- SPOTS

Schulungsunterlagen für und mit
Microsoft Dynamics™ NAV 2016
© SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt)
Erstellt von: Sonja Klimke, 2015/2016
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Erstellt von: Sonja Klimke, 2016
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Überblick
Grundlagen für STARTER mit…
Ab Seite 5
Marketing mit…
Ab Seite 20
Beschaffung mit…
Ab Seite 38
Verkauf mit…
Ab Seite 80
Lager- & Logistikabläufe mit…
Ab Seite 105
Erste Schritte rund um das
Ab Seite 139
Finanzmanagement mit…
Service mit…
Ab Seite 161
Ressourcen & Einblick in Projekte mit…
Ab Seite 187
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ALLGEMEINE INFORMATION
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei erhalten Sie eine „Leseprobe“ mit den Inhalten der unterschiedlichen NAV-Unterlagen,
die ich für Endanwender und „Neu-Einsteiger“ in das Thema Microsoft Dynamics™ NAV2016
erstellt habe.
Diese Unterlagen sind keine MOC-Unterlagen!
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Support- und Projektgeschäft habe ich diese
Schulungsunterlagen anwenderbezogen und praxisnah zusammengestellt. Mit anderen
Worten: in diesen Unterlagen finden Sie die Bereiche, die von Endanwendern „draußen“
hauptsächlich genutzt werden. Im Gegensatz zu den MOC-Unterlagen werden einige der
möglichen „Features“ in NAV daher nicht angesprochen oder nur kurz angeschnitten.
Des Weiteren: diese Unterlagen gibt es nur auf Deutsch. Andere Sprachen sind zurzeit nicht
vorgesehen.
Alle hier gezeigten Unterlagen (ebenso wie alle zukünftigen Unterlagen) finden Sie auf
unserer Website: www.spots-bss.com – und hier unter „SPOTS – Angebote für Unterlagen“.
Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren,
Sonja Klimke
MCT
SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt)
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Grundlagen für STARTER mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-7125-8 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 45,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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2.4.2. Was versteht man unter „Stammdaten“?
Unter „Stammdaten“ verstehen wir alle Daten, die Sie als Grundlage innerhalb von NAV bzw.
Ihrer ERP-Lösung benötigen um bestimmte Prozesse abbilden zu können.
So zählen zu den Stammdaten:
Sachkonten (Bereich „Finanzbuchhaltung“)
Debitoren (Bereich „Verkauf & Marketing“ – Ihre Kunden)
Kreditoren (Bereich „Einkauf“ – Ihre Lieferanten)
Artikel (Bereiche „Lager“, „Einkauf“, „Verkauf“, „Service“, „Produktion“, „Montage“ –
alles was Sie ein- und verkaufen, produzieren, montieren können)
 Ressourcen (Bereiche „Projekte“, „Produktion“, „Montage“, „Service“ – gilt als
„Mensch“ oder „Maschine“, bzw. wird für Dienstleistungen verwendet.)




2.4.3. Die „Tiere“ in NAV
(korrekt wird dieser Begriff englisch ausgesprochen und klingt dann nach „teier“)
Die alten NAV-Versionen waren eine sogenannte 2-Tier-Architektur. Die Oberfläche dieser
Versionen wird heute unter anderem als „Classic Clients“ bezeichnet – abgesehen von der
gerade genannten „Architektur“ unterscheiden sich diese Versionen auch von der Oberfläche
im Gegensatz zu den heutigen Versionen.
Schaubild „2-Tier“-Architektur
PC (oder Laptops) mit einem
NAV-Client
PC (oder Laptops) mit einem
NAV-Client
Server (MS SQL-Server mit NAVDatenbank)
PC (oder Laptops) mit einem
NAV-Client
Zugriff der „Clients“ erfolgt immer direkt auf die NAV-Datenbank.
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Um die Zugriffsmöglichkeiten zu verbessern, die Webfähigkeit zu steigern und die
Performance einen Schritt nach vorn zu bringen, wurde mit der NAV-Version 6.x die
sogenannte „3-Tier-Architektur“ aufgebaut.
Der Vorteil: der „Client“ selbst greift jetzt nicht mehr direkt auf die eigentliche Datenbank zu
sondern auf den vorgelagerten NAV-Server. Das bedeutet auch, dass die diversen Prozesse
jetzt innerhalb des NAV-Servers „ausgeführt“ werden (was die Performance entlastet).
Vereinfachtes Schaubild einer 3-Tier-Architektur:
Microsoft-NAV-Clients
Microsoft-NAV-Clients
Microsoft SQL-Datenbank
Microsoft-NAV-Server
Microsoft-NAV-Clients
Die Oberfläche der Versionen ab NAV2009 werden als „RTC“ bezeichnet – „Role Tailored
Client“. Auf Deutsch „auf den Benutzer zugeschnittene Ansicht“. Sie können jedem
Anwender ein Profil zuordnen – meldet sich der betreffende User an, hat er/sie eine
entsprechende „Startseite“ sofort im Zugriff.
Nicht zu verwechseln übrigens mit den Zugriffsrechten!
Diese werden nach wie vor separat bei dem jeweiligen Benutzer oder bei der jeweiligen
Benutzergrupppe hinterlegt.
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2.4.4. Classic Client vs. Role Tailored Client
Zurzeit existieren noch einige ältere NAV-Versionen im Echtbetrieb. Damit Sie besser
unterscheiden können, was mit „Classic Client“ und „Role Tailored Client“ gemeint ist, hier
ein kleine Übersicht der Oberflächen. Hier die Ansicht eines Classic Clients“:
Wie Sie anhand des Beispielbildes auf der vorigen Seite erkennen können, hat die „Classic“Variante eine Outlook-ähnliche Menüstruktur auf der linken Seite. Im oberen Bereich finden
Sie eine Menü- und Symbolleiste, mithilfe derer Sie einige zusätzliche Funktionen rund um
NAV einstellen bzw. nutzen können. Beispielsweise das Ändern des Arbeitsdatums, das
Umstellen der Layoutsprache, usw.
Werden bestimmte Menüpunkte nicht angezeigt, kann dies folgende Gründe haben:
a) Dieser Menüpunkt/-bereich ist in der aktuellen Lizenz nicht zugelassen (das gilt nur
für die Kunden, die ihre Lizenz vor der Version NAV2009 (oder bekannt als NAV6)
zugelassen haben).
b) Dem Benutzer wurde dieser Menüpunkt „entzogen“ (nicht zugewiesen)
Mit den neuen Versionen 2009 und 2013 wurde zudem das Lizenzmodell für NAV mehrmals
geändert. Heute können Sie sich zwischen zwei möglichen Lizenzvarianten entscheiden:
einem „Starterpack“ und einem „Extended“ (oder „Advanced“ Pack). Während im Starterpack
die Grundmenüs wie beispielsweise Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf und Lager
vorhanden sind (+ einige weitere Teile verschiedenster anderer Menüpunkte) sind im
„großen Lizenzpaket“ alle Menüpunkte freigeschaltet.
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Hier im Gegensatz jetzt der „Role Tailored Client“ (RTC) - auf Deutsch so viel wie „auf den
Benutzer zugeschnittene Rolle“. Wobei ich hier eher sagen würde: „auf den Benutzer
zugeschnittene Ansicht“. Denn „Rolle“ könnte hier falsch verstanden werden.
Der Vorteil der „RTC“-Oberfläche liegt in der Anzeige der sogenannten „Startseite“ – und hat
mit den Zugriffsberechtigungen nichts zu tun.
Ansicht der „RTC“-Oberfläche für die Verkaufsauftragsverarbeitung als Beispiel - von
NAV2016 (Stand: Oktober 2015):
2.4.5 Wie sieht eine Datenbank eigentlich wirklich aus?
Die „normalen“ Endanwender sehen im Endeffekt nur die Oberfläche(n) der jeweiligen ERPLösungen – vielen ist der tatsächliche Hintergrund einer solchen Datenbank nicht bewusst.
Das ist ja für das Arbeiten mit NAV im Normalfall nicht unbedingt notwendig. Dennoch
möchte ich nicht versäumen, Ihnen einen kleinen Überblick zu geben.
Die Grundlage einer jeden Datenbank bilden die sogenannten Tabellen. In diesen Objekten
werden alle Daten gespeichert, die in das System eingegeben werden – beispielsweise
wenn Sie eine neue Kundenkarte anlegen.
Damit diese Datensätze auch in einer strukturierten Reihenfolge angezeigt werden,
vergeben die Entwickler „Schlüssel“.
Der sogenannte „Primärschlüssel“ dient dabei in vielen Fällen als „Hauptschlüssel“ –
meistens ist das so etwas wie die Kunden- oder eine Belegnummer. Diese Nummern sind
„einmalig“ – und damit grundsätzlich zur Strukturierung und damit der Sortierung der
Datensätze ideal.
Der Einfachheit halber, unterteile ich (das ist meine persönliche „Unterteilung“! Anm. d.
Verfasserin) die Tabellen in verschiedene Gruppen.
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3. Alles was Recht ist… 
Nach dem der neue Client mit der NAV2009-Version das erste Mal an die „Öffentlichkeit“
kam, glaubten viele (und da nehme ich mich nicht aus), dass sich dadurch auch das Thema
„Zugriffsrechte“ verändert hätte.
Dem ist aber nicht so. Und da es nach wie vor immer wieder „Irrungen und Wirrungen“ bei
diesem Thema gibt, habe ich Ihnen hier ein paar Dinge versucht zusammen zu stellen, die
diesen Punkt etwas verständlicher machen.
Im Großen und Ganzen hat sich bei den Zugriffsrechten als solches – früher als „Rolle“
bekannt – nichts verändert. Das bedeutet: der Administrator Ihres Unternehmens muss nach
wie vor jedem Benutzer, der mit NAV arbeitet die entsprechenden „Berechtigungssätze“ (wie
es heute heißt) zuweisen.
Das „Profil“, welches jedem einzelnen Benutzer zugewiesen wird hat lediglich die Aufgabe,
eine passende Ansicht der „Startseite“ und ggf. der Menüpunkte dem Anwender zur
Verfügung zu stellen.
Der Einfachheit halber, gehe ich jetzt nacheinander die verschiedenen Punkte durch – und
setze alles am Ende zusammen… sollten Sie dazu weitere Fragen haben, wird Ihnen diese
sicher Ihr Administrator beantworten oder Sie besuchen bei uns eine SystemadministratorSchulung.
3.1 Berechtigungssätze – die eigentlichen Berechtigungen
Um erst einmal zu verstehen, welche „Rechte“ es überhaupt gibt und wie diese im
Hintergrund aussehen, müssen wir uns als erstes den Punkt „Berechtigungssätze“ ansehen.
Diesen finden Sie unter „Abteilungen“ – „IT Verwaltung“ – „Allgemein“ –
„Berechtigungssätze“:
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Klicken Sie auf diesen Menüpunkt – es öffnet sich eine Auflistung mit allen Berechtigungssätzen, die der „CRONUS“ zur Verfügung stellt. Hinter jedem einzelnen Berechtigungssatz
wiederum verbergen sich die tatsächlichen Zugriffsrechte.
Im Normalfall wird bei einem „Echtstart“ eines Projektes, diese Berechtigungssätze mit
übernommen.
Es steht Ihnen aber vollkommen frei selbst solche Datensätze zu hinterlegen und mit den
entsprechenden Zugriffsrechten zu versehen.
 Gut zu wissen:
Bitte ändern Sie keine Standard-Berechtigungssätze… erstellen Sie lieber einen komplett
neuen und kopieren sich gegebenenfalls die Zugriffsrechte aus der Standardberechtigung in
den neu erstellten Datensatz.
Als Beispiel sehen wir uns hier zwei verschiedene „Sätze“ an – einmal „Artikel/Stückl.,
bearb.“ Und einmal „Artikel/Stückliste“ (siehe Pfeile)
Diese beiden Berechtigungssätze steuern, ob ein Mitarbeiter beispielsweise Artikel neu
anlegen, ändern oder löschen „darf“. Mit der gelben Markierung möchte ich Ihnen
verdeutlichen, dass bereits in der Beschreibung auf die unterschiedlichen Rechte hingewiesen wird. Hat ein solcher Berechtigungssatz „bearb.“ (= bearbeiten) in irgendeiner Form
in der Beschreibung, bedeutet das meistens, dass der Mitarbeiter Stammdatensätze
anlegen, ändern und/oder löschen darf.
 HINWEIS:
EIN Berechtigungssatz benötigen übrigens alle Mitarbeiter, die NAV nutzen wollen – und das
ist „BASIS“ (in früheren Versionen unter „ALLE“ bekannt). In diesem speziellen
Berechtigungssatz ist die Grundberechtigung für ganz bestimmte Tabellen, Tabellendaten
und weiteren Objekten enthalten. Ohne diese Berechtigung, können die Anwender NAV
unter Umständen nicht nutzen.
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Um sich einmal die tatsächlichen Rechte hinter einem Berechtigungssatz anzeigen zu
lassen, klicken Sie bitte auf die Zeile mit dem Datensatz „Artikel/Stückliste“:
Es öffnet sich eine weitere tabellarische Ansicht:
Wie Sie anhand dieses Bildschirmausschnittes sehen können, wird über die hier gezeigten
Spalten die tatsächliche Berechtigung vergeben. Es gibt drei Optionen:



Ja = Anwender darf die Funktion ausführen
Nein = „leer“ = Anwender darf die Funktion nicht ausführen
Indirekt = Anwender selbst darf die Funktion nicht ausführen – aber das System darf,
wenn der Prozess, den der Anwender gerade durchführt, dies erfordert.
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4. Wissenswertes rund um NAV
Einige Punkte haben Sie bereits kennengelernt. Lassen Sie uns nun weitere Details rund um
NAV herum ansehen und klären.
Nach dem Sie NAV gestartet haben, sehen Sie – abhängig von dem jeweiligen Profil, dass
Sie Ihrem Benutzer zugeordnet haben – die Startseite (auch „Rollencenter“ genannt). In den
nachfolgenden Beispielen sehen Sie die Bildschirmausschnitte des Profils „Verkaufsauftragsverarbeitung“.
Um Sie etwas besser mit den unterschiedlichen Bereichen der „Startseite“ vertraut zu
machen, beginne ich von „oben nach unten“.
4.1 Die Titel- und Bearbeitungsleiste
Die dunkel gefärbte Zeile ganz oben ist die sogenannte „Titelleiste“ – anhand dieser Zeile
können Sie sofort erkennen, welches „Rollencenter“ (= Ihr Profil) Ihnen zugeordnet wurde
und welches Programm Sie gerade nutzen.
Links sehen Sie das „NAV“-Symbol
ein kleines Kontextmenü:
– wenn Sie auf dieses Symbol klicken, öffnet sich
Mithilfe dieses Kontextmenüs stehen Ihnen einige Grundfunktionen zur Verfügung – beispielsweise das
„Minimieren“ der Ansicht.
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4.3 HILFE… was ist wenn ich mal eine Frage habe?
Über „NAV“ stehen Ihnen einige Varianten einer „Hilfe“ zur Verfügung. Erfahrungsgemäß ist
es zudem so, dass bei Unternehmen, die branchenspezifische Lösungen einsetzen, eine
zusätzliche Onlinehilfe in die vorhandene Standardoption mit „eingebunden“ wurde. Denn:
viele Felder und Funktionalitäten, die aufgrund der branchenspezifischen Lösung existieren
kennt der „Standard“ ja nicht.
Um die Onlinehilfe aufzurufen haben Sie mehrere Möglichkeiten: entweder Sie drücken „F1“
– der gleiche Aufruf gilt auch für andere Microsoft®-Programme – ODER Sie klicken auf den
„blauen Reiter“ und dort dann auf HILFE – und wählen im Menü „Microsoft Dynamics NAVHilfe“.
Eine weitere Möglichkeit sehen Sie unterhalb des „Suchfeldes“ in der Bearbeitungsleiste:
Durch Klick auf das „Fragezeichen“ öffnet sich
ebenfalls die Onlinehilfe.
Eine kurze Erläuterung zu der Onlinehilfe:
Klicken Sie zum Beispiel auf das „Fragezeichen“ unterhalb des Suchfeldes:
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Auf der linken Seite sehen Sie bereits standardmäßig einige Schlagworte – oberhalb haben
Sie zu dem verschiedene Reiter, die Sie für die aktive Suche innerhalb der Onlinehilfe
nutzen können.
Auf der „rechten“ Seite sehen Sie dann sofort das Ergebnis bzw. wird die entsprechende
Erklärung ausgegeben.
Sollten sich in dem „Ergebnistext“ blau hinterlegte und/oder unterstrichene Begriffe befinden,
spricht man von sogenannten „Hyperlinks“. Durch Klick auf den jeweiligen „Hyperlink“ leitet
das System Sie intern auf die nächste „Erklärung“ weiter, ohne dass Sie erneut einen
Suchbegriff eingeben müssten.
Übrigens: wenn Sie sich innerhalb eines Feldes befinden und Sie möchten mehr dazu
wissen, drücken Sie einfach „F1“ und die Onlinehilfe wird passend zu diesem Feld
aufgerufen.
 HINWEIS:
Wenn Sie eine branchenspezifische Lösung einsetzen, ist es sehr häufig der Fall, dass es
dort zusätzliche Felder in den Karten (z.B. der Debitorenkarte/-ansicht) oder spezielle Funktionen/Module gibt.
In diesem Fall kann es durchaus sein, dass Sie in der Onlinehilfe dazu keinen Eintrag finden
– sofern Ihr Microsoft®-Partner die Onlinehilfe für Ihre Lösung nicht erweitert hat.
Weitere Menüpunkte, die Sie unter „Hilfe“ im „blauen Reiter“ finden:
Seitennotizen:
Seit der Version Microsoft Dynamics™ NAV2013 ist der Punkt „Seitennotizen“ dazu
gekommen. Eine weitere Möglichkeit erklärende Texte zu bestimmten Punkten zum Beispiel
selbst zu erstellen (dazu im Kapitel „NAV und OneNote“ mehr)
„Info zu dieser Seite“:
Der Punkt „Info zu dieser Seite“ zeigt Ihnen – abhängig davon auf welchem Bereich Sie sich
gerade befinden – diverse Hintergrundinformationen an. Beispiel: haben Sie einen Verkaufsauftrag geöffnet und klicken jetzt auf diese Option, zeigt Ihnen das System alle Tabellenfelder aus der Tabelle „Verkaufskopf“ an (Tabelle 36).
Diese Funktion brauchen wir öfters im Support um bestimmte Fälle nachvollziehen zu
können.
Auf Zeilenebene im Beleg gibt es die gleiche Funktionalität – dazu muss allerdings die
Tastenfunktion STRG + ALT + F1 genutzt werden. (Achtung: sollte Ihre Grafikkarte dieses
Tastaturkürzel ebenfalls „nutzen“, muss das vorher geändert werden!).
Info zu Microsoft Dynamics NAV:
Bei diesem Punkt erhalten Sie eine allgemeine Information zu der von Ihnen eingesetzten
NAV-Version (inklusive Anzeige der „Build-No.“) samt der von Ihnen verwendeten Lizenz.
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4.4 NAV und OneNote
Mit „OneNote“ steht Ihnen ein Microsoft®-Produkt innerhalb von NAV zur Verfügung, mit dem
Sie beispielsweise „Notizbücher“ für sich selbst zusammen stellen können um so schnell und
einfach bestimmte Prozessabläufe zu dokumentieren. Oder eben einfach „Notizen“ zu
bestimmten Kunden zum Beispiel zu erfassen.
Sie können Ihr „OneNote“ nur nutzen, wenn diese Variante in Ihrem Profil zugeordnet wurde.
Bedenken Sie dabei bitte, dass das Profil mehreren Benutzern zugewiesen wird – das heißt,
wenn Sie und Ihre Kollegen „OneNote“ nutzen möchten, achten Sie darauf, dass jeder
zugreifen kann.
4.4.1 Einstellung in „OneNote“
Bevor Sie mit „OneNote“ starten können, benötigen Sie zunächst eine Voreinstellung in
diesem Programm.
Die nachfolgenden Bilder zeigen Ansichten aus Office365/OneNote:
Öffnen Sie „OneNote“ und klicken Sie auf „NEU“:
Es öffnet sich eine weitere Ansicht:
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Marketing mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-7782-3 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 79,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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Beschaffung mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-8518-7 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 89,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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ALLGEMEINE INFORMATIONEN .......................................................................................................
Überblick zu diesem Kurs:.....................................................................................................................
1. Allgemeines .........................................................................................................................................
1.1 Zusammenhänge in NAV ............................................................................................................
2. Disposition mit Microsoft Dynamics™ NAV ...................................................................................
3. Der Einkauf..........................................................................................................................................
3.1 Überblick und Einrichtung des Einkaufsmoduls ......................................................................
3.1.1 Der Einkäufer.........................................................................................................................
3.1.2 Die Einrichtung der Bestellabwicklung ..............................................................................
3.1.3 Die Einrichtung „Lager & Bewertung“ ................................................................................
3.2 Stammdatenpflege – Kreditor & Artikel ....................................................................................
3.2.1 Der „Kreditor“ (= Lieferant) ..................................................................................................
3.2.1.1 Die Stammdatenkarte „Kreditor“ .................................................................................
3.2.1.2 Übung: Erstellen von zwei neuen Kreditoren (einmal „National“ und einmal
„International“): ............................................................................................................................
3.2.1.3 So funktioniert das: Anlegen eines neuen Kreditors ................................................
3.2.2 Was kann ich in bzw. über NAV „beschaffen“? ................................................................
3.2.3 Rund um einen Artikel ..........................................................................................................
3.2.3.1 Bevor wir mit der Praxis loslegen… noch ein paar Hinweise, Tipps & Übungen
3.2.3.2 Übung: Anlage eines neuen Artikels ..........................................................................
3.2.3.3 Brauchen Sie Unterstützung?......................................................................................
3.3 Fazit zu den Stammdaten „Kreditor“ und „Artikel“...............................................................
3.4 Einfluss der Lagerhaltungsdaten(karte)....................................................................................
3.5 Eine zusätzliche Information zu dem „Wiederbeschaffungsverfahren“ ...............................
3.6 Bestellvorschläge – das Planungswerkzeug im bzw. für den Einkauf .................................
3.6.1 Notwendige Einrichtungsparameter für den Bestellvorschlag (Einkauf) ......................
3.6.2 Erstellen eines Bestellvorschlages ....................................................................................
3.6.2.1 Übung: Erneuter Durchlauf von „Planung berechnen“ – gefiltert auf einen
Artikel ............................................................................................................................................
3.6.3 Erstellen eines wiederkehrenden Bestellvorschlages .....................................................
3.7 Ein möglicher Ablauf im „Einkauf“ – von der Anfrage bis zur Einkaufsrechnung ...............
3.7.1 Hinterlegen von alternativen Einkaufspreisen ..................................................................
3.7.1.1. „Highlights“ rund um alternative Einkaufspreise – Staffelpreis & more................
3.7.1.2 Übung zum Thema „Staffelpreise“ ..............................................................................
3.7.2 Hinterlegen von Zeilenrabatten bei einem Kreditor bzw. einem Artikel........................
3.7.3 Hinterlegen von verschiedenen Lieferanten zu einem Artikel .......................................
3.7.4 Einkaufsanfrage ....................................................................................................................
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3.7.4.1 Eine mögliche Alternative, wenn Artikel bei mehreren Lieferanten angefragt
werden müssen bzw. sollen ......................................................................................................
3.7.5 Rund um eine Einkaufsbestellung......................................................................................
3.7.5.1 Erstellen einer Bestellung aus einer Einkaufsanfrage .............................................
3.7.6 Die Bestellung & einfache Warenannahme direkt über die Bestellung selbst ............
3.7.7 Die Bestellung & eine Warenannahme über „Wareneingang“.......................................
3.7.8 Kurze Zusammenfassung zum Thema „Warenannahme“ .............................................
3.7.9 Der Lieferscheinstorno .........................................................................................................
3.7.10 Die Einkaufsrechnung ........................................................................................................
3.7.10.1 Direktes Fakturieren aus der Einkaufsbestellung...................................................
3.7.10.2 Die Einkaufs-„Sammelrechnung“ ..............................................................................
3.8 Die Rahmenbestellung ................................................................................................................
3.8.1 Was passiert, wenn erst nach Erstellung der Bestellung erkannt wird…. ...................
3.9 Einkaufsreklamation und Einkaufsgutschrift ............................................................................
3.9.1 Einkaufsreklamation – die Ware ist „nicht in Ordnung“...................................................
3.9.1.1 Beleg kopieren ...............................................................................................................
3.9.1.2 Funktion „zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen“ .....................................
3.9.1.3 Weitere Bearbeitung & Hinweise ................................................................................
3.9.2 Einkaufsgutschrift – eine andere Option ...........................................................................
3.10 Lieferanmahnung .......................................................................................................................
3.10.1 Fazit Lieferanmahnung/Lieferantenbewertung ..............................................................
3.11 Eingehende Belege im Einkauf................................................................................................
3.11.1 Eingehenden Beleg an einen Kreditorenposten „hängen“ PLUS Nutzen der Zu/Abschläge (Artikel) im Einkauf.....................................................................................................
4. Einblick in das Montagemodul .........................................................................................................
4.1 Die Montageeinrichtung ..............................................................................................................
4.2 Der (Montage-)Artikel ..................................................................................................................
4.3 Programmfertigung = Auftragsbezogene Montage.................................................................
4.4 Lagermontage (= „Lagerfertigung“) ...........................................................................................
4.5 Stornieren eines Montageauftrages ..........................................................................................
4.6 Das Thema „Set-Artikel“. ............................................................................................................
4.6.1: Fazit zu diesem Thema: .....................................................................................................
5. Einblick in das Thema „Produktion“.................................................................................................
5.1 Allgemeine Information ...............................................................................................................
5.2 Die Einrichtung der Produktion ..................................................................................................
5.2.1 weitere Einrichtungsparameter ...........................................................................................
5.3 Der Artikel – Informationen zu den produktionsrelevanten Feldern .....................................
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5.4 Fertigungsstammdaten – Fertigungsstücklisten und Arbeitspläne.......................................
5.4.1 Die Fertigungsstückliste.......................................................................................................
5.4.1.1 Übung: Erstellen einer neuen Fertigungsstückliste..................................................
5.4.1.2 Übung: Kopieren von Fertigungsstückliste ................................................................
5.4.1.3 Übung: Ändern oder Korrigieren von Fertigungsstücklistenzeilen und
Verwenden der Versionen .........................................................................................................
5.4.1.4 Wie kann ich sehen, wo ein Artikel verwendet wird, bzw. in welchen Artikeln
die Fertigungsstückliste hinterlegt wurde? „Verwendung“ ...................................................
5.4.2 Die „Phantomstückliste“ .......................................................................................................
5.4.3 Übung: Zuweisen von Fertigungsstücklisten zu neuen Artikeln ....................................
5.4.4 Lager- und Fertigungseinheitencodes ...............................................................................
5.4.4.1 Verwendung des Feldes „Formel“ in der Fertigungsstücklistenzeile .....................
5.4.5 Spezielle Reports rund um „Fertigungsstücklisten“ .........................................................
5.4.5.1 Fert.-Stückliste Artikel ersetzen ..................................................................................
5.4.5.2 Abgelaufene Komponenten löschen ..........................................................................
5.4.5.3 Stücklistenebene berechnen .......................................................................................
5.4.6 Diverse Berichte rund um Fertigungsstücklisten .............................................................
5.5 Rund um das Thema „Kapazitäten“ ..........................................................................................
5.5.1 Zusätzliche Informationen zu den verschiedenen Einrichtungen ..................................
5.5.2 Arbeitspläne ...........................................................................................................................
5.5.2.1 Von den „Zeiten“, die Sie hinterlegen können – Stichwort „Durchlaufzeit“ ...........
5.5.2.2 Informationen zu dem Thema „Arbeitsplanversionen“ .............................................
5.5.2.3 Übung: Erstellen eines neuen Arbeitsplanes und Zufügen des Arbeitsplanes
zu einem Artikel...........................................................................................................................
5.5.2.4 Weitere Informationen zu dem Thema „Verbindungscode“ ....................................
5.5.2.5 Parallele Arbeitspläne – Ein Beispiel und eine Übung ............................................
5.5.3 Diverse Berichte im Menü „Kapazitäten“ ..........................................................................
5.6 Überblick – Unterschied zwischen „Montage“ und „Produktion“...........................................
5.7 Der Planungsvorschlag ...............................................................................................................
5.7.1 Erläuterungen rund um den Planungsvorschlag:.............................................................
5.7.2 Eine kleine „Zusammenfassung“ zu dem Thema „Planungsvorschlag“:......................
5.8 Rund um einen Fertigungsauftrag (Produktionsauftrag) ........................................................
5.8.1 Allgemeine Informationen ....................................................................................................
5.8.2 Erstellen eines Fertigungsauftrages - manuell .................................................................
5.8.2.1 Informationen zu dem „Status“ ....................................................................................
5.8.3 Änderungen rund um einen Fertigungsauftrag ................................................................
5.8.4 Aufruf und Drucken verschiedener Berichte aus dem FA ..............................................
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5.8.5 Fertigungsauftrag ist jetzt “in Arbeit” – Buchen von Verbrauch und Beenden ............
5.8.5.1 Buchen des Verbrauchs ...............................................................................................
5.8.5.2 Stornieren des Verbrauchs ..........................................................................................
5.8.5.3 Buchen der Istmeldung .................................................................................................
5.8.5.4 Stornieren der Istmeldung ............................................................................................
5.8.5.5 Beenden des Fertigungsauftrags ................................................................................
5.8.6 Fertigungsaufträge aus Verkaufsaufträge – und Einblick in die „Auftragsplanung“ ...
5.8.6.1 Erstellen eines neuen Fertigungsauftrages direkt aus einem Verkaufsauftrag ...
5.8.6.2 Erstellen eines neuen Fertigungsauftrages über die Auftragsplanung .................
5.8.6.3 Hinweis zu dem Thema „FA erstellen für Verkaufsaufträge“ ..................................
5.8.7 Einblick in das Thema „Fremdarbeit“ .................................................................................
5.8.7.1 Zusammenfassung ........................................................................................................
5.9 FAZIT .............................................................................................................................................
6. Abkürzungen & Fachbegriffe kurz erklärt .......................................................................................
Tipps – interessante Partner für Sie: ...................................................................................................
Das bietet SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt) ...........................................................................
Leseproben_NAV2016
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1.1 Zusammenhänge in NAV
Vereinnahmung von Waren z.B. durch
Buchen von Einkaufslieferungen,
Verkaufsrücknahmen und
entsprechende Rechnungen bzw.
Gutschriften = Bilden von Kreditorenposten, detaillierten Kred.-Posten,
MwSt.-Posten, Sachposten &
Wertposten
Buchungsvorgänge direkt in der
Finanzbuchhaltung – wie z.B.
„Miete“, „Versicherung“, etc. =
direktes Buchen auf Sachkonten =
Sachposten
Lager = Buchen von Warenein- und –
ausgängen, Umlagerungen,
Inventuren, interne Lagerabläufe, etc
Finanzbuchhaltung
(Sachkonten „gekoppelt“ über die
Buchungsgruppen)
= Bilden von Artikel- & Wertposten
Verkaufen von Waren und
Dienstleistungen – Buchen von
Verkaufslieferungen, -rechnungen, gutschriften etc.
= Bilden von Debitorenposten,
detaillierten Deb.-Posten, MwSt.Posten, Sachposten, Wertposten, etc.
Montage & Produktion – eigene
Herstellung von Artikeln
Buchen = Bilden von Artikel-, Wertund Ressourcenposten sowie
Kapazitätsposten.
In einer NAV-Datenbank wird jeder buchungsrelevante Vorgang in
sogenannten „Postentabellen“ gespeichert. Anders gesagt: jeder einzelne
Buchungsvorgang ergibt einen oder mehrere Posten. Und diese Posten
wiederum dienen als Grundlage für Auswertungen, Analysen und Berichte,
usw... .
Dadurch ist jeder Vorgang so transparent wie möglich gehalten und kann
über die Posten nachvollzogen werden.
Wie Sie anhand dieses Beispiels sehen können, hängt in NAV „irgendwie“ alles immer
zusammen – darüber sollten Sie sich bitte im Klaren sein. Letztendlich hinterlässt also jede
Buchung bzw. jeder Vorgang seine „Spuren“ – was bei einer solchen Datenbank auch gewollt ist.
Denn nur dann können beispielsweise Auswertungen und Statistiken tatsächlich auch
„greifen“…
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2. Disposition mit Microsoft Dynamics™ NAV
Wie Sie anhand des Titels der Unterlage erkennen können, beschäftigen wir uns in den
nächsten Kapiteln mit dem Thema „Beschaffung“.
Warum heißt dieses Handbuch nicht „Disposition mit…“?
Dazu ein kleiner Auszug aus wikipedia.de zu dem Begriff „Disposition“:
„Die Disposition ist die mengenmäßige Einteilung von Aufträgen mit aktuellen Leistungsanforderungen und die terminierte Zuweisung zu den verfügbaren Ressourcen.
Im laufenden Tagesgeschäft hat die disponierende Stelle (Disposition) die Aufgabe, die
eingehenden Aufträge einzuteilen und den leistenden Stellen ihren Dispositionsbereich zu
zuweisen, sowie die Materialströme und Warenbestände so zu lenken, dass alle Aufträge zu
minimalen Kosten zum gewünschten Liefertermin zuverlässig ausgeliefert werden. Auch die
Bestellung der Waren ist eine Aufgabe der Disposition. Voraussetzung für eine kostenoptimale Disposition beeinflusst werden. Es wird unterschieden zwischen der bedarfsgesteuerten und der verbrauchsgesteuerten Disposition, in einigen Fällen werden auch
subjektive Verfahren (Schätzungen) angewendet. …“
Und
… „Eine weitere Bedeutung liegt im Bereich der Organisation. Während durch Organisieren
immer dauerhafte Regelungen geschaffen werden, werden durch Disponieren Regeln für
besondere Ereignisse festgelegt…“
(Quelle: www.wikipedia.de – gesucht nach „Disposition“)
Und nun zu der oben gestellten Frage: dieses Handbuch heißt deshalb „Beschaffung mit… “
weil wir uns in den nächsten Kapiteln mit den praktischen Möglichkeiten und Voraussetzungen innerhalb von NAV zu diesem Thema beschäftigen werden. Die „Beschaffung“ ist
ein Teil des Begriffes „Disposition“.
Die Zusammenhänge und Wege wie Waren (= Artikel) beschafft werden können, sind in NAV
unterschiedlich.
Sie haben folgende Möglichkeiten:




Einkauf
Montage
Fertigung (Produktion)
Umlagerung*
*Umlagerung = diese Beschaffungsmethode ist dann möglich, wenn Sie mit Lagerhaltungsdaten arbeiten – eine Option in NAV einen Artikel auf unterschiedlichen Lagerorten
unterschiedlich zu beschaffen.
Leseproben_NAV2016
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3.1 Überblick und Einrichtung des Einkaufsmoduls
Wie überall in Microsoft Dynamics™ NAV2016 müssen bestimmte grundsätzliche
Einrichtungsparameter gesetzt sein. Damit auch im „Einkauf“ alle Vorgänge korrekt laufen
können, müssen Sie bzw. der für Ihr Haus zuständige Administrator einige Einstellungen
vornehmen und auch mit den Verantwortlichen der Finanzbuchhaltung klären, welche
Buchungsgruppen (wie z.B. die Geschäftsbuchungsgruppe beim Kreditor) hinterlegt werden
muss.
Da der Einkauf in vielen Firmen auch für die Einrichtung der Artikel bzw. der Neu-Anlage und
der Pflege von vorhandenen Artikeln verantwortlich ist, werden wir in einem späteren Kapitel
(„Stammdatenpflege“) auch auf die wichtigen Felder bei diesen Stammdaten eingehen.
Beginnen wir zunächst mit der „allgemeinen Einrichtung“ des Einkaufsmoduls. Nach dem Sie
NAV2016 gestartet haben, klicken Sie bitte auf den Menüpunkt „Abteilungen“ – „Einkauf“ –
„Verwaltung“ und dort auf „Kreditoren & Einkauf Einr.“
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Sobald Sie auf den Menüpunkt „Kreditoren & Einkauf Einr.“ geklickt haben, öffnet sich
folgende Ansicht:
Diese „Maske“ unterteilt sich in verschiedene Register – wie Sie hier anhand des Bildschirmausschnitts sehen können. Das verschafft Übersichtlichkeit und soll Ihnen die Einrichtung
erleichtern.
Zusätzlich zu den verschiedenen Registern sehen Sie oberhalb ein sogenanntes Menüband
– in diesem Fall mit nur zwei „Reitern“ (ja, auch der „blaue“ Reiter zählt als eigene
Unterteilung!). In einem solchen Menüband sind wiederum Symbole vorhanden die die
unterschiedlichsten Funktionalitäten darstellen bzw. beinhalten.
In dem oben gezeigten Bildschirmausschnitt sehen Sie zum Beispiel das Symbol „Ansicht“ –
wenn Sie auf dieses Symbol klicken öffnet sich die Einrichtungskarte erneut – dann
allerdings in einem nicht-beschreibbaren Modus (= Änderungen an dieser Maske wären
damit ausgeschlossen).
Bevor jetzt zu den einzelnen Feldern in dieser Einrichtung kommen, vorab eine kleine
Information:
Im CRONUS sind bereits einige Einstellungen vorhanden. Ob diese Einrichtungen ebenso
für Ihr Echtsystem Sinn machen entscheiden Sie am besten zusammen mit den für Sie
zuständigen Ansprechpartner – VOR dem Echtstart!
Zum besseren Verständnis folgen auf den nächsten Seiten zunächst die Erläuterungen zu
den einzelnen Feldern in den unterschiedlichen Registern.
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Register „Allgemein“
Feldname
Erläuterung
Rabattbuchung
Ihnen stehen vier mögliche Optionen zur Verfügung:




Keine
Rechnungsrabatte
Zeilenrabatte
Alle Rabatte
Über eine Einstellung hier steuern Sie, ob ermittelte Rabattbeträge auf gesonderte Sachkonten gebucht werden sollen oder
nicht. Das bedeutet: steht hier „keine“ würden ermittelte
Rabattbeträge sofort vom Verbindlichkeitskonto abgezogen.
Meine Empfehlung hier: immer auf „Alle Rabatte“ stellen – und
dafür sorgen, dass in den Buchungsgruppen die korrekten
Sachkonten für Rabattbuchungen hinterlegt sind. Das schafft
mehr Transparenz!
Lieferschein b. EK-Rechnung
Rücklieferung bei Gutschrift
In Deutschland gilt die Regel: „keine Buchung ohne
Beleg!“ Eine Regel, die unbedingt eingehalten werden sollte.
Wenn Sie im Einkauf z. B. eine sogenannte „Direktrechnung“
erfassen, dort einen Artikel eintragen und auf „Buchen“ klicken,
würde das System nur MIT einem Häkchen an dieser Stelle
einen gebuchten Einkaufslieferschein erstellen.
(Es geht hier „nur“ um einen gebuchten Beleg – die Posten
sind immer korrekt – ob mit oder ohne Häkchen!)
Rechnungsrundung
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn das System bei
Einkaufsrechnungen bzw. –gutschriften die Beträge gemäß
Vorgabe aus der „Finanzbuchhaltung Einrichtung“ runden soll.
Ext. Belegnr. erforderlich
„Erzwingen“ Sie die Eingabe der „Kred.-Rechnungsnr.“ durch
Setzen eines Häkchens in diesem Feld.
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Feldname
Erläuterungen
MwSt.-Differenz zulassen
Weicht die ausgewiesene MwSt. auf der Einkaufsrechnung
Ihres Kreditors von Ihrer erfassten Einkaufsrechnung ab,
können Sie durch eine Vorgabe in der „Finanzbuchhaltung
Einrichtung“ und setzen eines Häkchens hier an dieser Stelle
dafür sorgen, dass Sie den MwSt.-Betrag vor Buchen der
Einkaufsrechnung anpassen können.
Rechnungsrab. berechnen
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn das System bei Freigabe
der Bestellung bzw. Einkaufsrechnung einen möglichen
Rechnungsrabatt automatisch berechnen soll.
Rech.Rab. pro MwSt.-Kennz. ber.
In Deutschland gibt es zurzeit folgende MwSt.-Sätze:
0%, 7% oder 19%. Jedem dieser Einträge werden in der
Einrichtung in der Finanzbuchhaltung sogenannte MwSt.Kennzeichen zugewiesen.
Diese Kennzeichen wiederum können Sie auch dazu
verwenden, einen möglichen Rechnungsrabatt in Abhängigkeit
dieses MwSt.-Kennzeichens zu ermitteln.
Währungsausgleich
Grundsätzlich ist NAV immer „Mehrwährungsfähig“ – das
bedeutet: Sie könnten z.B. in Schweizer Franken ein- und in
EUR verkaufen (oder umgekehrt)
Damit diese Art von Buchungen (betrifft das Ausgleichen von
Rechnungen beispielsweise) funktionieren kann, muss hier
eine entsprechende Einstellung ausgewählt sein.
Ihnen stehen drei Optionen zur Auswahl:
 Kein
 EWU
 Alle
„Kein“ bedeutet = es sind nur Ausgleichsbuchungen in der
Mandantenwährung zugelassen
„EWU“ stand (steht) für „Europäische Währungsunion“
„Alle“ = jede Währung ist zu gelassen
Bem. Rahmenbest. In Best. kop.
BIS
Bem. Rekl. in Rücklief. kop.
Leseproben_NAV2016
Sie können in jedem Beleg sogenannte „interne Bemerkungen“
hinterlegen. Wenn Sie steuern wollen, das solche internen
Bemerkungen von einem Beleg in den nächsten „übergehen“
sollen (= übernommen werden sollen), setzen Sie hier die
Häkchen
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Feldname
Erläuterungen
Einst.-Pr.-Rückverfolg. notw.
Jeder Artikel hat – spätestens nach Buchen der ersten
Einkaufsrechnung (z.B.) – einen sogenannten
„Einstandspreis“. Damit die Werte im Fall einer Einkaufsrücksendung bzw. Verkaufsrücknahme nicht verfälscht werden
können, können Sie durch Setzen eines Häkchens in diesem
Feld das der Einstandspreis bei beiden Vorgängen identisch
ist. Heißt: dass der gleiche „Wert“ wieder „reinkommt“, mit dem
der Artikel ursprünglich einmal rausgegangen ist. (es geht hier
NICHT um den Verkaufs- sondern um den Einstandspreis!)
Vorauszahlung beim Buchen
prüfen
Verlangt Ihr Kreditor eine Vorauszahlung erhalten Sie im
Normalfall die Ware nur, wenn Sie die Ware im Voraus bezahlt
haben (wie die Bezeichnung vermuten lässt). Durch Setzen
eines Häkchens in diesem Feld verhindern Sie, dass Wareneingänge im System bereits gebucht werden bevor die Vorauszahlung tatsächlich durch eine Zahlung ausgeglichen
wurde.
Standard Lief.-Mahn.-Datumsfeld
In NAV-Standard besteht die Möglichkeit mit
Lieferanmahnungen zu arbeiten. Damit das System diese Art
von „Mahnung“ entsprechend erstellen kann, benötigt es eine
Grundlage. Es stehen dafür drei Auswahlen zur Verfügung:
 Zugesagtes Wareneingangsdatum
 Gewünschtes Wareneingangsdatum
 Erwartetes Wareneingangsdatum
Die sinnvollste Auswahl ist bereits voreingestellt: zugesagtes
Wareneingangsdatum
Standardbuchungsdatum
Damit bei Erstellen von Belegen in den Datumsfeldern (z.B.
Buchungs- oder Belegdatum) bereits ein Datum vorbelegt ist,
wählen Sie hier bitte „Arbeitsdatum“. Die zweite Alternative
wäre „Kein Datum“ – das würde aber bedeuten, dass die
Anwender die Datumsfelder immer manuell eintragen
müssten.
Standardmenge akt. Lieferung
Hier gibt es zwei Optionen: „Rest“ und „leer“ – wählen Sie die
Option „Rest“ würde im Fall einer Teillieferung die Restmenge
automatisch kalkuliert und sofort in das Feld „Menge akt.
Lieferung“ bzw. „zu liefern“ eingesetzt.
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Register „Nummerierung“
Hier hinterlegen Sie bzw. Ihr Administrator die verschiedenen Zuweisungen zu den
sogenannten „Nummernserien“. Somit „weiß“ Ihr System welche Nummern vergeben werden
müssen, wenn Sie beispielsweise eine neue Bestellung erstellen.
Register „Hintergrundbuchung“
Seit Microsoft Dynamics™ NAV2013 besteht die Möglichkeit bestimmte Prozesse – in
diesem Fall das „Buchen“ von diversen Belegen (Einkaufsrechnung, -gutschriften…) zu
einem geplanten Zeitraum durchführen zu lassen.
Dieses „Werkzeug“ soll Ihnen helfen, bestimmte Vorgänge – die durch sogenannte
„Stapelbuchen“-Routinen gegebenenfalls zu Perfomance-Problemen führen – in den
Hintergrund (in diesem Fall auf einen Zeitpunkt zu verlegen, der außerhalb der normalen
Arbeitszeit liegt) zu „schieben“.
Gut zu wissen
In der „Praxis“ habe ich dieses „Werkzeug“ noch nicht erlebt. Gerade
im Einkaufsbereich halten sich gewisse „Stapelroutinen“ in Grenzen,
hier finden Buchungen immer „sofort“ statt.
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3.2.3 Rund um einen Artikel
Was ist ein „Artikel“ in NAV? Vereinfacht kann ich sagen, dass es sich hier um einen
Gegenstand handelt, den Sie einkaufen, montieren oder produzieren können – und den Sie
zu einem Zeitpunkt „x“ auch wieder verkaufen wollen.
Was sagt denn „Wikipedia“ dazu?
Würden Sie in „Wikipedia“ beispielsweise nach dem Wort „Artikel“ suchen, finden Sie
zunächst eine Erläuterung, dass das Wort „Artikel“ von dem lateinischen Wort „Articulum“
abstammt und auf Deutsch so viel wie „Abschnitt“ bzw. „Teil einer Rede“ bedeutet.
Das Wort „Artikel“ hat nun aber mehrere Bedeutungen und ist ebenso ein Synonym für
„Ware“. Und dieses Wort – also „Ware“ –hat indogermanische Wurzeln. Das Wortteil „war“
leitet sich ursprünglich von „Rind“ ab – und später aus „waru“ (= Sklave) sowie von dem
lateinischen Wort „vasa“ (= verpackte Sachen).
„Zusammenfassend kann man sagen, dass „Ware“ ein ökonomischer Begriff für die Gesamtheit materieller und immaterieller Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, die als Gegenstand des
Handels und als Gegenbegriff zu Geld in Betracht kommen.“
(Quelle: www.wikipedia.de – gesucht unter anderem nach „Artikel“)
Was bedeutet das jetzt für uns?
Ein Artikel ist also ein „Gegenstand“ den Sie anfassen können – so verstehen wir das jetzt
auf jeden Fall. Ein Artikel ist in meinen Augen NIEMALS eine Dienstleistung! Wie bereits
erwähnt sind „Dienstleistungen“ an für sich Ressourcen – und diese werden so auch z.B.
verkauft (nur einkaufen können wir sie im NAV-Standard leider (noch) nicht… siehe die
vorherige Seite.).
Um sich einmal im CRONUS die vorhandenen Artikel anzeigen zu lassen, haben Sie
mehrere Möglichkeiten sich die Artikelübersicht aufzurufen. Da wir uns gerade im Bereich
„Einkauf“ befinden, nutzen wir den entsprechenden Menüpunkt hier.
Klicken Sie bitte auf das Einkaufsmenü – und öffnen Sie zunächst den Punkt „Planung“ –
dort finden Sie unter „Listen“ den Aufruf „Artikel“.
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Sobald Sie auf „Artikel“ geklickt haben, öffnet sich zunächst die Artikelübersicht:
Wie Sie anhand dieses Bildschirmausschnittes erkennen können, besteht auch diese
Übersicht aus verschiedenen Bereichen: einem Menüband samt verschiedener „Reitern“ und
den dort hinterlegten Funktionen in Form von Symbolen, einer tabellarischen Übersicht
sowie Info- & Factboxes.
Um sich eine bestehende Artikelkarte aufzurufen, platzieren Sie Ihren Cursor auf den
entsprechenden Datensatz und machen Sie einen „Doppelklick“ (alternativ öffnen Sie den
„Bearbeiten- bzw. Ansichtsmodus“ über das Symbol im Menüband/Reiter START).
Suchen Sie bitte nach der Artikelnummer „70000“ und öffnen Sie diese Stammdatenkarte.
Tipp am Rande: wenn Sie nach einem Artikel suchen möchten – wie in diesem Beispiel –
klicken Sie auf in das Feld „Nr“. und drücken Sie „STRG + F“ – sobald das Suchfenster
geöffnet wurde, tragen Sie die Nummer „70000“ im Feld „Übereinstimmung“ ein – sobald Sie
mit „ENTER“ bestätigen sucht das System automatisch den ersten (möglichen) Datensatz,
der hier passt:
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Ansicht der geöffneten Artikelkarte (Artikel „70000“):
Ebenso wie die Kreditorenkarte, ist auch diese Stammdatenkarte in verschiedene Register
unterteilt. Zum besseren Verständnis hier wieder Erklärung zu den unterschiedlichen
Feldern.
Register „Allgemein“:
Feldname
Erläuterungen
Nr.
Bei Neu-Anlage eines Artikels vergeben Sie entweder
manuell eine entsprechende Nummer oder lassen sich
aufgrund einer definierten Nummernserie automatisch eine
Artikelnummer generieren.
Beschreibung*
Tragen Sie hier die Artikelbezeichnung ein (es gibt
standardmäßig im Hintergrund das Feld „Beschreibung 2“ sollten Sie dieses Feld benötigen, bitten Sie einen NAVEntwickler dieses Feld hier einzublenden.
Leseproben_NAV2016
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Feldname
Erläuterungen
Basiseinheitencode
Hinterlegen Sie hier die kleinstmögliche Einheit, in der
dieser Artikel an Lager liegen kann. Beachten Sie bitte: dies
ist eines der wichtigsten Felder der Artikelkarte und kann
nach der ersten Buchung NICHT mehr geändert werden. Hier
hängt unter anderem auch die Wertermittlung eines Artikels
dran!
Montagestückliste
Das System setzt diesen Hyperlink sofort auf „ja“ sobald eine
Montagestückliste zu diesem Artikel existiert.
Regalnr.
Dieses Feld dient rein informativen Zwecken und wird in der
Praxis nur selten genutzt (allerdings gibt es ein paar
Standard-Lagerbelege, die den Feldinhalt dieses Feldes mit
ausgeben). Die Regalnr. ist KEIN Lagerplatz!
Automat. Textbaustein
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn das System bei Auswahl
dieses Artikels in einen Beleg einen vorhandenen Textbaustein zu diesem Artikel automatisch mit ausgeben soll.
Aus Katalogartikel erstellt
Hier setzt das System automatisch ein Häkchen, wenn der
Ursprung dieses Artikels ein „Katalogartikel“ war.
Artikelkategoriencode
Dient mit als „Grundlage“ für die Katalogartikel und beinhaltet
die wichtigsten Feldinhalte für die Buchungsgruppen. Sobald
aus einem Katalogartikel ein „echter“ Artikel wird, werden die
hier vorhandenen Feldinhalte automatisch in die Artikelkarte
übernommen.
Produktgruppencode
Hängt ebenfalls unter anderem auch mit den Katalogartikeln
zusammen, kann aber auch separat genutzt werden. Mithilfe
eines Produktgruppencodes können Sie Artikel „unterteilen“
und zudem hier eine „Lagerklasse“ zufügen. Über die „Lagerklasse“ können Sie definieren, dass Artikel dieser Gruppe
besonders „behandelt“ werden müssen (z.B. „Kühlung“,
„Antistatisch“, usw.)
Suchbegriff
Alphanumerisches Feld – Sie haben hier 20 Zeichen Platz.
Dieses Feld (ist letztendlich auch ein „Matchcode“!) wird bei
Neu-Anlage eines Artikels automatisch mit den ersten 20
Zeichen aus dem Feld „Beschreibung“ vorbelegt, das kann
aber geändert werden.
Lagerbestand
SIFT®-Feld – dieses Feld ist ein „kalkuliertes“ Feld und zeigt
bei Öffnen einer Artikelkarte immer sofort den aktuellsten
Lagerbestand an (über alle Lagerorte).
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Feldname
Erläuterungen
Menge in Bestellung
Anzeigen der vorhandenen (Rest-)Mengen in den jeweiligen
Belegen bzw. als Komponente in der Fertigung bzw.
Montage. Diese Felder sind „Hyperlinks“ – hierüber können
Sie die entsprechenden Belegzeilen z.B. „springen“.
BIS
Menge in Montagekomponenten
Serviceartikelgruppencode
Nur relevant, wenn Sie das Modul „CRM-Service“ nutzen.
Hierüber können Sie Artikel ebenfalls gruppieren und diesen
Gruppen dann z.B. spezielle Lösungsanleitungen,
Ressourcen usw. zuordnen
Gesperrt
Häkchenfeld: setzen Sie hier ein Häkchen, wenn dieser
Artikel nicht mehr verwendet werden soll.
Korrigiert am
Datumsfeld: speichert das Datum, an dem eine Stammdatenkarte geändert wurde.
Bestandswarnung
Ein Optionsfeld – Ihnen stehen drei Auswahlen zur
Verfügung:
„Standard (Ja)“ - oder „Standard (Nein)“ = das ist abhängig
von der Vorgabe in der Einrichtung „Debitoren & Verkauf
Einr.“ (Register „Allgemein“ – „Bestandswarnung“.
Ist hier ein Häkchen gesetzt, ist die Vorgabe in allen
Artikelkarten „Standard (Ja)“).
Das bedeutet zum Beispiel: versucht jemand einen Artikel zu
verkaufen, der aber nicht oder nicht in ausreichender Menge
in dem jeweiligen Lagerort vorhanden ist, kommt es zu einer
Bestandswarnung.
Relevant für diese Prüfung sind: Artikelnr., Menge und
Lagerort. Die Menge wird hier übrigens immer auf die
Basiseinheit im Hintergrund gerechnet!
Sie können hier durch eine andere Auswahl wie „Ja“ oder
„Nein“ einzelne Artikel in Bezug auf eine mögliche
„Bestandswarnung“ anders steuern.
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3.2.3.1 Bevor wir mit der Praxis loslegen… noch ein paar Hinweise, Tipps & Übungen
Bevor wir jetzt endgültig mit einige praxisnahen Beispielen anfangen können, möchte ich
zuvor noch auf drei Bereiche hinweisen, die Sie beispielsweise sowohl von seitens eines
Kreditor wie eines Artikels hinterlegen können – und ein kleine zusätzliche „Besonderheit“
bei einem Lieferanten.
Beginnen wir zunächst mit dem einfachsten – der „kleinen Besonderheit“.
Alternative Bestelladressen
Sie haben bei jedem Lieferanten die Möglichkeit alternative Bestelladressen zu hinterlegen.
Ein Beispiel: öffnen Sie bitte die Kreditorenkarte mit der Nummer „62000“ (Hansen) – und
wechseln Sie im Menüband auf den „Reiter“ NAVIGATE:
Dort finden Sie das Symbol „Bestelladressen“.
Für wen wäre das wichtig?
Diese Möglichkeit ist aus mehreren Gründen interessant:
a) hierüber können Sie eine Filialstruktur Ihres Lieferanten abbilden. Heißt: wenn Sie bei
den unterschiedlichen Filialen bestellen können, können Sie die betreffende Filiale
immer in einer Bestellung hinterlegen – die Rechnung ginge aber immer an die
eigentliche Hauptstelle.
b) dadurch bliebe der gesamte Umsatz, den Sie mit diesem Lieferanten machen
würden, immer an einer „Kreditorennummer“ – und wäre nicht aufgeteilt wie bei der
anderen Alternative*.
*Die andere Alternative: natürlich hätten Sie ebenso die Möglichkeit sowohl die Filiale wie
auch die Hauptstelle als jeweils eigene Kreditorenkarten in Ihrem System anzulegen. In der
„Filiale“ würden Sie im Register „Fakturierung“ – Feld „Zahlung an Kred.-Nr.“ – dann die
„Hauptstelle“ hinterlegen.
Der Umsatz genauso wie die Steuerermittlung und alles was damit zusammenhängt würde
immer auf den Rechnungskreditor „gehen“.
Der Unterschied im Gegensatz zu den alternativen Bestelladressen wäre der, dass Sie unter
Umständen Bestellungen, die doch einmal direkt mit der Filiale abgerechnet werden direkt an
den Bestellungskreditor „fakturieren“ können.
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Sie sehen, Sie hätten hier also zwei Varianten solche Strukturen abzubilden. Im Fall von
Einkaufsverbänden müsste konkret vorher geprüft und auch in NAV getestet werden, welche
Option die bessere wäre.
Alternative Einkaufspreise/alternative Einkaufsrabatte
Ein weiterer wichtiger „Nebenschauplatz“ sind ganz sicher die alternativen Einkaufspreise,
bzw. alternativen Einkaufsrabatte.
Diese beiden Menüpunkte können Sie sowohl über eine Kreditorenkarte aufrufen (Reiter
START – Block „Einkauf“):
Oder über die Artikelkarte:
Auf welchem Wege Sie diese Möglichkeiten also aufrufen wollen hängt davon ab, wie Sie am
effektivsten diese Informationen hinterlegen möchten.
Rufen Sie den Punkt über die Kreditorenkarte auf, können Sie diesen Kreditoren alle Artikel
zuordnen für die Sie mit Ihrem Lieferanten entsprechende Preise bzw. Rabatte ausgehandelt
haben.
Öffnen Sie die Liste über die Artikelkarte, können Sie so dem Artikel alle Kreditoren mit den
vereinbarten Preisen bzw. Rabatten hinterlegen.
An diesen Stellen hinterlegen Sie übrigens auch Staffelpreise und Mengenrabatte!
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Gut zu wissen:
NAV kennt drei verschiedene Rabattarten:



Zeilenrabatte
Mengenrabatte
Rechnungsrabatte
Zeilen- und Mengenrabatt werden in der jeweiligen Belegzeile immer im Feld
„Zeilenrabatt %“ dargestellt.
Rechnungsrabatte beziehen sich immer auf den „gesamten“ Rechnungsbetrag
– unter Berücksichtigung der verschiedensten Einstellungen natürlich (z.B. ob
bei einem Artikel das Häkchen „Rechnungsrabatt zulassen“ gesetzt ist.)
Ein Beispiel: öffnen Sie bitte die Artikelkarte „70000“ und wechseln Sie im Menüband auf den
Reiter NAVIGATE.
Klicken Sie auf das Symbol „Preise“:
Wie Sie anhand dieses Bildschirmausschnittes sehen können, wird diese Ansicht jetzt mit
gesetztem Filter auf Artikel „70000“ aufgerufen.
Ein Beispiel eines alternativen Einkaufspreises sehen Sie in der ersten Zeile: Kreditor
„30000“ verlangt einen EK-Preis von 26,80.
„Schöner“ wäre die Einrichtung so (bitte „spielen“ Sie hier mit) – für diese Übung nehme ich
Kreditor „62000“:
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Hinterlegen Sie für diesen Kreditor („Hansen“) zwei Einträge – einmal einen Einzelpreis für
die Einheit „Stück“ in Höhe von 25,50 und einmal einen Staffelpreis – Einheit ebenso hier
„Stück“ – Menge „100“ und ein Preis von 21,50.
Schließen Sie die Artikelkarte und wechseln Sie bitte in die „Kreditoren“. Suchen Sie dort den
Kreditor 62000 und öffnen Sie die Stammdatenkarte. Klicken Sie auf das Symbol „Preise“:
Wie Sie hier sehen können, werden die gerade angelegten alternativen Einkaufspreise
ebenso über diesen Weg angezeigt.
Mit anderen Worten: es handelt sich hier im Hintergrund immer um die gleichen Tabellen, in
denen diese Datensätze angelegt werden können. Der Unterschied ist lediglich die
„Filterung“ – je nach dem von welcher Seite ich die Maske öffne, ist der Filter entsprechend
gesetzt. Entweder auf die Artikel- oder aber eben auf die Kreditorennummer.
Schließen Sie bitte die alternativen Einkaufspreise.
Zurück in der Kreditorenkarte hier nun ein Beispiel in Bezug auf alternative Einkaufsrabatte.
Klicken Sie im „Block“ Einkauf auf den nächsten Menüpunkt – „Zeilenrabatte“:
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Hinterlegen Sie zwei verschiedene Rabatte – einmal einen Zeilenrabatt von 1,5 für den
Artikel 80206. Einheit „Stück“ – keine Mindestmenge.
Und einmal einen Mengenrabatt für Artikel 80206 in Höhe von 2,5 bei einer Abnahmemenge
von mindestens 50 Stück.
So sollte es aussehen:
Keine Sorge – wir werden die „Auswirkungen“ in einem späteren Beispielfall
demonstrieren… 
Eine andere Variante, solche alternativen Preise oder Rabatte zu hinterlegen ist der
sogenannte „Kreditoren-/Artikelkatalog“.
Schließen Sie bitte zunächst die Kreditorenkarten und wechseln Sie noch einmal zurück in
den Artikelbereich. Öffnen Sie die Artikelkarte für die „Webcam“ (Artikelnummer 80206).
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3.7.5 Rund um eine Einkaufsbestellung
Um eine Einkaufsbestellung an einen Lieferanten zu erstellen, stehen Ihnen mehrere Wege
offen:
 Direktes Erstellen einer Einkaufsbestellung
o Öffnen Sie das Einkaufsmenü – wechseln Sie zu dem Punkt „Bestellungsabwicklung“ und klicken Sie dort auf „Bestellungen“. Mit STRG + N (oder
durch Klick auf das Symbol „NEU“) erstellen Sie eine neue Einkaufsbestellung. Hinterlegen Sie die gewünschten Daten im „Kopf“- und
„Zeilenbereich“.
 Erstellen einer Bestellung aus einem Bestellvorschlag (das ist in der Praxis die
am häufigsten verwendete Variante)
o Lassen Sie Ihr System Ihre Artikelbestände prüfen und einen Vorschlag in
Form des Bestellvorschlages erstellen. Prüfen Sie die so ermittelten
Datensätze – achten Sie darauf, wie die Optionen im Feld „Ereignismeldung“
und „Ereignismeldung akzeptieren“ gesetzt sind und ob im Einkaufsfall das
Feld „Kreditorennr.“ vorbelegt ist. Klicken Sie auf das Symbol
„Ereignismeldung durchführen“ und bestätigen Sie das Dialogfenster. Die
Einkaufsbestellungen werden dadurch automatisch mit dem Status „offen“
erstellt und können im Nachgang weiter bearbeitet bzw. verschickt werden.
 Erstellen einer Einkaufsbestellung aus einer Einkaufsanfrage:
o Sofern Sie zunächst eine oder mehrere Einkaufsanfragen an einen bzw.
mehrere Lieferanten erstellt hatten, können Sie eine bestehende Einkaufsanfrage in eine Bestellung „wandeln“. Öffnen Sie die betreffende Anfrage
und klicken Sie im Menüband auf das Symbol „Bestellung erst.“
o
Die nicht mehr benötigten Einkaufsanfragen sollten Sie regelmäßig löschen!
 Erstellen einer Einkaufsbestellung aus einem „Fremdarbeitenvorschlag“
o Eine Erstellmöglichkeit aus der Produktion – sofern Sie bei Ihren Fertigungsartikeln einen entsprechenden Arbeitsplan samt passenden Arbeitsgang
hinterlegt haben – um zum Beispiel das Sterilisieren eines Artikels über eine
Fremdarbeit abwickeln zu können – nutzen Sie diesen Weg um eine
Bestellung zu erstellen.
HINWEIS: in diesem Fall sind die Bestellzeilen über die Felder






Arbeitsgangnr.
Arbeitsplannr.
Arbeitsplanref.-Nr.
Arbeitsplatzgruppennr.
FA-Nr.
FA-Zeilennr.
direkt mit dem dazu gehörigen Fertigungsauftrag „verdrahtet“. Eine Änderung
an der Menge z.B. ist in der Bestellung dann nicht möglich!!
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3.7.5.1 Erstellen einer Bestellung aus einer Einkaufsanfrage
Im weiteren Verlauf unseres Demonstrationsfalles gehen wir davon aus, dass beide
Lieferanten geantwortet haben. Folgende Informationen haben Sie erhalten:
Kreditor „Hans Huber Eisenwaren GbR“
Artikel „Seitenwand“
1000 Stück
Artikel „Stuhl Flux4000“
500 Stück
Sonderrabatt von 3% auf diesen Artikel
110,00 € pro Stück
95,00 € pro Stück - + einen
Kreditor „Edle Hölzer GmbH“
Artikel „Seitenwand“
Artikel „Stuhl Flux4000“
95,00 € pro Stück
205,00 € pro Stück
1000 Stück
500 Stück
Sie – als zuständiger „Einkäufer“ – entscheiden sich für das Angebot der „Hans Huber
Eisenwaren GbR“.
Löschen Sie zunächst die Einkaufsanfrage von „Edle Hölzer GmbH“ - ob Sie dazu Ihren
Cursor auf den betreffenden Datensatz in der Übersicht platzieren und dann „STRG + ENTF“
(alternativ klicken Sie auf das Symbol „Löschen“ im Menüband) drücken – oder ob Sie die
betreffende Anfrage öffnen und darüber das Löschen vornehmen, entscheiden Sie. (Wenn
Sie die erste Variante nehmen, öffnet das System den Beleg so oder so… bestätigen Sie die
Abfragemeldung(en).
Sofern die Archivierung für Einkaufsanfragen in der „Kreditoren & Einkauf Einr.“ aktiv
ist, wird dieser Beleg nicht wirklich „gelöscht“ sondern lediglich in das Archiv
„geschoben“.
Öffnen Sie als nächstes die Einkaufsanfrage des Lieferanten „Hans Huber Eisenwaren
GbR“.
Setzen Sie zunächst den Status des Beleges auf „offen“ zurück und pflegen Sie die
übermittelten Preise Ihres Lieferanten sowie den Zeilenrabatt für „Stuhl Flux4000“ ein.
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Um jetzt die Bestellung aus diesem Beleg zu erstellen, klicken Sie im Menüband – Reiter
START – auf das Symbol „Bestellung erst.“
Es erscheint folgende Abfrage:
Bestätigen Sie diese durch Klick auf „JA“.
Da in meinem „CRONUS“ die
Archivierung aktiv ist (in meinem Fall steht
die Option „Auf Nachfrage“) bestätige ich
diese Meldung ebenfalls durch Klick auf
„JA“
Die letzte Meldung zeigt mir bzw. uns
an, mit welche Belegnummer die
Bestellung erstellt wurde. Bestätigen Sie
durch Klick auf „OK“.
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Durch diesen Vorgang ist nun auch diese Einkaufsanfrage aus der Übersicht der Einkaufsanfragen „verschwunden“ (= gelöscht, bzw. archiviert).
Die weitere Bearbeitung findet nun in der Bestellung selbst statt. Sollten Sie also beispielsweise noch weitere Artikel bei diesem Lieferanten jetzt bestellen wollen, könnten Sie die
Artikel in der neu erstellten Bestellung eintragen.
3.7.9 Der Lieferscheinstorno
„Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ – zugegeben ein sehr altes Sprichwort – aber gerade im
Bereich der EDV trifft es doch immer wieder zu.
So kann es passieren, dass nach Buchen der Einkaufslieferung bzw. des Wareneingangs
(dasselbe gilt übrigen ebenso für die Verkaufslieferung bzw. dem Warenausgang!) im
Nachhinein festgestellt wird, dass der falsche Beleg und/oder eine falsche Menge gebucht
wurden.
Grundsätzlich ist es so, dass ein Lieferscheinstorno dann möglich ist wenn die dazugehörige
Bestellung noch nicht fakturiert bzw. teilfakturiert wurde. Im Fall einer bereits fakturierten
Bestellung (das gilt eben auch für bereits „teilberechnete“ Bestellbelege!) ist ein Storno des
Lieferscheines nicht mehr möglich!
Auch denn die betreffende Zeile, die jetzt storniert werden soll, selbst noch gar nicht von der
Faktura betroffen wäre…
In solchen Fällen muss der Vorgang über eine Einkaufsgutschrift wieder rückgängig gemacht
werden. Im Fall von teilfakturierten Einkaufsbelegen heißt das hier aber leider ebenso, dass
der Bestellvorgang selbst erst einmal beendet werden muss um im Anschluss daran dann
eine Einkaufsgutschrift für die falsch gebuchte(n) Zeile(n) zu erstellen und zu verarbeiten.
Um den Unterschied zwischen einem Lieferscheinstorno und einer Gutschrift zu
verdeutlichen, finden Sie hier eine Auflistung zwecks Überblick:
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4.4 Lagermontage (= „Lagerfertigung“)
Eine andere Variante ist die „Lagerfertigung“ über die Montage. Haben Sie beispielsweise
Artikel im Angebot, die von einer anderen Firma vorgefertigt werden – Sie bzw. Ihre
Mitarbeiter aber noch etwas zufügen müssen (z.B. Handbücher, Folien, etc.) um den Artikel
zu vervollständigen und unter der Voraussetzung, dass dieser Artikel in einer bestimmten
Stückzahl an Lager liegen muss, dann ist die Option „Lagerfertigung“ die richtige Alternative.
Um einen solchen Ablauf zu demonstrieren, legen Sie bitte einen weiteren neuen Artikel an –
bis auf die „Montagerichtlinie“ sind die Vorgaben betreffs „Basiseinheitencode“, „Produktund MwSt.-Produktbuchungsgruppe“ sowie „Lagerbuchungsgruppe“ und der Feldinhalt im
Feld „VK-Preis“ identisch mit den Einträgen aus der Artikelkarte „Computer Light 2017“.
Im Feld „Beschreibung“ hinterlegen Sie „Notebook Hobbit-Edition“ – in der Montagestückliste sollten folgende Komponenten existieren:
Artikel – jeweils „1“ Stück:



80201 – Grafikprogramm
80206 – Webcam
80207 – Maus, Basis
Ressource – 2 Stunden:

Michael
Sobald Sie die Montagestückliste hinterlegt haben, kehren Sie zurück in die Artikelkarte und
öffnen dort das Register „Beschaffung“:
Setzen Sie den Wert im Feld „Beschaffungsmethode“ auf „Montage“ – im Feld „Montagerichtlinie“ lassen Sie den Wert auf „Lagerfertigung“.
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Als nächstes Öffnen Sie nun bitte das Register „Planung“:
Wählen Sie im Feld „Wiederbeschaffungsverfahren“ bitte „Auffüllen auf Maximalbestand“
(Sie könnten hier auch Los-für-Los verwenden…) – setzen Sie in den Feldern „Minimalbestandsparameter“ den Minimalbestand auf „5“ und den Maximalbestand auf „10“.
Sobald Sie die Parameter eingetragen haben, können Sie diese Artikelkarte schließen.
Prüfen Sie als nächstes die drei genannten Artikelkomponenten, die für diesen Montageartikel notwendig sind. Stellen Sie sicher das genügend Bestand vorhanden ist (als Lagerort
nehmen wir gleich wieder „BLAU“).
Falls es keinen Bestand geben sollte, erstellen Sie eine neue Einkaufsbestellung für den
Lieferanten „Hans Huber Eisenwaren GbR“ und erfassen alle drei Artikel mit jeweils „50“ im
Feld „Menge“ – Lagerortcode BLAU.
Hinterlegen Sie eine Kred.-Rechnungsnummer – z.B. RG17-8797 – und buchen Sie diese
Einkaufsbestellung „komplett“ (Liefern & Fakturieren).
Nach dem Sie die Komponenten geprüft und sichergestellt haben, dass genügend Bestand
davon vorhanden ist, kann „Michael“ jetzt mit der Montage beginnen.
Um den Montageauftrag zu erstellen haben Sie mehrere Wege:
 Manuell (Lagermenü – Montage – Montageaufträge – STRG + N – oder Klick auf das
Symbol NEU – ENTER + Erfassen des zu montierenden Artikel samt Menge und
durchführen des Kalkulationslaufs, um die Komponenten zu berechnen).
 Über den „Planungsvorschlag“ (ähnlich wie der Bestellvorschlag – auch hier
kalkuliert das System die notwendigen Mengen und schlägt dann die Erstellung eines
Montageauftrages – in diesem Fall – vor).
 Es gäbe noch die „Auftragsplanung“ – über die – ähnlich wie im Planungsvorschlag
– Mengen kalkuliert werden. Dieses „Werkzeug“ prüft anhand der vorhandenen
„Bedarfe“ wie beispielsweise Verkaufs-, Service- und Produktionsaufträge ob und
wenn ja „wie“ die notwendigen Artikel beschafft werden müssen. Vorhandene
Planungsparameter aus einer Artikel- oder Lagerhaltungsdatenkarte sind hier nicht
relevant!
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Für unser Beispiel nutzen wir den „Planungslauf“. Sofern Sie sich jetzt noch nicht in dem
„Montagemenü“ des Lagerbereichs befinden, wechseln Sie bitte dort hin.
In den Untermenüpunkten zu der Montage finden Sie unterhalb der „Aufgaben“ den Punkt
„Planungsvorschlag“. Bitte rufen Sie die entsprechende Maske mittels „Mausklick“ auf.
Ansicht des Planungsvorschlages:
Um die Berechnung durchführen zu lassen, klicken Sie bitte auf das Symbol „Neuplanung
berechnen“. Es erscheint wieder ein Dialogfenster, in dem Sie jetzt einige Parameter mitgeben können, die das System bei Prüfen der „Bedarfe“ berücksichtigen muss.
Im Gegensatz zu dem Berechnungslauf beim
Bestellvorschlag, gibt es hier einige Felder mehr.
Eine Erläuterung zu den einzelnen Feldern
finden Sie im Bereich „Überblick zur Produktion“.
Für unsere Übung hinterlegen Sie als Startdatum
bitte den „15.01.2017“ und als Enddatum den
„28.01.2017“.
Setzen Sie bitte zudem ein Filter auf Ihre Artikelnummer für das „Notebook Hobbit Edition“
Klicken Sie auf „OK“ um die Berechnung
durchführen zu lassen.
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Ansicht der Planungszeilen nach der Kalkulation:
(Achten Sie hier auch einmal auf die rechte Seite – in diesem Planungslauf werden einige
Details mehr als im Bestellvorschlag angezeigt!).
Das System hat unseren Artikel gefunden und schlägt diesen nun für einen Montageauftrag
vor. Damit der Montageauftrag tatsächlich erstellt werden kann, setzen Sie zunächst ein
Häkchen im Feld „Ereignismeldung akzeptieren“ und klicken dann auf das Symbol „Ereignismeldung durchführen“.
Erneut wird ein Dialogfenster
aufgerufen:
Da es sich in unserem Fall „nur“
um einen Montageauftrag handeln
wird, genügt es, wenn Sie im Feld
„Montageauftrag“ die Option
„Montageaufträge erstellen“
auswählen.
In der Praxis würden Sie vermutlich die zweite Variante wählen um
die Montageaufträge sofort
drucken zu lassen.
Bestätigen Sie danach dieses
„Fenster“ durch Klick auf „OK“.
Sobald das System die Aufgabe ausgeführt hat, wird die Planungszeile gelöscht.
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Schließen Sie den Planungsvorschlag und wechseln Sie in den Punkt „Montageaufträge“:
Sie sehen hier einen Eintrag in der Übersicht. Um diesen Montageauftrag zu öffnen,
markieren Sie die betreffende Zeile und klicken auf das Symbol für „Bearbeiten“ bzw. öffnen
diesen Auftrag mittels „Doppelklick“.
Ansicht des Montageauftrages:
Da kein „Lagerortcode“ in der Planungszeile vorgegeben war, müssen Sie hier zunächst
einen Lagerortcode auswählen – wenn Sie diesen zuerst in Register „BUCHUNG“ hinterlegen, werden die Komponentenzeilen automatisch aktualisiert.
Hinterlegen Sie den Lagerortcode „BLAU“ im Feld „Lagerortcode“ – Register „Buchung“.
Bestätigen Sie die Abfrage durch Klick
auf „Ja“:
Eventuelle Meldungen betreffs der Datumsfelder bestätigen Sie ebenfalls.
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Gut zu wissen:
Im Montageauftrag haben Sie übrigens jederzeit die Möglichkeit (sofern noch
NICHTS gebucht wurde) einzelne Komponenten zu ändern, bzw. heraus zu
nehmen und andere Artikel als „Komponente“ zu zufügen.
Die Original-Montagestückliste würde in diesem Fall auf jeden Fall erhalten
bleiben – mit anderen Worten: diese Änderung der Komponenten würde nur
diesen Montageauftrag betreffen!
Gehen wir davon aus, dass der Montageauftrag von uns durch den „AV“-Leiter (= Arbeitsvorbereitung) freigegeben wurde und „Michael“ jetzt mit der Montage beginnen kann.
(Geben Sie unseren Montageauftrag bitte „Frei“).
Nehmen wir an, dass „Michael“ mit diesem Montageauftrag mittags angefangen hat – jetzt ist
es kurz vor Feierabend und er hat einen Teil bereits erledigt. Da gerade Artikelverbräuche
zeitnah gebucht werden sollten (allein schon deshalb, damit die Verfügbarkeitsanzeige so
korrekt wie möglich ist), trägt der Kollege die verbrauchten Mengen und auch seine bisher
aufgewendete Zeit in den Zeilen des Auftrages ein:
Hinterlegen Sie im Feld „Verbrauchsmenge“ jeweils „5“ bei dem Artikel. Für die Ressource
tragen Sie bitte „8,5“ ein.
Tragen Sie im Register „Allgemein“ im Feld „Menge für Montage“ auf jeden Fall „5“ ein –
das wäre die Menge, die jetzt bereits „fertig“ wäre. (in unserem Beispiel)
Im Anschluss daran klicken Sie auf das Symbol „Buchen“ und bestätigen die Abfragemeldung durch Klick auf „JA“.
ACHTUNG:
Wird das Feld „Menge für Montage“ nicht geändert und Sie klicken auf
„Buchen“ – wird der gesamte Montageauftrag sofort komplett gebucht
und archiviert. Das System geht dann davon aus, dass Sie nur einen
Teil der Komponenten dafür gebraucht haben.
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Ansicht des Montageauftrages nach Buchen der „Teilmontage“:
Um diesen Vorgang jetzt abzuschließen (stellen wir uns vor, es wäre der „nächste Tag“ und
„Michael“ hätte die Montierung für die Notebooks abgeschlossen) – klicken Sie bitte erneut
auf „Buchen“ und bestätigen erneut die Abfrage durch Klick auf „Ja“.
Der Montageauftrag wird nach Durchführung der Buchungsroutine in das Archiv verschoben
(geb. Montageaufträge), die Komponenten werden „abgebucht“ und der fertige Artikel
„zugebucht“.
4.5 Stornieren eines Montageauftrages
Im Normalfall kann ein Montageauftrag durch die Stornofunktion wieder rückgängig gemacht
werden.
Stellen wir uns folgendes Szenario vor: „Michael“ hat versehentlich den falschen Montageauftrag fertig gebucht. Jetzt muss dieser Montageauftrag wieder hergestellt werden.
Im Montagemenü finden Sie die gebuchten
Belege unter dem „Untermenüpunkt“
Archivieren wieder.
Öffnen Sie bitte zunächst die Übersicht aller
gebuchten Montageaufträge – nehmen Sie den
zuletzt gebuchten Montageauftrag und öffnen
Sie diesen Auftrag mittels „Doppelklick“
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5.3 Der Artikel – Informationen zu den produktionsrelevanten Feldern
Die Artikelkarte ist der der „Dreh- und Angelpunkt“ in der ganzen ERP-Lösung. Ob Einkauf,
Montage, Service, Verkauf, Projekte oder Produktion – dieser Stammdatensatz ist mit einer
der wichtigsten Datensätze.
In diesem Kapitel gehe ich „nur“ noch auf die wirklich wichtigen Felder in Bezug auf die
Produktion ein. Im Kapitel 3.2.3 (Einkauf), haben Sie schon einiges zu einem Artikel kennen
gelernt.
Zum besseren Verständnis möchte ich Sie bitten, zunächst im Produktionsmenü auf den
Punkt „Fertigungsstammdaten“ zu klicken:
Dort finden Sie ebenfalls den Aufruf zur Artikelübersicht. Nach dem Sie diesen Menüpunkt
mittels eines Klicks geöffnet haben und die Artikelübersicht sehen, suchen Sie bitte den
Artikel „1000“ (Tourenrad) und öffnen Sie die Stammdatenkarte.
Hinweis:
Den Menüpunkt „Artikel“ finden Sie unter verschiedenen Modulen. Es
handelt sich im Hintergrund aber immer um die gleiche Tabelle! Das
bedeutet: es gibt nur eine Tabelle „Artikel“ – nur der Aufruf der Stammdatensätze ist in verschiedenen Menüs hinterlegt – damit Sie als
Anwender nicht permanent von einem Menü in ein anderes Menü
wechseln müssen.
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Ansicht der Artikelkarte – Register „Beschaffung“:
In diesem Register (dasselbe gilt übrigens ebenso für eventuell vorhandene Lagerhaltungsdatenkarten!) geben Sie über die Vorgabe in der „Beschaffungsmethode“ zunächst einmal
vor, dass dieser Artikel über einen „Fertigungsauftrag“ beschafft wird.
Auf der rechten Seite sehen Sie nun die entsprechenden Felder, in denen Sie bestimmte
Vorgaben treffen und den Arbeitsplan wie die entsprechende Fertigungsstückliste zuweisen.
Ein paar Erläuterungen zu den Feldern rechts:
Feldname
Erläuterungen
Produktionsart
Optionsfeld – Sie haben die Wahl zwischen „Lagerfertigung“ oder
„Auftragsfertigung“.
Im Fall der „Lagerfertigung“ ist nur ein Artikel pro Fertigungsauftrag zulässig. Im Normalfall handelt es sich bei Fertigungsartikel
mit dieser Option um Artikel, die nur eine kurze Fertigungslaufzeit haben – und hauptsächlich für benötigte Baugruppen z.B.
verwendet werden.
Bei der „Auftragsfertigung“ handelt es sich um Artikel die auf
speziellem Kundenwunsch gefertigt werden (Maßfertigung).
Solche Artikel haben oftmals eine komplexe Fertigungsstruktur
und mehrstufige Fert.-Stücklisten hinterlegt.
Werden solche Artikel über die „Verkaufsauftragsplanung“* direkt
in die Fertigungsaufträge übernommen, können Sie alle Artikel im
Verkaufsauftrag unabhängig von der Produktionsart in einem
Fertigungsauftrag zusammenfassen.
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Feldname
Erläuterungen
Arbeitsplannr.
Hinterlegen Sie hier den Arbeitsplan, der für die Fertigung dieses
Artikels benötigt wird. Sofern in der Fert.-Stückliste mit einem
Verbindungscode gearbeitet wird, ist die Angabe eines Arbeitsplanes hier ein „muss“ – andernfalls gibt es eine Fehlermeldung.
Fert.-Stücklistennr.
In diesem Feld hinterlegen Sie die Fertigungsstückliste, die für die
Produktion des Artikels notwendig ist. In der Fertigungsstückliste
ist definiert aus welchen Komponenten das Endprodukt besteht.
Rundungspräzision
Hinterlegen Sie hier wie Mengen eines Artikels gerundet werden
müssen. Ist der Artikel nur in „ganzen“ Stückzahlen erhältlich,
tragen Sie hier zum Beispiel eine „1“ ein.
Achtung: diese Rundungspräzision hat auch Auswirkung auf die
hinterlegten Mengen bei den Komponenten!
Buchungsmethode
Hier stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Auswahl:




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Manuell
In diesem Fall wird der Verbrauch manuell über das
Produktions-Buch-Blatt gebucht. Der Vorteil: hier können
die Anwender ggf. die verbrauchten Mengen vor Buchung
noch ändern bzw. anpassen.
Vorwärts:
Sobald ein Fertigungsauftrag freigegeben wird, werden die
hinterlegten Komponenten bzw. die dort vorgegebenen
(erwarteten) Mengen automatisch als „Verbrauch“
abgebucht.
Sofern mit Verbindungscodes gearbeitet wird, bucht das
System automatisch den Verbrauch sobald der erste
Arbeitsgang begonnen wird.
Rückwärts:
Der tatsächliche Materialverbrauch wird automatisch beim
Beenden des Fertigungsauftrages gebucht. Das System
ermittelt sich den Verbrauch aus der fertig gestellten
Menge * Komponentenmenge(n).
In Verbindung mit dem „Verbindungscode“ wird der
Verbrauch bei Beenden des Arbeitsganges gebucht.
„Kommiss.+Vorwärts“: & „Kommiss.+ Rückwärts“:
eine Kombination mit der Logistik und einer der o.g.
Optionen
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Feldname
Erläuterungen
Ausschuss %
Wenn bei diesem Artikel bekannt ist, dass voraussichtlich ein
Ausschuss anfallen wird, können Sie hier über einen
prozentualen Wert vorgeben, wie viel tatsächlich produziert
werden muss um den gewünschten Bedarf zu erfüllen.
Diesen Wert berücksichtigt das System bei Planung eines
solchen Artikels entsprechend mit.
Losgröße
Dieses Feld spielt nur bei Fertigungsartikeln eine Rolle. Hier
tragen Sie die Menge ein, die normalerweise in einem „Los“
gefertigt wird.
Enthält der Arbeitsplan, der diesem Artikel zugewiesen wurde,
Fixkosten (z.B. Rüstkosten), nutz das System diese Angabe für
die Berechnung des Einstandspreises und teilt die fixen
Fertigungskosten entsprechend auf.
Was heißt „Los“ bzw. „Losgröße“?
Wenn Sie bereits mit der Produktion arbeiten, sind die notwendigen
Losgrößen in Ihrem Unternehmen bereits bekannt.
Sehr grob formuliert ist die „Losgröße“ ein sehr wichtiger Faktor in der
Produktion. Dadurch steuern Sie die optimalste Auslastung Ihrer
Kapazitäten für einen Produktionsvorgangs. Es gibt verschiedene
Unterscheidungen – z.B. „technische Losgrößen“ (Nettobedarf eines
Loses zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Fertigung“ oder
„wirtschaftliche Losgrößen“ (die Mengen sind so gewählt, um die
Kosten für die Produktion möglichst gering zu halten), etc.
Siehe dazu auch entsprechende Fachliteratur.
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Gut zu wissen:
In einem Verkaufsauftrag haben Sie – über das Menüband/ Reiter
AKTIONEN - die Option durch Aufruf des Symbols „Planung“ einen
Fertigungsauftrag (abgekürzt „FA“) zu erstellen, bzw. erstellen zu lassen.
Diese Möglichkeit wird in NAV als „*Verkaufsauftragsplanung“ benannt.
Wechseln Sie nun zu dem Register „Planung“:
Die hier gezeigten Felder wurden bereits ab Seite 56 entsprechend erläutert, daher folgt hier
keine erneute Auflistung.
Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie jederzeit mittels Drücken der „F1“-Taste die Onlinehilfe
aufrufen können um sich weitere Informationen zu bestimmten Feldern anzeigen zu lassen.
Hinweis:
Bitte beachten Sie folgendes: sollten Sie mit Lagerhaltungsdatenkarten arbeiten, müssen Sie alle notwendigen Vorgaben betreffs
Beschaffung und Planung dort hinterlegen!
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5.4 Fertigungsstammdaten – Fertigungsstücklisten und Arbeitspläne
Damit die Produktion eines Artikels überhaupt funktionieren kann, sind zwei Elemente
unbedingt notwendig:


eine Fertigungsstückliste UND
ein Arbeitsplan
Stellen Sie sich die Produktion wie eine „Großküche“ vor: während die Fertigungsstückliste
die einzelnen Zutaten darstellt, ist der Arbeitsplan quasi das „Rezept“.
Das Endergebnis des „Rezeptes“ kann sowohl ein Halb- wie ein Fertigfabrikat sein. Die
Fertigungsstückliste dient ebenso beim Planungsvorschlag als Grundlage – denn genauso
wie der Planungsvorschlag den zu fertigenden Artikel „plant“, prüft das System ob die
einzelnen Komponenten, bestellt, umgelagert, montiert oder ebenfalls „gefertigt“ werden
müssen.
Die Fertigungsstückliste dient also primär der Verwaltung der notwendigen Materialien und
der Arbeitsplan steuert die entsprechenden Ressourcen.
5.4.1 Die Fertigungsstückliste
Eine Fertigungsstückliste kann aus einer oder mehreren Stufen bestehen. Mithilfe von den
„Stufen“ werden die entsprechenden Komponenten für die Produktion des Endproduktes
festgelegt.
Gemäß den Vorgaben sind maximal 50 Stufen innerhalb einer Fertigungsstückliste möglich.
Hat eine Fertigungsstückliste nur eine Stufe, gehen wir im Normalfall davon aus, dass es
sich bei den Komponenten um „Einkaufsartikel“ handelt.
Bei mehrstufigen Fertigungsstücklisten ist es so, dass gewisse Komponenten selbst erst
hergestellt werden müssen, um dann in das Endprodukt „verbaut“ zu werden.
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Ein Beispiel – einstufige und mehrstufige Fertigungsstückliste:
Endprodukt „belegtes Brötchen“:
Bestehend aus einem Brötchen
und z.B. einer Scheibe Schinken und einer Scheibe Käse.
Brötchen
 Eine einstufige „Fertigungsstückliste“
Brötchen
Endprodukt „belegtes Brötchen, welches zunächst selbst
gebacken wird.“
Das Brötchen und die Saucen werden selbst hergestellt, Käse,
Schinken usw. werden eingekauft
Sauce
 Mehrstufige „Fertigungsstückliste“
Wenn Sie eine Fertigungsstückliste zusammengestellt haben, wird diese durch Umsetzen
des Status auf „zertifiziert“ sozusagen „freigeschaltet“ für die An- und Verwendung bei einem
Fertigungsauftrag (und dem Planungsvorschlag).
Sollte sich im späteren Verlauf etwas ändern, z.B. müssen Komponenten ausgetauscht
werden, erstellen Sie eine neue Fertigungsstückliste (geht auch über eine Kopierfunktion)
und setzen die „alte“ Fertigungsstückliste auf „abgelaufen“.
Bevor wir uns für den weiteren Verlauf mit einem Beispielartikel eine eigene Fertigungsstückliste erstellen, sehen wir uns zunächst eine vorhandene Stückliste im CRONUS an.
Klicken Sie dazu im Menü „Produktion“ auf „Fertigungsstammdaten“ und dort auf
„Fertigungsstücklisten“:
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Sobald die Übersicht geöffnet wurde, klicken Sie bitte auf die Fertigungsstückliste
„Tourenrad“ und dann auf das Symbol „Bearbeiten“:
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Verkauf mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-9007-5 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 89,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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3.2 Die Einrichtung der Verkäufer
Sowohl Einkäufer wie Verkäufer werden in der gleichen Tabelle hinterlegt. Rufen Sie
„Verkäufer“ im entsprechenden Untermenü auf, wird die Page „Verkäufer/Einkäufer“
benannt. Sind Sie im Einkaufsmodul „unterwegs“ und rufen dort per Mausklick die Ansicht
„Einkäufer“ auf, heißt die gleiche Page „Einkäufer/Verkäufer“.
Legen Sie bitte alle Anwender, die im Einkauf bzw. Verkauf arbeiten, in dieser Erfassungsmaske entsprechend an. Nur dann können die einzelnen Verkäufer beispielsweise auch
einer Debitorenkarte bzw. Kontaktkarte als zuständiger Verkäufer zugeordnet werden.
Um einen neuen Verkäufer anzulegen, klicken Sie
im Menü „Verkauf & Marketing“ zunächst auf
„Verwaltung“. „Scrollen“ Sie ein wenig nach unten –
unterhalb des Punktes Verkauf finden Sie
„Einrichtung“ – „Verkäufer“:
Sie gelangen zunächst in die Übersicht – im
„CRONUS“ sind bereits einige „Verkäufer/Einkäufer“ angelegt:
Um einen neuen Verkäufer anzulegen,
klicken Sie entweder auf das Symbol
„NEU“ im Menüband oder drücken
STRG + N.
Eine leere „Karte“ wird geöffnet:
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Da das „Codefeld“ frei wählbar ist (d.h. Sie können hier eintragen was Sie wollen; es handelt
sich um ein sogenanntes „alphanumerisches Feld“ = Buchstaben und Zahlen sind möglich),
gilt vorab organisatorisch zu klären, wie der Code tatsächlich auszusehen hat.
Gängige Praxis ist es hier, die Initialen des jeweiligen Mitarbeiters zu nehmen (z.B. HM für
Hans Muster).
Das Feld „Provision“ ist standardmäßig schon seit vielen Versionen vorhanden, wird aber bei
den Endanwendern, die ich seit Jahren betreue, nicht verwendet. Viele haben ein eigenes
Provisionsmodul, mithilfe dessen die entsprechenden Provisionen ermittelt werden.
Und: da die „Verkäuferkarte“ meist von vielen berechtigten Personen eingesehen werden
kann, möchte auch niemand das da der vereinbarte Provisionssatz steht.
3.2.1 Übung: Neu-Anlage eines Verkäufers „Petra Putzig“
Szenario: eine neue Mitarbeiterin für den Verkauf hat bei der CRONUS AG angefangen. Ihr
Name lautet „Petra Putzig“ – und Ihre Funktion ist die der Verkaufssachbearbeiterin.
Legen Sie bitte eine neue Verkäuferkarte mit einem passenden Code (Initialen), Namen und
der Funktion ein.
Als Mailadresse verwenden Sie: [email protected].
So sollte es aussehen:
Die gezeigten Felder im Register „Fakturierung“ – „Abteilung Code“ und „Kostenträger Code“
– geben Ihnen die Möglichkeit bereits bei dem Verkäufer entsprechende Dimensionen
mitzugeben.
„Abteilung Code“ sollte übrigens „Kostenstellen Code“ heißen….
Wie Ihnen sowohl bei der Verkäuferübersicht wie bei der Verkäuferkarte auffällt, gibt es hier
im Menüband a) mehrere Reiter und b) einige interessante Symbole.
Diese Funktionen, die dort zum Großteil vorhanden sind, beziehen sich auf spezifische
Bereiche im Marketingmodul von NAV und werden in der Unterlage „Marketing mit Microsoft
Dynamics™ NAV2016“ ausführlich erklärt.
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3.3 Der Debitor (= der „Kunde“)
Als „Debitor“ bezeichnet man im „Finanzbuchhaltungs-Deutsch“ Ihre Kunden. Unter
„wikipedia“ findet sich zu diesem Begriff folgendes:
„Debitor ist im deutschen Rechnungswesen der Begriff für den Schuldner von Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen. Dabei handelte es sich um Lieferantenkredite oder sonstige
Warenkredite aus der Geschäftsverbindung mit Kreditoren, Komplementärbegriff ist somit
der Kreditor.“
(Quelle: www.wikipedia.de – gesucht nach „Debitor“)
Um sich als Beispiel eine Debitorenansicht aufzurufen, klicken Sie im Verkaufsmenü bitte auf
den Menüpunkt „Verkauf“ – und wählen dort dann „Debitoren“ aus. Ebenso wie im Einkaufsmenü gelangen Sie zunächst in die Übersicht der Debitoren.
Wie bei allen Übersichtsmasken, haben Sie im Menüband bereits zahlreiche Funktionalitäten
in Form von Symbolen zur Verfügung. Sie müssten bei bestimmten Vorgängen also gar nicht
in die Stammdatenkarte selbst „springen“, sondern könnten manchen Einrichtungen bzw.
Aufrufe direkt über die Übersicht steuern.
Wählen Sie den Debitoren „Blütenhaus GmbH“ (Nr. 20000) und öffnen Sie die Stammdatenkarte durch einen Doppelklick (oder Sie klicken auf das Symbol „Bearbeiten“ oder
„Ansicht“, alternativ Drücken Sie z.B. die Tastenkombination „STRG + Umschalt + E“).
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Ansicht der Debitorenkarte „Blütenhaus GmbH“
Wie Sie anhand dieses Bildschirmausschnittes sehen können, besteht auch diese Ansicht
aus mehreren Bereichen: Menüband samt „Reiter“ und „Symbolen“, Register (im NAVDeutsch auch gern „FastTabs“ genannt) sowie Info- & Factboxes.
Im Gegensatz zum Kreditor finden Sie im Menüband jetzt andere Symbole und Verbindungen – so können Sie zum Beispiel durch Klick auf „Verkaufsauftrag“ direkt den entsprechenden Verkaufsbeleg öffnen. Sollte es noch keinen Auftrag geben, erhalten Sie zunächst eine leere „Maske“ – wenn Sie einmal mit ENTER bestätigen, erstellt das System den
neuen Datensatz und füllt diesen mit den Vorgaben aus der Debitorenkarte, aus der Sie das
Ganze aufgerufen haben.
Um Sie ein wenig mit den verschiedenen Feldern vertraut zu machen, gehen wir die
einzelnen Register und Felder durch.
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3.3.2 Artikel & alternative Verkaufspreise/alternative Zeilenrabatte
Wie ein Artikel neu angelegt wird, bzw. Erläuterungen zu den diversen Feldern innerhalb
einer Artikelkarte finden Sie in der Unterlage „Beschaffung mit Microsoft Dynamics™
NAV2016“.
Für unsere nachfolgenden Beispiele verwenden wir verschiedene Artikel, die bereits im
CRONUS angelegt wurden. Möglicherweise werden wir an einigen Stellen Felder nachpflegen – darauf weise ich Sie dann aber im Einzelnen hin.
Sehen wir uns einmal den Artikel 80201 gemeinsam an (und pflegen hier gleich ein paar
Felder ;-)). Wechseln Sie im Verkaufsmenü auf das Untermenü „Lager & Preise“ – und
klicken Sie dort auf „Artikel“.
Suchen Sie nach der Artikelnummer „80201“ und öffnen Sie diese Stammdatenkarte durch
einen „Doppelklick“ (oder drücken alternativ STRG + UMSCHALT + E oder klicken auf das
Symbol „Bearbeiten“ im Menüband).
Im Register „Fakturierung“ finden Sie das Feld „VK-Preis“:
Dieses Feld bezieht sich immer und ausschließlich:
a) auf die Basiseinheit des Artikels
b) auf die Mandantenwährung (netto)
In diesem Register finden Sie ebenfalls das Feld „Verkaufseinheitencode“. Natürlich können
Sie hier vorgeben, in welcher Einheit Sie diesen Artikel grundsätzlich verkaufen, ABER: das
ändert nichts an den Vorgaben für den Inhalt im Feld „VK-Preis“!
Das heißt: wenn Sie mit verschiedenen Verkaufseinheiten arbeiten wollen, müssen Sie die
Preise für verschiedene Einheiten als alternative Verkaufspreise anlegen.
Ebenfalls wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die „Umrechnung“ der Verkaufseinheit
in die Basiseinheit. Ein Beispiel dazu:
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Nehmen wir an, Sie möchten den Preis für das Grafikprogramm (also Artikel 80201)
zunächst einmal auf „10“ erhöhen.
 Ändern Sie den Feldinhalt des Feldes „VK-Preis“ auf „10“
Das nächste: Sie möchten gern, dass dieser Artikel zukünftig in einer Schachtel á 5 Stück
verkauft wird.
Um weitere Artikeleinheiten diesem Artikel zu zuordnen, klicken Sie im Menüband – Reiter
„START“ auf das Symbol „Einheiten“:
Es öffnet sich eine kleine „Maske“:
Wie Sie anhand meines Bildschirmausschnittes sehen können, habe ich mir hier weitere
Felder eingeblendet. Müssen Sie also Maße bzw. das Gewicht (immer in KG rechnen!)
abhängig von der Einheit hinterlegen, blenden Sie sich hier die Felder über „Spalten
auswählen“ ein und hinterlegen Sie die Werte.
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Die „aktuelle Basiseinheit“ ist bei diesem Artikel „Stück“. Um eine weitere Einheit zu zufügen,
klicken Sie auf das Symbol für „NEU“ oder klicken Sie einfach in die nächste leere Zeile:
Im Feld „Code“ steht Ihnen ein kleiner „Drop-Down-Pfeil“ zur Verfügung – klicken Sie auf den
Pfeil oder drücken Sie alternativ „F4“ um in die Mini-Auswahl der Einheiten zu gelangen.
Suchen Sie hier nach der Einheit „Schachtel“ und übernehmen Sie diesen Wert in die Zeile.
Im Feld „Menge pro Einheit“ hinterlegen Sie
jetzt den Wert „5“ – damit „weiß“ das System,
dass bei diesem Artikel die Verkaufseinheit
„Schachtel“ 5 Basiseinheiten entspricht.
Sobald Sie die Zeile zugefügt und den Wert im Feld „Menge pro Einheit“ korrekt hinterlegt
haben, klicken Sie auf „OK“ um in die Artikelkarte zurück zu kehren. Ändern Sie im Feld
„Verkaufseinheitencode“ den Wert auf „Schachtel“.
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Der angegebene Verkaufspreis in diesem Register entspricht „10“ pro Basiseinheit. Im Fall
einer Schachtel, wäre das dann „50“.
Gut zu wissen:
Das Feld „Basiseinheit“ ist eines der elementarsten Felder in einer Artikelkarte. Dieses Feld sorgt – in Zusammenhang mit der Lagerabgangsmethode und der dadurch bedingten Kalkulation eines Einstandspreises
(= Wert) – dafür, dass das System überhaupt die Berechnung eines
Artikelwertes durchführen kann.
Der Basiseinheitencode kann und darf nach der ersten Buchung mit dem
betreffenden Artikel NICHT mehr geändert werden – das gilt auch für die
Lagerabgangsmethode! Ansonsten würde man hier den Wertefluss
„zerstören“, Auswertungen wären nicht mehr stimmig usw...
Muss der Basiseinheitencode geändert werden, muss in diesem Fall ein
neuer Artikel angelegt und entsprechend gepflegt werden. Bestände
müssen von dem alten Artikel ab- und auf den neuen Artikel zugebucht
werden.
Durch die Voreinstellung eines Verkaufseinheitencodes in der Artikelkarte wird bei Erfassen
einer neuen Verkaufsbelegzeile für diesen Artikel, diese Einheit immer als erstes vorgeschlagen – außer dass System findet eine andere Konstellation.
Ein Beispiel: schließen Sie die Artikelkarte und wechseln Sie nun bitte in den Menübereich
„Auftragsabwicklung“. Erstellen Sie ein neues Angebot für den Kunden „Max Musterle“ – in
der Zeile wählen Sie im Feld „Art“ = Artikel und im Feld „Nr.“ die Artikelnummer 80201 aus.
Ansicht des neu erstellten Angebotes:
Wie Sie hier sehen können, hat das System die Vorgabe des Lagerortes aus der Debitorenkarte übernommen. In den Feldern „Einheitencode“ und „VK-Preis ohne MwSt.“ holt sich das
System die Informationen aus der Stammdatenkarte des Artikels.
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Schließen Sie das Angebot bitte wieder – darauf kommen wir später nochmals zurück.
Den VK-Preis aus der Artikelkarte zieht das System immer dann in die Verkaufsbelegzeilen,
wenn keine andere Konstellation – also in diesem ein „alternative VK-Preis“ – gefunden wird.
Insofern könnte dieses Feld auch als „empf. VK-Preis“ verstanden werden.
Um alternative Verkaufspreise zu hinterlegen, haben Sie zwei mögliche Wege:
a) Über die Artikelkarte – Menüband Reiter NAVIGATE – „Block“ Verkauf – „Preise“
ODER
b) Über die Debitorenkarte – Menüband Reiter NAVIGATE – „Block“ Verkauf – „Preise“
(Den Aufruf für die alternativen Preise finden Sie auch über die Artikel- bzw. Debitorenübersicht).
Wenn Sie Weg „a“ nutzen, ist der Vorteil der, dass Sie zum Beispiel mehrere Debitoren mit
deren vereinbarten Preise für diesen Artikel hinterlegen können.
Bei Weg „b“ ist der Vorteil, dass Sie bei diesem Debitor alle Artikel mitsamt der vereinbarten
Preise eintragen.
Im Endeffekt entscheiden Sie, welcher Weg der einfachere ist. Die Erfassungsmaske für die
alternativen Preise ist dieselbe – egal ob über den Artikel oder den Debitor aufgerufen wird.
Nur die gesetzten Filter im Hintergrund sind abhängig von dem „Aufruf“-Weg entsprechend
hinterlegt.
Für unser Beispiel bleiben wir bei Weg „a“ – öffnen Sie bitte das Menü „Lager & Preise“ und
„Artikel“. Suchen Sie wieder nach der Nummer 80201 und öffnen Sie die Stammdatenkarte.
Klicken Sie zunächst auf den Reiter „NAVIGATE“ und dort auf das Symbol „Preise“.
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In der jetzt geöffneten Ansicht sehen Sie, dass im Feld „Artikelnr. Filter“ – der Filter auf
„unseren“ Übungsartikel voreingestellt ist.
Im Zeilenbereich können Sie wählen, ob es hier um eine Zuordnung für einen bestimmten
Debitor geht oder eine andere Alternative. Für unsere Übung bleiben wir bei der Option
„Debitor“.
Im Feld „Verkaufscode“ wählen Sie bitte zunächst „Max Musterle GmbH & Co. KG“. Im
nächsten Schritt können Sie die Einheit gegebenenfalls noch ändern, eine Mindestmenge
hinterlegen und den entsprechenden Verkaufspreis, der für diese Konstellation – Artikel –
Einheit – Mindestmenge gelten soll.
Des Weiteren könn(t)en Sie hier sogar ein Start- und Enddatum definieren, zu dem dieser
alternative Verkaufspreis gültig sein soll.
„Staffelpreise“ sind hier ebenso möglich!
Übrigens: die Verkaufsart „Kampagne“ ist nur dann möglich, wenn Sie das CRM-MarketingModul in NAV nutzen und dort entsprechende Kampagnen & Segmente definiert haben. (z.B.
der berühmte „Sommerschlussverkauf“ – über eine solche Kampagne werden zeitlich
begrenzte Aktionen normalerweise aktiviert). Mehr dazu finden Sie im Handbuch „Marketing
mit Microsoft Dynamics™ NAV2016“.
Für „Max Musterle“ hinterlegen wir folgende Einträge – inklusive Staffelung:
Artikel 80201 „Grafikprogramm“
Mindestmenge 1
Einheit: Schachtel
48,50
Mindestmenge 1
Einheit: Stück
9,50
Mindestmenge 20
Einheit Stück
185,00
So sollte es aussehen:
Verlassen Sie diese Maske durch Klick auf „OK“ unten rechts.
….
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3.3.3 Preisfindung im Verkauf – ein Überblick
Wie Sie bei dem vorherigen Kapitel gesehen haben, stehen Ihnen unterschiedliche Wege
betreffs Verkaufspreisen und Zeilen-/Mengenrabatten zur Verfügung.
Im Großen und Ganzen ist es in NAV so, dass hier das Prinzip der „Best-Price-Solution“ gilt.
Das bedeutet: das System wird immer versuchen, den bestmöglichen Preis für den Debitor
zu finden und in die Verkaufszeile einzutragen.
Hier ein kurzer Überblick welche Konstellationen existieren könnten:
Kein besonderer Eintrag bei dem Debitor -> das System verwendet den Preis aus der
Artikelkarte – Register „Fakturierung“ – Feld „VK-Preis“
Alternativer Verkaufspreis:
 Debitor – Artikel – Einheit – hinterlegter Preis //Berücksichtigung von Staffelpreisen
 Debitorenpreisgruppe (die dem Debitor zugeordnet ist) – Artikel – Einheit
//Berücksichtigung von Staffelpreisen
 Kampagnen – mit einem entsprechenden Segment, in dem der Kontakt, der mit dem
Debitor verbunden sein muss, existiert. Sobald die VK-Preise „aktiviert“ wurden,
berücksichtigt das System die hier hinterlegten alternativen Preise sobald ein neuer
Verkaufsbeleg erstellt wird. Kampagnen werden oftmals für zeitlich begrenzte
Sonderangebote genutzt.
(Mehr dazu finden Sie in der Unterlage „Marketing mit Microsoft Dynamics™
NAV2016“).
 Rahmenauftrag – sofern Sie mit Ihrem Debitor einen Rahmenauftrag vereinbart
haben und hier besondere Verkaufspreise hinterlegen, wird das System immer
diesen Eintrag bevorzugen und keine Preisfindung mehr durchführen. Voraussetzung
dafür: der Auftrag wurde aus dem Rahmenauftrag erzeugt, bzw. in den Zeilen wird
(vor der ersten Buchung!) die Zuweisung zu dem korrekten Rahmenauftrag hinterlegt.
o Das Thema „Rahmenauftrag“ kommt in einem späteren Kapitel
Eine kleine Übung dazu:
Für diesen nachfolgenden Ablauf nehmen wir den Debitor „Max Musterle“ und den Artikel
80205.
Wechseln Sie zunächst in den Menüpunkt „Lager & Preise“ – „Artikel“. Öffnen Sie die
Artikelübersicht und suchen Sie nach dem Artikel „80205“, öffnen Sie die Stammdatenkarte.
….
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3.4 Ablauf vom Angebot bis zur Verkaufsrechnung – inklusive
Warenausgabe
3.4.1 Erstellen eines Verkaufsangebotes
Allgemeines:
Für unsere diversen Übungen haben Sie nun schon einige Male ein Verkaufsangebot
erstellt. Grundsätzlich gibt es einige Möglichkeiten ein neues Verkaufsangebot zu erstellen:
 Aus einer Kontaktkarte heraus
o Sofern der Kontakt noch keine direkte Verbindung zu einer Debitorenkarte
hat, funktioniert dies mithilfe der Debitorenvorlagenkarte – eine Art „Dummy“Debitor. (mehr dazu in der Unterlage „Marketing mit Microsoft Dynamics™
NAV2016“)
 Aus der Debitorenkarte selbst bzw. über die Debitorenübersicht – im
Menüband/Reiter „START“ – „Verkaufsangebot“
 Über das Menü „Auftragsabwicklung“ – „Angebote“ – STRG + N (oder alternativ auf
das Symbol „Neu“ klicken).
 Im Fall des Profils „Verkaufsauftragsverarbeitung“ – im „Kachelbereich“ durch Klick
auf den Hyperlink „Neues Verkaufsangebot“.
Für die nachfolgenden Szenarien verwenden wir den Weg über die „Auftragsabwicklung“ selbst.
Nehmen wir na, Sie sind der verantwortliche Sachbearbeiter im Innendienst. Ihr Kollege Max
bittet Sie, zwei Angebote zu erstellen:
1. Einmal für die „Max Musterle GmbH & Co. KG“ mit folgenden Artikeln:
„Grafikprogramm“ (Nr. 80201) – Menge 2 Schachteln, sowie „Webcam“ – Menge 5
Stück.
2. Sowie für die „CompHelp AG“ – Herr Wiener möchte gern 20 Webcam kaufen
In beiden Fällen soll Lagerort „Blau“ in den Zeilen verwendet werden.
Öffnen Sie bitte im Verkaufsmenü den Punkt „Auftragsabwicklung“ und klicken Sie dort auf
„Angebote“.
Sobald Sie die Angebotsübersicht geöffnet haben, erstellen Sie das erste der neuen Angebote entweder durch Klick auf das Symbol „NEU“ oder durch Drücken der Tastenkombination STRG + N.
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Ansicht des ersten neu erstellten Verkaufsangebotes:
Um Ihren Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass er gegebenenfalls auch eine andere
Preiskonstellation für den Artikel 80201 nutzen könnte, platzieren Sie Ihren Cursor auf die
erste Zeile und klicken Sie entweder auf den Menüpunkt „Funktionen“ im Register „Zeilen“
und dort auf „Preis abrufen“.
Oder aber Sie nutzen den Hyperlink in der Factbox VK-Zeilendetails – „VK-Preise“.
Sobald Sie die alternative Preisübersicht aufgerufen haben, sehen Sie diese Ansicht:
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Um Ihrem Kunden diese Alternative mitzuteilen, könnten Sie jetzt einen Text entsprechend
erfassen.
Platzieren Sie dazu Ihren Cursor auf die zweite Zeile und klicken Sie entweder auf das
Symbol „NEU“ im Register „Zeilen“ oder drücken Sie auch hier die Tastenkombination STRG
+ N.
Achten Sie nun bitte darauf, dass das Feld „ART“ = leer ist – nehmen Sie die Vorbelegung,
die dort vermutlich eingetragen ist, heraus.
Im Feld „Beschreibung“ können Sie jetzt Ihren Text hinterlegen. Für jede weitere Zeile
drücken Sie erneut „STRG + N“.
(Das wäre übrigens der „manuelle“ Weg um einen Text in den Zeilen eines Verkaufsbeleges
zu erfassen. Das Thema „Textbausteine“ behandeln wir gleich).
Im Standard NAV ist es derzeit leider noch nicht möglich mit alternativen Optionen zu
arbeiten – das heißt: Sie haben in den Belegzeilen keine Möglichkeit durch eine Einstellung
zu steuern, dass es sich um eine alternative Variante des Artikels handelt. Einige Partner
haben daher diesen Bereich angepasst und dort eine zusätzliche Funktion eingebaut die es
Ihnen ermöglicht, mithilfe eines Kriteriums wie „Alternativ“ oder „auf Wunsch“(etc.) eine
weitere Artikelzeile zu zufügen – die dann bei Druck des Beleges aber kursiv dargestellt und
mit dem gewählten Kennzeichen versehen wird.
Und – was viel wichtiger ist – dessen ermittelter Preis nicht in den Gesamtpreis mit kalkuliert
wird.
Fragen Sie Ihren Projektleiter des Microsoft Dynamics™ NAV-Partners danach!
Sobald Sie alles erfasst haben, was für „Max Musterle GmbH & Co. KG“ wichtig wäre,
können Sie den Beleg „Freigeben“ – entweder wechseln Sie dazu im Menüband auf den
Reiter „AKTIONEN“ und klicken dort auf das Symbol oder Sie drücken alternativ die Tastenkombination STRG + F9.
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Um das zweite Angebot zu erstellen, können Sie jetzt entweder das zurzeit noch offene
Angebot von „Max Musterle“ durch Klick auf
das „Rote X“ schließen – und dann wieder über
STRG + N ein neues Angebot erstellen – oder
aber Sie klicken unten rechts auf den kleinen
„Drop-Down-Pfeil“ im Kästchen „OK“:
Sobald Sie einen neuen Verkaufsbeleg geöffnet haben, erstellen Sie das zweite Angebot für
„CompHelp AG“:
Geben Sie auch das zweite Angebot „frei“.
Sobald Sie die Angebote fertig gestellt haben, wäre der nächste Schritt die Angebote
entsprechend an den jeweiligen Kunden zu versenden. Um dies zu erledigen gibt es wieder
mehrere Möglichkeiten.
 Sie drucken das Angebot aus (also „der ganz normale Weg“) – und bereits hier
haben Sie verschiedenste zusätzliche Optionen „wie“ Sie drucken ODER
 Sie versenden das Angebot per Mail (in diesem Fall öffnet sich ein Mailassistent –
das Angebot wird als „PDF“ an die Mail gehängt).
…..
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3.4.6.2 Belegsendeprofil – ein neues „Symbol“ bei Verkaufsrechnungen und –
gutschrifen – Buchen & Senden sowie neue Möglichkeiten
Mit NAV2016 kamen einige neue „Highlights“ – die „Buchungsvorschau“ haben Sie bereits
kennengelernt. Eine weitere Neuerung kam mit einer neuen Funktion dazu: das „Belegsendeprofil“.
Diese Funktionalität wird dann benötigt, wenn Sie in einer Verkaufsrechnung oder –gutschrift
die Funktion „Buchen & Senden“ nutzen wollen – statt z.B. „Buchen & Drucken“ oder
„Buchen und per E-Mail versenden“.
Mithilfe des Belegsendeprofils können Sie bereits vorab einstellen, wie das System
„reagieren“ soll, wenn Sie in einem der beiden genannten Verkaufsbelege auf das Symbol
„Buchen und Senden“ klicken.
Sie können jedem Debitor ein „Belegsendeprofil“ mitgeben (im Einkauf gibt es diese
Möglichkeit (noch) nicht. Falls das System dort keinen Eintrag findet, nutzt „es“ das
Standardprofil, welches für alle Debitoren gültig wäre.
Bevor wir mit dem Zuweisen anfangen, müssen wir uns zunächst mit der Einrichtung
möglicher Profile beschäftigen.
Um mögliche Belegsendeprofile einzurichten, müssen wir zunächst wieder in die
„Verwaltung“ – „Anwendung Einrichtung“ – Allgemein:
Wechseln Sie in diesen Menübereich und klicken Sie bitte auf „Belegsendeprofile“.
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Sie gelangen zunächst in eine Übersicht. Falls Sie in Ihrem CRONUS bisher damit noch
nicht „gearbeitet“ haben, sollte diese Übersicht noch leer sein. Ich hatte hier aus Testzwecken schon das erste Profil angelegt:
Wie Sie anhand meines Beispiels sehen können, hat das Profil „Druck“ ein Häkchen im Feld
„Standard“. Wir sehen uns dieses Profil gleich gemeinsam an.
Um eine neues Profil zu erstellen, klicken Sie bitte auf „NEU“ (oder drücken alternativ STRG
+ N).
Ein Beispiel – legen Sie ein neues Profil an, mit dem Code „El-RG“ (elekt. Rechnungsübermittlung).
Wie Sie anhand dieses Bildschirmausschnittes sehen können, stehen Ihnen im Register
„Sendeoptionen“ vier Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Sobald Sie im Feld „Elektronischer
Beleg“ die Option „über Belegaustauschdienst“ ausgewählt haben, „erscheint“ darunter ein
fünftes Feld mit dem „Format“ (standardmäßig im CRONUS vorgegeben PEPPOL 2.0 – es
gäbe noch PEPPOL 2.1).
….
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3.4.8.4 Einblicke in die Themen „Workflow“ und „Beleggenehmigung“
In Microsoft Dynamics™ NAV haben Sie schon seit einigen Versionen die Möglichkeit,
Verkaufsbelege die beispielsweise ein bestimmtes Volumen überschreiten, durch einen
Vorgesetzten „genehmigen“ zu lassen.
Das Thema „Beleggenehmigung“ ist also nicht neu. Die Beleggenehmigung selbst gibt es
ebenfalls für den Einkaufsbereich – wenn also Sachbearbeiter beispielsweise eine
Bestellung erfassen, deren Gesamtbetrag sehr hoch ausfällt und Sie steuern wollen, dass
das „nicht einfach so“ bestellt werden kann ohne das der verantwortliche Einkaufsleiter
nochmal geprüft hat, aktivieren Sie dazu die Beleggenehmigung.
Neu seit NAV2016 ist allerdings das Thema „Workflow“. Innerhalb des Workflow ist die
Beleggenehmigung quasi „eingebettet“.
Der Unterschied: in früheren Versionen ging es bei den Genehmigungen meist um die
diversen Belege.
Heute können Sie weitere Bereiche innerhalb von NAV in einem Genehmigungsverfahren
einbinden – beispielsweise in Bezug auf Stammdaten wie einer Debitorenkarte.
Wo macht die Verwendung eines Genehmigungsverfahrens Sinn?
Wenn ich meine Kunden, die ich zum Teil schon über viele Jahre hinweg betreue, so
betrachte, wäre hier ein Genehmigungsverfahren wie es uns NAV anbietet – sagen wir mal –
etwas „über-dimensioniert“.
Auch in diesen Unternehmen darf im Normalfall nicht jeder Sachbearbeiter „alles“ selbst
entscheiden und damit „freigeben“. Aber in der Praxis ist es oftmals so, dass viele der Unternehmen zum Teil über organisatorische Anweisungen das Thema „wer darf was“ und „wer
darf was entscheiden/freigeben“ entsprechend abwickeln.
Zudem sind bei vielen Endanwendern branchenspezifische Lösungen im Einsatz, die zum
Teil das Thema „Genehmigungen“ auf eine etwas andere Variante steuern (und sei es durch
spezielle Vorgaben über die Benutzer Einrichtung).
Muss ich diesen Bereich bzw. diese Bereiche nutzen?
Sagen wir mal so: Sie könnten es nutzen, wenn Sie es für sich und Ihr Unternehmen als
richtig und wichtig erachten. Ein „muss“ gibt es hier nicht.
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Für wen könnte diese Möglichkeit interessant werden?
Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Technologien – gerade im Hinblick auf mobile
Lösungen und damit auch Endgeräte wie Smartphones, Tabletts & Co. ist ein Workflow samt
Genehmigungsverfahren für die Unternehmen sicher interessant, deren Außendienstmitarbeiter „draußen“ zum Beispiel Verkaufsangebote erfassen oder neue Kontakte/
Debitoren anlegen.
Mit NAV2016 und den entsprechenden APPS können Ihre Kollegen und Kolleginnen das
bereits über ein Smartphone erledigen….
Worüber sollten Sie sich vorab Gedanken machen, bevor es an die Einrichtung geht?
Damit das Ganze überhaupt funktionieren kann, muss einiges im Vorfeld eingerichtet werden
– und das heißt für Sie: wenn Sie sich dazu entscheiden den „Workflow“ zu nutzen, prüfen
Sie vorab für welche Bereiche Sie das tatsächlich einsetzen wollen.
Wie ist die Hierarchie in der betreffenden Abteilung? Gibt es vielleicht bereits jetzt einen
Genehmigungsablauf, der außerhalb von NAV abläuft und wenn ja, wie sieht der aus?
Wenn das alles soweit klar ist, können Sie „loslegen“.
Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie einen kleinen Einblick in die beiden Themen.
Damit ich Ihnen hier ein paar Bildschirmausschnitte „basteln“ konnte, musste ich bei meiner
„CRONUS“-Datenbank allerdings ein wenig tricksen.
Ausführliche Informationen und Anleitungen erhalten Sie zu beiden Themen über die Onlinehilfe von Microsoft Dynamics™ NAV2016.
Vorab-Information: im „CRONUS“ gibt es bereits einige Vorlagen, die ich an dieser Stelle
auch nutzen werde. In den nachfolgenden Beschreibungen beziehe ich mich auf verkaufsorientierte Prozesse – vergessen Sie bitte nicht, dass Sie hier auch bestimmte Abläufe aus
anderen Abteilungen abdecken können.
….
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4. Direktgeschäft (= Streckengeschäft) & Spezialaufträge
Unter einem „Direktgeschäft“ verstehen wir im Allgemeinen, dass Ware von Ihrem
Lieferanten direkt zu Ihrem Kunden geliefert wird. Das heißt: die Ware berührt Ihr Lager
nicht.
Sie nehmen den Auftrag an
und erfassen diesen in Ihrem
NAV-System
DIREKTLIEFERUNG
(„Strecke“)
Da Sie diesen Artikel nicht
vorrätig haben, rufen Sie Ihren
Kreditoren an und bitten darum,
die Ware direkt an Ihren
Debitoren zu liefern – der
Kreditor sagt zu.
Ihr Kreditor schickt die Ware
direkt an Ihren Debitoren – und
Sie erhalten die
Kreditorenrechnung.
Sie erstellen eine Bestellung
mit Verknüpfung zum Auftrag
und schicken diese an Ihren
Kreditoren
Damit dies reibungslos funktionieren kann, benötigen Sie ein paar Vorgaben in NAV®.
Idealerweise verwenden Sie für diesen Vorgang auch einen eigenen Lagerort mit dem
Namen „Direkt“, da das System bei den unterschiedlichen Buchungsvorgängen ein Lager
einmal be- und dann wieder entlasten muss.
Bevor wir also ein Beispiel „durchspielen“ – hier „Step by Step“ die Einrichtungsschritte.
Neu-Anlage eines Lagerortes mit dem Namen „DIREKT“
Wechseln Sie zunächst in das Hauptmenü „Lager“ – und klicken dort auf „Verwaltung“ –
„Einrichtung“. Öffnen Sie dann durch einen Klick den Punkt „Lagerorte“.
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Übersicht der Lagerorte:
Erstellen Sie bitte –durch Klick auf das Symbol „NEU“ – einen neuen Lagerort namens
„Direkt“ (oder „Strecke“).
Vergeben Sie eine entsprechende Benennung:
Mehr Einrichtungen sind an dieser Stelle unnötig, dies ist ein „virtueller“ Lagerort. Das heißt
auch, dass auf diesem Lagerort niemals irgendwelche Bestände sein sollten!
….
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Lager- & Logistikabläufe mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-9327-4 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 89,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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Seite 103
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Inhalt
ALLGEMEINE INFORMATIONEN .......................................................................................................
Überblick zu diesem Kurs:.....................................................................................................................
1. Allgemeines .........................................................................................................................................
1.1 Zusammenhänge in NAV ............................................................................................................
2. Überblick zur Lager- & Logistikverwaltung .....................................................................................
2.1 Was ist überhaupt ein „Lager“? .................................................................................................
2.2 Lagerortbezeichnungen ..............................................................................................................
2.3 Ein kleines Schaubild eines möglichen „Workflows“ im Lager ..............................................
2.4 Möglicher Aufbau innerhalb eines Lagerortes .........................................................................
3. Einrichtung des Lager- und Logistikmoduls ...................................................................................
3.1 Allgemeine Informationen zur Einrichtung der Verwendung .................................................
3.1.1 Grundsätzliche Einrichtung des Lagers ............................................................................
3.1.2 Grundsätzliche Einrichtung für die Logistik ......................................................................
3.2 Der Lagerort – Einrichtungsparameter und Erklärungen .......................................................
3.3 Erstellen eines neuen Lagerortes ..............................................................................................
3.3.1 Anlage einer neuen Lagerortkarte......................................................................................
3.3.2 Nach dem Sie den Lagerort angelegt haben…................................................................
3.3.3 Zu guter Letzt: Die Lagerbuchung Einrichtung.................................................................
3.4 Ein Überblick über die unterschiedlichen „Verhaltensweisen“ bei Einstellungen im
Register „Logistik“ ...............................................................................................................................
3.5 Die Artikelkarte – ein Überblick ..................................................................................................
3.5.1.1 Artikeleinheiten ..............................................................................................................
3.5.1.2 Varianten.........................................................................................................................
3.5.1.3 Dimensionen ..................................................................................................................
3.5.1.4 Ersatzartikel ....................................................................................................................
3.5.1.5 Referenzen .....................................................................................................................
3.5.1.6 Textbausteine.................................................................................................................
3.5.1.7 Übersetzungen...............................................................................................................
3.5.1.8 Bild ...................................................................................................................................
3.5.1.9 Artikelbarcodes ..............................................................................................................
3.5.1.10 Weitere Einrichtungsparameter zu einem Artikel ...................................................
3.6 Lagerplätze – einem „Geheimnis“ auf der Spur… ..................................................................
3.6.1 Ein kleines „Schaubild“ um das Thema „Lagerplatz“ etwas mehr zu verdeutlichen
(Festplatzlager) ...............................................................................................................................
3.6.2 Die Kapazitätsprüfung bei Lagerplätzen ...........................................................................
3.6.3 Einrichtung der Einlagerungsvorlagenkarte (Wichtig für die Dynamik) ........................
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3.6.4 Weitere Informationen zu Lagerplätzen ............................................................................
3.6.4.1 Erstellen von Lagerplätzen ..........................................................................................
3.6.4.2 „Wie weiß der Artikel, dass er auf diesen Lagerplatz gehört?“ Zuordnen von
Artikel zu Lagerplatz ...................................................................................................................
3.6.5 Einrichtung von Zonen (gilt nur für einen dynamischen Lagerort) ................................
3.6.6 Lagerplatzarten (gilt nur für einen dynamischen Lagerort) ............................................
3.6.7 Lagerplatzprioritäten (gilt nur für einen dynamischen Lagerort) ....................................
3.6.8 Lagerhilfsmittel (gilt nur für einen dynamischen Lagerort) .............................................
3.6.9 Lagerklassen (gilt nur für einen dynamischen Lagerort) ................................................
3.6.10 Information zu „wie findet das System den bestmöglichen Lagerplatz“
(dynamische Lagerverwaltung) ....................................................................................................
3.6.11 Fazit zum Thema „Lagerplätze“ .......................................................................................
3.7 Erstellen von Lagerplatzinhalten................................................................................................
3.7.1 Automatisierte Erstellung eines Lagerplatzinhaltes durch Zubuchen einer
Einkaufslieferung ............................................................................................................................
3.7.2 Fazit zu „LagerplatzINHALT erstellen“ ..............................................................................
3.8 Zum Schluss… Zusammenfassung zu Kapitel 3 ....................................................................
4. Wareneingänge – Arten der Warenannahme inkl. Einlagerung .................................................
4.1 der einfachste Ablauf: Zugänge direkt aus einem Beleg bzw. Buch-Blatt ..........................
4.1.1.1 Stornierung eines Wareneingangs bzw. Wareneingangszeile ...............................
4.1.2 Wareneingang über eine eingehende Umlagerung (Umlagerungs-Buch-Blatt und
Umlagerungsauftrag) .....................................................................................................................
4.1.2.1 Umlagerung/Wareneingang mit Umlagerungs-Buch-Blatt ......................................
4.1.2.2 Umlagerung/Wareneingang mit Umlagerungsauftrag .............................................
4.1.3 Wareneingang über einen Montageauftrag ......................................................................
4.1.3.1 Stornieren eines Montageauftrages ...........................................................................
4.1.3.2 Zusammenfassung zu Zugängen z.B. via Montageauftrag (Lagerfertigung):......
4.1.4 Wareneingang über eine Istmeldung (Fertigung/Produktion) ........................................
4.2 Ablauf eines Wareneingangs mit einem Lagerort, der „nur“ die Kennung „Einlagerung“
hat (Lagereinlagerung).......................................................................................................................
4.2.1 Erstellen einer Lagereinlagerung aus einem Einkaufsbeleg ..........................................
4.2.2 Erstellen einer Lagereinlagerung aus einem Umlagerungsauftrag (eingehende
Umlagerung) ....................................................................................................................................
4.2.3 Erstellen einer Lagereinlagerung aus einem freigegebenen Fertigungsauftrag .........
4.2.4 Zusammenfassung zum Thema „Lagereinlagerung“ ......................................................
4.3 Verwenden eines Lagerortes mit der Kennzeichnung „Wareneingang“ ..............................
4.3.1 Erstellen und Bearbeiten eines Wareneingangsbeleges direkt über eine
Einkaufsbestellung .........................................................................................................................
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4.3.3.2 Erstellen eines Wareneingangsbeleges durch Abruf von freigegebenen
Bestellungen ................................................................................................................................
4.3.3 Erstellen eines Wareneingangsbeleges für einen Umlagerungsauftrag (eingehende
Umlagerung) ....................................................................................................................................
4.4 Dynamische Lagerverwaltung – Teil 1 – gesteuerte Einlagerung ........................................
5. Zuordnung – „Rampendreher“ (= „cross-docking“) .......................................................................
5.1 Ablauf einer „Zuordnung“ ............................................................................................................
6. Warenausgänge – Arten der Auslieferung/Ausbuchens ..............................................................
6.1 Allgemeine Informationen ...........................................................................................................
6.2 Die einfachsten „Wege“ einer Abgangsbuchung: das Artikel-Buch-Blatt und das
Buchen der Verkaufslieferung aus einem Auftrag .........................................................................
6.2.1 Abgangsbuchung mithilfe eines Artikel Buch-Blattes......................................................
6.2.2 Buchen eines „normalen“ Verkaufsvorgangs mit einem „nicht-logistikpflichtigen“
Lagerort ............................................................................................................................................
6.3 Ablauf eines Verkaufsvorgangs inkl. Lagerort mit Kennzeichnung „Kommissionierung“
(= Lagerkommissionierung) ..............................................................................................................
6.4 Ablauf eines Verkaufsvorgangs inkl. Lagerort mit Warenausgangs- und
Lagerplatzpflicht ..................................................................................................................................
6.5 Dynamische (chaotische) Lagerverwaltung – Ablauf mit einem Verkaufsauftrag – Teil 2
6.5.1 Dynamische Lagerverwaltung – Gebindeanbruch – ein weiteres Beispiel mit einem
Verkaufsauftrag ...............................................................................................................................
7. Interne Abläufe in Lager & Logistik..................................................................................................
7.1 Arbeiten mit einem Artikel Buch-Blatt (Lager) .........................................................................
7.2 Umlagern von Artikeln zwischen Lagerorten/-plätzen mithilfe eines Umlagerungs-BuchBlattes (Lager) .....................................................................................................................................
7.3 Umlagern von Artikel zwischen Zonen/Lagerplätzen (Logistik) ............................................
7.4 Auffüllen von Lagerplätzen (Logistik) ........................................................................................
7.5 Blockieren von Lagerplätzen bzw. Lagerplatzinhalten (Logistik) ..........................................
7.6 Ablauf einer internen Einlagerung & Kommissionierung (Logistik) ......................................
7.7 Integration mit der Produktion (Logistik) ...................................................................................
7.8 Inventur und das Inventur Buch-Blatt (Lager & Logistik) .......................................................
7.8.1 Der Inventurauftrag und Inventurerfassung ......................................................................
7.8.1.1 Mobile Erfassung von Daten........................................................................................
7.8.2 Fazit zu Inventurauftrag/-erfassung ...................................................................................
7.8.3 Inventur mit einem „dynamischen“ Lagerort .....................................................................
7.8.3.1 Das Logistik Inventur Buch-Blatt & zyklische (= permanente) Inventur ................
7.9 Das Neubewertungs-Buch-Blatt (Lager) ..................................................................................
7.10 Und da war noch eines… das Logistik Artikel Buch-Blatt ...................................................
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7.10 Fazit zu diversen internen Vorgängen ....................................................................................
8. Überblick zum Thema „Artikelverfolgung“ ......................................................................................
8.1 die Artikelverfolgungskarte .........................................................................................................
8.2 Beispielablauf: Wareneingang des neuen Artikels .................................................................
8.2.1 Zugang über einen „Wareneingangspflichtigen“ Lagerort ..............................................
8.2.2 Wareneingang des neuen Artikels auf einem dynamischen Lagerort ..........................
8.3 Beispielablauf Warenausgang mit einem Seriennr.-pflichtigen Artikel ................................
9. Lagerhaltungsdaten zu Artikeln .......................................................................................................
9.1 Erstellen von Lagerhaltungsdaten .............................................................................................
9.2 Bearbeiten der Lagerhaltungsdatenkarte .................................................................................
9.3 Auswirkung der Lagerhaltungsdaten ........................................................................................
10. Komprimierung von Logistikposten (Administrativer Bereich) ..................................................
11. Löschen von Journalen & Logistikbelegen (Administrativer Bereich) ......................................
12. Terminologie .....................................................................................................................................
12. Abkürzungen & Fachbegriffe kurz erklärt: ....................................................................................
Tipps – interessante Partner für Sie: ...................................................................................................
Das bietet SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt) ...........................................................................
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2. Überblick zur Lager- & Logistikverwaltung
Mit NAV2016 haben Sie – ebenso wie in den vergangenen NAV-Versionen – die Option, Ihre
Lagerabläufe so zu strukturieren wie es für Ihr Unternehmen und dessen Abläufe am praktikabelsten ist.
Ob Sie bzw. Ihre Lagerkollegen ein Teil der „Logistik“-Möglichkeiten nutzt oder die komplette
Dynamik (früher als „chaotische Lagerverwaltung“ bekannt), entscheiden Sie und Ihr Team.
Sie haben natürlich ebenso die Möglichkeit verschiedene Lagerorte unterschiedlich zu
definieren.
So finden sich in der Praxis häufig „Mischungen“ – beispielsweise ist ein Lagerort komplett
auf Dynamik eingestellt, während ein anderer Lagerort sehr einfach strukturiert wird.
Die „Highlights“ in und mit diesem Modul sind unter anderem davon abhängig, ob es sich um
einen einfachen oder einen „dynamischen“ Ablauf handelt – aber seien Sie versichert, dass
Sie ebenso mit einer einfachen Strukturierung des Lagerortes viele Prozesse optimal einstellen und durchführen können.
Ein paar Beispiele gefällig?
Die „große“ Logistik (= Dynamik) bietet Ihnen die Möglichkeit „Rampendreher“ (in Englisch
auch „cross-docking“ genannt) automatisiert abzubilden. Diese „Rampendreher“-Thematik
lässt sich aber mit wenigen organisatorischen Vorgaben selbstverständlich auch in kleiner
strukturierten Lagern ausführen.
Anbindung an mobile Endgeräte – ein Thema, dass in den letzten Monaten und Jahre stetig
gewachsen ist. Der Wunsch der Anwender, viele Informationen einfach abzuscannen wird
immer größer. Dazu sind allerdings einige Vorgaben notwendig – doch die Grundsteine sind
in Microsoft Dynamics™ NAV bereits gelegt!
Integration zu den anderen Modulen – ob beispielsweise Ein- oder Verkauf oder auch die
Finanzbuchhaltung: Lager & Logistik ist eingebettet in dieser voll integrierten Lösung. Das
bietet Ihnen und Ihrem Team viele wertvolle Vorteile!
Artikelverfolgung – die Nachverfolgbarkeit von Serien- und Chargennummern ist in vielen
Betrieben Pflicht. Seit den „ATTAIN“-Versionen von NAV ist dies ohne großen Aufwand
möglich.
Hinweis:
Beachten Sie bitte: jedes Modul ist nur so gut wie seine Einrichtung! Das gilt auch
für die Stammdatenpflege. Die Abläufe werden nur suboptimal funktionieren, wenn
diverse Parameter gar nicht oder erst spät gesetzt werden. Ihr für Sie zuständiger
Kundenbetreuer bzw. Projektleiter wird Sie hier gern unterstützen!
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2.1 Was ist überhaupt ein „Lager“?
Wer sich das erste Mal mit diesem Thema befasst, traut sich vielleicht gar nicht diese Frage
zu stellen: was ist überhaupt ein „Lager“? Ein „Lager“ kann in jedem Unternehmen vollkommen unterschiedlich verstanden werden, daher hier vorab ein paar kleine Gedankenanregungen rund um dieses Thema.
„Lager“ bzw. ein „Lagerort“ kann beispielsweise sein:







eine Halle
ein Raum
ein Tisch
ein Regal
ein Auto oder Van (Servicetechniker/Außendienstmitarbeiter)
ein (Park-)Platz draußen
usw.
Abhängig davon, wie das jeweilige Lager verwaltet werden muss und soll, müssen Sie die
Vorgaben in NAV2016 entsprechend einstellen (dazu später mehr).
2.2 Lagerortbezeichnungen
Wie Sie einen Lagerort „nennen“, ist an für sich für NAV vollkommen egal. Hier aber
dennoch eine kleine Übersicht – inklusive ein paar zusätzlichen Informationen:
„Halle“ oder „Zentrale“
Diese Benennung findet sich häufig für Lagerorte, die als Hauptlagerorte geführt
werden. Auf diese Lagerorte wird oftmals „eingekauft“ und „verkauft“
„Muster“, „Ansicht“, „Leihe“
Diese Art von Lagerorten wird dazu verwendet, Artikel die beispielsweise für
Messen aufbewahrt werden, von den normalen Artikeln getrennt zu halten.
Auch Leihgeräte sollten immer separat verwaltet werden – um die Übersichtlichkeit zu wahren.
„QS“ oder „Prüflager“
Diese Lagerorte dienen – wie die Bezeichnung bereits sagt – als Qualitätssicherungslager bzw. als eigener Bereich um eingehende Artikel zum Beispiel zu prüfen.
„ADM“ oder „PKW“
Hinter der Abkürzung „ADM“ verbirgt sich „Außendienstmitarbeiter“. Gemeint
sind hier häufig Autos bzw. Vans der Servicemitarbeiter, die immer einen
kleinen Anteil unterschiedlichster Artikel mit sich führen.
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„Konsignationslager“ (abgekürzt „Konsi-Lager“)
Ein Konsignationslager ist ein Lager oder –raum, den Sie bei Ihrem Kunden
zur Verfügung haben. Mit anderen Worten: Ihre Ware liegt in einem Lagerbereich Ihres Kunden. Diese Ware ist immer noch Ihr Eigentum und muss durch
Ihr Team verwaltet und regelmäßig geprüft werden (Inventur!)
Diese Art der Lagerhaltung gibt es natürlich auch umgekehrt – das bedeutet: Ihr Lieferant hat
seine Artikel bei Ihnen eingelagert. In diesem Fall handelt es sich um „Fremdeigentum“ im
Haus“ – und diese Ware dürfen Sie in Ihrem NAV-System weder aufnehmen noch verwalten!
„Prod“-Lager, „Rohmaterial“, „VM-Lager“
Diese Lagerorte werden für die Produktion benötigt – VM bedeutet in diesem Fall
„Vormaterial“. Häufig finden sich bei Herstellern mehrere Lagerbereiche – so ein
Lagerort für das Rohmaterial, einer für die halbfertigen Artikel sowie ein Lagerort
für die „Fertigartikel“.
„Kanban“-Lager
Das „Kanban“-Lager wird meist bei produzierenden Unternehmen genutzt. Vereinfacht gesagt ist der Grundgedanke hier, dass die Entnahme des dort vorhandenen
Rohmaterial (meist Kleinstmaterial wie z.B. Schrauben, etc.) meist asynchron zum
Auffüllen des Bestandes erfolgt, umso den „Workflow“ ideal zu steuern.
Unter „Wikipedia.de“ finden Sie eine ausführliche Erläuterung.
„Montage“, „Rohmaterial MON“
Diese Lagerorte sind für den Montage-Bereich vorgesehen.
„Direkt“ oder „Strecke“
Meine Empfehlung sofern Sie mit Direktlieferungen arbeiten (auch als „Streckengeschäft“ bekannt). Legen Sie für diese Fälle einen eigenen Lagerort unter dem
Namen „Direkt“ bzw. „Strecke“ an. Der Vorteil: damit können Sie später die Belege
filtern – und diese dadurch von den „normalen“ Ein- und Verkaufsvorgängen etwas
trennen.
„Transit“
Sofern Sie mit Umlagerungsaufträgen arbeiten, benötigen Sie innerhalb von NAV
mindestens einen Transit-Lagerort. In diesem Fall handelt es sich quasi um einen
virtuellen Lagerort, den das System dazu nutzt um Ware, die aus- aber noch nicht
wieder eingelagert wurde, lagerorttechnisch dar zu stellen (= „Ware auf der Straße“).
In diesem Fall benötigen Sie lediglich eine Lagerort“karte“, die einen Code und den
Namen beinhaltet sowie das Häkchen im Feld „Als Transitlager verwenden“.
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2.3 Ein kleines Schaubild eines möglichen „Workflows“ im Lager
Das Schaubild zeigt mögliche Abläufe innerhalb eines Lagerortes – Sie sehen hier (wenn
auch sehr einfach skizziert) – Warenein- und –ausgänge – inklusive Umlagerungen, Zuordnungen usw.
Wie sieht Ihr Lager zurzeit aus?
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3.3 Erstellen eines neuen Lagerortes
Um einen neuen Lagerort zu erstellen, benötigen Sie letztendlich drei Schritte:
1. Erstellen einer neuen Lagerortkarte mit den entsprechenden Einrichtungen in den
unterschiedlichen Registern
2. das Zuordnen der Anwender, die diesen Lagerort nutzen müssen und dürfen
3. das Hinterlegen des Lagerortes in der „Lagerbuchung Einrichtung“ – und damit dem
Zuweisen der Sachkonten, die bei bestimmten Lagerbuchungen unbedingt notwendig
sind.
3.3.1 Anlage einer neuen Lagerortkarte
Da wir für eine der Übungen in dieser Unterlage einen speziellen Lagerort benötigen, den es
so im „CRONUS“ noch nicht gibt, möchte ich Sie bitten diesen jetzt anzulegen.
Klicken Sie zunächst im „Lagermenü“ auf „Verwaltung“ und dort auf „Lagerorte“. Um eine
neue Karte zu erstellen klicken Sie entweder auf das Symbol „NEU“ im Menüband –
alternativ können Sie ebenso die Tastatur dazu nutzen – drücken Sie STRG + N.
Sie erhalten zunächst eine „leere“ Lagerortkarte. Vergeben Sie zunächst einen Code – für
unser Beispiel „ORANGE“ und einen Namen:
Im Register „Logistik“ setzen Sie bitte Häkchen für „Wareneingang“ und „Warenausgang“ –
sowie „Lagerplatz notwendig“. In dem Feld „Vorg. Lagerplatzauswahl“ achten Sie bitte
darauf, dass hier „fester Lagerplatz“ vorgegeben ist.
(Zu dem Thema „Lagerplatz“ kommen wir an anderer Stelle nochmals zurück).
Wenn Sie die Lagerortkarte so angelegt haben, können Sie diese durch Klick auf „OK“
wieder schließen.
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Normalerweise pflegen Sie das Register „Allgemein“ der jeweiligen Lagerortkarte bitte
komplett (also mit Adresse und wenn möglich einem Kontakt – vergessen Sie nicht, dass bei
Auswahl eines Lagerortes z.B. bei Bestellungen die Adresse des Lagerortes bei den
diversen Belegen mit ausgegeben wird.
HINWEIS:
Im allgemeinen „Verwaltungs“-Menü – unter „Anwendung Einrichtung“ –
„Lager“ – „Lager“ – finden Sie unter „Aufgaben“ eine Funktion namens
„Lagerorte erstellen“:
Vorsicht: es handelt sich hierbei um eine sogenannte Stapelverarbeitung,
mithilfe dessen Sie für einen vorhandenen Lagerort die Verwendung von
Zonen und Lagerplätzen „aktivieren“ und damit diesen Lagerort zu einem
„Logistik-Lagerort“ wandeln.
Beachten Sie dazu bitte auch unbedingt die Hinweise in der Onlinehilfe!
3.3.2 Nach dem Sie den Lagerort angelegt haben…
…muss auf jeden Fall ein Anwender dem Lagerort zugeordnet werden. Ansonsten kann es
passieren, dass der betreffende Mitarbeiter beispielsweise Warenausgänge gar nicht erstellen kann bzw. erstellte Belege aus dem logistikpflichtigen Lagerort nicht sehen kann.
Klicken Sie im Bereich „Verwaltung“ (wir sind immer noch im Lagermenü) auf den Punkt
„Lagermitarbeiter“.
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Ich hoffe, Sie sind in Ihrer „Spieldatenbank“ als
Benutzer angelegt – ansonsten müssten Sie
das bitte noch nachholen. (Anwendung
Einrichtung – Benutzer – „Benutzer
Einrichtung“)
Um die Lagermitarbeiter-Einrichtung zu öffnen,
klicken Sie mit einem einfachen „Klick“ auf den
Menüpunkt „Lagermitarbeiter“.
Es öffnet sich zunächst eine Übersicht (in Ihrem CRONUS könnte diese Ansicht noch „leer“
sein).
Ansicht der hinterlegten Lagerorte mit Zuweisung zu einem Mitarbeiter:
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3.5.1.4 Ersatzartikel
In NAV haben Sie grundsätzlich die Option, einen bzw. mehrere Ersatzartikel zu jedem
Artikel zu definieren. Das bedeutet: sollte bei Eintrag eines Artikels in einer Verkaufsbelegzeile eine Verfügbarkeitswarnung erscheinen (wegen mangelnden Bestand) – zeigt
Ihnen das System in der Verfügbarkeitsmeldung selbst an, dass es einen möglichen
„Ersatzartikel“ gibt – sofern dieser hier hinterlegt wurde.
Im Feld „Ersatzartikelart“ können Sie zudem wählen, ob es sich um einen bereits vorhandenen Artikel in Ihrem System handelt oder um einen sogenannten „Katalogartikel“.
Sobald Sie einen Ersatzartikel ausgewählt haben, wird die Beschreibung des Ersatzartikels
automatisch mit angezeigt. Sie können zudem ein Häkchen im Feld „Austauschbar“ setzen.
Damit legen Sie fest, dass beide Artikel untereinander miteinander getauscht werden
könnten.
Das Feld „Bedingung“ ist vergleichbar mit einer „internen Bemerkung“. Das heißt: Sie
hinterlegen hier keine aufwendigen oder komplexen Formeln („wenn-dann-sonst“), sondern
einen einfachen Text. Sobald Sie eine solche „Bedingung“ hinterlegen, wird in dem
betreffenden Feld der Wert von „Nein“ auf „Ja“ geändert.
So könnte es zum Beispiel aussehen:
Wie Sie anhand des obigen Bildschirmausschnittes sehen können, könnten Sie den gleichen
Artikel auch mit einer Variante als „Ersatz“ anbieten.
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Um eine „Bedingung“ zu hinterlegen, klicken Sie auf das Symbol „Bedingung“ im Menüband.
Es öffnet sich eine einfache Erfassungsmaske in der Sie einen Text hinterlegen können –
wie bereits gesagt, wird in diesem Fall der Wert im Feld „Bedingung“ auf „JA“ umgesetzt.
Diese „Bedingung“ ist nur als interne Information gedacht und wird nirgends mit ausgegeben!
3.5.1.5 Referenzen
Die „Referenzen“ stellen Ihnen einige Möglichkeiten zur Verfügung: beispielsweise könnten
Sie hier die Artikelnummer eintragen, die Ihre Kunden bei sich für den Artikel, den Sie
verkaufen, verwenden.
Oben sehen Sie ein Beispiel. Die Auswirkung im NAV-Standard sind die, dass die
„Beschreibung“ dann in der Verkaufsbelegzeile verwendet – statt der eigentlichen Artikelbeschreibung aus der Stammdatenkarte des Artikels.
Ein Andruck der „Referenznummer“ ist standardmäßig bei den Belegen bisher nicht vorgegeben – aber in vielen projektspezifischen Anpassungen in der Praxis wurde und wird
dieses Feld in den Belegen mit angedruckt.
Sie können an dieser Stelle ebenso für Kreditoren (Lieferanten) eine Referenznummer
eintragen – da es parallel dazu aber die Kreditor-Artikelnummer gibt, stellt sich in der Praxis
oft die Frage was besser zu pflegen wäre.
Meine Empfehlung im Moment ist, die alternative Kreditor-Artikelnummer tatsächlich unter
den Punkt „Lieferanten“ zu hinterlegen:
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3.6 Lagerplätze – einem „Geheimnis“ auf der Spur…
Das Thema „Lagerplätze“ und „Artikel“ wirft oftmals diverse Fragen auf, die scheinbar in
keiner Dokumentation so „richtig erklärt“ wurden. Zurück bleibt oft ein Gefühl, „man ist sich
nicht ganz sicher, aber irgendwie wird’s schon funktionieren“.
Anbei ein paar hilfreiche Tipps zu diesem Thema – und das unabhängig davon, ob Sie mit
einer „dynamischen“ Lagerverwaltung arbeiten oder nicht.
Zunächst einmal können Sie bei jedem Lagerort, bei dem des notwendig ist, Lagerplätze
erstellen. Diese müssen erst einmal vorhanden sein, bevor Sie einem Artikel einen Lagerplatz
zuweisen können. Um Lagerplätze zu einem Lagerort zu zuordnen gibt es mehrere Varianten.
Für ein sogenanntes „Festplatzlager“ – mit anderen Worten: einem Lagerort der wie „unser“
„Orange“ ist – haben Sie die Möglichkeit die Lagerplätze manuell zu zuweisen. Öffnen Sie
dazu die Lagerortkarte „Orange“
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Klicken Sie im Menüband auf das Symbol „Lagerplätze“ – Sie gelangen in eine neue Ansicht,
in der Sie jetzt die Lagerplätze anlegen können:
Standardmäßig sind zunächst nur einige wenige Spalten eingeblendet. Es kann notwendig
sein, dass Sie sich weitere Spalten hier einblenden müssen.
Wie Sie die Lagerplätze benennen, entscheiden Sie. Im „echten Leben“ ist es oft so, dass
der Lagerplatzcode sich aus verschiedenen Kürzeln zusammensetzt. Wie in meinem Beispielbild auf der vorigen Seite zu sehen, habe ich hier den ersten Buchstaben des
Lagerortes mit einer möglichen Regalkennung – „A“ – einer Ebene – „01“ – und dem
eigentlichen Lagerplatz – „01“ gekoppelt.
Herauskommt dann:
O–A-01-01
Hinterlegen Sie bitte bei Lagerort „Orange“ mindestens zwei Lagerplätze für zukünftige
Übungen. Schließen Sie danach bitte die Lagerortkarte „Orange“.
Das war jetzt die „manuelle“ Variante der Lagerplatzanlage – weitere Möglichkeiten lernen
Sie in einem späteren Kapitel kennen.
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3.6.1 Ein kleines „Schaubild“ um das Thema „Lagerplatz“ etwas mehr zu
verdeutlichen (Festplatzlager)
Wie Sie bereits gelesen haben bzw. „gehört“ haben, sind „Lagerplätze“ die kleinstmögliche
„Struktureinheit“ innerhalb eines Lagerortes. Damit Sie Ihren verfügbaren Platz innerhalb
eines Lagers optimal ausnutzen können und damit Ihre Lagermitarbeiter die Artikel möglichst
schnell finden, sollten die Lagerplätze entsprechend sowohl im NAV-System wie
„physikalisch“ angelegt sein.
Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen was mit diversen Artikeln „passiert“ wenn diese im Lager
„Orange“ ankommen.
Regal „A“
Wareneingang für Lager „Orange“:
Lagerplatz
01
ORANGE
Lagerplatz
02
Lagerplatz
03
Wareneingangsbeleg für Lager „Orange“ wird
erstellt – Bestellungen werden abgerufen
Im Wareneingangsbeleg werden die Lagerplätze automatisch vorgeschlagen, sofern der Artikel bereits einmal in
diesem Lager war (Option „Fester Lagerplatz“ in der
Lagerortkarte). Ist der Artikel das erste Mal für dieses Lager
bestimmt, trägt der Lagermitarbeiter den korrekten
Lagerplatz ein.
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4. Wareneingänge – Arten der Warenannahme inkl.
Einlagerung
In diesem Kapitel werden folgende Punkte behandelt:


Annehmen und Einlagern der Artikel in verschiedenen Lagerbereichen und
Lagerkonstellationen
Stornieren von gebuchten Eingängen
Die Warenannahme (= Wareneingang) stellt sicher, dass Artikel in ausreichender Menge und
Qualität zur Verfügung stehen.
Dieses Kapitel zeigt anhand verschiedener Fallbeispiele mögliche Abläufe bei einem
Zugang.
Was verstehen wir unter „Wareneingang“?






Einkaufsbestellung
Eingehende Umlagerung
Verkaufsrücknahmen
Zubuchen über einen Montageauftrag
Istmeldung eines Fertigungsauftrags
Interne Lagerprozesse – Zugänge mittels Artikel- oder Inventur-Buch-Blatt
Mithilfe von Microsoft Dynamics™ NAV2016 haben Sie die Möglichkeit Ihre Warenannahme
so zu strukturieren, dass ein reibungsloser und effizienter Weg möglich ist. Welche Einrichtungsmöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen haben Sie ja in den voran gegangenen
Kapiteln bereits kennengelernt.
Zwecks besserer Nachvollziehbarkeit der genannten Beispiele – die alle im CRONUS nachgestellt wurden – habe ich Anfang jedes Ablaufs den Lagerort und den bzw. die
entsprechenden Artikel angegeben.
Da der Punkt „Artikelverfolgung“ in jeder Konstellation der Zugangsbuchungen ein Thema
sein kann, werde ich auch dazu einen Artikel mit dieser „Pflicht“ dazu nehmen.
4.1 der einfachste Ablauf: Zugänge direkt aus einem Beleg bzw. BuchBlatt
Verwendeter Lagerort: Silber
Kennzeichen: „nur“ Lagerplatz notwendig
Verwendete Artikel: 80206 (Webcam) und 80102-T (Monitor) – mit Seriennr.-Pflicht
Bevor wir „loslegen“ prüfen Sie bitte zunächst die Einstellungen betreffs der Artikelverfolgung bei dem Artikel „80102-T“. Wechseln Sie dazu im Lagermenü zunächst auf den
Punkt „Planung & Ausführung“ – „Artikel“. Sobald sich die Artikelübersicht geöffnet hat,
suchen Sie bitte nach dem Artikel mit der Nummer 80102-T.
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Öffnen Sie die Stammdatenkarte und klicken Sie auf das Register „Artikelverfolgung“.
Klicken Sie auf den kleinen „Drop-Down-Pfeil“ rechts – es werden Ihnen alle vorhandenen
Artikelverfolgungscodes angezeigt.
Klicken Sie auf den Punkt „Erweitert“ – die
Artikelverfolgungskarte „SNALLE“ sollte sich jetzt
öffnen.
Ansicht der Artikelverfolgungskarte „SNALLE“:
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Achten Sie darauf, dass Ihr Cursor immer noch auf dem Datensatz „SNALLE“ platziert ist –
klicken Sie auf das Symbol „Bearbeiten“. Im Register „Seriennr.“ setzen Sie bitte unbedingt
das Häkchen im Feld „Seriennr.-Verf. Lager“.
Dieses Häkchen ist enorm wichtig – gerade in Zusammenhang mit dem Thema „Lagerplatz“
– ansonsten kann es passieren, dass beim Zubuchen eines solchen Artikels die Seriennummern nicht mit in den Lagerplatzposten übernommen wird. Und das kann spätestens
beim „Abbuchen“ zu Problemen führen!
Sobald Sie dieses Häkchen gesetzt haben, können Sie die geöffneten Fenster wieder
schließen.
Zurück zu unserem Beispiel – hier der Vorgang:
Wechseln Sie jetzt bitte in den „Einkauf“ und dort in die „Bestellungsabwicklung“. Klicken Sie
auf „Bestellungen“ und erstellen Sie einen neuen Einkaufsbeleg für den Lieferanten
„Elektronik Service GmbH“ (Kreditorennr. 50000). Tragen Sie in den Zeilen bitte folgendes
ein:





Art = Artikel
Nr. = 80206 (Webcam)
Menge: 10 (Stück)
Nr. = 80102-T (Monitor)
Menge: 2 (Stück)
Lagerort = in beiden Fällen „SILBER“
Lagerplatz = S-01-0002
Ansicht der Bestellung:
Sobald die Lieferung angekommen ist, notieren die Anwender im Normalfall die Lieferscheinnummer. Geben Sie für unser Beispiel bitte die Nummer LS01223 im Feld „Kred.-Lieferungsnr.“ ein.
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Seite 122
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Bevor wir jetzt die Lieferung direkt einbuchen können, müssen wir zunächst die Seriennummern für die beiden Monitore zuweisen. Platzieren Sie Ihren Cursor bitte auf die
Belegzeile mit der Artikelnummer 80102-T.
Klicken Sie dazu im Register „Zeilen“ auf „Zeile“ und wählen Sie dort „Artikelverfolgungszeilen“ aus:
Es öffnet sich jetzt eine Eingabemaske.
Entweder Sie geben Sie
Seriennummer manuell ein
(pro Zeile 1 Seriennr.) oder
Sie nutzen die Funktion
„Benutzerdef. Seriennr.
erstellen“ (Reiter AKTIONEN)
Unterhalb des Menübandes sehen Sie immer die genaue Anzahl der bestellten Menge. Im
Gegensatz zu Chargen benötigen Sie pro Gerät eine Zeile mit der jeweils korrekten Seriennummer.
In der Praxis ist es heute so, dass unsere Anwender die Seriennr. entweder „abscannen“
(das System trägt in dem Fall die Nummer dann automatisch in der „Artikelverfolgungszeile“
ein) oder manuell die Nummer im Feld „Seriennr.“ eintragen. Der Grund: in solchen Fällen
wird immer die Artikelverfolgungsnummer vom Hersteller übernommen (das gilt also sowohl
für Serien- wie Chargennummern).
Damit beispielsweise die Seriennummer gescannt werden kann, ist in NAV eine kleine
Anpassung notwendig – sprechen Sie bitte dazu mit dem für Sie zuständigen Projektleiter
Ihres Microsoft Dynamics™ NAV-Partners.
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Seite 123
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4.1.3.2 Zusammenfassung zu Zugängen z.B. via Montageauftrag (Lagerfertigung):
Sie haben in diesem Unterkapitel zwei Varianten eines „Zugangs“ kennengelernt – einmal
über einen normalen Einkaufsbeleg (die Bestellung) und den zweiten über den Montageauftrag.
Natürlich hätte ich Ihnen den Weg über die „Einkaufsschiene“ auch ersparen können – es
besteht ja immer die Möglichkeit Zugänge ebenso über ein Artikel-Buch-Blatt zu zubuchen.
ABER: das wäre und ist ja nicht die gängige Praxis!
Im „echten“ Leben würde auf jeden Fall in regelmäßigen Abständen neben dem Planungsauch der Bestellvorschlag durchlaufen. Eben um rechtzeitig Komponenten für die Montage
parat zu haben.
Die „Auftragsmontage“ läuft etwas anders als die hier gezeigte „Lagermontage“ – der große
Unterschied ist letztendlich der, dass



der Montageauftrag bei Freigabe des Verkaufsauftrages automatisch erstellt wird
Dieser Montageauftrag wird nicht (!) manuell gebucht – sondern durch Buchen der
Verkaufslieferung des Verkaufsauftrages, werden automatisch die Komponenten abund der montierte Artikel einmal zugebucht. Danach – durch die Verkaufslieferung
selbst – wieder abgebucht.
Die „Eingreifmöglichkeit“ bei einem solchen Montageauftrag ist eingeschränkt
möglich. Beispielsweise könnten Sie den Lagerort in den Komponentenzeilen ändern.
Letztendlich ist die Montage für all jene interessant, die eine „leichte Fertigung“ in ihrem
Unternehmen abbilden wollen und möchten.
4.1.4 Wareneingang über eine Istmeldung (Fertigung/Produktion)
Eine weitere Art eines Zugangs ist die sogenannte „Istmeldung“ bei einem freigegebenen
Fertigungsauftrag.
Für das nächste Beispiel verwenden wir einen bestehenden Artikel aus dem „CRONUS“Mandanten. Wechseln Sie bitte zunächst auf in das „Produktionsmenü“ und dort in die
„Auftragssteuerung“.
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Seite 124
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Klicken Sie auf „Freigegebene FA“ – Sie gelangen in die Übersicht aller freigegebenen
Fertigungsaufträge. Erstellen Sie bitte zunächst einen neuen Fertigungsauftrag durch Klick
auf das Symbol „NEU“ im Menüband (oder STRG + N).
Bestätigen Sie einmal mit ENTER, damit das System eine neue Belegnummer vergeben
kann. Im Feld „Herkunftsnr.“ hinterlegen Sie bitte „766BC-B“ ein und geben als Menge „2“
vor.
Ansicht des „Freigegebenen Fertigungsauftrages“:
Als nächstes müssen wir diesen Fertigungsauftrag zunächst „berechnen“ lassen – das heißt,
dass System muss jetzt erst einmal die notwendigen Komponenten und Ressourcen ermitteln.
Klicken Sie dazu bitte auf das Symbol „Fertigungsauftrag aktualisieren“ im Menüband –
Reiter START:
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Seite 125
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Es erscheint zunächst wieder ein „Dialogfenster“ –
wir belassen alles so wie ist – klicken Sie auf „OK“:
Die Berechnung wird durchgeführt und der Fertigungsauftrag entsprechend aktualisiert.
Ansicht des fertig berechneten Fertigungsauftrages:
Hinter der hier vorhandenen Zeile verbergen sich jetzt die notwendigen Komponenten sowie
ein Arbeitsplan.
Was allerdings hier noch fehlt ist ein Lagerort und – platz. Blenden Sie sich diese beiden
Spalten noch ein und verschieben Sie beide Spalten etwas weiter nach vorne.
Öffnen Sie das Register „Buchung“ – auch hier gibt es diese beiden Felder – hinterlegen Sie
an dieser Stelle Lagerort „Silber“ und den Lagerplatz „S-01-0003“.
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Im Gegensatz zum Montageauftrag erhalten Sie hier keinerlei Abfrage, ob das System die
bestehende Fertigungsauftragszeile aktualisieren soll oder nicht. Sie könnten daher diese
Einträge manuell in der betreffenden Auftragszeile hinterlegen.
Im nächsten Schritt benötigen wir nun das „Produktions Buch-Blatt“. Über dieses Buch-Blatt
wird sowohl der Verbrauch der Komponenten und Ressourcen gebucht (das ist aber auch
abhängig von der jeweiligen Einstellung im Feld „Buchungsroutine“ bei der Artikelkarte) wie
die Istmeldung (=> der Zugang des gefertigten Artikels).
Klicken Sie im Register „Zeilen“ auf „Zeile“ – und dort auf „Produktions Buch-Blatt“.
In diesem Fall haben wir es mit einem ganz einfachen Fall zu tun – zu sehen in der Ansicht:
(im „echten Leben“ sehen solche Produktions Buch-Blätter meist etwas „voller“ aus…)
Setzen Sie bitte bei unserem Beispiel ein Häkchen im Feld „Beendet“. Anhand der Postenart
erkennen Sie hier, dass wir in diesem Fall „nur“ eine Istmeldung buchen werden. Wie bereits
erwähnt, ist die Istmeldung in diesem Beispiel die eigentliche Zugangsbuchung.
Klicken Sie als nächstes auf das Symbol für „Buchen“ – bestätigen Sie die Abfragemeldung.
Sobald die Istmeldung gebucht wurde, wird die Auftragszeile entsprechend aktualisiert:
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Schließen Sie den Fertigungsauftrag durch Klick auf „OK“. Wechseln Sie wieder zurück in
das Lager und klicken Sie dort unter „Planung & Ausführung“ auf „Artikel“. Suchen Sie den
Artikel „766BC-C“ und rufen Sie sich über den Reiter NAVIGATE – „Posten“ – „Posten“ die
Artikelposten auf:
So sieht die Buchung übrigens aus, wenn in der Fertigungsauftragszeile kein Lagerort
eingetragen war….
Im Gegensatz zu dem vorher gezeigten Ablauf des Montageauftrages, ist ein Ablauf in der
„Produktion“ bzw. der Aufwand der dahinter stehen kann, etwas umfangreicher –das fängt
bei der Stammdatenpflege an und geht bis zum Fertigungsauftrag selbst.
Die Produktion benötigen Sie dann, wenn Sie selbst in Ihrem Haus aktiv „fertigen“, das heißt
Artikel komplett oder zum Teil zusammenbauen. Die „Montage“ empfiehlt sich immer dann,
wenn Sie fertige Teile „nur“ zusammensetzen.
Damit wären die ersten Beispiele eines „einfachen Zugangs über Belege“ erledigt. Die
internen Zugangsmöglichkeiten – beispielsweise über ein Artikel-Buch-Blatt – werden in
einem späteren Kapitel behandelt.
(Einblick in die Module „Montage“ und „Produktion“ erhalten Sie auch über die Unterlage
„Beschaffung mit Microsoft Dynamics™ NAV2016).
5. Zuordnung – „Rampendreher“ (= „cross-docking“)
Als „Rampendreher” bezeichnen wir Ware die – sofort nach Ankunft im Wareneingang – für
einen wartenden Warenausgang zur Verfügung gestellt wird. Mit anderen Worten: bei einem
„dynamischen“ Lagerort wird diese Ware gar nicht erst in den „echten“ Lagerbereich eingelagert, sondern verbleibt in einem speziellen Teil der Halle (meist direkt beim Packtisch).
Microsoft Dynamics™ NAV bietet Ihnen in der „Dynamik“ die Option, die Zuordnung
zwischen einem Warenein- und –ausgang automatisch berechnen und zuordnen zu lassen.
Um diese Möglichkeit dann aber auch nutzen zu können, sollten Sie auf ein Häkchenfeld
namens „Zuordnung“ achten. Sie finden dieses Häkchenfeld:
 in der Artikelkarte unter Register „LAGER“ – „Zuordnung verwenden“
 in der Lagerortkarte unter Register „LOGISTIK“ – „Zuordnung verwenden“ – des
Weiteren gibt es hier noch ein Feld „Zuordn. Fälligkeitsdatum berechnen“ (hier
könnten Sie zusätzlich eine Datumsformel wie z.B. „1T“ hinterlegen, wenn das
System dies mit einkalkulieren muss).
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Mithilfe dieser Kennzeichnungen sorgen Sie dafür, dass Artikel für die Möglichkeit der
„Rampendreher“ verwendet werden können und dass diese Funktion bei einem
„dynamischen“ Lagerort im Wareneingang benutzt werden kann.
Die Datumsformel steht im Übrigen in Abhängigkeit mit dem „Arbeitsdatum“ – nicht mit dem
Systemdatum.
(Informationen zum Thema „Arbeitsdatum“ finden Sie in der Unterlage „Grundlagen für Starter…“)
5.1 Ablauf einer „Zuordnung“
Ein Beispiel zum Üben:
Verwendeter Artikel: „LS-81“
Lagerort: WEISS
In beiden Stammdatenkarten ist das Häkchen „Zuordnung verwenden“ gesetzt (bitte prüfen
Sie das in Ihrer CRONUS-Datenbank nach).
Stellen Sie sich vor, Sie seien der verantwortliche Verkaufssachbearbeiter der „CRONUS
AG“. Der Debitor „Der Geräteladen“ (Debitorennummer 62000) bestellt bei Ihnen 500 Stück
des Artikels „LS-81“.
Ihre Aufgabe: wechseln Sie zunächst in das Menü „Verkauf & Marketing“ – „Auftragsabwicklung“. Klicken Sie auf „Aufträge“.
Erfassen Sie zunächst einen neuen Auftrag für diesen Kunden – in den Zeilen tragen Sie
den gewünschten Artikel ein und ebenso die Menge von 500 Stück. Achten Sie bitte darauf,
dass im Feld „Lagerortcode“ WEISS steht.
Eventuelle Verfügbarkeitswarnungen bestätigen Sie bitte und geben den Auftrag „frei“ (Klick
auf das Symbol „Freigeben“ im Menüband).
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Um diesen Bedarf zu decken, wechseln Sie im nächsten Schritt in den Einkaufsbereich.
Erstellen Sie jetzt eine neue Bestellung für den Lieferanten „Elektronik Service GmbH“
(Kreditorennummer 50000) – tragen Sie den oben genannten Artikel mit einer Menge von
„1000“ Stück ein, achten Sie auf den Lagerortcode (WEISS) und geben Sie bitte auch diesen
Beleg „frei“.
Ansicht der neuen Bestellung:
Nachdem jetzt beide Belege erstellt und auch freigegeben wurden, wechseln Sie im
nächsten Schritt in das „Lagermenü“. Klicken Sie bitte zunächst auf „Planung & Ausführung“
– wählen Sie dort den Punkt „Wareneingang“ aus.
Erstellen Sie einen neuen Wareneingangsbeleg für Lagerortcode „WEISS“.
Beim Abrufen der Bestellung in den Wareneingangsbeleg könnte es zu diesen Meldungen
kommen:
Sie sehen, die Lagerplatzkapazitätsprüfung
greift auch im Wareneingangsbereich!
Bestätigen Sie durch Klick auf „JA“.
Die zweite Meldung (in „meinem“ Cronus“ bezieht sich auf das Gewicht):
Auch diese Meldung wird durch Klick auf
„JA“ bestätigt.
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Nach dem die Zeile abgerufen wurde, klicken Sie als nächstes auf das Symbol „Zuordnung
berechnen“:
Nachdem Sie diese Funktion ausgeführt haben, hat das System eine entsprechende
Kennzeichnung (Menge für Zuordnung) in der Wareneingangszeile gesetzt:
Wenn Sie jetzt wissen möchten, für welche Aufträge bzw. geplanten Warenausgänge diese
Menge zugeordnet werden, klicken Sie in das Feld „Menge für Zuordnung“ – es „erscheint“
recht ein kleiner „Drop-Down-Pfeil“ – und wenn Sie darüber die entsprechende Maske
öffnen, sehen Sie – beispielsweise in meinem Übungsfall – zwei Aufträge:
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6.3 Ablauf eines Verkaufsvorgangs inkl. Lagerort mit Kennzeichnung
„Kommissionierung“ (= Lagerkommissionierung)
In früheren NAV-Versionen – als es das Thema „Logistik“ in der heutigen Form noch nicht
gab – hatten einige NAV-Kunden die Funktionalität der sogenannten „Packzettel“ (auch
„Pickzettel“ genannt) in ihrer Lösung. Das bedeutet: die NAV-Anwender konnten bereits
damals in einer NAVISION® Financials 2.x Lösung einen Lagerbeleg aus einem Verkaufsauftrag heraus erstellen und im Lager als eigenen Beleg nutzen.
Das hieß damals aber auch: 1 Verkaufsauftrag – 1 Packzettel. Eine vergleichbare Möglichkeit gibt es noch heute: die Lagerkommissionierung. Es handelt bei dieser Variante nach wie
vor um eine „1:1-Beziehung“ zwischen einem Verkaufs- und einem Lagerbeleg.
Im Gegensatz dazu ist die Variante „Warenausgang“ eine „n:1“-Beziehung = mehrere Verkaufsaufträge können in einem Warenausgangsbeleg abgerufen werden.
Wie funktioniert das in der Praxis?
In der Übung des Kapitel 4.2.1 (hier ging es um die „Lagereinlagerung“) haben wir im
Lagerort „ROT“ die Kennzeichnung geprüft.
Wechseln Sie bitte nochmal in den Menüpunkt „Lager“ und dort in die „Verwaltung“ – klicken
Sie auf „Lagerorte“ und platzieren Sie Ihren Cursor auf Lagerort „ROT“. Durch Klick auf das
Symbol „Bearbeiten“ im Menüband können Sie die Lagerortkarte öffnen.
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Ansicht der Lagerortkarte:
Das Häkchen im Feld „Kommissionierung erforderlich“ ist jetzt wichtig.
Um einen Verkaufsvorgang mit einem solchen Lagerort zu demonstrieren, erfassen Sie bitte
zunächst einen neuen Verkaufsauftrag – dieses Mal für den Debitor „Graphische Werke
Landsberg“ (Debitorennummer 40000).
In die Verkaufsauftragszeile hinterlegen Sie bitte folgende Artikel:
80202 (Chip 32MB)
Lagerort: ROT
Menge: 2
80102-T (17“ M780 Monitor)
Lagerort: ROT
Menge: 1
So sollte es aussehen:
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HINWEIS:
Sollten Sie nach Auswahl bzw. Eintragen der Debitorennummer eine Hinweismeldung betreffs „Fälliger Saldo“ bzw. „Kreditlimitwarnung“ erhalten, bestätigen Sie
diese für unsere Übungen bitte mit „OK“ bzw. „Ja“.
In der Praxis sind diese Meldungen auf jeden Fall zu berücksichtigen! Es
handelt sich hierbei um wichtige Hinweismeldungen die bewusst eingeschaltet
wurden, um Sie als Anwender davor zu bewahren, weiter Waren/Dienstleistungen
an Kunden auszuliefern, die vielleicht schon mit einem gewissen Betrag im „Minus“
bei Ihnen sind, bzw. deren Kreditlimit bereits überschritten wurde.
In diesen Fällen ist es in der Praxis oft so, dass die Meldungen selbst zwar erst
einmal bestätigt werden – aber der Auftrag selbst vorläufig im Status „offen“ bleibt
und somit nicht sofort an das Lager übermittelt wird (bzw. werden kann) – bis die
notwendige Klärung mit der/dem Vorgesetzten erfolgt ist.
Der nächste wichtige Punkt ist das Umsetzen des „Statusfeldes“ im Register „Allgemein“ des
Verkaufsauftrages.
Nur Belege die „freigegeben“ wurden, können vom Lager tatsächlich abgerufen werden!
Klicken Sie im Menüband auf das Symbol „Freigeben“.
Sobald Sie auf dieses Symbol geklickt haben, stellt sich der Inhalt im Feld „Status“
entsprechend „um“.
Ebenso wie später beim „Warenausgang“ haben Sie zwei Optionen den Lagerbeleg zu
erzeugen:
a) Direkt aus dem Auftrag heraus ODER
b) Abrufen des betreffenden Auftrags in einen Kommissionierschein
Im Fall von Option „a“ wechseln Sie bitte im Menüband des Auftrages auf den Reiter
AKTIONEN und klicken dort auf „Lagerbelege erstellen“.
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Nachdem Sie auf dieses Symbol geklickt haben,
erhalten Sie zunächst ein Dialogfenster – achten
Sie hier bitte darauf, dass Sie ein Häkchen im Feld
„Lagerkomm. erst.“ gesetzt haben:
Normalerweise würden Sie zudem ein Häkchen im
Feld „Beleg drucken“ setzen, damit dieser Schein
sofort im Lager ausgedruckt wird.
Sobald Sie auf „OK“ geklickt haben, wird die
Lagerkommissionierung erstellt und kann dort
weiter bearbeitet werden.
Für unser Beispielfall wählen wir
allerdings die Variante „b“. Das
bedeutet: nach dem Sie den
Verkaufsauftrag freigegeben haben,
wechseln Sie bitte in das „Lager“-Menü
und klicken dort auf „Auftragsbezogene
Logistik“ – und in der dort vorhandenen
Auswahl auf „Lagerkommissionierungen“:
Sie gelangen zunächst wieder in eine „Übersicht“ – um einen Lagerkommissionierbeleg zu
erstellen klicken Sie bitte auf das Symbol „NEU“ bzw. drücken „STRG + N“.
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Sobald der neue Beleg vorhanden ist, bestätigen Sie bitte einmal mit „ENTER“ – das System
vergibt eine neue Belegnummer. Im Feld „Lagerortcode“ geben Sie als nächstes bitte „ROT“
vor.
Um jetzt den freigegebenen Verkaufsauftrag abzurufen, klicken Sie hier bitte auf das Symbol
„Herkunftsbelege holen“:
Es öffnet sich eine neue Maske, in der alle freigegebenen Aufträge für Lagerort „ROT“ zu
sehen und abrufbar sind:
Klicken Sie auf „OK“ um die Zeilen des Auftrags in den Lagerbeleg zu übernehmen.
Ansicht des Lagerkommissionierbeleges:
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Das Feld „Bewegungsmenge“ ist im Moment auf „0“ – hier tragen Sie jetzt die Mengen ein,
die ausgeliefert werden sollen. Sofern eine „Teillieferung“ bei der Debitorenkarte (Feld heißt
„Versandanweisung“) zulässig ist, könnten Sie ebenso eine Teilmenge ausliefern.
In unserem Beispielfall machen wir es uns einfach und klicken auf das Symbol „Bewegungsmenge autom. auffüllen“.
Im nächsten Schritt ordnen wir die Seriennummer für den Monitor zu (Sie erinnern sich? Das
ist ein Seriennr.-pflichtiger Artikel).
Damit Sie diesen Vorgang durchführen können, müssen Sie sich zunächst die Spalte
„Seriennr.“ mit einblenden (Verschieben Sie diese Spalte am besten so weit nach vorn wie
es für Sie am besten ist).
Sobald die Spalte verfügbar ist, klicken Sie bitte auf den kleinen „Drop-Down-Pfeil“ rechts im
Feld und wählen per Mausklick dann eine der verfügbaren Seriennummern aus. Mit Klick auf
„OK“ schließen Sie die Ansicht der „Liste Seriennr.“.
Klicken Sie bitte auch einmal auf „Drucken“ um sich den Kommissionierschein anzusehen.
Sie werden sehen, dass es sich sicher nicht um das schönste Exemplar der Cronus-Belege
handelt – doch vergessen Sie bitte nicht: es handelt sich um einen internen Beleg.
In dem Dialogfenster
haben Sie die Option,
sich die Seriennr.
/Chargennr. mit
anzeigen zu lassen.
Setzen Sie hier ein
Häkchen und klicken
Sie danach auf
„Vorschau“.
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Ansicht des „Kommissionierbeleges“:
Um diesen Vorgang jetzt abzuschließen, klicken Sie als nächstes auf „Buchen“ (in der Praxis
wäre es „Buchen & Drucken“). Belassen Sie die Auswahl der Option auf „Liefern &
Fakturieren“ und bestätigen Sie mit „OK“.
Was ist jetzt passiert?
a) der Artikel wurde bestands- und wertmäßig vom Lager „Rot“ abgebucht
b) es wurde ein gebuchter Verkaufslieferschein und eine gebuchte Verkaufsrechnung erstellt
c) die Auftragszeile wurde aktualisiert
d) die Lagerkommissionierung wurde ins „Archiv“ verschoben
e) der Verkaufsauftrag bleibt in der Auftragsübersicht „stehen“ und wird in diesem Fall
NICHT gelöscht/archiviert. Dafür gibt es einen sogenannten periodischen „Lauf“, der die
Übersicht später „bereinigt“ (= alle fertigen Aufträge in das Archiv verschiebt, bzw. löscht).
Gut zu wissen – aus der Praxis:
Wie – der Lagermitarbeiter darf in diesem Fall auch Rechnungen buchen?
Ja – das ist tatsächlich in diesem Bereich tatsächlich auch gewollt. Ich
kenne viele Anwender, die die Verkaufsrechnung ihrem Kunden bei
Lieferung gleich mitschicken wollen.
Daher bekommen die Lagermitarbeiter dort die „indirekten“ Rechte, eine
Verkaufsrechnung über eine solchen Vorgang – wie beispielsweise das
Buchen eines Lagerkommissionierscheines – zu buchen.
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Erste Schritte rund um das Finanzmanagement mit Microsoft
Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7375-9942-9 – dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 89,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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Inhalt
ALLGEMEINE INFORMATIONEN .......................................................................................................
Überblick zu diesem Kurs:.....................................................................................................................
1. Einführung ...........................................................................................................................................
2. Einrichtung innerhalb des Moduls „Finanzmanagement“.............................................................
2.1 Alles ist Fibu – ohne Fibu ist alles nix? .....................................................................................
2.2 Finanzbuchhaltung Einrichtung..................................................................................................
2.3 Buchhaltungsperioden.................................................................................................................
2.3.1 Rund um die Buchhaltungsperioden..................................................................................
2.3.2 Hinweise zum Einrichten der Buchhaltungsperioden ......................................................
2.3.3 Hinweise zum Schließen von Buchhaltungsperioden .....................................................
2.4 Buchungsgruppen ........................................................................................................................
2.4.1 Spezielle Buchungsgruppen ...............................................................................................
2.4.1.1 Erstellen und Einrichten von speziellen Buchungsgruppen ....................................
2.4.1.2 Zuweisen der speziellen Buchungsgruppen .............................................................
2.4.2 Allgemeine Buchungsgruppen ............................................................................................
2.4.2.1 Überblick zu Geschäfts- und Produktbuchungsgruppe ...........................................
2.4.2.2 Neuanlage von Geschäfts- und Produktbuchungsgruppen – sowie die
Einrichtung in der dazugehörigen Matrix ................................................................................
2.4.2.3 Zuweisen der neuen Produktbuchungsgruppe anhand eines Beispiels mit
einem neuen Artikel ....................................................................................................................
2.4.3 MwSt.-Buchungsgruppen ....................................................................................................
2.4.3.1 Überblick zu MwSt.-Geschäfts- und MwSt.-Produktbuchungsgruppen ................
2.4.3.2 Neu-Anlage einer MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe .............................................
2.4.3.3 Neu-Anlage einer MwSt.-Produktbuchungsgruppe ..................................................
2.4.3.4 Die MwSt.-Buchungsmatrix Einrichtung.....................................................................
2.4.3.5 Das Zuweisen einer MwSt.-Produktbuchungsgruppe .............................................
2.4.3.6 MwSt.-Klauseln ..............................................................................................................
2.4.4 Nach dem wir jetzt alle notwendigen Buchungsgruppen angelegt haben – wofür
war das Ganze jetzt notwendig? ..................................................................................................
2.5 Weitere Einrichtungsparameter rund um das „Finanzmanagement“ ...................................
2.5.1 Kontrolle ist möglich… die Verfolgungscodes ..................................................................
2.5.1.1 Informationen zu den Herkunftscodes .......................................................................
2.5.1.2 Informationen zu den „Ursachencodes“ .....................................................................
2.5.1.3 Wo kann ich diese Codes jetzt sehen – bzw. wo werden diese angezeigt? ........
2.5.2 Ohne Nummer läuft gar nichts!... .......................................................................................
2.5.2.1 Neu-Anlage einer Nummernserie ...............................................................................
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2.5.2.2 Zuweisen von Nummernserien....................................................................................
2.5.2.3 Auswirkung der Nummernserie ...................................................................................
2.5.3 Weitere Einrichtungspunkte unter „Finanzmanagement“ ...............................................
2.5.3.1 Standardtextcodes ........................................................................................................
2.5.3.2 FiBu-Buch-Blattvorlagen & FiBu-Buch-Blätter ..........................................................
2.5.3.2.1 Allgemeines zu „Buch-Blättern“ ...........................................................................
2.5.3.2.2 Aufbau der Buch-Blätter ........................................................................................
2.5.3.2.3 Die Buch-Blattvorlagen..........................................................................................
2.5.3.3 Wiederkehrende Buch-Blätter .....................................................................................
2.5.3.4 MwSt.-Abrechnungsvorlagen ......................................................................................
2.5.3.5 Spaltenlayouts (für Budgets und Kontenschemata).................................................
2.5.3.6 Währungen & Wechselkurse .......................................................................................
2.5.3.7 Datenexporte ..................................................................................................................
2.5.3.8 Einrichtung der Zahlungsregistierung ........................................................................
2.5.3.9 Weitere Informationen zum Punkt „Verwaltung“ unter „Finanzmanagement .......
3. Sachkonten – eine der „Herzkammern“ im „Fibu“-Herz ...............................................................
3.1 Allgemeine Informationen zum Kontenrahmen .......................................................................
3.2 Allgemeine Informationen zum Kontenplan .............................................................................
3.2.1 Der Kontenplan in NAV ........................................................................................................
3.3 Das Sachkonto .............................................................................................................................
3.3 Und wie hängt jetzt alles zusammen? ..................................................................................
3.3.1 Das Postenprinzip – einfach erklärt ...................................................................................
4. Rechnungsabgrenzung – Abgrenzungsmöglichkeiten in und mit NAV .....................................
4.1 Einrichtung der Abgrenzungsvorlagen......................................................................................
4.2 Beispiel und Ergebnis bei Verwendung einer Abgrenzungsvorlage ....................................
5. Praxisbezogene Abläufe innerhalb von NAV – in Zusammenhang mit dem Finanzwesen
(Einkauf/Verkauf/Lager/Montage/Produktion) ....................................................................................
5.1 Beispiel: Einkauf von Artikel .......................................................................................................
5.1.1. Erstellen und Buchen einer Einkaufsbestellung .............................................................
5.1.1.1 Buchungsvorschau im Einkauf ....................................................................................
5.1.2 Ausgleichen eines offenen Kreditorenpostens .................................................................
5.1.3 NAVIGATE – eine Funktion, die Ihnen die Sachposten nach einem
Buchungsvorgang anzeigt .............................................................................................................
5.1.4 Eingehende Belege – Beispiel mit einer eingehenden Einkaufsrechnung ..................
5.1.4.1 Anhängen einer PDF-Datei an eine Einkaufsrechnung...........................................
5.1.4.2 Eingescannte PDF-Datei „wandeln“ mittels OCR.....................................................
5.2 Beispiel: Verkauf von Artikel – inklusive einem Beispiel mit Vorauszahlung ......................
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5.2.1 Erstellen eines neuen Debitor und eines Verkaufsauftrages .........................................
5.2.2 Der Kunde hat bezahlt – Ausgleich des offenen Debitorenpostens .............................
5.2.3 Vorauszahlung im Verkauf ..................................................................................................
5.2.4 Mahnungen & Zinsrechnungen ..........................................................................................
5.2.4.1 Einrichtung der Mahnmethoden ..................................................................................
5.2.4.2 Erstellen und Registrieren von Mahnungen ..............................................................
5.2.4.3 Einrichtung der Zinskonditionen ..................................................................................
5.2.4.4 Erstellen und Registrieren von Zinsrechnungen.......................................................
5.2.4.5 Mahnungen in Verbindung mit einer Zinsberechnung („Verzugszinsen“) ............
5.2.4.6 Fazit zu den Themen „Mahnungen“ und „Zinsrechnungen“ ...................................
5.3 Montage, Fertigung & Lager – Werte, die ebenfalls in die Finanzbuchhaltung einfließen
5.3.1 Der Artikel – eine kleine Erinnerung ..................................................................................
5.3.2 Montage & Fertigung ............................................................................................................
5.3.2.1 Beispiel: Montage – „auf Lager montiert“ ..................................................................
5.3.2.2 Beispiel: Fertigung (Produktion) – „Lagerfertigung“ .................................................
5.3.3 Interne Lagerabläufe – Artikel-, Inventur- und Neubewertungs-Buch-Blatt – ein
Überblick ..........................................................................................................................................
5.3.3.1 Das Artikel Buch-Blatt ...................................................................................................
5.3.3.2 Das Inventur Buch-Blatt................................................................................................
5.3.3.3 Das Neubewertungs Buch-Blatt ..................................................................................
5.3.3.4 Kurze Zusammenfassung zu Kapitel 5.3.3 ................................................................
6. Beispiel aus der Praxis – FiBu Buch-Blätter ..................................................................................
6.1 FiBu Buch-Blatt – Buchen von „internen“ Kosten ...................................................................
6.2 Wiederkehrendes FiBu Buch-Blatt – Beispiel „Reinigungskosten“ ......................................
7. Überblick zum „Bankmanagement“ .................................................................................................
7.1 Die Bankkontokarte .....................................................................................................................
7.2 Zahlungsabstimmungs Buch-Blätter .........................................................................................
7.2.1 Zahlungsausgleichsvorschriften .........................................................................................
7.3 Bankkontoabstimmung ................................................................................................................
7.3.1 Bankkontoabstimmungskarte – Überblick ........................................................................
7.3.2 Bankkontoabstimmungskarte – ein Beispielablauf ..........................................................
7.3.2.1 Auf dem Kontoauszug ist ein Posten, der in NAV noch nicht gebucht wurde .....
7.4 Zahlungsregistrierung ..................................................................................................................
7.5 Zahlungsein- und –ausgangs-Buch-Blatt .................................................................................
7.5.1 Kunde hat bezahlt – das manuelle Buchen einer Zahlung.............................................
7.5.2 Wir müssen den Lieferanten bezahlen – das Zahlungs-Ausgangs-Buch-Blatt ...........
7.5.2.1 Zahlungen exportieren ..................................................................................................
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8. Der Monat ist zu Ende – Monatsabschluss ....................................................................................
8.1 Was ist zu tun? .............................................................................................................................
8.1.1 Die Umsatzsteuervoranmeldung – ein Überblick.............................................................
8.1.2 Umsatzsteuervoranmeldung – Karte .................................................................................
8.1.3 MwSt.-Abrechnung ...............................................................................................................
8.1.4 Erstellen einer XML-Datei zwecks Vorbereiten zum Versenden an das Finanzamt ..
8.2 INTRASTAT und Microsoft Dynamics™ NAV .........................................................................
8.2.1 Allgemeines zum Thema INTRASTAT ..............................................................................
8.2.2 INTRASTAT und Microsoft Dynamics™ NAV – Hinweise zur Einrichtung..................
8.2.2.1 Länder – notwendige Einrichtungen ...........................................................................
8.2.2.2 Firmendaten ...................................................................................................................
8.2.2.3 Einrichtung der INTRASTAT-relevanten Felder .......................................................
8.2.2.4 Reiter „Außenhandel“ bei den Stammdatenkarten (Artikel, Debitor & Kreditor) ..
8.2.3 Verwendung der INTRASTAT in NAV2016 ......................................................................
9. Das (Geschäfts-)Jahr ist zu Ende – und was nun? ......................................................................
9.1 Die wichtigsten Punkte auf einen Blick .....................................................................................
9.2 Schließen des Geschäftsjahres – Buchhaltungsperiode .......................................................
9.3 Die GuV Konten Nullstellung ......................................................................................................
10. Hinweis in eigener Sache ...............................................................................................................
Tipps – interessante Partner für Sie: ...................................................................................................
Das bietet SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt) ...........................................................................
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Überblick zu diesem Kurs:
Bevor Sie mit diesem Kurs beginnen, sollten auf Ihrem Rechner „Microsoft Dynamics™
NAV2016“ installiert und die notwendige Lizenz hinterlegt sein.
In den nachfolgenden Kapiteln erhalten Sie einen Ein- und Überblick zu folgenden
Bereichen:
 Einführung
 Wichtige Einrichtungsparameter in und um „Finanzwesen“
 Stammdatenpflege – Sachkonten
 Diverse praxisbezogene Abläufe im Zusammenhang mit dem Finanzwesen
o
Einkauf
o
Verkauf
o
Montage
o
Fertigung (Produktion)
o
Lager
 Einblick in den Standard-Zahlungsverkehr
 Monats- und Jahresabschluss
 usw.
Zielgruppe:
Diese Unterlage ist für alle interessierten Anwender aus dem Finanzbuchhaltungsund Controlling-Bereich gedacht, die sich einen ersten Überblick zu dem Thema
„Finanzwesen mit Microsoft Dynamics™ NAV“ verschaffen möchten. Des Weiteren
soll es ebenso den Administratoren als „Nachschlagewerk“ dienen.
Voraussetzungen für diesen Kurs:
Umgang mit dem PC, Grundkurs zum Thema „Microsoft Dynamics™ NAV2016“
Kursziele:
Besseres Verständnis zum Thema „Finanzwesen“ mit NAV.
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1. Einführung
Herzlich Willkommen, sehr geehrte Damen und Herren!
In den nächsten Kapiteln beschäftigen wir uns gemeinsam mit einigen
Themen rund um das „Finanzwesen“ in Microsoft Dynamics™ NAV. Ich
hoffe, dass die unterschiedlichen Details Sie danach bei Ihrer alltäglichen
Arbeit unterstützen – und das Verständnis rund um die unterschiedlichen
Prozesse innerhalb von NAV erleichtern.
In der Unterlage „Grundlage für „Starter“ mit Microsoft Dynamics™ NAV2016“ habe ich Ihnen
bereits einen Überblick zur Entstehung von NAV gegeben. Einige Punkte werde ich in dieser
Unterlage hier wiederholen – um daran zu erinnern.
Es gibt viele ERP-Lösungen auf dem Markt – warum sich gerade für NAV entscheiden? Die
Gründe, warum Ihr Unternehmen sich für Microsoft Dynamics™ genommen hat, mögen vielfältig sein – ein wesentliches Entscheidungskriterium ist aber meist die Integration der
Finanzbuchhaltung.
Wobei das in meinen Augen an für sich so nicht stimmt: vielmehr müsste es heißen: die
anderen Module, wie Ein- und Verkauf zum Beispiel, sind in eine Finanzbuchhaltung
integriert.
Sie glauben mir nicht? Betrachten wir uns NAV einmal rein „oberflächlich“ fallen bereits im
Sprachgebrauch rund um diese Software Begrifflichkeiten auf, die aus der „FiBu“-Welt
stammen: wir sprechen beispielsweise von „Mandanten“, „Debitoren“ und „Kreditoren.
Viele Prozesse, die Sie und Ihre Kollegen mit NAV durchführen, haben immer einen direkten
oder indirekten Einfluss auf die Finanzbuchhaltung (anbei ein kleines Schaubild aus meiner
„Starter-Unterlage“):
Leseproben_NAV2016
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Die auf der vorherigen Seite gezeigten Bereiche, die durch einen „Pfeil“ mit dem „Herzen“
verbunden sind, spiegeln den bereits erwähnten „direkten“ bzw. „indirekten“ Einfluss in die
Finanzbuchhaltung wider.
Das bedeutet: durch sogenannte „Buchungsgruppen“ steuern Sie auf welchen Konten Erlöse
und Verbindlichkeiten fließen, welches Konto für die Steuerbeträge genommen wird und auf
welche Sachkonten Kosten laufen, die bei einer Produktion (Fertigung) bzw. einer Montage
entstehen.
Es gibt allerdings ebenso einige Module innerhalb von NAV die keinerlei Einflüsse auf die
Finanzbuchhaltung haben – beispielsweise „Personalwesen“ oder „CRM-Marketing &
Vertrieb“.
Und selbst wenn Sie das Thema „Finanzbuchhaltung“ an Ihren Steuerberater abgegeben
haben, sollte in NAV auf jeden Fall eine grundsätzliche Einrichtung im Modul „Finanzwesen“
hinterlegt werden – ansonsten könnte einiges „schief hängen“. Mit anderen Worten:
Microsoft Dynamics™ sollte komplett genutzt werden – und nicht als reines „WaWi“ bzw.
„MaWi“.
Ein wichtiger Ansprechpartner in Bezug auf verschiedene Prozesse rund um die Finanzbuchhaltung ist – neben dem Kollegen Ihres Microsoft-Partners –ebenso Ihr Steuerberater.
Erfahrungsgemäß unterstützen viele Steuerberater die Endkunden und beraten diese beispielsweise dabei, welcher Kontenplan verwendet werden soll, was auf welches Konto
gehören würde und vieles mehr.
Falls die Daten aus der Finanzbuchhaltung von NAV an das System des Steuerberaters
übertragen werden sollen, haben Sie die Option mittels einer Schnittstelle das zu tun. Fragen
Sie Ihren Ansprechpartner Ihres Microsoft-Hauses dazu – er/sie wird Ihnen sicher gern
weiterhelfen.
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2.1 Alles ist Fibu – ohne Fibu ist alles nix?
Die Finanzbuchhaltung ist – wie eingangs in dieser Unterlage erwähnt – DAS Herzstück
innerhalb von NAV. Viele Begrifflichkeiten – wie zum Beispiel „Debitor“ (= Kunde) stammen
aus diesem Bereich.
Selbst wenn Ihr Unternehmen die komplette Finanzbuchhaltung durch einen Steuerberater
durchführen lässt, sollte (ich würde sagen „muss“) das Modul Finanzmanagement so
eingerichtet sein, dass alle Prozesse in NAV „laufen“ können.
Um Ihnen diese „Verbindungen“ ein wenig deutlicher dar zu stellen, gehe ich in meinem
diversen „Power-Workshop“ auf einige grundsätzliche Einrichtungen und Vorgaben innerhalb
dieses Moduls ein.
Damit Sie sich vorab schon ein ungefähres Bild zu diesem wichtigen Modul machen können,
stellen Sie sich bitte folgendes „Herz“-Szenario vor:
Buchungs- und
MwSt.-Buchungsgruppen
Sachkontenplan
Finanzbuchhaltung
Einrichtung
Über den „Sachkontenplan“ wird zunächst einmal die Basis der Sachkonten festgelegt, die
bei jeder Buchungsroutine angesprochen werden.
Über die „Buchungs- und MwSt.-Buchungsgruppen“ findet die „Verdrahtung“ zwischen
den Sachkonten und den diversen Stammdaten bzw. Prozessen statt.
Die „Finanzbuchhaltung Einrichtung“ legt einige grundsätzliche Parameter fest – z.B. die
Rechnungsrundungspräzision. Ob diese Vorgabe für bestimmte Module aktiviert wird, hängt
dann wiederum mit der Einrichtung des jeweiligen Moduls zusammen (z.B. im „Verkauf“)
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2.3.2 Hinweise zum Einrichten der Buchhaltungsperioden
In der Ansicht der „Buchhaltungsperioden“ finden Sie ein Symbol namens „Jahr erstellen“.
Stellen wir uns vor, Sie möchten für das Jahr 2018 bereits das neue Geschäftsjahr hinterlegen. Klicken Sie also bitte auf dieses Symbol – ein Dialogfenster wird geöffnet:
Hier ist im Normalfall automatisch bereits das
„Startdatum“ für das nächste neue Geschäftsjahr
vorgegeben.
In unserem Beispielfall der „01.01.2018“.
Im Feld „Anzahl Perioden“ legen Sie fest, wie viele
Perioden es in diesem Geschäftsjahr geben soll – und
über die Periodenlänge definieren Sie die Zeitdauer
der einzelnen Buchhaltungsperiode.
Klicken Sie auf „OK“ um das neue Geschäftsjahr 2018
zu erstellen.
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Ist ein „Geschäftsjahr“ automatisch gleichzusetzen mit einem „Kalenderjahr“? Bzw.
muss ich die Buchhaltungsperiode immer gleich dem Kalenderjahr setzen?
Die Antwort lautet hier „nein“. Es gibt viele Firmen, deren „Geschäftsjahr“ abweichend vom
„Kalenderjahr“ ist. Beispielsweise gibt es Firmen, deren Geschäftsjahr ist vom 01.07. bis zum
30.06. des Folgejahres.
In diesem Fall wäre im obigen Dialogfenster die Einstellung ähnlich:
„Startdatum“ wäre dann 01.07.<Jahr> - „Anzahl Perioden“ bliebe bei „12“ und die „Periodenlänge“ wäre nach wie vor „1M“.
Was ist ein „Rumpf-Geschäftsjahr“?
Das ist vereinfacht gesagt ein „halbes“ Geschäftsjahr, bzw. ein Geschäftsjahr das nur wenige
Monate umfasst – aber keine vollen 12. Diese Variante wird oft benötigt, wenn bei einem
„Echtstart“ von NAV mitten im Jahr angefangen wird und das eigentliche Geschäftsjahr tatsächlich dem Kalenderjahr entsprechen würde.
Ein Beispiel: würden Sie mit NAV zum 01.03. starten, richten Sie das „erste“ Geschäftsjahr
wie folgt ein:
Startdatum: 01.03.xx
Anzahl Perioden: 9
Periodenlänge: 1M
Das nachfolgende Geschäftsjahr wäre dann
Startdatum: 01.01.xx
Anzahl Perioden 12
Periodenlänge: 1M
Zurück zu unserer Übung:
Nachdem Sie auf das Symbol „Jahr erstellen“ geklickt haben, achten Sie bitte darauf, dass
im Feld „Startdatum“ der „01.01.2018“ hinterlegt und die „Anzahl Perioden“ bei „12“ steht.
Die Periodenlänge bleibt bei „1M“. Klicken Sie auf „OK“ um das Jahr erstellen zu lassen.
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So sollte es aussehen:
Die beiden gesetzten Häkchen symbolisieren den Beginn des neuen Geschäftsjahres.
Damit haben Sie das neue Geschäftsjahr erstellt und die notwendigen Buchhaltungsperioden
angelegt.
Übrigens:
Sie finden diesen Aufruf zu „Buchhaltungsperioden“ übrigens an verschiedenen Stellen in
NAV:



Menü „Finanzmanagement“ – „Verwalten“ – „Einrichtung“ ODER
Menü „Finanzmanagement“ – „Periodische Aktivitäten“ – „Geschäftsjahr“ – „Listen“
ODER
Verwaltung – Anwendung Einrichtung – „Finanzen“ – „Listen“
Da war doch noch was mit einer Buchhaltungsperiode „13“ bzw. „14“?
In einigen Buchhaltungsprogrammen – beispielsweise von WISO – gibt es noch
Perioden 13, 14 und 15. Diese besonderen Perioden werden in diesen
Programmen normalerweise für Jahresabschlussbuchungen, Umbuchungen der
Umsatzsteuerkonten, Abgrenzungsbuchungen usw. benutzt.
Solche „erweiterten“ Buchhaltungsperioden kennt Microsoft Dynamics™ NAV
NICHT. Der für Sie zuständige Fachberater für FiBu-Themen wird Ihnen in einem
Workshop zeigen, wie in NAV diese Themen wie z.B. ein Jahresabschluss
behandelt werden.
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2.4.4 Nach dem wir jetzt alle notwendigen Buchungsgruppen angelegt haben – wofür
war das Ganze jetzt notwendig?
Damit in NAV alle Buchungsfunktionen ineinandergreifen und die korrekten Sachkonten im
Hintergrund angewendet werden, sind – wie Sie anhand der vorherigen Kapitel sehen
konnten – mehrere Matrix-Kombinationen notwendig.
Ein Beispiel aus dem Verkauf:
Der Stammdatensatz eines Debitors „bringt“ die Geschäfts- und MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe „mit“, der zum Beispiel verkaufte Artikel kommt mit der Produkt- und der MwSt.Produktbuchungsgruppe.
Debitor
Artikel
Geschäftsbuchungsgruppe
in Kombination mit Produktbuchungsgruppe:
MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe
in Kombination mit MwSt.-Produktbuchungsgruppe:
Steuert z.B. auf welches Erlöskonto
gebucht wird oder welche Sachkonten im Fall von Zeilen-/Mengenund Rechnungsrabatten benutzt
werden, usw.
Steuert, ob und wenn ja welche
MwSt. gebucht wird (0%, 7% oder
19%) UND welches Umsatzsteuerkonto dafür verwendet wird.
Beispiele rund um die verschiedenen Prozesse in NAV lernen Sie in einem der nachfolgenden Kapitel kennen.
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3.3 Das Sachkonto
Jedes Sachkonto in dem Kontenplan ist ein eigener Stammdatensatz und vergleichbar mit
einem Stammdatensatz beispielsweise eines Artikels, eines Debitors usw. .
Jeder Sachkontenkarte können Sie durch Setzen bestimmter Parameter entsprechend
einstellen – so kann zum Beispiel nicht jedes Sachkonto in NAV direkt für eine Buchung
genutzt werden.
Als Beispiel sehen wir uns die Sachkontenkarte mit der Nummer „4500“ an. Öffnen Sie dazu
den „Kontenplan“ unter „Finanzbuchhaltung“ und suchen Sie nach der Nummer 4500. Öffnen
Sie diesen Datensatz durch einen Doppelklick (oder durch Klick auf das Symbol „Bearbeiten“
oder „Ansicht“).
Ansicht der Sachkontokarte:
Wie jede „Stammdatenkarte“ besteht auch diese aus verschiedenen Registern. Daher hier
eine Erläuterung zu den verschiedenen Feldern.
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Register „Allgemein“:
Feldname
Erläuterung
Nr.
Hinterlegen Sie hier MANUELL die korrekte Sachkontennummer
Name
Beschreibung des Sachkonto
GuV/Bilanz
Wählen Sie hier aus, ob es sich um ein GuV- oder Bilanzkonto
handelt. Das ist wichtig zur Bestimmung der Konten (GuVNullstellung am Jahresende)
Soll/Haben
Sie haben hier zwischen drei Optionen die Wahl:
 Beide
 Soll
 Haben
Durch eine Vorgabe in diesem Feld wird die Art der Posten
angegeben, die normalerweise auf diesem Konto gebucht werden.
Unabhängig von der getroffenen Auswahl kann jede Transaktion
durchgeführt werden – diese Einstellung betrifft die Berichtsfunktionalität
Kontoart
Ebenso hier können Sie die Wahl treffen, zwischen
 Konto = ein „echtes“ Konto, dass für Buchungen
herangezogen wird
 Überschrift = dient nur für Beschreibungszwecke
 Summe = wird für die Summierung eines bestimmten
Kontenbereichs verwendet
 Von Summe = markiert den Beginn des Kontenbereichs
 Bis Summe = markiert das Ende des Kontenbereichs
Zusammenzählung
Sofern Sie die Kontoart „Summe“ gewählt haben, dient dieses Feld
dazu den Kontenbereich bis zur „Bis-Summe“ zu definieren.
Leerzeichen
Durch einen Eintrag in diesem Feld können Sie bestimmen, wie viele
Leerzeilen in einem Bericht vor dem betreffenden Konto eingefügt
werden
Neue Seite
Sorgt dafür, dass nach der Ausgabe dieses Kontos in einem Bericht
eine neue Seite ausgegeben wird.
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Feldname
Erläuterungen
Suchbegriff
Wird automatisch mit den ersten 20 Zeichen aus „Beschreibung“
vorbelegt – kann aber manuell geändert werden. Dient dem
schnelleren Finden eines Konto, wenn Sie die Nummer nicht mehr
wissen
Saldo
Anzeige des aktuellen Saldos für dieses Konto – dahinter
„verbergen“ sich die Sachposten
Abstimmbar
Durch ein Häkchen in diesem Feld, bestimmen Sie ob dieses
Sachkonto im Bereich „Abstimmung“ innerhalb eines FiBu-BuchBlattes mit berücksichtigt werden soll oder nicht.
Die Maske „Abstimmen“ (zu finden im FiBu-Buch-Blatt – Reiter
„AKTIONEN“ im Menüband) benötigen Sie dann, wenn Sie Ihre
liquiden Mittel mit den Zahlungsein- und –ausgänge in
Zusammenhang mit dem verwendeten Buchungsdatum abstimmen
wollen.
Im Normalfall wird dieses Häkchen bei „Geldkonten“ gesetzt.
Automat. Textbaustein
Sofern Sie bei diesem Sachkonto einen Textbaustein hinterlegt
haben, der beispielsweise bei einem Ein- oder Verkaufsvorgang mit
in die Belegzeilen übernommen werden soll, setzen Sie hier ein
Häkchen
Direkt*
Bei Erstellen eines neuen Sachkontos ist dieses Häkchen
automatisch gesetzt.
Durch dieses Häkchens geben Sie dieses Sachkonto für das direkte
Buchen in Belegen und FiBu-Buch-Blattzeilen „frei“.
Gesperrt**
Sofern Sie ein Sachkonto nicht mehr benötigen bzw. wenn es nicht
mehr verwendet werden soll, setzen Sie hier ein Häkchen. Dadurch
kann dieses Konto in keinem Buchungsvorgang mehr verwendet.
Korrigiert am
Datumsfeld – wird automatisch gefüllt, sobald eine Änderung an der
bestehenden Sachkonten vorgenommen wurde.
Standardbeschreib- Normalerweise wird bei Auswahl eines Sachkontos das Feld
ung in Buch-Blatt
„Beschreibung“ automatisch gefüllt.
auslassen
Wenn Sie hier ein Häkchen setzen, übernimmt das System die
Beschreibung aus dem Stammdatensatz NICHT – da Sie aber ohne
eine Beschreibung keine Buchung vornehmen können (insbesondere im FiBu-Buch-Blatt), muss hier eine „eigene“
Beschreibung hinterlegt werden. Ansonsten kommt es zu folgender
Meldung:
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Gut zu wissen:
DIREKT* => Sachkonten, die in den Buchungsgruppen hinterlegt wurden
(Geschäfts-, Produkt-, Debitoren-, Kreditoren-, Lager- und Anlagenbuchungsgruppen und allen MwSt.-Buchungsgruppen), dürfen KEIN Häkchen
im Feld „Direkt“ haben.
Durch die Möglichkeit, Beträge direkt auf Sachkonten buchen zu können, geben
Sie quasi einen Teil Ihres Kontenplans für das gesamte NAV-System „frei“.
Um Sachkonten im Ein- bzw. Verkauf aber „direkt“ nutzen zu können, bedarf es
noch ein paar weiterer Einstellungen, die Sie im Register „Buchen“ finden. Nur
wenn hier zusätzlich eine Auswahl getroffen wurde, können die betreffenden
Sachkonten im Ein- und Verkauf „gesehen“ werden.
Achtung:
GESPERRT* => Wenn Stammdatensätze nicht mehr benötigt werden – und hier
spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Sachkonto, ein Debitor, Kreditor, Artikel
usw. handelt – sollten Sie diese IMMER SPERREN und niemals (!!!) löschen!
Der Grund: sobald ein Stammdatensatz angelegt und einmal in einer wie auch
immer gearteten Buchungsroutine vorhanden war, existieren dazu die
sogenannten „Posten“. Würden Sie jetzt z.B. ein Sachkonto löschen (was Gott
sei Dank nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich wäre), blieben die
Sachposten „stehen“ – hätten dann aber im Feld „Sachkontonr.“ keinen Eintrag
mehr! Das kann dazu führen, dass beispielsweise in einer Summen-/Saldenliste
auf einmal Werte fehlen.
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4. Rechnungsabgrenzung – Abgrenzungsmöglichkeiten in und
mit NAV
Mit der Version Microsoft Dynamics™ NAV2016 kam das Thema „periodengenaue“
Abrechnung dazu.
Was ist das eigentlich? Hier ein kurzer Auszug aus „Wikipedia“:
„Die Rechnungsabgrenzung ist in der kaufmännischen Buchführung ein Schritt im
Periodenabschluss (i.d.R. Jahresabschluss), mit dem Werte in der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz der richtigen Rechnungsperiode (z. B. Geschäftsjahr, Quartal)
zugeordnet werden. …“
„… Die Rechnungsabgrenzung ist also die buchhalterische Abgrenzung der Aufwendungen
und Erträge einer Rechnungsperiode, deren entsprechende (Gegen-)Leistungen erst in einer
späteren Periode erfolgen werden. Rechnungsabgrenzungsposten stellen eine Art Verbindlichkeit bzw. Forderung dar. …“
(Quelle: www.wikipedia.de/gesucht nach „Rechnungsabgrenzung“)
Es wird hier grundsätzlich zwischen zwei Varianten unterschieden:
a) Wir haben bereits bezahlt, erhalten die Leistung bzw. Lieferung erst in einer späteren
Periode (wird auch „Transitorische Rechnungsabgrenzung“ genannt).
b) Wir haben die Leistung bzw. Lieferung bereits erhalten, zahlen aber erst in einer
späteren Periode (das wird „Antizipative Rechnungsabgrenzung“ genannt).
Im Fall einer „Rechnungsabgrenzung“ wird immer mit einem genauen Betrag kalkuliert.
Die gesetzliche Grundlage ist für Deutschland §250 und §252 HGB und für Österreich §198
Abs. 5,6 UGB geregelt.
„Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der
entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss zu berücksichtigen.“ - §252, Abs. 1, Zi. 5
HGB
(Quelle: www.wikipedia.de/gesucht nach „Rechnungsabgrenzung“)
Brauche ich das für „mein“ NAV?
Ob Sie die Abgrenzungsmöglichkeiten innerhalb von NAV nutzen werden, sollten Sie am
besten mit dem für Sie zuständigen Fachberater aus der Finanzbuchhaltung abklären.
Welche Geschäftsvorgänge gibt es in Ihrem Haus? Wo macht der Einsatz der Abgrenzungsvorlagen Sinn?
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5.2.3 Vorauszahlung im Verkauf
Im Einkauf wie im Verkauf haben Sie die Möglichkeit mit „Vorauszahlungen“ zu arbeiten. Da
die Abläufe in beiden Modulen nahezu identisch, hier ein Beispiel mit einem Verkaufsvorfall.
Was sind Vorauszahlungen bzw. wozu sind die eigentlich gut?
In früheren NAV-Zeiten haben viele Anwender den Wunsch geäußert, eine Anzahlungsbuchhaltung in den Standard mit einzubauen. Der Grund: viele wollten ihren Debitoren nur
dann Ware oder Dienstleistungen liefern, wenn zuvor eine Anzahlung geleistet worden war.
Besonders bei sehr wertvollen Materialien bzw. Produkten, die speziell für einen Kunden
gefertigt wurden war das Thema „Vorkasse“ bzw. „Anzahlung“ immer eines der wichtigsten
Punkte bei einer Projektbesprechung zum Thema „NAV“.
Seit einiger Zeit gibt es die Option der Vorauszahlung – damit diese auch reibungslos in NAV
funktionieren kann, sollten einige Parameter bekannt und eingerichtet sein.
Als erstes benötigen Sie ein bzw. zwei Sachkonten (eines für die Verkaufsvorauszahlung
und eines für die Einkaufsvorauszahlung).
Im CRONUS ist das Sachkonto für die Geschäftsbuchungsgruppe „National“ für die
Verkaufsvorauszahlung zum Beispiel „1717 – verst. Anz. 19% USt“
Nach dem die Sachkonten dafür existieren muss in der Buchungsmatrix Einrichtung eine
entsprechende Zuweisung gemacht werden. Beide Spalten – sowohl „Verkaufsvorauszahlungskonto“ wie „Einkaufsvorauszahlungskonto“ sind standardmäßig in der Ansicht
NICHT eingeblendet. Über „Spalten anzeigen“ können Sie beide Spalten in der Buchungsmatrix Einrichtung zufügen.
Ansicht der gefilterten Buchungsmatrix Einrichtung (gefiltert auf Geschäftsbuchungsgruppe NATIONAL – das Feld „Verkaufsvorauszahlungskonto“ habe ich „nach vorn“
geschoben):
Sobald Sie die Sachkonten hier hinterlegt haben, gibt es zwei Einrichtungsparameter im Einund Verkauf, die Sie ebenfalls kennen sollten.
Schließen Sie die „Buchungsmatrix Einrichtung“.
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Sowohl im Einkauf wie im Verkauf gibt es in der allgemeinen Einrichtung im Register
„Allgemein“ ein Häkchenfeld:
Sollten Sie zukünftig mit den Vorauszahlungen arbeiten, kann ich Ihnen nur empfehlen das
Häkchen zu setzen. Dadurch wird verhindert, dass bei einer offenen Vorauszahlungsrechnung eine Lieferung und/oder eine Rechnung erfolgen könnten.
Nach dem diese Grundvoraussetzungen erledigt sind, sollten unternehmensintern entschieden werden, wie das System die Vorauszahlung ermitteln soll.
Es gibt folgende Möglichkeiten:
a) Hinterlegen eines Vorauszahlungsprozentsatzes bei einem Artikel – Reiter
NAVIGATE – Block „Verkauf“ (oder „Einkauf“) – Symbol
„Vorauszahlungsprozentsätze“. Hier können Sie beispielsweise auch in Abhängigkeit
mit einem bestimmten Debitor einen prozentualen Wert eintragen.
 Beispielsweise bei besonderen Artikeln, Sonderanfertigungen usw.
b) Hinterlegen eines prozentualen Wertes in der Debitorenkarte (oder Kreditorenkarte) –
Register „Fakturierung“ – Feld „Vorauszahlung %“
 Beispielsweise bei Neukunden oder Kunden, deren „Zahlungswilligkeit“ nicht
so gegeben ist
c) Hinterlegen eines prozentualen Wertes in einem Einkaufs- bzw. Verkaufsbeleg –
Register „Vorauszahlung“ – sobald Sie hier einen Wert eintragen, fragt das System
Sie, ob Sie die Zeilen aktualisieren wollen. Sie können alternativ auch in der
Belegzeile das Feld „Vor-auszahlung %“ einblenden und manuell pro Zeile einen
Wert eintragen.
Ein Beispiel mit einem Artikel. Suchen Sie zunächst nach dem Artikel „80203“ (Grafikkarte) –
öffnen Sie die Artikelkarte:
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Ansicht der Artikelkarte des Artikels „80203“:
Klicken Sie auf den Reiter NAVIGATE und dort im Menüband – Block „Verkauf“ – auf das
Symbol „Vorauszahlungsprozentsätze“:
Im Feld „Verkaufsart“ können Sie zunächst bestimmen, ob diese Vorauszahlung nur für
einen bestimmten Kunden, einer Debitorenpreisgruppe oder für alle Debitoren gilt.
Für einen Beispielfall nehmen wir an, dass Ihr neuer Kunde eine größere Menge dieses
Artikels bestellen will. Daher vereinbaren Sie eine Vorauszahlung bei diesem Artikel, da
diese Grafikkarte speziell für „Karl Kasperle“ produziert wird.
Wählen Sie im Feld „Verkaufsart“ bitte „Debitor“ und im Feld „Verkaufscode“ die Kundennummer Ihres neuen Debitors. Im Feld „Vorauszahlung %“ tragen Sie „50“ ein.
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5.2.4.6 Fazit zu den Themen „Mahnungen“ und „Zinsrechnungen“
In diesem Bereich kann ich Ihnen nur sehr empfehlen, sich wegen der „Mahnbelege“ –
ebenso der „Zinsrechnungen“ mit Ihrem Ansprechpartner in Verbindung zu setzen. Diese
Belege müssen definitiv neu gemacht werden.
Es gibt zwar seit der NAV-Version 2015 die Option, dass Sie selbst Ihr Berichtslayout
erstellen könnten (Informationen dazu finden Sie ebenfalls in meiner Unterlage „Grundlagen
für STARTER“…) – nur erfahrungsgemäß sind die Vorstellungen wie der Report ausgegeben
werden muss doch an einige Bedingungen geknüpft - die die möglichen Optionen des
„Berichtslayouts“ so möglicherweise nicht erfüllen kann.
Wie Sie diese „Werkzeuge“ für sich einsetzen, entscheiden Sie selbst. Wie bereits erwähnt,
sehe ich in der Praxis „nur“ die Mahnungen – ggf. mit einer Gebühr (die aber nicht gebucht
wird).
Zinsrechnungen selber habe ich bisher noch bei keinem der Endanwender gesehen, die ich
betreue bzw. betreut habe.
5.3 Montage, Fertigung & Lager – Werte, die ebenfalls in die
Finanzbuchhaltung einfließen
Die Lagerhaltung bildet bei vielen Unternehmen einen großen Anteil an Werten, die auf den
Bilanzkonten zu sehen sind.
Egal wie ein Artikel beschafft wird – sobald ein „Zugang“ erfolgt, kommt zu irgendeinem
Zeitpunkt „X“ der Wert im Lager an.
Wie bereits im Kapitel 5.1 erwähnt, werden die Werte erst dann auf ein Bilanzkonto geschrieben, wenn der Lagerregulierungslauf durchgeführt wurde (bzw. beide Reports).
Mit diesem Kapitel möchte ich Ihnen unterschiedliche Wege zeigen, wie Bestand und Wert
sich im Lager „erhöhen“, bzw. durch Verbräuche „mindern“ können. Und an der einen oder
anderen Stelle möchte ich Sie auf einige Dinge hinweisen, die so vielleicht (noch) gar nicht
bekannt oder aufgefallen sind.
Dreh- und Angelpunkt ist mit Sicherheit der „Artikel“ – schließlich dreht sich ja vieles um
„ihn“. Daher werde ich mit der Artikelkarte als erstes beginnen.
Viele interessante und spannende Punkte zum Thema „Artikel“ finden Sie ebenfalls in den
Unterlagen „Beschaffung mit Microsoft Dynamics™ NAV2016“ und „Lager & Logistikabläufe
mit Microsoft Dynamics™ NAV2016“.
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Service mit Microsoft Dynamics™ NAV2016
Bestellbar über: www.spots-bss.com, per Mail unter [email protected]
ISBN-Nr: 978-3-7418-0506-6 dadurch auch unter amazon.de und epubli.de käuflich zu
erwerben.
Preis pro Print-Out: 89,00 EUR inkl. 7% MwSt.
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Inhalt
ALLGEMEINE INFORMATIONEN .......................................................................................................
Überblick zu diesem Kurs:.....................................................................................................................
1. Einführung in CRM – Service ...........................................................................................................
1.1 Ein kleines Schaubild zur Verdeutlichung ................................................................................
2. Einrichtung des Servicemoduls ........................................................................................................
2.1 Allgemeine Einrichtung des Servicebereichs ..........................................................................
2.1.1 Service Einrichtung – die Grundlage .................................................................................
2.1.1.1 Die Sache mit „IRIS*“… ................................................................................................
2.1.1.2 „Weiße Ware“, „Braune Ware“, „Rote Ware“.............................................................
2.1.1.3 Der Basiskalender** ......................................................................................................
2.1.1 Teil II – Zurück zu unserer „Service Einrichtung“.............................................................
2.1.2 Servicestandardzeiten..........................................................................................................
2.1.3 Arbeitszeitvorlagen ...............................................................................................................
2.1.4 Ressourcenservicegebiete ..................................................................................................
2.1.5 Berichtsauswahl – Service ..................................................................................................
2.1.6 Qualifikationen.......................................................................................................................
2.1.7 Servicegebiete.......................................................................................................................
2.2 Die Einsatzplanung – Teil I .........................................................................................................
3. Der Serviceartikel ...............................................................................................................................
3.1 Rund um einen Serviceartikel… ................................................................................................
3.1.1 Serviceartikelgruppen ..........................................................................................................
3.1.1.1 Eine kleine Übung: ........................................................................................................
3.1.2 Lösungsanleitungen .............................................................................................................
3.1.2.1 Anlegen einer neuen Lösungsanleitung für „Tablett-PCs“ (Übung) ......................
3.1.3 Servicelagerfächer ................................................................................................................
3.1 Der Serviceartikel unter der Lupe – inklusive Erstellung .......................................................
3.2.1 Servicepreisgruppencode ....................................................................................................
3.2.2 Manuelles Erstellen eines Serviceartikels.........................................................................
3.2.2.1 Hinterlegen einer Lösungsanleitung ...........................................................................
3.2.2.2 Hinterlegen von notwendigen Komponenten ............................................................
3.2.3 Automatisches Erstellen eines Serviceartikels.................................................................
3.2.4 Erstellen eines Serviceartikels über einen Serviceauftrag .............................................
3.3 Erstellen eines Artikels aus einem Serviceartikel ...................................................................
3.3.1 Zuweisen eines bestehenden Artikels zu einem neu angelegten Serviceartikel ........
3.4 Erstellen eines Serviceartikels aus einem Artikel ...................................................................
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3.5 Leihgeräte – ein paar grundlegende Informationen ................................................................
3.5.1 Neu-Anlage von Leihgeräten ..............................................................................................
3.5.2 Rund um die Leihgeräte-Karte............................................................................................
4. Serviceaufträge – von der Einrichtung bis zum Ablauf.................................................................
4.1 Einrichtungsparameter in der „Auftragsverwaltung“ ...............................................................
4.1.1 Servicekosten ........................................................................................................................
4.1.2 Serviceauftragsarten ............................................................................................................
4.1.3 Service Preiskorrekturgruppen ...........................................................................................
4.1.3.1 Kleine Vorbereitung für einen späteren Beispielablauf ...........................................
4.1.4 Problemberichtswesen & IRIS ............................................................................................
4.2 Weitere Punkte unter „Auftragsabwicklung“ im Kurzdurchlauf .............................................
4.3 Serviceangebot.............................................................................................................................
4.4 Serviceauftrag...............................................................................................................................
4.4.1 Erstellen eines Serviceauftrages inklusive Erstellen eines neuen Debitors ................
4.4.1.1 Debitorenvorlagenkarte ................................................................................................
4.4.1.2 Kleine Übung – Erstellen einer neuen Debitorenvorlagenkarte .............................
4.4.1.3 Die verschiedenen Statusfelder in einem Serviceauftrag .......................................
4.4.1.4 Fazit zu der Erstellung eines Serviceauftrages ........................................................
4.4.2 Der Servicearbeitsschein .....................................................................................................
4.4.2.1 Fazit zu dem Servicearbeitsschein .............................................................................
4.4.3 Weiterführung unseres Beispielauftrages mit Servicearbeitsschein .............................
4.4.3.1 Erstellen eines Serviceauftrags samt Ersatz einer Komponente ...........................
4.4.3.2 Wie ist das jetzt mit der „Ressource“? .......................................................................
4.4.3.1.1 Kleiner Ausflug in das Thema „Arbeitszeittabellen“ ..........................................
4.4.3.3 Weitere Kosten und die (Ab-)Rechnung ....................................................................
4.4.3.4 Kunde beschwert sich – Gutschrift notwendig ..........................................................
4.4.3.5 Ein anderer Fall… Serviceauftrag inklusive Storno .................................................
4.3.4.6 Verbräuche erfassen und buchen ...............................................................................
4.4.3.7 Kleine Zusammenfassung zu den Themen „Liefern und Fakturieren“ und
„Liefern und Verbrauchen“ ........................................................................................................
4.5 Planung – ein Überblick ..............................................................................................................
4.5.1 Serviceaufgaben ...................................................................................................................
4.5.2 Einsatzplanung – Teil II........................................................................................................
4.5.3 Bedarfsübersicht ...................................................................................................................
5. Ressourcen – ohne sie geht nichts…. ............................................................................................
5.1 Rund um die Ressource .............................................................................................................
5.1.1 Ressourcen............................................................................................................................
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5.1.1.1 Übung – Neu-Anlage einer Ressource ......................................................................
5.1.2 Ressourcengruppen .............................................................................................................
5.1.2.3 Übung – Zufügen von Preisen und Ressourcen zu einer Ressourcengruppe ....
5.1.3 Qualifikationen.......................................................................................................................
5.1.3.1 Anlage von Qualifikationscodes ..................................................................................
5.1.3.2 Zuordnen von Qualifikationscodes .............................................................................
5.1.4 Servicegebiete.......................................................................................................................
5.1.4.1 Vorgabe in der Serviceeinrichtung..............................................................................
5.1.4.2 Hinterlegen des Servicegebietscodes bei Debitor und Ressource........................
5.1.5 Das Thema „Ressourcenkapazität“ ...................................................................................
5.1.5.1 Ressource und Ressourcenkapazität ........................................................................
5.1.5.2 Ressourcengruppe und Ressourcenkapazität ..........................................................
5.2 Weiterer Überblick zu den Themen „Reparaturstatus“ und „Zuordnung“ ............................
5.2.1 Zusätzliche Informationen rund um das Thema „Status“ und „Zuordnungen“ ............
5.2.2 Rund um das Thema „Zuordnen von Ressourcen“ .........................................................
6. Verträge gibt’s auch noch! Rund um das Thema „Serviceverträge“ ..........................................
6.1 Die Einrichtung in der Servicevertragsverwaltung ..................................................................
6.1.1 Servicevertragskonten .........................................................................................................
6.1.2 Servicevertragsvorlagen ......................................................................................................
6.1.3 Servicevertragsgruppen .......................................................................................................
6.2 Der Servicevertrag .......................................................................................................................
6.3 Erstellen eines Servicevertrages anhand eines Beispiels .....................................................
6.3.1 Direktes Erstellen eines Servicevertrages ........................................................................
6.3.2 Erstellen eines Vertrages über ein Servicevertragsangebot ..........................................
6.3.3 Weitere Möglichkeiten und Informationen rund um Serviceverträge ............................
6.3.3.1 Beleg kopieren – nutzen Sie die Funktion auf Basis eines bestehenden
Servicevertrages einen neuen Vertrag zu erstellen ..............................................................
6.3.3.2 Aufnahme eines weiteren Serviceartikels in einem oder mehreren
Serviceverträgen .........................................................................................................................
6.4 Serviceaufträge aus Verträgen erstellen ..................................................................................
6.5 Ändern des Kunden in einem Servicevertrag ..........................................................................
6.6 Zufügen weiterer Vertragszeilen zu einem Vertrag ................................................................
6.7 Änderung des Feldes „zu fakturieren“ (Jahr) ...........................................................................
6.8 Berechnung von Serviceverträgen ............................................................................................
6.8.1 Manuelles erstellen und buchen von Servicerechnungen ..............................................
6.8.2 Automatisches Erstellen von Servicerechnungen ...........................................................
6.9 Kündigung von Serviceverträgen ..............................................................................................
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6.9.1 Einrichten der Ursachencodes............................................................................................
6.9.2 Vertrag wird gekündigt .........................................................................................................
6.10 Gutschriften von Serviceverträgen ..........................................................................................
6.10.1 Manuelles Erstellen einer Servicegutschrift ...................................................................
6.10.2 Erstellen einer Servicegutschrift aufgrund Ablauf einer Vertragszeile .......................
6.11 Vertragsvorauszahlungen buchen ..........................................................................................
6.12 Gewinn-/Verlustposten – zusätzliche Informationen zum Servicevertrag .........................
6.13 Aktualisieren des Servicevertragspreises ..............................................................................
6.14 Fazit zur „Vertragsverwaltung“.................................................................................................
7. Terminologie .......................................................................................................................................
Tipps – interessante Partner für Sie: ...................................................................................................
Das bietet SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt) ...........................................................................
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2.1.1.1 Die Sache mit „IRIS*“…
…ist ja manchmal ein Thema für sich. Sucht man unter „Wikipedia“ nach „IRIS“ findet man
die unterschiedlichsten (und zum Teil ulkigsten) Informationen zu dem Begriff/Namen als
solches.
Unter anderem war IRIS beispielsweise eine griechische Göttin, die als Botschafter fungierte
– genauso gab es IRIS, eine „Frauenzeitschrift“ im 18ten Jahrhundert usw.
Für den Bereich „Service“ ist der Begriff IRIS aber etwas Anderes – daher hier der
entsprechende Auszug aus „Wikipedia“ zur näheren Erläuterung:
„IRIS (International Repair Information System) ist ein von der EICTA spezifizierter,
internationaler Standard für die strukturierte Erfassung und Dokumentation von
Fehlersymptomen, -zuständen und durchgeführten Reparaturen von meist elektrischen
Geräten.
Das aktuell gültige Format wurde 1986 von der Firma „Sony“ entwickelt. 1989 wurde das
Format zwischen „Sony Europa“ und „Sony Japan“ (dort unter dem Namen ISIS)
standardisiert, während „Sony America“ eine einfachere Variante benutzte.
Namhafter Hersteller in Großbritannien verwendeten seit 1992 IRIS als Standard.
Ein japanisches Herstellerkomitee – bestehend aus „Hitachi“, „JVC“, „Matsushita“,
„Mitsubishi“, „Sanyo“, „Sharp“, „Sony“ und „Toshiba“ beschloss 1993 das „SONY“ ISIS
Format für die Datenerhebung aus Übersee zu verwenden.
1994 beschloss auch die FIAR in den Niederlanden und „Simavelec“ in Frankreich, den IRIS
einzuführen.
Ende 1994 begann die EACEM (European Association für Consumer Electronics
Manufacturers) durch das EASSC (European After-Sales Service Committee) IRIS,
europaweit als Standardformat für Reparatur- und Garantieabwicklung einzuführen.
Die offizielle Empfehlung wurde 1995 herausgegeben.
Seitdem ist der IRIS-Code der De-facto-Standard für die Reparatur- und Garantieabwicklung
bei „brauner Ware“.
….“
(Quelle: www.wikipedia.de – gesucht nach IRIS)
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Warum nutzen so viele Firmen heute „IRIS“?
Trotz Globalisierung gibt es eine Trennung zwischen Hersteller- und Wartungsfirmen – und
genau dieser Punkt erfordert heutzutage eine einheitliche Grundlinie was das Thema
„Service“ bzw. „Reparatur“ und „Wartung“ angeht.
Die IRIS-Codierung beinhaltet (Fehler-)Symptome und –zustände, defekte Baugruppen und
die vom Servicetechniker durchgeführten Reparaturen. Anhand einer eigenen IRIS-CodeTabelle kann der verantwortliche Techniker den betreffenden Code heraussuchen und
diesen für die Beschreibung verwenden.
Ein weiterer Vorteil von IRIS besteht darin, dass bekannte Fehler schnell gefunden und
behoben werden können, da bereits bei der Erfassung eine Auswahl möglicher Fehler und
Vorschläge zur Behebung aufgerufen wird, bzw. werden kann.
Und: da dieser Standard „international“ ist, werden Missverständnisse aufgrund der Sprache
von vornherein minimiert.
Ansicht des Codiersystems:
(Quelle: http://www.iriscode.org/pdf/DE_IRIS_03.12.22.pdf)
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Eine weitere Website bietet Ihnen die Option online nach bestimmten Codes zu suchen, bzw.
sich anzusehen, was die Codes bedeuten:
(Quelle: www.iriscode.org)
Prinzipiell gibt es im Internet auch Dateien zum Download diverser Excel-Tabellen. Und ja, in
NAV gibt es im Servicemodul unter „Aufgaben“ auch die Option Dateien in NAV zu
importieren – allerdings müssten diese Exceltabellen zunächst einmal umformatiert werden
in sogenannte „csv“ oder „txt“-Dateien und diese Tabellen müssen zunächst überarbeitet
werden.
Ich habe mir eine Version heruntergeladen –
eine Exceldatei die aus dem Jahr 2013 stammt
und 17 Tabellenblätter mit den unterschiedlichsten Informationen enthält. Allerdings können
diese Informationen so nicht in NAV eingelesen
werden – es sind zum beispielsweise zum Teil
große Beschreibungen enthalten…
Sollten Sie also die gültigen IRIS-Codes
herunterladen wollen bzw. bereits als Datei
vorliegen haben – und diese Datei ist in einem
„csv“ oder „txt“-Format, dann wechseln Sie in
„Aufgaben“ und scrollen Sie ein Stück nach
„unten“ – dort finden Sie unter „Problemberichtswesen“ drei Aufrufe, um die diversen
Codes einzulesen.
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2.1.7 Servicegebiete
Was ist ein „Servicegebiet“? Ich denke, dass hängt davon ab wie Ihr Unternehmen in Bezug
auf Reparatur-/Wartung tatsächlich arbeitet. Haben Sie Servicetechniker, die permanent „auf
der Straße“ sind? Dann ist eine detaillierte Aufteilung in Servicegebiete sinnvoll.
Ob Sie dafür die Bundesländer nehmen oder wie im „CRONUS“ Himmelsrichtungen können
Sie selbst entscheiden. Es sollte so sprechend wie möglich sein – das ist wichtig.
Ebenso wie bei den Qualifikationen können Sie bereits an dieser Stelle, Ressourcen zu
einem Servicegebiet zuordnen.
Das Gleiche gilt für die Ressourcenkarte selbst – dort haben Sie ebenfalls einen Aufruf zu
der Zuordnung der Servicegebiete.
Und auch hier gilt: Sie können jeder Ressource so viele Servicegebiete zuteilen wie
notwendig.
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2.2 Die Einsatzplanung – Teil I
Unter dem Thema „Einsatzplanung“ verstehen wir im „Service“ die Einrichtung, An- und
Verwendung folgender Parameter:




Arbeitszeitvorlagen
Servicestandardzeiten
Qualifikationscodes
Servicegebiete
Die Einrichtung der „Servicestandardzeiten“ haben Sie bereits in Kapitel 2.1.2 kennen
gelernt. Die hier hinterlegten Zeiten in Kombination mit einem Basiskalendercode, werden
dazu verwendet beispielsweise die Felder „Reagieren bis (Datum)“ und „Reagieren bis
(Uhrzeit)“ für die Serviceartikel zu kalkulieren.
Die anderen Punkte haben Sie ebenfalls bereits gehört bzw. werden Sie noch kennen
lernen.
„Einsatzplanung“ bedeutet hier eine Kombination der Parameter bei Artikel und Ressourcen,
der Erstellung des Serviceauftrages und den Datumskalkulationen.
Qualifikation
Servicegebietscode
Servicestandardzeiten & Arbeitszeitvorlagen
= Ermittlung &
Erfassen von
Zeiten
Serviceauftrag/
Wartung
Klarer werden die Zusammenhänge vermutlich erst mit den nachfolgenden Kapiteln in dieser
Unterlage.
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3. Der Serviceartikel
Ein „Serviceartikel“ ist eine eigene Variante von „Ware“- und dieser Serviceartikel muss nicht
zwangsläufig auch ein „Artikel“ in Ihrem Haus sein. Im Normalfall handelt es sich hier um
Geräte oder Artikel, die Gegenstand einer Dienstleistung sind.
Was ist – grob gesagt – der Unterschied?
Der Lagerwert und die Lagerbestandsführung. Serviceartikel haben zwar einen
„Vertragswert“ – aber keinen eigentlichen „Einstandsbetrag“ und im Normalfall liegen
Serviceartikel nur temporär – wenn überhaupt – auf einem Reparatur- bzw. Wartungslagerfach.
Ein „Artikel“ hingegen wird sowohl wert- wie auch bestandsmäßig im Lager geführt – und das
hat auch Auswirkungen auf die Bilanz.
Des Weiteren: ein „Serviceartikel“ ist nicht zwangsläufig Ihr Eigentum – sondern im Normalfall handelt es sich meistens um „Fremdeigentum“.
Und: es könnte ja sein, dass Sie zwar Reparaturen und Wartungen für bestimmte Artikel
vornehmen – diese aber nicht im eigenen (Verkaufs-)Portfolio haben.
In diesem Kapitel lernen Sie das Thema „Serviceartikel“ genauer kennen, erfahren etwas
über die „Serviceartikelgruppen“ und „Leihgeräte“ und können (und sollten) auch immer
wieder bei allen hier dargestellten Abläufen selbst „mitspielen“.
3.1 Rund um einen Serviceartikel…
Bevor wir mit der Erstellung eines „Serviceartikels“ beginnen, möchte ich Sie zunächst auf
ein paar bestimmte Punkte aufmerksam machen, die „rund um den Serviceartikel“ existieren
und die Sie einrichten können:
 Serviceartikelgruppen
 Lösungsanleitungen
 Servicelagerfächer
Um Serviceartikel zum Beispiel zu strukturieren und um sich die Arbeit rund um einen
Serviceartikel etwas zu erleichtern, können Sie sogenannte „Serviceartikelgruppen“
einrichten.
Diese „Serviceartikelgruppen“ wiederum können sowohl einem Artikel wie auch einem
Serviceartikel zugewiesen werden.
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3.1.1 Serviceartikelgruppen
Gruppierungen finden Sie innerhalb von NAV in den unterschiedlichsten Bereichen. Die
Serviceartikelgruppe bildet da keine Ausnahme. Der Vorteil einer Gruppe: Sie können
bestimmte Vorgaben einer Gruppe zuweisen und ersparen sich dadurch die Arbeit, bei
jedem einzelnen Datensatz Änderungen vorzunehmen.
Um zunächst einmal die Serviceartikelgruppen anzulegen, bzw.
bestehende Gruppen zu bearbeiten,
klicken Sie im „Verwaltungsmenü“ des
Servicemoduls auf den dafür
vorgesehenen Menüaufruf:
Es öffnet sich zunächst wieder eine
Übersicht der bestehenden Einträge.
In dieser tabellarischen Ansicht können Sie neue Serviceartikelgruppen definieren oder
bestehende ändern, bzw. löschen. Wie Sie anhand des obigen Bildschirmausschnittes sehen
können, existieren im „CRONUS“ bereits einige Beispiele.
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Wie Sie die Serviceartikel gruppieren, sprich: welche Codes und Beschreibung Sie verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Beachten Sie die „Faustregel“: „so viel wie notwendig, so wenig
wie möglich!“.
Bei jeder „Gruppe“ können Sie bestimmte Parameter von Anfang an mitgeben: der Vorteil:
wenn Artikel oder Serviceartikel einer „Gruppe“ zugeordnet werden, „erben“ sie automatisch
die Vorgaben der Gruppe. Der Vorteil dabei: Sie müssten diese Vorgaben nicht bei jedem
einzelnen Artikel bzw. Serviceartikel vornehmen.
Achten Sie bitte unbedingt auf den Reiter NAVIGATE – hierüber finden Sie die Funktionsaufrufe, um der jeweiligen Gruppe die Vorgaben mitgeben zu können.
Sie können pro Artikel bzw. Serviceartikel selbstverständlich einige Parameter wieder ändern
(z.B. die Qualifikation) auch wenn ein solcher Stammdatensatz zu einer Gruppe gehört.
Betrachten Sie diese Vorgaben vielleicht wie ein „Vorschlag“ der dann greift, wenn für diesen
Artikel bzw. Serviceartikel selbst keine andere Vorgabe getroffen wurde.
3.1.1.1 Eine kleine Übung:
Bitte legen Sie zunächst eine Serviceartikelgruppe mit dem Namen „Tablett-PC“ an – die
vorgegebene Reaktionszeit beträgt 8 Stunden und das System soll bei Verkauf eines
solchen Artikels sofort einen Eintrag in der Tabelle „Serviceartikel“ erstellen.
Wie geht das?
Um einen neuen Datensatz anzulegen klicken Sie entweder auf das Symbol „NEU“ im
Menüband (Reiter START) oder drücken alternativ die STRG + N Tastenkombination.
Die neue leere Zeile wird mit einem roten Sternchen „markiert“. Tragen Sie jetzt die oben
genannten Vorgaben ein.
So sollte es aussehen:
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.1 Der Serviceartikel unter der Lupe – inklusive Erstellung
Wie war das nochmal mit dem „Servicartikel“?
Ein paar Informationen dazu haben Sie am Anfang dieses Kapitels bereits kennen gelernt –
hier noch ein kleiner Zusatz: ...
…nun vereinfacht gesagt, handelt es sich hier um einen speziellen Stammdatensatz, der
anders als ein „echter“ Artikel dazu dienen soll bestimmte Informationen wie beispielsweise
Wartungsintervalle und Abläufe – zum Beispiel Serviceaufträge – auf sich zu vereinen.
Eine Art „Kernpunkt“ um das sich Wartung/Reparatur bzw. Servicedienstleistungen drehen.
Sie können Serviceartikel mit einem „echten“ Artikel verbinden, Sie können aber genauso gut
„nur“ einen Serviceartikel anlegen – beispielsweise bei Fremdgeräten.
Bevor wir zur eigentlichen Erstellung kommen, hier zunächst ein Überblick zu der Serviceartikelkarte und den dort vorhandenen Feldern:
Klicken Sie im Servicebereich bitte auf den Menüpunkt „Auftragsabwicklung“ und dort auf
„Serviceartikel“. Es öffnet sich zunächst eine Übersicht.
Lassen Sie uns zunächst einen bestehenden Serviceartikel bzw. dessen Datensatz ansehen.
Wählen Sie dazu beispielsweise die Nummer „3“ – Computer III 600 MhZ.
Platzieren Sie Ihren Cursor auf diesen Datensatz und öffnen Sie die Datenkarte durch Klick
auf „Bearbeiten“ oder alternativ durch Drücken der Tastenkombination STRG + Umschalt +
E.
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Ansicht der Karte:
Wie alle Kartenansichten, besteht auch diese Karte hier aus unterschiedlichen Registern um
die Übersicht zu den verschiedenen Untergliederungen zu einem solchen Artikel zu wahren.
Beachten Sie bitte ebenso die Funktionsaufrufe (= Symbole) im Menüband!
Register „Allgemein“:
Feldname
Erläuterung
Nr.
wird durch eine hinterlegte Nummernserie „gesteuert“.
Empfehlenswert ist es hier, die Nummer automatisch vergeben zu
lassen. Sobald Sie einen neuen Datensatz erstellen und mit ENTER
bestätigen, erzeugt das System eine neue Nummer
Beschreibung
Hinterlegen Sie hier eine Beschreibung des Serviceartikels
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Feldname
Erläuterung
Artikelnr.
Sofern der Serviceartikel mit einem „echten“ Artikel verbunden ist,
bzw. werden soll können Sie hier durch Auswahl der Artikelnummer
eine Verbindung schaffen. Wird der Serviceartikel automatisch erstellt
– z.B. durch einen Verkaufsvorgang – ist die Zuweisung hier sofort
vorhanden.
Artikelbeschreibung
Die „Artikelbeschreibung“ wird aus dem Artikel selbst übernommen.
Serviceartikelgruppencode
Sie können diesem Serviceartikel einer Gruppe zuordnen – sofern Sie
das Feld „Artikelnr“ gefüllt und bei dem Artikel selbst eine Serviceartikelgruppe hinterlegt ist, wird diese automatisch hier mit übernommen
Servicepreisgruppencode
Sie können hier ebenfalls eine Zuweisung zu einer
Servicepreisgruppe vornehmen. Sofern der Serviceartikel aus einem
Serviceauftrag heraus entstanden ist, übernimmt das System
standardmäßig die Vorgabe aus dem Feld „Code“ der Serviceauftragszeile.
Variantencode
Sie könn(t)en bei jedem Serviceartikel (das gilt übrigens auch für
„echte“ Artikel) Varianten mit angeben (siehe unter „gut zu wissen“)
Seriennr.
Sofern es sich um einen seriennummernpflichtigen Serviceartikel
handelt, können Sie hier die entsprechende Seriennr. hinterlegen
Status
Ein Optionsfeld – es stehen Ihnen insgesamt fünf Möglichkeiten zur
Verfügung:
<leer>
Eigener Serviceartikel (dieser Serviceartikel gehört Ihrer Firma)
Installiert (dieser Serviceartikel ist bei einem Debitor im Einsatz)
Temporär Installiert (dieser Serviceartikel ist bei einem Debitor nur
vorübergehend im Einsatz)
Defekt (dieser Serviceartikel ist defekt – der Status wird gesetzt, wenn
dieser Serviceartikel durch einen anderen ersetzt wird.)
Serviceartikelkomponenten
Sie können zu jedem Serviceartikel eine eigene „Stückliste“
hinterlegen – die sowohl aus anderen Serviceartikeln wie auch
„normalen“ Artikeln bestehen kann. Diese Stückliste kann in den
Servicebelegen bei Bedarf „entfaltet“ werden. Sofern eine Stückliste
existiert wird der Hyperlink in diesem Feld auf „JA“ geändert.
Suchbegriff
Alphanumerisches Feld (= kann aus Zahlen und Buchstaben
bestehen) – wird standardmäßig mit den ersten 20 Zeichen aus dem
Feld „Beschreibung“ vorbelegt.
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Feldname
Erläuterung
Reaktionszeit
Sofern Sie eine Serviceartikelgruppe zugeordnet haben, übernimmt
das System den Wert aus dieser Gruppe. Sie können die
Reaktionszeit pro Serviceartikel ebenso selbst definieren, bzw. den
hinterlegten Feldinhalt überschreiben. Diese Stundenvorgabe ist eine
Schätzung – sobald innerhalb dieser Reaktionszeit nicht mit der Arbeit
begonnen wurde (und der Reparaturstatus in der Zeile auf „in Arbeit“
gesetzt wurde), verschickt das System die entsprechenden
„Warnmails“ (gemäß Vorgabe in der Service Einrichtung)
Priorität
Es gibt drei Stufen: „niedrig“, „normal“ und „hoch“ – hierüber können
Sie die Wichtigkeit dieses Serviceartikels steuern
Letzter Service
am
Wird durch das System automatisch gefüllt und zeigt das Datum des
letzten Service an.
Garantiebeginn
(Teile)
Sobald Sie im Feld „Garantiebeginn“ ein Datum hinterlegen, füllt das
System automatisch die anderen Garantiefelder gemäß der Vorgabe
aus dem Register „Standards“ in der „Service Einrichtung“.
Garantiende
(Teile)
Sofern der Serviceartikel aufgrund eines Verkaufs entsteht, gilt das
Buchungsdatum als „Startdatum“
Garantierabatt %
(Teile)
Beinhaltet den prozentualen Anteil der Ersatzteilkosten, welcher durch
die Garantie auf den Serviceartikel abgedeckt wird.
Garantiebeginn
(Arbeit)
Ebenso wie bei „Garantiebeginn (Teile)“ ist es hier: sofern Sie hier ein
Datum eintragen, zieht sich das System die weiteren Informationen
aus den Feldern (Register Standards) der Service Einrichtung.
Garantieende
(Arbeit)
Wird der Serviceartikel aufgrund eines Verkaufsvorgangs erstellt, ist
das Buchungsdatum des Verkaufsbeleges entscheidend und gilt als
„Startdatum“.
Garantierabatt %
(Arbeit)
Beinhaltet den prozentualen Anteil der Arbeitskosten, die durch eine
mögliche Garantie abgedeckt werden
Bevorzugte
Ressource
Wählen Sie hier ggf. einen Mitarbeiter direkt aus, der sich primär um
diesen Serviceartikel kümmern soll.
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Register „Debitor“:
In diesem Register finden Sie alle Informationen zu einem Debitor, der diesen Serviceartikel
in „Gebrauch“ hat.
Was ist eigentlich ein „Debitor“?
Der Begriff „Debitor“ kommt an für sich aus der Buchhaltung. Gemeint ist damit
Ihr Kunde.
Register „Lieferung“:
Zeigt die Lieferadresse an, zu dem der Serviceartikel gebracht wurde.
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4.4.1.3 Die verschiedenen Statusfelder in einem Serviceauftrag
Bevor wir zur Bearbeitung eines Serviceauftrages kommen, zunächst noch eine Information
zu den verschiedenen Statusfeldern.
Im Gegensatz zu den Ein- und Verkaufsbelegen stehen Ihnen im Serviceauftrag insgesamt
drei Statusfelder zur Verfügung:
 Serviceauftragsstatus = Feld „Status“ im Register „Allgemein“
 Reparaturstatus = Feld in der Serviceauftragszeile
 Freigabestatus = Feld im Register „Allgemein“
Während der „Freigabestatus“ für die lager-/logistikrelevanten Abläufe notwendig ist, sind
sowohl der „Serviceauftragsstatus“ wie der „Reparaturstatus“ eine Visualisierung des
momentanen Zustandes eines Serviceauftrages.
Beide Statusfelder stehen normalerweise in einer „Abhängigkeit“ zu einander. Ändert sich
der Reparaturstatus in der Zeile, ändert sich der Serviceauftragsstatus unter Umständen mit
– sofern es in der Einrichtung so hinterlegt ist.
Ein Beispiel: im „CRONUS“ wird bei Neu-Anlage eines Serviceauftrages automatisch der
Reparaturstatus „ANFANG“ eingetragen – der Serviceauftragsstatus ist „offen“.
Grund ist die Einrichtung. Schließen Sie den Serviceauftrag
zunächst und wechseln Sie im Servicebereich –
„Auftragsabwicklung“ auf den Punkt „Verwaltung“. Dort finden Sie
„Status“:
Klicken Sie zunächst auf „Serviceauftragsstatus Einr.“.
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Es gibt insgesamt vier Status:
„Offen“, „in Bearbeitung“, „Erledigt“
und „Warten“.
Dazu passend die entsprechenden
Prioritäten – auch davon stehen
Ihnen vier Möglichkeiten zur
Verfügung:
„Sehr hoch“, „Hoch“, „Niedrig“ und
„sehr niedrig“.
Schließen Sie diese Ansicht durch Klick auf „OK“ rechts unten.
Öffnen Sie als nächsten Menüpunkt „Reparaturstatus Einrichtung“:
Anhand dieser Matrix erkennen Sie, wie das System bei Umstellen des „Reparaturstatus“
den Serviceauftragsstatus mit „beeinflusst“ bzw. ändert. Und welche Optionen überhaupt
zulässig wären.
Beispiel der Reparaturstatus Code „Ersatzteil bestellt“:
Wie Sie anhand der gesetzten Häkchen erkennen können, ist ein „ändern“ des Status auf
„erledigt“ hier nicht möglich, da für diesen Fall ein Ersatzteil extra bestellt wurde.
Für Ihr eigenes System können Sie entweder die Vorgabe hier aus dem „CRONUS“ übernehmen – oder Sie erstellen eine eigene Matrix wie es für Sie am passendsten ist.
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4.4.1.4 Fazit zu der Erstellung eines Serviceauftrages
Sie sehen: das Erstellen eines Serviceauftrages ist kein großes „Hexenwerk“. Im Endeffekt
ist der Serviceauftrag eine Art „Deckblatt“, in dem alle notwendigen Informationen zusammengefasst werden.
Die eigentlichen Aufwände wie Artikel, Ressourcen, Kosten usw. werden über den
Servicearbeitsschein erfasst und bilden die für die Abrechnungen.
Zur Erinnerung: der Serviceartikel im Auftrags selbst wird „lagertechnisch“ nie bewegt – das
bedeutet: der Bestand dieses Gerätes wird nie auf Ihr Lager gebucht – wie das im Fall von
Ein- bzw. Verkauf der Fall wäre.
Vergessen Sie bitte nicht: solche Geräte sind nicht Ihr Eigentum, sondern das des Debitors.
4.4.2 Der Servicearbeitsschein
Aus jedem Serviceauftrag können Sie einen Servicearbeitsschein pro Zeile erstellen. Dieser
Arbeitsschein dient Ihnen bzw. Ihren Kollegen dazu, die tatsächlich aufgewendeten Zeiten
und benötigten Komponenten zu erfassen. Zu diesen tatsächlichen Aufwendungen zählen
außerdem Kosten, die im Zuge der Reparatur bzw. Wartung zusätzlich angefallen sind.
In der Praxis wäre es zum Beispiel so, dass ein Servicetechniker den Servicearbeitsschein
bei einem „Außer-Haus-Einsatz“ mit zum Kunden bringt und diesen Schein nach erfolgter
Arbeit unterschreiben lässt. Klassisches Beispiel: Mitarbeiter einer Telekommunikationsfirma.
Wenn Sie Unterstützung durch einen Servicetechniker benötigen, werden Sie in diesem Fall
ebenfalls einen Servicearbeitsschein unterschreiben.
Dieser unterschriebene Schein dient später als Grundlage für die Abrechnung und auch als
Nachweis.
Lassen Sie uns dazu ebenfalls ein Beispiel durchführen. Aus dem vorherigen Kapitel haben
wir ja einen Serviceauftrag für „Büroservice Klüngel“ zur Verfügung. Nehmen wir an, dass die
Reparatur durchgeführt werden soll – das heißt: ändern Sie zunächst den „Reparaturstatus“
auf „INBEARB“ (das Feld „Status“ im Register „Allgemein“ wird automatisch umgesetzt).
Ebenso die Felder „Reagieren bis (Datum)“ und „Reagieren bis (Uhrzeit)“ wurden jetzt
automatisch gefüllt.
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Ansicht des Serviceauftrages nach Ändern des Status:
Um jetzt den Servicearbeitsschein zu erstellen, klicken Sie bitte im Register „Zeilen“ auf
„Zeile“ und dort auf „Servicearbeitsschein“.
Ansicht des Servicearbeitsscheins:
Wichtig: pro Serviceauftragszeile gibt es EINEN Servicearbeitsschein!
Wenn Sie sich den Beleg einmal genauer betrachten, werden Sie sowohl im Menüband und
dessen verschiedene „Reiter“ wie im Beleg selbst verschiedene Parallelen zu dem ursprünglichen Serviceauftrag erkennen.
Im Servicearbeitsschein finden Sie zudem den Aufruf für die „Servicepreis-Korrektur“
(Servicepreis korrigieren).
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5. Ressourcen – ohne sie geht nichts….
Im Servicebereich verstehen wir unter „Ressourcen“ Servicetechniker bzw. –mitarbeiter.
Diese Mitarbeiter sind für den „Customer Service“ (oder auf Deutsch: die Kundenbetreuung)
verantwortlich – zu ihren Aufgaben gehören neben der Annahme der betreffenden Artikel
bzw. Geräten ebenso die Wartung und Reparatur derselben – und in der Praxis zählt dazu
auch das zurücksenden von Ware an den Hersteller, falls notwendig.
Das Aufgabengebiet einer Ressource ist ebenso vielfältig wie „herausfordernd“.
Damit die geleisteten Arbeitsstunden abgerechnet werden können, müssen diese innerhalb
von NAV erfasst und damit entsprechend dokumentiert sein. Sie haben dazu zwei Varianten:
a) Sie nutzen die Arbeitszeittabellen und/oder b) tragen die geleisteten Stunden direkt in den
Servicearbeitsschein bzw. in die Servicezeilen zu einem Auftrag ein.
Mithilfe der Ressourcenkarten und den dazugehörigen Funktionen können Sie zum Beispiel:



Entsprechende Arbeitszeiten pro Ressource als Kapazität hinterlegen
Qualifikationen zuordnen
Ein oder mehrere Servicegebiete zuordnen
5.1 Rund um die Ressource
Eine komplette Beschreibung zum Thema „Ressourcen“ finden Sie ebenfalls in der
Unterlage „Ressourcen & Einblick in Projekte mit Microsoft Dynamics™ NAV2016“. In den
nachfolgenden Beschreibungen wird daher nur auf die Ressource selbst und die
Ressourcengruppen eingegangen.
Um bei bestimmten Servicevorgängen die Mitarbeiter zu zuordnen, haben Sie die Wahl ob
Sie den Fall an eine bestimmte Ressource oder an eine Ressourcengruppe abgeben wollen.
Daher hier ein paar grundsätzliche Informationen zur Einrichtung von „Ressourcen“ und
„Ressourcengruppen“. Manche Details wiederholen sich aus den vorhergehenden Kapiteln.
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5.1.1 Ressourcen
Um mit einer „Ressource“ arbeiten zu können, benötigen Sie zunächst eine sogenannte
„Ressourcenkarte“. Eine solche „Karte“ stellt den Stammdatensatz in diesem Bereich dar.
Wie Sie vielleicht wissen, ist eine „Ressource“ im Umfeld von Microsoft Dynamics™ NAV
eine „Person“ oder eine „Maschine“. Für beide Varianten gilt aber, dass hier eine Art
„Volumen“ für die vorhandenen Kapazitäten erfasst, verwaltet und bearbeitet werden kann.
Die Einheiten, die dafür notwendig sind, sind meistens Zeiteinheiten wie beispielsweise
„Stunden“. Vereinfacht gesagt: steht ein Mitarbeiter 8 Stunden für ein Projekt zur Verfügung
ist das gleichbedeutend mit einer möglichen „Produktionsleistung“ (= Kapazität) von eben
diesen 8 Stunden.
Sehen wir uns die Ressourcenkarte
einmal genauer an. Wechseln Sie dazu
bitte in das Menü „Ressourcenplanung“
und klicken Sie auf „Ressourcen“:
Es öffnet sich die Übersicht der zurzeit vorhandenen Ressourcen im CRONUS:
Bereits in der Übersicht können Sie mithilfe der verschiedenen Symbole im Menüband,
bestimmte Untermenüs öffnen bzw. Funktionen ausführen.
Auf der rechten Seite stehen Ihnen die „Info- & Factboxes“ zur Verfügung – hilfreich um
Ihnen sofort einen Überblick rund um die jeweilige Ressource zu vermitteln. Beachten Sie
hier besonders die Ressourcenstatistik!
Übrigens: die in den „Factboxen“ enthaltenen Felder wie zum Beispiel „Kapazität“ sind
sogenannte „SIFT®“-Felder.
SIFT® => Sum-Index-Flow-Technology = vereinfacht gesagt, ein
automatisches Kalkulieren zur Laufzeit bestimmter Werte (z.B.
Stunden). Das bedeutet: sobald Sie auf den jeweiligen Datensatz
klicken hat das System den „Jetzt“-Zustand kalkuliert.
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6.3.1 Direktes Erstellen eines Servicevertrages
Nach dem der Kunde „Graphische Werke Landsberg“ den Computer bei Ihnen gekauft hat,
möchte er nun einen Servicevertrag betreffs Hardware-Wartung mit Ihnen abschließen.
Klicken Sie im Servicemodul auf den Punkt „Vertragsverwaltung“ und öffnen Sie die
„Serviceverträge“. Erstellen Sie zunächst einen neuen Beleg (durch Klick auf „NEU“ oder
drücken der STRG+N-Tastenkombination).
Sobald Sie mit ENTER bestätigen (damit das System automatisiert eine Belegnummer
vergeben kann), erhalten Sie zunächst folgende Abfrage:
Bestätigen Sie mit Klick auf „JA“ – Sie gelangen jetzt in eine „Mini“-Übersicht der Servicevertragsvorlagen. Wählen Sie dort „VORL0002“ aus:
Bestätigen Sie durch Klick auf „OK“.
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Ansicht des neu erstellten Servicevertrages:
Ändern Sie die Beschreibung in „Vereinbarung Reparatur/Wartung PC“ und wählen Sie im
Feld „Debitorennr.“ die Kundennummer der Firma „Graphische Werke Landsberg“ aus
(40000).
Nach dem Sie die Debitorennummer hinterlegt haben, füllt das System die ersten Felder
bereits automatisch aus (Register Fakturierung, Lieferung usw.)
Um jetzt den Serviceartikel diesem Vertrag zu zuordnen, öffnen Sie das Register „Zeilen“
und wählen im Feld Serviceartikelnr. die durch den Verkauf neu erstellten Serviceartikel aus.
Ansicht des Servicevertrages nach Zufügen der Zeile und den Informationen:
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Ressourcen und Einblick in Projekte mit Microsoft Dynamics™
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Inhalt
ALLGEMEINE INFORMATIONEN .......................................................................................................
Überblick zu diesem Kurs:.....................................................................................................................
Allgemeines .............................................................................................................................................
1. Einführung Ressourcen .....................................................................................................................
1.1 Wo wird eine Ressource eingesetzt? Kleines Schaubild .......................................................
2. Einrichtung des „Ressourcen-Moduls“ ............................................................................................
2.1 Ressourcen Einrichtung ..............................................................................................................
2.2 Arbeitstypen ..................................................................................................................................
2.3 Einheiten........................................................................................................................................
2.4 Ressourcen-Eins.-Pr. ..................................................................................................................
2.5 Ressourcen VK-Preise ................................................................................................................
2.6 Rundungsmethoden ....................................................................................................................
2.7 Res.-Buch-Blattvorlagen .............................................................................................................
3. Ressourcen und Ressourcengruppe...............................................................................................
3.1 Ressourcen ...................................................................................................................................
3.1.1 Neu-Anlage einer Ressource – Übung..............................................................................
3.2 Ressourcengruppen ....................................................................................................................
3.2.1 Übung: Neu-Anlage einer Ressourcengruppe „Montage“ – und Zufügen einiger
Ressourcen......................................................................................................................................
4. Arbeitszeittabellen ..............................................................................................................................
4.1 Erstellen von Arbeitszeittabellen aus einer Ressourcenkarte ...............................................
4.2 Erstellen von Arbeitszeittabellen für alle Ressourcen, die eine entsprechende
Markierung in der Ressourcenkarte haben ....................................................................................
4.3 An- bzw. Verwendung und einige Beispiele ............................................................................
4.3.1 Kleiner „Ausflug“ in das Personalwesen ...........................................................................
4.3.2 Verwenden einer Arbeitszeittabelle ...................................................................................
4.3.2.1 Einige Erläuterungen rund um die „Arbeitszeittabelle“ ............................................
4.3.2.2 Übung: Erfassen verschiedener Zeiten innerhalb der Arbeitszeittabelle ..............
4.3.2.3 Wir wechseln die „Rolle“ – das macht der „Genehmiger“ .......................................
4.4 Buchen der Zeiten........................................................................................................................
4.4.1 Verbuchen der Zeit in einem Ressourcen Buch-Blatt .....................................................
4.4.2 Verarbeiten der erfassten und genehmigten Zeiten in Zusammenhang mit einem
Serviceauftrag .................................................................................................................................
4.5 Archivieren von Arbeitszeittabellen ...........................................................................................
4.6 Fazit zu „Arbeitszeittabellen“ ......................................................................................................
5. Weitere Punkte rund um Ressourcen .............................................................................................
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5.1 Ressourcenkapazität/Ressourcengr. Kapazität & Zuweisen von verfügbaren Zeiten ......
5.1.2 Ressourcengr.-Kapazität .....................................................................................................
5.1.3 Noch ein paar Worte zur „Verfügbarkeit“ ..........................................................................
5.2 Ressourcenplanung – bzw. das Zuweisen/-ordnen von Ressourcen..................................
5.2.1 Ressource zu einem Projekt zufügen ................................................................................
5.2.2 Ressource zu einem Serviceauftrag zuweisen ................................................................
5.2.3 Ist die Ressource noch verfügbar? ....................................................................................
5.3 Ressourcen Buch-Blatt & wiederkehrendes Buch-Blatt .........................................................
5.3.1 Unterschied „einfaches“ und „wiederkehrendes“ Buch-Blatt .........................................
5.3.2 Ein Beispiel: Vorgang einer Buchung in einem Ressourcen Buch-Blatt ......................
5.3.3 Ein weiteres Beispiel: Vorgang einer Buchung mit einem wiederkehrenden BuchBlatt ...................................................................................................................................................
5.4 Preise ändern – Ressourcenpreise justieren und Ressourcen-VK-Preisvorschläge ........
5.4.1 Ressourcenpreise justieren.................................................................................................
5.4.2 Ressourcen VK-Preisvorschläge........................................................................................
5.6 Fazit zu den Ressourcen ............................................................................................................
6. Ein- und Überblick zu „Projekten“ innerhalb von NAV ..................................................................
6.1 Schaubild zum Thema „Projekte“ ..............................................................................................
6.2 Über den Tellerrand geblickt – was ist eigentlich ein „Projekt“? ...........................................
6.3 Einrichtung im Modul „Projekte“.................................................................................................
6.3.1 Hinterlegen der Grundeinrichtung ......................................................................................
6.3.2 Projektbuchungsgruppen.....................................................................................................
6.3.3 Projekt Buch-Blattvorlagen ..................................................................................................
6.3.4 WIP-Methoden für Projekte .................................................................................................
6.4 Die Projektkarte ............................................................................................................................
6.5 Ablauf eines Projektes (inkl. Erstellung, Einrichtung, Verbrauch und Rechnung) .............
6.5.1 Erstellen eines neuen Debitors und Projektes .................................................................
6.5.2 Hinterlegen von Projektaufgaben und -planzeilen ...........................................................
6.5.2.1 Der Kunde möchte einen Überblick zu dem Projekt ................................................
6.5.3 Erfassen der verbrauchten Zeiten und Ermitteln des Restverbrauchs.............................
6.5.3.1 Restverbrauch – spezielle Funktion im Projekt Buch-Blatt .....................................
6.5.4 Erfassen und buchen der verbrauchten Artikel ................................................................
6.5.5. Erstellen und Buchen einer Projektrechnung ..................................................................
6.5.5.1 Teilabrechnung bei Projekten ......................................................................................
6.5.5.2 Nur Teilmengen abrechnen .........................................................................................
6.5.5.3 Lieferschein und mehr – Postentabellen ...................................................................
6.5.6 Projektgutschrift – „Kunde beschwert sich“ ......................................................................
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6.5.7 FAZIT zu dem Thema „Projekte“ ........................................................................................
7. Einblick zum WIP-Cockpit .................................................................................................................
8. Nochmal ein kleiner Rund-Um-Blick im „Projektebereich“:..........................................................
Tipps – interessante Partner für Sie: ...................................................................................................
Das bietet SPOTS-BSS UG (haftungsbeschränkt) ...........................................................................
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1. Einführung Ressourcen
Legen wir gleich los – was meinen Sie? Das erste große Thema ist der Punkt „Ressource“ –
aber was ist das eigentlich und wofür wird das überhaupt in NAV gebraucht?
Suchen Sie beispielsweise unter „wikipedia.de“ nach dem Begriff „Ressource“ finden Sie die
unterschiedlichsten Interpretationen zu diesem Begriff – hier ein kleiner allgemeiner Auszug:
„Eine Ressource (franz. „la ressource“, „Mittel“, Quelle“; von lat. „resurgere“ „hervorquellen“)
ist ein Mittel, um eine Handhabung zu tätigen oder einen Vorgang ablaufen zu lassen.
Eine Ressource kann ein materielles oder immaterielles Gut sein. Meist werden darunter
Betriebsmittel, Geldmittel, Boden, Rohstoffe, Energie oder Personen und (Arbeits-)Zeit
verstanden, in der Psychologie auch Fähigkeiten, Charaktereigenschaften oder eine geistige
Haltung, in der Soziologie auch Bildung, Gesundheit und Prestige. In Managementprozessen
und Technik wir die Zuteilung von Ressourcen als Ressourcenallokation bezeichnet.“ ….
(Quelle: www.wikipieda.de – gesucht nach „Ressource“)
Der Begriff „Ressource“ ist also ein Sammelbegriff. Hier ein paar Bezeichnungen aus dem
„normalen“ (Arbeits-)Alltag (auch aus „wikipedia.de“):





Finanzielle Ressource (z.B. Geldmittel, Kreditwürdigkeit, etc.)
Humane Ressource (z.B. Facharbeiter)
Organisatorische Ressource (z.B. IT-Abteilung)
Physische Ressource (z.B. Gebäude, Maschinen)
Technologische Ressourcen (z.B. Markennamen, Qualitätsstandards, etc.)
Was bedeutet das für NAV2016?
In Microsoft Dynamics™ NAV2016 sind Ressourcen entweder eine „Person“ oder eine
„Maschine“. In vielen Branchen gilt der Punkt „Ressource“ zudem als „Dienstleistung“ – ein
Grund warum bei vielen Kunden „draußen“, die Ressource in verschiedenen Ein- und
Verkaufsprozessen mit verfügbar sind.
Dazu muss ich allerdings sagen, dass „Ressourcen“ zwar im Standard-NAV „verkauft“
werden können (ein wichtiges Element – auch im Modul „CRM-Service“!) – aber sich so nicht
„einkaufen“ lassen (hier setzt meist das erste Mal die Anpassung durch einen Partner an und
ein).
„Ressourcen“ sind übrigens keine „Dummy-Artikel“ (auch das sehe ich in der Praxis so
manches Mal). Ein Artikel ist und bleibt ein Artikel – und sollte möglichst auch korrekt
angelegt sein und genutzt werden. Mit anderen Worten: einen „Dummy-Artikel“ – besonders
in Bezug auf „Dienstleistungen“ gibt es an für sich nicht.
Übrigens: auch Sachkonten sollten im Normalfall nicht als „Dummy-Artikel“ missbraucht
werden – das haben die meisten verantwortlichen Kollegen aus der Finanzbuchhaltung gar
nicht gern.
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Der Grund für die Verwendung der „Dummy“-Artikel ist übrigens häufig die Tatsache, dass
der Standard Ressourcen nun mal nicht einkaufen lässt.
Doch seien Sie versichert, dass es einige Partner gibt, die genau diesen Punkt in ihren
branchenspezifischen Lösungen bereits realisiert haben – dort ist das „Einkaufen“ von
Dienstleistungen ohne Probleme möglich.
Ressourcen finden Sie im NAV-Umfeld übrigens in vielen Bereichen wieder – sei es im
„CRM-Service“, in „Projekten oder in der „Montage“ – und natürlich ebenso als eigene
Verkaufsoption.
1.1 Wo wird eine Ressource eingesetzt? Kleines Schaubild
Projekte
Montage
z.B. bei Softwareunternehmen
z.B. für den Zusammenbau
von halbfertigen Artikeln
Verkauf
z.B. Servicetechniker
oder Berater
RESSOURCE
(Mensch oder Maschine)
Damit Sie die Ressourcen nutzen können, müssten zuvor einige Einrichtungen getätigt
werden. Auf den nächsten Seiten erhalten Sie daher einen Überblick zu den verschiedenen
Einrichtungsparametern.
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2. Einrichtung des „Ressourcen-Moduls“
Um die verschiedenen Möglichkeiten rund um eine
Ressource nutzen zu können, benötigen wir zunächst
einige grundlegende Einrichtungen. Sie finden diese
Einrichtungsmasken in dem Modulbereich
„Ressourcenplanung“ – und dort unter „Verwaltung“.
Im Gegensatz zu vielen anderen Modulen innerhalb
von NAV haben die „Macher“ hier alle Menüpunkte
rund um die Thematik „Ressourcen“
zusammengefasst.
2.1 Ressourcen Einrichtung
Eine grundlegende Einrichtung finden Sie unter dem Menüaufruf „Ressourcen Einrichtung“.
Bevor Sie also anfangen Ressourcen anzulegen, sollten Sie diesen Einrichtungsbereich als
erstes aufrufen.
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Einige Erläuterungen zu den verschiedenen Menüpunkten:
Feldname
Erläuterung
Ressourcennummern Hinterlegen Sie hier eine Nummernserie, die für die Neu-Anlage
einer Ressource herangezogen werden soll. Solche
Nummernserien sind sowohl manuell wie auch „automatisch“
möglich. (Näheres dazu, wenn wir eine Karte neu anlegen.
ArbeitszeittabellenEbenfalls hier sollten Sie eine entsprechende Nummernserie
nummern
hinterlegen, die bei Neuanlage von Arbeitszeittabellen, bzw. deren
Verwendung genutzt werden muss
Erster Wochentag für Definieren Sie hier durch Klick auf den kleinen „Drop-Down-Pfeil“
die Arbeitszeittabelle rechts im Feld, welcher Tag als „erster Wochentag“ in Ihrem Unternehmen gelten soll.
Arbeitszeittabelle
Es stehen drei Optionen zur Auswahl:
nach ProjektgeNIE = Standardvorgabe – die Arbeitszeittabelle wird über die
nehmigung*
Benutzer-ID des „Arbeitszeittabellengenehmigers“ genehmigt, der
in der jeweiligen Ressourcenkarte hinterlegt ist.
IMMER = wenn die Arbeitszeittabelle mit einem Projekt verknüpft
ist, dann genehmigt der Benutzer, der in der Projektkarte als
„Verantwortlich“ definiert wurde die entsprechende Arbeitszeittabelle. Dies gilt übrigens unabhängig davon, ob es sich bei der
Ressource um eine Person oder eine Maschine handelt.
NUR MASCHINE = ist die Arbeitszeittabelle mit einem Projekt
verknüpft, ist der „Genehmiger“ im Fall von „Maschinen“ der
Projektverantwortliche.
Im Fall einer Ressource bleibt der Genehmiger derjenige, der in
der Ressourcenkarte als „Arbeitszeittabellengenehmiger“
angegeben wurde.
(*aus der Onlinehilfe von Microsoft Dynamics™ NAV)
Allgemeines zum Thema „Arbeitszeittabelle“:
Mithilfe der „Arbeitszeittabellen“ bietet Ihnen Microsoft Dynamics™ NAV die Möglichkeit,
anfallende Zeiten für Projekte oder Serviceaufträge in den sogenannten Arbeitszeittabellen
zu erfassen und an einen „Genehmiger“ zu übermitteln.
Ein „Genehmiger“ prüft die erfassten Zeiten und gibt diese „frei“ (= genehmigt) oder „lehnt
ab“. Im Service werden beispielsweise Arbeitszeiten die genehmigt wurden und in einem
Zusammenhang zu einem Serviceauftrag steht, automatisch in den Servicearbeitsschein
übernommen.
Des Weiteren dient dieser Bereich auch als Werkzeug für das Zeitmanagement – darüber
können Sie bereits eventuell auftretende „Zeitprobleme“ erkennen und frühzeitig gegensteuern.
Dazu werden wir in einem späteren Kapitel noch mehr sehen.
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3. Ressourcen und Ressourcengruppe
3.1 Ressourcen
Um mit einer „Ressource“ arbeiten zu können benötigen Sie zunächst eine sogenannte
„Ressourcenkarte“. Eine solche „Karte“ ist die Erfassungsmöglichkeit von einem „Stammdatensatz“.
Wie wir bereits gehört haben, ist eine „Ressource“ im Bereich von Microsoft Dynamics™
NAV eine „Person“ oder eine „Maschine“. Für beide Varianten gilt, dass hier eine Art
„Volumen“ für die vorhandenen Kapazitäten erfasst, verwaltet und bearbeitet werden kann.
Die Einheiten, die dafür notwendig sind, sind meistens „Zeiteinheiten“ – wie beispielsweise
„Stunden“. Vereinfacht gesagt: steht ein Mitarbeiter 8 Stunden für ein Projekt zur Verfügung
ist das gleichbedeutend mit einer möglichen „Produktionsleistung“ (= Kapazität) von 8
Stunden
Lassen Sie uns die Ressourcenkarte einmal genauer betrachten. Klicken Sie im Menübereich „Ressourcenplanung“ auf den Punkt „Ressourcen“.
Als erstes startet wieder die Übersicht, in der Sie auf einen Blick alle vorhandenen
Ressourcen sehen können.
Über die verschiedenen Symbole im Menüband können Sie bereits aus der Übersicht heraus
bestimmte Funktionen starten, prüfen und/oder Vorgaben wie z.B. Verkaufspreise
einpflegen.
Auf der rechten Seite sehen Sie die sogenannten „Info- & Factboxes“. Die Berechnung
verschiedener Felder basiert auf der sogenannten „SIFT®“ Technologie.
Was ist „SIFT®“?
Sum-Index-Flow-Technology – vereinfacht gesagt: eine automatisierte
Kalkulation der Werte (z.B. „Freie Kapazität“ = Ermittlung der noch
verfügbaren Stunden). In dem Moment in dem der Datensatz „angesprochen wird“, wird der aktuellste Wert angezeigt. (Daher hören Sie auch
oft: „ein zur Laufzeit kalkuliertes Feld“).
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Öffnen einer bestehenden Ressourcenkarte:
Um eine bestehende Stammdatenkarte wie eine „Ressource“ zu öffnen, haben Sie mehrere
Optionen zur Auswahl:
a)
b)
c)
d)
Doppelklick auf den Datensatz (=Öffnen der beschreibbaren Ansicht) ODER
Klick auf das Symbol „Ansicht“ (= nicht beschreibbare Ansicht) ODER
Klick auf das Symbol „Bearbeiten“ (= beschreibbare Ansicht) ODER
Nutzen der Tastaturkombination – wie z.B. „STRG + UMSCHALT + E“ für
„Bearbeiten“
Lassen Sie uns einmal die Ressourcenkarte von „Michael“ ansehen. Setzen Sie Ihren Cursor
auf die entsprechende Zeile und öffnen Sie die Karte mit einem „Doppelklick“.
Stellvertretend für alle Stammdatenkarten hier eine kurze Erklärung zu der gezeigten Ansicht: grundsätzlich ist jede Datenkarte (wie z.B. Artikel, Kreditor, Debitor, usw.) durch sogenannte Register (gern auch „FastTabs“ genannt) unterteilt. Das vereinfacht die Übersichtlichkeit.
Innerhalb der Register sehen Sie rechts kleine „Pfeile“ – damit können Sie Bereiche „aufund zuklappen“.
Leseproben_NAV2016
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Tipp aus der Praxis:
Um im „zugeklappten“ Zustand die wichtigsten Felder eines Registers sehen zu
können, besteht die Möglichkeit diese Inforegister (so wird das auch genannt)
anzupassen – das wird in „NAV-Deutsch“ auch „Promoted Tabs“ genannt. Wie das
geht erfahren Sie in der Unterlage „Grundlagen für STARTER mit Microsoft
Dynamics™ NAV2016“.
Anzeige der „Promoted Tabs“ im Register „Fakturierung“:
(links ist der „EK“-Preis und rechts davon der „VK-Preis“ – ebenso gut zu sehen die
Buchungsgruppen).
Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Felder innerhalb der jeweiligen Register
zu geben, hier ein paar Informationen.
Register „Allgemein“:
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6. Ein- und Überblick zu „Projekten“ innerhalb von NAV
Mithilfe des Moduls „Projekte“ haben Sie die Möglichkeit, Vertrags- bzw. Projektarbeiten zu
steuern, zu dokumentieren und zu verwalten. Aufgrund der unterschiedlichsten Funktionalitäten beinhalten die einzelnen Projekte einen Überblick über die Verbräuche (wie beispielsweise die bisher aufgewendeten Stunden der Ressourcen, Bestandsveränderungen bei
benötigten Artikeln usw.).
Eine „Projektkarte“ ist quasi eine „Büroklammer“ für bestimmte Vorgänge und Arbeiten, die
sich rund um ein Projekt drehen.
Viele Microsoft®-Partner haben eigene Module bzw. Branchenlösungen zu dem Thema
„Projekte“ entwickelt bzw. kleine und große Erweiterungen in den Standard eingebaut –
damit Sie Ihre Projekte so verwalten und steuern können, wie es für Sie am praktikabelsten
ist.
6.1 Schaubild zum Thema „Projekte“
Erster Workshop =
Projekt kommt zustande
Projektstatus/-zustand:
Projekt wird in NAV erstellt –
der Projektstatus steht auf
„Planung“
Notwendige Aufgaben:
Konzeptionierung, Eingabe der
Haupt-, Teil- und Unteraktivitäten
Budgetierung der Aktivitäten
Projekt –Projektangebot geht
an den Kunden
Angebot an Debitor
Änderungen am Projekt noch
möglich
Projekt wird beauftragt –
Projektstatus steht auf
„Auftrag“
Die Projektarbeit beginnt –
Verbräuche und „Verkauf“ wird
gebucht
Fakturierungen an den
Debitoren – Änderungen noch
möglich
Projekt beendet:
Projektstatus:
„Abgeschlossen“
Leseproben_NAV2016
Endrechnung und Besprechung
wegen Folgeprojekt/Update/
Wartung
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6.2 Über den Tellerrand geblickt – was ist eigentlich ein „Projekt“?
Es wurden viele Bücher rund um das Thema „Projekt“ geschrieben – und jeder der Verfasser
versucht auf seine/ihre Weise zu klären was ein Projekt an für sich ist. Brauchen Sie
unbedingt „Projekte“ in Ihrem Unternehmen?
Die Frage sollten Sie sich vorab stellen – denn nicht jedes Unternehmen/ jede Firma benötigt
eine Projektabwicklung. Wenn Sie beispielsweise ein reiner „Händler“ sind – Waren ein- und
wieder verkaufen, ist das Thema „Projekt“ weniger interessant – dafür aber vielleicht der
„Service“-Bereich.
Sind Sie Dienstleister werden Sie wohl eher mit Projekten zu tun haben – denn Dienstleistungsaufträge werden häufig über Projekte abgewickelt.
Tipp aus der Praxis:
Ein schönes Buch zum Thema „Projektmanagement“ habe ich vor kurzem
gefunden – ein Taschenguide unter dem einfachen Titel „Projektmanagement“
(Best of Edition) – von Hans-Dieter Litke, Ilonka Kunow und Heinz SchulzWimmer. Haufe-Verlag – ISBN: 978-3-6480-3502-3.
Hier war folgender Hinweis zu der Frage „Wann ist eine Aufgabe ein Projekt?“ zu
lesen:
„Machen Sie sich klar: Um ein Projekt handelt es sich dann, wenn Sie eine mehr
oder weniger komplexe Aufgabe bewältigen müssen, die mit den bisherigen
Strukturen, Methoden und Abläufen nicht effizient erledigt werden kann.“
Vielleicht könnten wir uns auf folgendes einigen: „Projekte“ brauchen wir immer dann, wenn
wir bestimmte Aufgaben, z.B. mithilfe von mehreren Personen, die über unterschiedliche
Fähigkeiten und Denkweisen verfügen, bearbeiten/abwickeln müssen.
Was hat das jetzt alles mit Microsoft Dynamics™ NAV zu tun?
Nun – das Projektmodul innerhalb von NAV soll Sie und Ihre Kollegen bei der Steuerung und
Abwicklung von solchen speziellen Aufgaben unterstützen. Neben der Planung von
einzelnen Projektschritten (Projektplanzeilen und –aufgaben), der Zusammenfassung von
verschiedenen Projektaufgaben, usw. haben Sie hier zusätzlich ein Kontrollinstrument um
rechtzeitig zu erkennen, ob beispielsweise geplante „Zeiten“ aus dem Ruder laufen.
Wie gesagt: ein „Projekt“ bzw. die „Projektkarte“ in NAV ist wie eine „Büroklammer“ …
Zu einem Projekt gehört natürlich auch ein Projektteam – und die einzelnen Beteiligten
benötigen ebenfalls den Zugriff auf NAV – schon allein deshalb, um die Zeiten die für die
einzelnen Projektschritte aufgelaufen sind, zu erfassen.
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Seite 199
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Auf den nächsten Seiten werde ich Ihnen einiges rund um das Projektmodul im StandardNAV zeigen – bitte vergessen Sie nicht, dass Sie gegebenenfalls Anpassungen in diesem
Bereich benötigen. Sehen Sie sich unbedingt die verschiedenen Projektlösungen an, die
einige Microsoft®-Partner „gebaut“ haben!
6.3 Einrichtung im Modul „Projekte“
Wie in allen Modulen von Microsoft Dynamics™ NAV, so muss auch bei den „Projekten“
zunächst eine Grundeinrichtung gegeben sein, bevor Sie loslegen können.
Klicken Sie bitte zunächst in den Modulbereich „Projekte“
und „scrollen“ Sie ganz nach unten – dort finden Sie
unterhalb von „Verwaltung“ den Punkt „Projekt
Einrichtung“. Öffnen Sie diese Ansicht durch einen Klick.
6.3.1 Hinterlegen der Grundeinrichtung
In dieser Einrichtungskarte können Sie die wichtigsten Basiselemente zur Steuerung der
Projekte festlegen. Das eine oder andere Feld finden Sie zusätzlich in der „Projektkarte“ als
solches wieder – und würde in der Projektkarte eine andere Vorgabe gesetzt sein, als hier in
der Grundeinrichtung, hat immer die Einstellung in der Projektkarte „Vorrang“.
Einge Erläuterungen zu den verschiedenen Feldern:
Feldname
Register ALLGEMEIN
Automatische Aktualisierung der Projektartikelpreise
Verbrauchslink standardmäßig anwenden
Leseproben_NAV2016
Erläuterungen
Ist hier ein Häkchen gesetzt werden alle Projektartikelpreise
reguliert sobald der Stapellauf „Lagerreg. fak. Einstandspreise“* durchgeführt wird. Die Ergebnisse wären identisch
wenn der Report „Projektartikelpreise regulieren“ genutzt wird.
Setzen Sie hier ein Häkchen wenn Sie grundsätzlich wollen,
dass alle Verbrauchsposten mit den Projektplanzeilen
verknüpft werden (Feld gibt es auch in der Projektkarte sowie
den Planzeilen)
Seite 200
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Feldname
WIP-Standardmethode
Erläuterungen
Hierüber legen Sie die WIP-Standardmethode fest, die das
System anwenden soll um unfertige Arbeiten in Bezug auf das
Projekt zu berechnen. Dieses Feld (genau wie die nachfolgenden) gibt es auch in der Projektkarte – Sie können also
pro Projekt individuell entscheiden, wie das System vorgehen
soll.
Standardmäßige WIPSie entscheiden über eine Auswahl, ob „pro Projekt“ oder „pro
Buchungsmethode
Projektposten“ die WIP-Buchungsmethode angewendet
werden soll.
Standardmäßige Projekt- Hier können Sie eine standardmäßige Projektbuchungsgruppe
buchungsgruppe
vorbelegen, die immer dann greifen soll, wenn in der
Projektkarte selbst keine Gruppe vorbelegt wäre. Die Projektbuchungsgruppe stellt die Verbindung zu der Finanzbuchhaltung her, da hier pro Buchungsgruppe die entsprechenden
Sachkonten z.B. für den „Projektverkauf“ hinterlegt sind.
Register NUMMERIERUNG
Projektnummern
Hinterlegen Sie hier die Nummernserie, damit das System bei
Neu-Erstellung einer Projektkarte eine entsprechende Nummer
automatisch vergeben kann bzw. Sie eine Nummer manuell
eintragen können.
Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass Änderungen in Projektkarten – gerade und ganz
besonders betreffs der WIP-Methoden, Buchungsmethoden, etc. – nur dann
erfolgen können, wenn es noch gar keine Buchungen in irgendeiner Form gibt!
Für unseren „CRONUS“ belassen wir die Einrichtung so wie sie ist - schließen Sie diese
Maske durch Klick auf „OK“ rechts unten.
Gut zu wissen:
*“Lagerregulierung fakt. Einstandspreise“ ist ein „Stapellauf“ der regelmäßig
(am besten täglich) durchgeführt werden sollte. Vereinfacht gesagt ordnet
das System bei diesem „Durchlauf“ die verkauften/abgegangenen Artikel
dem eigentlichen Einkauf/Zugang zu. Damit stellt das System sicher, dass
Artikel mit dem korrekten Wert versehen werden. Es gibt noch einen
weiteren Report, der in diesem Zusammenhang ebenfalls in regelmäßigen
Abständen durchgeführt wird: „Lagerregulierung buchen“. Dieser zweite
„Lauf“ bucht die ermittelten Werte in die Bilanzkonten der Finanzbuchhaltung.
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6.3.2 Projektbuchungsgruppen
Unterhalb der „Projekt Einrichtung“ finden Sie die „Projektbuchungsgruppen“ – wie gerade
erwähnt, sind Buchungsgruppen der „Schlüssel“ zur Finanzbuchhaltung.
Im CRONUS existiert derzeit nur eine Projektbuchungsgruppe. Sie könn(t)en hier so viele
Buchungsgruppen anlegen wie Sie benötigen – hier beispielsweise wurde „Einrichten“ als ein
möglicher Code verwendet.
Bedenken Sie dabei bitte immer, dass Sie immer nur ein Projektbuchungsgruppencode in
einer Projektkarte verwenden können!
Und: das Zufügen der Sachkonten sollte ein Kollege/eine Kollegin aus Ihrem Finanzbuchhaltungsteam vornehmen!
6.3.3 Projekt Buch-Blattvorlagen
Um Buchungen innerhalb von NAV durch zu führen, gibt es mehrere Varianten – unter
anderem auch die Möglichkeit ein „Projekt Buch-Blatt“ bzw. einem „wiederkehrenden Projekt
Buch-Blatt“ dafür zu verwenden.
(der Unterschied zwischen einem „normalen“ und einem „wiederkehrenden“ Buch-Blatt habe
ich bereits im Kapitel 5 erklärt).
Hier sehen Sie die beiden Buch-Blattvorlagen für den Projektbereich. Wenn Sie im Menüband auf den Punkt „NAVIGATE“ klicken, finden Sie dort wieder das Symbol für „BuchBlattnamen“ – ebenso im Projektbereich würde ich Ihnen empfehlen eigene Buch-Blätter zu
hinterlegen – beispielsweise pro Projekt.
Leseproben_NAV2016
Seite 202
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