Der Dirigent Georg Solti

Sonntag, 30. Oktober 2016
15.04 – 17.00 Uhr
Georg Solti.
Von Kai Luehrs-Kaiser
18. Folge: Fleming, Gheorghiu & Co.:
Solti als Sänger-Dirigent und –Entdecker
Herzlich willkommen, meine Damen und Herren. Unser illustres Thema heute:
Fleming, Gheorghiu & Co.: Solti als Sänger-Dirigent und -Entdecker.
1
Decca
LC 00171
478 3931
Track 110
Johann Sebastian Bach
Arie “Qui sedes ad dextram Patris” aus “h-MollMesse”
Anne-Sofie von Otter, Mezzo-Sopran (Sopran II)
Chicago Symphony Orchestra
Ltg. Georg Solti
1990
4’31
Die Arie “Qui sedes ad dextram Patris” aus der “h-Moll-Messe” von Johann
Sebastian Bach. Ein besinnlicher Auftakt unserer heutigen Folge über den
Dirigenten Georg Solti – diesmal über Solti als Sänger-Dirigent und –Entdecker.
Ja, und die Sängerin, die hier im Jahr 1990 von Solti und dem Chicago Symphony
Orchestra begleitet wurde – ohne jede Furcht vor Angriffen aus dem Lager der
historischen Aufführungspraxis, versteht sich! –, das war die schwedische
Diplomatentochter Anne-Sofie von Otter, hier einige Jahre nach ihrem OpernDebüt. Sie hatte zwar zu diesem Zeitpunkt bereits Schallplattenaufnahmen unter
bekannten Dirigenten wie John Eliot Gardiner und James Levine gemacht.
Trotzdem zeigt die Tatsache, dass Georg Solti sich schon 1990 für sie interessierte,
dass auch Solti in Sängerfragen das Ohr am Puls der Zeit hatte.
Heute, meine Damen und Herren, können wir es uns ganz bequem machen. Denn
heute brauchen wir nichts zu tun als Georg Solti dabei zu beobachten, wie er sich
die Rosinen aus dem Kuchen pickt. Und Sänger für die eigenen Belange einspannt,
die bis heute Star-Ruhm genießen. Solti arbeitete sowohl mit Cecilia Bartoli und
Angela Gheorgiu wie auch mit einigen anderen berühmten Sängern schon damals
zusammen, von denen wir heute einige hören werden. Der folgenden Sängerin hat
er mit einem Arien-Recital im Jahr 1997 den vielleicht entscheidenden KarriereKick verpasst. So dass man sagen muss: Gut aufgepasst; gut hingehört – und
zugeschnappt!
Renée Fleming singt das „Lied an den Mond“ aus Dvoraks „Rusalka“.
Georg Solti begleitet mit dem London Symphony Orchestra.
Georg Solti – 18. Folge
2
Decca
LC 00171
455 760-2
Track 004
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Antonin Dvorak
“Medicku na nebi hlubokem” (Lied an den Mond” aus
“Rusalka”, 1. Akt
Renée Fleming, Sopran (Rusalka)
London Symphony Orchestra
Ltg. Georg Solti
1996
6’40
Das „Lied an den Mond“ aus „Rusalka“ von Antonin Dvorak, hier gesungen von
Renée Fleming und dirigiert von einem Dirigenten, den man mit dieser Sängerin
fälschlicherweise wenig in Verbindung bringt: Georg Solti mit dem London
Symphony Orchestra im Jahr 1996.
Und es war keine Einzelbegegnung. Auch für Mozarts „Don Giovanni“ ging Renée
Fleming kurz darauf mit Georg Solti ins Schallplattenstudio (als Donna Anna). Sie
war hier Bestandteil eines Ensembles, das uns gleichfalls deutlich macht: Georg
Solti war – besetzungstechnisch gesehen – ein so zukunftsfähiger und
zukunftsorientierter Dirigent, dass die von ihm mit großen Aufgaben betrauten
Sänger beinahe unausweichlich in die Star-Umlaufbahn geschossen wurden; um
dort für Jahrzehnte weiterhin zu leuchten. Das waren noch Karrieremacher!
Der Leporello der damaligen „Don Giovanni“-Aufnahme war (schon 1997) Michele
Pertusi – und der Don Giovanni: Bryn Terfel.
3
Decca
LC 00171
480 4945
Track 013
Wolfgang Amadeus Mozart
“O statua gentilissima” aus “Don Giovanni”, 2. Akt
Michele Pertusi, Bass-Bariton (Leporello), Bryn Terfel,
Bass-Bariton (Don Giovanni)
London Philharmonic Orchestra
Ltg. Georg Solti
(P) 1997
3’03
Und welche Frische und Unverbrauchtheit der Darstellung! Georg Solti, hier in
seiner letzten Opernproduktion aus dem Jahr 1997, mit dem Duett Leporello/Don
Giovanni “O statua gentilissima” aus dem 2. Akt des “Don Giovanni” von Mozart –
mit dem London Philharmonic Orchestra. Die Solisten: Bryn Terfel als
Frauenverschleißer und Michele Pertusi als sein Diener und Anbahner Leporello.
Und wirklich: Welches Maß an Unermüdetheit, an musikalischer Zugkraft und auch
an Willensstärke bei dem ewig jünglingshaften, aneckenden, furiosen Georg Solti.
Solti bewährte sich bei den in der heutigen Folge bislang gehörten Ausschnitten aus
Vokalwerken als gewiefter Sänger-Entdecker. Solti hat, um es ins Grundsätzliche zu
wenden, mit seiner Sängerpolitik für Generationen von Casting-Direktoren
vorgesorgt. Und dies mag einerseits dem Talent eines mit Sängern atmenden, von
der Oper her kommenden Dirigenten entsprechen. Es entspricht aber auch schlicht
und ergreifend dem Signum der Zeit.
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Georg Solti – 18. Folge
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Nicht nur Solti war noch in den späten 90er Jahren in der beneidenswerten Lage,
im großen Stil teure Opern-Gesamtaufnahmen zu realisieren. Er vermochte damit –
ganz entspannt – die Grundlage für Sängerkarrieren zu legen, die vielfach bis heute
andauern. Er hat es damit übrigens seinen Dirigenten-Nachfolgern schwer gemacht;
eine solche Machtbasis (in Bezug auf Schallplattenverträge) hat heute kein einziger
Dirigent mehr zur Verfügung.
Konkret gesprochen: Spätere Großdirigenten wie Mariss Jansons, Riccardo Muti
oder Daniel Barenboim konnten froh sein, noch gelegentlich symphonisches
Repertoire auf CD einspielen zu können; die großen Opern-Arena aber war ihnen (in
Bezug auf Schallplatten) längst verschlossen. Ausnahmen wie René Jacobs oder
Christophe Rousset bestätigen nur die Regel.
Georg Solti konnte sich also als Sänger-Entdecker etwa in den 90er Jahren nur
deshalb noch uneingeschränkt entfalten, weil er zu den letzten gehörte, für die
noch Großproduktionen wie eben “Don Giovanni” oder “La Traviata” eigens
ermöglicht wurden.
4
Decca
LC 00171
460 982-2
Track 103
Giuseppe Verdi
Vorspiel zu “La Traviata”, 1. Akt
Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden
Ltg. Georg Solti
1994
3’36
Das Vorspiel zu „La Traviata“, 1. Akt, von Giuseppe Verdi, mit dem Orchester des
Royal Opera House, Covent Garden, unter Georg Solti im Jahr 1994. Die Sängerin
der Titelpartie – wir werden ihr später hier noch begegnen – war immerhin eine
damals wenig bekannte Debütantin namens Angela Gheorghiu.
Georg Solti, mit anderen Worten, war noch ein Großbauer im Sänger-Weinberg
seines Herrn. Aber dieser Herr goss eben auch noch reichlich Gelegenheiten aus, an
denen sich ein vorzüglich vernetzter, mit allen Wassern gewaschener Götterspross
namens Solti laben konnte. Freilich besaß Solti in der Blüte seiner Karriere einen
ganzen Stab von Beratern und gutbezahlten Firmenchefs, die ihm die neuesten
wunderlichen Talente zuschustern und empfehlen konnten.
Natürlich galt Solti als ein Name, der einen ungeputzten Rohdiamanten schleifen –
und so ein hübsches Schmuck-Stück in ein international bewundertes Juwel
verwandeln konnte. Eben so erging es mit den Damen Fleming, Gheorghiu, Bartoli
und von Otter, die in Solti ihren größten Meister alten Schlages noch so eben
erleben konnten.
Und so war es ja auch schon früher gewesen. Zu Anfang seiner eigenen Karriere
war Solti selber zwar noch kein so großer Name gewesen, dass unbekanntere
Talente in seinem Glanz unmittelbar heller strahlten. Damals jedoch war es die
Aufbruchstimmung einer noch jungen Schallplattenindustrie, in deren Fahrtwind
neue Karrieren sofort in Schwung kamen. Erinnern wir uns: Der Wagner-Tenor
Wolfgang Windgassen, der heute als eine absolute Koryphäe seines Fachs gilt,
absolvierte in Soltis Gesamtaufnahme des „Rings des Nibelungen“ die ersten und
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Georg Solti – 18. Folge
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größten Studio-Herausforderungen seiner gesamten Schallplatten-Karriere. (Seine
anderen Wagner-Großtaten waren fast alles Live-Aufnahmen, so dass auch heute
sämtliche Beschäftigungen mit diesem großen Tenor auf die Solti-Produktionen der
60er Jahre zurückgreifen.)
Also: Schon Karrieren wie die von Windgassen, aber ähnlich von Birgit Nilsson und
anderen Wagner-Sänger waren – im Hinblick auf Schallplattenproduktionen –
gleichsam Nebeneffekte einer Klassik-Industrie, zu deren Motor sich Solti mehr und
mehr machte. Sein eigener Name wuchs mit. Doch ohne die Zuwächse der
gesamten Branche wäre auch Solti kaum in der Lage gewesen, sich dermaßen als
Matchmaker von Solisten-Karrieren zu profilieren.
Ein recht gutes Beispiel für einen Sänger, der durch Soltis Schallplatten-Karriere
einen entsprechenden Auftrieb bekam, war selbstverständlich auch: René Kollo. Im
Jahr der Aufnahme der Pariser Fassung des „Tannhäuser“ von Richard Wagner,
1970, war der Spross der Operetten-Dynastie von Walter und Willi Kollo noch eher
bekannt durch Schlager wie „Hello, Mary Lou“ und durch das vorzeitige
Ausscheiden zum „Grand Prix d’Eurovision“. Als Tannhäuser wurde René Kollo –
unter Stabführung Soltis – 1970 auf einen Schlag zum satisfaktionsfähigen
Wagner-Recken. Und die damals entstandene Aufnahme ist bis heute fast Kollos
beste.
5
Decca
LC 00171
414 581-2
Track 206210, bis
0:51
Giuseppe Verdi
“O Wolfram, der du als sangest” aus “Tannhäuser”. 2.
Akt
René Kollo, Tenor (Tannhäuser), Manfred Jungwirth,
Bass-Bariton (Biterolf)
Wiener Philharmoniker, Chor der Wiener Staatsoper
Ltg. Georg Solti
1970
9’10
Besser, fürchte ich, kommen wir hier nicht heraus aus einem fulminant geladenen,
energisch zukunftsgewissen „Tannhäuser“ – es ist derjenige von Georg Solti mit
den Wiener Philharmonikern und dem Chor der Wiener Staatsoper im Jahr 1970:
Karrierestart nicht nur für den Wagner-Sänger René Kollo (als Tannhäuser),
sondern auch für die hier noch ganz kurz zu hörende Helga Dernesch als Elisabeth.
Außerdem hörten Sie Manfred Jungwirth als Biterolf (im Ausschnitt aus dem 2. Akt)
– bis heute, ich würde sagen, zweifellos die beste Aufnahme des hier in seiner
Pariser Fassung gebotenen Werkes.
Solti als Karriere-Vermittler und Karriere-Macher für große Sänger, das ist heute
unser Thema innerhalb unserer großen Solti-Sendereihe im Kulturradio vom RBB –
von und mit Kai Luehrs-Kaiser. Soltis Talente als Star-Beschleuniger müssten sich,
so sollte man jedenfalls annehmen, nicht nur im Bereich von Sängern nachweisen
lassen. Sondern auch im Fall von Instrumentalisten. Nun, dies ist in der Tat nicht
wirklich der Fall; und dies zeigt, dass wir Solti hier wirklich an einem speziellen
Charakteristikum erwischt und am Wickel haben.
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Georg Solti – 18. Folge
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Er war in Bezug auf Instrumental-Solisten zeitlebens ein so zurückhaltender
Dirigent, dass die Zahl seiner Entdeckungen oder die Förderung von Pianisten,
Violinisten oder Cellisten kaum ins Gewicht fällt. Ich wüsste kaum einen Namen zu
nennen.
Das unterscheidet ihn durchaus von seinem Kontrahenten Karajan, der zwar auch
nicht so wahnsinnig erpicht darauf war, als Begleiter bei Instrumentalkonzerten ein
bisschen hinter den jeweiligen Solisten zurückzutreten. Karajan machte aber
immerhin für prestigereiche Fälle wie etwa die junge Geigerin Anne-Sophie Mutter
von Zeit zu Zeit Ausnahmen. Auch für Alexis Weissenberg, Krystian Zimerman und
andere Pianisten hat sich Karajan ins zeug gelegt.
Solti kaum. An Aufnahmen mit Instrumentalsolisten war Solti anscheinend kaum
gelegen. Für eine der wenigen, prominenten Ausnahmen von dieser Regel würde
ich Soltis Aufnahmen mit seinem Landsmann Andras Schiff halten – Aufnahmen, bei
welcher Gelegenheit auch eine Begegnung mit Daniel Barenboim als Pianist
dokumentiert ist (nämlich für das Es-Dur-Konzert für zwei Klaviere und Orchester
von Mozart).
Aber dies ist beinahe ein Einzelfall. Aus früheren Jahren gibt es Aufnahmen mit
Gerhard Taschner und Leon Spierer – also mit (ehemaligen) Konzertmeistern der
Berliner Philharmoniker. Und auch die Paganini-Variationen von Rachmaninoff mit
Julius Katchen. All das sind Gelegenheitsarbeiten. Als Solisten-Entdecker hat sich
Solti doch vor allem im Bereich der Vokalmusik profiliert und hervorgetan.
Hier – vor allem im Bereich der Oper – achtete Solti sehr darauf, gleichsam am Puls
der Zeit zu bleiben. Schon in so frühen Stadien seiner Karriere, dass man sagen
kann: Solti hat nicht nur die Gesangskarrieren des Opernnachwuchses befördert,
sondern auch die eigene Karriere vom Ruhm angehender Gesangsstars stets
befruchten lassen.
Auf diese Weise kommen wir sogar in den Genuss einer Aufnahme der
„Zauberflöte“ aus dem Jahr 1956 in Salzburg, wo Solti als Begleiter einer
Sopranistin fungierte, die eigentlich eine Entdeckung Herbert von Karajans war:
Elisabeth Grümmer, die nicht zuletzt in Berlin zu recht kultisch Verehrte.
Karajan hatte Grümmer zu seiner Zeit als Kapellmeister in Aachen kennengelernt –
zu einem Zeitpunkt, als sich die Sängerin ins Privatleben zurückgezogen und ihre
Gesangslaufbahn zugunsten der Familie aufgegeben hatte. Karajan hörte sie in
privaten Zusammenhängen singen, sozusagen am Herd – und überredete sie 1941
zur Rückkehr auf die Bühne.
1956, als die folgende Aufnahme der „Zauberflöte“ unter Georg Solti entstand,
hatte ihre Karriere bereits ordentlich an Fahrt gewonnen. Sie war damals
Ensemble-Mitglied der Städtischen Oper in Berlin (der heutigen Deutschen Oper);
gastierte jedoch regelmäßig in Salzburg und auch an anderen großen Orten der
internationalen Opernwelt. Wir hören sie, begleitet von Georg Solti mit den Wiener
Philharmonikern, als Pamina.
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Georg Solti – 18. Folge
6
Orfeo
LC 08175
C 394 201
B
Track 011
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Wolfgang Amadeus Mozart
“Ach, ich fühl’s, er ist entschwunden” aus “Die
Zauberflöte”, 2. Akt
Elisabeth Grümmer, Sopran (Pamina)
Wiener Philharmoniker
Ltg. Georg Solti
Live, Salzburg 1956
4’51
“Ach, ich fühl’s, er ist entschwunden” aus der “Zauberflöte”, 2. Akt, von Wolfgang
Amadeus Mozart. Elisabeth Grümmer sang die Arie der Pamina im Jahr 1956.
Begleitet wurde sie von dem als Sänger-Dirigenten schon damals engagierten und
hochqualifizierten Georg Solti mit den Wiener Philharmonikern.
So, wir haben uns jetzt aber wahrlich eine Verschnaufpause von soviel VokalFinessen verdient. Und hören ein Beispiel dafür, dass Solti oftmals selbst da, wo er
am Besten ohne Sänger auskam, im Bann seiner Opern-Interessen blieb. Hier
kommt die Ouvertüre zu „Fürst Igor“ von Alexander Borodin. Stereophonisch kaum
je besser aufgenommen als 1966 mit dem London Symphony Orchestra.
7
Decca
LC 00171
460 977-2
Track 004
Alexander Borodin (Orch. Nicolai Rimski-Korskakoff)
Ouvertüre zu “Fürst Igor”, 1. Akt
London Symphony Orchestra
Ltg. Georg Solti
1966
10’50
Ouvertüre zu “Fürst Igor”, 1. Akt, von Alexander Borodin, orchestriert von Nicolai
Rimski-Korskakoff. Sie hörten eine Referenzaufnahme dieses herrlichen
Wunschkonzert-Knallers unter Leitung von Georg Solti, 1966 mit dem London
Symphony Orchestra. Wie so oft beweist Solti umstandslos, ‘wo der Hammer hängt’;
und wie man – nicht zu zartfühlend! – einem Werk in die Seiten zwicken muss, damit
es charmant und zugkräftig zurückbeißt und zeigt, was es kann.
Nach diesem Loblied scheint es nun angezeigt, auf eine schwache Seite
eingehender zu sprechen zu kommen, die zuweilen in dieser Sendereihe bereits
angeklungen ist, ohne bereits zureichend erklärt zu sein. Sie hängt mit der
Entdeckerfreude Soltis als Sängerdirigent zusammen; und zwar insofern, als sie die
direkte, negative Kehrseite davon ist. Ich meine Soltis oftmals doch unsichere Hand
in Besetzungsfragen. Eine Charaktereigenschaft (wenn man so will), die oft in Soltis
Karriere hervorgehoben und bemerkt wurde, und die man sowohl unter die
Experimentierfreude dieses Dirigenten subsumieren kann; als auch ebenso unter
die Unfähigkeit, die Eignung eines Sängers für eine Partie zuverlässig
einzuschätzen.
Die Liste der Besetzungen, die in Soltis Karriere für fehlerhaft oder mindestens für
leicht verfehlt angesehen wurde, ist lang. Sie beginnt bei Solisten, die noch gerade
rechtzeitig verhindert werden konnten – wie zum Beispiel dem Tenor Ernst Kozub,
der mit Soltis Zustimmung die Partie des Siegfried im “Ring des Nibelungen” singen
sollte; bis sich herausstellte, dass Kozub dieser Aufgabe einfach nicht gewachsen
war. Kozub sang stattdessen in Soltis (einigermaßen misslungenem) “Tristan” den
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Georg Solti – 18. Folge
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Steuermann; eine Aufnahme, die vor allem durch eine weitere, fatale Sängerwahl
Soltis berüchtigt ist; durch den Tenor Fritz Uhl, der hier nach besten Kräften die
Titelrolle des Tristan zu bewältigen versucht.
Ich bin eigentlich kein Freund davon, schlechte Aufnahme zu spielen; und doch bin
ich Ihnen hier einen Beweis für die angebliche Fehlbesetzung von Fritz Uhl als
Tristan schuldig. Sei’s drum. Im Liebesakt mit Birgit Nilsson müht er sich, wie er
kann. Den Ausschnitt aus dem 2. Akt hörend, kann man sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass auch die Stoßtrupp-Deutung, die Solti dieser Liebesszene
angedeihen lässt, einigermaßen am lyrischen Charakter des Ganzen vorbeistürmt.
Die Aufnahme stammt von 1960. Und das Unbehagen Birgit Nilssons, die ja
angeblich mit kaum einer Aufnahme ihrer Stimme (in aufnahmetechnischer
Hinsicht) zufrieden war, das kann man hier nachvollziehen. Die Devise: Volle Kraft –
vorbei!
8
Decca
LC 00171
444 881-2
Track 004
Richard Wagner
“Isolde! Geliebte!” aus “Tristan und Isolde”, 2. Akt
Fritz Uhl, Tenor (Tristan), Birgit Nilsson, Sopran
(Isolde)
Wiener Philharmoniker
Ltg. Georg Solti
1960
8’09
Eine wütend ergrimmte Darstellung, kein Zweifel... Fritz Uhl und Birgit Nilsson im
Liebesrausch des 2. Aktes von „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner. Die
Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern unter Georg Solti aus dem Jahr 1960.
Man steht betroffen nicht nur vor der sinnlosen Überanstrengung des (teilweise
unhörbaren) Fritz Uhl. Auch Birgit Nilsson scheint hemmungslos aufzudrehen, um
vom Rest nichts mitzubekommen. Schließlich ist es aber nicht nur die
Fehlbesetzung Uhls, die hier Solti anzulasten ist. Soltis dynamische Überforderung
der Musik und die beständigen Handkanten- und Nackenschläge, mit denen er der
Textur zusetzt, basiert doch wohl auf einem Missverständnis des Werkes. Kurzum:
Aus Verlegenheit, so scheint es, wird Solti heftig.
Nun, meine Damen und Herren, obwohl wir hier einen neuralgischen Punkt im
Musikverständnis Solti entdeckt haben mögen (und eine Lücke innerhalb der
Repertoirekompetenz dieses scheinbar universal befähigten Dirigenten), so möchte
ich doch vorschlagen, dass wir uns hier auf das unbezweifelbare, äußere und
technische Kennzeichen der Fehlbesetzung beschränken, das bei Solti eben gerade
im Fall musikalischer Unsicherheiten öfters ins Gewicht fiel.
Und zwar, leider Gottes, mit den Jahren immer mehr. Konnte sich Solti in seinen
frühen Jahren und im Schutz großer Schallplatten-Produzenten noch auf den
riesigen Pool vorzüglicher Sänger verlassen, den es nun einmal gab, so wuchs die
Zahl der Besetzungsmissgriffe mit zunehmendem Alter immer weiter.
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Georg Solti – 18. Folge
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Nicht nur bei Wagner. Also: Nicht nur in Gestalt des mittelmäßigen Norman Bailey
als Hans Sachs (in Soltis erster Aufnahme der „Meistersinger“) und in Gestalt des
deutschunkundigen Placido Domingo als Lohengrin (noch dazu neben der
unflexiblen Jessye Norman als Elsa...). Keine Frage auch, dass der nasale José van
Dam als Hans Sachs 1995 eine mindestens merkwürdige Besetzung der Titelrolle in
der späteren „Meistersinger“-Aufnahme war; bei anderen Weltklasse-Dirigenten
wäre dieser große Sänger kaum auf die Agenda dieser schweren Partie gekommen.
Ähnliches gilt auch für José van Dam als Falstaff; eine Rolle, für die er stimmlich zu
mager und zu diätetisch wirkte. Freilich: van Dam ebenso wie Domingo, das waren
immerhin große Sänger, und darum konnte man Solti diese Wahl ähnlich verzeihen
wie diejenige von Luciano Pavarotti als Otello.
Soltis Schwäche in Bezug auf die Einschätzung von Sängern wurde mit den Jahren
so berühmt-berüchtigt, dass man sich nicht scheute, den Dirigenten selber darauf
anzusprechen. So kam es 1993 zu dem folgenden, ganz kurzen Schlagabtausch
zwischen Solti und dem Journalisten Claus Spahn, der Solti ganz diskret darauf
hinweisen wollte, dass es sich bei Placido Domingo möglicherweise doch nicht um
einen idealen Tristan handle – als welcher er von Solti gecastet worden war.
Interview
mit Solti
(= Nr. 09)
Track 001
Interview von Claus Spahn mit Georg Solti (1993)
0’25
CS: Sie glauben schon, dass Domingo ein guter
Tristan ist?
GS: Ich glaube schon. Er hat genau die baritonale
Farbe. Es interessiert ihn. Er müsste sich natürlich
die Zeit nehmen. Aber ob er die Zeit hat und zur
Verfügung stellen wird, darüber diskutieren wir
jetzt gerade.
Nun, Placido Domingo selber entschloss sich später, diese Partie doch nicht singen
zu wollen (er hat es wenig später natürlich doch getan, unter Antonio Pappano,
aber da war Solti schon tot…)
Beantworten wir die Frage, ob große Sänger wie Placido Domingo und Jessye
Norman auch dann noch große Sänger bleiben, wenn man sich gänzlich auf ihren
Rang verlässt mit einem Ausschnitt aus der Gesamtaufnahme des „Lohengrin“.
„Das süße Lied verhallt...“
9
Decca
LC 00171
475 7154
Track 206, 207,
208,
Richard Wagner
„Das süße Lied verhallt“ aus „Lohengrin“, 3.
Akt
Placido Domingo, Tenor (Lohengrin), Jessye
Norman, Sopran (Elsa)
Wiener Philharmoniker
Ltg. Georg Solti
1986
© kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
8’36
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Georg Solti – 18. Folge
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Ich finde, hier ist hörbar die Luft raus….. Placido Domingo und Jessye Norman als
Lohengrin und Elsa im 3. Akt des „Lohengrin“ von Richard Wagner. Georg Solti mit
einer seiner problematischsten Gesamtaufnahmen mit den Wiener Philharmonikern
im Jahr 1986.
Zweifellos, meine Damen und Herren: Wir sind an einem musikalischen Tiefpunkt
unserer Sendereihe über den großen Dirigenten Georg Solti angekommen. Nicht
nur zerkaut und verformt Domingo hoffnungslos den Text, den er nicht versteht.
Auch die stimmlich statiöse und madamige Jessye Norman hätte man hier auf
jeden Fall vor sich selber schützen müssen. Erschütternd auch, wie Solti das Tempo
dehnt und die Textur zieht, als sei es Kaugummi. So klingen künstlerischkommerzielle Kompromisse der schlimmeren Art!
Freilich: Das Problem war struktureller Art. Niemals, so kann man sagen, hätte Solti
1988, um ein anderes Beispiel zu nennen, die Titelrolle von Verdis „Simon
Boccanegra“ mit dem phlegmatischen, schwartig klingenden Leo Nucci besetzen
dürfen; ein Sänger, zu dem Solti loyal hielt, vermutlich, weil er ihn für einen
bekannten, zugkräftigen Namen hielt.
Gleiches gilt für eine Sängerin, die als seine Lieblingssopranistin oft genannt wird –
und die tatsächlich viel zu häufig von ihm eingesetzt wurde. Entdeckt hat er sie
nicht. Und zweifellos hätte die neuseeländische Sopranistin Kiri Te Kanawa
aufgrund der schieren Schönheit ihres Soprans auch ohne Mithilfe Soltis eine große
Karriere gemacht. Aber ob man sie als Tosca für eine Schallplattenproduktion
ausgewählt hätte – so wie Solti dies tat –, das wage ich doch zu bezweifeln. Solti
besetzte Kiri Te Kanawa trotz größter Gestaltungsmängel und einer insgesamt
erschütternden Grund-Gelangweiltheit ihres Auftretens als Micaela in „Carmen“, als
Desdemona in „Otello“, als Amelia in „Simon Boccanegra“ und als Contessa in „Le
Nozze di Figaro“ (hier ist sie bei weitem am Besten).
Auch mit zahlreichen Aufgaben im Konzert-Bereich strapazierte er ihr Talent.
Interessant ist der Fall dennoch, und zwar deswegen, weil Kiri Te Kanawa (ein
bisschen ähnlich wie bei Leo Nucci) durch Indolenz und Teilnahmslosigkeit ja das
krasse Temperaments-Gegenteil von Soltis war. Und darin lag wahrscheinlich auch
das Geheimnis ihrer Attraktivität für ihn. Für Solti dürfte sie ein Mirakel gewesen
sein, gerade weil sie – wenn ich ganz offen sein darf: so unendlich langweilig war.
Gegensätze ziehen sich nun einmal oft an. Wir hören Kiri Te Kanawa at her best: als
Gräfin im „Figaro“.
1
0
Decca
LC 00171
417 395-2
Track 006
Wolfgang Amadeus Mozart
“Porgi amor” aus “Le Nozze di Figaro”, 2. Akt
Kiri Te Kanawa, Sopran (Contessa)
London Philharmonic Orchestra
Ltg. Georg Solti
1981
4’30
“Porgi amor” aus Mozarts “Le Nozze di Figaro”, 2. Akt. Kiri Te Kanawa in ihrer
(unter Georg Solti) besten Rolle – als Gräfin Almaviva. Georg Solti leitete das
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Georg Solti – 18. Folge
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London Philharmonic Orchestra im Jahr 1981 – und zwar in einer
Referenzaufnahme des Werkes. Auch die temperamentsschwache Kiri Te Kanawa
(hier mal gut besetzt) kann am Ausnahmerang dieser herrlichen Aufnahme nichts
ändern.
Wir haben den Grund für eine gewisse Unzuverlässigkeit Soltis in Besetzungsfragen
bereits angedeutet: Solti selber war dermaßen überversorgt mit Temperament und
entflammbarem Musikantentum, dass ihm entsprechende Defizite bei den Sängern
anscheinend gar nicht auffielen. Im Übrigen ging es ihm vielleicht auch doch einfach
zu sehr um sich…
Übrigens sind gewisse Kenntnislücken, die Solti in Bezug auf Sänger gehabt haben
mag, unter Dirigenten selbstverständlich nichts Besonderes. Sänger, wenn sie sich
mit Dirigenten einlassen, gehen jedesmal einen Faust-Pakt ein – und das ist
durchaus manchmal fast wie ein Kontrakt mit dem Teufel. Die Sängerin Christa
Ludwig, die mit wohl allen großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts
zusammengeabeitet hat, sagte, nur ein einziger von ihnen habe etwas von Stimmen
verstanden (und dies war, nebenbei gesagt, Karl Böhm).
Man darf vor allen Dingen nicht vergessen, dass Dirigenten oftmals eigene
Interessen bei der Besetzung von großen Gesangsrollen verfolgen; Interessen, die
den Fähigkeiten eines Sängers diametral entgegen stehen können. So kam es
schließlich auch bei Karajan oder Bernstein oftmals zu skurrilen Fehlbesetzungen.
Wiederum Christa Ludwig berichtet, sie hätte ihrem Mentor Karl Böhm eines Tages
von dem Plan erzählt, den Karajan mit ihr zu verwirklichen gedachte. Karajan wollte
Christa Ludwig nämlich als Isolde in Wagners Oper besetzen; eine Rolle, die Christa
Ludwig denn auch eifrig studierte. Als sie, wie gesagt, Böhm von der Sache
erzählte, sagte dieser in Bezug auf Karajan nur ein Wort, nämlich: “Verbrecher.”
Um gleich darauf leise hinzuzufügen: „Bei mir könntest du es!“
1
1
Decca
LC 00171
411 954-2
Track 010
Hector Berlioz
Ungarischer Marsch aus “La Damnation de Faust”
Chicago Symphony Orchestra
Ltg. Georg Solti
(P) 1983
4’46
Kulturradio vom rbb mit unserer Sendereihe über Georg Solti. Heute über Solti als
Sänger-Dirigenten. Mit Kai Luehrs-Laiseram Mikrophon. Der Ungarische Marsch aus
“La Damnation de Faust” von Hector Berlioz. Georg Solti in den frühen 80er Jahren
am Pult des Chicago Symphony Orchestra.
Trotz kleinerer Aussetzer in der Besetzungspolitik – trotz aller Faust-Pakte also
zwischen Solti und den Sängern – kann von einem Sänger-Verschleiß bei diesem
Dirigenten nicht die Rede sein. Mir sind – anders als im Fall Karajans – keine (in
Anführungsstrichen:) ‘Opfer’ Soltis bekannt, der vielmehr im Sinne der Sänger zu
schalten und zu dirigieren verstand; auch wenn er keine Ausnahme darin ist, dass
er die Orchester lauter nahm als seine Vorgänger – und Orchester mit höherer,
brillanterer Stimmung wie die Wiener Philharmoniker favorisierte.
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Georg Solti – 18. Folge
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Kein Zweifel auch, dass Solti den Operndirigenten als Superstar mit erfunden hat –
was immer dies kosten mochte. Denn den Star-Dirigenten in der Oper gab es bei
Toscanini, bei Tullio Serafin oder auch bei Josef Krips im Grunde genommen so
noch nicht. Damit hatte wohl erst Furtwängler angefangen, den man – vom
symphonischen Repertoire herkommend – auch in der Oper als Superstar
akzeptierte, und der auch gegenüber Sängern das letzte Wort und den letzten StarGlanz immer für sich behielt.
Solti und die Dirigenten seiner Generation sattelten nach Furtwängler gleichfalls
eilig auf dieses Pferd auf. Der Vorgang ist gewiss nicht unproblematisch, und doch
muss man es Solti lassen, dass er für sich selber die Balance zwischen eigenem
Star-Ruhm und großen Sängern noch durchaus zu finden verstand.
Schon bei Karajan geriet diese Balance bisweilen aus dem Lot. Den Nachfolgern der
beiden gelang sie nicht mehr, denn in der Generation von Mehta, Muti und Maazel
standen Sänger vom Range einer Birgit Nilsson oder einer Leontyne Price schon
kaum mehr zur Verfügung. (Jedenfalls nicht mehr lange.) Solti hat sie noch alle
gehabt – einschließlich der wenigen Großkaliber, die es auch heute noch gibt. Zum
Beispiel sie hier. Im Jahr 1987 sang sie die Konstanze in Soltis Gesamtaufnahme
von Mozarts “Entführung aus dem Serail”. Zwanzig Jahre später galt sie als “die
letzte” verbliebene “Assoluta”: Edita Gruberova.
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LC
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480
5356
Track
006
Wolfgang Amadeus Mozart
“Martern aller Arten” aus “Die Entführung aus dem Serail”,
2. Akt
Edita Gruberova, Sopran (Konstanze)
Wiener Philharmoniker
Ltg. Georg Solti
(P) 1987
6’59
Edita Gruberova als Konstanze mit der sehr schweren “Martern“-Arie, also mit
„Martern aller Arten“ aus dem 2. Akt der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von
Wolfgang Amadeus Mozart. Edita Gruberova wurde begleitet (in der Produktion von
1987) von den Wiener Philharmonikern unter Georg Solti.
Zum guten Schluss für heute ein Ausschnitt aus einer der letzten
Opernproduktionen Soltis, mit der er tatsächlich noch einmal beweisen konnte, von
welchem Schrot und Korn er war – und mit der er nicht zuletzt eine Sängerin und
Rollen-Debütantin der Öffentlichkeit präsentieren konnte, die dieselbe noch viele
Jahre hindurch faszinierte und in Atem hielt.
Als Violetta Valery, also in der Rolle der Vom Wege Abgekommen, La Traviata,
besetzte Georg Solti 1994 eine junge, rumänische Sängerin, deren elektrisierender
Stimm-Klang die Aufnahme wahrlich unter Strom setzte – und sie zu einem
gloriosen Spätwerk Soltis machte.
Hören Sie aus der Gesamtaufnahme von Verdis „Traviata“ das berühmte Finale des
2. Aktes – mit Frank Lopardo als Alfredo, Leo Nucci als Germont père und: Angela
Gheorghiu mit ihrem damals gefeierten Schallplatten-Debüt dieser Rolle.
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Georg Solti – 18. Folge
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LC 00171
458 2742
Track 008
Seite 12 von 12
Giuseppe Verdi
“Invitato a qui seguirmi… ogni suo aver tal femmina… Di
sprezzo degno e stesso rende” aus “La Traviata”, 2. Akt
Angela Gheorghiu, Sopran (Violetta), Frank Lopardo,
Tenor (Alfredo)
Orchestra und Chorus of the Royal Opera House, Covent
Garden
Ltg. Georg Solti
1994
10’09
(Absage und Hinweis auf die nächste Folge)
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