Makro Research Volkswirtschaft Prognosen

Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Wo Europa funktioniert, und wo Fantasielosigkeit
herrscht.
Alle europäischen Länder schließen sich zu einer Organisation zusammen, um
gemeinsame Ziele zu erreichen und sich nach gleichen Regeln im friedlichen
Wettbewerb untereinander auszutauschen. Was ist das? – Nein, hier geht es
nicht um die Europäische Union, hier geht es um die Fußball-Europameisterschaft 2016.
Wohl nirgendwo funktioniert Europa so gut wie im Fußball: Der einheitliche
(Fußball-)Binnenmarkt ist perfekt, der freie Austausch von (Ablöse- und TVRechte-)Kapital, (Transfer- wie Fan-)Personal sowie fußballerischen (Champions
League-)Dienstleistungen läuft reibungslos. Wovon Europa-Föderalisten nur
träumen können, das ist im europäischen Fußball längst Realität: Überall gelten
die gleichen Regeln, überwacht durch die UEFA.
Quelle: Fotolia, DekaBank
Wie schön wäre es doch, wenn wir zumindest vom 10. Juni bis zum 10. Juli entspannt nach Frankreich schauen könnten. Aber schon
nach der Gruppenphase wird unser Augenmerk auf das nicht so einfach wie im Fußball funktionierende Europa gelenkt: Am 23. Juni
2016 findet das britische EU-Referendum statt, und drei Tage später stehen Neuwahlen in Spanien an. Die Unsicherheit über den jeweiligen Ausgang ist beträchtlich. Selbst wenn in beiden Fällen die Abstimmungen glimpflich ausgehen, was wir erwarten, fehlt es an
Perspektiven für ein weiter zusammenwachsendes Europa und am Elan zu Strukturreformen in den einzelnen Ländern. Aus konjunktureller Sicht läuft es in Europa zwar ordentlich, aber Fantasie für mehr, für einen kraftvollen Aufschwung kommt nicht auf.
Von dieser Fantasielosigkeit können sich Unternehmen und Kapitalmärkte nicht frei machen. Ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von gut drei Prozent reicht nicht für große Sprünge. Der amerikanischen Notenbank ermöglicht dieses globale Umfeld offenbar
noch nicht einmal, konsequent in kleinen Schritten die Zinstreppe nach oben zu gehen. Von der EZB können wir so etwas ohnehin
frühestens in zwei Jahren erwarten. Eher steht in den nächsten Monaten noch die Debatte an, ob das Wertpapierankaufprogramm
über das Frühjahr 2017 hinaus verlängert werden wird. Die Zinsen bleiben also sehr niedrig. Sich in diesem Umfeld bei der Geldanlage
gegen die EZB zu positionieren, ist vorsichtig formuliert „mutig“.
So stehen uns in den kommenden Monaten erhebliche Schwankungen an den Wertpapiermärkten bevor. Zarte – ausschüttungsgetriebene – positive Trends lassen die Aktie als präferierte Anlageklasse im Scheinwerferlicht bleiben. Ganz hell erstrahlen die zu erwartenden Renditen angesichts der hohen Unsicherheit und der mangelnden Fantasie allerdings auch hier nicht. So fällt es leicht, die aktuell
charmanteste Prognose unsererseits zu küren: Jogis Jungs werden den Titel des Fußball-Europameisters erringen, und unser Mannschaftskapitän wird am 10. Juli als Erster den polierten und damit sehr hell strahlenden Pokal in den Pariser Nachthimmel stemmen.
Inhalt
Die wichtigsten Prognoserevisionen und
Änderungen
Konjunktur Industrieländer
2
Märkte Industrieländer
4
Emerging Markets
6
Szenarien
7
■ Euroland: Bruttoinlandsprodukt 2016 bzw. 2017: 1,7 % bzw.
Weltwirtschaftliche Entwicklung
8
■ USA: Inflationsrate 2016: 1,3 % (bisher: 1,1 %).
Zinsbild für Industrieländer
9
■ EZB: Verlängerung der Wertpapierkäufe um einige Monate.
Zinsbild für EM-Länder/ Renditespreads
10
Währungen/ Rohstoffe
11
Ansprechpartner
12
■ Deutschland: Bruttoinlandsprodukt 2016: 1,7 % (bisher:
1,6 %).
1,6 % (bisher: 1,6 % bzw. 1,5 %).
■ Euroland: Langsamerer Renditeanstieg langlaufender Bundes-
anleihen.
■ Rohöl: Aufwärtsrevision für 2016 und 2017.
■ Aufwärtsrevision des BIP für Brasilien und Russland.
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Juni / Juli 2016
Konjunktur Industrieländer
Deutschland: BIP (% ggü. Vorquart., sb)
Deutschland
Nun ist es amtlich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal
mit 0,7 % im Vorquartalsvergleich, und damit schneller als das in den USA und in
der Eurozone. Doch die monatlichen Indikatoren zeichneten schon zum Quartalsausklang ein schwaches Bild, das nun von den ersten konjunkturellen Daten für
April weitgehend bestätigt wurde. Schwache Einzelhandelsumsätze und Industrieaufträge deuten auf die von uns erwartete konjunkturelle Abkühlung hin. Das ist
aber kein neuer Trend, sondern nur eine Verschnaufpause. Schon das dritte Quartal wird wieder mehr Wachstum bringen. Das signalisieren die wieder ansteigenden Frühindikatoren.
2,0
1,5
1,0
0,5
0,0
-0,5
Prognoserevision: Bruttoinlandsprodukt 2016: 1,7 % (bisher: 1,6 %).
-1,0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Destatis, Prognose DekaBank
Euroland: BIP (% ggü. Vorquart., sb)
1,0
0,5
0,0
-0,5
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Eurostat, Prognose DekaBank
USA: BIP (% ggü. Vorquart., ann., sb)
5
4
3
2
1
0
-1
-2
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Bureau of Economic Analysis, Prognose DekaBank
Euroland
Mit Blick auf die wichtigsten Stimmungsindikatoren für Euroland scheinen die
Unternehmer und Konsumenten recht gelassen auf die politischen Risiken in Europa im 2. Quartal wie das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich und die
kurz darauf folgende spanische Parlamentswahl zu reagieren. Dennoch zeichnet
sich für das 2. Quartal eine im Vergleich zum 1. Quartal geringere Wachstumsgeschwindigkeit ab. Denn das gute Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres
ist zum Teil auf Sondereffekte wie zum Beispiel eine ungewöhnlich milde Witterung zurückzuführen. Die seit längerem anhaltende konjunkturelle Erholung in
Euroland reicht nicht aus, um der Inflationsentwicklung spürbare positive Impulse
zu geben. Zu stark sind nach wie vor die negativen Effekte durch die rückläufigen
Energiepreise. Die Inflationsrate lag im Mai bei -0,1 % im Vergleich zum Vorjahr.
Prognoserevision: Bruttoinlandsprodukt 2016 bzw. 2017: 1,7 % bzw. 1,6 % (bisher: 1,6 % bzw. 1,5 %)
USA
Nach dem enttäuschenden Jahresstart scheint sich die US-Wirtschaft im zweiten
Quartal dynamischer zu entwickeln. Insbesondere der private Konsum nahm im
April überraschend deutlich gegenüber dem Vormonat zu. Gleichwohl kommen
nun vom Arbeitsmarkt unerfreuliche Nachrichten. So stieg die Anzahl der Beschäftigten im Mai nur um knapp 40.000 Personen an. Zwar war hierfür auch ein Sondereffekt mitverantwortlich. Gänzlich erklären kann dieser den geringen Beschäftigungsaufbau aber nicht. Unserer Einschätzung nach resultiert die Abkühlung der
Beschäftigungsdynamik aus einer Verknappung des Arbeitskräfteangebots. Die
zunehmende Arbeitsmarktnachfrage macht sich nun in einer tendenziell höheren
Lohndynamik bemerkbar. Einmal mehr in diesem Jahr haben wir eine energiepreisbedingte Korrektur bei unserer Inflationsprognose vorgenommen. Der grundsätzliche Inflationsausblick bleibt aber unverändert.
Prognoserevision: Inflationsrate 2016: 1,3 % (bisher: 1,1 %)
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Juni / Juli 2016
Märkte Industrieländer
EZB: Hauptrefinanzierungssatz (% p.a.)
2,0
1,5
1,0
0,5
0,0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Europäische Zentralbank, Prognose DekaBank
Europäische Zentralbank / Geldmarkt
Bei der EZB-Ratssitzung Anfang Juni deutete Präsident Draghi zwar nicht auf eine
erneute Lockerung der Geldpolitik hin. Er gab jedoch zu verstehen, dass ein Festhalten am sehr expansiven Kurs bis auf weiteres notwendig sei. Denn trotz des
wieder stark gestiegenen Ölpreises hat der Mitarbeiterstab der EZB seine Vorhersagen für die Inflation kaum nach oben korrigiert. Auf die sich fortsetzende Unterschreitung ihres Inflationsziels dürfte die EZB schon in den nächsten Monaten
reagieren, indem sie eine Verlängerung ihres Wertpapierkaufprogramms um einige Monate über März 2017 hinaus ankündigt. Eine Verstärkung des monetären
Stimulus, z.B. in Form höherer monatlicher Wertpapierkäufe, erwarten wir nur im
Fall wieder zunehmender Abwärtsrisiken für Wirtschaftswachstum und Inflation.
Demgegenüber sehen wir bei der EZB keine Neigung, den Einlagensatz noch weiter unter null zu senken, da sie die Risiken eines solchen Schritts nicht einzuschätzen vermag. Insofern sollten die EONIA- und EURIBOR-Sätze ihre Untergrenzen
weitgehend erreicht haben.
Prognoserevision: Verlängerung der Wertpapierkäufe um einige Monate.
Bundesanleihen (Rendite in % p.a.)
4
3
2-jährige
10-jährige
2
1
0
-1
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Rentenmarkt Euroland
Anhaltend niedrige Inflationsdaten und entsprechende Kommentierungen von
Seiten der EZB haben die Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik
bestärkt. Vor allem deshalb hält sich die Rendite zweijähriger Bundesanleihen
unterhalb des Einlagensatzes von -0,40 %. Auch wenn wir eine erneute Senkung
dieses unteren Eckzinses für unwahrscheinlich halten, gehen wir von einem nur
langsamen Anstieg der Renditen am kurzen Ende der Bundkurve aus. Unseres
Erachtens wird die EZB ihr Wertpapierkaufprogramm über März 2017 hinaus fortsetzen und dies schon im September oder Oktober ankündigen. Die Verknappung
von Bundesanleihen dürfte die Renditen in den längeren Laufzeitbereichen daher
vorerst sehr niedrig halten. Erst im nächsten Jahr rechnen wir mit einer Versteilerung infolge wieder zunehmender Inflationserwartungen.
Prognoserevision: Langsamerer Renditeanstieg langlaufender Bundesanleihen.
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
US-Staatsanleihen (Rendite in % p.a.)
4
3
2-jähr. Treasuries
10-jähr. Treasuries
2
1
0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Rentenmarkt USA
Wann folgt der zweite Zinsschritt der Fed? Mitte Mai waren sich die Finanzmarktteilnehmer sicher, dass die Fed frühestens zum Ende des Jahres die Leitzinsen wieder anheben würde. Mit der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zum FedZinsentscheid im April wurde allerdings deutlich, dass eine Mehrheit der FOMCMitglieder eine zeitnahe Leitzinserhöhung präferiert, sofern die Makrodaten im
Rahmen ihrer Erwartungen ausfallen. Der schwache Arbeitsmarktbericht, aber auch
das Risiko eines Brexits sind gewichtige Argumente gegen einen Zinsschritt im Juni.
Durchaus denkbar ist, dass ein weiterer guter Arbeitsmarktbericht hinreichend Vertrauen in die US-Wirtschaft schafft und deshalb ein Zinsschritt im Juli erfolgt. Wahrscheinlicher ist aber aus unserer Sicht weiterhin der Septembertermin für den nächsten Leitzinsschritt.
Prognoserevision: –
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Juni / Juli 2016
Märkte Industrieländer
Aktienmarktprognosen
Aktienmarkt Deutschland
Aktienmarktprognose
Aktuell
in 3
in 6
Monaten
09.06.16
DAX
in 12
10088,87 10 000 10 500 10 500
Nachrichtl.:
EuroStoxx50 2989,03
3 050 3 100 3 150
S&P 500
2115,48
1 950 2 000 2 050
Topix
1337,41
1 200 1 150 1 150
Die Rahmenbedingungen für deutsche Aktien sind nach wie vor intakt. Die Stimmung der Unternehmen, gemessen am ifo Geschäftsklima und an den Einkaufsmanagerindizes, stabilisiert sich auf hohem Niveau. Die Geldpolitik der EZB sorgt
für anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen, und die schwache Unternehmensgewinnentwicklung des abgelaufenen ersten Quartals ist mittlerweile in den
Kursen verarbeitet. Entsprechend vorsichtig sind inzwischen die Erwartungen an
das laufende zweite Quartal. Damit fehlt es am Gesamtmarkt derzeit an Impulsen
von fundamentaler Seite. Der Markt bleibt weiter von politischen Themen dominiert, welche in den kommenden Wochen zu erhöhter Verunsicherung beisteuern
und weitere Kursanstiege zunächst erschweren. Auf Einzeltitelebene werden die
zunehmenden Fusions- und Übernahmenachrichten allerdings selektiv zu spürbaren Kursausschlägen führen.
Quelle: Deutsche Börse, Prognose DekaBank
Prognoserevision: –
iTraxx Europe (Basispunkte)
Unternehmensanleihemarkt Euroland
200
150
100
50
0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Im Vorfeld des neuen EZB-Kaufprogramms für Unternehmensanleihen sind die
Risikoaufschläge kräftig gesunken, erreichten aber nicht die Tiefstände aus dem
Frühjahr 2015. Dennoch handeln viele Bonds aufgrund der extrem niedrigen
Bundrenditen auf historischen Tiefwerten bzw. in deren Nähe. Viele kürzere Laufzeiten weisen sogar negative Renditen aus. Unternehmen nutzen das niedrige
Finanzierungsniveau rege und treffen mit ihren Neuemissionen auf eine große
Zeichnungsbereitschaft der Anleger. Gemäß der EZB-Benchmark werden Unternehmen aus Frankreich und Deutschland überproportional stark angekauft werden. Auch Anleihen, die aufgrund von Ausschlusskriterien nicht zum Kaufuniversum der EZB gehören (Banken, Junkbonds, Emittenten außerhalb der Eurozone),
profitieren von Ausweichkäufen der Anleger.
Quelle: International Index Company, Prognose DekaBank
Covered Bonds 5J (Rendite in % p.a.)
4
3
2
1
0
-1
2011
2012
Quelle: Bloomberg
2013
2014
2015
2016
Covered Bonds
Die Renditen von Covered Bonds und von Pfandbriefen sind denen von Bundesanleihen und den Swapsätzen nach unten auf neue historische Tiefpunkte gefolgt.
Kürzere bis mittlere Laufzeiten notieren teilweise im negativen Bereich. Im Zuge
der auf monatlich 80 Mrd. EUR erhöhten Wertpapierkäufe der EZB sind die Volumina für Covered Bonds allerdings nicht entsprechend mit angehoben worden,
sondern sie waren sogar etwas rückläufig. Dies liegt hauptsächlich darin begründet, dass die Neuemissionstätigkeit für gedeckte Anleihen zuletzt nachgelassen hat
und der Sekundärmarkt bereits für größere Käufe zu ausgetrocknet ist. Ein weiterer deutlicher Rückgang der Renditen tiefer in den negativen Bereich hinein ist
nicht zu erwarten, somit sollten sich bei einem erneuten Rückgang der Bundrenditen die Spreads etwas ausweiten.
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Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Märkte Industrieländer
Wechselkurs EUR-USD
1,5
1,4
1,3
1,2
1,1
1,0
0,9
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Devisenmarkt: EUR-USD
Anfang Mai lag der Euro gegenüber dem US-Dollar bei 1,13 EUR-USD. Dies ist
auch einige Wochen später am 6. Juni der EUR-USD Wechselkurs gewesen. In der
Zwischenzeit hatte der Euro bis auf 1,10 EUR-USD abgewertet. Dies geschah vor
dem Hintergrund der Äußerungen von Mitgliedern aus dem Zentralbankrat der
US-Notenbank, die überraschend angedeutet hatten, dass die nächste Leitzinserhöhung bereits im Sommer erfolgen könnte. Die gesamte Abwertung des Euro
gegenüber dem US-Dollar seit Anfang Mai war allerdings mit der Veröffentlichung
des US-Arbeitsmarktberichts (Mai) am 3. Juni wieder hinfällig. Denn der Beschäftigungsaufbau in den USA fiel deutlich geringer aus als erwartet, wodurch die Erwartungen an eine US-Leitzinserhöhung im Sommer gedämpft wurden und der
US-Dollar unter Abwertungsdruck geriet.
Prognoserevision: –
Quelle: EZB, Prognose DekaBank
Gold (Preis je Feinunze)
1800
1600
1400
1200
1000
800
EUR
USD
600
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Gold
Es wurde im Verlauf der letzten Wochen mehr als offensichtlich, dass der Goldmarkt an den Lippen der US-Notenbanker hängt. Kaum wurde durch das Sitzungsprotokoll der Fed die Tür geöffnet für eine US-Zinserhöhung im Juni/Juli, fiel
der Goldpreis spürbar. Als der Wind des letzten schwachen US-Arbeitsmarktberichts diese Tür wieder ein Stückweit zufallen ließ, erholte sich der Goldpreis
nennenswert. Wir bleiben bei der Prognose, dass sich der Goldpreis in den nächsten Monaten mit starken Schwankungen seitwärts bewegen wird. Denn mit der
nächsten Leitzinserhöhung der Fed rechnen wir erst im Herbst. Die politische Unsicherheit bezüglich des EU-Referendums im Vereinigten Königreich und der anschließenden Wahlen in Spanien bleibt hoch. Gold wird als Investment weiter
gesucht, dies zeigt sich an den Beständen der weltweit mit Gold hinterlegten
Wertpapiere (ETF), auch wenn die eigentlich stärkste Nachfragekomponente, nämlich die Schmucknachfrage, schwächelt. Im weiteren Verlauf des Jahres wird die
Fed der Haupttreiber für die Goldpreisentwicklung bleiben.
Prognoserevision: –
Ölpreis der Sorte Brent (je Fass)
140
120
100
80
60
40
EUR
USD
20
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Rohöl
Dass das OPEC-Kartell nur noch ein zahnloser Tiger ist, hat das Treffen Anfang
Juni erneut gezeigt. Doch obwohl sich die großen Ölproduzenten nicht verbindlich
auf Produktionsbeschränkungen einigen können, stagniert zurzeit die weltweite
Ölförderung bei einer anhaltend unterdurchschnittlich steigenden Nachfrage.
Diese Konstellation sorgt derzeit für steigende Ölpreise. In den letzten Wochen
waren dafür allerdings auch unvorhergesehene Produktionsausfälle in Kanada und
Nigeria verantwortlich. Insbesondere wenn die kanadische Ölförderung wieder
hochgefahren wird, können die Ölpreise in den Sommermonaten durchaus noch
leicht nachgeben, bevor sich unserer Meinung nach ab Jahresende eine nachhaltige Verteuerung von Rohöl einstellt. Wir haben unsere Ölpreisprognose angehoben
und sehen den Ölpreis Ende 2017 nun bei knapp 60 US-Dollar je Barrel.
Prognoserevision: Aufwärtsrevision für 2016 und 2017.
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Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Emerging Markets
China: BIP (% ggü. Vorjahr)
12
10
8
6
4
2
0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Nationales Statistikamt, Prognose DekaBank
China
Die jüngsten Zahlen deuten darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum in
China im Trend weiter verlangsamt. Gleichzeitig gibt es keine Anzeichen dafür,
dass der Regierung die Kontrolle entgleitet. Daher erwarten wir für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 6,5 %. Für leichte Irritationen sorgte die jüngste Abwertung
des Renminbis gegenüber dem US-Dollar. Entgegen der bisherigen Vorgehensweise ließ die Zentralbank eine Abwertung zu, obwohl der Index, der den Außenwert
des Renminbi abbildet, deutlich unter 100 lag. Die Zentralbank scheint gegenwärtig eher Wert darauf zu legen, ihre Interventionstätigkeit möglichst gering zu halten. Das lässt sich auch an den Währungsreserven ablesen, deren Rückgang im
Mai um rund 30 Mrd. US-Dollar weitgehend mit Bewertungsverlusten aufgrund
des starken US-Dollars zu erklären ist. Die Kapitalabflüsse fielen demzufolge geringer aus als in den Vormonaten und wurden weitgehend durch Leistungsbilanzzuflüsse ausgeglichen.
Prognoserevision: –
Em. Markets: BIP (% ggü. Vorjahr)
8
6
4
2
0
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Emerging Markets: Konjunktur
Das Wirtschaftswachstum war im ersten Quartal in fast allen Schwellenländern
schwach. Immerhin fielen die Zahlen in Brasilien und Russland, die beide noch
immer in einer Rezession stecken, nicht ganz so schlimm aus wie befürchtet. Die
Einkaufsmanagerindizes und die Außenhandelsentwicklung signalisieren auch für
das zweite Quartal in den Emerging Markets wenig Wachstumsdynamik. Die
schwache Konjunktur geht mit geringem Preisdruck einher, weshalb die Zentralbanken die Leitzinsen auf niedrigem Niveau halten und in einigen Fällen sogar
weiter senken. In Brasilien hat nach der Suspendierung von Präsidentin Rousseff
eine neue Regierung unter Michel Temer die Geschäfte übernommen. Um seine
Ankündigungen einer Sanierung der öffentlichen Finanzen wahrmachen zu können, benötigt er allerdings die Unterstützung des Parlaments, was nicht einfach
werden wird.
Quelle: Nationale Statistikämter, Prognose DekaBank
Prognoserevision: Aufwärtsrevision des BIP für Brasilien und Russland.
EMBIG-Spread (Basispunkte)
Emerging Markets: Märkte
600
500
400
300
200
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Zuletzt hat sich die Stimmung für EM-Anlagen wieder gebessert. Höhere Rohstoffpreise und die Erwartung einer abwartenden Haltung der US-Notenbank waren
die wichtigsten Treiber. Die Entwicklung wird allerdings bislang nicht durch gute
Wachstumszahlen gestützt. Auch die Erleichterung über zuletzt wieder vorsichtige
Aussagen der Fed dürfte nicht von Dauer sein. Denn das Bild eines langsamen,
aber stetigen Zinsanstiegs wird von den meisten Investoren geteilt. Diese Perspektive steigender US-Zinsen tritt immer wieder in den Vordergrund, und so werden
Kursschübe in EM-Anlagen, wie sie zwischen Mitte Februar und Ende März zu
beobachten waren, stets von Zweifeln begleitet. Wir erwarten den nächsten Zinsschritt der Fed für September. Zudem ist der Ratingtrend noch immer negativ,
auch wenn die Dynamik der Herabstufungen bereits abgenommen hat. Kurzfristig
belastet die Sorge um einen möglichen Brexit, der zu einem globalen Anstieg der
Risikoaversion führen würde. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen
bietet bislang keine Unterstützung, doch sehen wir hier zumindest die Chance,
dass die Talsohle erreicht ist.
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Juni / Juli 2016
Szenarien
Wir haben unsere Szenarien sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten unverändert gelassen.
Basisszenario (Wahrscheinlichkeit: 75 %)
Negativszenario (Wahrscheinlichkeit: 15 %)
■ Weltwirtschaft: Moderates Wachstum von 3 bis 3,5 %.
Emerging Markets sind auf flacheren Wachstumspfad eingeschwenkt. Industrieländer wachsen gemächlich.
■ Sanfter Ausstieg der Notenbanken (insbesondere US-Notenbank) aus ultra-expansiver Geldpolitik misslingt. Starke Zinsanstiege insbesondere am langen Ende als Auslöser einer Vollbremsung
bei Konsum und Investitionen. Resultat: ausgeprägte Wachstumsabschwächung, womöglich erneute Rezession.
■ Euroland: Die Währungsunion liegt mit Blick auf ihre wirtschaftliche Entwicklung zwischen Japan und den USA. Reformen der
Krisenländer tragen langsam Früchte. Rückenwind durch globales
Wachstum, Euro-Abwertung und Energiepreisrückgänge lässt
nach.
■ Deutschland: Sorgen über die Entwicklung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen halten Unternehmen von größeren Investitionen ab. Allgemeine Verfassung der Volkswirtschaft, insbesondere des Arbeitsmarktes, ist aber noch gut.
■ Inflation: Hohe Arbeitslosigkeit und Rohstoffpreisrückgänge
sorgen für unerwünscht niedrige Inflationsraten in Euroland. In
den USA steigende Inflationsraten dank sinkender Arbeitslosigkeit.
■ Geldpolitik: Ende der ultra-expansiven Geldpolitik ist in Euroland
und Japan noch nicht absehbar. US-Notenbank Fed hat im Dezember 2015 als erste große Notenbank mit Leitzinserhöhungen
begonnen. Die Dynamik der Erhöhungen bleibt aber extrem moderat und datenabhängig.
■ Finanzmärkte: Leichte Verluste an Rentenmärkten angesichts
steigender Renditen. Aktienkurse dürften in Euroland angesichts
der schwächeren globalen Wachstumsaussichten nur noch moderat steigen, und dies bei starken Schwankungen. Aktienmärkte in
den USA und Japan sollten sich bestenfalls seitwärts bewegen mit
ebenfalls hoher Volatilität.
■ Geldanlage: Steigende Unsicherheit im Zuge der beginnenden
US-Leitzinserhöhungen erhöht Schwankungsanfälligkeit der
Wertpapiermärkte. In diesem Umfeld sind eine breite Streuung
der Geldanlagen und regelmäßiges Sparen sinnvoller denn je.
■ Ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in
China und anderen großen Emerging Markets mit der Folge einer
globalen Rezession.
■ Erstarkte Euro-skeptische Kräfte in einzelnen Ländern (Griechenland, Österreich, Niederlande, Spanien) bringen Reform- und
Anpassungsprozess in Euroland zum Stillstand. Entsprechende
Verunsicherung der Unternehmer und Konsumenten als Auslöser
einer tiefen Rezession in Euroland. Weitere Verschärfung durch zu
erwartende Finanzmarktreaktionen und deren negative Auswirkungen auf den Bankensektor. Mangels fiskalischer Gegensteuerungsmöglichkeiten längere Dauer eines solchen erneuten konjunkturellen Einbruchs, danach zähe Erholung.
■ Sollten sich die Befürworter eines EU-Austritts beim Referendum
im Vereinigten Königreich (UK) durchsetzen, sind starke Marktturbulenzen in UK und in Euroland sowie Rezessionen in beiden
Wirtschaftsräumen zu erwarten.
■ Weitere Ausweitung der Krisen in Syrien und in der Ukraine
könnte den alten Ost-West-Konflikt erneut aufleben lassen. Folge
wären eine globale Verunsicherung sowie spürbare Handelshemmnisse mit wachstumsbremsenden Effekten.
■ Deflation, also dauerhaftes Abgleiten der Inflationsraten in
negatives Terrain. Folge wären Rückgänge der Aktienkurse und
des Goldpreises, Sorgen um die Schuldentragfähigkeit, ausgeprägte Konjunkturschwäche, Wiederausbruch der Eurokrise.
Positivszenario (Wahrscheinlichkeit: 10 %)
■ Niedrigzinsen und gestiegenes Vertrauen führen zu schnellem
und kräftigem Aufschwung in Europa und USA. Der Weg zur
Normalität wird zügig und hinreichend spannungsfrei beschritten.
■ Überraschend starke Wachstumsdynamik in den Emerging
Markets mit positiver Sogwirkung für globale Wirtschaft.
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Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Weltwirtschaftliche Entwicklung
Land / Ländergruppe
Deutschland
Frankreich
Italien
Spanien
Niederlande
Belgien
Anteil am
BIP der
Welt1)
Bruttoinlandsprodukt
Verbraucherpreise2)
Leistungsbilanzsaldo
Veränderungen gegenüber
dem Vorjahr in %
2015
2016
2017
2015
2016
Finanzierungssaldo 3)
in Relation zum nominalen
Bruttoinlandsprodukt
2017
2015
2016
2017
2015
2016
2017
3,4
2,3
1,9
1,4
0,7
0,4
1,7
1,2
0,6
3,2
2,0
1,4
1,7
1,5
1,2
3,2
1,6
1,4
1,4
1,3
1,2
2,3
1,8
1,3
0,1
0,1
0,1
-0,6
0,2
0,6
0,5
0,4
0,1
-0,5
0,4
2,0
1,7
1,6
1,2
1,2
1,7
2,0
8,5
-1,6
2,2
1,5
9,1
0,0
7,8
-1,5
2,4
1,4
8,9
1,8
7,6
-2,0
2,3
1,3
8,2
1,9
0,7
-3,5
-2,6
-5,1
-1,8
-2,6
0,1
-3,4
-2,4
-3,6
-1,7
-2,8
0,4
-3,2
-2,0
-2,6
-1,2
-2,3
Euroland
Ver. Königreich
Schweden
Dänemark
11,9
2,4
0,4
0,2
1,7
2,3
3,9
1,2
1,7
1,7
3,6
1,2
1,6
2,1
2,7
1,8
0,0
0,0
0,7
0,2
0,3
0,6
1,3
0,4
1,5
1,5
2,7
1,8
3,2
-5,2
4,9
7,0
3,3
-4,9
5,8
6,3
3,1
-4,4
5,7
6,2
-2,1
-4,4
0,0
-2,1
-1,9
-3,4
-0,4
-2,5
-1,5
-2,4
-0,7
-1,9
EU-22
Polen
Ungarn
Tschechische Rep.
14,9
0,9
0,2
0,3
1,8
3,7
2,9
4,3
1,7
3,3
2,3
2,4
1,7
3,4
2,7
2,6
0,1
-0,9
-0,1
0,3
0,4
-0,3
0,9
0,9
1,6
2,0
1,9
1,9
2,0
-0,2
4,2
1,2
2,1
-0,7
3,5
0,9
2,0
-1,2
2,9
0,3
-2,4
-2,6
-2,0
-0,4
-2,1
-3,1
-2,1
-0,7
-1,7
-3,1
-2,0
-0,6
EU-28
USA
Japan
Kanada
Australien
Schweiz
Norwegen
16,9
15,8
4,3
1,4
1,0
0,4
0,3
2,0
2,4
0,6
1,2
2,5
0,8
1,0
2,0
1,9
0,7
1,8
2,9
1,1
0,9
1,9
2,3
1,5
2,1
2,2
1,6
1,9
0,0
0,1
0,8
1,1
1,5
-1,1
2,2
0,3
1,3
0,2
1,6
1,2
-0,5
3,1
1,6
2,6
1,5
2,3
2,0
0,2
2,4
1,8
-2,7
3,3
-3,3
-4,8
9,8
7,1
1,8
-3,0
4,0
-2,5
-5,0
9,9
7,1
1,7
-3,0
3,5
-3,0
-4,5
10,4
7,1
-2,3
-4,3
-5,2
-1,7
-1,9
-0,2
6,9
-2,2
-4,0
-5,0
-2,0
-2,0
-0,3
5,5
-1,8
-3,5
-5,0
-2,5
-2,0
-0,2
5,4
Industrieländer4)
Russland
Türkei
Ukraine
38,3
3,3
1,4
0,3
1,9
-3,7
4,0
-9,9
1,7
-0,8
3,3
0,5
1,9
1,1
3,2
2,5
0,2
15,5
7,7
48,7
0,8
6,7
8,0
13,5
2,0
5,5
7,1
9,5
-0,1
5,3
-4,9
-0,4
-0,1
3,7
-4,7
-1,3
-0,1
3,9
-5,5
-1,6
-3,4
-2,4
-1,2
-1,4
-3,1
-3,5
-1,7
-3,8
-2,7
-2,1
-1,9
-3,5
Mittel- und Osteuropa5)
Südafrika
7,3
0,6
-0,3
1,3
1,1
0,0
2,1
1,4
10,6
4,5
5,8
6,5
5,1
5,7
-0,8
-4,4
-1,0
-4,3
0,1
-4,7
X
-3,9
X
-3,5
X
-3,3
Naher Osten, Afrika
Brasilien
Mexiko
Argentinien
Chile
3,5
2,8
2,0
0,9
0,4
3,0
-3,9
2,5
2,1
2,1
1,9
-3,3
2,6
-0,8
2,0
2,7
0,7
2,7
3,0
2,3
6,4
9,0
2,7
27,1
4,3
8,7
7,3
2,9
36,3
3,9
8,2
3,8
3,2
19,6
3,3
2,1
-3,3
-2,8
-2,4
-2,0
2,4
-2,5
-2,8
-3,6
-2,2
1,2
-2,9
-2,2
-3,0
-2,8
X
-10,5
-3,5
-5,0
-2,2
X
-8,4
-3,1
-4,4
-2,5
X
-7,1
-2,7
-4,0
-2,0
Lateinamerika*
China
Indien
Indonesien
Südkorea
7,7
17,1
7,0
2,5
1,6
-0,4
6,9
7,2
4,8
2,6
-1,0
6,5
7,4
4,8
2,3
1,7
6,4
7,5
4,5
2,3
15,6
1,5
4,9
6,4
0,7
38,7
2,2
5,3
4,1
1,0
28,3
2,5
5,0
4,7
2,2
-2,0
3,0
-1,1
-2,1
7,7
-2,5
2,8
-1,0
-2,1
6,8
-3,0
2,3
-1,3
-1,8
6,2
X
-3,4
-3,9
-2,0
0,0
X
-3,5
-3,8
-1,8
-0,4
X
-3,9
-3,7
-1,5
-0,3
Asien ohne Japan
Emerging Markets
Summe6)
32,3
50,8
89,2
6,1
4,0
3,1
5,9
3,9
3,0
5,9
4,5
3,4
2,5
5,9
3,5
2,9
9,1
5,6
3,1
7,6
5,2
1,9
0,9
X
1,7
0,7
X
2,4
1,2
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
1) Vo n 2015 mit Kaufkraftparitäten umgerechnet. Quelle: IWF.
2) Für Euro land, Dänemark, Schweden und das Vereinigte Kö nigreich = Harmo nisierter Verbraucherpreisindex.
3) In A bgrenzung der vo lkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
4) Ohne die EU-Länder B ulgarien, Kro atien, P o len, Rumänien, Tschechische Republik, Ungarn.
5) Einschließlich der unter 4) genannten EU-Länder.
6) 66 vo n der DekaB ank abgedeckte Vo lkswirtschaften.
*) Verbraucherpreise Venezuela: 2015: 129,7 %; 2016: 511,3 %; 2017: 393,3 %.
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Zinsbild für Industrieländer (Geldmarktsätze und Staatsanleihen)
Stand am
Deutschland
USA
Japan
Ver. Königreich
Schweden
Dänemark
Norwegen
Schweiz
Kanada
Australien
Geldpolitik (Refi)
3 Monate (EURIBOR)
12 Monate (EURIBOR)
Bundesanleihen, 2 Jahre
Bundesanleihen, 5 Jahre
Bundesanleihen, 10 Jahre
Bundesanleihen, 30 Jahre
Geldpolitik (FFR)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
US-Treasuries, 2 Jahre
US-Treasuries, 5 Jahre
US-Treasuries, 10 Jahre
US-Treasuries, 30 Jahre
Geldpolitik (Call)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
JGBs, 2 Jahre
JGBs, 5 Jahre
JGBs, 10 Jahre
JGBs, 30 Jahre
Geldpolitik (Base)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
Gilts, 2 Jahre
Gilts, 5 Jahre
Gilts, 10 Jahre
Gilts, 30 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (STIB)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (CIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Deposit)
3 Monate (NIBOR)
3 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (LIBOR)
3 Monate (LIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (O/N)
3 Monate (CBA)
12 Monate (CBA)
2 Jahre
5 Jahre
10 Jahre
30 Jahre
Geldpolitik (Cash)
3 Monate (ABB)
2 Jahre
10 Jahre
Erwartung
10. Jun 16
3 Monate
6 Monate
12 Monate
0,00
-0,26
-0,02
-0,54
-0,42
0,04
0,62
0,25-0,50
0,66
1,28
0,77
1,21
1,68
2,48
0,10
-0,03
0,09
-0,27
-0,26
-0,14
0,28
0,50
0,58
0,97
0,39
0,77
1,25
2,08
-0,50
-0,47
-0,62
0,29
0,05
-0,14
-0,41
0,29
0,50
1,00
0,53
1,20
-1,25 bis -0,25
-0,75
-0,90
-0,47
0,50
0,89
1,10
0,52
0,63
1,18
1,85
1,75
2,01
1,63
2,10
0,00
-0,27
-0,02
-0,50
-0,35
0,15
0,85
0,50-0,75
0,70
1,30
0,85
1,35
1,90
2,75
0,10
0,00
0,15
-0,20
-0,15
-0,05
0,35
0,50
0,60
1,20
0,60
1,20
1,60
2,30
-0,50
-0,50
-0,50
0,80
0,05
0,00
-0,35
0,40
0,50
1,00
0,60
1,50
-1,25 bis -0,25
-0,75
-0,85
-0,10
0,50
0,90
1,15
0,75
0,95
1,45
2,10
1,75
2,05
1,80
2,45
0,00
-0,28
-0,03
-0,45
-0,30
0,25
1,00
0,50-0,75
0,80
1,35
1,05
1,50
2,00
2,85
0,10
0,05
0,15
-0,10
-0,05
0,05
0,45
0,50
0,70
1,30
0,80
1,40
1,80
2,40
-0,50
-0,50
-0,40
1,10
0,05
0,00
-0,30
0,50
0,25
0,75
0,60
1,60
-1,25 bis -0,25
-0,75
-0,80
0,00
0,50
0,95
1,15
0,90
1,20
1,60
2,20
1,75
2,05
1,85
2,60
0,00
-0,28
-0,03
-0,40
-0,20
0,40
1,30
0,75-1,00
1,05
1,45
1,55
1,90
2,25
3,05
0,10
0,05
0,15
0,00
0,20
0,30
0,65
0,75
0,90
1,50
1,10
1,70
2,00
2,50
-0,40
-0,30
-0,10
1,30
0,05
0,00
-0,25
0,65
0,25
0,75
0,70
1,80
-1,25 bis -0,25
-0,75
-0,75
0,10
0,50
1,00
1,30
1,50
1,70
2,00
2,50
2,00
2,10
2,00
2,90
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Zinsbild für EM-Länder (Geldmarktsätze und Staatsanleihen)
Erwartung
Stand am
Polen
Mittel- und
Osteuropa
Tschech. Rep.
Ungarn
Brasilien
Lateinamerika
Mexiko
China
Asien
Singapur
Südkorea
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (WIB)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (PRIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Deposit)
3 Monate (BUBOR)
3 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (ABG)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate (Mexibor)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
10. Jun 16
1,50
1,58
1,76
3,09
0,05
0,29
0,00
0,48
0,90
1,00
1,74
3,26
14,25
14,13
12,40
12,46
3,75
4,19
4,86
6,00
1,50
2,95
2,63
3,02
#NV
1,00
0,91
1,98
1,25
1,30
1,35
1,65
3 Monate
1,50
1,60
1,50
2,90
0,05
0,25
-0,05
0,60
0,90
1,00
1,30
2,70
13,75
13,70
12,00
12,00
4,00
4,15
4,20
6,20
1,50
2,80
2,50
2,90
n.a.
1,10
1,00
2,20
1,25
1,30
1,30
1,60
6 Monate
1,50
1,70
1,60
3,00
0,05
0,25
0,00
0,60
0,90
1,00
1,30
2,80
13,25
13,20
11,90
11,80
4,00
4,20
4,40
6,20
1,25
2,70
2,30
2,90
n.a.
1,20
1,10
2,30
1,00
1,10
1,25
1,60
12 Monate
1,50
1,80
1,80
3,30
0,05
0,30
0,10
0,90
0,90
1,10
1,50
3,00
12,75
12,70
11,80
11,80
4,25
4,40
4,50
6,20
1,25
2,60
2,50
3,00
n.a.
1,25
1,40
2,40
1,00
1,10
1,30
1,70
Renditespreads in Basispunkten1)
Erwartung
Stand am
Mittel- und
Osteuropa
Afrika
Emerging Markets,
EMBIG Spreads
Lateinamerika
Asien
Gesamtmarkt (EMBIG)
Russland
Türkei
Ungarn
Südafrika
Brasilien
Chile
Kolumbien
Mexiko
Venezuela
China
Indonesien
Philippinen
10. Jun 16
240
299
202
348
389
199
271
293
2756
173
285
105
410
3 Monate
250
300
215
360
410
200
285
300
2810
175
290
105
420
6 Monate
240
295
210
350
400
200
275
295
2750
175
285
100
410
12 Monate
230
280
200
335
380
190
265
280
2600
165
270
95
390
1) Die Renditespreads ergeben sich als marktgewichtete Summen der Zinsdifferenzen der jeweiligen USD-A nleihen 'auf US treasuries mit entsprechender Laufzeit. Sie
beziehen sich auf den Emerging M arkets B o nd Index Glo bal (EM B IG).
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
Währungen
Erwartung
Stand am
EURO
Dollar-Block
Japan
Euro-Outs
Mittel- und Osteuropa
Afrika
Lateinamerika
Asien
10. Jun 16
3 Monate
6 Monate
12 Monate
EUR-USD
EUR-CAD
EUR-AUD
EUR-JPY
EUR-GBP
EUR-DKK
EUR-SEK
EUR-CHF
EUR-NOK
EUR-PLN
EUR-HUF
EUR-CZK
1,13
1,44
1,53
121,09
0,78
7,44
9,28
1,09
9,25
4,35
311,58
27,03
1,11
1,44
1,52
122,10
0,75
7,46
9,20
1,10
9,30
4,40
315,00
27,00
1,09
1,45
1,51
122,08
0,73
7,46
9,20
1,11
9,20
4,45
320,00
27,00
1,05
1,43
1,48
120,75
0,69
7,46
9,10
1,13
9,10
4,45
320,00
27,00
EUR-ZAR
16,87
16,87
17,22
17,43
EUR-BRL
EUR-MXN
EUR-SGD
3,85
20,77
1,53
4,00
19,98
1,52
4,25
19,40
1,53
4,20
18,38
1,49
EUR-CNY
7,43
7,33
7,30
7,14
EUR-KRW
1319
1299
1286
1250
Stand am
US-Dollar
Dollar-Block
Japan
Euro-Outs
Mittel- und Osteuropa
Afrika
Lateinamerika
Asien
Erwartung
10. Jun 16
3 Monate
6 Monate
12 Monate
USD-CAD
AUD-USD
USD-JPY
GBP-USD
USD-DKK
USD-SEK
USD-CHF
USD-NOK
USD-PLN
USD-HUF
USD-CZK
1,27
0,74
107,04
1,44
6,57
8,20
0,96
8,18
3,85
275,43
23,89
1,30
0,73
110,00
1,48
6,72
8,29
0,99
8,38
3,96
283,78
24,32
1,33
0,72
112,00
1,49
6,84
8,44
1,02
8,44
4,08
293,58
24,77
1,36
0,71
115,00
1,52
7,10
8,67
1,08
8,67
4,24
304,76
25,71
USD-ZAR
USD-BRL
USD-MXN
USD-CNY
USD-SGD
USD-KRW
14,91
3,40
18,36
6,57
1,36
1166
15,20
3,60
18,00
6,60
1,37
1170
15,80
3,90
17,80
6,70
1,40
1180
16,60
4,00
17,50
6,80
1,42
1190
Rohstoffe
Erwartungen
6 Monate
1.230
Gold (USD je Feinunze)
Stand am
10. Jun 16
1.267,64
3 Monate
1.230
Gold (EUR je Feinunze)
1.120,52
1.110
1.130
1.110
55
Rohstoff
12 Monate
1.170
Rohöl Sorte WTI (USD je Barrel)
50,56
48
50
Rohöl Sorte WTI (EUR je Barrel)
44,69
43
46
52
Rohöl Sorte Brent (USD je Barrel)
49,82
49
51
56
Rohöl Sorte Brent (EUR je Barrel)
44,04
44
47
53
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Juni / Juli 2016
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Dr. Marina Lütje: Tel. -9474; E-Mail: [email protected]
Dr. Christian Melzer: Tel. -2851; E-Mail: [email protected]
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(Euroland, Währungen)
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Dr. Dora Borbély: Tel. -5027; E-Mail: [email protected]
Dr. Gabriele Widmann: Tel. -2559; E-Mail: [email protected]
(Makro Trends, Rohstoffe)
(Makro Trends, Rohstoffe)
Emerging Markets/Länderrisikoanalyse
Janis Hübner: Tel. -2543; E-Mail: [email protected]
Nikola Stephan: Tel. -1023; E-Mail: [email protected]
Mauro Toldo: Tel. -3556; E-Mail: [email protected]
(Asien ex Japan)
(Osteuropa)
(Lateinamerika, Naher Osten, Afrika)
Geldpolitik und Kapitalmärkte
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Carsten Lüdemann: Tel. -2625; E-Mail: [email protected]
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Joachim Schallmayer: Tel. -3807; E-Mail: [email protected]
(Aktienstrategie)
Kristian Tödtmann: Tel. -3760; E-Mail: [email protected]
(EZB, Euro-Kapitalmarkt)
Dr. Ulrich Weikard: Tel. -5790: E-Mail: [email protected]
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Andreas Wellstein: Tel. -3850; E-Mail: [email protected]
(Benelux, Frankreich, Portugal, Spanien)
(Nordics, quantitative Analysen)
(Deutschland, EU, Nordamerika, Asien/Pazifik)
Daten & Analysen
Peter Leonhardt: Tel. -2842; E-Mail: [email protected]
Redaktionsschluss
10. Juni 2016
Nächster Veröffentlichungstermin
12. Juli 2016
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