kälte gegenüber
Griechenland beenden
Pressemitteilung von Alexander Ulrich, 16. Dezember 2016
„Nachdem die griechische Regierung ohne die Zustimmung des deutschen Finanzministers
und seiner Amtskollegen in der Eurogruppe den ärmsten und am meisten geschröpften
Rentnern ein kleines Weihnachtsgeld gezahlt hat, wurde das Versprechen einer
Schuldenerleichterung prompt zurückgezogen. Dieses Ausmaß sozialer Kälte und herzloser
Politik ist nicht zu begreifen“, erklärt Alexander Ulrich, Obmann der Fraktion DIE LINKE
im EU-Ausschuss, anlässlich des Besuchs von Premierminister Alexis Tsipras in Berlin.
Ulrich weiter:
„Seit 2010 folgt in Griechenland eine Rentenkürzung der anderen, Altersarmut ist zu einem
massiven Problem geworden. Dass die Regierung in Athen nun einen Teil der über die Erwartungen
hinaus erwirtschafteten Primärüberschüsse nutzt, um die schlimmsten Folgen der erzwungenen
Kürzungspolitik zu lindern, ist für Schäuble, Draghi & Co. offenbar unerträglich. Die EU-Eliten
erhöhen unter deutscher Federführung den Druck auf Griechenland, die Gewerkschaften endgültig
zu entmachten und das Lohnniveau noch weiter zu drücken.
Um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Krise zu überwinden, bräuchte
Griechenland aber das genaue Gegenteil: ein Ende der asozialen und rezessiven Kürzungspolitik,
einen Schuldenschnitt, eine Stärkung der Binnennachfrage und ein breit angelegtes, europaweit
koordiniertes Investitionsprogramm.“
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