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Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
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28.06.2016
Arbeitsmarkt
Min-dest-lohn soll auf 8,84 Eu-ro steigen
8,84 statt 8,50 Euro – ab Januar 2017 soll der Mindestlohn nach Empfehlung der Mindestlohnkommission
um 34 Cent pro Stunde steigen. Basis für die Erhöhung des Mindestlohns ist die Steigerung des
durchschnittlichen tariflichen Stundenlohns. Gute Tarifabschlüsse der vergangenen eineinhalb Jahre kommen
damit auch Geringverdienern zu Gute.
Daniel Bockwoldt - dpa
Von der ersten Anhebung des Mindestlohns profitieren laut DGB-Vorstands- und Kommissionsmitglied
Stefan Körzell rund vier Millionen Beschäftigte. "Sie werden ab 1. Januar in einer Vollzeitstelle monatlich
ca. 55 Euro mehr in der Tasche haben“, sagte Körzell. "Der höhere Mindestlohn ist aber auch positiv für
Wirtschaft sowie Steuer- und Sozialsysteme: Jeder Cent bedeutet 70 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr
– und damit mehr Steuer- und Beitragseinnahmen.“
Die Berechnung des neuen Mindestlohns orientiert sich am so genannten Tarifindex des Statistischen
Bundesamtes. Dieser errechnet die Steigerung des durchschnittlichen tariflichen Stundenlohns, basierend auf
den Tarifabschlüssen der vergangenen eineinhalb Jahre. Das waren 3,2 Prozent. Nach Forderungen der
Gewerkschaften nahm die Kommission nun auch den jüngsten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst mit
als Basis, der noch nicht durch Auszahlung wirksam geworden ist.
Die Mindestlohnkommission, die frei von politischer Einflussnahme entscheiden soll, legt die Höhe nach
Einführung des Mindestlohnes 2015 alle zwei Jahre neu fest. Außer dem Vorsitzenden gehören ihm je drei
Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber sowie zwei beratende Wissenschaftler an.
Die Bundesregierung wird nun prüfen, ob sie der Empfehlung folgt und den gesetzlichen Mindestlohn per
Rechtsverordnung zum 1. Januar 2017 anhebt.
Der gesetzliche Mindestlohn wirkt
Die Zahlen belegen es immer wieder: Der Mindestlohn wirkt. In allen Bundesländern sind die Löhne der
untersten Einkommensgruppe in diversen Branchen deutlich gestiegen. Auch ein "Jobkiller" ist der
Mindestlohn mitnichten. Im Gegenteil: Deutschlandweit hat die Beschäftigung in Branchen zugenommen, in
denen der Mindestlohn für ein Lohnplus sorgte.
Eine Datenkarte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gibt einen guten Überblick für alle
Bundesländer.
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