Pressetext - The Boston Consulting Group

Press Release
Einkaufsabteilungen müssen sich neu erfinden
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Einkaufsabteilungen deutscher Unternehmen nur Mittelmaß
Strategischer Einkauf wird Schlüsselposition für Forschung und
Entwicklung
Digitalisierung bietet große Chancen
München, im Juli 2016 – Immer mehr Einkaufsabteilungen arbeiten daran,
ihre große Kostenposition im Unternehmen durch leistungsfähigeres und
innovativeres Agieren zu optimieren. Nach dem Motto „Mean-KeenLean“ wollen sie gleichzeitig kostengünstiger werden, die interne Rolle als
Innovationstreiber stärken und dabei noch die Effizienz steigern – dieses neue
Spannungsfeld ist eine enorme Herausforderung. Aber vor allem digitale
Lösungen und Methoden bieten dem Einkauf bislang ungenutzte
Möglichkeiten, um die Wettbewerbsposition des Unternehmens zu verbessern.
Die Studie „Procurement 2020: Mean, Keen oder Lean?“ der Boston
Consulting Group (BCG) und des Bundesverbandes Materialwirtschaft,
Einkauf und Logistik e.V. (BME) zeigt die Instrumente auf, mit denen
Einkäufer am meisten bewegen können.
Einkauf hat noch Luft nach oben
Die Einkaufsabteilungen deutscher Unternehmen haben viel zu gewinnen:
Auf der BCG-Skala für Einkaufsexzellenz liegen sie im Schnitt bei drei von
fünf Punkten. Tatsächlich haben viele Einkaufsverantwortliche das Potenzial
erkannt und wollen es jetzt heben. Über 40 Prozent haben bisher jedoch keine
dezidierte Einkaufsstrategie, die mit der Unternehmensstrategie klar
abgestimmt ist. „Allein die bessere strategische Abstimmung mit den
relevanten Abteilungen bei Produkt- und Produktionsentscheidungen, neuen
Technologien, aber auch der ethischen Standards können große positive
Effekte für die Gesamtbilanz von Unternehmen realisieren“, so Daniel Weise,
Partner bei BCG und Leiter des Einkaufssektors in Europa.
Einkauf treibt Innovationen voran
„Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Einkaufs ist seine LieferantenKompetenz – besonders in der produzierenden Industrie. Ohne ein intaktes
Zuliefernetz stehen hier die Maschinen still“, betont BMEHauptgeschäftsführer Dr. Christoph Feldmann am Montag in Frankfurt. Diese
Verzahnung komme insbesondere in der Forschung und Entwicklung immer
stärker zum Tragen, denn bei großen Innovationen wie dem autonomen
Fahren arbeiten Produzenten und Zulieferer zunehmend enger zusammen.
„Als wichtige Schnittstelle zwischen beiden wird der Einkauf zum FortschrittsKatalysator. Während er früher maximal durch Einsparungen glänzen konnte,
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The Boston Consulting Group
Dr. Marike Bartels
Media Relations
Tel. +49 89 2317-4324
Fax +49 89 2606-698
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Ludwigstraße 21
80539 München
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kann der Einkauf jetzt Wachstum und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens
mitgestalten“, so Feldmann weiter.
Kopfloses Kaufen verhindern
Auch bei den Grundlagen des Einkaufs können Einkaufsabteilungen aufholen.
Die Studie zeigt: In deutschen Unternehmen wird weiterhin zu viel an der
Einkaufsabteilung vorbei gekauft. Lediglich ein Viertel der Unternehmen
erreicht eine unkritische „Maverick-Buying-Quote“ von unter fünf Prozent der
gesamten Beschaffungsausgaben. „Jenseits dieser Grenze wird es immer
schwieriger, Ausgaben strategisch zu steuern und einen signifikanten
Wertbeitrag zu leisten. Der Einkauf muss sich eine Rolle als zentrale
Schaltstelle im Unternehmen erarbeiten und sie durch die konsequente
Anwendung aller Beschaffungshebel auch behaupten“, sagt Weise.
Die Digitalisierung von Strukturen und Prozessen steht für die deutschen
Einkaufsabteilungen ganz oben auf der Agenda. Rund 70 Prozent erhoffen
sich von Digitalisierung und stärkerer Automatisierung Chancen auf
Effizienzsteigerungen entlang des gesamten Einkaufsprozesses, wie die BCGAnalyse belegt. Über 60 Prozent sehen großes Potenzial für digitale Lösungen
in der Zusammenarbeit mit Lieferanten. Die Digitalisierung des Einkaufs
erfordert allerdings auch entsprechende IT-Kompetenzen: In der
Weiterbildung der Mitarbeiter sieht jedes zweite Unternehmen großen
Handlungsbedarf.
The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie.
BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und
das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D.
Henderson gegründet und ist heute an 85 Standorten in 48 Ländern vertreten.
Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. Für
weitere Informationen: www.bcg.de.
In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt The Boston Consulting
Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare, Grafiken und Videos
und stellt sie online zur Verfügung. Neben Publikationen zu aktuellen Wirtschafts- und Unternehmensthemen bietet die Plattform auch Veröffentlichungen aus der über 50-jährigen Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal
findet sich unter www.bcgperspectives.com.
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