Die Rede von Hans Stutz

„Nicht unter den Boden“
Rede No Bunker, 19. März 2016
Hans Stutz
Europa zeigt in diesen Tagen ein hässliches Gesicht.
In Kooperation mit einer Regierung, die Menschenrechte bricht und die Krieg
gegen die Kurden führt.
Mit dieser Regierung verstärkt die Europäische Union EU die „Festung
Europa“.
Menschen, die einem Krieg entfliehen, der auch von westlichen Staaten
gefördert wurde und wird, soll der Weg in die Sicherheit verwehrt werden.
Und was geschieht mit den Menschen, die es nach Europa geschafft haben?
Oder dies gar in den Kanton Luzern?
Im Kanton Luzern gibt es einen Regierungsrat, der Flüchtlinge ihrem Schicksal
überlassen will, in dem er das bereits harte Asylgesetz weiter verschärfen will,
so dass Menschen, die dem Unrechtsregime in Eritrea entfliehen konnten, die
Asylberechtigung verlören.
Er ist zum Glück am Ständerat gescheitert.
Aber der Kanton Luzern betreibt eine Politik, die Asylsuchende an den Rand
drängt.
Beispielsweise in Gemeinden, die den Flüchtlingen die uneingeschränkte
Bewegungsfreiheit verwehren.
Sie werden immer häufiger in Zivilschutzanlagen untergebracht.
Einst war es das Ziel des Kantons: „Niemand kommt unter den Boden“. Nun
müssen über 500 Asylsuchende in sieben Zivilschutzanlagen leben.
Anlagen, die bis zu 18 Monaten betrieben werden sollen.
In Unterkünften, die zum Teil in der Nacht geschlossen sind.
Rund hundert Männern müssen beispielsweise in einer Unterkunft leben, die sie
nur über den Notausgang betreten oder verlassen dürfen. Damit die
Asylsuchenden den Benutzern einer Mehrzweckhalle „nicht in die Quere“ (Zitat
Neue Luzerner Zeitung) kämen.
In Unterkünften in denen für 100 BewohnerInnen gerade einmal ein Pavillon
von rund 50 Quadratmeter über Tag zur Verfügung steht.
Die Forderung ist klar. Die Verantwortlichen des Kantons haben dafür zu sorgen,
dass die Asylsuchenden in kürzester Frist in Wohnungen mit Tageslicht leben
können.
Die Aufgabe mag schwierig sein, aber sie ist lösbar.
Hans Stutz, 19. März 2016